Selbstbewusstsein kann man nicht trainieren. Aber was dann?

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B ei den Auftritten von Donald Trump kann man sich entweder entrüstet abwenden oder auch mit großen Augen staunen. Wie schaffen es die Dobrindts dieser Welt, sich selbstbewusst eine Aufgabe zuzutrauen, für die sie bisher kaum Erfahrung nachweisen können? Und dann die Chuzpe zu haben, auch Misserfolge so zu verkaufen, dass man nicht weiß, ob Bewundern oder Fremdschämen die angemessenere Reaktion ist.

So ein Selbstbewusstsein müsste man haben, denken sich viele.

Wie schafft man das? Wieso kann ich das nicht? Was machen solche Menschen anders?

Bücher darüber, wie man Selbstbewusstsein stärken, trainieren, freilegen etc. können soll, gibt es zuhauf … Die Tipps sind meistens gut gemeint: Du musst dich auf deine Stärken konzentrieren … akzeptier dich, wie du bist … hör auf, dich runterzumachen … grenz dich ab, die anderen können dir egal sein … sag zu deinen negativen Gedanken einfach „Stop!“

Menschen, die in mein Seminar „Selbstbewusst im Job“ kommen, kennen solche Tipps, haben sie auch zuweilen ausprobiert – und sind damit meist gescheitert. Oft fühlen sie sich danach noch schlechter, weil sie glauben, die Tipps aus den Büchern nicht richtig verstanden oder umgesetzt zu haben. Und der innere Kritiker sie dann zusätzlich niedermacht: „Nicht einmal die simplen Tipps aus dem Buch kannst du anwenden. Typisch!“

In meinem Seminar hoffen sie dann, Tipps und Methoden zu erfahren, die wirklich helfen, schließlich bin ich Diplompsychologe und kein Mentaltrainer, Persönlichkeitscoach und was man sich heute alles nennen kann.

In der ersten Seminarstunde muss ich die Teilnehmer dann immer enttäuschen.

Ich weiß auch keine anderen Rezepte oder tollen Tipps, wie man sein Selbstbewusstsein stärken kann. Natürlich hilft es, sich in schwierigen Situationen gerade hinzustellen, mit fester Stimme zu sprechen, seinem Gegenüber in die Augen zu schauen und zu sagen, was man sagen will. Das wirkt selbstbewusst.

Das Problem ist nur: zu Hause vor dem Spiegel klappt das noch ganz gut, im Rollenspiel in einem entsprechendem Seminar vielleicht auch – aber in der Praxis, wenn dann Ihr Chef, ein unzufriedener Kunde oder eine redselige Kollegin vor Ihnen steht, ist meist alles weg und es fällt Ihnen schwer:

  • … deutlich nein zu sagen oder sich abzugrenzen
  • … die eigene Leistung gut zu verkaufen
  • … klare Anweisungen zu geben
  • … sich von dominant auftretenden Menschen nicht einschüchtern zu lassen
  • … Kritik nicht allzu persönlich zu nehmen
  • … andere in ihrem Redefluss zu unterbrechen
  • … sich für Ihre Wünsche und Ziele nicht dauernd zu rechtfertigen.

Wie kommt das? Was passiert da in Ihnen?

selbstbewusstsein training seminar -xs-a-ljupco-smokovski-fotoliaViele Anleitungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins greifen meiner Ansicht nach zu kurz. Sie müssen Ihr Selbstbewusstsein nicht stärken, aufbauen oder trainieren. Das geht auch gar nicht.

Hilfreicher ist es, zu untersuchen, wie Sie Ihr Selbstbewusstsein schwächen.

Sie haben richtig gelesen. Wer sich nicht selbstbewusst fühlt oder verhält, hat kein geringes Selbstbewusstsein, sondern er schwächt es regelmäßig. Und zwar durch permanente Selbstsuggestion. Da sind Sie Ihr eigener Mentaltrainer – nur eben in die andere Richtung.

Sie könnten locker auch eine DVD produzieren, wie man sich erfolgreich und nachhaltig klein macht. Nämlich mit Gedanken wie:

  • „Du kannst es eben nicht!“
  • Du wirst jämmerlich versagen!“
  • „Die anderen werden dich gnadenlos auslachen!“
  • „Wer bist du schon, dass du glaubst, du könntest das?“
  • „Niemand wird dich mögen, wenn du das tust.“

Solchen Gedanken, da sie ja aus einem selbst kommen, ist schwer zu begegnen und sie können einen nachhaltig entmutigen und niedermachen. Das Gemeine ist:  Sie machen sich nicht diese negativen Gedanken, sondern die kommen unwillkürlich und automatisch. Sie wollen das nicht, aber es passiert.

Deswegen helfen Ihnen viele Selbsthilfebücher und Trainings nicht, die Ihnen vorschlagen, einfach das Gegenteil zu denken. Die Idee klingt vernünftig, funktioniert aber in der Praxis selten.

Warum?

1. Weil persönliche Veränderung nicht über den Verstand läuft.
Sondern immer Ihre Gefühle mit einschließen muss. Und vor diesen – oft schmerzlichen – Gefühlen haben die meisten Menschen Angst.

2. Weil sich nicht selbstbewusst verhalten zu Ihrer besten Strategie geworden ist.
Richtig gelesen: Wenn Sie immer nett sind, nie nein sagen, es anderen immer recht machen wollen, keinen Konflikt wagen usw., dann kann man das auch als Ihre beste Strategie verstehen, mit schwierigen Situationen umzugehen. Nicht die beste, die man sich vorstellen kann. Aber eben Ihre beste – im Rahmen ihrer bisherigen Möglichkeiten.

Rational betrachtet wissen Sie, dass nichts Schlimmes passiert, wenn Sie die Bitte Ihres Freundes, Ihnen am Wochenende bei seinem Umzug zu helfen, abschlagen. Doch emotional kommen Sie in Bedrängnis. Und denken so etwas wie:

  • er wird mich ablehnen und mich das in Zukunft spüren lassen
  • er wäre enttäuscht oder verärgert und ich bin schuld
  • er fände mich egoistisch und das wäre ich dann ja auch
  • er würde mich beschimpfen und ich könnte mich nicht wehren
  • er würde es rumerzählen und andere würden mich auch ablehnen

Diese Gedanken bei sich zu beobachten, ist enorm wichtig.

Denn sie führen Sie zu der Quelle Ihres „geringen“ Selbstbewusstseins. Wenn  Sie mit etwas Achtsamkeit untersuchen, woher Sie solche und ähnliche Sätze kennen, werden Sie wahrscheinlich fündig. Es sind Sätze und Beziehungserfahrungen, die Sie als Kind oder Jugendlicher öfters gehört oder erlebt haben.

Doch das alleinige Wissen, dass Ihr Bruder oder Ihre Schwester oder ein Elternteil manchmal so zu Ihnen gesprochen hat, hilft noch nicht bei der Veränderung. Sie müssen es meiner Erfahrung nach ein Stück emotional nacherleben.

selbstbewusstsein staerken training, schwarzes-schaf-xs-a-kirsty-pargeter-fotoliaDavor scheuen sich die meisten Menschen, die etwas an Ihrem Selbstbewusstsein verändern wollen. Denn die damit verbundenen Gefühle können unangenehm und schmerzlich sein. Gefühle wie Scham, Wertlosigkeit, Angst vor Neid, Ungeliebtsein, Ablehnung aber auch Ohnmacht und Wut.

Doch eine tiefe Veränderung an alten Denk- und Verhaltensmustern muss unter die Haut gehen. Mit simplen Psychotricks nach dem Motto „Denken Sie doch einfach …“ geht es nicht.

Denn wenn Sie sich nicht selbstbewusst fühlen, machen Sie unbewusst etwas, was Sie verändern können: Sie übernehmen die elterlichen Botschaften aus der Vergangenheit anstatt sich heute in der Gegenwart davon abzugrenzen.

Ein Beispiel:
Einer Teilnehmerin aus dem letzten Seminar, die das verstehen und ändern wollte, empfahl ich, abends nach dem Seminar in der Heidelberger Fußgängerzone zweihundert Meter rückwärts zu laufen.
Natürlich sagte sie sofort, das könne sie nicht und das werde sie niemals tun. Ich verriet ihr auch, was dabei passieren würde, denn ich habe das Experiment selbst öfters gemacht:
80 Prozent der Passanten kriegen es gar nicht mit, dass da jemand rückwärts läuft. Zehn Prozent grinsen oder gucken verwundert. Die restlichen zehn Prozent reagieren mit einem Spruch wie „Darf ich mitlaufen?“ oder „Ist das ein Werbegag?“ oder „Die spinnt wohl!“

Wo wir gerade dabei sind: Was können Sie gerade achtsam wahrnehmen, wenn ich Ihnen vorschlage, das Sie heute oder morgen das mal in Ihrer Fußgängerzone ausprobieren?

Sie sind vermutlich auch nicht begeistert und finden alle möglichen Gründe, warum Sie das nicht machen können, werden, brauchen. Doch wenn Sie etwas Grundlegendes in Ihrer Persönlichkeit ändern wollen, müssen Sie meistens Ihre  innere Komfortzone verlassen und etwas wagen.

Sie müssen es wagen, Ihren Gefühlen aus der Vergangenheit zu begegnen und Sie werden dabei herausfinden, dass Sie es sind, der sein Erleben kontrolliert. Nicht die Vergangenheit, nicht Ihre Stärken und Schwächen, nicht die anderen Leute. Sie sind es – mit Ihrer Bewusstheit.

Der Seminarteilnehmerin für Ihr Rückwärts-Experiment sagte ich nämlich noch Folgendes:
„Du und ich wissen, dass im Außen nichts  Schlimmes passieren wird. (Ignorieren, Grinsen, Sprüche). Das Schlimme passiert in Dir innen. Du denkst, die anderen finden Dich doof, lehnen dich ab. Aber Du kennst niemanden in dieser Stadt. Sie können Dir egal sein.
Deine Angst entsteht in dem Moment, wo Du auf Ihre Meinung Wert legst. Wo Du Dich innerlich mit Ihnen verbindest und Dich mit ihren Augen siehst. Wo du Dich innerlich nicht abgrenzt. Bleib die zweihundert Meter ganz bei Dir.“

selbstbewusstsein

Am anderen Morgen berichtete die Teilnehmerin ganz stolz von ihren Erfahrungen. Sie hatte es ausprobiert. Anfangs schaute sie nur auf den Boden, um bei sich zu bleiben, nach fünfzig Metern wagte sie es hoch zu schauen. (Die meisten Passanten bemerkten sie gar nicht, einige grinsten, einige machten einen Spruch.) Die letzten hundert Meter probierte sie aus, etwas Ungewöhnliches für sich zu tun und sich innerlich von der Meinung anderer unabhängig zu machen.

In meinen Seminaren arbeite ich normalerweise nicht mit solchen Übungen. Es geht darin viel mehr um die innere Auseinandersetzung mit den vergifteten und destruktiven Botschaften, die man als Kind gehört hat und so verinnerlicht hat, dass man mittlerweile als Erwachsener selbst überzeugt ist, dass sie stimmen.

Wenn Sie mit Ihrem Selbstbewusstsein auch nicht zufrieden sind und daran etwas ändern wollen, kann mein Persönlichkeits-Seminar „Selbstbewusst im Job“ Sie unterstützen, die größten Stolpersteine dabei aus dem Weg zu räumen.

Lesen Sie hier mehr …

 

Hören Sie dazu den Podcast.

kommentar Wie stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein?

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Bilder: © www.cartoon4you.de
Gernot Krautberger u. Kirsty Pargeter – Fotolia.com


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Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach.
Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse.
Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

72 Kommentare

  1. V for Vendetta sagt

    Viele Menschen sind auch psychisch krank einige überschätzen sich mit Ihrer Hochnässigkeit, viele Narzissten und ja wir leben in einer normopathischen Gesellschaft.
    Hinzu kommt der Neid ,Gier,Hass ,aber manchmal ist es ja berechtigt, wenn man sich anschaut was alles in der Politik schiefgeht,obwohl ich weiß das ich keinen Einfluss darauf habe.
    Ich lasse Menschen so sein wie sie sind, aber manchmal ist es anstrengend als hochsensibler Mensch.
    Viele leiden auch unter Angst es wird einfach viel eingepflanzt ins Gehirn durch Medien etc. manches ist aber berechtigt.Meine Ansicht.
    Für den einen ist man nicht hübsch für den anderen hübsch und Selbstbewusst und manche verstrecken ihr wahres Ich hinter einer Maske und verstellen sich.
    Für mich ist ein Mensch sympathisch der sich nicht verstellt und auch seine Schwächen zu gibt,anstatt den Starken zu spielen.Viele Frauen und Männer kleiden sich nicht gut. Viele Feministinen hassen Männer,aber es gibt auch Männer die gemein sind.
    So ist das Leben Frauen werden zu Männern und Männer zu Frauen halt Erziehung,aber wenigstens hatte ich eine gute Erziehung die meisten hatten Sie nicht, deswegen gibt es auch Mobbing.

  2. Sind Gefühle und Handeln nicht miteinander in Einklang, nimmt die Umwelt dies als Widerspruch wahr. Das widersprüchlich agierende Individuum selbst natürlich auch. Jeder kennt das aus dem Alltag: Jemand antwortet positiv auf die Frage nach seinem Befinden, doch sein Gesichtsausdruck und sein Tonfall sagen das genaue Gegenteil. Dies nennt man Inkongruenz. Wenn Sie Inkongruenzen auflösen können Sie authentisch sein.
    Meistens sind es unbewusste Selbstbewertungen, die uns nicht authentisch sein lassen. Also, hören Sie damit auf.

  3. Guter Artikel! Es scheint richtig zu sein, dass man Selbstbewusstsein nicht trainieren kann. Ich sehe es ähnlich, wie wenn ich meinem 8 jährigen Sohn beim Zubettgehen sage, dass er „keine Angst“ haben muss. Er wird sie dennoch haben. Nur es zu sagen, dass er „keine Angst haben muss“ wird für ihn wirkungslos bleiben, solange ich nicht mit ihm gemeinsam das Thema seiner Angst genauer betrachte und dort ansetze.
    Allerdings bin ich der Meinung, dass auch das Unterbewusstsein selbst hier eine entscheidende Rolle spielt. Wenn ich mit Übungen und Verhaltenstraining immer wieder auf mein Unterbewusstsein einwirke und es damit konditioniere, dann wir sich das auch auf mein Bewusstsein auswirken.
    Daher bin ich der Meinung, dass Übungen oder auch schrittweise Änderung der eigenen Überzeugungen und Gedankenmuster sich sehr wohl positiv auf das Selbstbewusstsein auswirken können!
    Eine solche Übung habe ich hier beschrieben: http://www.andreataferner.at/negative-einfluesse-abwehren/
    Herzliche Grüße, Andrea

  4. Sehr schöner Beitrag. Mir ging es ähnlich und habe auch einige Symptome bei mir wiedergefunden.

    Unser Selbstbewusstsein entscheidet absolut darüber, was du im Leben erreichst, was du zulassen kannst, wie viel Geld du hast und halten kannst, was du für Beziehungen zu Menschen und deinem Partner führst, was für Menschen du in deinem Leben hast, was du dir zutraust, wann du Ängste hast, ….usw usw.

    Also jeder Lebensbereich beeinträchtigt, wenn unser Selbstbewusstsein bzw. Selbstvertrauen nicht stimmt. Da mich dieses Thema über längere Zeit beschäftigt hat, habe ich diese Zeit mit dem Internet mal Revue passieren lassen und 30 häufige Symptome für mangelndes Selbstwertgefühl recherchiert: http://www.sh-lifestylecoaching.com/symptome-mangelndes-selbstbewusstsein-symptome-mangelndes-selbstwertgefuhl/

    Bewusstsein ist Macht. Deshalb ist es bereits sehr hilfreich, wenn man einige Symptome in seinem eigenen Leben entlarvt.

    LG Sascha

  5. Monika sagt

    Vielen Dank für den hilfreichen Artikel. Klar geht Selbstbewusstsein nicht über den Verstand. Schöne Lösungsansätze wurden vermittelt
    Grüße
    Monika

  6. Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    den Artikel habe ich sehr gut empfunden, ich fand den Abschnitt mit der Achtsamkeit sehr hilfreich. In mitfühlender Achtsamkeit kann ich mir sehr viel bewusst machen.

    Vielen Dank und beste Grüße. Marcus

  7. Wirklich schöner Ansatz, den ich so bisher noch nicht gehört habe.

    Es ist richtig, dass man selbstbewusstsein nur bis zu einem bestimmten Punkt „stellen“ oder „faken“ kann.

    Das hat zwar wie ich finde schon seine Berechtigung aber wahres Selbstvertrauen geht noch viel tiefer.

    Es beginnt erst dann, wenn wir uns vollständig selbst akzeptieren können und unser Glück nicht von anderen Menschen oder Dingen abhängig machen.

    Danke für den Beitrag und viele Grüße !

  8. Ein sehr schöner Artikel. Das Wort SelbstbewusstSEIN weißt ja schon auf den Seins-zustand hin. Wir müssen es sein. Und in einen Seinszustand zu gelangen ist gar nicht so einfach.
    Wenn wir es allerdings schaffen, dann entsteht wahre Ausstrahlung und Charisma. Viele Menschen holen sich ihre Selbstsicherheit aus dem akademischen Titel, oder einer beruflichen Position oder durch Vermögen.
    Ich bin der Meinung, dass das falsches Selbstbewusstsein ist, dass sehr schnell wieder verschwinden kann.

  9. Super Artikel, werde das gelernte umsetzen. Gibt es noch Seminare oder Kurse die sie empfehlen können?

  10. Lukas sagt

    Wow, was für ein Artikel – DANKE!

  11. Jens sagt

    Das mit dem inneren Kritiker, der immer Widerstand leistet, wenn man persönlich aus seiner Komfortzone raustreten möchte, ist schon stimmig. Das andere einen Auslachen, ist nur ein Konstrukt des eigenen Verstandes. Im spirituellen Bereich, besonders bei Eckhard Tolle, wird es auch das Ego genannt. Dieses Ego sabotiert einen Menschen regelrecht innerlich frei zu sein. Ich beschäftige mich mit Selbstbewusstsein im Datingbereich. Da trauen sich die meisten Männer nicht, ihre jeweilige Traumfrau anzusprechen aus Angst vor der Meinung anderer. Hierbei kommt auch die gesellschaftliche Konditionierung ins Spiel, die einem beigebracht hat, nach Möglichkeit nicht aufzufallen. Dieses Denken hindert die meisten Menschen daran, glücklich zu sein.

  12. Lukas sagt

    Hey zusammen,
    meiner Meinung ist es von hoher Wichtigkeit, sich selber besser kennen zu lernen und mehr Zeit auf seine inneren Interessen und Stärken zu legen. Denn wenn wir einmal herausfinden was wir wirklich gut können und was uns ausmacht, wird Anerkennung und Selbstbewusstsein die Folge sein 🙂

  13. Ja, die Gedanken kommen von allein. Das ist eine Eigenschaft des Geistes, weswegen ihn die Buddhisten „Affengeist“ nennen.
    Es ist schon mal ein erster Schritt, sich von seinen Gedanken zu distanzieren. Also klar zu kriegen, dass man Gedanken hat, die von allein kommen, man selbst aber nicht die Gedanken ist. Man selbst ist der Beobachter der Gedanken.
    Diese Trennung kriegt man nur mit Achtsamkeit oder Meditation hin. Hinsetzen, Augen schließen, den Atem beobachten – und dann beobachten, dass Gedanken kommen, mit denen man irgendwann davon triftet. Das ist normal. Wenn man jetzt wieder zum Atem zurück kehrt, hat man was gelenrt: Ich habe Gedanken, ich bin nicht meine Gedanken.
    Den Schritt kennen die wenigsten, sie denken: „Ich denke, also bin ich!“ wie weiland Descartes schon irrte.

  14. Nein, die Schuldfrage bringt einen nicht weiter. Natürlich gibt es äußere Einflüsse, die massiv sein können, denen man sich nicht immer ganz entziehen kann.
    Entscheidend ist die Leitfrage aus dem Konstruktivismus: Wir leben auf derselben Erde , aber jeder erschafft sich seine eigene Welt.“
    Das aufzuschlüsseln, wie man sich seine eigene Welt, egal ob jetzt Paradies oder Hölle erschafft, und zwar jeden Tag ist die spannende Auseinandersetzung mit sich selbst. Das kann man meist nicht allein schaffen, weil man an sich zu nahe dran ist. Eine gute tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder ein Persönlichkeitsseminar können da aber sehr gut weiterhelfen.

  15. PeterUnlustig sagt

    Die Frage die ich mir auch oft stelle ist: was ist mit dem was von außen kommt?
    Der gesellschaftliche Druck, die Medien, die Ideale, die oft exorbitanten Ansprüche (an sich selbst aber auch von anderen)?
    Und bei diesem „Spiel“ spielen ja alle mit.

    Möchte nicht Schuld verteilen oder verlagern aber wird einem nicht auch extrem viel von außen eingeredet?
    Nur die Schuld bei sich suchen kann ja auch nicht funktionieren, vor allem wenn man eh schon genug Schuldgefühle wegen allem Möglichen hat, oder? Das erdrückt einen doch erst Recht.

    Aber es heißt ja immer wie ein Mantra „Nur du bist schuld!“, „Es liegt nur an dir“…
    Wie ist das vereinbar?

    Schade dass solche Themen nie ehrlich und detalliert aufgeschlüsselt werden. Frei, direkt, ohne Scheu vor Gedankengängen und ohne political correctness und Ähnlichem. Manche Dinge werden irgendwie garnicht diskutiert.

  16. PeterUnlustig sagt

    Wie der Kommentar von Steve:

    „Was mir nun nach ihrem Blog und unzaehligen Buechern immer noch nicht klar ist: Wo muss ich ansetzen? Was muss ich tun um den negativen, unbewussten Gedankenstrom zu stoppen?“

    frage ich mich genau das Gleiche.

    Auch ich setze mich Dingen aus und es ändert sich nichts.
    Habe festgestellt dass man mit einer ganz bestimmten Einstellung in Konflikte und diverse Situationen gehen muss um eine (zumindest temporäre) positive Änderung zu bekommen. Nur diese Einstellung kann man nicht per Knopf einfach anknippsen.

    Ich weiß auch überhaupt nicht was ich wirklich konkret tun kann. Manchmal glaube ich ich habe nen Hirnschaden weil einfach nichts läuft und die Kontrolle garnicht funktioniert…

    Die Gedanken kommen wie sie wollen, oft glaube ich das zuerst ein negatives Gefühl kommt was den Weg frei für entsprechende Gedanken macht (angeblich soll es ja andersrum sein). Es ist ein ewiger Teufelskreis.

  17. PeterUnlustig sagt

    „Die anderen bemerkten es garnicht“

    Das ist definitiv falsch wie nur irgendwas falsch sein kann.
    Die meisten schauen einfach weg weil sie „damit“ nichts zu tun haben wollen aber von nicht bemerken kann bei soetwas nicht die Rede sein.

  18. Hallo Tina,
    wahrscheinlich ein akuter Fall von Hochstaplersyndrom.
    Ist sehr verbreitet aber heilbar. Hat viel mit den verinnerlichten Botschaften aus dem Elternhaus zu tun, die man emotional – nicht rational – bearbeiten muss. Hier mache ich das zum Beispiel.

  19. Tina sagt

    Als hätten Sie meine Person beschrieben… So geht es mir die meiste Zeit, das macht mich noch mehr wütend als ich schon ohnehin bin, auf mich, auf meine Eltern die mit Sicherheit es gut mit mir meinten, mit anderen die es scheinbar mühelos selbstbewusst wirken und auch sind.
    Ich befinde mich gerade in einer Veränderungsphase was mein Berufsleben angeht. Habe einen Tollen Menschen an meiner Seite, der mich dabei unterstützt – selber ein erfolgreicher Manager. Er gibt mir so viele Tipps und Hilfestellungen an die Hand – ich scheitere immer wieder an mir selber – mal traue mich nicht den ersten Schritt zu machen, mal denke ich – das schaffst du doch nie, mal – das ist nicht deine Welt, da gehörst Du nicht hin etc.
    Was für ein Schwachsinn!! So denke ich so lange, bis eine Neue Aufgabe vor mir steht.
    Teilweise schäme mich für meine „Ohnmacht“. Tief in mir weiß ich, dass ich vieles erreichen kann. Finde den Knopf nicht, der mir erlaubt los zu laufen und mich persönlich zu verändern, weiter entwickeln und besser leben zu können.

    Danke für den Beitrag. Würde mich freuen mehr dazu zu lesen.

    Beste Grüße vom Niederrhein
    Tina

  20. Nadine sagt

    Ein wahnsinnig guter Artikel 🙂
    Herzlichen Dank! Nicht das, was sich im Außen abspielt, ist das Problem, sondern meine Gefühle sind das Schwierige.

  21. Mahee sagt

    Hallo ,
    mich würde interessieren, welche Idee Sie oder andere die hier mitlesen zu meinem Problemthema haben.
    Ich doktere schon seit Jahren an mehreren Themen herum, aber eines ist besonders anstrengend und schmerzhaft, und zwar ist es so, dass ich sehr häufig negativ bewertet werde, und mich fremde Menschen auf der Strasse beleidigen, über mich abfällige Bemerkungen machen, und ich habe auch das Gefühl, dass die Leute Ihre Wut und Ihre Kleinheit an mir auslassen wollen.
    Das Problem daran ist, dass ich mich leider darüber ärgere und sehr starke Agressionen in mir anhäufe, weil ich das so ungerecht finde.
    Ich weiss, dass ich selber entscheide wer mir zu nahe kommen darf und wer nicht, und welche Bemerkung ich als Wahr empfinde und welche nicht.
    In der Theorie ist mir alles klar, woher es kommt, und warum ich dann wütend durch die Strassen laufe, aber ich krieg nicht den Dreh hin, mich selber nicht auch noch abzuwerten.
    Ein Tip wäre schön!!

  22. Hallo Steve,
    gar nicht so schwer die Antwort. Es braucht einen ziemlich tiefgehenden Prozess an die Wurzeln des mangelnden Selbstbewusstsein.
    Das mache ich regelmäßig in meinen Persönlichkeitsseminaren, zum Beispiel hier …
    Danach wissen Sie, wo der Gedankenstrom herkommt und was Sie konkret tun können. Lesen Sie die Feedbacks dazu.

  23. Weil so eine Übung nicht an die Wurzel des Problems geht. Man reisst sich zusammen und überwindet seine Angst, aber das ändert noch nicht viel.
    Man muss herausfinden, wann und von wem man gelernt hat „Was sollen denn die anderen Leute denken?“

    An dem Punkt, wann und von wem ich solche Sachen wie oben beschrieben gelernt hab, bin ich schon lange. Leider hilft das nicht viel, es aendert sich nichts. Konfrontation bringt bei mir auch nur bedingt was. Ich konfrontier mich seit Jahren mit meinen Aengsten und es wird nur geringfuegig besser. Wie sie treffend gesagt haben bringt es auch wenig nur ueber den Verstand zu arbeiten.

    Was mir nun nach ihrem Blog und unzaehligen Buechern immer noch nicht klar ist: Wo muss ich ansetzen? Was muss ich tun um den negativen, unbewussten Gedankenstrom zu stoppen?
    Sie sagen Veraenderung muss die Gefuehle mit einschliessen, das klingt plausibel. Nur: Sie meinen weiterhin, dass die meisten Leute Angst vor den negativen Gefuehlen haben. Ich setze mich diesen negativen Gefuehlen doch jeden Tag aus, unter enormer Anstrengung (Konfrontation) Aendern tut sich wenig, selbst nach Jahren. Ich trete auf der Stelle und weiss nicht wo ich anfangen soll. Haben sie eventuell einen ganz konkreten und klaren Ansatz? Ich weiss, schwere Frage.

    Mir fehlt quasi die Antwort zum zweiten Teil ihrer Ueberschrift: „Selbstbewusstsein kann man nicht trainieren, aber was dann? Ja….was dann?

  24. Bomben Artikel!!!

    Wichtig ist, dass die Entwicklung nicht nur im Kopf stattfindet!! Verstehen ist nur der erste Schritt.

    Beste Grüße

    David von Ecstatics

  25. Ein sehr interessanter und ehrlicher Artikel über das Thema „Selbstbewusstsein antrainieren“. Sehr wichtig dabei finde ich Ihre Aussage, dass Tipps wie „lauter sprechen“, „sich auf Stärken konzentrieren“ und „nein sagen“ häufig langfristig nicht wirken. Denn diese Tipps sind oberflächig. Da ich selbst auch im Bereich (Selbst)coaching tätig bin, weiß ich wie wichtig es ist sich über den Grund der Unsicherheit bewusst zu werden und sich auf dieser Grundlage Selbstbewusstsein anzutrainieren.

  26. Rolf Winter sagt

    Ich bedanke mich für diese sehr angenehme Art zu schreiben, ich kenne sowas bisher noch gar nicht, das etwas, das gesagt werden soll, einfach gesagt wird.
    So auf den Punkt wie Sie das müssten viel mehr Leute tun.

  27. Sehr interessanter und hilfreicher Artikel. Selbstbewusstsein ist immer so eine interessante Sache…meiner Meinung nach gibt es zu viele Einflüsse die darauf einwirken.

  28. Weil so eine Übung nicht an die Wurzel des Problems geht. Man reisst sich zusammen und überwindet seine Angst, aber das ändert noch nicht viel.
    Man muss herausfinden, wann und von wem man gelernt hat „Was sollen denn die anderen Leute denken?“

  29. „In meinen Seminaren arbeite ich normalerweise nicht mit solchen Übungen. “ Warum nicht?

  30. Pussydestroier sagt

    Vielen Dank für diesen sehr guten Beitrag, der mir dieses Thema sehr viel näher gebracht hat. Allerdings glaube ich das man Ängste, die man mit ihrer Technik zu vermeiden versucht, nur dann loswerden kann, wenn man sich ihnen stellt, und dann noch ganz wichtig, dabei positive Erfahrungen macht. Ich denke, dass man ohne positive Erfahrungen keine Angst besiegen kann. Was denken sie dazu?
    Vielen Dank schonmal im voraus.
    mit freundlichen grüßen,
    Daniel

  31. Das Rückwärts-laufen-Experiment ist schön. Mich wundert ehrlich gesagt, dass überhaupt jemand darauf reagiert hat. Ein Teil des Problems ist doch, dass wir uns selbst viel zu wichtig nehmen und glauben die anderen Menschen würde überhaupt interessieren was wir tun.

  32. Martin sagt

    Ich habe festgestellt, dass sich mein Selbstbewusstsein massiv verbessert hat, als ich mit dem Rauchen aufgehört habe!

  33. Ja, aber es hat nach einer Weile wirklich Spaß gemacht 🙂
    Es kam auch aus einem Coaching seminar und war eine Übung. Da gab es auch noch ganz andere Übungen, zB. im Bus immer aufstehen und laut die nächste Haltestelle ansagen… das habe ich mich aber nicht getraut…

  34. Hahaha,

    ja, solche übungen kenne ich. Bin einmal mit meiner Zahnbürste am Band durch die Stadt gelaufen. Habe sie hinter mir her gezogen. Zuerst war mir das sowas von peinlich, dann wurde ich immer mutiger, habe unter anderen auch Passanten angesprochen und es gimg dann soweit, dass ich beim Bäcker fragte, ob ich ausnahmsweise meine Zahnbürste mitreinnehmen könne, sie würde sich alleine draußen so einsam fühlen.
    Wichtig bei dem ganzen finde ich, dass es immer auch Spaß machen sollte. Ich bin selbst viel zu oft damit beschäftigt, mich zu verändern, „selbstbewusster, besser, stärker…“ zu werden. Dabei geht es doch letztlich nicht darum, wir sind alle so wie wir sind großartig.
    Viel wichtiger ist es doch, spaß zu haben.
    Vielleicht mal etwas ungewöhnliches, neues auszuprobieren.

    Ich habe zum Beispiel letztens ein Modeltraining besucht. „Modeln fürs Selbstbewusstsein“
    Das ist die ganz normale Vorbereitung für den Laufsteg, und es macht eine Menge aus. Weil es mir zeigt, dass in mir eine ganze Menge drin steckt, was ich mal rausholen kann.
    Aber es ist halt einfach mal, etwas anderes zu machen.
    Das Modelztraining ist nun auch in bremen und da sind viele Frauen (und auch Männer) bei, die nicht den Modelmaßen entsprechen, aber halt einfach Lust haben, sich etwas ungewöhnliches zu trauen!
    Wie eben auch den Gang in der Fußgängerzone 😉

  35. Hallo,

    ich bin vollkommmen auf Ihrer Seite mit dem Beobachten der eigenen Gedanken(prozesse).

    Dabei geht es ja genau darum, sich selbst bewusster zu werden!

    Beobachten – Annehmen – Ändern!

    Beste Grüße

  36. Originelle Ideen dabei, Bernd.
    Zusätzlich zu den Überwindungsübungen ist auch, sich klar zu machen, wie, wo und wann man dieses geringe Selbstbewusstsein gelernt hat. Denn damit kommt man nicht auf die Welt.

  37. Bernd Mann sagt

    also ich mag die übung mit dem rückwärtslaufen.
    ich habe auch ein relativ geringes selbstbewusstsein, aber um dagegen vorzugehen mache ich schon länger sachen wie halt rückwärtslaufen, in der ubahn meine musik halblaut mitrappen (für mich immerhin eine überwindung) oder skippen (dieser hüpfende gang, in dem ein schritt übersprungen wird, geskippt) usw.

    ich denke das hilft schon etwas, als grundtraining, nur muss ich jetzt noch weitere schritte gehen, eher in den direkten kontakt mit menschen, leute nach dem weg fragen usw. mit einfachen sachen anfangen. und dabei meine angst wahrnehmen und akzeptieren. das alles mit dem endziel nachher als sogenannter „social badass“ ganz locker frauen oder interessante menschen anzusprechen und meine meinung zu sagen, wenn es mir wichtig ist.

  38. Hallo,
    ich denke, mein Artikel gilt in begrenztem Maß auch für Jugendliche. Kein Baby kommt mit einem schwachen Selbstwertgefühl auf die Welt. Es sind die Beziehungserfahrungen der ersten zehn Jahre, die hier entscheiden. Dennoch lässt sich auch später etwas daran ändern.
    An Kursen für Ihre Zielgruppe von Jugendlichen kenne ich nur dieses hier …

    Viel Erfolg und danke für Ihren Kommentar.

  39. Ich habe mit Interesse Ihren Bericht gelesen. Ich bin daran mich mit dem Thema: Vorbereitung auf die Berufswelt für Jugendliche, vorzubereiten. Das Paket: schulische Lücken schliessen, Hilfe bei der Lehrstellensuche und Stärkung der Persönlichkeit, möchten wir gerne als Kurs anbieten. Gelten ihre Ausführungen auch für Jugendliche oder nur für Erwachsene? Wie stärkt man das Selbstwertgefühl von Teenagern, die in die Berufswelt einsteigen und plötzlich stark sein sollen? Ihr Bericht hat mir gezeigt, dass es eben nicht so einfach ist. Was würden Sie mir empfehlen? Gibt es dafür Kurs-Beispiele?
    Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Freundliche Grüsse
    Karin Viscardi

  40. Ja, das kann eine gute Methode sein, sich abzugrenzen. Aber nicht jedes Feedback ist nur eine Aussage über den Feedbackgeber. Frei nach dem Motto: „Wenn du denkst, du bist ein Löwe und alle Leute geben dir nur Erdnüsse – sollte dich das nachdenklich machen.“

    Danke für Ihren Beitrag.

  41. Klaus Reller sagt

    Mich abwertende Handlungsweisen (z.B. Kommentare) anderer Menschen nehme ich als das, was sie in der – meiner – Realität sind: Aussagen über sie selbst. Frei nach dem Motto „selber doof“. Das hat schon auf dem Schulpausenhof gut funktioniert.
    Das gilt umgekehrt auch für positive Kommentare, die ich dann als Einladung zum Kennenlernen dieser Person begreife.

  42. Seraina sagt

    vielen dank für ihre anrwort. aber sie denkt zum beispiel dass wenn ihr freund eine andere sieht dass sie dann nicht mehr gut genug ist obwohl sie schon längere zeit zusammen sind. verstehen sie was ich sagen möchte. kann mann da gar nichts tun? freundliche grüsse seraina

  43. Hallo Seraina,
    in so einer Sache können Sie jemand Anderem nur schwer helfen. Die Person muss selbst herausfinden, wie sie das macht, dass sie sich verunsichert. Die meisten Menschen machen dies durch den Vergleich mit anderen, bei dem sie dann schlecht abschneiden. Selbst wenn man das objektiv ganz anders sieht, ist derjenige aber überzeugt, dass er schlechter abschneidet. Deshalb kann man das jemandem nicht ausreden.

    Das Beste, was Sie tun können, ist, denjenigen zu mögen und zu akzeptieren, wie er ist.

    Danke für Ihre Frage.

  44. Seraina sagt

    guten tag, ich hätte da mal eine frage. und zwar wollt ich mal wissen wie ich einer person helfen kann sich selbst sicherer zu fühlen? es ist nicht so dass sie schüchern ist, aber ich denke sie hat so ein gefühl das es frauen gibt die besser sind als sie selbst. gerne würd ich ihr helfen sich selbst sicherer zu fühlen nur weiss ich nicht genau wie… können sie mir helfen? ich freue mich über ihre antwort…:-)

  45. Dennis sagt

    Einerseits interessant, aber ich finde es ist der falsche Ansatz Leuten zu sagen sie sollen sich nicht drum kümmern was andere denken, denn genau das stammt ja von einem geringen Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein, wenn man sich selbst mag, kümmert man sich automatisch nicht unnötig um sowas, also lieber direkt da ansetzen, meine Meinung 😀

  46. Theresa sagt

    Habe gerade beim Googlen diesen Blog entdeckt – klingt sehr spannend!

    Ich habe mich auch schon viel mit dem Thema Selbstbewusstsein und Selbstwert auseinandergesetzt und Bücher gelesen, deren Tipps ich dann doch wieder nicht umsetzen konnte – ich werde mal versuchen ein bisschen näher zu beschreiben worum es mir geht, vielleicht hat ja jemand ein paar interessante Anregungen für mich…

    Ich würde mich selbst als sehr offenen und kommunikativen Menschen bezeichnen und vielleicht liegt gerade da das Problem?! Ich kann mich sehr schlecht von anderen abgrenzen und reagiere auf Kritik (zumindest ich fasse es als Kritik auf) sehr persönlich – egal ob diese aus meinem privaten Umfeld kommt oder von Personen, die ich kaum kenne und auf deren Meinung ich keinen Wert legen „sollte“.

    In der Familie und im Freundeskreis stehe ich in Diskussionen zwar stets zu dem was ich sage, doch wenn jemand auf meiner Meinung „herumhackt“, fühle ich mich im Anschluss schlecht und verletzt. Gegenüber „Autoritätspersonen“ traue ich mich hingegen oft nicht einmal meine Meinung zu vertreten, weil diese ja falsch sein könnte….
    Besonders sensibel reagiere ich auf die Frage was ich studiere bzw. arbeite, weil ich Angst davor habe, dass es mein Gegenüber 1. nicht wirklich interessiert und dass es 2. den Wert dessen nicht realisiert, anerkennt und schätzt. Zudem habe ich oft das Gefühl, dass das was ich sage nicht richtig verstanden wird…
    Wenn ich mit dem Ablauf eines Gesprächs unzufrieden bin, drehen sich meine Gedanken oft noch stundenlang um ein und denselben Dialog – auch wenn ich das selbst oft als lächerlich empfinde. Interessant ist auch, dass mir von meinem Umfeld schon ein paar mal gesagt wurde, dass ich bei bestimmten Gespräch von Beginn an in eine Defensivposition verfalle und mich zu verteidigen versuche…das geht dann schon bei der Frage „Was studierst du?“ los…

    Desöfteren frage ich mich, ob mein „Ringen um Anerkennung“ (als solches sehe ich es?!) vielleicht auch mit meiner familiären Postition als Nachzüglerin zusammenhängt?! Für meine fast zehn Jahre älteren Geschwister war ich jahrelang nur „die Kleine“, die dies und das noch nicht kann…auch wenn sich die Situation in der Zwischenzeit völlig verändert hat 😉

  47. Hallo Tom,
    ich denke, Ihre Symptome haben etwas mit der Angst vor Konflikten und vor Ablehnung zu tun. Meist kommen solche Ängste asu Beziehungserfahrungen, die weit zurückliegen und deshalb einem meist nicht direkt erinnerlich sind.

    Sie können trotzdem aber mal nachspüren, was Ihnen zu diesem Thema einfällt. Also, welche Erfahrungen Sie in Ihrer Herkunftsfamilie zu diesen Themen gemacht haben. Wenn AT nicht hilft, ist es vielleicht sinnvoll, sich professionelle Unterstüztung in Form einer Therapie oder eines entsprechenden Seminars zu holen.

    Danke für Ihren Kommentar.

  48. Tom sagt

    Bevor ich mich meinem Problem widme, erst einmal vielen Dank fuer diesen spannenden Blog.

    Ich halte mich persönlich fuer einen selbstbewussten Menschen, ansonsten wäreich zu den Sachen, die ich in den letzen Jahren gemacht habe, gar nicht fähig gewesen. Dieses Selbstbewustsein ist allerdings schlagartig weg, wenn ich beispielsweise Menschen in meinem Umfeld meine Meinung sagen oder Vorwürfe machen muss. Mein Gegenueber merkt sofort (egal ob am Telefon oder im direkten Gespräch), dass ich mich nicht wohl fühle, da man es sofort an meiner Stimme und einer Art zittern erkennt.

    Mittlerweile nervt mich das ganz schön, vor allem wenn es mit dem Job zu tun hat. Ich dachte immer, wenn ich mich mehr und mehr in solche Situationen bringe, dann werd ich mich schon dran gewöhnen, aber irgendwie klappt das nicht so ganz. Im Augenblick beschäftige ich mich viel mit Autogenem Training. Kennt hier irgend jemand diese Symptome und weiss, was dagegen zu tun ist bzw. wie Ihr damit umgeht?

    vg

  49. Dagny sagt

    In der Schule waren oft die Schueler im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, die schlechter waren, die Probleme hatten, die kaempfen mussten. Es ist in der Tat so, dass den Leuten mit weniger Selbstbewusstsein mehr Aufmerksamkeit gegeben wurde und die mit gutem Selbstbewusstsein (‚Ich schaffe das natuerlich, warum denn nicht‘) als Streber abgetan wurden.

    Vielleicht keine Erklaerung, aber symptomatisch. Jedenfalls vielen Dank fuer den Artikel, deckt sich ein wenig mit eigenen Beobachtungen. Mangelndes Selbstbewusstsein kommt (auch) aus der Angst vor zurueckweisung und kann wohl ‚Strategie‘ sein.

  50. Hallo Samuel,
    Sie merken es daran, dass es Ihnen nach einer Weile, wenn Sie mit so einem Freund zusammen sind, schlechter geht. Dass Sie sich kleiner fühlen, minderwertiger. Das kann ganz offen passieren oder sehr subtil. Aber mit Sicherheit machen Ihre Freunde etwas. Abfällige Bemerkungen, zynische oder ironische Kommentare.

    Aber Sie machen auch etwas. Sie wehren sich nicht oder nicht deutlich genug. Damit einen jemand klein machen kann, gehören zwei dazu. Dabei hilft einem der eigene Ärger, den man spürt. Den darf man sich aber nicht ausreden (Der meint es doch nicht so… ist doch mein Freund). Wehren heißt, dass Sie eine Grenze ziehen, zu dem, was Ihnen nicht passt.

    Solche Grenzen sollten Sie so früh wie nötig ziehen. Dann können Sie es in der Wortwahl und im Ton noch einigermaßen ruhig vorbringen. Eine gute Formulierung ist zum Beispiel: „Es fängt an, mich zu stören, wenn du x machst. Ich mag das nicht.“

    Freut mich, dass Ihnen mein Blog gefällt. Danke für Ihren Beitrag.

  51. Samuel sagt

    Also ich finde diesen Blog super.
    Ich bin ein Mensch, der ziemlich wenig selbstbewusstsein hat, obwohl ich nicht dumm bin. Mein Problem ist, dass ich ziemlich offen bin und mein gegenüber ziemlich schnell rausfinden, kann wie er mich klein kriegt. Da es mir ständig passiert, sogar von guten Freunden ( ich denke, die sind oft neidisch, wenn ich mal viel selbsbewusst werde), habe ich im leben ziemlich wenig selbstbewusstsein gehabt.

    Wenn ich mal das hatte, war das meinen Freunden immer nicht rech,t und die haben mich ziemlich schnell wieder runter gekriegt. Da habe ich eine Frage an alle: wie behält man sein Selbstbewusstsein, wenn der beste Freund versucht, einen klein zu machen, und wie merke ich, ob er es gut meint oder ob der neidisch auf meine gestärkte Persönlichkeit ist??????????

  52. Hallo Jörg,
    über die Einflüsse, die zu einem geringen Selbstwertgefühl führen können, bin ich mit Ihnen einig. Wichtig ist auch das regelmäßige positive Bestärken. Ob dies allein mit Techniken wie Reframing etc. klappt oder ob es nicht letztlich „korrigierende Erfahrungen“ sein müssen, die man in einer längeren Beziehung macht (ob privat oder professionell) wage ich zu bezweifeln.

    Danke für Ihren Kommentar.

  53. Jörg sagt

    Meiner Erfahrung nach gibt es 3 Hauptursachen für mangelndes Selbstbewußtsein.
    1. Man bringt es schon in dieses Leben mit. Das habe ich an Kindern beobachtet, die nicht vorbelastet waren.
    2. Erlebte Traumata. Z.B. heftige Reaktionen der Eltern, Lehrer oder Mitschüler. Das können auslachen, anschreien, schlagen, ignorieren oder Liebesentzug sein. Daraus werden dann oft Einstellungen abgeleitet. Z.B.: „Ich bin nicht liebenswert“, „Ich bin dumm“, „Ich kann die Erwartungen nicht erfüllen“, „Ich bin anders“ usw.
    3. Sich mit anderen vergleichen. Dabei spielt es keine Rolle in welche Richtung man vorgeht. „Die andere Person kann das besser als ich“ oder „Ich kann das besser als jemand anderes“ ist beides nicht hilfreich.
    zu 1. Hier braucht man Geduld. Durch regelmäßiges positives Bestärken und Talentförderung kann man gute Erfolge erzielen.
    zu 2. Hier kann man z.B. durch Reframing (NLP) oder Vergebung das traumatische Erlebnis auflösen.
    zu 3. Die Einstellung aus der Transaktionsanalyse „Ich bin o.k. – Du bist o.k.“ hilft, sich dieses Muster abzugewöhnen. Auch hier ist ständiges Erinnern und Anwenden nötig.

  54. Hallo Oliver,
    Psychotherapie ist der Oberbegriff für viele Verfahren. Verhaltenstherapie ist eine Methode. Psychoanalyse oder tiefenpsychologisch fundierte Therapie sind zwei andere – von den Krankenkassen anerkannte Verfahren. Aber es gibt viele andere (systemische Therapie, Familientherapie, Hypnosetherapie u.a.)

    Welches Verfahren am besten kann man nicht sagen, es ist wie in vielen Bereichen mehr eine Glaubens- und Erfahrenssache. Viele Methoden helfen aber nicht bei jedem. Untersuchungen zeigen, dass vor allem die Beziehung zwischen Therapeut/in und Klient/in der entscheidende Wirkfaktor ist – jenseits der Methode. In der Verhaltenstherapie wird neues Verhalten mehr eingeübt, für die Ursachen interessiert man sich weniger. Das ist bei Ängsten zum Beispiel oft erfolgreich.

    Kinder bringen schon ab der Geburt viel Eigenes mit. Sie sind keine „tabula rasa“, die nur von den Eltern beeinflusst werden. Deshalb entwickeln sich Geschwister oft unterscheidlich, obwohl sie die gleichen Eltern haben. Das hat einerseits mit der Geschwisterposition zu tun und vor allem da mit, weil Eltern ihre Kinder nie gleich behandeln. Ein Mädchen wird anders gesehen und erzogen als ein Junge. Der älteste Bruder wird anders erzogen als der jüngste.

    Veränderung muss immer die Gefühle miteinbeziehen, das wird in vielen Veränderungsansätzen nicht genügend berücksichtigt. Das kann auch über Bilder und Vorstellungen geschehen, weil das Gehirn mehr in Bildern „denkt“ als in abstrakten Begriffen. Mit „Selbstbewusstsein“ kann das Gehirn nichts anfangen. Sich bildlich vorzustellen, dass man sich gerade hinstellt und mit fester Stimme spricht schon mehr.

    Danke für Ihren Kommentar und Ihre Anerkennung meiner Blog-Aktivitäten.

  55. Oliver sagt

    Danke für diesen sehr spannenden Blog!
    Ich finde das sehr überzeugend, was Sie da sagen, dass man sein Selbstbewusstsein nicht einfach über den Verstand verändern kann, denn Gefühle entspringen ja dem Unterbewusstsein – und was ist Selbstbewusstsein anderes als ein Gefühl?

    Ich denke, dass selbstbewusste Menschen sich nicht bewusst eingeredet haben, „ich bin wertvoll“, sondern dass das im Grunde ein eher „vages“ aber starkes Gefühl ist. Und genauso wie ein Bild mehr sagt als 1000 Worte, so ist auch ein Gefühl mehr als 1000 Worte. Aber genau dieses Gefühl können Selbsthilfebücher ja gar nicht vermitteln, denn sie appellieren ja nur an den Verstand.

    Ich habe schon viele Selbsthilfebücher durchgelesen, einige mit mehr esoterischem Charakter haben mich genervt, andere aber auch völlig überzeugt – aber wohl eben nur auf Verstandesebene, sonst hätte ich wohl nicht das Gefühl, dass mein eher geringes Selbstbewusstsein über die Jahre sich kaum gebessert hat. Irgendwie hab ich keine Lust mehr, weitere Selbsthilfebücher zu lesen, da ja prinzipiell überall ähnliches drinsteht. Ich möchte endlich TATSÄCHLICH etwas ändern.

    Nun hab ich gelesen, dass es einen Unterschied gibt zwischen Psychotherapie und Verhaltenstherapie. Während man bei der Psychotherapie in der Vergangenheit „herumgräbt“, ist die Verhaltenstherapie gegenwartsorientiert. Ist Verhaltenstherapie nicht wirkungsvoller? Ich meine, wenn mir jetzt ein Psychologe sagt, meine Eltern und Schulkameraden hätten mich des öfteren getriezt oder ausgelacht, dann ist das ja gut zu wissen, aber soll ich deswegen jetzt meinen Eltern Vorwürfe dafür machen, zB dass mich meine Mutter „zu sehr verhätschelt“ hat? Das wäre doch nur eine Ausrede und ich würde weiter eine „Opferrolle“ spielen, so als wäre ich nicht selbst für mich verantwortlich.

    Außerdem wundert es mich dann, dass sich meine Schwester zu einem wesentlich kontaktfreudigeren und selbstbewussteren Menschen entwickelt hat, wo sie doch von den gleichen Eltern aufgezogen wurde und ich das Gefühl habe, dass meine Eltern uns gleich gut behandelt haben. Wenn wir beide die gleichen Situationen unterschiedlich bewertet haben – ich sie also negativer für mich bewertet habe, woran liegt das dann? Ist meine Schwester von „Natur“ aus optimistischer? Oder war es reine Glückssache, dass sie bestimmte Situationen postitiver beurteilt hat?

    Dann ist es doch besser „auf die harte Tour“, also durch Verhaltentherapie zu neuem Verhalten gezwungen sein, oder? Ich würde gern mal bei einem Theaterstück mitmachen, das wäre aber auch etwas, wovor ich ziemlich viel Angst habe! Aber vielleicht liegt ja auch dort, wo die größte Angst ist, auch der größte Gewinn im Leben. Heißt Wachstum nicht eigentlich, eine „Angsthürde“ nach der anderen zu überwinden?

    P.S. Sich einzureden, „ich bin selbstbewusst“ bringt wohl nicht viel, wie ist es aber, sich bestimmte Szenarien vorzustellen, wo man sich dann so verhält, wie man das schon immer wollte? Haben solche „Bilder“ bzw. „Filme“ nicht eine größere Wirkung auf das Unterbewusstsein als bloße, abstrakte Worte?

  56. Anja sagt

    Danke für die Fragestellung!

    Nein, diese Menschen in meinem privaten und beruflichen Umfeld warten ja alle auf den Moment, wo ich endlich mal zeige, was ich kann, weil sie unerschütterlich von meinen Qualitäten überzeugt sind.

    Es ist meine (erst im Erwachsenenalter aufgekommene Angst), dabei ertappt zu werden, etwas schlechter zu können, als ich versprochen habe – also sozusagen als „Blender“ ertappt zu werden – die mich regelmäßig nach den ersten paar Schritten aufgeben lässt.

    Und dass der Ex-Partner aus den 90er Jahren, der mir genau diesen Blödsinn eingeredet hat (dass ich meine Erfolge gar nicht verdient hätte und eigentlich total unfähig auf meinem Gebiet sei) sich IMMER noch auf mein Selbstbewusstsein auswirkt, daran will ich gar nicht denken…

  57. Hallo Anja,
    in meinen Persönlichkeitsseminaren betrachten wir derlei „Symptome“ wie „chronisch unter ihrem Potenzial leben“ als Lösungsversuch für einen inneren, unbewussten Konflikt. Das heißt, Sie können untersuchen, welche Ängste Sie damit verbinden, wenn Sie Ihr Potenzial voll ausschöpfen würden.
    Stellen Sie sich einfach vor, in einem halben Jahr würde Ihr Partner, Ihre Eltern, Ihre Freunden und Bekannten, Ihr Chef, Ihre Kollegen etc. mitkriegen, dass Sie die besten Ideen in Ihrer Firma haben, den meisten Umsatz generieren etc. Eben, all das, was passieren könnte, wenn Sie Ihr volles Potenzial leben würden. Und beobachten Sie Ihre Gedanken und Gefühle dazu.
    Meine Erfahrung zu dem Thema ist, dass Menschen, die Angst haben, ihr Potenzial voll auszuschöpfen und das dann auch sichtbar werden würde, den Neid anderer Menschen befürchten.

    Danke für Ihren Kommentar.

  58. Anja sagt

    Haben Sie auch Tipps für Menschen wie mich, die nicht die geringsten Hemmungen hätten, rückwärts durch die Fußgängerzone oder die Straße wo sie wohnen zu laufen, aber im beruflichen Bereich selbstbewusstseinsbedingt chronisch unter ihrem Potenzial leben? Rückwärts durch die Firma eines wichtigen Kunden laufen und dabei ganz präsent mit den eigenen Unsicherheiten sein? 😉

  59. Stephanie Merle sagt

    Sie haben einfach eine tollen Blog!!!
    Man kann gar nicht mehr aufhören darin zu stöbern.
    Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag !

    MfG,
    Stephanie Merle

  60. @Christian, ich denke auch, dass man an sich arbeiten muss, um sein Selbstbewusstsein zu stärken, und sicher geben einige Menschen auf und gehen einen leichteren Weg. Aber es ist auch nicht immer einfach, ein „gesundes“ Selbstbewusstsein zu entwickeln! Wie viele Menschen gibt es, die ein wenig über das Ziel hinaus schießen und nicht selten aus eben dem fehlen des „echten“ Selbstbewusstseins einen einsameren Weg des Egoismus beschreiten.
    Ich denke, dass Selbstbewusstsein auch durch positive Motivation von Freunden und Familie erwachsen und gefördert werden kann. Jeder der sich Mühe gibt an sich selbst arbeiten zu wollen, verdient respekt, wenn er den nun auch noch zusätzlich bekommt, wird ihm automatisch auf seinem Weg geholfen.

  61. Christian sagt

    Selbstbewusstsein kommt meiner Meinung nach nicht von alleine. Man muss sich das hart erarbeiten, aber wenn man an sich selbst glaubt und einfach ein paar ganz klare Regeln befolgt, dann ist das gar nicht mehr so schwierig wie viele meinen. Ich glaube nämlich, dass jeder sich etwas mehr Selbstbewusstsein antrainieren kann wenn er das möchte. Die Leute wollen aber das oft nicht, weil es eben mit etwas Aufwand und Arbeit zu tun hat. Und dann geben sie lieber auf. Und das finde ich wirklich sehr schade.

  62. Ich sehe das ähnlich wie Yvonne, nur ich sitze hier mit innerer Größe und geh bestimmt nicht in den Sandkasten 😉
    Selbstbewusstsein kann man nicht trainieren, aber sich entwickeln lassen. Dazu sollte man erstmal ausser acht lassen, was andere Menschen von einem denken. Das ist wie bei dem Schulkind, dem der Lehrer über die Schulter schaut, plötzlich sind alle Gedanken weg, und es denkt nur noch an den Lehrer im Nacken.
    Ich denke das jeder Mensch als sehr selbstbewusst zur Welt kommt, aber er hatte irgendwann ein Erlebnis, das sein Selbstbewusstsein gedrückt hat. Aber man kann es wieder an’s Licht holen.

    LG Andrea

  63. Hallo Christian,
    haben Sie ein paar Tipps, wie Sie sich Selbstbewusstsein antrainiert haben?
    Die Leser dieses Blogs sind bestimmt neugierig und dankbar.

    Danke für ihren Kommentar.

  64. Hallo Yvonne,
    danke für Ihren schönen, lesenswerten Kommentar, in dem Sie einige wertvolle Anmerkungen machen. Man sieht, „Selbstbewusstsein“ ist einmal nicht so leicht zu definieren und daher auch nicht einfach zu trainieren.

    Meist klagen ja Menschen über ihr geringes Selbstbewusstsein, dass Sie sich geegen andere nicht so durchsetzen können. Doch wie Sie schön schreiben, steckt manchmal auch Angst dahinter. Bei Hunden nenn man das „Angstbeißer“.

    Sich seiner bewusst zu werden, kann man tatsächlich öfters üben und das halte ich auch für wichtig. Vor allem dann, wenn man ganz in einer Rolle aufgeht, was ja manchmal notwendig ist. Aber allzuleicht vergißt man dann, wer man „eigentlich“ ist.

    In Ihrem letzten Absatz finde ich, dass Sie die Leser dieses Blogs idealisieren, also auf ein zu hohes Podest stellen. Und Sie sich dadurch unnötig abwerten.
    Wie gesagt, ich fand Ihren Kommentar sehr gut und bereichernd.

  65. Yvonne Renger sagt

    Mir fiel beim Lesen spontan ein: SelbstBEWUSSTSEIN MUSS man sogar trainieren bzw. üben. Und dabei kann man dann vielleicht, wenn man möchte, herausfinden, welchen SelbstWERT man sich beimisst. (Wobei sich mir die Frage stellt: Wer misst da wem, welchen Wert bei?) Was ich sagen möchte: 1. Sich selbst bewusst werden. 2. Sich dann vielleicht darüber erschrecken, was man für eine Meinung von sich hat bzw. wie man in manchen Situationen mit sich selber spricht. 3. Hadern, warum ich mir denn überhaupt meiner bewußt werden musste. Weil, jetzt müssen 4. Änderungen erfolgen. 5. Und daraus ergibt sich vielleicht eine ganz andere Art des Selbstbewußtseins, als man sie sich vorgestellt hat…

    Ich glaube übrigens, dass manche Menschen, die nach aussen so selbstbewusst scheinen, eher unbewusst sind und geblendet von ihrem (übersteigerten?) Selbstwertgefühl.

    Angst sieht übrigens auch manchmal wie Selbstbewusstsein aus. Bzw. kontraphobisches Verhalten. Angst setzt so viel Energie frei, dass Angstbekämpfung, also Zähne zeigen, Verteidigung auch wie Selbstbewußtsein/-wertgefühl wirken.

    Meine Erfahrung zum Selbstbewusstsein: Je doller man sich für etwas Geleistetes, für eine Bewunderung, für „Mann hab ich mich da toll gefühlt“ auf die Schulter klopft, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass man sich an einer Illusion festgehalten hat und ganz bald desillusioniert wird.

    Für mich ist Selbstbewusstsein eher etwas Leises. Das hat mehr mit wahrnehmen, sich spüren, in Verbindung mit sich sein, „erkennen“ was gerade ist etc. zu tun. Das muss nach außen gar nicht so deutlich sichtbar sein. Das ist eher wichtig für mich. Mir bewusst zu sein, wo ich gerade bin, was gerade läuft – spüren – Impulse kriegen – reagieren. Sich darauf verlassen können und verlassen.

    Dieses nach außen gerichtete Selbstbewußtsein nehme ich an mir oft war, wenn ich alles Störende ausschalte und/oder niedertrampele. Doppelter Espresso am Morgen, Dusche, chick anziehen und dem Tag die Stirn bieten, Projekte durchboxen. Das sieht zwar nach außen extrem taff aus, aber nach solch einem Tag, frage ich mich, wo ICH eigentlich die ganze Zeit war. ICH war nämlich gar nicht bewußt, sondern bin wie ein Duracel-Hase durch den busy Day gehoppelt. Und das fühlt sich ganz schön leer an.

    Selbstbewusstsein heißt also auch FÜLLE. Aus der Fülle in sich leben. Diese spüren und nach außen zeigen. Alle Anteile sind in Kontakt und treffen gemeinsame Entscheidungen. Und das ist es, glaube ich, was andere auch im Außen sehen. Da ist jemand EINS mit sich. Und daraus resultiert Selbstwertgefühl. Kein Anteil mehr, der abgespalten ist und keinesfalls gesehen werden darf, keine dunkeln Ecken und Geheimwinkel, sondern überall ist Licht, jeder wurde gesehen, gehört und integriert. Das kann man auch nicht spielen oder „vorgeben“, das leuchtet von ganz allein aus dem Inneren.

    Wie fühlt sich eigentlich mein Selbstwert an, jetzt nachdem ich diesen Kommentar geschrieben habe???? — …ganz schön unsicher, ob die ganzen gelehrten, schlauen Menschen hier in dem Forum nicht über meine Gedanken lachen … (Selbstwert an Yvonne: „ALLE anderen sind nämlich viel gebildeter, schlauer und eloquenter als Du! Und DIE dürfen hier schreiben. Geh Du mal und spiel im Sandkasten!“) Danke für das Real-Time-Experiment. 🙂

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