Um Ihr Leben zu verbessern brauchen Sie nur 5 Minuten.

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Allgemein

Allerdings öfter.

Fünf Minuten vergehen sehr schnell. Einmal Tagesschau gucken ist schon dreimal soviel Zeit. Bei Facebook mal kurz den Newsstream checken auch schnell viermal soviel.

Hier fünf Vorschläge, was Sie in 5 Minuten für Ihre Gesundheit und Lebensqualität tun können.

1. Wenn Sie 5 Minuten täglich schnell laufen, können Sie drei Jahre länger leben.

Diese Studie hat gezeigt, dass Joggen für nur 5 Minuten am Tag Ihr Risiko, früher zu sterben, drastisch reduzieren kann. Über 55.000 Männer wurden untersucht, ob und wieviel sie sich bewegten. Für Studienteilnehmer, die regelmäßig liefen war das Risiko, frühzeitig zu sterben um 30 Prozent geringer als für die Nicht-Jogger.

Auch die Rate der Herzerkrankungen war geringer – für die Läufer um ganze 45 Prozent. Sogar Übergewichtige und Raucher, die regelmäßig fünf Minuten am Tag rannten hatten langfristig gesundheitliche Vorteile.

Aber Sie müssen noch nicht mal joggen. Senioren, die täglich nur schnell spazierengingen, reduzierten ihr Sterberisiko um 22 Prozent.

Also: Wann könnten Sie 5 Minuten am Tag laufen? Morgens, in der Mittagspause oder am Abend? Und kommen Sie mir jetzt nicht damit, dass Sie keine 5 Minuten Zeit haben.


 

2. Fünf Minuten pro Stunde aufstehen oder herumlaufen verbessert Ihre Gesundheit und Ihre Stimmung.

Sitzen ist das neue Rauchen. Warum es gut ist, bei der Arbeit nicht soviel zu sitzen sondern zum Beispiel besser zu stehen, habe ich hier beschrieben. Die meisten von uns sitzen den ganzen Tag: Frühstück, Auto, Bahn, Schreibtisch, Meeting, Kantine, Fernseher … Die fehlende Bewegung kann zu ernsten Krankheiten wie Diabetes, Übergewicht und Arteriosklerose führen.

Sich zwischendurch mal kurz bewegen, aufzustehen, sich zu strecken, ans Fenster gehen und ein paar tiefe Atemzüge machen, die Treppe benutzen, in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang machen – es gibt viele Möglichkeiten, das endlose und gefährliche Sitzen zu unterbrechen.

Also: Wann und womit fangen Sie an?

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3. Sind Sie ein chronischer Aufschieber? Hier für Sie ein 5-Minuten-Trick.

Aufgaben vor sich herzuschieben ist eine fruchtlose und unangenehme Gewohnheit. Ich war früher auch ein Aufschieber und habe über meine Erfahrungen, wie man damit aufhören kann, einen erfolgreichen eMail-Kurs geschrieben.

Einer der wichtigsten Tipps daraus lautet: Erledigen Sie die ungeliebte Aufgabe – aber nur für 5 Minuten!

Egal, um was es sich handelt: die Garage aufräumen, ihre Belege für die Steuererklärung ordnen, das Klo putzen, Ihre Ablage in Ordnung bringen. Fangen Sie an und bleiben Sie dran: aber nur für 5 Minuten!

Der Effekt ist erstaunlich. Weil die Zeitspanne so lächerlich kurz erscheint, fängt man meistens mit der ungeliebten Tätigkeit an. Damit aber nach 5 Minuten wieder aufzuhören, ist gar nicht so einfach. Meistens macht man dann noch eine ganze Weile weiter. Weil man gerade so gut dabei ist. Weil man merkt, dass die Tätigkeit doch nicht so schrecklich ist.

Also: Mit welcher blöden Arbeit wollen Sie diesen 5-Minuten-Trick mal ausprobieren? Stellen Sie einen Wecker auf 5 Minuten, fangen Sie an und warten Sie ab, was passiert.

 

4. Eine 5-Minuten-Pause kann Ihre Kreativität und Produktivität steigern.

Die wenigstens Menschen können sich länger als eine halbe Stunde am Stück konzentrieren. Das gibt zwar kaum jemand zu aber viele sitzen länger vor einer Aufgabe und merken oft nicht, dass sie gar nicht mehr darauf konzentriert sind. Sondern mit den Gedanken immer wieder abschweifen.

Abhilfe ist ganz einfach: Machen Sie regelmäßig kurze Pausen!

Stellen Sie sich einen Wecker, der Sie daran erinnert, nach einer Zeitspanne Konzentration eine Pause zu machen. Ganz bequem geht es mit der Produktivitäts-App Time Out (für iPhone und Mac). Sie behält die notwendigen Pausen für Sie im Blick und legt einen Schleier über den Bildschirm, damit Sie auch wirklich kurz vom diesem aufblicken. Abstände und Dauer der Pausen lassen sich individualisieren.

Also: Wann machen Sie Ihre erste 5-Minuten-Pause?

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5. Nur fünf Minuten am Tag dankbar sein macht Sie garantiert zufriedener.

Das geht ganz leicht mit der Übung „3 gute Dinge“. Denken Sie gegen Ende des Tages an drei Dinge, die Sie erlebt haben und warum sie passierten. Menschen, die dies nur eine Woche lang machten waren für einen Zeitraum von sechs Wochen (!) zufriedener. Sie können auch ein Dankbarkeits-Tagebuch führen oder dankbar sein, wenn Ihnen etwas Gutes widerfährt.

Eine dankbare Haltung dem Leben gegenüber aufzubauen hat jede Menge positiver Konsequenzen: Mehr Freude, Begeisterung, Optimismus und -Selbstkontrolle.

Also: Zählen Sie doch gleich mal fünf Dinge auf, für die Sie dankbar sein könnten.


 

Manchmal glauben wir, dass es großer Veränderungen bedarf, um dauerhaft unser Leben zum Positiven zu wenden.

  • Umzug in eine neue Stadt
  • Ein neuer Partner
  • Ein anderer Beruf oder eine andere Stelle.
  • Ein Lottogewinn

Das mag sogar manchmal richtig sein. Aber auch das Neue wird nach einer Weile zum Gewohnten und wir sind wieder in derselben Situation. So wie Sie dreimal am Tag essen, um satt zu sein, ist es auch gut, öfters am Tag Ihren Hunger nach Glück, Freude und Sinn zu stillen. Und mit den vorgestellten 5-Minuten-Übungen geht das wunderbar.

 

kommentar Welcher 5-Minuten-Tipp gefällt Ihnen am besten?

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Bild: ©  Muhammed Fayiz, Brooke Cagle, Sander Smekes – Unsplash

Tags:
5 Minuten Auszeit, 5 Minuten Andacht, 5 Minuten Abnehmen, 5 Minute Coaching, 5 Minuten Challenge, 5 Minuten Achtsamkeit,

Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

14 Kommentare

  1. Lieber Herr Kopp-Wichmann,
    wieder mal so ein schöner praxisorientierter Beitrag, wie ich das liebe! Und was mir besonders gefällt: Sie bringen alle Lebensbereiche zusammen: Körper, Seele und Geist – jede und alles kriegt 5 Minuten sein Recht 😉
    Rechnet man täglich 5Min zusammen für die Tage des Jahres für die statistische Lebenserwartung, dann wird da ganz schön viel zusammenkommen. Einfach überzeugend!
    Vielen Dank für den Beitrag 🙂

  2. Hallo! Vielen Dank für diesen informativen Artikel! Mir gefällt das Dankbarkeitstagebuch am besten. So wird man sich intensiv darüber bewusst, was gut ist im eigenen Leben. Der Focus verlagert sich. Und das braucht für drei Dinge pro Tag gar nicht mal fünf Minuten 🙂

    Viele Grüße!
    Nicole

  3. Es stimmt wirklich! Man muss kein Spitzensportler sein um seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. 1-2x die Woche ein wenig Sport kann schon eine Menge bewirken oder eben … 5 Minuten täglich laufen.

    Mir gefällt die Infografik!

  4. Ich hab es so nicht auf den Punkt bringen können. Danke dafür
    Ich werde an sie denken, wenn ich das nächste mal durch den Park laufe und dankbar bin, das ich das kann.

  5. Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    herzlichen Dank für diesen schönen Artikel. Besonders Tipp 4 hat es mir angetan. Das probiere ich gleich einmal aus. Ihnen einen guten Start in die Woche und herzliche Grüße.
    Michael Geerdts

  6. Daniela sagt

    Super, ich werde den 5min. Trick gleich ausprobieren. Danke für diesen wertvollen Beitrag.

  7. Wow, eine Stunde lang im Flow Ihr Vorwort geschrieben! Toll!
    Das kenne ich auch, wenn ich die Anfangshürde überwunden habe, höre ich nicht gleich wieder auf, sondern mache oft noch ziemlich lange weiter, obwohl ich mich anfangs sehr dagegen gesträubt habe.

  8. Gerda Hoffmann sagt

    Fünf Dinge, für die ich dankbar bin? Heute vor allem dafür, dass Sie lieber Roland, mir mit Ihren Artikeln immer wieder neue Erkenntnisse und Impulse geben, die mich motivieren und mir das Leben leichter machen!
    Die erste Folge aus dem eMail-Kurs „Anpacken statt aufschieben“ hat mich darüber nachdenken lassen, wofür das ständige Aufschieben einer Sache gut war: Ich habe mich in den letzten 2 Jahren erst einmal darauf konzentriert, Gewohnheiten, die wichtig für mich sind, in kleinen Schritten einzuüben. Dazu gehört, mich regelmäßig zu bewegen und darauf zu achten, was mir beim Essen gut tut. Und ich habe „Loslassen“ geübt. Stück für Stück mich von Sachen getrennt, die ich nicht mehr brauche (alte Notizen, Bücher, Kleider …). Und von alten Gewohnheiten – nicht immer zuerst an die Bedürfnisse meiner Mitmenschen zu denken und mich für sie verantwortlich zu fühlen (vor allem dann nicht, wenn sie das gar nicht möchten). Die K3-Methode aus dem letzten Beitrag hat mir dann bewusst gemacht, was mir wirklich wichtig ist und was ich ohne Druck verschieben oder sein lassen kann.
    Und heute die Umsetzung Ihrer 5 Minuten Aufgabe gegen das Aufschieben! Ich habe angefangen, das Vorwort für mein 3. Buch zu schreiben und war bestimmt eine Stunde lang dabei, vollkommen im Flow. Ich bleibe dran, versprochen (ich verspreche das mir selbst, weil ich dieses Buch in erster Linie für mich selbst schreibe). Sollte ich bis September nicht fest im Sattel sitzen und regelmäßig schreiben, bleibt mir immer noch der eMail-Kurs „Anpacken statt aufschieben“.
    Danke und eine gute Woche!

  9. Romana Bauer sagt

    Danke für den Beitrag! Ich gebe Ihnen vollkommen recht, dass die kleinen Schritte das alltägliche Leben langsam verändern. Durch diese Langsamkeit können Veränderung nachhaltiger wirken, ausserdem dauern 5 Minuten wirklich nicht lange. Es geht halt nur darum, den inneren Schweinehund täglich zu überlisten – und das ist manchmal auch wieder mühselig. Allerdings – c’est la vie!

  10. Genau so ist es: „Deswegen müssen die täglichen Wiederholungen so lächerlich klein sein, dass man fast keine Willenskraft dafür braucht.“
    Dann gibt es auch fast nie Widerstand vom inneren Schweinehund.

  11. So wenig wie möglich, dafür aber regelmäßig – davon bin ich auch überzeugt. Deshalb habe ich dieses Prinzip als Grundlage für mein Buch „Gute Gewohnheiten entwicklen“ gewählt.

    Die Kernaussage des Buches ist: Gewohnheiten brauchen Zeit um sich zu festigen. Allein mit Motivation halten die meisten Menschen nicht so lange durch. Da hilft nur Selbstdisziplin. Für die braucht man aber Willenskraft, die aber nicht immer in ausreichendem Maß vorhanden ist. Deswegen müssen die täglichen Wiederholungen so lächerlich klein sein, dass man fast keine Willenskraft dafür braucht.

    Das Buch gibt’s als E-Book bei Amazon: http://amzn.to/2sMuo7c

  12. Martina Stauch sagt

    Hallo lieber Roland Danke für deine heutigen Sonntagsperlen, die für mich wie immer 100% passen . Ich weiß ja nicht woran es liegt ,aber die passen einfach immer, fallen wie feiner Sternenstaub vom Himmel um meine chaotischen Strukturen zu erhellen

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