Zahlen lügen nicht. Aber das nützt uns wenig.

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Neurobiologie

Zahlen spielen in unserem Leben eine große Rolle. Ob Unternehmen Gewinnsteigerungen berichten, ob die Bundesagentur monatlich berichtet, wie viel Menschen arbeitslos sind, ob uns die Gesundheitsministerin versichert, dass der Kassenbeitrag bei 19,5 % stabil bleibt – eine Unmenge Zahlen werden uns zu unserer Information bereitgestellt. Doch können wir immer etwas Sinnvolles damit anfangen?

Wie viel sind zum Beispiel 40%? Vier Hundertstel? Vier Zehntel? Ein Viertel? Okay, Sie wissen es natürlich, doch die Hälfte der Kunden einer deutschen Großbank, die diese Frage stellte, hatte keine Ahnung. (Die Hälfte sind übrigens 50%).

Ein anderes Beispiel: In Wetterprognosen erfahren wir beispielsweise, dass die Regenwahrscheinlichkeit für einen bestimmten Tag 30% beträgt. Eine exakte Zahl, die eine sichere Prognose zu sein scheint. Doch wissen wir jetzt mehr? Nach einer Umfrage verstehen die meisten Europäer diese Vorhersage so, dass es an diesem Tag acht Stunden regnen wird. Meteorologen verstehen jedoch unter 30% Regenwahrscheinlichkeit, dass es an 30% aller Tage mit einer ähnlichen Wetterlage geregnet hat. Ach so!

Der Artikel zeigt mit alltäglichen Beispielen, wie wir uns durch scheinbar exakte Zahlen verführen lassen, etwas Genaues zu wissen. Zum Beispiel, ob Früherkennung bei Brustkrebs eine gute Sache ist. Oder wie eigentlich eine Bank entsprechend dem Basel-II-Rating den Wert eines Dienstleistungsunternehmen schätzen kann.

Fazit: Zahlen sind zwar exakt, doch was diese bedeuten, hängt auch immer stark von der Ideologie der Zeit ab. Derzeit gelten die Prognosen als die besten, die die Zukunft des Gemeinwesens am düstersten malen. In den achtziger Jahren war es der Ölpreis, für den man errechnete, dass er im Jahr 2000 bei 200 Dollar liegen würde. (Er lag aber bei 20 $).
Also, lassen wir uns von Prognosen nicht zu sehr blenden. Das Leben bleibt, wie es ist – unberechenbar.
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Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

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