Es ist gut, etwas Entspannendes zu tun, bevor man im Leben eine wichtige Entscheidung trifft.

–Paulo Coelho

Wie Sie mit Achtsamkeit jeden Moment etwas verbessern können.

Vor allem jetzt im Stress vor, an und nach Weihnachten.

entspannte katze funnypagene com Wie Sie mit Achtsamkeit jeden Moment etwas verbessern können.

Jeder Ort, jede Zeit ist richtig.

Im Rahmen meiner Meditationspraxis lernte ich einen kleinen Trick, der mir nicht nur beim Meditieren half, sondern bei fast allem, was ich so tue.

Manchmal zögerte ich, mit der Meditation anzufangen und fragte mich, was der Grund dafür war. Was ich beobachtete, war eine Art Anspannung, in meiner Brust und in den Schultern und im Nacken - aber ebenso in meinem Geist.

Irgendetwas, das mit dem Meditieren zusammenhing, ließ mich anspannen und das hielt mich davon ab, es jeden Morgen zu machen.

Nun, es gab jetzt mehrere Möglichkeiten:

  • Ich konnte mit Meditieren aufhören, weil ich es nicht mehr mochte.
  • Ich konnte mich zusammenreißen und es trotzdem tun.
  • Oder - ich ließ die Anspannung los.

Ich entschied mich für Letzteres.

Es war erstaunlich. Ich untersuchte, wo genau die Anspannung war und ließ sie sich in Luft auflösen. Zurück blieb ein entspannterer Körper, ein entspannterer Geist. Und das war das Wichtigste.

Jetzt konnte ich die Meditation mit mehr Lockerheit angehen, mit einer Haltung der Neugier und Zufriedenheit, die mir nicht zur Verfügung stand, als ich so verspannt war. Dann lächelte ich und die Dinge wurden leichter.

Diesen kleinen Trick wendete ich dann auf alles Mögliche an.

  • Wenn ich beim Schreiben eine Anspannung wahrnahm - ließ ich sie los und lächelte. Sofort wurde das Schreiben angenehmer.
  • So ging es auch mit dem Joggen, oder wenn ich jemand Unbekanntes treffen wollte, oder beim Kochen oder Einkaufen.
  • Jeder Moment wurde sofort besser.

Neben unserer körperlichen Gesundheit sind unsere geistige und spirituelle Gesundheit genauso wichtig. Und die Basis ist immer unsere Stress- oder Entspannungs-Reaktion auf alle möglichen Gelegenheiten des Alltags.

Es gibt viele Wege zu entspannen, wenn wir gestresst sind: Meditation, Yoga, Teetrinken, Massage, Sport, mit einem Freund reden, ein heißes Bad nehmen, Sex. Und ich empfehle jede einzelne.

Aber keine von den Möglichkeiten entspannt Sie, wenn Sie es nicht mit einem entspannten Geist angehen. Aber es geht auch ganz anders - ohne eine der eben genannten Möglichkeiten.

Hier noch einmal, wie Sie Anspannung loslassen können:

  1. Nehmen Sie zuerst die Anspannung wahr.
    Werden Sie achtsam für Ihren Körper und Ihren Geist während Ihrer täglichen Handlungen: Arbeit, Meetings, Autofahren, Gehen, Lesen, Putzen, mit Ihren Liebsten sprechen.
    Wenn Sie Anspannung bemerken, das ist Ihr Signal.
  2. Visualisieren Sie, wie sie verschwindet.
    meditation arbeit rubysoho Fotolia 300x300 Wie Sie mit Achtsamkeit jeden Moment etwas verbessern können.Stellen Sie sich einfach vor, wie die Anspannung Ihren Körper verlässt, sich in kleine Stücke verteilt und durch eine sanfte Brise in die Luft geblasen wird. Diese einfach Visualisierung hat oft schon eine erstaunliche Wirkung.
  3. Gehen Sie von angespannt zu locker.
    Das können Sie gleich hier am Monitor ausprobieren. Machen Sie kurz eine Pause und ballen Sie Ihre Fäuste. Und jetzt entspannen Sie wieder. So einfach geht das. Probieren Sie das mit Ihrem Kiefer. Ihren Schultern.Sie können Ihre Anspannung loslassen - einfach weil Sie sie auch erzeugt haben. Mit Ihrem Geist geht das ähnlich.
  4. Atmen Sie.
    Nehmen Sie einen langsamen, tiefen Atemzug. Werden Sie einen Moment nur achtsam für dieses Einatmen. Halten Sie den Atem für 5 Sekunden - und dann atmen Sie langsam wieder aus - und warten Sie wieder 5 Sekunden.
    Wiederholen Sie das, wenn Sie möchten. Auch das wird Sie entspannen, falls Sie nach Schritt 1 und 2 noch nicht entspannt genug sind.
  5. Lächeln Sie.
    Das verändert alles. Jetzt können Sie jede Aktivität, jeden Moment, mit einer Haltung der entspannten Freude beginnen.

 

Die gute Nachricht: wenn Sie mal gut in dieser Entspannungs-Routine sind, brauchen Sie nur eine von den mittleren Stufen (2-4). Nur der 1. und der 5. Schritt sind essentiell.

Nehmen Sie die Verspannung wahr, lassen Sie sie gehen und lächeln Sie. Dieser Moment und jeder Moment danach kann sofort besser werden.

 

 Meine Empfehlung:

brillanten weihnachtsmann 239x300 Wie Sie mit Achtsamkeit jeden Moment etwas verbessern können.Dieser Artikel stammt von meinem geschätzten Blogger-Kollegen Leo Babauta, der gerade ein neues eBook herausgebracht hat, wie Sie "Clutterfree holidays" verbringen können.

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Er heißt "Ziemlich beste Partner" und die 1. Lektion können Sie gleich hier herunterladen und lesen. Kostenlos und unverbindlich.

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Einen an-Maenner und einen an- Frauen.

 

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Foto: © funnypagenet.com, rubysoho- Fotolia.com

 Wie Sie mit Achtsamkeit jeden Moment etwas verbessern können.
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Hier schreibt: Roland Kopp-Wichmann

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.



5 Kommentare

  • Also was mir auch besonders hilft ist einfach Bewegung. Wenn ich regelmäßig Sport treibe, geht es mir einfach gut. Wenn ich mal viel arbeite und keine Zeit zum Sport finde, merke ich das nach einer Woche. Diese Anspannung werde ich dann entweder mit eine Sauna im Winter wieder los oder wie gesagt einem folgendem Workout.

  • Wunderbarer Post, vielen Dank

  • Ja mit den anspruchsvollen Buddhisten habe ich auch Erfahrung. Mit den äußeren wie dem inneren. Schön, dass Sie Ihren Weg gefunden haben, damit umzugehen.
    “Back ton one” ist eine schlichte Meditationsformel, wenn man sich beim Zählen (one, two, theree …) der Atemzüge in anderen Gedanken verloren hat. “Macht nix – back to one”.)

    Danke für Ihren Kommentar.

  • Hallo, Herr Kopp-Wichmann,

    natürlich glaube ich zu wissen, was SIE mit Achtsamkeit meinen und dennoch kriege ich immer leichte Verspannungen genau bei DEM Begriff. Da popppt gleich eine ganze Palette von Widerständen und Ver-Spannungen auf und Bilder und Ansprüche der ach-so-immer-achtsamen Buddhisten auf…Da hilft als ERSTE Maßnahme bei mir: Lächeln. Über mich und meine Ver-spannung deswegen.

    Und dann ist bei mir erst Auf-Atem-achten dran. Da hat mir in irgendeinem Artikel von Ihnen mal die Anweisung geholfen: “Back to one”. Mit diesem Unanspruch an “perfekter” Achtsamkeit schwinden meine Widerstände, was Achtsamkeitsbegriff angeht.
    Sie sehen, meine Schrittfolge ist etwas anders. Funktioniert aber auch!

    Einen schönen dritten Advent!

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