Beziehungskrise? Hier sind die Warnzeichen.

Partnerschaft

Und was Sie jetzt tun können.

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Der Buchtitel unten trifft es sehr genau: “Ehen zerbrechen leise”. Beziehungen enden gewöhnlich nicht mit einem großen Knall. Es sind vielmehr die kleinen Erschütterungen und Verletzungen, die sich über die Jahre negativ summieren. Natürlich ist jedes Paar und jede Beziehung anders. Trotzdem haben erfahrene Paartherapeuten eine Liste von Merkmalen erstellt, an denen man erkennen kann, dass in einer Beziehung Probleme liegen:

Geheimpläne und einsame Entscheidungen
d.h. wichtige Entscheidungen ohne Absprache, Zukunftspläne, in denen der Partner keinen Platz hat, häufiges Sprechen über Trennungsmöglichkeiten, nicht eingelöste Versprechen.

Mangelnde Loyalität
d.h. wiederholte Untreue, andere Prioritäten (Beruf, Hobby, andere Menschen) gehen immer vor, der Partner ist nicht auf der Seite seines Partners, sondern verbündet sich mit Dritten (Schwiegereltern, Freunde etc.) und der Partner steht isoliert da.

Kontrolle und Verunsicherung
d.h. Meinungen und Gefühle können nicht frei geäußert werden, weil man Angst hat vor der Reaktion des anderen. Ein Partner ann nicht auch seinen eigenen Interessen nachgehen, ohne dass der andere beleidigt ist, wütend wird oder versucht, Schuldgefühle zu erwecken („Wenn du mich wirklich lieben würdest …”)

Respektlosigkeit
Alle Formen der „Nacherziehung”, bei denen einer versucht, den Partner zu verändern („Lies doch mal ein vernünftiges Buch!”), persönliche Entscheidungen für ihn zu treffen („Ich habe dir einen Hometrainer gekauft.”) oder wissen zu wollen, was für ihn/sie gut ist („Ab heute kochen wir vegetarisch.”)
Auch entwertende Kritik gehört dazu („Das ist mal wieder typisch für dich”, „Was kann man von einem Mann/Frau schon anderes erwarten” oder „Ich verstehe nicht, wie man an so was Spaß haben kann.”)

Aufkommende Verachtung
Menschen, die ihr Leben nicht im Griff haben, ihre Gefühle und Impulse nicht beherrschen können und sich in bestimmten Situationen eher kindisch oder pubertär anstatt erwachsen verhalten, riskieren, die Achtung des anderes zu verlieren.

Große Unterschiede in der Lebensplanung
Hier geht es um die gegenseitigen Vorstellungen bezüglich wichtiger Paarthemen (Kinder, Karriere, Rollenbilder, Geldbedarf und -verwendung, religiöse Orientierung etc.) Zwar sind hier auch Kompromisse möglich, doch wenn die eigenen Vorstellungen wichtiger genommen werden als die Beziehung zum Partner, wird es gefährlich.

Fehlende Gemeinsamkeiten
Das was eine Beziehung lebendig erhält ist vor allem der Austausch, also das was man miteinander teilt, worüber man gerne miteinander spricht, was man gerne zusammen unternimmt. Wenn hier die Interessen zu sehr auseinander liegen, gibt es einfach wenige Berührungspunkte.

Mangel an Humor
Gemeinsam lachen zu können lockert allzu feste Standpunkte und reduziert Stress. Hilfreich dafür ist ein gesundes Selbstbewusstsein (statt eines zu geringen), mit dem man es sich leisten kann, nicht immer Recht behalten zu müssen, einen Standpunkt auf mal aufgeben kann ohne zu befürchten, dass man damit gleich untergeht.

Körperliche Distanz
Hier geht es darum, ob man den Partner gerne riechen kann (im wahrsten Sinne des Wortes), ob man gerne seine Nähe sucht und Berührungen (vor allem auch nicht-sexuelle) gerne austauscht. Mit dem Körper reagieren wir unbewusst schneller auf Störungen in der Beziehung, die uns vielleicht noch nicht bewusst sind („Eigentlich müsste ich glücklich mit ihm/ihr sein, aber wenn er/sie mich berührt …”)

Wenn mehrere dieser Merkmale auf Ihre Beziehung zutreffen, sollten Sie handeln. Zum Beispiel, indem Sie offene Gespräche führen, in denen Sie Ihre Beobachtungen und Ihre Besorgnis darüber ausdrücken. Ob und wie Ihr/e Partner/in auf diese Gesprächswünsche reagiert („Was du schon wieder hast!” „Wenn dich das stört, ist das dein Problem”) ist mitunter ein weiteres Warnzeichen für die Beziehung.

Wenn gemeinsame Gespräche über wichtige Punkte nicht möglich scheinen, können Sie sich als Paar professionelle Unterstützung holen. Zum Beispiel hier

Obiges Buch, das ich empfehle, gibt es hier

 Was kann Paaren helfen?

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Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.