Frauen müssen wissen: Männer brauchen klare Anweisungen.

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Partnerschaft
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Wenn Sie wollen, dass ihr Mann etwas tut, kommt es darauf an, wie Sie das zu ihm sagen. Die meisten Frauen machen dabei die gröbsten Fehler.

Sie sagen zum Beispiel: „Könntest Du später mal den Mülleimer runterbringen?“
Der Mann macht „Mhm“.

Die Frau denkt jetzt, er hat „Mhm“ gesagt, also hat er zugestimmt und macht das jetzt gleich.
Der Mann macht aber „Mhm“ und denkt: „Könnt‘ ich. – – – – später.

Oder die Frau sagt: „Siehst Du denn nicht, dass der Mülleimer voll ist?“
Das ist ganz schlecht.

Denn der Mann denkt jetzt: „Welcher Mülleimer? Ich seh keinen?“
Da wo der Mann gerade ist, also im Wohnzimmer beim Fernsehen, ist auch kein Mülleimer.
Der Mann antwortet also wahrheitsgemäß. Leider können Sie als Frau diese aufrichtige Ehrlichkeit Ihres Partners in diesem Moment nicht gut finden. Sondern kriegen einen Schreianfall.

Oder Sie sagen: „Denkst Du bitte dran, wenn Du runter gehst, den Mülleimer mitzunehmen?“
Das ist auch ganz schlecht.

Warum? Weil das drei Sachen auf einmal sind.anweisungen, kopp-wichmann, persoenlichkeits-blog,
Erstens: Runtergehen. Zweitens: Mülleimer. Und drittens: Mitnehmen.
Liebe Frauen, das geht nicht. Drei Sachen auf einmal.
Für wen oder was haltet Ihr uns?
Was glaubt Ihr, wer wir sind?
Einstein?

Männer hassen es außerdem, von Frauen Anweisungen zu bekommen.

Deshalb funktioniert die Sache mit dem Mülleimer schon gleich gar nicht.
Von einem Mann einen Auftrag zu bekommen, ist okay.

anweisung, beziehung, partnerschaft, kopp-wichmann, persönlichkeits-blog„STIIIIILLLLLLGESTAAAANDEEEEEN!!!!!!!“
Das ist okay.

Da denkt kein Rekrut:
Wer?
„Ich auch?“
„Waruuum?“
„Jetzt gleich?“
„Muss das sein?“

Oder: „Wie heißt das Zauberwort?“

Nein, von einem Mann eine Anweisung oder einen Befehl zu bekommen, ist für die meisten Männer okay. Weil der Mann, der da rumbrüllt, sie ja nicht erziehen will. Das ist ne reine Sachaussage.

Statt: „Liebe Männer, würdet Ihr Euch bitte mal in einer Reihe aufstellen?
Möglichst jetzt gleich?
Und alle zusammen?“

So was geht ja nicht im Krieg. Also sagt er stattdessen: „„STIIIIILLLLLLGESTAAAANDEEEEEN!!!!!!!“
Eine reine Sachaussage. Von einem anderen Mann.
Und deswegen verstehen das Männer auch sofort – und machen das.

Außer Wehrdienstverweigerern.

Die würden jetzt anfangen, Fragen zu stellen:
„Wozu soll das gut sein?“
„Können Sie das auch ein bisschen freundlicher sagen?“
„Können wir darüber noch mal diskutieren? – Oder noch besser: abstimmen?“

Deswegen verweigern die ja den Wehrdienst.
Und hören dann im Altenheim: „Hier das Essen für Zimmer 17 – aber dalli!“
Das geht auch.
Weil Zivildienst ist ja freiwillig. Und dann ist das auch wieder eine reine Sachaussage. Und der Mann gehorcht – und macht das.

Jetzt fragen Sie sich vermutlich, meine Damen, warum das bei Ihnen zu Hause anders ist.
Ganz einfach: in einer Ehe oder Partnerschaft gibt es keine Sachaussagen. Theoretisch natürlich schon. Aber in einer Beziehung, also zwischen Mann und Frau ist alles total persönlich. Also zumindest erleben die beiden das so.

Aber Frauen sind auch kompliziert.

Nochmal zurück zum Mülleimer.
Angenommen, Sie sagen: „Bringste später mal den Mülleimer runter?“ Und zwei Minuten später steht der immer noch voll da.
Ja, was denken Frauen jetzt?

Frauen denken jetzt nicht:
„Vielleicht hat er mich nicht gehört?“
„Vielleicht habe ich mich unverständlich ausgedrückt?“
„Er hat einfach zu viel Stress.“
„Ich hab ihn voll gemacht – also kann ich ihn auch leeren.“

Nein, Frauen denken jetzt:
„Typisch, ich bin ihm doch wieder völlig egal.“
„Der glaubt wohl, ich würde den ganzen Tag auf dem Sofa rumliegen.“
„Ich hab’s schon bei der Hochzeit gespürt – er liebt mich einfach nicht.“

Dabei ist es im Grunde ganz einfach.

Den entscheidenden Tipp habe ich von einer Hundetrainerin erfahren.

Sie lachen jetzt. Natürlich sind wir Männer keine Hunde. Man kann uns nicht dressieren. anweisungen, kopp-wichmann, persoenlichkeits-blog,

Aber die Hundetrainerin sagte etwas ganz Wichtiges..

„Der Hund weiß nicht, was ich von ihm will. Wie sollte er auch? Er ist ein Hund, also kann er nicht Gedanken lesen. Also muss ich ihm sagen, was ich von ihm will.

Ich frage also nicht ihn, was er möchte, sondern ich sage ihm, was ich will.
Dabei jammere ich nicht, flehe auch den Hund nicht an – sondern sage in einem ruhigen klaren Ton: „Hol mir den Stock!“
Oder: „Sitz!“
Und wenn er das gemacht hat, dann lobe ich ihn. Gebe ihm Anerkennung.“

Die Hundetrainerin fuhr fort: „Wenn er gemacht hat, was ich von ihm wollte, sage ich nicht:
„Das wurde aber auch Zeit!‘ oder
‚Ja heute holst Du den Stock – aber gestern hast Du’s nicht gemacht!‘

Nein, die Hundetrainerin lobt ihn, lächelt ihn an.

Dann fuhr sie fort: „Ich sage auch nicht zu dem Hund: ‚Das machst Du jetzt nur, weil ich es Dir gesagt habe.
Ich will, dass Du dich von alleine hinsetzt. Ohne dass ich es ausdrücklich sagen muss.
Ich will, dass Du von dir aus dich hinsetzen willst.“

All das sagt die Hundetrainerin nicht.

Was heißt das jetzt für Sie, meine Damen? Und für uns Männer?

Wir Männer brauchen klare Anweisungen. Und ein bisschen Anerkennung, wenn wir es richtig machen. Dann kann das wunderbar klappen mit der Kommunikation zwischen uns.

Also nicht:
„Ist dir schon aufgefallen, dass der Mülleimer seit zwei Tagen übervoll ist?“
Sondern:
„Bitte bring den Mülleimer runter.“
Oder wenn Sie noch in der Verliebtheitsphase sind: „Bringst Du bitte mal den Mülleimer runter?“

Das gilt natürlich auch im Schlafzimmer. Also bitte nicht beim Liebesspiel sagen:
„Sachma, weißt Du eigentlich immer noch nicht, wo meine…“

Sondern auch dabei dran denken: Männer brauchen klare Anweisungen.
Also besser: …
Na, das müssen Sie jetzt selber formulieren.

PS: Auf mehrfachen Wunsch gibt es diesen Beitrag auch hier als Video:

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https://www.youtube.com/watch?v=TRE6sbiNA3k

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Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

42 Kommentare

  1. Andreas sagt

    Männer sind dumm wie Hunde, vielleicht sogar dümmer. Sie sind nicht im Stande einen Haushalt alleine zu führen. Sogar der Autor fühlt sich dumm wie n Köter.
    Wir Männer würden vor Dummheit sterben ohne unsere Frauen. Genial!

  2. Mari sagt

    Ich bin durch Zufall auf diesen Artikel gestoßen und ich bin total sprachlos. Das zeigt wieder mal wo die Probleme der Gesellschaft liegen. Also, um es richtig verstanden zu haben, der man kann einfach so tun als wäre er dumm und verstehe nichts und könnte dies als Ausrede benutzen um einfach wieder mal seinen Willen durchzusetzen oder seine Aufgaben nicht zu erfüllen? Und er kann nichts dafür, weil er einfachso tickt? Das erinnert mich an die Aussagen dass Männer von Natur aus Polygamisten sind und nichts dafür können wenn sie mal fremd gehen.
    Stattdessen wird die Frau beschuldigt nicht zu wissen richtig mit dem Mann umzugehen? Also es liegt wieder mal an der Frau und sie ist schuld wenn der Prachtkerl sich quer-, dumm und stur stellt? Immer sind die Frauen schuld, auch wenn Männer was falsch/ oder ihre Aufgaben nicht erfüllen.
    Von einer Frau wird andererseits sofort ohne wenn und aber erwartet dass sie die Wohnung sauber macht, kocht und die Kinder richtig erzieht und ohne dass „Mann“ ihr das sagen oder erläutern muss. Eine Frau die dies alles und mehr nicht vollkommen aus freiem Willen tut und „Mann“ sie dazu erst auffordern muss, wäre keine gute Ehefrau. Ist das nicht so?
    Also, liebe Frauen, ab jetzt wenn der Mann zu euch kommt und sagt:“ ich habe hunger“, dann sollt ihr euch einfach nur dumm stellen und so tun als bräuchtet ihr mehr Anweisungen. Ist das nicht toll? Die Männer machen das schon seit immer und es wird Zeit dass wir uns auch mal belohnen und einfach mal die Füße hochlegen. Was glaubt ihr wie lange es dauern wird bis sie das nächste Mal den Mülleimer rechtzeitig ohne eure Bitte rausbringen? Das sind Tricks die ich Frauen empfehle anzuwenden und nicht Verständnis für Dumm- und Querstellen zu haben und ihn auch noch mit Samthandschuhen anfassen um bloß die Gefühle des Manipulators nicht zu verletzen. Denn das was sie hier predigen ist Verständnis für den Manipulator zu haben.
    Der Vergleich des Mannes mit einem Hund ist das dämlichste was ich bisher gehört habe. Wenn die Männer die Denkfähigkeit eines Hundes haben, dann sollten sie keine komplexe Jobs haben dürfen, Keine Regierungen führen, keine Väter sein und Mann sollte Ihnen die Kinder nicht anvertrauen dürfen. Dann sollten auch keine gemischte Schulen geben dürfen. Denn sie würden eine Gefahr für die Menschheit darstellen wenn man Ihnen Verantwortung geben würde. Ist das nicht so?
    Und was heißt das? Ein Mann stellt sich quer und dumm und will mit einem Tier verglichen werden wenn es ihm passt. Ein Mann verhält sich in bestimmten Situationen dumm weil die Gesellschaft ihn gelehrt hat damit immer durchkommen zu können und nicht weil sie wirklich dumm sind und nicht verstehen was es heißt wenn die Frau sagt „der Mülleimer ist voll“. Und die Frau braucht auch bestimmt nicht den Mann zu belohnen wenn er mal nach mehrmaligem Wiederholen seine Aufgaben durchführt. Die Frau bringt unter Schmerzen und Qualen Kinder zu Welt, formt Zivilisationen und trägt die meisten Verantwortungen in einer Gesellschaft ohne im Gegenzug was anzufordern und man soll den Mann belohnen wenn er mal nicht mitten im Wohnzimmer Furzt?
    Er Wichmann Sie gehören, nach Ihrem Foto zu urteilen, zu der älteren Generation. Diese Spielchen funktionieren bei den Frauen der jüngeren Generation nicht mehr. Wir haben nämlich keine Toleranz für Intoleranz und solch kindisches Verhalten. Wir sind gebildet, arbeiten hart, haben tolle Karrieren, verdienen gut und sind vollkommen unabhängig. Wir haben keine Zeit und vor allem keine Nerven und Verständnis für faule, nichtsnutzige Prachtkerle. Ich will keinen Macho der sich ab und zu, wenn es ihn passt wie ein Hund verhält. Der wird binnen von Sekunden vor die Tür gesetzt.
    Ich arbeite viel mit Männern zusammen und habe ein Team aus Männern. Sie sollten die Aussage dass Männer keine Befehle von Frauen annehmen mögen und Frauen sollen dafür Verständnis haben, bitte umdenken, denn sie ist nicht mehr zeitgemäß und sehr Frauenfeindlich. Denn so etwas lasse ich mir nicht gefallen, denn ich habe sehr hart für meine Karriere gekämpft und wenn du für mich arbeitest und faul bist und dein Arsch nicht hochkriegst, auch dazu eine schlechtere Qualifikation hast, wirst du sehr wohl Befehle von mir annehmen, ob Mann oder Frau, da gibt es keinen Unterschied. Ich werde dich nicht mit Samthandschuhen anfassen nur weil du ein „Mann“ bist. Und raten Sie mal was, Frauen mögen es auch nicht Befehle anzunehmen.
    Herr Wichmann, ich weiß nicht ob Sie meinen Post veröffentlichen, ich befürchte eher nicht, ich weiß nicht einmal ob Sie noch leben, denn auf dem Foto scheinen Sie sehr alt zu sein. Aber nehmen sie das als ein Rat an: Vor allem als Mann sollten sie Frauen nicht sagen was sie zu tun haben, vor allem nicht wenn es um Fehlverhalten der Männer geht, sondern sollten vielleicht die Männer dazu auffordern sich richtig zu verhalten. Ihr Artikel hat mich wirklich schockiert. Aber gleichzeitig beruhigt mich der Fakt dass Sie und Ihre Generation bald der Vergangenheit angehören werdet und damit auch das Patriarchat.
    Einen schönen Tag noch.

  3. Susanne sagt

    Ja das stimmt. Männer brauchen klare Anweisungen. Das klappt gut. Außer sie wollen das was man von ihnen verlangt partout nicht. Dann wird’s auch nichts.

  4. Axel sagt

    Hey Roland!

    Sehr schöner Artikel.
    Ja wir Männer sind schon ziemlich aufgeschmissen wenn es um Frauen geht. Frauen und Männer ticken schon ziemlich anders. Schön zu lesen wie du das siehst und sehr schöne Anregungen. Interessantes Thema.

    Dein Axel!

  5. Jochen sagt

    Interessanter Artikel. Hat mir sehr gefallen, ich musste auch etwas schmunzeln.
    Also ich als Mann würde solche Dinge (Beispiel Mülleimer) auf Anhieb verstehen. Es kann ja nicht so schwer sein, gewisse Dinge zu verstehen wie sie gemeint sind. Man muss eben nur zuhören. Frauen formulieren gewisse Dinge eben anders. Vielleicht wollen sie einfach nur „höflicher“ sein. Wenn sie einfach nur sagt „Der Mülleimer ist voll“ dann weiss ich auch dass er geleert werden muss, am besten sofort. Ist ja logisch.
    Und ein freundliches „Könntest du bitte…“ klingt immer noch besser als „Mach mal…“.
    Es mag ja Männer geben, die sowas nicht verstehen, vielleicht haben die in dem Moment einfach keine Lust. Aber jeder Mensch ist eben anders.

  6. frabi sagt

    Das Beispiel der Hundehalterin ist genau richtig für die Erziehung von Kindern. Bei Ehemännern finde ich diese Strategie nicht sehr zielführend. Entweder ist der Ehemann aufmerksam und ein Typ, der im Haushalt ohne grosse Aufforderung mit anfasst, oder das Paar bestellt eine Putzhilfe bzw. ein au-pair Mädchen, das die Arbeit tut. Alles andere ist schlecht für die Beziehung.

  7. Bernd sagt

    Echt genialer Artikel!! Kompliment!
    Musste oft schmunzeln und muss dir in vielem echt Recht geben, was einerseits positiv, aber auch negativ sein kann 😉

    Gruß, Bernd

  8. conny sagt

    Stimmt absolut.Je einfacher und klarer die Anweisung, desto besser. und immer lächeln und immer loben.

  9. sam sagt

    funktioniert! wir haben seit 1 jahr einen hund und nun teste ich es seit 2 monaten an meinem mann und siehe da: wir verstehen uns in unserem alltag viel viel besser. wir haben uns zwar auch zuvor gut verstanden aber nun ist viel mehr achtsamkeit, annerkennung und gegenseitiger respekt vorhanden als zuvor. ich glaub übrigens dass mein mann (der ebenso bei der welpengruppe unseres hundes anwesend war) das selbe bei mir macht. 🙂 und er ist einfühlsamer und verständnisvoller. kann natürlich aber auch daran liegen wie ich in den wald hineinrufe (so kommt es wieder zurück). es ist aber auch schön den menschen den ich liebe für kleine dinge zu loben für die ich mir nun wieder zeit nehme sie zu sehen und anzuerkennen. am ende doch zählt nur: wenn es SO klappt, niemanden weh tut und man sich in einer partnerschaft besser versteht, warum sollte man es nicht einmal probieren?

    und liebe mondi…

    dein zitat: „Aber was ist denn die Konsequenz daraus? Dass wir Frauen uns kommunikativ krummlegen müssen, auf die richtige Wortwahl achten, uns auf das für Männer verständliche Kommunikationsniveau begeben müssen?“

    (es liest sich übrigens als würdest du vorraussetzten dass männer auf einem anderem niveau als frauen sind – und es klingt nicht nach einem höheren niveau – diskriminierung ist DIR als FRAU doch sicher ein begriff?)

    und hier deine antwort auf deine frage:
    ähm. JA! warum nicht!? fordern wir frauen nicht auch das selbe für uns? wollen wir nicht ständig verständiss & achtsamkeit von männern? sollen sie nicht genauso einen sensibleren ton für uns anschlagen weil wir eben etwas weicher oder gar empfindlicher sind? warum also nicht den männern geben was sie wollen. und dazu muss man sich nicht intellektuell auf ein „niedriges“ niveau begeben. es ist manchmal einfach nur simpler und straigth. und ganz ehrlich: ich bewundere die männer für ihre leichtigkeit des seins! da kann ich gern auch das ein oder andere mal darauf verzichten mir selbst ständig das leben schwer zu machen nur weil ich immer dem höchsten anspruch gerecht werden will.

    es geht einfach um kommunikation. und die ist eben nun mal schwer.
    immer!
    und ständig!
    und in jeder beziehung!

    ob es um mütter, väter, geschwister, beste freunde, ehepartner oder die kommunikation mit sich selbst ist. egal ob frau oder mann. und aus der eigenen komfortzone zu kommen um was neues aus zu probieren ist (nicht) immer schwer. egal in welche richtung. aber in jedem fall lernt man dabei wenn man sich mal „krummlegt“. und ist das nicht wieder herrlich niveauvoll? wenn man dazu lernt?

    danke herr kopp-wichmann. für eine andere sicht und erweiterung meines horizontes.

  10. Sabine Müller sagt

    Mein Mann sagt meistens, wenn ich etwas wünsche, „jetzt nicht“. Oder, wenn ich meine, dass er mal was erledigen soll, macht er es umgekehrt sofort, was mir aber jetzt nicht passt.
    Als Befehle formulierte Anweisungen mag er nicht, dann fühlt er sich unterdrückt.
    Es gibt kein Rezept, nur Grundsätzliches.
    Klarheit und Fokus auf eine Sache ist auch für uns Frauen gut.
    Ich merke immer wieder, wie mich ins Detail abschweifende Formulierungen meines Mannes auf die Palme bringen, besonders wenn ich gerade verzickt bin, und er zu meinem Missfallen gerade mehr als das Nötige sagen will.
    Verkopftheit nervt mich besonders.

    LG

  11. Das geht nur, wenn beide die Sprache des anderen ein bißchen lernen wollen. Also wie ein Völkerkundler, der ein fremdes Volk besucht, sich auf die Welt des anderen einlässt.

  12. wüstenblume sagt

    Können Mann und Frau denn eigentlich eine gute Kommunikation miteinander führen? Also, wenn sie zum Beispiel immer auf emotionaler Ebene reden will und er dies nicht von alleine tut? Also: Wie kommen Mann und Frau da auf einen Nenner?
    Das würde mich mal interessieren 🙂

  13. Hallo,
    ich denke, wie meistens macht der Ton die Musik. In meinem Beitrag erwähne ich ja auch, dass die Anweisung freundlich rübergebracht werden sollte, nicht im Befehlston. Also: „Bitte bring den Mülleimer runter“ statt „Mülleimer runerbringen, sofort!“.
    Verkehrsschilder und Verbote lassen diesen freundlichen Ton aber vermissen. Und dagegen rebellieren viele Männer à la „Ich lass mir doch von einem doofen Schild nicht vorschreiben, wie schnell ich hier fahren darf. Würde aber von dem Schild via GPS eine freundliche Frauenstimme ertönen, die sagt: „Bitte fahren Sie hier höchstens 100 km/h, weil es hier gefährlich werden könnte.“ würden das, denke ich, die meisten Männer befolgen.

    Was meinen Sie?
    PS: Danke für Ihr Lob und Ihren Kommentar.

  14. Mecki Messer sagt

    Finde den Blog echt super und die Beiträge bislang auch sehr konstruktiv (bis auf wenige Ausnahmen…wie immer). Es ist offensichtlich ein Dauerbrennerthema. Was ich am Phänomen „Mann“ einfach nicht verstehe: Obwohl Männer scheinbar mit klaren und deutlichen Ansagen am besten klarkommen, setzen Sie sich gerade über bestehende Regeln ständig hinweg. Siehe Straßenverkehr. Sie sind doch diejenigen, die ständig die Geschwindigkeit übertreten, zu dicht auffahren, drängeln und …und…und. Männer scheinen mir irgendwie unlogisch konzipiert zu zein. Sie brauchen einerseit klare Ansagen, andererseits kommen sie gerade mit klaren Regeln überhaupt nicht klar. Nach welcher „Logik“ funktionieren Männer denn nun eigentlich?

  15. Steinmeyer sagt

    Sehr geehrter Herr Kollege,durch Zufall auf Ihre Seite gestoßen und als die eines Trainerkollegen gelesen kann ich hier nicht auf eine gewisse Kritik verzichten.Selbstverständlich sind die von Ihnen recht humorvoll erklärten Kommunikationsgrundlagen,insbesondere die unterschiede in den Kommunikationsstrukturen zwischen Männern und Frauen zweifelsfrei richtig dargestellt.
    Der Grund für meine Kritik besteht darin,das ich und ein weiterer Trainerkollege,den ich um eine gewisse Intersubjektivität zu erreichen,um Zweitlesung gebeten habe , hier männerbenachteiliegende Formulierungen erkannt haben will.Männer,mein sehr veehrter Herr Kollege sind keine mit Hunden vergleichbaren Lebewesen .Der Vergleich ist aus meiner Sicht auch dann nicht zulässig,wenn vom Grundsatz her richtige Inhalte transportiert werden sollen.
    Mit kollegialen Grüßen

  16. Dora sagt

    Herzlichen dank, lieber Herr Kopp-Wichmann,

    Die Analogie mit der Hundeerziehung hat mir die Augen geöffnet. „Ich will, dass du dich hinsetzten willst.“ Ich befürchte, das ist der Knotenpunkt meiner Beziehung. 😉

  17. A. Onwu sagt

    Claro. Aber die Hundetrainerin lächelt für sich, denn der Hund würde es ohne Lächeln noch besser verstehen, in Hundesprache bedeutet Zähne zeigen nämlich etwas anderes. Lob ist Lob. Es ist was es ist. Und das reicht. Aber der Hund, der nette, hat sich in langen Jahren Miteinander auf das Wesen Mensch eingestellt und „verzeiht“ ihm das Lächeln kulant. :o))
    Und sonst: Was wär die Welt schon so ganz ohne Männer? Und ohne Hunde!?

  18. Als Ehefrau, Hunde- und Pferdebesitzerin und Pferdeausbilderin sowie als Mensch, der versucht, anderen Menschen zu erklären, wie man mit Pferden sinnvollerweise umgeht, kann ich nur sagen:

    deswegen klappts in unserer Ehe so gut! 🙂

  19. S. M. sagt

    Hallo, eigentlich sind wir Frauen ja ganz schön blöde. Putzen, waschen, kochen, alles ohne Aufforderung. Und Lob gibts dafür schon gar nicht. Zu dumm, dass ich mit einer anderen Dreckleveltoleranz ausgestattet bin als mein Mann. Sonst hätte ich es mir ja mal auf meinem Sofa gemütlich machen und die Hausarbeit Hausarbeit sein lassen können. In aller Seelenruhe würde ich sodann vor mich hin dösen und meine Couch frühestens dann verlassen wenn ich dazu aufgefordert werde, z. B. um den Mülleimer zu leeren. Wenn ich danach von meinem Mann keine Anerkennung in Form zeitnahen Lobes bekäme, so würde mich das kränken. Es grüßt, S. M.

  20. Bisher dachte ich, dass ich hierzu nichts zu melden habe. Aber nun habe ich gerade doch einen Artikel getippt, der gut zum Thema passt: http://MagischeMinerale.de
    – Ups Frau Lups – „Es sind doch deine Eier!“ Viel Spass. K.H.

  21. Hallo NLPete,
    wenn es mal so einfach wäre. In einem Team bei der Arbeit kann man ja auch nicht alle Aufgaben so trennscharf beschreiben, dass es nicht manchmal Kommunikationsprobleme gäbe. Und jeder einen Mülleimer für sich? Und jeder eine Spülmaschine und seinen eigenen Kühlschrank?
    Dann doch besser nicht zusammenwohnen.

    Ihre Frage nach zu urteilen haben Sie ja kein so positives Frauenbild. Danke trotzdem für Ihren Kommentar.

  22. NLPete sagt

    Das Ganze übersieht eine einfache Wahrheit:

    Wer möchte, dass der Müll unverzüglich runtergebracht wird, der kann das ganz einfach selbst tun.

    Das Problem ist, dass viele Leute und insbesondere Frauen ständig versuchen, andere für sich malochen zu lassen und es sich selbst bequem zu machen.

    Anstatt mal selbst anzupacken.

    Wenn das zu Stress führt, gibt’s einfach Regeln:
    1 Tag Du, 1 Tag ich.
    Oder jeder bekommt einen Mülleimer für sich und aus die Maus.

    Frage:
    Worin liegt eigentlich der evolutionäre Vorteil, dass Frauen ständig damit beschäftigt sind, anderen mit ihren Forderungen zur Unzeit auf die Nerven zu gehen anstatt mal einfach selbst was zu tun?

  23. Birgit sagt

    Hallo Roland und Marita,

    … und die Großmutter meiner Freundin Ulla pflegte zu sagen:
    „Kind, guck Dir die Schwächen von einem Mann an und frag´Dich, ob Du mit denen leben kannst, denn die werden stärker.“

    Toll, solche Großmütter!

  24. Hallo Marita,
    meine Großmutter pflegte zu sagen, wenn jemand überzeugt war, dass Mann und Frau nicht zusammenpassen: „In der Mitte schon.“

    Danke für Deinen Kommentar.

  25. Marita sagt

    Zum Kommentar von Mondi und Birgit möchte ich einfach folgendes hinzufügen: Ich stimme beiden zu und komme wieder zu dem Schluss: Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen. Mann kann tagelang in seinem Dreck und seiner Unordnung hausen – es stört ihn einfach nicht. Frau kann das in der Regel nicht – und räumt auf und putzt und hat immer das Gefühl, alles allein tun zu müssen.Es hat keinen Zweck, irgendwelche Erwartungen zu haben oder irgendetwas vom Mann zu verlangen, egal in welcher Wortwahl. Zwei getrennte Wohnungen sind die Lösung, dann kann Mann so leben wie er will und putzen, wann er will – oder auch gar nicht, und Frau fühlt sich in ihrer Ordnung wohl. Und wenn man will, kann man sich vereinbaren und sich treffen – wenn Frau kann, in der Wohnung des Mannes, dann bleibt ihre sauber, die des Mannes ist ja sowieso schon schmutzig….

    Liebe Grüsse

    Marita

  26. Birgit sagt

    Liebe Frau Mondi,

    gute Kommunikation ist doch immer zumindest zum Teil Anpassung.
    Sie sagen eine solche Anpassung sei nicht partnerschaftlich.
    Ich denke da viel pragmatischer. Ich bewerte das einfach nicht, weder als partnerschaftlich noch als nicht partnerschaftlich.
    Ich schaue stattdessen, was tatsächlich funktioniert und womit sich beide am Ende am wohlsten fühlen.
    Viele Konflikte entstehen ja gerade aus solchen subtilen Bewertungen und Erwartungen wie….“ es habe aber doch partnerschaftlich zu sein“.

    Was wenn es einfach ist wie es ist und gut damit?
    Es ist sowieso wie es ist, dann kann ich auch direkt nach pragmatischen Lösungen suchen ohne eine Beziehung mit sonst was für Wünschen zu überfrachten.

    Außerdem sind wir sowieso immer „Viele“ in einer Beziehung. Wir treten immer mit einer Palette von Teilpersönlichkeiten an. Einige sind kindlicher, andere erwachsener, einige positiver andere destruktiver.

    Hinsehen, hinhören, so klar wie möglich kommunizieren anstatt die Dinge anders haben zu wollen, möglichst wenig werten…..
    Dann geht was, dann ist da Raum für Lebendigkeit, das ist jedenfalls meine Erfahrung.

  27. Hallo Mondi,
    sich auf den anderen einzustellen (hier als Frau auf Männer) sehe ich nicht so, dass frau herabsteigt auf das Niveau von Dreijährigen. Für mich ist es mehr die Fähigkeit, den Anderen in seiner Welt abzuholen anstatt darauf zu bestehen, dass er gefälligst in meine Welt kommen – also meine Sprache verstehen müsse.
    Und: wir Männer tun das doch auch zuweilen mit den Frauen. Jeder Mann, der noch in einer Beziehung lebt, weiß, was er auf die Frage: „Findest Du mich zu dick?“ antworten sollte.

    Danke für Ihren Kommentar.

  28. Mondi sagt

    Ich kann Ihnen nur zustimmen und wenn Frau mit Mann so verfährt, klappt es in der Tat ein wenig reibungsloser.

    Aber was ist denn die Konsequenz daraus? Dass wir Frauen uns kommunikativ krummlegen müssen, auf die richtige Wortwahl achten, uns auf das für Männer verständliche Kommunikationsniveau begeben müssen?

    Ich finde das nicht partnerschaftlich, sondern schlichtweg einseitig!

    Ich finde es durchaus akzeptabel mich z.B. intellektuell und damit auch sprachlich auf
    das Niveau eines Dreijährigen zu begeben (nur ein Beispiel – nein, Männer haben natürlich nicht das Niveau eines Dreijährigen – ausdrücklich nicht) wenn ich möchte, dass er mich versteht und somit das tut, was ich möchte, dass er tut.

    Aber ich höre schon den Aufschrei der Männer an dieser Stelle, möchten sie doch von uns Frauen als gleichwertige Partner gesehen werden.

    Okay, dann aber bitte keine kommunikativen Sonderlocken!!

    Herzlichst Mondi

  29. Silvia Wolf sagt

    Toller Beitrag – und so wahr. Sie sprechen mir aus der Seele. Wenn ich so was sage, kriege ich immer von den Weibchen eins auf die Mütze!

  30. Hallo Roland,
    ich habe mit großem Vergnügen deinen Beitrag gelesen. Ich möchte dazu das Buch von Michele Weiner-Davis empfehlen: „Jetzt ändere ich meinen Mann. Wie Sie ihn einfach umkrempeln, ohne dass er es merkt.“ Der Titel ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Darin geht es auch um „Dogtraining“. Weiner-Davis hat den lösungsfokussierten Ansatz mitbegründet und das ist auch der Ansatz in diesem Buch. (Leider ist das Buch nicht mehr im Buchhandel zu haben, aber noch Secondhand, z.B. bei Amazon.)

  31. Karl Hinkel sagt

    Wo gibt es denn diese klaren Straßenschilder? Mit dem Rad bin ich mal den Berg runter im Wald, der Schlagbaum war unten. Dieses Schild fehlte. Kann nur bestätigen, dass die Aufschrift stimmt. Alles Gute. K.H.

  32. Claudia Bingel sagt

    Hallo Roland,

    hab gerade deinen blog gelesen. sehr gelungen! danke!
    kennst du die (kinder-)bücher vom sams?
    wer die gelesen hat, weiß auch, wie wichtig klare wünsche sind.
    sehr zum schmunzeln!

    vlg claudia

  33. Hallo Birgit,
    das mit der Klarheit, die man dazu braucht, ist ganz wichtig. Und weil man die nicht immer hat, kommen dann eben die anderen Botschaften raus.
    „Siehst Du denn nicht, dass der Mülleimer voll ist?“ ist demnach ja auch oft mehr der versteckte Hilferuf: „Siehst du denn nicht, wie ich um den ganzen Haushalt kümmere? Das könntest Du auch mal anerkennen.“

    Aber das ist natürlich schwer zu erkennen – nicht nur für Männer.
    Demnach wäre manchmal der Satz: „Bitte lobe mich doch ab und zu für das, was ich hier im Haushalte mache“ angebrachter. Aber den Satz bringen viele Frauen schwer über die Lippen, weil der ja für sie nicht zählt, wenn der Mann den nicht von sich aus sagt.

  34. Kann ich nur bestätigen. Ich habe in den letzten 15 Jahren beruflich bedingt tausende von Ingenieuren unterrichtet.
    Sehr oft reine Männerkurse. Diese klare, wortkarge Kommunikation hat ja auch was.

    Ich habe dabei genau das gelernt, was Du in Deinem Artikel witzigen Artikel bechreibst:
    Ganz klare Anweisungen, immer nur eine Anweisung pro Satz, immer positiv formulieren und gerne beginnen mit der Formulierung: „Ich will, dass ihr jetzt….“ Das funktioniert tatsächlich super!… Mehr anzeigen
    Was man allerdings dazu braucht, ist ziemlich viel Klarheit darüber, was man jetzt auch tatsächlich will.
    Man muss ganz klar vor sich sehen, was man sich als nächstes wünscht und das in einfachen, klaren Worten genauso sagen.
    Ein Lernprozess der eher von innen nach außen als von außen nach innen geht.
    Aber wenn frau das einmal verinnerlicht hat, funktioniert es in allen Lebenslagen 😉

  35. innerland sagt

    Wunderbar!!!
    Genauso mache ich es auch. Zwar nicht immer, aber immer öfter.
    Als ich meinen Hund vor ein paar Jahren bekam und ich mich intensiv mit dessen Erziehung und Ausbildung beschäftigt habe, hab ich es auch bei meinem Freund damit versucht. Natürlich ohne dass er davon wusste. Hat funktioniert und auch heute noch. Besonders zu empfehlen beim leidigen Thema Haushalt.
    P. S. Dieser Blog macht sehr viel Spaß. Ich freu mich schon auf die nächsten Artikel.
    Danke Herr Kopp-Wichmann

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