Das Wikipedia der wichtigsten Gesetze der Filmproduktion.

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Allgemein

In diesem Weblog schreibe ich oft darüber, dass menschliches Leben und Erleben in Landkarten organisiert ist. Die Realität ist zu komplex als dass wir direkt mit ihr umgehen könnten. Deshalb reduzieren wir die Komplexität der Wirklichkeit durch mentale Landkarten
Es gibt unzählige Landkarten. Zum Beispiel
Landkarten von Männern
Landkarten des Unglücklichmachens
Landkarten von weiblichen Führungskräften
Landkarten der Lebensführung

Diese Landkarten, die ursprünglich nur zur Vereinfachung und Orientierung dienten, werden mit häufiger Anwendung zu “Gesetzen”. Kaum jemand hinterfragt sie noch. “So ist das eben im Leben.”

Zufällig entdeckte ich, dass es auch bei der Produktion von Kinofilmen bestimmte “Gesetze” gibt, die zwar willkürlich und bisweilen unlogisch sind – jedoch in allen Filmen befolgt werden.

Welche sind das? Beim Lesen erkennen Sie sie bestimmt wieder.

  • Jeder Polizeieinsatz führt mindestens einmal in einen Strip-Club.
  • Wenn Du durch die Stadt gejagt wirst, ist der beste Ort, sich zu verstecken, eine St. Patricks Day Parade. Unabhängig davon, welchen Tag wir haben oder ob Du zufällig in Nagasaki bist.
  • Betten haben spezielle L- förmige Laken, die bei Frauen bis zur Brust reichen, aber nur bis zur Taille bei Männern.
  • Alle Einkaufstüten enthalten mindestens ein Baguette.
  • Jeder kann ein Flugzeug landen, solange einer im Tower sitzt und die Gebrauchsanweisung vorbetet.
  • Falls Du nachladen musst, wirst Du Munition parat haben. Selbst wenn Du vorher keine mehr hattest.
  • Du überlebst mit sehr großer Wahrscheinlichkeit jeden Krieg. Solange Du niemals ein Foto Deiner Geliebten zuhause
    herumzeigst.
  • Du musst nicht Deutsch sprechen, um als deutscher Offizier durchzugehen. Ein entsprechender Akzent reicht völlig.
  • Der Eiffelturm kann von jedem Fenster in Paris gesehen werden.
  • Ein Mann wird, ohne mit der Wimper zu zucken, Schläge, Tritte und Kugeln einstecken, aber zusammenzucken, sobald eine Frau versucht, die Wunden zu versorgen.
  • Ein Schaufenster dient nur dazu, jemanden durchzuwerfen.
  • Um ein Taxi zu bezahlen, greif einfach in die Brieftasche und ziehe einen Schein raus. Es wird der richtige sein.
  • Küchen haben keine Lichtschalter. Das Licht vom Kühlschrank reicht völlig aus, um alles genauestens zu beleuchten.
  • In einem Spukhaus gehen Frauen unheimlichen Geräuschen immer in der Unterwäsche nach, die möglichst viel zeigt.
  • Computer haben weder Betriebssystem noch gibt’s Programme zur Textverarbeitung. Das Display zeigt grundsätzlich ‘Enter Password’ und nach der richtigen Eingabe gibt’s automatisch einen Ausdruck des gewünschten Textes.
  • Bauern aus dem Mittelalter haben perfekte Zähne.
  • Jeder, der aus einem Alptraum erwacht, wird aufrecht im Bett sitzen, schwitzen und keuchen.
  • Auch wenn die Strasse perfekt gerade ist, muss man wild links-rechts lenken.
  • Alle Bomben haben eine Menge Drähte, rote blinkende Lichter und eine Digitalanzeige, die genau zeigt, wie lang’s noch dauert.
  • Es gibt immer einen Parkplatz vor dem Gebäude, in das man will.
  • Polizisten lösen Fälle nur, wenn sie suspendiert sind.
  • Unabhängig davon, wie zahlenmässig dir der Feind im Nahkampf überlegen ist, sie werden abwarten und um dich herumtanzen, um einzeln anzugreifen.
  • Jedes Schloss kann kinderleicht mit einer Büroklammer oder einer Scheckkarte geknackt werden. Ausser es gehört zu einem brennenden Gebäude und ein Kind ist drinnen eingesperrt.
  • Weglaufende Frauen stolpern immer und verdrehen sich dabei den Knöchel.
  • Kugeln prallen von Supermann ab, aber er wird sich ducken, wenn ein Messer nach ihm geworfen wird.
  • Pferde sind unempfindlich gegen Kugeln, Schwerter, Pfeile und Speere, stolpern aber über ein Büschel Gras im dümmsten Moment. (Wenn der Reiter eine Frau ist, wird sie sich den Knöchel verdrehen.)
  • Gottes Stimme ist ein tiefer Bass, mit einem wohlklingenden Echo.
  • Wird ein Lied angestimmt, ist irgendwo ausserhalb des Bildes zufällig ein 60-köpfiges Orchester anwesend.
  • Reifen quietschen auf JEDEM Untergrund, Fahrzeuge explodieren grundsätzlich bei jeder Kollision, ausser bei Zusammenstößen mit Mülleimern, Melonenständen und Kartons.
  • Sobald im Fernsehen Nachrichten über dich kommen, schaltest du nach wenigen Sekunden den Fernseher aus!
  • Alle talentierten Kinder haben saufende, prügelnde oder verständnislose Eltern.
  • Autos springen in dunklen Wäldern grundsätzlich nicht an.
  • Jeder Held, der vor drohenden Gefahren/Katastrophen warnen will, scheitert zunächst an einem dickbäuchigen, donutessenden Polizisten oder arroganten Möchtegern-Experten.
  • Wird ein Fußgänger von einem Auto verfolgt, so läuft er, solange es geht, geradlinig vor dem Auto her, anstatt sich hinter eine Ecke zu werfen.
  • Jeder Außerirdische, der auf die Erde kommt, bekommt als erstes Baseball erklärt.

Fazit: Die Landkarte ist nicht die Landschaft. Aber oft halten wir unsere Landkarte für die Wirklichkeit.

PS: Diese Film-Gesetze verdanke ich verschiedenen Websites z.B.

Ach ja: Die Darsteller machen GRUNDSÄTZLICH NIE die Tür hinter sich zu, wenn sie ein Haus betreten.

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Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

4 Kommentare

  1. Ute sagt

    Sehr witzig! :-)))

    Zur Ergänzung noch ein paar eigene Beobachtungen zu Filmgesetzen:

    In Polizeirevieren herrscht grundsätzlich grünlich-graues "Licht", das alle Menschen kränklich aussehen lässt. Tagsüber sind alle Fenster verdunkelt, nachts ist allenfalls eine funzelige Glühbirne oder Neonröhre an.

    Autofahrer schließen ihre Fahrzeuge nie ab, nachdem sie den Wagen abgestellt haben (aber bisweilen auf, wenn sie wegfahren wollen).

    Die Bettwäsche in deutschen Fernsehfilmen, speziell so genannten neuen Komödien, ist meist aus (rotem oder dunkelblauem) Satin bzw. aus Seide.

    Frauen wachen stets perfekt frisiert und geschminkt auf (Rohmer- und einige andere französische und dänische Filme machen schon mal eine Ausnahme).

    Erstaunlich viele Erwachsene trinken Milch, bevorzugt direkt aus der Flasche, die sie dann wieder in den Kühlschrank zurückstellen.

    Frauen lassen immer Highheels (meist im Flur auf Parkettboden) fallen, wenn sie von der Arbeit kommen.

    Niemand wäscht sie je die Hände. Zähneputzen hingegen kommt häufig vor und läuft immer gleich ab: Mann/Frau schrubbt ein bisschen im Mund herum, spuckt dann die Zahncreme ins Waschbecken, ohne sich den Mund mit Wasser auszuspülen oder mal den Wasserhahn aufzudrehen und verschwindet umgehend im En-Suite-Schlafgemach.

    Frauen bürsten sich mit Hingabe vor einer Frisierkommode die Haare, bevor sie in den Laken entschwinden.

    To be continued.

  2. Ute sagt

    Sehr witzig! :-)))

    Zur Ergänzung noch ein paar eigene Beobachtungen zu Filmgesetzen:

    In Polizeirevieren herrscht grundsätzlich grünlich-graues "Licht", das alle Menschen kränklich aussehen lässt. Tagsüber sind alle Fenster verdunkelt, nachts ist allenfalls eine funzelige Glühbirne oder Neonröhre an.

    Autofahrer schließen ihre Fahrzeuge nie ab, nachdem sie den Wagen abgestellt haben (aber bisweilen auf, wenn sie wegfahren wollen).

    Die Bettwäsche in deutschen Fernsehfilmen, speziell so genannten neuen Komödien, ist meist aus (rotem oder dunkelblauem) Satin bzw. aus Seide.

    Frauen wachen stets perfekt frisiert und geschminkt auf (Rohmer- und einige andere französische und dänische Filme machen schon mal eine Ausnahme).

    Erstaunlich viele Erwachsene trinken Milch, bevorzugt direkt aus der Flasche, die sie dann wieder in den Kühlschrank zurückstellen.

    Frauen lassen immer Highheels (meist im Flur auf Parkettboden) fallen, wenn sie von der Arbeit kommen.

    Niemand wäscht sie je die Hände. Zähneputzen hingegen kommt häufig vor und läuft immer gleich ab: Mann/Frau schrubbt ein bisschen im Mund herum, spuckt dann die Zahncreme ins Waschbecken, ohne sich den Mund mit Wasser auszuspülen oder mal den Wasserhahn aufzudrehen und verschwindet umgehend im En-Suite-Schlafgemach.

    Frauen bürsten sich mit Hingabe vor einer Frisierkommode die Haare, bevor sie in den Laken entschwinden.

    To be continued.

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