Persönlichkeitsentwicklung – wie geht das?

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Methoden

"Neuerdings bekomme ich Schuldgefühle, wenn ich Mäuse jage."

Ein Podcast-Gespräch zwischen zwei Therapeuten über Veränderung.

Es begann damit, dass ich Dr. med. Marco Ramadani über Twitter zufällig kennenlernte. Wir besuchten unsere jeweiligen Blogs und fanden Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Eines Tages schlug Marco vor, aus der virtuellen Bekanntschaft ein reales Zusammentreffen zu  machen und er besuchte mich in meiner Heidelberger Praxis. Dort unterhielten wir uns über eine Stunde lang über unsere jeweiligen Arbeitsansätze.

Dr. med. Marco Ramadani ist niedergelassener Arzt in eigener Privatpraxis für Hypnotherapie und Klinische Hypnose in Neu-Ulm. Wir entdeckten, dass wir von der Ausbildung her gemeinsame Wurzeln haben. Im wesentlichen die Hypnotherapie nach Milton Erickson und systemische, kurztherapeutische Verfahren.

Themen, die wir austauschten, waren:

  • Ist Veränderung durch Therapie jetzt harte Arbeit oder ganz leicht?
  • Wie kommt man in Problemtrancen rein – und v.a. wieder heraus?
  • Wie lange dauert eine Behandlung – und warum?
  • Wie kam jeder von uns zu seinem Therapiestil?
  • Was sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Hypnotherapie, NLP, Hakomi, systemischem Arbeiten?
  • Warum ist emotionales Erleben wichtiger als rationale Einsicht?
  • Wie kann man innere Konflikte bei sich aufspüren?
  • Warum sind viele Probleme mit dem Selbstwert verknüpft?

Das Gespräch dauert 45 Minuten und Sie können es sich hier anhören:
[audio: https://www.persoenlichkeits-blog.de/audio1/Podcast_zwei_therapeuten.mp3]

Mehr Podcasts von mir finden Sie auf  iTunes …

Informationen über Dr. med. Marco Ramadani finden Sie auf seinem Blog und auf seiner Facebookseite. Besonders empfehlen möchte ich seine Podcasts. Dort finden Sie auch eine tolle Entspannungsübung und die Trancereise „Dein Weg des Lebens“. Wer sich für eine Therapie bei ihm interessiert, hier der Link zu seiner Praxis-Homepage .

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Foto: © Sabine Voigt – Fotolia.com

Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

7 Kommentare

  1. Uwe Gros sagt

    Als Genologe (Bundesverband Deutscher Genologen, BDG) der seit mehreren Jahren mit dem Konzept GenomiCare arbeitet und mit Hilfe psychotherapeutischer Genomik Hilfestellung leistet, kann ich nur darauf verweisen, dass jeder ganzheitliche Ansatz sowohl die genomischen Grundlagen, als auch die psychosoziale Realität berücksichtigen muß. Eine achtsame ganzheitliche Genomik ist dabei nicht mit simplen genetischen Kurzschlüssen gleichzusetzen.

    Uwe Gros, Genologe, München

  2. Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    der Podcast hat mir sehr gut gefallen.
    Ich mochte vor allem die Form des Gesprächs und des kollegialen Austausches in einer unaufgeregten und von gegenseitiger Achtung geprägten Atmosphäre.

    Das macht Freude!
    Außerdem ist es sehr schön realistischen Betrachtungsweisen zum Thema Veränderung im Netz zu begegnen, die sich jenseits der Tschakka-Mentalität mancher Coaches und Motivationstrainer entfalten und dafür mehr in die Tiefe blicken.

    Seien Sie ganz herzlich gegrüßt und viel Freude bei dieser anregenden Veränderungsarbeit wünscht
    Birgit Permantier

  3. Susanne Asser sagt

    Zunächst sei gesagt, dass ich es sehr erfreulich finde, wenn sich zwei Kollegen über Ihre unterschiedlichen therapeutischen Ansätze frei austauschen und uns in der Öffentlichkeit daran teilhaben lassen. Desweiteren gefällt mir der wertschätzende Umgang zwischen Ihnen beiden, obwohl Sie zum Teil kontroverser Meinung sind. Das zeugt in meinen Augen von Reife sowie großer Toleranz und schafft Vertrauen. Danke dafür!

    Zum Inhalt hat mich besonders Dr. Ramadanis Formulierung mit dem „Trainingscamp“ angesprochen. Da ist man nun im Austausch mit seinem Therapeuten, stößt auf einen inneren Konflikt, lernt ihn kennen, einordnen und verlässt zufrieden die Praxis über die neugewonnene Information. Der Antrieb ein bestimmtes Verhaltensmuster zu verändern ist enorm groß und man freut sich schon auf die nächste Gelegenheit „es“ anders zu machen. Das klappt dann sogar und die Motivation steigt – juhu ich habe es geschafft!! Und gleich wieder präsentiert sich die nächste Möglichkeit das neue Verhalten an den Tag zu legen, doch wie in einem schlechten Remake findet man sich urplötzlich wieder unter den Trümmern des Musters wieder, welches man unbedingt ablegen wollte. Selbstwertgefühl wo hast Du Dich hin verkrochen??

    Also macht man sich eine Woche später wieder auf den Weg in die Praxis. Das ambivalente Gefühl an einem nagend – einerseits froh darüber, mit seinem Therapeuten über das Geschehene zu sprechen und anderseits das dumpfe Empfinden, der Therapeut denkt sich womöglich:“Die wird’s nie raffen!“ Das kann sehr frustrierend sein, denn man sehnt sich ja nach nichts mehr, als ernst genommen zu werden und wenn man damit schon bei sich selbst durch solche gefühlten Rückschläge Schwierigkeiten hat, dann kann das enorme Selbstzweifel auslösen. Wenn in solch einer Situation dann der Therapeut mit ein bisschen Humor auf die Situation eingeht und von einem „Trainingslager“ spricht, fühlt man sich als Klient schon wesentlich erleichterter. Hinzu kommt unbewusst das Gefühl auf, dass ein Trainingslager schließlich dazu da ist sich zu verbessern und doch noch Hoffnung für einen besteht.

    Ein zweiter, mir sehr wichtiger, Punkt ist das essentielle Thema der Beziehung, das Herr Kopp-Wichmann anspricht, weshalb er durchaus von mehr als 10-20 Sitzungen ausgeht. Es braucht für einen Klienten seine Zeit, bis er das Gefühl hat, er kann seinem Therapeuten vertrauen. Dieses Vertrauen wird eben von Erfahrung zu Erfahrung im Gespräch mit demjenigen aufgebaut bis man selbst vor ihm den Mut hat sich wirklich zu öffnen. Eine meiner größten Psychofallen war und ist in manchen Bereichen immer wieder das Thema mit dem Perfektionismus. Was bedeutet das nun in dem Zusammenhang Vertrauen aufbauen für eine Kandidatin wie mich?

    Ich versuchte über einen längeren Zeitraum in den Anfängen unserer Sitzungen sogar die perfekte Klientin zu sein! Das heißt selbst hier gibt es unter Umständen einen doppelten Boden, der von einem Psychotherapeuten auch erst mal erkannt werden muss – und wir Perfektionisten können ganz gut sein im Tarnen oder wir glauben es zumindest 😉 Eines Tages sagte mein Therapeut einen entscheidenden Satz zu mir, der mir letztendlich das nötige Vertrauen gab, bei ihm den Quatsch mit dem Perfektionismus einfach sein lassen zu dürfen. Aber das hat seine Zeit gebraucht. Heute bin ich fast immer entspannt, weil für mich die Beziehung zwischen Arzt & Klient stimmig ist und ich die Gewissheit habe, nicht bewertet oder gar abgewertet zu werden. Deshalb habe ich auch die Bereitschaft in aller Regel ziemlich schnell in mein tiefstes Innerstes abzutauchen und in meinen Abgründen zu forschen… Im Anschluss an den Podcast habe ich mich übrigens der ca. 20-minütigen Meditation von Dr. Ramadani „Reise deines Lebens“ gewidmet und möchte sie an dieser Stelle absolut weiter empfehlen. Abgefahren, was für verschüttete Bilder aus der Kindheit da plötzlich so alle auftauchen!

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