Wie sie frühzeitig eine Beziehungskrise erkennen und handeln.

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Oft bekommen wir es gar nicht bewusst mit, wenn sich eine Beziehungskrise in unser Liebesleben einschleicht.
Je länger sie in Ihrer Beziehung präsent ist, desto schwieriger wird es, sie wieder loszuwerden. Denn oft verstricken wir uns so in unseren Beziehungsproblemen, dass es umso mehr Zeit und Aufwand benötigt, sie wieder in den Griff zu bekommen. Und häufig ist die Trennung die Folge der Überforderung mit der Beziehungskrise.

Die Krise kann sich über Monate oder sogar über Jahre erstrecken, sodass die Beziehung in aller Stille zusammenbricht.

Würde man die Anzeichen einer Beziehungskrise viel früher wahrnehmen und darauf reagieren, könnten wesentlich mehr Trennungen verhindert werden.

Deswegen möchte ich Ihnen verraten, wie Sie frühzeitig eine Beziehungskrise erkennen und möglichst schnell handeln, um sie aus Ihrem Leben zu schaffen.

Anzeichen einer Beziehungskrise – Wie reagiere ich darauf?

Die Schmetterlinge im Bauch verschwinden und die rosarote Sonnenbrille verliert ihren Schein. Nach einiger Zeit Beziehung werden wir mit der Realität konfrontiert: Unser Partner ist nicht perfekt. Es mag wohl normal sein, dass nach einem längeren Miteinander die Verliebtheit abnimmt und Unstimmigkeiten aufkommen. Wird allerdings falsch mit ihnen umgegangen, kann das fatale Auswirkungen auf die Beziehung haben.

 

1. Er blockt, sie nörgelt

Frauen neigen dazu, an ihrem Partner oder dessen Fehlverhalten rumzunörgeln, während Männer ihren Missmut im Schweigen ersticken. Diese Verhaltensweisen führen meist auf die Erkenntnis zurück, dass der Partner ja gar nicht makellos und perfekt ist, wie in der Vorstellung. Der routinierte Alltag zeigt uns unseren Partner mit all seinen Fehlern und in seiner vollen Unvollkommenheit.

Angesichts der Konfliktlösung sind beide geschlechtsbedingten Verhaltensweisen problematisch. Die Dinge bleiben ungeklärt, was die Gesamtsituation verschlimmern kann.

Sie können dem entgegenwirken, indem Sie versuchen, Kritikpunkte in einem normalen und ruhigen Tonfall anzusprechen. Das gilt für den weiblichen, sowie für den männlichen Part. Das Schweigen kann durchbrochen werden, wenn Sie Probleme möglichst objektiv und sanft angehen. Konflikte sollten schnellst möglichst geklärt werden, damit sie sich nicht in der Beziehung manifestieren können. Seien Sie sich außerdem darüber im Klaren, dass Ihr Partner nicht perfekt ist und nicht immer nach Ihren Vorstellungen funktioniert.

 

2. Mangelnder Rückhalt

Sie können auf die Unterstützung Ihres Partners nicht mehr zählen. Ob im Haushalt oder bei gemeinsamen Entscheidungen – Ihr Partner geht ausschließlich seinen eigenen Interessen nach und bietet Ihnen keinen Rückhalt. Auch Absprachen werden vernachlässigt oder nicht mehr eingehalten. Ein Signal, dass die Einsatzbereitschaft für die Beziehung sehr gering ist. Das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geht verloren.

Tritt dieses Verhalten bei Ihnen ein, sollten Sie unbedingt mit Ihrem Partner sprechen. Vermitteln Sie ihm, dass Ihnen seine Unterstützung sehr wichtig ist und dass Sie seinen Rückhalt brauchen.

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3. Desinteresse am Partner

Sie haben das Gefühl, Ihr Partner interessiert sich überhaupt nicht mehr für Sie. Er fragt nicht mehr wie es Ihnen geht oder wie es an der Arbeit war. Auch an besonderen Ereignissen in Ihrem Leben und an gemeinsamen Unternehmungen nimmt er kaum noch Teil. Das Gefühl von Minderwertigkeit und Zurückweisung überkommt Sie.

Sie sollten sich fragen, was der Auslöser für das Verhalten Ihres Partners sein könnte. Hat er momentan sehr viel Stress an der Arbeit? Fühlt er sich von Ihnen vielleicht genauso behandelt?

Fangen Sie damit an, sich regelmäßig nach dem Wohlergehen Ihres Partners zu erkundigen. Unser Gegenüber spiegelt sich in unserem Verhalten.

 

4. Respektlosigkeit

Mangelnder Respekt kann in Form von herablassender Kritik, Rücksichtslosigkeit auf Ihre Bedürfnisse, schlechtes Reden über den Partner in seiner Abwesenheit und vieles mehr auftreten. Sie kriegen das Gefühl vermittelt, minderwertig zu sein und seine Missachtung verdient zu haben.

Teilen Sie Ihrem Partner mit, wie Sie sich dabei fühlen. Dass Sie dieses Verhalten verletzend und abwertend finden und so nicht behandelt werden möchten. Gehen Sie dabei auch auf die Beweggründe Ihres Partners ein.

 

5. Zu wenig Kommunikation

Wenn kaum noch Kommunikation vorhanden ist, gehen viele wichtige Gesprächspunkte verloren. Zum Beispiel die Lebensplanung oder wichtige Entscheidungen für die Zukunft. Auch Gefühle und  Erlebnisse sollten dem Partner ständig mitgeteilt werden. Werden allerdings Entscheidungen nur noch allein getroffen und Gefühle für sich behalten, leben sich die Partner mit der Zeit auseinander.

Machen Sie sich bewusst, dass Ihr Partner nicht Ihre Gedanken lesen kann. Gewöhnen Sie sich an, ihm Ihre Gefühle und Erlebnisse mitzuteilen. Tiefsinnige Gespräche und Gespräche über eine gemeinsame Lebensplanung sind förderlich, die Beziehung für die Zukunft zu festigen. Achten Sie darauf, Ihren Partner dabei nicht einzuengen.

 

6. Keine Gemeinsamkeiten

Gemeinsame Interessen und Unternehmungen sind mittlerweile kein Thema mehr. Jeder macht sein eigenes Ding und folgt dem Alltagstrott. Die Beziehung ist eingerostet und eintönig.

Überraschen Sie Ihren Partner spontan mit einem Kinobesuch, einem Ausgehabend oder Ähnliches. Versuchen Sie, die gemeinsamen Interessen wieder aufleben zu lassen und sie zu Ritualen zu machen. Nehmen Sie dabei auch Rücksicht auf sein Berufsleben. In manchen Phasen des Lebens ist der Partner sehr in seinen Beruf eingespannt.

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7. Vernachlässigtes Sexleben

Bei Ihnen läuft es schon seit langer Zeit nicht mehr im Bett. Keine Zeit und keine Lust sind die tägliche Begründung für die Sexflaute oder der Sex macht einfach keinen Spaß mehr. Wenn das sexuelle Interesse nachlässt, kann das zu einem Seitensprung oder einer Affäre führen.

Jede Partnerschaft bringt unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse der Partner mit sich. Lässt die sexuelle Intimität nach oder spielt generell keine große Rolle, ist das okay, solange es für die Partner okay ist. Wichtig ist, dass die Bedürfnisse der Partner gedeckt und körperliche Nähe und Zuneigung vorhanden sind.

Sind Sie unzufrieden mit Ihrer sexuellen Situation, sollten sie das Gespräch mit Ihrem Partner suchen. Sprechen Sie mit ihm über Ihre Bedürfnisse und Wünsche. Wenn Sie beide wieder bereit sind, miteinander zu schlafen, probieren Sie neue Dinge im Bett aus, um Ihr Sexleben aufzufrischen.

 

Fazit

Anzeichen dieser Art sollten Sie möglichst früh erkennen – und angemessen handeln. Denn wenn sie sich erstmal in der Partnerschaft manifestieren, kann die Beziehung in einem langsamen Prozess kaputt gehen.

Auch Prävention einer Beziehungskrise sollte spätestens dann zum Thema werden, wenn Ihre Partnerschaft bereits eine Krise überwunden hat.

Wir können eine Krise vorbeugen, indem wir uns ständig über unsere Gefühle und Gedanken austauschen und lebhafte Kommunikation betreiben. Vorwürfe und negative Kritik sind dabei Fehl am Platz. Bei Beziehungsproblemen ist es wichtig, Ihre Sichtweise auch als Ihre eigene beizubehalten und sich in die Ihres Partners hineinzuversetzen. Ich-Formulierungen und Empathie für den Partner sind von großer Bedeutung für die positive Kommunikation und eine ausgewogene Partnerschaft.

Eine Beziehung braucht also Pflege und bedeutet kontinuierliche Arbeit. Es ist nicht unsere Aufgabe, unseren Partner verändern zu wollen, denn daran scheitern die meisten Beziehungen.

Nur wenn wir bereit sind, Kompromisse einzugehen und Veränderungen anzunehmen, haben wir die Aussicht auf eine harmonische, ausgewogene Partnerschaft.

 Dies ist ein Gastartikel von Anna Hirschmann. Mehr Artikel und kompetenten Rat finden Sie auf ihrer Seite: http://beziehung-retten-guru.de

 

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Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach.
Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse.
Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

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