Von diesem Bett aus erkennen Sie, was falsch läuft in Ihrem Leben.

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Methoden

5. Werkzeug aus dem Buch "The Tools"

Aus der Distanz sieht man Dinge klarer.

Ein Krieger weiß, dass der Tod ihn vorantreibt und ihm keine Zeit gibt, sich an etwas festzuhalten. Und auf solche Weise plant der Krieger sein Leben, strategisch, wobei er seinem Tod bewusst ist und die Kraft seiner Entschlüsse besitzt. Und das, was er strategisch wählt, ist immer das Beste, deshalb erfüllt er alles mit Geschmack und leidenschaftlicher Effektivität.

Ohne Begreifen des Todes ist alles üblich, trivial. Du hast wenig Zeit und es bleibt gar keine Zeit für den Unsinn übrig. Ein wundervoller Zustand! 

1973 las ich diese Sätze in einem Buch, das einige ältere Leser vermutlich kennen. Daran erinnerte ich mich, als ich über das 5. Werkzeug in dem Buch „The Tools“ las. Dabei geht es darum, warum Menschen oft mit etwas aufhören, was sie einstmals als sinnvoll erachteten.

Aber der Reihe nach.

Warum Veränderung oft schwer ist.

Viele Selbsthilfebücher, Coaches und andere Veränderungsmanager versprechen ja, dass persönliche Veränderung ziemlich leicht sei. Man müsse nur dieses Buch lesen, jene Tipps befolgen oder das Programm absolvieren – und bald stellt sich der Erfolg ein.

Meine Erfahrung ist da ganz anders.

Egal ob ich neue Jazzakkorde auf der Gitarre lernen will. Oder meine Fitness durch Laufen oder Gewichtsübungen verbessern will. Oder ein Fachbuch lese. Es ist immer auch anstrengende Arbeit.

Die Finger tun weh, die Muskeln werden sauer, der Kopf brummt – es geht nicht einfach spielerisch. Das ist vermutlich auch der Grund, warum viele Menschen mit ihren Vorsätzen scheitern und einmal begonnene Vorhaben wieder abbrechen.

Sie hören nach ein paar Tagen mit der Diät auf. Fangen wieder an  zu rauchen. Verschieben das Lernen auf die Prüfung auf die letzten drei Tage. Träumen davon, ein Buch zu schreiben, eine Weltreise zu machen, umzuziehen oder den Job zu wechseln – und kommen doch über die ersten Schritte nicht hinaus.

Der Grund liegt in zwei verbreiteten Irrtümern, die unsere Gesellschaft auch unterstützt:

1. Dass es doch einen Weg geben muss, wo alles leicht geht.
Diesen Traum verspricht uns die Welt des Konsums und der Werbung. Und in der Tat, viele technologischen Produkte erleichtern das Leben ungemein.

Aber da wo es um das Lernen neuer Fähigkeiten geht, das Erziehen von Kindern, das Führen einer Beziehung oder um das Verändern unserer Verhaltensmuster, da gibt es meist keinen leichten Weg.

2. Dass wir noch genügend Zeit haben.
Wenn Menschen etwas nicht fortführen, was sie sich vorgenommen hatten, dann ist Ihnen die Sache entweder nicht mehr so viel wert. Oder sie scheuen den Aufwand und verschieben das Ganze auf später. In dem Glauben, dass man noch genügend Zeit habe.

Diese beiden Einstellungen töten unsere Motivation.

Wenn wir eine Sache, die zu erledigen ist, länger aufschieben, wird sie ja dadurch nicht leichter, sondern immer schwieriger. Aus demselben Grund sind ja auch provisorische Lösungen, die nur für kurze Zeit gedacht waren, enorm langlebig.

Um anstrengende oder unangenehme Dinge zu erledigen oder etwas anzupacken, was wir wollen, braucht es vor allem eins: Willenskraft.

Diese Willenskraft mobilisieren wir vor allem dann, wenn eine Sache wirklich dringlich geworden ist.

  • Den Prüfungstermin kannten Sie schon seit zwei Monaten. Aber erst in den letzten zwei Wochen lernen Sie konzentriert – weil Sie Angst haben, sonst die Prüfung nicht zu bestehen.
  • Den dunklen Fleck auf Ihrem Oberarm beobachten Sie schon ein halbes Jahr lang. Als Sie im Fernsehen einen Bericht über Hautkrebs sehen, machen Sie am nächsten Tag einen Termin beim Arzt.
  • Wochenlang vergleichen Sie die Angebote für eine Lebensversicherung. Sind sich unschlüssig, ob Sie
    baumhaus_the tools_

    Hier kündigt mir niemand mehr.

    wirklich eine abschliessen sollten.
    Als ein Kollege tödlich verunglückt und Frau und Kinder hinterlässt, rufen Sie Ihren Vertreter an.

  • Zum 3. Mal hat Ihnen Ihr Vermieter wegen Eigenbedarfs gekündigt und Sie wollen jetzt endlich was Eigenes.

Auf die Dringlichkeit einer Sache reagieren die meisten Menschen mit einer Entscheidung. Weil wir dann emotional erleben, dass die 2. Annahme nicht stimmt: dass wir genügend Zeit haben.

Natürlich gibt es Dinge, die wir gefahrlos aufschieben können. Nur eine Sache sollten Sie nicht aufschieben: Ihr Leben.

Was Menschen im Leben aufschieben.

Eine Krankenschwester, die Sterbende betreut, hat aufgeschrieben, was Menschen am Ende ihres Lebens am meisten bereuen:

1. Ich wünschte, ich hätte mein Leben gelebt, anstatt immer danach zu schauen, was andere von mir erwarteten.

2. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.

3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle zu zeigen.

4. Ich wünschte, ich wäre mit meinen Freunden in Kontakt geblieben.

5. Ich wünschte, ich hätte mich glücklicher werden lassen.

Meinen Bericht über dieses außergewöhnliche Experiment lesen Sie hier…

Doch vorbei ist vorbei. Man kann im Leben nichts nachholen. Man kann später etwas tun, aber es ist nie dasselbe als wenn man es zehn, zwanzig Jahre früher gemacht hätte.

Die Begrenztheit des Lebens hautnah zu spüren, hilft einem, zu erkennen was einem wirklich wichtig ist im Leben. Der Mann, der einen Horrorcrash auf der Autobahn überlebte. Die Frau, bei der ein inoperabler Tumor entdeckt wurde. Das unverheiratete Paar, das bei der Hochzeit seines besten Freundes dabei war.

Viele Menschen werden erst dann aktiv, wenn sie Gefahr laufen, etwas Wichtiges zu verlieren: die Arbeitsstelle, eine Beziehung, unsere körperliche Unversehrtheit, die Möglichkeit auf einen Lottogewinn. Manche Menschen sind aber durch verstärkten Leidensdruck nicht in Bewegung zu bringen.

Dringlichkeit kann also Klarheit und Willenskraft in uns erzeugen. Doch wie erzeugt man diese Dringlichkeit?

Darum geht es in dem 4. Werkzeug aus dem Buch „The Tools“.

Das Tool „Leben oder Tod“

Im englischen Original heißt das Tool „Jeopardy“, angelehnt an die legendäre Quizshow, bei der man seinen gesamten gewonnen Einsatz verdoppeln aber auch verlieren konnte. Bei uns gab es die auch unter dem Namen „Riskant!“

Im Buch wird einer der Autoren, Phil Stutz, zitiert:

Echte Willenskraft kann nicht von äußeren Ereignissen abhängen, sie muss unabhängig von dem jeweiligen Ereignis da sein.
Denn Ereignisse sind eine vorübergehende Erscheinung. Wir brauchen aber eine ständige Herausforderung. Und es gibt nur eine einzige Sache, die jeden Augenblick auf dem Spiel steht:
Unsere Zukunft. 

Im Studium hat mich vor allem der 2. Satz der Thermodynamik fasziniert.  Danach, salopp ausgedrückt, wird dauernd die Unordnung größer, wenn man nicht die Energie aufbringt, immer wieder für Ordnung zu sorgen. Ergo: alles wird von alleine schlechter.

Das bestätigt ja die Alltagserfahrung. Die Fensterrahmen Ihres Hauses verwittern. Ihr sauberes Auto wird von alleine dreckig. Die Schreibtischordnung verschwindet unter Briefen, Akten und Notizen. Ihr Garten verwildert. Ein Projekt droht, gegen die Wand zu laufen. Ihre Muskeln schwinden. Und auch Ehen werden von ganz allein schlechter.

Will man das nicht, so muss man etwas dafür tun. Aufräumen, pflegen, instandhalten. Doch das ist Arbeit. Und wie finden Sie jetzt die Motivation?

Mit dem Tool „Leben oder Tod“:

„Stellen Sie sich vor, Sie könnten in die ferne Zukunft schauen. Und sehen Sie sich selbst auf dem Totenbett. Ihr altes Ich weiß, wie entscheidend das Jetzt ist, denn seine Zeit ist abgelaufen. 

Sie erleben, wie es sich im Bett aufrichtet und Sie anschreit, den gegenwärtigen Augenblick nicht zu verschwenden.

Eine tiefe geheime Angst beschleicht Sie, dass Sie Ihr Leben vergeudet haben. Dies erzeugt den nötigen Druck, sofort das zu tun, was Sie tun wollen.“

 

segeln_new yorkVor Jahren hatte ich einen Klienten, der mir aufgeregt einen Traum erzählte. Darin sei er einem alten Mann in einem Wald begegnet, der zu ihm nur einen einzigen Satz sagte: „Am Ende wirst Du bereuen, dass Du Deine Ängste wichtiger genommen hast als Deine Träume.“ 

„Was bedeutet der Traum?“, wollte er von mir wissen. Ich fragte zurück: „Welchen Traum schieben Sie denn bis jetzt auf?“ Die Antwort kam sofort: „Ich wollte schon immer mal nach New York segeln.“

Zwei Jahre später bekam ich eine Postkarte von ihm. Er hatte ein Sabbatjahr genommen und seinen Traum umgesetzt.

Aber es geht gar nicht immer um große Dinge. Jeder hat Ideen, die er aufschiebt mit dem Argument, dafür wäre jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, nicht die richtige Umgebung, nicht das nötige Geld dazu da. Manchmal stimmt das – und oft sind es Lieblingsausreden:

  • Ein Paar lebt schon sieben Jahre zusammen und wartet auf den richtigen Zeitpunkt für ein Kind.
  • Jemand träumt davon, in einem Chor zu singen. Aber die nächste Möglichkeit dazu ist in der Stadt, die 70 km entfernt liegt.
  • Eine Frau mit einem kleinen Kind harrt in einer unglücklichen Beziehung aus und will mit einer Trennung warten, bis ihr Kind groß genug ist.
  • Ein 34jähriger Mann ist unehelich geboren und schwankt hin und her, ob er seinen Vater, den er noch nie gesehen hat, aufsuchen soll.
  • Ein Mann hat schon etliche Berufe ausprobiert, will eigentlich Psychologie studieren, hat aber kein Abitur.

Willenskraft ist das, was Ihnen fehlt, um Ihr Potenzial voll und ganz auszuschöpfen.

Im Buch „The Tools“ unterscheiden die Autoren dabei zwischen zwei Seinsweisen:

1. „Der Konsument erwartet schon nach der kleinsten Anstrenung eine Belohnung – am besten auch ganz ohne Mühe. Ihn interessiert nur, was er von der Welt hat, und nicht, was er der Welt geben könnte. Bei der Oberflächlichkeit und Sprunghaftigkeit, mit der er lebt, zerstreut sich seine Energie.

2. Ein Schöpfer gibt sich mit einem solchen Schicksal nicht zufrieden. Er tut alles in der Absicht, der Welt seinen Stempel aufzudrücken. Er akzeptiert die Welt nicht so, wie er sie vorfindet, sondern führt Dinge ein, die es bisher noch nicht gab.

Er folgt keinem Herdentrieb, sondern bestimmt seinen Kurs selbst und kümmert sich nicht um die Reaktionen der anderen. Er widersteht oberflächlichen Ablenkungen und konzentriert sich auf seine Ziele, selbst wenn es sich nicht unmittelbar für ihn auszahlt.“

Die Sätze erinnern mich an das Buch von Erich Fromm „Haben oder Sein“, das ich vor vielen Jahre las.

Das Tool „Leben oder Tod“ hilft Ihnen, Ihre Illusion aufzugeben, dass bestimmte Dinge ohne Anstrengung zu erreichen seien. In diesem Trugschluss werden Sie durch die Werbung unserer Konsumgesellschaft pausenlos bestärkt.

Aber alle Menschen, die etwas Besonderes erreichen wollen, haben dafür in der Regel lange gearbeitet. Oder wie Harry Belafonte es ausdrückte: Ich habe dreißig Jahre gebraucht, um über Nacht berühmt zu werden.“

Auch Menschen, die bereits auf Platz 1 in ihrer Disziplin stehen, hören nicht auf, jeden Tag zu üben. Was glauben Sie, wie der Tagesplan von Tiger Woods aussieht? Hier ist er.

Wann können Sie das Tool anwenden?

In allen Alltagssituationen, in denen Sie sich schwach, unentschlossen oder lustlos fühlen. Also wenn Sie morgens nicht aus dem Bett kommen. Wenn Sie vor lauter Ablenkungen Ihr Ziel aus den Augen verloren haben. Oder wenn Sie in eine schlechte Angewohnheit, die Sie beenden wollten, zurückfallen.

Darüber hilft Ihnen das Tool auch hierbei:

  • Wenn Sie sich in Phantasien oder Grübeleien verlieren.
    Was wäre gewesen, wenn ich damals …? Und was mache ich, wenn das oder das eintritt?
    Kurz, wenn Sie Ihre Konzentration verlieren, sich ablenken von dem, was Sie eigentlich tun wollen, was Ihnen aber nicht leicht fällt.
  •  Wenn Sie etwas Neues wagen wollen.
    Auch wenn uns das Vertraute schon lange nicht mehr gefällt, ist das nicht immer ein Garant dafür, dass wir es beenden und etwas Neues beginnen. Ein Umzug, eine Trennung oder die Anbahnung eines Kontakts, das Lernen einer neuen Fähigkeit oder ein beruflicher Wechsel.

Mein Fazit: 

junge_frau_alte_frau_XS_Peter Atkins - FotoliaNeben all den positiven Aspekten wird bei geplanten Veränderungen auch oft die Angst vor dem Unbekannten geweckt, vor allem wenn man sehr auf Sicherheit bedacht ist. Das Tool verbindet uns mit einer Kraft, die stärker ist als die Angst.

Das nächste Mal stellen Sie sich einfach vor, Sie lägen auf dem Sterbebett. Wenn Ihnen das zu unangenehm ist, können Sie sich selbst auch als alten Menschen vorstellen. Das wirkte bei mir genauso gut.

Angenommen, Sie würden das Tool „Leben oder Tod“ jetzt benutzen …

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Ich habe alle Methoden aus dem Buch „The Tools“ auf diesem Blog vorgestellt.
Hier die Links dazu: 2. Tool, 3. Tool, 4. Tool, 5. Tool.

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Foto: © CC Caterina Appia, Peter Atkins – Fotolia.com, istock.com

Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

19 Kommentare

  1. Marina Keil sagt

    Vielen Dank für diesen ausführlichen Artikel, Herr Kopp-Wichmann. Ich werde diese Tools erlernen und benutzen um mein Leben auf die Reihe zu kriegen.

  2. ursula georgi sagt

    ich bin heute durch zufall, wenn es so etwas gibt auf Ihre website gekommen und bin beeindruckt von der tiefe, qualität und vielfalt Ihrer angebote und aussagen. herzlichen dank ursula georgi

  3. Hallo Herr Rohm,
    vielen Dank für Ihre anerkennenden Worte von Ihnen als Kollegen.
    Zu der möglichen Irritation einiger Leser: ich nutze einfach manchmal meine Bekanntheit und meinen Seriösitätsgrad, so daß einige hoffentlich denken: Wenn der RKW das schreibt, ist vielleicht doch was an der Sache dran – und probieren es trotz Skepsis aus.

  4. Armin Rohm sagt

    Lieber Roland Kopp-Wichmann,
    ich möchte Ihnen einfach mal danke sagen für Ihre tollen Blog-Beiträge. Ich profitiere persönlich enorm und empfehle Sie auch regelmäßig in meinen Trainings weiter.

    Aktuell hat mich sehr fasziniert, wie sie die „Tools“ aufbereitet haben: sehr tiefgründig, sofort anwendbar.

    Ich mag es auch, dass Sie sich mit großer Selbstverständlichkeit an die spirituellen Themen heranwagen und offenbar gut damit leben können, dass der eine oder andere Leser/Hörer vielleicht zunächst ein wenig irritiert ist.

  5. Lieber Roland,
    danke für den Tools-Tip! Habe mir das Buch besorgt und finde es sehr interessant.
    Liebe Grüße,
    Martin

  6. Michael Grunewald sagt

    Sehr geehrter Herr Kopp-Wichmann,

    Glückwunsch zu der Idee, sich den ‚Tools‘ zu widmen.
    Habe das Buch – wie Sie – in einem Rutsch gelesen und das Hörbuch ist zur Zeit mein ständiger Begleiter auf dem iPhone – ebenfalls sehr empfehlenswert.
    Aus meiner Sicht eine der besten Veröffentlichungen zu diesem Themenkreis in der letzten Zeit.
    Bin sehr gespannt auf die Beiträge.

    Beste Grüße

    Michael Grunewald

  7. Gerry Neumann sagt

    Erich Fromm stellt Haben und Sein gegenüber und meint dies als Gegensätze. Das sind sie nicht.
    Beispiel: Wenn jemand einen Beruf aussucht, muß er schauen, welche SEINheit er einnehmen will.Dazu gehört z.B. beim Bäcker, daß er früh aufsteht und das normal für ihn ist. Dann muß er TUN: lernen und Teig formen usw. Um dann Brötchen und Kunden zu HABEN.
    Sich nur auf eines zu konzentrieren, funktioniert gar nicht (gut).
    Wobei es leichter mit dem Sein ist als mit dem Haben. Die Haben-Leute kommen nicht auf das Sein, aber die Sein- Leute kommen über das Tun zum Haben.
    Das kann man z.B. bei L. Ron Hubbard in Scientology- Grundlagen des Denkens nachlesen.

  8. Hallo Yelena,
    ich denke, Sie müssen sich von Ihrem Vater ablösen. Vor allem innerlich, indem Sie ihn nicht mehr unbewusst so groß machen, dass Sie zum Kind werden. Dabei hilft natürlich oft eine äußere Trennung. Wenn das derzeit nicht geht, gibt es ein wichtiges Wort: „Nein“.
    Die Übung der „inneren Autorität“ hilft Ihnen sicher auch dabei.

  9. Ein wirklich nützlicher Punkt. Aus dem Betrachtungswinkel des Todes heraus erscheint alles in „neuem“ Licht.
    Natürlich sind es immer die Prioritäten, die gerne verschoben werden, wenn wir unseren Weg nicht klar vor Augen haben und unschlüssig durch das Leben wandern. Und dann haben wir auf einemal „keine Zeit“ und hätten gerne und würden ncoh gerne und und und…
    Ein wirklich toller Beitrag.
    Danke vielmals

  10. Yelena sagt

    Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    ich lese Ihren Blog unheimlich gerne. Da ich mich selbst gerne mit meiner eigenen und algemein der menschlichen Psychologie beschäftige, entdecke ich in Ihrem Blog immer wieder Tools, die ich unbewusst bereits angewendet habe und nach denen ich versuche zu leben. Aktuell bin ich wieder in so einer „Leben und Tod“-Situation. Ich bin 22 und hatte bereits eine eigene Wohnung. Zurzeit lebe ich wieder bei meinen Eltern und will schon lange ausziehen. Aber ich scheitere immer wieder aus Angst vor der Reaktion meines Vaters. Wie Sie in Ihrem anderen Artikel geschrieben haben, scheitere ich immer wieder an meinem Schatten. Mein Vater hat leider die Angewohnheit, mich immer und immer wieder auf meine Schwächen aufmerksam zu machen und nimmt mir so bei jeglichen Vorhaben den Wind aus den Segeln. Ich vergesse ihm gegenüber sofort, wer ich bin, was sich will und warum ich das, was ich will schaffen kann. Vielleicht haben Sie einen Tipp für mich.

    Ich freue mich auf jeden weiteren Artikel von Ihnen

    Mit freundlichen Grüßen
    Yelena

  11. Freut mich, dass ich Sie überzeugen konnte und Sie das Buch offenbar auch sehr nützlich fanden. Die Idee mit den Kärtchen ist prima.
    Für die Tools gibt’s übrigens auch eine App für Smartphones.

  12. Michaela Albrecht sagt

    Nachdem Sie das Buch soo oft erwähnt haben, hab ich es mir jetzt endlich auch gekauft. Und in einem Rutsch durchgelesen.
    Und die Tools gleich mal als Kärtchen für’s Portemonnaie ausgedruckt.

  13. Ist doch prima, dass Sie etwas Wesentliches verändert haben ohne dieses Tool.
    Das 5. Tool ist nur für Leute, die etwas wollen und es einerseits nicht anpacken und andererseits aber auch nicht loslassen.

  14. Ewald Dietrich sagt

    „Eine tiefe geheime Angst beschleicht Sie, dass Sie Ihr Leben vergeudet haben. Dies erzeugt den nötigen Druck …“

    Ich habe weder Angst noch Druck verspürt. Schon gar nicht habe ich mich angeschrien.

  15. Es geht nicht um’s Antreiben, sondern um’s entschiedene Handeln.
    Es ist doch völlig in Ordnung, den Morgen oder den ganzen Tag im Bett zu verbringen. Aber viele Leute sind unmotiviert, haben keine Lust zur Arbeit zu gehen, können aber auch das Nichtstun nicht genießen. Hier kann das 5. Tool helfen, zu klären, was einem wirklich wichtig ist.

    Danke für Ihren Kommentar.

  16. Birgit R. sagt

    Wie ich finde, regt das den inneren Treiber an, uns noch mehr zu treiben:

    „Wann können Sie das Tool anwenden?
    In allen Alltagssituationen, in denen Sie sich schwach, unentschlossen oder lustlos fühlen. Also wenn Sie morgens nicht aus dem Bett kommen. Wenn Sie vor lauter Ablenkungen Ihr Ziel aus den Augen verloren haben. Oder wenn Sie in eine schlechte Angewohnheit, die Sie beenden wollten, zurückfallen.“

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