Sind Sie mit einem Muttersohn zusammen? Hier die neun sicheren Anzeichen.

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Allgemein

Und warum Männer allgemein klare Anweisungen brauchen.

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Vielleicht hatten Sie ja selbst schon den Verdacht, waren sich aber nicht sicher.
Nach diesem Artikel wissen Sie’s.

Woran Sie zweifelsfrei erkennen können, dass Sie mit einem Muttersohn zusammen sind:

1. Er vergleicht Ihr Verhalten dauernd mit dem seiner Mutter.

Egal ob Sie kochen, aufräumen, mit ihm streiten oder Ihr Kind erziehen – er wird Ihr Verhalten mit dem seiner Mutter vergleichen. Und natürlich macht es die Mutter immer besser. Hat immer Recht.

Das hat damit zu tun, dass er sich selbst von seiner Mutter nie gelöst hat. Oft noch nicht mal räumlich, aber vor allem nicht innerlich. Meist, weil der Zeitpunkt aus der Sphäre des Weiblichen in die Welt der Männer zu gelangen, verstrich. Weil der Vater nicht da oder emotional nicht greifbar war. So wurde er zu Mutters Vertrautem, quasi der Partnerersatz.

Und jetzt kommen Sie! Als Störenfried, als Rivalin. Das sorgt für einen massiven Treuekonflikt bei Ihrem Mann. Den Sie aber immer wieder verlieren, denn Mama steht an erster Stelle.

 

2. Sie macht vielleicht noch seine Wäsche.

Oder würde es zumindest gerne tun. Vielleicht mit dem Argument, dass Sie ja zu beschäftigt sind mit Ihrem Job oder Ihrem Kind. Und sie habe ja sehr viel Zeit. Ihr Mann wird das vermutlich auch für eine gute Idee haben. Dass Sie sich unwohl dabei fühlen, dass Ihre Schwiegermutter seine Unterhosen bügelt, wird er überhaupt nicht verstehen.

Falls Sie ihm vorschlagen, seine Wäsche doch selbst in Ihrer gemeinsamen Waschmaschine zu reinigen, wird er Ihnen sagen, dass er nicht weiß, wie das geht. Er kann zwar problemlos seinen PC nach einem Crash wieder in Ordnung bringen oder die Geschwindigkeit seines Scheibenwischers im Auto einstellen. Aber mit den zwei Knöpfen der Waschmaschine fühlt er sich überfordert.

Aber natürlich geht es hier nicht ums Waschen und Bügeln, sondern um Einfluss. Um die unbewusste Nabelschnur zwischen Mutter und Sohn.

 

3. Mutter und Sohn telefonieren fast jeden Tag miteinander.

Oftmals zu einer bestimmten Uhrzeit. Auch im Urlaub. Vielleicht stöhnt er manchmal, dass seine Mutter ihm immer dasselbe erzählt. Aber wenn sie vorschlagen, doch dann seltener mit ihr zu telefonieren, wird er das als unmöglich ablehnen. Meist mit Argumenten wie „Aber sie ist doch ganz allein“ oder „Aber sie hat doch nur mich!“ 

Muttersöhne finden auch nichts dabei, einmal in der Woche abends bei ihr zu essen und dann im ehemaligen Kinderzimmer zu übernachten. Ist ja so praktisch. Manche fahren auch gern mit 35 Jahren noch mit der Mutter in den Urlaub. Wenn Sie als Partnerin dazu keine Lust haben, umso besser für die beiden.

 

4. Mit seiner Mutter zusammen verwandelt er sich in einen kleinen Jungen.

Ihr Partner mag im Beruf ein erfolgreicher Immobilienmakler, Programmierer oder Facharbeiter sein, der weiß, was er will. Zusammen mit ihr können Sie vermutlich den kleinen Jungen sehen, der er mal war.

Er lässt sich bevormunden, dominieren, erpressen, weil er sich schnell hilflos fühlt. Eine pubertäre Ablösung gab es meist nicht. Immer nur gegenseitiges Verstehen und Harmonie.

 

5. Ein Muttersohn unterstützt immer die Position seiner Mutter – gegen Ihre.

Im einem Konflikt, wo er sich zwischen Ihnen und seiner Mutter entscheiden muss, wird er sich gegen Sie wenden.

Wenn seine Mutter will, dass er sie zu einem Arzttermin fährt und er Ihnen vorher versprochen hat, gemeinsam einkaufen zu gehen, wird er sich vermutlich für die Bitte seiner Mutter entscheiden. Wenn Sie protestieren und auf sein Versprechen verweisen, dass er Ihnen gegeben hat und sie doch auch mit dem Taxi fahren könne, wird er sagen: „Aber Schatz, sie ist doch meine Mutter.“

Falls seine Mutter Sie respektlos oder kühl behandelt und Sie wollen, dass er ihr das sagt, wird er in einen großen Loyalitätskonflikt geraten – und sich gegen Sie entscheiden.

 

6. Seine Mutter taucht öfters unerwartet auf.

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Vielleicht am Sonntagmorgen um 9 Uhr mit frischen Brötchen und der tollen Idee, dass sie drei doch gemeinsam frühstücken könnten. Wenn Sie Ihren Unwillen äußern, wird er vermutlich sagen: „Aber das ist doch eine tolle Idee. Was hast Du denn dagegen?“

Vielleicht staunen Sie auch, wenn Sie nach dem Urlaub in Ihre Wohnung kommen und es so komisch riecht. Bis Sie darauf kommen, dass seine Mutter in Ihrer Abwesenheit die Gardinen gewaschen hat, die Küchenschränke gereinigt und den Inhalt „zweckmäßiger“ einsortiert hat.

Wenn Sie jetzt einen Wutanfall bekommen, werden Sie wieder ziemlich allein stehen. Ihr Partner und seine Mutter werden Sie für „hysterisch“ oder „superempfindlich“ halten.

 

7. Ein Muttersohn macht vieles gegen seinen Willen – weil er Schuldgefühle hat.

Weil seine Mutter glaubt, dass ihr Glück fast nur von ihrem Sohn abhängt, wird sie immer wieder, wenn er etwas anderes will als sie, beginnen, ihm Schuldgefühle zu machen. Weil er das von klein auf gewöhnt ist, wird er ihr oft nachgeben, um keinen Ärger zu bekommen.

Dasselbe Verhalten wird er vermutlich auch mit Ihnen zeigen. Das heißt, er hat Schwierigkeiten, seine Meinung oder seine Wünsche zu äußern. Sondern versuchen zu ergründen, was Sie denn wollen.

 

8. Er lebt mit ihr.

Sie lernen einen netten attraktiven Mann über vierzig kennen, der Sie aber nie zu sich nach Hause einlädt. Wenn Sie ihn nach einigen Monaten nach dem Grund fragen, wird er Ihnen gestehen, dass er noch mit seiner Mutter lebt. Und dass er nie woanders gewohnt hat.

Oder nach zwei Jahren Beziehung äußern Sie den Wunsch, mit ihm zusammen zu ziehen. Er hält das auch für eine gute Idee und schlägt das Obergeschoß im elterlichen Haus vor. Das müsse man nur etwas ausbauen. Für Ihre Bedenken hat er kein Verständnis und argumentiert, dass alles andere doch viel zu teuer sei. Außerdem könne er seine Mutter nicht allein lassen.

 

9. Er behandelt Sie (meistens) wie eine Königin.

Das heißt, er stellt Sie auf ein Podest, vergöttert Sie, versucht, alle Ihre Wünsche zu erfüllen. Weil er Ihre Anerkennung will.
Aber vielleicht behandelt er Sie auch wie eine Haushälterin und kommandiert sie herum, weil der Platz der Königin in seinem Herzen schon besetzt ist.

Auf jeden Fall werden Sie bemerken, dass es ihm schwerfällt, sich mit Ihnen auf gleicher Augenhöhe zu fühlen und so zu verhalten. Also seine Wünsche äußern, Sie um etwas bitten statt gleich zu fordern. Mit Ihnen streiten, statt sich gleich beleidigt zurückzuziehen. Kompromisse aushandeln, die Ihrer beider Interessen berücksichtigen.

Das alles wird ihm schwer fallen, weil er das bei seiner Mutter nie musste. Und das jetzt heute noch zu lernen, ist ihm wahrscheinlich zu mühsam.


 

Was können Sie jetzt tun?

Kommt darauf an, was Sie wollen. Wie bei allem im Leben gibt es Unterschiede in der Ausprägung. So auch bei Muttersöhnen. Wenn er beim ersten Date nach zehn Minuten einen Anruf von seiner Mutter bekommt und sich eine Weile angeregt mit ihr unterhält – nehmen Sie Reißaus!

Generell gilt: Wenn Sie sich nicht trennen wollen, muss Ihr Partner was ändern. Das wird er nicht wollen und schon gar nicht einsehen. Zu viel Geduld ist aber kontraproduktiv. Sie sollten klare Grenzen setzen, was Sie nicht tolerieren werden. Und deutliche Konsequenzen folgen lassen, wenn er sich nicht dran hält.

Männer allgemein, nicht nur Ihr Muttersohn, brauchen klare Anweisungen. Warum das so ist, erkläre ich in diesem Video.

Wenn Sie Grenzen setzen kriegen Sie auch heraus, ob Ihr Partner Sie wirklich will. Oder ob er lieber immer ambivalent bleiben will. Sich also nicht von seiner Mutter ablösen und trotzdem mit Ihnen zusammen sein. Doch bei diesem Arrangement kommen Sie, wenn’s darauf ankommt, immer an zweiter Stelle.

Vermutlich hat es aber auch etwas mit Ihnen zu tun, dass Sie auf einen Muttersohn abfahren.

Vielleicht hatten Sie einen dominanten, abwertenden Vater und suchen unbewusst nach einem Partner, der ganz anders ist als Ihr Vater. Glückwunsch! Mit einem Muttersohn haben Sie ihn gefunden.

Vielleicht wollen Sie ja auch selbst gar keinen Partner auf Augenhöhe, sondern lieber jemanden, den Sie noch erziehen, verbessern und zurechtbiegen können. Auch dann haben Sie mit einem Muttersohn ein ewiges Betätigungsfeld, denn er wird Ihren gut gemeinten Bemühungen jede Menge passiven Widerstand entgegensetzen.

Vielleicht kommen Sie selbst aus einem emotional kargen Elternhaus und die Fürsorge und Anteilnahme Ihrer Schwiegermutter tut Ihnen sogar gut. Dann kann es gut gehen. Sie wird Sie möglicherweise „adoptieren“ und mitverwöhnen.
Es wird dann zwar keine richtige Partnerschaft mit Ihrem Mann aber eine harmonische Beziehung zu dritt.

Ach ja, ich habe ein ganzes Buch geschrieben über solche Männer. Es stammt zwar von 2011, aber der Inhalt ist immer noch aktuell.

kommentar Welche Erfahrungen haben Sie mit einem Muttersohn gemacht?

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Bild: © monkeybusinessimages bigstock.com

Hören Sie dazu den Podcast.

 

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Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

7 Kommentare

  1. Brigitte sagt

    Herzlichen Dank für das Video ;-). Ich habe viel geschmunzelt und festgestellt, daß ich sehr lange Jahre gebraucht habe, um zu den da vorgetragenen Erkenntnissen zu kommen.

    Dabei habe ich dazu schon auch vor Jahren ein Buch gelesen, das ich damals auch schon einleuchtend und köstlich fand:
    „Wie erziehe ich meinen Mann?“ von Nancy Winters.

    Danke :-)!

  2. Ja, das spielt keine Rolle, weil es meist gar nicht um die realen Eltern geht. Wir haben die Eltern längst verinnerlicht. Deswegen muss man sich auch von einer verstorbenen Mutter ablösen.

  3. Cornelia sagt

    Danke für Ihren interessanten Beitrag, es hilft mir unter anderem auch bei der Beziehung zu meinen Jungs, damit sie nicht so werden.

    Nun habe ich noch eine Frage dazu: Kann diese Bindung auch noch bestehen wenn die Mutter schon über 10 Jahre tot ist?

    Vielen Dank für Ihre Antwort

  4. Brigitte sagt

    Trefflich geschrieben finde ich diesen Artikel über Muttersöhne. Täusche ich mich oder gibt es heute mehr davon als noch vor ca. 40-50 Jahren? Woran liegt das?

    Danke!

  5. Völlig richtig.
    Der erwachsene Muttersohn hat eine starke Mutterprojektion auf seine Partnerin, derer er sich aber nicht bewusst ist und die er heftig ablehnt.
    Die Anzeichen dafür haben Sie deutlich beschrieben.

  6. Ein sehr wichtiges Indiz bei einer solchen Beziehung waren meiner Meinung nach:
    – das sehr eindrückliche Gefühl, dass man immer erst an zweiter Stelle kommt und er im Ernstfall eher zur Mutter halten wird trotz aller verbalen Abstreitung.
    – respektloses Verhalten der Partnerin gegenüber und generell eine respektlose Sicht auf Frauen.
    – das ewige ‚Nicht-entscheiden-Können‘ und keine Verantwortung übernehmen wollen
    – wenn Kinder da sind: sich auf die Seite der Kinder zu stellen gegen die Partnerin. Der Partnerin in Erziehungsfragen in den Rücken fallen.
    Fazit: das ist keine partnerschaftliche Beziehung sondern man mutiert ungewollt immer mehr zu einer „Mutter“ und der Partner projiziert seine abwertenden und ablehnenden Gefühle der eigenen Mutter gegenüber auf die eigene Partnerin. Schnell wegrennen!

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