Burnout – Ist der Chef schuld, der Mitarbeiter oder die Gesellschaft?

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Achtsamkeit / Gesundheit / Glück / Karriere

Der Kongreß "Stark wie Bambus" gibt Antworten.

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Fast jeder kennt in seinem Unternehmen Mitarbeiter oder Kollegen, die plötzlich für längere Zeit krank geschrieben sind. Forscht man nach, sind es in den letzten Jahren zunehmend dieselben Begriffe, die als Ursache genannt werden: Burnout, Depression, Suchterkrankungen.

Die Betroffenen wie auch Angehörige sind oft überrascht und hilflos. Ebenso Kollegen und vor allem Chefs.

  • „Wie ernst muss man das nehmen?“
  • „Was genau sind seelische Belastungen?“
  • „Und was kann man – auch im Vorfeld – tun?“

Manche Fachleute halten die Diskussion ja auch für übertrieben. Ständige Erreichbarkeit via eMail und Handy soll krank machen? „Im Dreißigjährigen Krieg waren die Leute rund um die Uhr für die Schweden erreichbar. Das war viel unangenehmer. Im 19. Jahrhundert gab es Massenarmut, im 20. zwei Weltkriege. Wir sollten die Kirche im Dorf lassen.“, meint zum Beispiel der Psychiater Manfred Lütz.

Tja, was nun? Neuer Psycho-Hype oder eine zunehmende Volkskrankheit. Die Statistiken der Krankenkassen liefern harte Fakten. Die Zahl der Fehltage wegen psychischer Erkrankungen ist in den vergangenen Jahren steil nach oben geschossen. Oder ist das eine eingebildete Epedemie, weil Depressionen jetzt schneller diagnostiziert werden?

Hach, die Wahrheit ist so widersprüchlich. Doch den Betroffenen hilft das wenig. Und Chefs, in deren Abteilung sich die Burnout-Fälle häufen, brauchen keine akademische Diskussion, sondern konkrete Maßnahmen.

 

Die Initiative „Stark wie Bambus“

Wer jemals Bambus in seinem Garten hatte, weiß um die Widerstandskraft dieser schmal anmutenden Pflanze. Trockenheit, klirrende Kälte oder sengende Hitze, alle Triebe abschneiden – der Bambus kommt immer wieder. Eine solche Resilienz wünscht sich mancher Angestellte, der unter Stress, hoher Arbeitsbelastung und anderen widrigen Bedingungen arbeitet.

Diese von Katharina Maehrlein gegründete Initiative hat zwei Ziele:

  1. Dazu beizutragen, dass Menschen so „stark wie Bambus“ werden und ihre eigene innere Kraft entfalten, damit sie  in der Lage sind, Belastungen  am Arbeitsplatz gesund zu meistern und auch ihre Kollegen und Mitarbeiter darin zu unterstützen.
  2. Den Abbau von Unsicherheiten im Umgang mit psychisch Erkrankten: In jedem Unternehmen arbeiten psychisch Erkrankte und Menschen, die stark belastet sind. Allzuoft werden sie zu als zu schwach abgestempelt.Ein unbeschwerterer und gelassenerer Umgang würde allen helfen.

Dazu bringt die „Stark wie Bambus“ Experten aus  unterschiedlichen Bereichen und Kulturen zusammen: Ärzte, Psychologen, Therapeuten, Hirnforscher, Vertreter des Buddhismus, der Weltreligionen, des Neurolinguistischen Programmierens, der Systemtheorie, des Sports und der Wirtschaft.  Die diskutieren in einem Soul@Work Kongress neueste Erkenntnisse und Lösungsmöglichkeiten auf drei Ebenen:

  1. Was können Unternehmen tun, um psychischen Erkrankungen vorzubeugen und angemessen mit persönlichen Krisen und schon Erkrankten umzugehen
  2. Was können Führungskräfte dazu beitragen, ihre Mitarbeiter seelisch gesund zu erhalten? Was unterstützt Sie im Umgang mit psychisch erkrankten Mitarbeitern?
  3. Wie kann sich jeder einzelne ein Schutzschild aufzubauen um „stark wie Bambus“ zu sein oder wieder zu werden?

 

Kommen Sie zum Soul@Work Kongress!

Zahlreiche Experten stellen in inspirierenden  Impulsvorträgen ihre Lösungsansätze vor. Darunter  sind Pater Anselm Grün, Dr. Walter Kohl, Markus Väth, Dr. Sylvia Löhken, Dr. Peter Szabo, Dr. Ulrich Ott und viele andere. Ach ja, ich bin auch dabei.

Die TeilnehmerInnen nehmen konkrete Handlungsansätze mit und bekommen zahlreiche Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie mit dieser Problematik gut umgehen können.

Die Lösungsansätze reichen von erprobten Strategien, wie sich Mitarbeiter  selbst schützen können über präventive Maßnahmen, die Unternehmen und Führungskräfte umsetzen können, bis hin zu konkreten Handlungsleitfäden zum Umgang mit psychisch kranken Mitarbeitern und gesundheitsfördernden Maßnahmen für die Belegschaft.

Zielgruppe:
Der Kongress wendet sich an Vorstände, Geschäftsführer, Personalleiter, Personalentwickler, leitende Werks- und Betriebsärzte, Führungskräfte sowie Gesundheitsförderer.

Wann, wie und wo?

Der Soul@Work-Kongress findet am 10. März 2014 im Kloster Erbach in Eltville statt.

Hier können Sie sich anmelden.

 

Beteiligen Sie sich als Unternehmen!

Im Rahmen des Kongresses wird der Soul@Work-Award vergeben für  Maßnahmen, die Mitarbeiter und Führungskräfte stärken, die sie psychisch belastbar und gesund erhalten und die eine engagierte Beschäftigung mit der Thematik vermuten lassen. Maßnahmen, die Mut machen, für die Wichtigkeit der Thematik sensibilisieren oder ganz ungewöhnliche Wege beschreiten, um die Ziele im Sinne der Initiative voran zu treiben.

Hier können Sie sich dafür bewerben.

Oder  beteiligen Sie sich als Sponsor.
Im Rahmen des Kongresses werden Sie mit Ihren Produkten und Services von einem ausgesuchten Publikum wahrgenommen. Sie können mit engagierten  Etwa 500 Entscheidungsträger, v.  a. Vorstände, Geschäftsführer, Personalleiter, Personalentwickler, leitende Werks- und Betriebsärzte sowie Gesundheitsförderer werden erwartet. Mit denen können Sie direkt in Kontakt kommen und Ihr Angebot vorstellen. Hier die Unterlagen, um als Sponsor teilzunehmen.

 

Wie wird man stark wie ein Bambus?

Manche Menschen können mit Druck, Konflikten und Niederlagen besser fertig werden als andere. Sie halten den Herausforderungen nicht nur stand, sondern wachsen sogar daran. Diese innere Widerstandsfähigkeit heißt Resilienz.

Die gute Nachricht: Resilienz lässt sich gezielt trainieren. In dem Buch von Katharina Maehrlein finden Sie Tests zur Selbsteinschätzung, Checklisten, Übungen und pragmatische Tipps, um in Ihrem Inneren so stark und unabhängig zu sein wie ein Bambus. Sich durch die Anforderungen des Lebens biegen lassen aber nicht daran zerbrechen.

Dazu finden Sie in dem sehr empfehlenswerten Buch die neuesten Ergebnisse aus der Resilienz- und Glücksforschung.

 

kommentar Was tun Sie, um im Beruf stark zu bleiben?

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Foto: © Mattlog – photocase.com

Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

5 Kommentare

  1. Michael Engelnkemper sagt

    Ist es nicht wichtiger die Ursache zu ergründen und diesen zu begegnen als resistent gegen die Symptome zu werden?

    Was sind die Ursachen für den seelischen Stress? Aus eigener Erfahrung weiß ich das sie bei mir selbst gemacht waren (und teilweise nicht sind).

    Noch in der Ausbildung kaufte ich mir ein Auto auf Pump. Die Bank war spendabel.

    Danach die erste Wohnung. Wer hat es bezahlt? Das Darlehen von der Bank. So ging es munter weiter bis mir die Verpflichtungen keine Luft mehr zum Atmen ließen.

    Ich sperrte mich selbst in das Korsett. Und musste die Karriereleiter hinauf – nur leider ist sie ein Hamsterrad – um meinen Lebensstandard erhalten zu können.

    Das Scheitern war die gesündeste Erfahrung meines Lebens.

  2. Gast sagt

    Es gibt keinen Burnout!

    Depression, ja! Gehen Sie zum Arzt!
    Erschöpfung, ja! Schlafen, essen, entspannen Sie sich!

    Und, was wählen Sie?! (wenn Burnout Sie anspricht …)

  3. Mario sagt

    Danke für diesen Artikel, als gebranntes Kind, weiss ich wie wichtig der seelische Ausgleich für die Burnout Prävention ist. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Meditation gemacht.

  4. Michael Homeyer sagt

    Wie wird man stark wie ein Bambus? Bambusa arundinacea wird übrigens als eines der neuen (90-er) homöopathischen Hochpotenzen auch in der Burnout-Behandlung eingesetzt (Thema Resilienz), niedrig potenziert bei Skeletterkrankungen (Thema Elastizität) 😉

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