Zufall oder Vorsehung? Synchronizität oder Schicksal?

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Jeder hat wohl schon mal Dinge erlebt, die er als Zufall einordnet, also als unwahrscheinliche, glückliche Umstände, die er nicht willentlich hätte herstellen können. Ich auch.

  • Als Student wollte ich unbedingt eine Reise nach Finnland machen, konnte mir das aber von meinem schmalen Bafög nicht leisten. Doch der Wunsch ließ sich nicht verdrängen.
    Eines Tages traf ich auf der Straße einen alten Freund, den ich seit fünf Jahren nicht gesehen hatte.  Er begrüßte mich mit den Worten: „Endlich treffe ich dich und kann dir die 500 Mark zurückgeben, die du mir mal geliehen hast.“
  • Ich hatte schon zwei Therapieausbildungen (Transaktionsanalyse und Hypnotherapie) gelernt, spürte aber, dass mir noch etwas fehlte. Schwankte zwischen einer Ausbildung in Gestalt oder Bioenergetik. Da rief mich eine Bekannte an und fragte: „Ich organisiere einen Workshop für einen unbekannten Therapeuten aus Amerika und brauche noch eine Anmeldung, damit die Sache stattfinden kann. Würdest du mir zuliebe daran teilnehmen?“
    Ich hatte noch nie von „Hakomi“ gehört, meldete mich an. Und diese Methode wurde zum Fundament meiner ganzen weiteren Arbeit bis heute.
  • Ich greife zum Telefon, um jemanden anzurufen – und in diesem Moment ruft derjenige mich an.
  • Jemand verspürt den plötzlichen, unerklärlichen Drang, einen Ort zu besuchen, an dem er noch nie war, und begegnet dort der Liebe seines Lebens.

Irgendwann in unserem Leben haben wir alle Synchronizitäten erlebt – Zufälle, bei denen sehr unwahrscheinliche Ereignisse auftreten. Sind solche Zufälle nur Zufälle oder ist da mehr am Werk? Was bedeuten Zufälle? Ist Zufall nur ein Mangel an Information?

Um solche bemerkenswerten Ereignisse zu erklären, prägte der Schweizer Psychologe C. G. Jung den Begriff „Synchronizität“ und definierte ihn so:

“Die Gleichzeitigkeit eines gewissen psychischen Zustandes mit einem oder mehreren äußeren Ereignissen, welche als sinngemäße Parallelen zu dem momentanen subjektiven Zustand erscheinen.” 

Als Beispiel beschrieb Jung eine Therapiesitzung mit einer Klientin, die ihm einen Traum schilderte, in dem sie einen goldenen Skarabäus geschenkt bekam. Während C. G. Jung in der Sitzung sich um eine Erklärung des Traums bemühte, hörte er ein Klopfen am Fenster. Er ging hin zum Fenster und öffnete es, um nachzuschauen. Zu seinem Erstaunen fand er am Fensterbrett einen Rosenkäfer, der nicht nur ein sehr seltenes Exemplar war, sondern zudem in diesen Breitengraden – besser noch an diesem ungewöhnlichen Ort – nicht mehr zu finden war.

Dieser Rosenkäfer glänzte und sah dem beschriebenen goldenen Skarabäus im Traum der Patientin verblüffend ähnlich. Jung fing den Käfer ein und zeigte ihn der Patientin, die noch erstaunter darüber zu sein schien. Auch sie erkannte die Unwahrscheinlichkeit und war über die  Synchronizität dieses Ereignisses sehr erstaunt.

Solche synchronistischen Ereignisse scheinen sich jeder Logik zu widersetzen und haben keine rationale Erklärung. Aufgrund ihrer Bedeutung für den Betrachter können Sie jedoch zuweilen tiefgreifend lebensverändernd wirken.

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Was unterscheidet Zufall und Synchronizität?

Zufall und Synchronizität sind beide definiert als „auffallendes, gleichzeitiges Auftreten von zwei oder mehr Ereignissen“. Dabei wird der Zufall eher als Chance oder Glück wahrgenommen, während Synchronizität vom Vorhandensein einer tieferen Intelligenz als Ursache der Ereignisse ausgeht.

Die meisten Menschen tun sich schwer mit dem Zufall.  Sie glauben zu wissen, wie Zufälle aussehen sollten, zufällig eben, und verstehen nur schwer, dass Zufallsprozesse auch Strukturen erzeugen können, die sich der eigenen Erwartung widersetzen.

Dass der Roulettekessel kein Gedächtnis hat und nach 17 Mal rot nicht schwarz kommen muss – der Spielsüchtige glaubt nicht daran. Auch die gezogene Zahlenfolge 1,2,3,4,5,6 im Zahlenlotto kommt uns nicht zufällig sondern irgendwie gemacht vor. Aber natürlich ist auch diese regelmäßige Reihung – zufällig.

Als vor etlichen Jahren der iPod auf den Markt kam, hatte er eine Shuffle-Funktion eingebaut, die Songs wahllos abspielte. Zusammen mit dem griffigen Werbeslogan: Life is random, – das Leben ist zufällig. Doch einige Nutzer wurden misstrauisch. Sie beschwerten sich, dass dabei direkt hintereinander dieselben Songs vom selben Interpreten gespielt wurden. Das sei überhaupt nicht zufällig!

Doch natürlich war es reiner Zufall, entsprach jedoch nicht der Zufallsvorstellung einiger Nutzer. Daraufhin programmierte Apple die Funktion um und machte sie „weniger zufällig, damit sie für Nutzer zufälliger wirkte.“

Hier ein Video der Sendung „Qarks & Co“ zum Thema Zufall.

 

Nur Zufall oder doch etwas anderes?

Wenn Synchronizitäten auftreten, glauben die Betroffenen fast immer an ein tieferes Bewusstsein, das aktiviert wird. Es ist, als ob etwas in ihnen funkt. So flüchtig es auch sein mag, es bewegt etwas in ihnen.

Es ist schwer zu beschreiben, welche Empfindungen und Energien man spürt, wenn man solche Ereignisse aus erster Hand erlebt. Selbst der nüchterne Skeptiker spürt etwas. Es mag nur ein Gefühl von Verwirrung oder Neugierde sein, aber trotzdem ist da etwas. Für einige gibt es ein tieferes Gefühl, vielleicht von Ehrfurcht.

Das liegt wohl daran, dass unser Realitätssinn vorübergehend aus dem Gleichgewicht gerät. Die scheinbare Absurdität solcher zufälligen, unwahrscheinlichen Ereignisse lässt uns fragen, ob eine Art von Bedeutung dahinter liegt.

 

 

Gibt es eine zugrundeliegende Verbundenheit?

Aus der Physik, speziell der Quantenphysik, wissen wir, dass jedes einzelne Teilchen im Universum eine Gravitationswirkung auf jedes andere Teilchen hat, egal wie weit die Teilchen getrennt sind.

Dieser vereinheitlichte Effekt unterstützt die Theorie, dass alle Ereignisse in irgendeiner Weise miteinander verbunden sind. Man könnte also annehmen, dass Synchronizität nur eine sehr persönliche und subjektive Beobachtung dieses miteinander verbundenen Universums ist, von dem wir nur ein winziger Teil sind.

Nach Ansicht des Autors Paulo Coelho ist Synchronizität eine Geheimsprache. Und zwar die Sprache der Sterne, des Universums. Es sei etwas, das uns leitet und uns wertvolle Informationen liefern kann. Informationen, die unser Leben zum Besseren verändern und uns helfen können, unsere Träume zu verwirklichen:

Zufall ist die Sprache der Sterne. Damit etwas passiert, müssen so viele Kräfte in Aktion gesetzt werden. Nach Ansicht der alten Alchemisten und der Physiker von heute ist alles nur eine Sache.“

Die Idee des Zufalls als Zeichen und Führung ist ein wichtiges Thema in Coelhos Werk, darunter in seinem Bestseller „Der Alchimist“. Das Buch wurde weltweit über 65 Millionen Mal in über 160 Ländern verkauft und in 71 Sprachen übersetzt.

 

Was bedeuten Zufall oder Synchronizität?

Ist es die führende Hand einer göttlichen Kraft? Ein Spiegelbild unserer eigenen Gedanken und Gedanken? Oder einfach ein Nebenprodukt eines vernetzten Universums mit einer rein wissenschaftlichen Erklärung? Und wenn ja, was sind die Auswirkungen daraus?

Und was ist mit den spezifischen Synchronizitäten und Zufällen selbst? Sind das Schilder? Nachrichten? Hinweise? Haben sie wertvolle Schlüssel zu unserem Leben? Können sie unsere Zukunft beeinflussen? Geben Sie uns eine  Richtung vor?

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Sie haben immer die Wahl, bestimmte Ereignisse in Ihrem Leben zu interpretieren – entweder als Zufall oder als Beweis für Synchronizität.

Wenn Sie neugierig sind, die Synchronizitäten und Zufälle, die in Ihrem Leben passieren, besser zu verstehen, können Sie damit anfangen, diese zu verfolgen:

  • Schreiben Sie sie irgendwo auf. Notieren Sie sich all die verschiedenen Arten, wie solche Ereignisse in Ihrem Leben ablaufen.
  • Egal, ob es sich um einen Zufall, einen Traum, ein Gefühl, eine Ahnung oder eine inspirierte Idee handelt, fangen Sie sie irgendwo ein.
  • Notieren Sie alles in einem Journal, auf Ihrem Computer oder in der Notizapplikation Ihres Handys. Es gibt dafür sogar eine spezielle App

Das Wichtigste ist, aufzupassen und den Überblick zu behalten. Nach und nach werden sich vielleicht die Hinweise summieren und die Dinge fangen an, Ihnen Sinn machen. Probieren Sie es aus und sehen Sie, was Sie finden.

Sie sind der Einzige, der die Synchronizitäten in Ihrem Leben verstehen und entschlüsseln kann, was sie für Sie bedeuten. Niemand sonst kann es Ihnen sagen. Und obwohl die Dinge außerhalb Ihres Bereichs des Bewusstseins oder Verstehens erscheinen mögen, können Sie vielleicht einen Sinn, eine Bedeutung für sich darin erkennen.

Doch Vorsicht!

Wir Menschen neigen dazu, Muster und Zusammenhänge in etwas zu sehen, wo gar keine sind. Pareidolie ist der Fachausdruck dafür. Wenn die Lieblingsmannschaft viermal hintereinander verliert, glauben wir nicht, dass beim Fußball eben die Physik gegen uns spielte, sondern dass der Trainer ausgewechselt werden muss.

Oder erkennen in der Rückseite eines Weckers – ja was?

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Der Zufall spielt auch am Beginn unserer Existenz eine entscheidende Rolle.

Und zwar im Moment der Zeugung: Eine Eizelle und 400 Millionen Spermien. Heute weiss man dass die Spermien nicht identisch sind. Die genetische Information unterscheidet sich deutlich von Spermium zu Spermium. Es gibt also 400 Millionen Möglichkeiten. Hätte in jener Hundertstelsekunde damals irgendein ein anderes Spermium sein Ziel erreicht: Sie wären ein anderer geworden als der, der Sie sind.

Zufall oder Synchronizität?

 

kommentar Welche seltsamen Zufälle haben Sie schon erlebt?

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Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

31 Kommentare

  1. Lieber Roland,
    danke für deinen tollen Artikel. Schon bei den Beispielen zu Beginn habe ich Gänsehaut bekommen. Die letzten beiden kamen mir sehr bekannt vor 🙂
    Danke für die tolle Erinnerung!

    VG Martin

  2. Kevin sagt

    Bin vor kurzem auf ihren Blog gestoßen. Bin mit jedem Artikel mehr und mehr begeistert! WoW!

    Ich habe schon oft solche momente erlebt und habe auch schon sehr lange Zeit bewusst darauf geachtet. Ich habe bisher nie Notitzen deshalb gemacht, aber mir ist definitiv klar geworden dass es sich keineswegs um Zufälle handeln kann. Dafür sind die Situationen zu häufig, eindeutig und exakt Zeitgleich!

  3. Sammy sagt

    Damals nach meiner Schulzeit fand ich eine Ausbildungsstelle die mir von meiner Ausbilderin schwer gemacht wurde. Nach einigen Monaten gab ich auf und verließ das Unternehmen (wir waren beide erleichtert) aber bei dem nächsten Unternehmen wurde es noch schlimmer. Meine Vorgesetzte isolierte mich absichtlich von allen anderen und machte mir jeden Tag das Leben schwer… Ich ließ mich hier kündigen und war betrieblos, konnte aber die Ausbildung weiter machen solange ich den Unterricht besuchte.

    Zwei Monate ging ich nur zur Schule ohne Stelle. Es war zermürbend, ich konnte einfach nichts finden! Eines abends wurde ich in einen Autounfall verwickelt, den ich mitverschuldet hatte. Die Versicherung zahlte nicht und ich war ohne Einkommen. Also musste ich wie ein Teenie Arbeitsstunden ableisten.

    Das war das Beste das mir passieren konnte! Ich ging an eine Schule und sollte mich dort beim Hausmeister melden ging aber stattdessen ins Sekretariat. Weil die total viel zu tun hatte, willigte man ein mich die Stunden ableisten zu lassen. Nach dieser Woche hatte man mich aber so gern, dass man mir anbot eine Stelle anzunehmen. Ich habe bei dieser Schule eine neue Familie gefunden, glücklich 7 Jahre gearbeitet und meine Ausbildung mit 97 Punkten abgeschlossen. Das war den Unfall alle mal wert 😀

  4. Karen Krauel-Göllner sagt

    Ich bin beruflich öfter unterwegs in Europa. Ich war aber noch nie in Finland. Da würde ich gerne mal hin habe ich mir so gedacht und wollte gerade meinem Kollegen eine E-mail schreiben, ob wir ein Seminar in Finland organisieren wollen für unsere Kunden. In diesem Moment kommt von eben diesem Kollegen ein Anruf, ob ich mit ihm ein „Lunch and Learn“ Seminar in Turku organisieren will. Schon verrückt.

  5. Sehr schöne Geschichte, wie das Schicksal/der Zufall manchmal Menschen zusammenführt.
    PS: Die App scheint es nur für iOS zu geben.

  6. Betty Göbel sagt

    Hallo … ja, auch ich habe eine „Zufallsgeschichte“ aus meinem Leben zu berichten:
    Als ich 1997 meinen Job wechselte, erfuhr ich, dass eine ehemalige Schulkameradin ebenfalls dort arbeitete. Das war nett, aber nicht weiter Bedeutung für mich, weil ich sie zwar kannte, aber bisher, früher nichts mit ihr zu tun hatte. Im Laufe der Zeit verstanden wir uns aber ausgesprochen gut und irgendwann teilten wir sogar ein Büro.
    Eines Tages kam ein Anruf, den ich für sie entgegennahm, da sie gerade nicht am Platz war – und am anderen Ende der Leitung war ein Mann, der zwar meine Kollegin sprechen wollte, aber im Laufe des Gesprächs stellte sich heraus, dass er eigentlich mich suchte! Bei diesem Mann handelte es sich ebenfalls um einen früheren Schulkameraden, mit dem ich seit der 8. Klasse befreundet – aber nie als Paar zusammen – war. Wir hatten über viele Jahre Kontakt – bis dieser aus unbekannten Gründen 1992 abbrach. Dieser Mann hatte meine Kollegin in einer gemeinsamen Weiterbildung kennengelernt und herausgefunden, dass auch sie auf der gleichen Schule war – und prompt nach mir gefragt! Der Rest ist schnell erzählt: Nachdem sie seine Frage mit „Ja, sie sitzt mir im Büro gegenüber.“ beantwortet hatte, hatte er sich ein Herz gefasst und bei ihr angerufen, um mich zu kontaktieren.
    Das war im Oktober 1998. Drei Monate später waren wir zusammen, 2003 haben wir geheiratet und haben zwei Töchter. 🙂

    … und das war nur ein – mein wichtigstes – Erlebnis in Sachen „schicksalhafter Zufall“ oder „zufälliges Schicksal“. 😉
    … und ich bin natürlich immer offen für solche Ereignisse.
    Mir fällt gerade ein, meinen aktuellen Job habe ich eigentlich auch auf diesem Weg gefunden.

    Herzliche Grüße,
    B.

    P.S. Mich würde die im Text erwähnte App „Intuition Journal – Intuition trainer“ interessieren, doch leider führt der Link in den AppStore für iOS … und im PlayStore für Android habe ich sie aktuell nicht gefunden. Vielleicht wissen Sie mehr…?

  7. Felicitas Vetter sagt

    Mein nicht so zufälliger Zufall:

    Ich habe 2017, nachdem ich schon echt am Zweifeln an meiner Berufswahl war, nach mehrmaligen Bewerbungen für ein Medizinstudium, endlich einen Platz in Hamburg ergattern können.

    Es war mehr als knapp, denn eigentlich sollten im zweiten Verfahren nur 170 weitere zugelassen werden – ich war Platz 291 und rechnete im Grunde gar nicht mehr damit, als ich Ende September kurz vor Studienbeginn doch noch die Zulassung bekam.

    Ich werde diese unendliche Freude darüber nie vergessen. 🙂

  8. Liebe Frau Tonnat,
    „Wenn ich mich in das Leben stelle, wie es ist,
    werde ich immer beschenkt – fällt mir jeden Tag etwas zu!“
    Das haben Sie wunderbar ausgedrückt.

  9. Isolde Tonnat sagt

    Wenn ich mich in das Leben stelle, wie es ist,
    werde ich immer beschenkt – fällt mir jeden Tag etwas zu!
    Ich lerne, mich mit dem Leben zu synchronisieren und erlebe ungeahnte Synergieeffekte.
    Dabei ist, was mir zufällt, oft hart erarbeitet,
    meine Einstellung umzutunen – oft mit Hilfe eines Podcast von RKW! –
    in der Pflege meines schwer erkrankten Ehepartners,
    in einem beruflichen Aufbruch vor 10 Jahren – mit 50 -wo ich den Türspalt von 5 Tagen erwischt habe – oder er mich – um in eine Förderung hinein zu kommen! Was für ein Geschenk!
    Wirklich etwas wollen, und auch den Preis dafür – das Leben wollen wie es ist: Ich habe nur dieses eine, diesen einen Moment und stets so, wie er gerade ist…..

  10. Ich wünsche mir, dass noch viel mehr Menschen viel mehr Vertrauen ins Leben haben♥

    Seit ich mich für mein Leben gegen Kontrolle und für Vertrauen entschieden habe, häufen sich die Wunder.

    Letzte Woche habe ich meinen Buchlaunch schweren Herzens ( aus rechtlichen Gründen – und DAS bei mir:-)) ein paar Wochen nach hinten verschoben.

    Dadurch entstand ein halber freier Tag.

    Am Abend vor den freien Stunden postete eine Bekannte bei Facebook ein herrliches Balisonderangebot meiner Lieblingsairline und forderte die Leser auf, am Tag darauf um 10 Uhr mit Ihr ins Reisebüro nach Bonn ( 27 km entfernt) zu kommen.
    Der Schnapper war auf ein Kontingent von 20 Reisen bundesweit begrenzt und zeitgleich öffneten an 39 Orten Reisebüros dieser Kette, in mehreren Städten wie z.B. Berlin sogar mehrere.
    Ich löse:-):
    vom 16.11.-6.12.2019 bin ich fast geschenkt mit meiner Lieblingsairline auf Bali♥. Da wollte ich schon immer mal hin!
    Termine loslassen wird anscheinend belohnt;-)

  11. Viktor von Hagen sagt

    Ich habe vor drei Wochen beschlossen: „Ab heute werde ich die Stellenanzeigen lesen, die Stepstone mir regelmäßig sendet.
    Zwei Wochen später habe ich zwei Stellenangebote von Headhuntern bekommen, ohne dass ich irgendwelche Signale in Internet(XING/LinkedIn) ausgesendet habe.
    Ich habe nur eine Entscheidung für eine Veränderung gefällt und damit meine Schwingung verändert.

  12. Coole Sache die Synchronizität. Was wir nur noch tun müssen ist achtsam auf unsere Gedanken und Gefühle achten, dann kann sich ein Weg oder ein Plan offenbaren, der sich aus meiner eigenen Gedanken- und Gefühlswelt realisiert. Ich habe selbst schon einige sehr erfreuliche und auch erschreckende Synchronizitäten erlebt. Achtsamkeit und Urvertrauen ist sehr wichtig! Besonders, weil wir 80% unbewusst denken und sagen und erschaffen.

  13. Sabine sagt

    Ich erinnere mich jetzt wieder daran, wie ich 1998 meine sogenannte „Bestellung beim Universum“ aufgegeben hatte, nachdem ich ein Buch von Alexa Mohl zu dem Thema gelesen hatte. Ich hielt es für Unsinn, aber hey, warum die Theorie nicht einfach einmal überprüfen?. Also habe ich ein paar „Bestellungen“ aufgegeben und zwar von Dingen, von denen ich nicht wusste, wie ich sie umsetzen sollte: Ich wollte meiner Mutter etwas Gutes tun, nachdem sie sich nach dem Tod meines Vaters mehr und mehr zurückgezogen hatte. Ich wollte, dass sie wieder Freude am Leben hat und es sollte etwas sein, dass wir zusammen erleben konnten und uns beiden gehörigen Spaß macht. Radfahren konnte ich mir als Gemeinsamkeit vorstellen, aber mit einer einfachen Radtour konnte man weder mich noch sie hinter dem Ofen hervorlocken. Mir waren bei dem Versuch meiner Mutter zu helfen langsam die Ideen ausgegangen und dann auch noch etwas finden, dass uns beiden gefallen würde? Schwierig, schwierig.

    Außerdem wollte ich, dass sie ihre Schwestern in New York endlich mal wieder besucht. Ich selbst wollte mein Englisch verbessern und Inline-skaten am Strand von Kalifornien. Und dann wollte ich das Universum noch etwas herausfordern. Als Star Trek Fan wollte ich auf der Brücke des Raumschiffs Enterprise stehen und zwar die Enterprise der Next Generation. „So, liebes Universum, das schaffst Du bestimmt nicht“, so dachte ich, bei diesem letzten Wunsch. Überhaupt, ich konnte mir nicht annähernd vorstellen, wie ich diese Wünsche umsetzen sollte. Geld für Reisen hatte ich auch nicht übrig. – Was soll ich sagen – Binnen eines Jahres waren alle Wünsche erfüllt!

    Wenige Tage nachdem ich meine Wünsche geäußert hatte, fand ich einen Artikel über „Bike New York“. Eine jährlich im Mai wiederkehrende Massen-Veranstaltung, ähnlich eines Marathons, in der 42 Meilen durch die 5 Stadteile von New York geradelt wird. Meine Mutter war von der Idee so begeistert, dass sie mir sogar den Flug bezahlte. Wir haben die Radtour bei strahlendem Sonnenschein gemacht. Die Verwandtschaft hat sich über unseren Besuch gefreut und wir hatten eine tolle gemeinsame Zeit in New York. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, eine Radtour in New York zu planen. Dieser Artikel über „Bike New York“ war mir „irgendwie“ zugeflogen; ich hatte nicht danach gesucht. Außerdem entdeckte ich eine Sprachschule in Kalifornien mit anschließender Rundreisemöglichkeit. Kein großes Ding, aber die Rundreise sollte auch nach Las Vegas führen und dabei entdeckte ich „zufällig“, dass ein Hotel die sogenannte „Star Trek Experience“ Show in Kürze eröffnen wollte.

    Muss ich noch erwähnen, dass ein plötzlicher Geldregen mir die Reise ermöglichte, ohne dass ich auch nur einen Handschlag dafür arbeiten musste? Ich war also dort und ja, ich hatte meine Inline Skates mitgenommen und bin den Strand entlang gefahren und ja, es ist nicht zu glauben, aber ich stand auf der Brücke der Enterprise. Sie war perfekt nachgebaut und war ein Teil der sogenannten Star Trek Experience, eine ca. 20-minütige interaktive Show in der man ein Star Trek Abenteuer erlebte. Eine Supershow und für mich auf jeden Fall die Erfüllung des Wunsches einmal auf der Brücke der Enterprise zu stehen. 🙂 Und ich dachte mit meinem Wunsch würde ich das Universum herausfordern…

    Auch auf die Gefahr hin, dass so eine Geschichte leicht ins Lächerliche gezogen werden kann, dachte ich ich müsste es hier veröffentlichen, weil dort draußen vielleicht jemand ist, dem es die nötige Inspiration liefert, seine eigenen Ideen zu verwirklichen.

    Danke für das schöne Zitat von Hanna Schygulla, das meine wunderbaren Erfahrungen aus der Zeit aufs Beste widerspiegelt.

  14. Als 16 Jährige (vor knapp 60 J.) war ich mit einer Pfadfindergruppe in einer Jugendherberge in Borgwedel an der Schlei. Eines nachts träumte ich/wußte ich, daß mein Vater gestorben ist. Als ich morgens ans Telefon gerufen wurde, wußte ich schon Bescheid.
    Meine Eltern waren lange geschieden, lebten getrennt. Mein Vater hatte einen tödlichen Verkehrsunfall – nicht vorhersehbar.
    Ich liebte ihn.

  15. Gabika sagt

    Ich trage mich seit einigen Jahren mit dem Gedanken, einen Menschen, der mir mal sehr wichtig war, aufzusuchen und einige für mich offen gebliebene Fragen zu klären. Anfangs konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich es wirklich tun oder lassen soll. Nachdem ich mich „dafür“ entschieden hatte, sah ich innerhalb kurzer Zeit 3!!! Filme, die genau mein Problem thematisierten. Und immer gab es einen positiven Ausgang, so dass ich mich in meinem Entschluss bestätigt sah. Und in der nächsten Woche wird es dann soweit sein….

  16. Ich denke, das geht nicht. Erzwingen kann man das nicht. Aber es braucht schon einen deutlichen Zusammenhang zwischen Wünschen oder Drandenken und dem Ereignis.

  17. Miri sagt

    Klar erlebe ich das manchmal. Ich denke an eine längst vergessene Person und diese ruft plötzlich an. Oder viele kuriose, glückliche Zufälle, die mich zu meiner neuen Arbeitsstelle geführt haben. Allerdings sind das aus meiner Sicht keine Zufälle. Auch seltene Ereignisse treffen eben manchmal ein. Ich hab ja gaaanz viele alte, verschollene Freundinnen. Irgendeine meldet sich immer irgendwann. Und dass ich davor an genau diese gedacht habe: wie oft habe ich davor an sie gedacht, ohne (!) dass sie sich gemeldet hat? Hab ich das notiert bzw kann ich mich überhaupt daran erinnern? Im Nachhinein irgendwo Muster oder einen „Sinn“/eine „Fügung“ zu entdecken ist keine Kunst. Eine Kunst wäre es aber dann, wenn ich das selbe Muster wiederhole und jedesmal das selbe Ergebnis erziele. Also wenn ich jetzt mal mein altes Freundebuch durchforste, fest an die Personen darin denke und notiere, wie viele sich dann am nächsten Tag bei mir melden.

  18. Kata sagt

    Im letzten November hatte ich eine stressige Zeit im Dienst und sagte eines Morgens: „Ich will nicht mehr funktionieren!“
    Am Mittag desselben Tages hat mich ein Auto umgefahren und ich bin bis heute krank und „außer Gefecht“.
    SO hatte ich das nicht gemeint, aber Fakt ist: Ich funktioniere gerade nicht…

  19. Gerda Hoffmann sagt

    Zufall ist die Sprache der Sterne. Dieser Satz gefällt mir. Es gab einige „größere“ Zufälle in meinem Leben, die sich im Rückblick als Chancen herausgestellt haben. Es sind unvergessene, tief emotionale Momente, die mir nach dem Lesen des Artikels wieder eingefallen sind:

    Als Kind wollte ich Lehrerin werden, später Fürsorgerin (heute Sozialpädagogin) – jedenfalls etwas mit Menschen. Es gab einen Moment, der alles veränderte. Meine Schwester erzählte mir, dass eine ihre Mitschülerinnen nach dem Abitur Kindergärtnerin (heute Erzieherin) werden wollte. Bis dahin bin ich davon ausgegangen, dass Kindergärtnerinnen nichts weiter zu tun haben, als mit den Kindern zu spielen, auf sie aufzupassen und ihnen die Nasen zu putzen (ja, Schande über mich). Ich wurde neugierig, habe mich erkundigt und eine Ausbildung zur Kindergärtnerin und Hortnerin angefangen.
    Schöner Nebeneffekt – ich brauchte mich nicht mehr bis zum Abitur durchquälen und konnte mit der Mittleren Reife das Gymnasium verlassen. Und später, als Leitung einer Kindertagesstätte, konnte ich mit Kindern und mit Erwachsenen (Mitarbeiter, Eltern) arbeiten. Ich habe es nie bereut.

    Die Anmeldung zu meinem Berufspraktikum habe ich quasi „verschlafen“ – es blieb nur noch ein kleines Dorf in Rheinland-Pfalz übrig. Am Wochenende fuhr ich manchmal in die nächst größere Stadt. Einmal war ich spät dran und habe fast unseren Gymnastiklehrer von der Frauengymnastik umgerannt. Das Rennen hatte nichts genutzt, der Zug war weg. Auf dem Rückweg traf ich besagten jungen Mann wieder, der sagte, er werde auf eine Tasse Kaffee vorbeikommen. Es wurde eine lange Nacht und inzwischen sind wir fast 50 Jahre verheiratet.

    Fortbildung war mir immer wichtig und ich habe unter anderem auch einige Rhetorik-Seminare besucht. Auf einem dieser Seminare traf es mich wie ein Blitz – ich wollte ein Buch für Eltern schreiben. Es hat noch über 10 Jahre gedauert bis das Buch erschien, aber inzwischen ist das Schreiben eine Art Lebenselixier für mich geworden.

    Manchmal sind es auch Träume, die uns weiterhelfen. Im letzten Jahr wurde bei mir in der Nase ein Plattenepithelkarzinom festgestellt (normalerweise sind diese Biester außen auf der Haut). Ich war total entsetzt, vor allem, weil ein halbes Jahr zuvor eine ehemalige Kollegin ziemlich schnell an Hautkrebs verstorben war. Dann hatte ich einen schrecklichen Traum. Ich kämpfte mit einem Monster mit einem großen weißen Kopf und mit zwei Armen. Es floss Blut und ich hatte schreckliche Angst. Am Ende aber habe ich das Monster besiegt. Ich habe diesen Traum als gutes Zeichen gedeutet und das war er auch. Nichts gestreut, alles entfernt, keine Bestrahlung notwendig, nur engmaschige Kontrollen. Ich bin dankbar, dass alles gut gegangen ist.

    Die Idee, auch kleine Ereignisse, Ahnungen, Träume … aufzuschreiben, finde ich gut. Mal sehen, was dabei herauskommt.

  20. @Wolfgang
    Aber genau das ist ja mit Synchronizität gemeint: „Die Gleichzeitigkeit eines gewissen psychischen Zustandes mit einem oder mehreren äußeren Ereignissen, welche als sinngemäße Parallelen zu dem momentanen subjektiven Zustand erscheinen.”
    Ich wäre dem Freund genauso begegnet, aber er hätte mir nicht aus meiner finanziellen Notlage geholfen.

  21. Wolfgang sagt

    Ich glaube, dass diese „Synchronizität“ auf einer Veränderung unseres Fokus durch unsere Wünsche basiert. Ohne den Wunsch der Finnlandreise wären Sie dem alten Freund genauso begegnet, nur hätte es keine Bedeutung gehabt. Das Gleiche gilt für den „besonderen“ Käfer; lässt sich im Grunde für alle Beispiele anwenden.

  22. Chris sagt

    Vor zwei Stunden dachte ich über Synchronizität nach und wünschte mir, mal wieder eine zu erleben. Jetzt lese ich diesen Artikel… 🙂

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