Bei Schlägen geht es nicht um Erziehung, sondern um Macht und Ohnmacht.

Welche Folgen hat es, als Kind geschlagen worden zu sein?

Ein ernstes Thema, das ich auch unter dem Eindruck des Intensivseminars, das ich letzte Woche leitete, schreibe. Trotz etlicher Erfahrungen mit Menschen zu diesem Thema, bin ich doch immer wieder auf's Neue betroffen, wenn ich miterlebe, wie körperliche Strafen, die jemand vor zwanzig, dreißig Jahren oder länger erlitten hat, sich auf das spätere Leben auswirken können.

 

Ich muss schon sehr genau hinhören und hinspüren, um mitzukriegen, dass jemand körperliche Gewalt in seiner Kindheit andeutet. Denn das Thema ist immer noch tabuisiert und vor allem auch schambesetzt. Doch wenn jemand beim Schildern seiner Biographie erwähnt, dass "es zu Hause streng zuging" oder der Vater "ziemlich autoritär war" oder "die Mutter keinen Widerspruch duldete", werde ich meist hellhörig und frage nach, was der Betreffende damit meint.

Zur Sprache kommen dann zuweilen Schilderungen von heftigen Ohrfeigen und Prügeln mit Zaunlatten, Gürteln, Lederpeitschen, Baumzweigen, Kohleschaufeln, Teppichklopfern, Rohrstöcken oder bloßen Händen usw. Der Zeitpunkt ist oft unvorhersehbar. Wenn der "Elternteil schlecht drauf war", wenn "man nicht schnell genug weg war" oder regelmäßig am Samstagabend als gefürchtetes Wochenendritual.

Ich frage auch immer nach, bis zu welchem Lebensalter geschlagen wurde und wie es aufhörte. Dabei erfahre ich, dass es meist in der Pubertät aufhört, bei manchen aber auch erst mit achtzehn, neunzehn Jahren, als sie sich entschlossen, auszuziehen. Manchmal hört der Elternteil von selbst auf, zuweilen auch nur durch die handfeste Drohung des Jugendlichen. Meist werden Jungen, speziell die ältesten, am meisten geschlagen, aber auch viele Mädchen.

Wie gehen Erwachsene mit der Erinnerung an Schläge in ihrer Kindheit um?

Eine häufige Form ist die Bagatellisierung.
Zumeist erkennbar an der Schlussfolgerung "Das hat mir aber nicht geschadet!"
Ich verstehe diesen Satz immer als den Versuch, den Konflikt zu lösen zwischen dem guten Bild, das man von den Eltern hat und den Szenen, wo man geschlagen wurde.

Häufig ist auch die Verdrängung.
Immer wieder berichten mir Menschen, dass sie an die ersten acht oder zehn Jahre ihrer Kindheit keinerlei Erinnerung haben. Kein Bild, kein Gefühl, nichts. Erst im Rahmen der gemeinsamen Arbeit kommt manchmal ein Stück schmerzlicher Erinnerung wieder zurück.

Welche Folgen haben Schläge in der Kindheit auf einen Erwachsenen?

Die Folgen sind mannigfach. Ich will hier nur einige der Konsequenzen und Entscheidungen nennen, die mir bei meiner Arbeit mit Menschen begegnet sind.

  • Angst und Vertrauensverlust in Beziehungen.
    Als Kind geschlagen zu werden, ist immer eine Situation, wo das Kind unbewusst Entscheidungen trifft. Wo es auf schmerzhafte Weise lernt, wie es in Beziehungen zugeht. Dass es um Macht geht. Dass man dem anderen, dem man vertraut hat, nicht trauen kann. Dass gleich wieder etwas passieren kann. Mögliche Folgen sind auch Gefühle des Ausgeliefertseins, der Hilflosigkeit, des Verlassenseins, das man als Erwachsener immer wieder erlebt.
  • Beschränkte Konfliktlösungsmöglichkeiten.
    Wer geschlagen wird, fühlt sich hilflos und gedemütigt. Um damit in Zukunft umzugehen, gibt es nur wenige Strategien. Die eine ist, sich zu unterwerfen - und den vermeintlich Stärkeren heimlich zu verachten. Die andere ist, sich zu schwören, dass einem so etwas "später im Leben" nie wieder passieren wird. Und zwar indem man selbst stark wird.
  • Probleme in der Identitätsentwicklung.
    In Seminaren treffe ich hin und wieder auf ganz sanfte Männer, die  verständnis- und rücksichtsvoll sind, nie laut werden. Einerseits angenehme Personen, aber auch ein großes Stück aggressionsgehemmt. Oft fühlen diese Menschen selbst, dass ihnen eine größere Portion Männlichkeit fehlt.
    Wenn man dann in der Biographie forscht, was der Grund dafür sein könnte, graben wir zuweilen gemeinsam heftige Prügelerfahrungen aus. Frage ich, wie das "Nicht-Mann-Sein" und diese Erinnerungen zusammenhängen, hört man manchmal den einleuchtenden Satz: "Nur Männer schlagen!" Oder: "Ich wollte nie so werden wie mein Vater!"
  • Selbstwertprobleme.
    Wer geschlagen wird, erlebt, dass dem anderen seine Gefühle, Überzeugungen oder Regeln wichtiger sind als die eigene Person. Als Kind kann man noch schlecht unterscheiden zwischen sich und dem anderen. Kann zum Beispiel schwer erkennen, dass Eltern zuweilen überfordert sind (was kein Freispruch für Schlagen ist).
    Meist sucht das Kind dann nach einem Grund für die Züchtigung. Vor allem, wenn der schlagende Elternteil sich nicht entschuldigt und die Verantwortung für sein Ausrasten dem Kind zuschiebt, sucht man als Kind die Schuld bei sich selbst. Weil man zu frech war oder Widerworte gab. Weil man schlecht in der Schule ist. Weil man überhaupt auf der Welt ist.

    Wer geschlagen wird, lernt frühe Lektionen über seinen Wert.

  • Abgrenzungsprobleme.
    Wer als Kind geschlagen wird, erlebt eine massive Grenzverletzung. Und hat in der Folge oft Probleme, sich als Erwachsener angemessen abzugrenzen. Also Nein zu sagen, es anderen nicht immer recht zu machen, auch mal andere zu enttäuschen etc. Auch eigene Grenzen zu spüren, zu respektieren und flexibel damit umzugehen, kann schwierig sein.
  • Probleme mit eigenen Kindern.
    Wer Gewalt als Mittel der Erziehung erlebt hat, spürt manchmal die Tendenz, sich auch so zu verhalten. Diese Gefahr ist umso größer, je weniger man sich mit dem eigenen Geschlagenwerden und den dabei erlebten Gefühlen auseinandergesetzt hat. Manche streichen ihren Wunsch nach eigenen Kindern auch ganz, aus Angst, sich in schwierigen Situationen nicht im Griff zu haben und ebenso zum Schläger zu werden.
  • Unkontrollierbare Aggressivität.
    Als geschlagenes Kind erlebt man enorme Wut und Zorn, doch müssen diese heftigen Affekte unterdrückt und verdrängt werden. Doch unterdrückte Gefühle verschwinden nicht. Oft bahnen sie sich einen Weg in zerstörerischen Aktionen gegen andere (Kriminalität) oder gegen sich selbst (Autoaggression, Suizid, Drogenmissbrauch).

Was kann man tun?

Darauf gibt es keine schnelle Antwort. Aber allgemein kann ich sagen, dass das Bewusstmachen des Erlebten - im Gegensatz zum Verdrängen oder Bagatellisieren - ein erster wichtiger Schritt ist. Schon allein damit kommt man ein Stück aus der "Kindheits-Trance" heraus, da man den eigenen erlebten Schmerz zum ersten Mal wichtiger nimmt als das Motiv der Eltern oder die heilige Fassade des "Was sollen denn die anderen Leute denken?"

Wenn man früh Opfer von Schlägen ist, trifft man Entscheidungen für das ganze Leben.

In weiteren Schritten kann man sich mit den schmerzlichen Erlebnissen auseinandersetzen. In einzelnen Fällen ist es möglich, mit den realen Eltern ein klärendes Gespräch zu führen.

Auch Eltern lernen manchmal dazu und können spät im Leben etwas bereuen oder falsch finden, das sie jahrzehntelang eisern verteidigten. Aber oft trifft man auch auf erneutes Unverständnis und eine Wand der Ignoranz ("Das bildest Du Dir doch alles ein!")

Manchmal ist auch professionelle Hilfe nützlich,um in dem inneren Gespinst von Erinnerungen, Verdrängungsimpulsen und Verwirrung einen gangbaren Weg für sich zu finden. Letztlich aktiv zu werden im Sinne eines "Gut-für-Sich-Sorgens" ist auf jeden Fall besser als weiter im Leben in der Opferposition des geschlagenen Kindes zu verharren.

Es gibt weiteren Blogartikel von mir zum Thema hier ...

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Hier schreibt: Roland Kopp-Wichmann

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.



571 Kommentare

  • sunny schrieb:

    Hallo,

    ich bin mitte 30 und wurde bis zu meinem 12. Lebensjahr regelmäßig verprügelt. Immer und immer wieder..wegen einer mittelmäßigen Note, einer schlechten Schrift oder weil ich einfach da war. Gründe gab es genug.

    Ich wurde depressiv und habe eine soziale Phobie. Habe mich lange selbst verletzt.Ich habe nie die Schule oder eine Ausbildung geschafft. Ich habe keine Freunde, einfach niemanden.
    Das Schulwissen habe ich mir zu Hause angeeignet, dumm bin ich nicht. Zeitweise lese ich medizinische Bücher.Es interessiert mich. Wer weiß was ich mal hätte werden können.Ich hätte vieles schaffen können, habe unendlich viele Versuche gehabt etwas zu erreichen.Ich würde so gerne, aber ich kann nicht.
    Heute mache ich mich selbst so fertig, wie es die Person damals tat, die mich verprügelt hat.

    so eine Kindheit kann das ganze Leben formen.. es verletzt mich so sehr, das Menschen überhaupt auf die Idee kommen die Hand gegen jemanden zu heben,insbesondere gegen Kinder.

    Es macht mich wütend und traurig.

  • Eusebius schrieb:

    “Das Böse zerstört sich am Ende immer selbst…”

    Da muss ich widersprechen. Das Böse ist eine Saat, die niemals ausstirbt und immer wieder neue Früchte trägt. Es gehört untrennbar zu unserem biologisch-evolutionären Erbe und hat seinen eigentümlichen Reiz, ist weder therapierbar noch wegdefinierbar.

  • Olaf Biele schrieb:

    Meine “Alten” waren auch so.
    Es gab Schläge mit dem Teppichklopfer, dem Gürtel, der Faust usw. Dazu wurden Drohungen “gereicht”: “Ich hau dir aufs Fressbrett bis das Blut spritzt!” etc…

    Einmal hat mir meine Mutter den Daumen ausgekugelt, da war ich gerade sieben oder acht. Ich war wohl mit einer schmutzigen Hose vom Spielen heimgekommen. Als sie irgendwo realisierte, was sie da angestellt hatte, schlug sie solange panisch auf das unnatürlich abstehende Körperteil ein, bis es schließlich in die ursprüngliche Stellung zurückschnalzte. Wir waren beide allein im Haus.
    Natürlich ist das alles heute niemals geschehen. Mein Vater sagt, ich hatte stets “anständige” Eltern. Und das glaubt er tatsächlich. Er meint, daß ich meine Eltern jetzt zu “lieben” hätte. Seine Mißhandlungen endeten, als er mich und meine Mutter verließ. Da war ich neun. Meine Mutter machte kräftig weiter bis ich mit zwanzig irgendwo anders hinzog. Er meldete sich alle drei bis vier Jahre mal kurz, vermutlich um sein Gewissen durch seine lächerlich geringen Geldgeschenke zu erleichtern. Einmal bekam ich auch einen “Walkman” von ihm. Toll. Zu der Zeit war ich dick, traurig und wurde in der Schule permanent fertiggemacht, weil er ja ein klassenfeindlicher “Republickflüchtling” war.
    Diese winzigen Zugeständnisse hörten aber ziemlich schnell wieder auf. Als ich mit Mitte Zwanzig obdachlos wurde, “half” er mir durch schöngeistiges Geschwätz und altkluge Ratschläge. (Bspw.als ich ihn eines Nachts aus einer verschneiten Telefonzelle anrief und meine letzten acht Mark dafür ausgab.)
    Heute weiß ich, daß er mir für lange Zeit regelmäßig hätte “Unterhalt” zahlen müssen, da ich meine Lehre damals nicht abgeschlossen hatte. Doch dafür macht sich heute keiner stark.

    Mein Vater war ein recht erfolgreicher Arzt (lach), meine Mutter Lehrerin. Beide hatten einen riesigen Dachschaden.
    Und das bis heute.

    Mein Vater hat es heute “mit dem Herzen”, meine Mutter Krebs und ich MS.

    “Das Böse zerstört sich am Ende immer selbst…”

    Schade nur, daß die Kinder solcher “Eltern” später oftmals gleichfalls keinerlei Chance auf ein wenigstens halbwegs zufriedenes Leben haben. Diese Erfahrungen zerstören das gesamte Lebensszenario nachhaltig. Man erholt sich nie wirklich davon. Es gibt immer nur kurze Pausen zum Aufatmen zwischen all den emotionalen Kämpfen.

    Für mich sind die meisten Menschen heute gierige, dumme und eitle Monster. Nur die Masken sind unterschiedlich. Mehr nicht. Wenn ich Tiere beobachte, weiß ich, daß sie dereinst auch gut “ohne” den “Homo sapiens” zurechtkommen werden.
    Ich gehe davon aus, daß er sich durch seinen beständigen Irrsinn kontinuierlich selbst zerstört. Beispiele, die das belegen, gibt es zuhauf.

    Leider Gottes.

    Danke

  • Eusebius schrieb:

    Hallo,

    ich habe bereits vor zwei Jahren hier einen Kommentar hinterlassen. Mittlerweile bin ich selbst Vater eines Mädchens geworden. Ich liebe die Kleine über alles und kann nicht begreifen, wie man Kindern im allgemeinen und dem eigenen Kind im besonderen Gewalt antun kann. Eher hake ich mir selbst die Hand ab, bevor ich sie gegen meine Tochter erhebe. Die böse Saat aus Schlägen und Demütigungen in meiner Kindheit und Jugend haben dennoch ihre Spuren hinterlassen und tragen gelegentlich Früchte. Mein Selbstwertgefühl ist immer noch schwach, obwohl ich es durch eine Maske aus Coolness und Lockerheit zu kaschieren versuche. Trotz mit Supernoten abgeschlossenen Studiums habe ich bis heute Probleme, einen gescheiten Job zu finden, da ständig der Selbstzweifel an mir nagt und ich unterbewusst immer wieder die Stimme meines Vaters höre: “Du bist ein hoffnungsloser Fall! Aus dir wird nie was!” Hinzu kommt, dass ich innerlich ständig unter Hochspannung stehe, nicht abschalten kann und unter Ticstörungen leide. Nach so vielen Jahren habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass es je besser wird…

    Eltern, die ihre Kinder schlagen oder psychisch misshbandeln und es auch noch rechtfertigen, sind in meinen Augen Bestien! Es ist ihnen scheißegal, was sie damit ihren Kindern antun. Selbst nach Jahrzehnten tun die seelischen Narben noch weh und behindern das Weiterleben.

  • rafael schrieb:

    hallo ,

    bin 45 jahre alt , durch mein beinbruch seid januar 2015 habe ich etwas zeit gefunden , im internet zu surfen und bin hier gelandet . würde gerne hier durch eine neutrale meinung einholen . geboren 1969 , meine eltern sind 1970 mit mir aus polen (oberschlesien) na deutschland geflohen , 1976 sind sie wieder nach polen zurrück . ich konnte nur deutsch sprechen , bis ich polnisch lernte wurde ich in der schule als “hitlerjunge” betitelt . 1980 ist mein vater mit einer jüngeren frau wieder nach deutschland verschwunden . ich kann mir leider nur an die schlechten zeiten errinern . dazu gehört : im keller eingesperrt , hiebe bekommen ( habe den eindruck , weil ich der sohn meines vaters bin ) .zwischenzeitlich ein stiefvater aufgetaucht . 1981 wiederkehr nach deutschland . leider konnte ich nur deutsch verstehen , polnisch sprechen . wir haben in einer notwohnung ( eher ghetto mit asocialen deutschen ) gewohnt . der weg zu schule war mit ängsten verbunden , da die deutschen jungs auf der bushaltestelle uns ins immer verprügelt haben , die polnischen mädchen nur angespuckt . meistens bin ich zu fuss , mit dem fahrrad zu schule gefahren. oder hab einen bus früher genommen. in der schule gab es eine neue betitelung “scheiss polacke ” . meine eltern sind erbeiten gegangen plus zweitjob . somit kann ich eher sagen dass ich “alleine ” aufgewachsen bin . wegen dem hausbau war wohl eher ein balast für meine eltern . nun zu meinem “leben” : ich konnte mich nie überwinden jemanden zum geburtstag gratulieren . wienachtsfeier , sylwester hab ich mich immer im zimmer eingesperrt . meine mutter hat dann immer mit feusten gegen die tür gehauem , mit prügel gedroht , wenn ich sofort nicht aufmache . selbstmord versuche waren auch an der tagesordnung , ich ging schlafen , mit dem beruhigendem gedanken , dass es bald ein ende nimmt .ich hatte jede nacht den gleichen albtraum , den ich nicht beschreiben kann ( alles um mich war erschreckt grösser als ich , hat mich horrorhaft eingeengt ) das so im groben . mit meinem vater hatte ich kaum kontakt , seid 2010 hatte ich 5 jahre kontakt mit meinem vater (68 jahre alt) , und musste feststellenn dass er stolz fotos von seiner damaligen freundin herumzeigt ( oben ohne) ,somit für mich ein beweis dass er einer familie nicht würdig ist . ich persönlich bin 2007 nach polen ausgewandert . da ich meine mutter als Narzisstisch einstufe , hab ich das weite gesucht . januar 2015 hab ich den kontakt mit meiner mutter komplet abbrechen müssen ( ich meine damit den telefonschen kontakt) . sie ist enteuscht von mir , ich mache ihr nur sorgen und äerger . 13.1.2015 kam mein sohn zu welt . weinachten 2014 hab ich ihr gesat dass sie oma wird , da kamm nur ” na ja musst du wissen ” . so dass wars im groben .

  • Sarah schrieb:

    Hallo,
    ich bin 44 Jahre alt und habe ein super Jungen .
    Auch ich bin Arbeitslos ohne Freunde und Familie.
    Leider bin ich auch ein Opfer von Gewalt.
    Ich weine immer noch und die Albträume rauben mir den Schlaf.
    Das Jugendamt will mir mein Sohn wegnehmen, weil sie denken ich bin psychisch nicht stabil.
    Die Schule und der Hort wo mein Sohn ist halten zu mir.
    Auch die neuen Familie Helfer sind sehr nett.
    Trotzdem kann ich manchmal nicht mehr.
    Ich habe Angst, finde kein Mann, weil sexuell missbraucht wurde.
    Das ist mir einfach zu viel.
    Ich kann nicht mehr.
    Montag kommt jetzt jemand vom Weißen Ring und will mir helfen, ein Antrag auf Opferentschädigung zu stellen.
    Ich weiß nicht ob ich das kann.
    Fange schon wieder an zu weinen.

  • Anjola schrieb:

    Ich bin 72 Jahre alt. Auf dem letzten Klassentreffen sagte mir eine ehem. Mitschülerin, ich hätte damals gesagt, ich habe vor wut Zwiebeln an die Kellertür geschmissen, nachdem mein Vater mich ohne Grund angeschrien und geschlagen hat. (Vielleicht kam ich 10 Minuten zu spät oder hatte schmutzige Schuhe, schlimmere Gründe gab es nicht für seine Ausraster). Erst war ich erschrocken, weil ich mich nicht daran erinnere, dann froh, dass ich es getan habe, dass ich mich körperlich abreagiert habe. Hauptsächlich habe ich nämlich nur Tagebuch geschrieben und meinem Vater auch oft den Tod gewünscht. Mein Leben nahm einen schweren Verlauf (ich möchte nicht alles aufzählen), mit 44 wurde ich erwerbsunfähig, leide heute noch unter ständigen Schmerzen an Muskeln und Sehnen, die z. großen Teil von der ständigen Anspannung in der Kindheit herrühren. Mit Schreiben habe ich überwiegend mein Leben bewältigt, sogar Geld damit verdient. Liebe kann ich (nach einer schlechten Ehe) nur im Schreiben leben, d.h. in der Phantasie. Auch nach einer langen Therapie (der Th. war der einzige Mann, zu dem ich eine gute menschliche Beziehung hatte) konnte ich mich nur in unerreichbare Männer verlieben, die mir irgendetwas gegeben haben, was ich als Kind vermisst habe, und die ich auch nicht als Partner haben wollte, sondern mit denen ich seelisch “verschmolzen” bin im Schreiben. Passende und nette Männer zogen mich erotisch nicht an. Mein Sohn hat eine glückliche Familie gegründet. Ich habe Halt im Glauben gefunden und werde schreiben, solange ich kann, und Lesungen machen. Wenn die Schmerzen erträglich sind, bin ich ziemlich glücklich, weil ich meinen Humor nie verloren habe, dadurch auch gut ankomme bei Menschen. Aber mein Vater hat ein normales und gesundes Leben für mich verhindert, hat mich kaputtgemacht in der Kindheit. Auch wenn er sich später entschuldigt hat und ich ihm auch vergeben konnte, ist das nicht gutzumachen. Mit 13 hätte ich mich fast zu Tode gehungert, ein Kind ist durch Sauerstoffmangel bei der Geburt gestorben, weil ich so verkrampft war, ich hätte nie einen Mann geheiratet, der mich so missachtet hat. Ich müsste vielleicht nicht seit über 40 Jahren Antidepressiva schlucken.
    Mein Leben war zum großen Teil Schmerzen und Einsamkeit. In meiner Magersucht habe ich immer nur einen Raum gesucht, wo ich in Ruhe hätte weinen können. Ein eigenes Zimmer hatte ich ja nicht. Es gab damals niemanden, an den ich mich hätte wenden können.

    Aber ich habe auch eine große Liebe für mich selbst. Ich bin hübsch, begabt, dankbar für vieles, auch dafür, dass ich das jetzt noch einmal aufschreiben und die anderen Kommentare lesen konnte, dankbar, dass ich nicht mehr so an mir zweifeln muss, weil ich eine Erklärung dafür habe, dass ich so bin wie ich bin, dass an dem Thema “Gewalt an Kindern” geforscht und aufgeklärt wird und es hoffentlich in Zukunft immer seltener geschieht. Oder besser geholfen werden kann, sowohl den Eltern als auch den Kindern.

  • Honf H.-J. schrieb:

    Hallo ;
    auch ich trage schlimme Kinheitserinnerungen in mir,was mir sehr viel Kopfzerbrechen bereitet, ist das ich mittlerweile 61 Jahre immer mehr Probleme damit habe.Ich wurde in der Kindheit geprügelt,vorgeführt,es gab für mich nur noch die Flucht nach vorn,ich habe die Tage bis zum 18.Lebensjahr heruntergebetet.Meine erste liebe gab mir die Hoffnung an ein Leben das Lebenswert ist wieder.Nach vielen Beziehungen ist auch die Hoffnung nur noch übrig gebleiben.Ich habe kein Hoffnung mehr in eine Vertrauensvolle Beziehung .Ich bin alleine und gehe sofort in Deckung wenn es zu eng wird .Auf der anderen Seite schätzt man mich und meinen guten Rat wohin ich auch komme.Ich würde mir schon wünschen Glücklich zu sein einem Menschen trauen zu können ohne wieder verletzt zu werden .

  • Ariane schrieb:

    Guten Tag,
    was ich hier lese, macht mich sehr sehr traurig und es erinnert mich, ohne das ich es will, an all die schlimmen Erfahrungen, die ich in meinem Leben machen musste. Ich habe im Laufe der vielen Jahre sehr viel aus der Kindheit verdrängt. Das fällt mir immer auf, wenn meine Freundin Dinge aus der Vergangenheit erzählt, die wir gemeinsam erlebt haben. Ich bin 54 Jahre alt und habe 2 erwachsene Kinder (Mädchen und Junge) und eine Enkelin und Gott sei Dank viele Freunde. Ich habe 3 gescheiterte Ehen hinter mir, eine davon war von Misshandlungen geprägt. Ich habe seit 10 Jahren keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter, die mich von Klein auf bis ins Erwachsenenalter misshandelt hat, psychisch und physisch. Mein Leben wäre definitiv anders verlaufen, wenn ich eine normale Kindheit gehabt hätte. Heute weiß ich, dass meine Mutter selbst psychisch schwer geschädigt ist. Sie hat ihm Krieg ihre Eltern verloren und ist in mehreren Kinderheimen, getrennt von ihren 3 Schwestern, selbst misshandelt und von einer Pflegefamilie zur anderen geschubst, aufgewachsen. Ich male mir nicht aus, was ihre Kinderseele alles erleiden musste. Versteht mich nicht falsch, ich entschuldige keinesfalls, was sie mit mir angestellt hat, mein Leben ist versaut, ich versuche nur zu verstehen, warum sie so gehandelt hat und versuche ihr zu verzeihen. Denn mit der Wut und dem Hass kann man kein gutes Leben führen. Immer richtet sich sowas gegen einen selbst. Wie hier zu lesen und selbst erlebt, tut man sich nur immer wieder selbst weh. Entweder durch Selbstverletzen oder in dem man sich auf solche Menschen einlässt, die dem gewalttätigen Elternteil bzw. den Eltern ähneln. Mein Vater hat mich vor meiner Mutter nie beschütz, im Gegenteil, hat er immer ihr geglaubt und sich verbal beteiligt. Auf der Suche nach genau so einem Mann war ich und hatte sie dann auch in den verschiedensten Variationen gefunden. Heute lebe ich allein, mehr oder weniger zufrieden darüber. Es ist einfach pure Angst, wieder und wieder solche Menschen so dicht an mich heranzulassen, ihnen zu vertrauen und letztendlich wieder enttäuscht zu werden. Da ich nicht weiß, ob die Therapien mir soweit geholfen haben, dass ich sofort erkenne, was für ein Mensch mein Gegenüber ist. Ich habe ADS, eine Bipolare Störung, wobei die depressiven Phasen mit zunehmendem Alter die Oberhand haben,

  • Kurti schrieb:

    Hallo Loewenmama,

    weinen ist gut, ich kann das nicht mehr so gut und muss mich erst mit spezieller Musik runterziehen, um noch weinen zu können.

    Ich werde bald 45 Jahre alt und habe einen fast 17jährigen Sohn. Bisher ist er genauso geworden, wie ich ihn mir gewünscht habe und wie ich ihn zum Großteil erzogen habe.

    Fast wäre unsere Beziehung aber nicht so geworden, wie sie ist, denn aus Überforderung habe ich meinen Sohn hier und da gehauen, als er klein war. Ich habe damals immer mit ihm hinterher geredet und die Verantwortung übernommen, aber an was erinnert er sich? – Dass ich ihn gehauen habe, aber auch darüber kann er jetzt noch mit mir reden und tut das auch.

    Ich will mich nicht entschuldigen, aber es war eine unglaublich schwere Zeit damals. Ich bin Asperger Autist und wusste es nicht, ich bin transsexuell (Frau zu Mann) und wusste es damals nicht und ich bin ein seelisch und physisch missbrauchter Mensch, der in seiner Ehe wieder seelisch missbraucht wurde und noch wird.

    Ich habe viele Therapien gemacht, teilweise ambulant, teilweise stationär und teilweise allein, in dem ich Bücher gelesen habe. – Seit 20 Jahren arbeite ich an mir.

    Inzwischen bin ich diagnostizierter transsexueller Asperger Autist, extrem hochsensibel und auch wenn ich noch in dieser höchst schädigenden Beziehung lebe, so finde ich Stückchen für Stückchen meinen Weg.

    Vom Typ her habe ich meine “Mutter” geheiratet, hinterhältig, fies und gemein. – Aber auch völlig unfähig, sich selbst zu hinterfragen und sich zu verändern.

    Geschlagen haben mich meine Eltern beide ab und zu, aber viel schlimmer habe ich den psychischen, den seelischen Terror erlebt.

    Ich kann mich erinnern, dass mein Vater, als ich einen Fahrradunfall hatte und er mich abholen musste, sage und schreibe, 3 Stunden auf mich ein gebrüllt hat, wie dumm, wie unfähig, wie dämlich ich sei und dass ich das ja nur gemacht habe, um ihm das Leben zu versauen… usw. – er hörte erst auf, als wir im Krankenhaus im Wartezimmer saßen und dort eben noch andere Leute saßen und es meiner Mutter zu peinlich wurde.

    Ich kann mich aber auch erinnern, dass mein Vater mal so lange auf mich eingeredet hat, dass ich ihn fast von hinten erstochen hätte, aber als er sich umdrehte, habe ich weiter das Brot geschnitten.

    Die Wut war damals schon da, ich habe ihn gehasst und gleichzeitig hatte ich panische Angst vor ihm, so, wie ich jetzt auch noch Angst vor meinem Partner habe. – Die lässt sich nicht so einfach abstellen, auch wenn es schon deutlich besser geworden ist.

    Meinen Eltern habe ich nach vielen Höhen und Tiefen in unserer Beziehung und auch nach einigen Jahren Kontaktabbruch, verziehen, weil ich verstanden habe, dass sie aufgrund ihrer Lebensgeschichte, ihren Erfahrungen und ihren Einstellungen und Wünschen, nicht anders handeln konnten, als sie gehandelt haben und all dies Ausdruck ihrer Liebe für mich war, auch wenn ich es nicht so erlebt habe. Sie haben wirklich gedacht, dass sie für mich das Beste tun und glauben es heute noch mehr oder weniger genauso.

    Ich finde Heute am Schlimmsten daran, dass meine Eltern niemals begreifen werden, was sie mir angetan haben, weil sie es nicht begreifen können, weil ihnen dafür wirklich die Fähigkeit fehlt, sich selbst zu hinterfragen und das ist ein “nicht-können”, wie ein Blinder nicht sehen kann.

    Gerade befasse ich mich mit meinen “Leichen” im Keller, mit den letzten Menschen, die mich einst sehr verletzt haben und zu denen ich vor langer Zeit den Kontakt gänzlich abgebrochen habe. – Ich möchte mit mir selbst endlich Frieden schließen und die unerledigten Dinge abschließen, aber das geht nicht von heute auf Morgen.

    Also lese ich weiter, inzwischen bin ich auf “Doris Wolf” gekommen, die mir mit ihren Büchern schon sehr gut weiter geholfen hat.

    In meinem Leben fehlen mir Freunde und ein sicheres Umfeld.

    Neulich habe ich zum ersten Mal einen anderen Autisten getroffen, mit dem ich mich unterhalten habe. Das war sehr befriedigend und befreiend. Einfach mal zu hören, dass andere sich so, wie ich, verhalten, tut gut.

    Für meine Zukunft wünsche ich mir endlich einen neuen Freund, einen Mann, der mich ehrlich liebt (und natürlich noch einige andere Eigenschaften hat, die hier nichts zur Sache tun).

    Kurti

  • loewenmama schrieb:

    ich sitze hier vorm pc und weine.
    ich habe jetzt jeden einzelnen kommentar gelesen und kann mich in fast allen wiederfinden.
    ich bin mittlerweile 27 jahre alt und habe selbst einen sohn.
    ich bin alleine bei meiner mutter aufgewachsen und habe keinen kontakt mehr, seit ich 18 bin. was grundsätzlich auch gut so ist, aber ganz los lässt einen das passierte eben leider nie. über mehr als drei jahre hinweg habe ich jetzt eine therapie gemacht um verarbeiten zu können, was mir in meiner kindheit/jugend “passiert” ist. fertig bin ich damit noch lange nicht.

    eine frage beschäftigt mich allerdings brennend und geht an alle diejenigen, die hier einen kommentar hinterlassen haben:
    war für euch nicht die psychische gewalt viel schlimmer als die physische?
    Lieber einen Schlag abbekommen oder sich anhören, dass man nichts taugt, dass man zeit- und geldverschwendung ist, dass mutter damals doch besser abgetrieben hätte, etc…?
    mir persönlich haben worte schon immer größeren schaden zugefügt (vor allem länger anhaltenden…) als körperliche gewalt.

    Ich liebe mein kind und gerade jetzt, als mutter, wird mir schlecht wenn ich darüber nachdenke, was meine “mama” mit mir alles angestellt hat. wie geht sowas? wie schaffen es solche menschen einfach weiter zu leben und sich einzubilden nie etwas verkehrt gemacht zu haben??

    Ich bin mir sicher, ich werde noch eine ganze weile benötigen bis ich verarbeitet habe was alles passiert ist. ob ichs irgendwann aber wirklich VERSTEHEN kann bezweifele ich.

    ich wünsche allen die ähnliches durchmachen mussten einfach nur viel kraft, liebe und wärme. und vor allem ein stabiles umfeld mit wunderbaren menschen. die helfen nämlich schon indem sie einfach DA sind.

    viele grüße!

  • Blondgirl schrieb:

    Hallo,
    ich freue mich, endlich Leute zu finden, die ähnliches wie ich erlebt haben. Ich habe eure Kommentare gelesen und finde mich teilweise zu 100% darin wieder. Ich bin nun 31 Jahre alt und würde von meinem Vater geschlagen und getreten. Wie lange? Jahrelang – das letzte Mal war vor ca. 2 Jahren. Ich kann mich nicht mehr dran erinnern, wie es damals angefangen hat und überhaupt dazu kam. In meiner Kindheit / Jugend ist er wegen jedem Bißchen ausgerastet. Ich saß in der Badewanne, hatte die Tür abgeschlossen, er kam und wollte auch ins Bad zum Pinkeln. Ich habe gerufen: “Ich bin gleich fertig; bin gerade in der Wanne!” Er hat mit der Faust vor die Türe geschlagen und gesagt: “Wenn du nicht sofort die Tür aufmachst, fängst du eine!” Für was? Weil ich gerade im Bad war zu einem Zeitpunkt, wo er auch hinein wollte? Es waren permanent solche Banalitäten oder in meinen Augen auch einfach nichts. Nichts, was einem den Grund gibt, so auszurasten. Manchmal war monatelang alles ok und ich begann tatsächlich ihn nett zu finden (selbst heute falle ich noch oft darauf rein), um dann bald wieder festzustellen: Er hat sich nicht geändert! Er hat mich geschlagen,
    getreten und verbal aufs Übelste beschimpft und beleidigt und mir gedroht (“Fräulein, du fliegst bald zuhause raus! Warte es nur ab, bis ich dich rauswerfe!”) – eigentlich mein ganzes Leben lang (ich glaube es fing in der Grundschulzeit an, als ich 5-6 Jahre alt war). Meine Mutter rief immer nur: “Lauf weg!!”, und versuchte dazwischen zu gehen. Ich kann bis heute nicht verstehen, warum sie sich nicht getrennt hat. Ich habe es nie meinen Freunden erzählt, weil es mir -wie vielen hier- peinlich ist. Auch mein Freund, wir sind seit acht Jahren zusammen, ahnt nichts. Ich schäme mich so! Wenn z.B. Weihnachten ist, und mich meine Mutter fragt, was ich ihm schenke, sage ich: “Nichts.” Sie fragt mich dann völlig ahnungslos: “Ich frage mich immer, was du gegen ihn hast…?!” Da denke ich echt, ich bin im falschen Film. Sie weiß doch ganz genau, was ich gegen dieses Arschloch habe!! Sie war doch -wenn auch nicht immer, aber oft genug- dabei.

    An alle: Hat nur ein Elternteil geschlagen? Wenn nicht, was sagte der andere Part dazu? Und werdet ihr heute schnell zornig? Ist bei mir so, ich rege mich irre schnell über Dinge / andere Menschen auf und werde innerlich aggressiv. Frage mich, ob das vielleicht damit zusammen hängt. Habt ihr euren Vater angezeigt? Wenn nicht, was Hintertürchen euch daran?

    Ich freue mich über eure Antworten.

  • Hallo Jenny,
    meine Empfehlung lesen Sie hier öfter als Antwort auf entsprechende Fragen: machen Sie eine gute Therapie (tiefenpsychologisch fundiert.)
    In diesem Rahmen haben Sie einen Raum für Ihren Schmerz und Ihre Verletzungen und müssen das nicht über Ihre Kinder abreagieren.

  • Jenny schrieb:

    hallo!
    Mir hat ihr Beitrag gut gefallen und war sehr informativ.
    Ich selbst wurde als Kind oft geschlagen -meist nur weil meine Eltern einen schlechten Tag hatten- und selbst jetzt noch wird mir oft von meinem Vater gedroht mich mit einem Badeballschläger (der sind bei uns im wohnzimmer befinden) zusammenzuschlagen.

    Ich selber habe Angst, falls ich mal Kinder bekomme, sie auch zu schlagen und ihnen ihre ganze Kindheit versaue wie meine Eltern mir.

    Könnten sie mir irgendwas empfehlen zu tun? Irgendwas? Damit ich einen Anhaltspunkt habe..

    Lg,
    Jenny

  • Heidi schrieb:

    ich bin auf Euch gestoßen, weil ich nach dem selben Problem gegoogelt habe. Ich suchte nach einem speziellen Hilfeangebot (etwas wie der weiße Ring) für solche Menschen, wie wir es sind. Meine Eltern haben mich misshandelt bis ich Geld verdiente. Ab da war ich dann die “beste Freundin” meiner Mutter. Ich Idiot bin auch drauf reingefallen, endlich eine Mutter im klassischen Sinne zu haben. Nach tausenden von Euro, die meine Eltern mir regelrecht gestohlen oder von mir ergaunert haben und Warnungen vieler enger Freunde, bin ich aus der Situation ausgestiegen. Ich warf meiner Mutter ihr brutales Verhalten in meiner Kindheit (die Details erspare ich Euch, da es ähnlich wie bei Euch war) vor. Das Schlimmste ist für mich dabei, dass sie mich als Irre hinstellt und alles leugnet, bzw mir die Schuld dafür gibt. Ich war immer ein ganz ängstliches, stilles Kind, dass sich nie eine Frechheit gewagt hätte. Ich habe keine Sekunde daran geglaubt, dass ich tatsächlich selbst Schuld an ihrem hässlichen Umgang mit mir war. Eine Lehrerin hat mal eine Frage nach übermäßiger Strenge an meine Mutter gewagt, ein Onkel hat meiner Mutter mal die Leviten gelesen … alles hat nichts genutzt. Ich bin davon überzeugt, dass ihre Prügeleien und verbalen Erniedrigungen sie irgendwie sexuell erregt haben oder ihr ein Gefühl von Macht gegeben haben. Vor Außenstehenden stellt sie sich immer als Opfer dar. Sie sei so fleißig, obwohl sie nie arbeiten war und immer schmarotzt hat, sie -die Shoppingqueen- sei bescheiden, sie sei schwer krank weil sie vor 1 Jahr eine Gallen-OP hatte, sie habe ihre Schwiegereltern bis zuletzt gepflegt – auch eine freche Lüge- also rundum ist meine Mutter ein erbärmlicher, ein ekelhafter Mensch.
    Dieser Dorn von Mutter in meinem Fleisch hat mich zu einem Menschen ohne jedes Selbstbewusstsein gemacht. ABER ich habe dagegen angekämpft und so könnt Ihr Euch auch helfen, liebe Leidensgenossen!
    Macht etwas gegen diese verkorkste Kindheit. Nehmt Euer Leben in die Hand und versucht das Beste für Euch. Lasst es Euch gut gehen, eben weil Ihr es verdient habt.
    Ich begann als legasthenischer Grundschüler, wurde auf die Hauptschule verfrachtet und habe eben diesen Willen entwickelt für mich selbst etwas aus mir zu machen. Ich wechselte nach der 10. Klasse aufs Gymnasium. Nach 6 Jahren Hauptschule war das Abitur sehr schwer für mich und aufgrund meiner Unreife habe ich mich für die falsche Ausbildung als Speditionskauffrau entschieden aber mit 28 bin ich dann ausgezogen und konnte mir endlich mein Studium finanzieren. Heute bin ich im Management eines großen Unternehmens. Ich habe aus meinem Leben gerade aus Trotz etwas gemacht. Ich achte sehr auf mein Äußeres, auch eine Form mir selbst Wertschätzung zu geben.
    Sicher hilft diese Einstellung auch Euch. Liebt Euch, erreicht etwas durch ein Hobby oder ein Ehrenamt wie Tierschutz, schätzt Euch wert, Ihr habt es mehr als verdient – gerade Ihr!

    Für die, die sich fragen, warum ich erst mit 28 Jahren ausgezogen bin zur Erläuterung: meine Eltern haben mich belogen, ich würde eine Wohnung nie zahlen können, da sie mein Kostgeld weiter kassieren wollten.

    Vor ein paar Tagen gab es einen erneuten Streit mit meiner Mutter. Sie thematisierte meine Vorwürfe der Misshandlung selbst und leugnetet sie wieder. Sie halte meine Vorwürfe nicht mehr aus. Meine Therapeutin und ich seien irre und sie möchte unter diesen Umständen keinen Kontakt mehr.
    *** Halleluja! ***
    Ich hoffe, das bleibt auch so, ich möchte nie wieder etwas von ihr sehen oder hören. Sie hat mir immer nur geschadet.
    Und ich hoffe, von Stalking verschont zu bleiben. Wird vielleicht noch kommen……

    Meine größte Herausforderung im Erwachsenenalter war loszulassen: die Hoffnung loszulassen, dass meine Eltern doch noch ihre Schuld einsehen, dass meine Eltern doch etwas für mich empfinden.
    Vor einer Woche ist mir das, glaube ich, gelungen. Ich habe akzeptiert, dass fremde Menschen oder gar Tiere mich halt mehr lieben als meine leiblichen Eltern. Ja und? Was sagt schon DNA aus? Liebe ist Liebe, fragt mal Hunde, die sind mit ihren Herrchen auch nicht verwandt und können ihre Liebe besonders gut ausdrücken. 😉

    für die ersehnte Trennung von meiner Mutter, die auch noch ganz alleine von ihr aus kam möchte ich an der Stelle offiziell sagen

    *** Danke Lieber Gott! ***

    Habt Ihr vielleicht auch ein paar Anregungen/Vorschläge für mich? Die Therapie konnte meinen Schmerz nicht heilen. Es war nur hilfreich zu erkennen, was eigentlich damals genau abgelaufen ist, was für ein Dämon meine Mutter ist und dass ein Kontaktabbruch das einzig Richtige ist.
    Immerhin!…..

    Fühlt Euch virtuell ganz dolle und feste in den Arm genommen!

  • Anja schrieb:

    Ganz klar kann ich sagen, dass die Schläge welche ich in der Kindheit erfahren habe mich bis heute gezeichnet haben. Und ich bin inzwischen 47 Jahre. Mein Vater und meine Mutter waren nach Aussen die netten Eltern. was sich hinter den Hausmauern abgespielt hat bekam Niemand mit. Im Gegenteil. Meine Eltern wurden von Andere als nett und warmherzig bezeichnet. Das sagten sie mri auch. “Schau, wir werden gemocht aber mit dir will doch Niemand was zu tun haben. Und du wunderst dich dass du keine Freunde hast. Sei mal fröhlicher und netter dann mag man dich auch.” perfieder geht’s kaum. An mir wurde ständig herumgengängelt, gemassregelt, Verbote erteilt etc. Wagte ich es mich dem zu wiedersetzen schlug mein Vater zu. Selbst im Alter von 34 Jahren hat er mich noch massiv geschlagen. Das passierte weil ich bis Dato noch immer nicht auf eigenen Füssen stand. Ich hatte keine Arbeit, war voller Ängste und Selbstzweifel und lebte von und bei meinen Eltern. Alles eine Folge des massiven körperlichen und seelischen Missbrauchs. Als Kind und Jugendliche kränkelte ich ständig, gefunden werden konnte nie etwas. Allerdings brachten sie auch Dinge wie als ich im Urlaub schwer fieberte mich zu prügeln ihnen den Urlaub nicht zu verderben und zwangen mich mit ihnen zu wandern. Wie sich nach dem Urlaub herausstellte hatte ich eine schwere Lungenentzündung und mein Vater verbot mir zum Arzt zu gehen. Ich würde nur herumspinnen und ihnen den Urlaub verderben. Dann gabs prügel und ich musste mich anziehen und so geschwächt wie ich vom hohen Fieber war mit ihnen am Strand im März bei Eiseskälte spazieren gehen. Das ich nicht gestorben bin war quasi ein Wunder. Genau war es mit meinem Blinddarm. In der Schule traute ich mich über Stunden nicht zu sagen, dass ich wahnsinnige Schmerzen hatte. Nach 4 Stunden Unterricht schlich ich teilweise festgekrallt vor Schmerzen an den Hauswänden entlang nach Hause. Zu Hause sagte meine Mutter “lass das blos papa nicht mitbekommen. Du weist der will das du zur Schule gehst.” Er bekam es aber mit, denn die Schmerzen ei einem akuten Blinddarm sind so unglaublich heftig. ich habe vor Schmerzen alles zusammengeschrien und er schlug gnadenlos zu. Ich habe versucht mich selbst zu erwürgen, damit ich sterbe… wohlbemerkt ich war 8 Jahre. Er sah das und prügelte derart heftig auf mich ein, dass ich ihn bat mich tot zu prügeln. er verbot meiner Mutter einen Arzt zu holen und bezeichnete mein Verhalten als reines Makieren damit ich nicht in die Schule müsse. Sowas aber wolle er mir austreiben. Nach ca. aber Stunden Schmerz und rügelqualen brach ich zusammen. Meine Mutter holte aus Angst und unter Androhung er werde sich von ihr trennen einen Arzt der mich mit wehenden Fahnen ins Krankenhaus schickte. Im Krankanhaus wurde ich notoperiert und entkam knapp dem Tod. Eine Entschuldigung hat es nie gegeben. Im Gegenteil. Früher kümmerten sich auch Aupßenstehende nicht um familiäre pßrobleme. Sie schauten tatenlos zu. Vielleicht hat es auch keiner bemerkt.
    Mein Vater ist seit vielen Jahren tot und meine Mutter leugnet alles. Sie lacht weiterhin hämisch ich sei krank und müsse endlich begreifen dass ich mich ändern muss. Sie äußert sie habe Freunde nur ich nicht und das beweise, dass so wie ich bin Niemand etwas mit mir zu tun haben möchte. Das ich stets allein war weil ich mich mit dem Leben herumplage und voller Selbstzweifel und Ängste bin lächelt sie nur weg und äußert erneut ich sei gestört und nicht ganz dicht im Kopf. Ich bin sehr einsam, habe keine Freunde, meine Beziehungen gingen alle in die Brüche, 4 lange Klinikaufenthalte und unzählige Therapeuten haben nichts gebracht.
    Ich wünsche mir weiterhin nicht zu leben, da ich keinerlei Sinn in meinem Leben sehe. Und in dieser Welt in der nur die Schönen und Erfolgreichen zählen schon erst recht nicht.
    Schläge und Missachtung, also seelische Gewalt zeichnen einen Menschen für das gesamte Leben. Ich wäre für harte Strafen derartiger Eltern. Weshalb kein Freiheitsentzug Diese Menschen haben mir meine Freiheiten für mein gesamtes Leben entzogen. Ich habe keinen Partner, kein Kind was ich mir so sehr gewünscht hätte, nach dem Tod meines Vaters erst mein Studium beenden können. Das ich es nach 17 Jahren beendete erzeugte nur Gespött bei Anderen. Die Leistung mit einem derartigen Trauma so etwas überhaupt zu schaffen davon weis Niemand. Anerkennung bekommen stets die deren Leben wie am Schnürchen läuft. Menschen wie ich ernten Hohn und Spott.
    Wir sind eine Tätergesellschaft. Für die Opfer ist kein platz. Vor Jahren wurde ich Stalingopßfer eines mir völlig Unbekannten. Da ich keine Täter benennen konnte machte mir die Kripßo das Leben zur Hölle. Man beschuldigte mich selbst die Taten vorzutäuschen weil ich nach deren Auffasung aufgrund meiner Einsamkeit Aufmerksamkeit erzeugen wollte. Ich musste zu psychologen weil die Kripo es mir befahl. Dort war man der selben Ansicht. Und selbst als der Täter durch einen dummen Zufall auf frischer Tat ertappt wurde hörte man nicht auf mich zu beschuldigen. Ich könnte ohne Ende so weitremachen. Wie soll man mit all den Erfahrungen Freude am Leben haben. Es gibt derart gestörte Menschen die Andere so schwer schädigen aber nie dafür belangt werden. Im Gegenteil

  • Jasmin schrieb:

    Hallo, ich habe mir einige der kommentare durchgelesen und kann nur sagen das es mir immer wieder wehtut so etwas zu lesen oder zu hören.
    Ich bin fast 21 jahre alt und habe zwei Kinder die ich über alles liebe und denen ich nie ein haar krümmen könnte. Umso schlimmer zu wissen das es sehr vielen kindern und jugendlichen anders geht und sie psychische und physischen misshandlungen ausgesetzt sind.
    Ich bin selber seit ich zweieinhalb jahre alt war von meinem vater verprügelt worden mit Gürteln auf den nackten po, mit teppichklopfern kabeln usw. Und damit war ich leider nicht allein. Meine große schwester kam in eine pflegefamilie als ich selbst noch ein baby war aber ich bin sehr froh darüber denn sie hatte bei meinen eltern genau das gleiche durchzumachen. Wir durften nicht in den Kindergarten damit nichts rauskommt. Ich habe noch drei jüngere geschwister bei denen man deutlich merkt was sie in der kindheit durchlebt haben. Meine schwester(20) ist in therapie und hat eine emotionale belastungsstörung, war seit ihrem 12 lebensjahr immer mal wieder in der psychtrie und hat mehrere selbstmordversuche hinter sich. Mein einer bruder(17) ist noch *normal* und mein jüngster bruder(15) ist auf gut deutsch eiskalt. Er zeigt keinerlei emotionen, baut nur scheiße und ist aggressiv. Wir hatten dreimal das jugendamt in Form von familienhelfern je ein paar monate in der familie und es ist eine schande das wir noch so lange zuhause waren grade weil wir ständig blaue flecken hatten. Erst als ich fast 15 war kamen wir alle aus der familie in eine noteinrichtung und von da ins kinderheim. Meine Brüder sind beide noch in betreuung. Einer im heim und einer in einer pflegestelle. Ständig wurden wir für kleinigkeiten verprügelt und fast täglich wurden wir runtergemacht. Man hätte uns abtreiben sollen, hätte man uns mal auf ne heiße Herdplatte gespritzt u.ä. ich hasse meine Eltern dafür und würde ihnen gerne das gleiche antun was sie uns angetan haben. Ich hatte nie viele freunde und war viel isoliert als ich noch bei denen lebte. Erst aus der familie rauszukommen hat mir und meinen Geschwistern endlich ein besseres leben beschert. Ich wünschte nur es wäre früher so gekommen. Ich hoffe ich kann irgendwann damit abschließen und muss nicht mehr ständig daran denken denn es macht mich immer mehr kaputt.

  • Ina schrieb:

    Ich bin 15 Jahre alt. Vor der Pubertät wurde ich immer geschlagen wenn meine Eltern schlechte Laune hatten oder ich etwas falsch gemacht habe (oder eher was für ihre Augen falsch war). Dazu benutzten sie oft Gürtel, Stühle oder einfach die Fäuste.Aber auch in der Ecke stehen oder ignorieren (psychische Gewalt). Ja, meine Wut hat sich auch aufgestaut. Und wenn ich sie mal angeschrien habe oder gar zurückgeschlagen habe, wurden sie noch wütender und verprügelten mich so heftig das ich nur dabei dachte:”Bitte töte mich, lass es endlich vorbei sein”. Denn ich hatte nie eine eigene Meinung, und musste Respekt zeigen. Sie sehen das als ‘Erziehungsmaßnahme’, dass weiß ich weil sie das auch gesagt haben. Doch das einzige was ich gelernt habe war Hass. Und ich hasse meine Eltern immer noch dafür. Doch sobald sie einen auf nett machen schmelze ich dahin.Dabei will ich sie hassen.
    Ich habe mir als kleines Kind immer eine schöne Familie gewünscht…ich war immer so neidisch auf die anderen die mit ihren Eltern gemeinsam spaß hatten und alles…
    Man sieht es mir auch nicht an das ich ‘gebrochen’ bin. Ich passe mich stets dem meist fröhlichen Umfeld an. Aber ist okay, dann müssen sie ja sich schließlich nicht um mich sorgen. Ich weiß es klingt blöd…aber es ist nun mal so…ich bin ein wenig ‘überglücklich’ und gehöre zu den Leuten wo man sich so was NIEMALS vorstellen könnte. Leider verspürte ich auch einfach mal das Gefühl jemanden zusammen zu schlagen…ich hab als kleines Kind öfters meine kleine Schwester (die mir vorgezogen wurde) verprügelt. Einfach ohne Grund. Obwohl ich ein sehr netter Mensch bin… Und hab eigentlich öfters Lust etwas zu zerstören, einfach ohne Grund. Ja das ganze klingt wie aus einem typischen traurigen Hollywood Film. Aber leider muss man auch einsehen das so was real ist. Ich bin wütend das die eigentlich zwei wichtigsten Menschen aus meinem Leben, meine Persönlichkeit zerstört haben. Danke, Mama. Danke, Papa. Ich will keine Kinder, dann werd ich nicht so wie ihr. Irgendwie versuche ich trotzdem zu verstehen warum genau sie das getan haben. Übrigens, wenn ich heutzutage das Thema bei ihnen anspreche wird mir auch gesagt das ich mir nur alles einbilde. Ja klar! Ich erinnere mich an jedes schreckliche Detail (Gebrüll, geweine, bin auch von zuhause weggelaufen (einfach ohne Schuhe oder Jacke rausgestürmt,so nach dem Motto: Hauptsache weg von hier, obwohl es Winter war. (Das lustige ist, ich war so zerstört das ich die Kälte schon nicht mehr gespürt habe), erinnere mich noch an viele Szenen der Gewalt,…). Mir tun alle Leute leid die ohne Liebe aufgewachsen sind, sondern nur mit ner kalten Faust ins Gesicht.Und der Artikel ist so wahr.

  • Holger Senft schrieb:

    Lieber Sven,
    ich habe Deinen Kommentar vom 13.1.2015 gelesen und war sehr berührt. Schön, dass Du aus der Gewaltspirale aussteigst. Ich bin Fernsehjournalist und möchte über die Worte des Papstes zur Gewalt gegen Kinder einen Film machen. Hättest Du Lust daran teilzunehmen?
    Gruß Holger

  • Nico schrieb:

    Hallo Sven, ich bin 19Jahre jung und versuche meinen Charakter zu verstehen und bin währenddessen auf deine Nachricht gestoßen.

    Du hast meinen Respekt, dass du dich von deinem alten Leben abwickeln konntest und eine Partnerin mit einer Tochter hast … so kannst du alles, was an dir Falsch vollzogen wurde, richtig machen.
    Und es stimmt, es brauch keine Schläge, denn wortgewandtes Reden ist die hilfreichste Methode, denn schlagen ist nur für die Leute, die sich selbst nicht zu helfen wissen .. oder in meinen Augen auch einfach zu dumm, das eigene Kind zu verstehen.

  • Sven schrieb:

    Hallo. ich bin jetzt 36 wurde von meinem Brutkasten(Mutter) und dann später von Ihr und Ihrem neuen Eheman geschlagen. Als Kleinkind nur mit der Hand. Später dann mit Kochlöffeln, einer 9 schwänzigen Katze(Peitsche), einem Holzhammer zum Bierfass Anschlagen, Handfeger und anderen diversen Gegenständen verprügelt. Und ich war noch ein Kind das es nicht besser wusste. Es wurden Gegenstände benutzt um mich zu schlagen weil meine Mutter sich nicht mehr die Hände kaputt schlagen wollte an mir und meinem jüngeren Bruder. Mein Stiefvater verprügelte meine Mutter auch sehr oft. Einmal wollte ich Ihr helfen, weil er Sie in meinen Augen umbringen wollte. Das ergebniss war ich hab dem eine geknallt, dafür musste ich hoch springen der man ist fast 2 Meter gross. Der hat mich dann geschnappt durch das Haus geschleift und mich auf die Arbeitsplatte in der Küche geschmissen und mir ein Fleischermesser an den Hals gehalten und wollte mich umbringen. Mein Brutkasten stand daneben und hat noch nicht mal was gesagt. Heute will sie davon nix mehr wissen ist ja alles nicht passiert und ich bin ein spinner. Weil ich durch die miesen Lebensumstände zum Alkoholiker und Drogensüchtigen geworden war. Ich hab kein Selbstwertgefühl. Meine Mutter sagte mir ich kann froh sein das ich lebe. Die paar vor mir hat sie ja auch weggemacht. Und eigentlich sollte ich ja ein Mädchen werden und Manuela heissen. Welcher Herzlose Mensch sagt sowas zu seinem Kind.Ein Kind das gerade in der prägendsten Phase seines Lebens ist. Jetzt bin ich Niemand, kann noch nicht mal in den Spiegel sehen. Das einzige was mich noch Leben lässt ist meine super tolle Partnerin und meine kleine Tochter.. Komisch ist nur das meine Mutter immer sagte ich bin so weil meine Mutter mich geschlagen hat, ich kann meine Tochter sehr gut lieben. Hab die kleine noch nie schlagen müssen.Das werd ich auch nie tun. Ich hab gemerkt wenn ich mit meinem Kind vernünftig rede dann klappt das auch ohne prügel. Das war alles nur die spitze des Eisbergs aber es tut gut darüber zu schreiben.

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