Die Bilder in Ihrem Gehirn entscheiden, was für ein Leben Sie führen.

Kommentare 14
Neurobiologie / Psychologie

In diesem Blog geht es immer wieder darum, dass wir die Welt nicht direkt erkennen können. Statt dessen machen wir uns Bilder von dem, was wir in der Welt wahrnehmen. Anders ausgedrückt: Sie nehmen die Welt nicht passiv wahr wie eine Photokamera, die das abbildet, was vor der Linse ist. Sondern wir nehmen aktiv wahr. Wir konstruieren unsere Realität.

In seinem Vortrag auf dem Symposium, das ich vor zwei Wochen besuchte, sprach Prof. Gerald Hüther über diese „Macht der inneren Bilder“. Ein wichtiger Meilenstein dabei war die Entdeckung der Spiegelneuronen, die eher zufällig erfolgte. Per EEG untersuchte man die Gehirnaktivität eines Affen, der gerade eine Banane schälte, und filmte ihn dabei. Ein zweiter Versuchsaffe war auch schon mit dem EEG verbunden und sah zufällig das Video des ersten Affen, auf dem dieser seine Banane schälte. Ein Wissenschaftler schaute „zufällig“ auf die EEG-Ableitung des zweiten Affen und war völlig überrascht, als er bei diesem dieselbe Gehirnaktivität feststellen konnte.

Das heißt: für das Gehirn ist es fast das Gleiche, ob wir eine Handlung ausführen oder jemanden dabei beobachten bzw. uns diese Handlung vorstellen. Diese Eigenschaft der Spiegelneuronen hat nun weitreichende Konsequenzen:

  • Sie ermöglichen uns Empathie.
    Sie sehen im Fernsehen hungernde Kinder in Afrika oder eine Frau aus Birma, die ihre gesamte Familie durch den Wirbelsturm verloren hat. Oder Ihre Tochter hat Liebeskummer. Oder Ihr Partner berichtet über seinen Ärger im Büro. Jedes Mal, wenn Ihnen das Schicksal eines anderen Menschen nahegeht oder Sie auch nachfühlen können, was dieser empfindet, sind Ihre Spiegelneuronen aktiviert. Sie können die Gefühle des anderen nur nachfühlen, weil in Ihrem Gehirn diesselbe Areale in diesem Moment aktiviert werden.
  • Sie ermöglichen uns, unser Verhalten zu formen.
    Fast alle erfolgreichen Sportler arbeiten mit „mentalem Training“. Der Skispringer stellt sich im Geist vor, wie er im Moment des Absprungs vom Schanzentisch sich nach vorne wirft. Ein Golfspieler visualisiert die Körperbewegung beim Schlag sowie die Flugbahn des Balls. Der Tennisspieler verinnerlicht viele Male den komplizierten Bewegungsablauf beim Aufschlag, um es sich besser einzuprägen und zu optimieren.

In derselben Weise ist es möglich, eigene Verhaltensweisen zu verändern. In der Verhaltenstherapie üben Klienten, ihre Ängste (vor Aufzügen, vor Hunden, vor Spinnen etc.) durch Entspannung und ein sicheres Auftreten in der Phantasie zu überwinden. Ein Autor prüft im Geist, wie stimmig ein möglicher Handlungsverlauf ist. Ein Architekt visualisiert im frühen Entwurfsstadium bestimmte Alternativen.

Fasst man diese Erkenntnisse zusammen, wird deutlich, warum Ziele in unserem Leben so wichtig sind. Sie wirken wie unbewusste Programmierungen, die auf unser Denken und Verhalten enormen Einfluss haben.

Aber auch Ihr Selbstbild – also Ihre inneren Bilder, wie Sie sich sehen – bestimmt, was Sie sich zutrauen und was nicht. Angenommen, Sie haben von isch das Bild, dass Sie wenig Ausdauer haben (weil Sie das in Ihrem Leben öfters gehört oder sich selbst gesagt haben), dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie bei einer anstrengenden Tätigkeit (Joggen, Wohnung aufräumen, Steuererklärung machen) schnell aufgeben, weil es Ihnen Ihr Selbstbild nahelegt.

Dasselbe kann man bei Komplimenten erleben. Wenn Sie jemandem gegenüber eine anerkennende Bemerkung machen („Du siehst gut aus!“ oder „Das hast du gut gemacht!“) kommt es auf das Selbstbild des Betreffenden an. Steht es im Gegensatz zu der gehörten Bemerkung, hört man oft eine skeptische Antwort: „Ja, meinst du wirklich?“ oder „Ach, das war doch nichts Besonderes.“

Wie erkennt man nun wichtige innere Bilder bei sich?

Dazu habe ich einen kleinen Fragebogen konzipiert, der in ähnlicher Art in Wochenzeitungen oder Magazinen bekannten Persönlichkeiten vorgelegt wird. Doch bei diesem Fragebogen geht es nicht darum, originelle Anworten zu geben. Sondern mehr darum, dass Sie sich selbst über bestimmte „Bilder“ in Ihrem Gehirn bewusster werden können.

Fragebogen: ICH UND MEINE INNEREN BILDER

Lesen Sie einfach die folgenden zwölf Fragen und beobachten Sie möglichst achtsam, welche inneren Bilder dazu bei Ihnen auftauchen.

  1. Nie mehr verzichten möchte ich auf …, weil …
  2. Als junger Mensch wollte ich … weil ich dachte …
  3. Auf mein Leben schauend bin ich am meisten stolz darauf … denn dadurch …
  4. Mit 5 Millionen Euro würde ich … und verspreche mir davon …
  5. Die wichtigste Erfindung der letzten zwanzig Jahre war für mich …
    denn erst dadurch konnte ich …
  6. Am meisten in meinem Leben bereue ich … weil ich glaube …
  7. Ich hätte nie gedacht, dass ich …
  8. In meinem Leben ist zuviel … und zuwenig …
  9. Meine größte Angst ist … weil ich
  10. In meinem Job bin ich gut, weil ich …
  11. Liebenswert bin ich vor allem weil ich …
  12. Im nächsten halben Jahr werde ich …

Kopieren Sie sich die Fragen aus diesem Artikel und fügen Sie sie in Ihr Schreibprogramm (WORD o.ä.) ein und beantworten Sie die Fragen schriftlich. Die Schriftform ist wichtig, weil Sie da genauer formulieren werden.

Überlegen Sie bei jeder Frage auch, warum Sie sie so beantworten und schreiben Sie den Grund zu Ihrer Antwort.

Wenn Sie mutig sind (schließlich heißt dieses Blog „Vorsicht: Persönlichkeitsentwicklung!“) können Sie die kopierten Fragen und Ihre Antworten auch hier als Kommentar schreiben. Das würde mich – und natürlich andere Leser – interessieren.

Und was hat das jetzt mit „inneren Bildern“ zu tun?

Nun, was wir im Leben anstreben oder zu vermeiden suchen, hat natürlich mit Erfahrungen zu tun, die wir selbst gemacht haben oder bei anderen beobachtet haben. Diese Erfahrungen sind als innere Repräsentationen abgespeichert. Sie wirken auf unser inneres Belohnungszentrum im Gehirn, dann versuchen wir, sie zu erreichen. Oder sie wirken auf unser „Bestrafungszentrum“, dann haben wir damit Schmerz oder Unlust verknüpft und versuchen, diese Erfahrungen tunlichst zu vermeiden.

PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefiel …… dann empfehlen Sie ihn doch weiter.
Einfach hier unten auf “Artikel weiterempfehlen” klicken.
… oder schreiben Sie einen Kommentar.
… oder abonnieren Sie neue Beiträge einfach per Email. Einfach links Adresse bei feed-icon-28×28.jpg eintragen.

Danke für Ihr Interesse.

Fotos:Creative Commons License photo credit: Nick Haskins, SuperFantastic


Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

14 Kommentare

  1. Hallo,
    herzlichen Dank für Ihre sehr persönlichen Antworten.

    Zu Punkt 8 und 9: kennen Sie das Buch von Dr. Sylvia Löhken? Mit ihr werde ich in den nächsten Wochen ein Video-Interview hier auf dem Blog veröffentlichen. Bis dahin können Sie zu dem Thema hier auf meinem Blog etwas lesen …

  2. Natbüro sagt

    1. Nie mehr verzichten möchte ich auf meine Freunde und Tiere, die mich begleiten, weil ich dadurch nicht allein bin, dem Austausch und der Fürsorglichkeit frönen kann ebenso wie sie sich um mich kümmern, wenn es Not tut.
    2. Als junger Mensch wollte ich zu Pferd den Rhein entlang reiten, als Begleitung einen Hund und einen weiteres Mensch-Pferd-Gespann, weil dieser Fluss in mir immer eine gewisse Rührung auslöst und ich mich hoch zu Ross und überhaupt mit Pferden und Hunden unheimlich gut verstehe.
    3. Auf mein Leben schauend bin ich am meisten stolz darauf, dass ich mich selbständig gemacht habe denn dadurch habe ich mir – Erfolg hin oder her – einen kleinen Traum erfüllt.
    4. Mit 5 Millionen Euro würde ich mir ab und zu teure Träume erfüllen, wie z. B. Reisen und Auszeiten ohne in finanzielle Abhängigkeiten zu geraten nutzen und verspreche mir davon mehr innere Ruhe und Möglichkeiten.
    5. Die wichtigste Erfindung der letzten zwanzig Jahre war für mich die digitale Fotografie
    denn erst dadurch konnte ich hemmungslos drauflos knipsen und fotografieren ohne ständig Filme und Laborarbeiten zu bezahlen
    6. Am meisten in meinem Leben bereue ich mich in rückblickend in bestimmten Situationen in mein Schneckenhaus zurückgezogen zu haben.
    7. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal studieren würde, obwohl ich es mir immer gewünscht habe und nach einer Zeit im falschen Beruf endlich tat. Halleluja!
    8. In meinem Leben ist zuviel Unsicherheit und Furcht und zuwenig handfester Mumm in zwischenmenschlichen Bereichen
    9. Meine größte Angst ist, weiterhin ohne zu mir passenden Lebensgefährten zu leben weil ich zu introvertiert bin für lockere Flirts und Smalltalks
    10. In meinem Job bin ich gut, weil ich eigene Pfade gehe, kleine Umwege in Kauf nehme und mich nicht streng an den Mainstream meines Berufsbildes halte
    11. Liebenswert bin ich vor allem weil ich nett und frech zugleich bin, nicht zu kapriziös und nicht langweilig, ein stilles Wasser mit Tiefenschärfe bin, locker und fröhlich sobald ich jemanden, den ich mag, besser kenne.
    12. Im nächsten halben Jahr werde ich weiterhin auf einen Lebensgefährten hoffen und entscheiden, ob ich den ersten langen Urlaub seit 7 Jahren in England oder Südfrankreich verbringen werde. Gutes Englisch kontra fürchterliche Französischkenntnisse bei gleichzeitiger Sehnsucht auf das Languedoc und das Roussillon…

  3. Ich sagt

    Nie mehr verzichten möchte ich auf meinen Freund, denn er macht mir mut, gibt mir Selbstbewusstsein, gibt meinem Leben mehr Sinn.

    Als junger Mensch wollte ich genau den Beruf erlernen, den ich jetzt habe. Ich habe ihn allerdings mit mehr Ehrgeiz verfolgt, weil ich dachte, dass er mir Anerkennung, Freunde und Lebenssinn gibt.

    Auf mein Lebend schauend bin ich am meisten stolz darauf, dass ich mein Studium abgeschlossen/ geschafft habe, obwohl ich selber oft an mir gezweifelt habe, denn dadurch habe ich Mut mir noch mehr zuzutrauen.

    Mit 5 Millionen Euro würde ich gelegentlich eine Pause vom Alltag nehmen und durch die Welt reisen und verspreche mir davon meinen Horizonz zu erweitern, Menschen kennenzulernen, mich kennen zu lernen. Selbstbewusst zu werden.

    Am meisten in meinem Leben bereue ich, zu häufig augegeben zu haben, die Musik, das Zeichnen, den Sport, weil ich glaube viel mehr erreicht haben zu können, als es jetzt der Fall ist.

    Ich hätte nie gedacht, dass mir ein Mensch, wie mein Freud so wichtig werden kann, dass alles daneben (mein Beruf, meine Hobbys, meine eigenes Leben) unwichtig wirkt. Ich hätte nie gedacht, dass ich so weit komme, wie ich es jetzt bin.

    In meinem Leben ist zu viel Angst und zu wenig Zuversicht. Zu viel Andere und zu wenig Ich.

    Meine größte Angst ist in meinem Beruf nicht mehr glücklich zu werden 🙁

    In meinem Job bin ich gut, weil ich sehr schnell lerne.

    Liebenswert bin ich vor allem, weil ich immer nett und freundlich bleibe. Egal in welcher Situation. Nicht nachtragend bin und das Leben der anderen Menschen sehr schätze!

    Im nächsten halben Jahr, werde ich die Fachrichtung meines Berufes ändern und damit hoffentlich glücklich sein. Und vor allen Dingen meine ständige Angst besiegen zu versagen!

  4. Hallo Querlenker:
    vielen Dank für Ihren Kommentar, in dem Sie Ihre sehr persönlichen Ansichten mitteilen.
    Bin gespannt auf Ihre Website.

  5. Querlenker sagt

    Nie mehr verzichten möchte ich auf meine Frau, weil sie der einzige Aspekt ist, unter dem alles einen Sinn zu ergeben scheint.

    Als junger Mensch wollte ich Rennfahrer werden, weil ich dachte, nur die unmittelbare Überwindung der Angst in jeder Hunderststelsekunde befreit mich davon. Funktioniert übrigens wirklich – so lange man fährt.

    Auf mein Leben schauend bin ich am meisten stolz darauf, dass es mir gelungen ist,
    aus meinen Ideen Wirklichkeiten (Unternehmen und auch Unternehmer) zu formen, denn dadurch behielt ich meinen Glauben an die eigentliche Energie und kann ihn weitergeben.

    Mit 5 Millionen Euro würde ich, nach dem üblichen Versuch, materielle Versuchungen auszuleben, Gründungen finanzieren. Und ich verspreche mir davon, dass nicht jede zukunftsfähige, gute Idee ein Opfer der „ich-habs-ich-behalts“-Lobby wird.

    Am meisten in meinem Leben bereue ich, auf die Leute gehört zu haben, die aus niederen Motiven oder schierer Unkenntnis professionelle Bedenkenträger wurden.

    Ich hätte nie gedacht, dass ich an meinem heranwachsenden Kind so viele Fehler begehe.

    In meinem Leben ist zuviel Wissen und zuwenig Erkenntnis.

    Meine größte Angst ist, mich meinen unerkannten Ängsten untertan zu machen, weil ich weiss, dass sie heute grossenteils überflüssig sind.

    In meinem Job bin ich gut, weil ich meinen Job stets selbst erfinden musste.

    Liebenswert bin ich vor allem, weil: mich muß man lieben– sonst kann man mich gar nicht ertragen.

    Im nächsten halben Jahr werde ich endlich den Deckel auf meine Firma setzen – und zwar den ohne Bronzegriffe 🙂

  6. Hallo donralfo,
    danke für Ihren Kommentar und Ihre Offenheit.
    Am besten gefallen mir Ihre Antworten auf Punkt 3 und 4.

  7. 1. Nie mehr verzichten möchte ich auf den Strom des Heiligen Geistes und die Nähe Gottes, weil er mich so glücklich macht und meinem Leben Sinn gibt.
    2. Als junger Mensch wollte ich Schriftsteller werden weil ich dachte dann reich, berühmt und anerkannt zu werden
    3. Auf mein Leben schauend bin ich am meisten stolz darauf in meiner Ehe auch in schwierigen Zeiten durchgehalten zu haben, denn dadurch bin ich selbst als Mensch gewachsen und kann anderen Hoffnung und Mut machen.
    4. Mit 5 Millionen Euro würde ich mir ein großes Anwesen kaufen und verspreche mir davon dort mit all meinen Kindern, deren Partnern und Enkelkindern gemeinsam zu leben und in einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten.
    5. Die wichtigste Erfindung der letzten zwanzig Jahre war für mich der PC
    denn erst dadurch konnte ich meine Kreativität so richtig ausleben.
    6. Am meisten in meinem Leben bereue ich mit dem Sport aufgehört zu haben weil ich glaube ein erfolgreicher 100 Meter-Läufer hätte werden können und viel gesünder gelebt hätte. Dadurch hätte ich so manche Probleme vermeiden können.
    7. Ich hätte nie gedacht, dass ich mir mal überhaupt keine Sorgen um Geld mehr machen würde.
    8. In meinem Leben ist zuviel körperliche Schwäche und zuwenig eigener Antrieb.
    9. Meine größte Angst ist, aus unserem schönen Haus mit Garten in eine Mietswohnung zu ziehen weil ich mich da eingesperrt fühlen würde und die Treppen nicht mehr gut schaffe.
    10. In meinem Job bin ich gut, weil ich gar keinen habe.

  8. Hallo Achtwege,
    danke für Ihren Kommentar und das Einstellen Ihrer Antworten auf den Fragebogen.

    Besonders gefallen haben mir Ihre Antworten, wo Sie über Ihre Ängste und Zweifel schreiben, und wie Sie gelernt haben, besser damit umzugehen.

    Das Schwierige an Ängsten ist ja, dass die meisten Menschen dazu neigen, den angstauslösenden Situationen auszuweichen, um eben die Angst nicht mehr zu erleben. So verständlich diese Reaktion ist, zahlt man dafür doch einen hohen Preis. Nämlich, dass man die Ängste stärkt, sie letztlich größer macht. Und – Ängste tendieren dazu, sich auszubreiten auf andere Situationen.

    Ihnen weiterhin viel Erfolg und alles Gute auf Ihrem Weg.

  9. AchtWege sagt

    Ich möchte nicht viele Worte machen aber gern meine Antworten hier einstellen …

    Fragebogen:

    Nie mehr verzichten möchte ich auf meine Familie und Ziele im Leben, weil er und sie mir Lebenskraft und einen Sinn geben.

    Als junger Mensch wollte ich reich und berühmt werden, weil ich dachte, dass mich das wertvoller macht.

    Auf mein Leben schauend bin ich am meisten stolz darauf, meine Angst vor Trennung überwunden zu haben, denn dadurch stehe ich nun wieder auf Kreuzungen, die mein Leben positiv verändern können.

    Mit 5 Millionen Euro würde ich mir und meiner Familie ein Anwesen kaufen, einen Teil sinnvoll und Zukunft sichernd anlegen, ein schönes Auto und Luxus in mein Leben lassen, Freunden und Familie Gutes tun und verspreche mir davon ein finanziell sorgenfreies Leben und Anerkennung.

    Die wichtigste Erfindung der letzten zwanzig Jahre war für mich PC & Handy.
    Denn erst dadurch konnte ich sehen und fühlen, was ich auch bin und anfangen zu leben, was ich leben will.

    Am meisten in meinem Leben bereue ich, dass ich oft so feige war, weil ich glaube, dass ich ohne meine Ängste schon viel mehr erreicht hätte.

    Ich hätte nie gedacht, dass ich mich je von meinem ersten Mann trennen kann und diesen Weg aushalte.

    In meinem Leben ist zu viel Angst und zu wenig Selbstvertrauen.

    Meine größte Angst ist, meine wahren Ziele nie zu finden, weil ich dann auf ein nicht gelebtes Leben schauen würde.

    In meinem Job bin ich gut, weil ich sehr viele positive menschliche Fähigkeiten besitze.

    Liebenswert bin ich vor allem, weil ich meine Bedürfnisse zurückstellen kann.

    Im nächsten halben Jahr werde ich in mir stärker werden, Selbstbewusstsein aufbauen, ein berufliches Ziel finden, das ich sicher verfolge und deutliche finanzielle Gewinne erzielen. Ich werde gesundheitlich so stabil bleiben, wie ich bin und meine Fitness deutlich steigern. Ich werde meiner Familie und meinen Freunden gut tun.

    Liebe Grüße
    AchtWege

  10. Ich stimme dem geschriebenen Artikel zu. Er hat mir gefallen.

    „Die Qulität deiner Ziele bestimmt deine Lebensqualität.“ (unbekannt)

  11. Das bringt mich dann (mal wieder) zu Robert T. Kyosaki. Der Autor der bekannten „rich Dad, poor Dad“- Buchreihe ging davon aus, dass reiche Eltern ihren Kindern eine anderes Denken über Geld beibringen als arme Eltern. Das läßt sich dann wohl getrost auch auf die Bilder übertragen, die sich die jeweiligen Kinder machen.
    Das legt den Schluss nahe, dass eine zivilisierte Gesellschaft dafür sorgen müsste, dass auch arme Kinder in den Genuß der richtigen Bilder von der Welt kommen. Denn nur dann können sie gleichermaßen die „Bildungs“-Chancen usw. nutzen, die diese Gesellschaft ihnen bieten kann.

    Sie haben da ein sehr spannendes Thema aufgeworfen!

  12. Hallo,
    danke für Ihren Kommentar und Ihr Test-Interesse.

    Natürlich beeinflusst die Kultur, in die man als Kind hineingeboren wird, die Prägung der Bilder. So ist ja bekannt, dass dies die beiden ersten Worte sind, die ein deutsches Baby beherscht: „Mama“ und – „Auto“.

    Auch die soziale Schicht, der Sprachstil und eben ganz allgemein der Tagesablauf der Eltern, ihre Interessen und Gefühle teilen sich dem Kind mit. Im Kindergarten geht es dann gerade weiter. Ich erinnere mich, als wir einmal einen Waldorf-Kindergarten zwecks Auswahl besuchten, mir auffiel, dass alle Kinder Bilder malten – aber ohne Linien. Es gab auch keine Stifte, mit denen man eine Linie hätte zeichnen können. Die Kindergärtnerin klärte uns dann über den Sinn dieser Maßnahme auf.

    Aus diesen Beispielen sieht man, wie früh der Prozess des „Sich-ein-Bild-von-der-Welt-Machens“ beginnt und wie extrem subjektiv und individuell unsere Bilder von der „Realität“ sind.

  13. Der Beitrag gefällt mir sehr gut! Ich werde den Test selbst machen. Ob ich dann so freimütig damit umgehe, wie von Ihnen vorgeschlagen, weiß ich noch nicht. 🙂

    Ich fände allerdings eine weitere Frage in dem Zusammenhang recht spannend. Wie sehr beeinflusst uns die Prägung durch Eltern etc., Bilder zu formen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.