Einen Monat ohne Jammern und Klagen?

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BEWUSSTER LEBEN
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Geht das denn?

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Erinnern Sie sich?

Im Sommer 2014 prägte die „Ice Bucket Challenge“ die Posts auf den Social-Media-Accounts deutscher und internationaler Promis, Sportler und Politiker. Sie alle ließen sich einen Kübel Eiswasser über den Kopf schütten, spendeten für die bis dato unheilbare Nervenkrankheit ALS – und nominierten anschließend drei neue Anwärter.

Eine weniger spektakuläre Aktion kann man jeden Tag am Arbeitsplatz oder zu Hause beobachten. Ganz viele Menschen schütten sich auch einen Kübel über – aber nicht mit erfrischendem Wasser, sondern mit üblem Jammern und Klagen. Und das täglich.

Jammern überfällt uns ganz von selbst. Achten Sie mal darauf bei den täglichen Gesprächen:

  • Morgens beim Bäcker („Wie geht’s?“ „Muss ja.“)
  • Im Wartezimmer beim Arzt („Muss man hier immer so lange warten?“)
  • In der Kaffeepause bei der Arbeit („Ich weiß gar nicht, wie ich mein Pensum schaffen soll, aber meinem Chef ist das ja egal.“)
  • In Meetings („Haben Sie meine Mail nicht gekriegt? Sie waren doch auf CC. Wer lesen kann, ist im Vorteil.“)
  • Wenn Sie nach Hause kommen („Hast du etwa vergessen, Brot mitzubringen? Wenn man sich auf dich mal verlässt.“)

Dauernd wird geklagt und gejammert.

Dafür gibt es einen guten Grund. Nichts schafft schneller Kontakt zwischen Menschen als das gemeinsame Klagen. Wer dagegen sagt, dass es im gut geht oder was ihm heute gut gefiel, erlebt eher Distanz, Argwohn – und ein Jammeranfall des Anderen.

Probieren Sie es aus. Gehen Sie morgens ins Büro und sagen Sie:

  • „Toll. Heute kein Stau und ich brauchte nur 15 Minuten durch die Stadt.“
    Reaktion: „Na toll. Dafür konnte ich eine halbe Stunde in der U-Bahn stehen.“
  • „Was für ein schöner sonniger Tag.“
    Reaktion: „Wenn‘ so heiß ist, gibt’s sicher noch ein Gewitter.“
  • „Die Umsatzzahlen für das letzte Quartal sehen wieder sehr gut aus.“
    Reaktion: „Na, dann können sich unsere Aktionäre ja mal wieder freuen.“

Es ist wie bei der Zeitung: Only bad news are good news.

Forscher halten das für unser biologisches Erbe. Indem wir uns auf das Negative fokussieren, würden wir uns Augenmerk verstärkt auf Gefahren richten – um zu überleben.

Hmm.

Aber Jammern und Klagen hat auch einen hohen Preis.
Wenn wir Negatives denken oder von uns geben, werden im Gehirn Stresshormone erzeugt, die Problemlösen und andere kognitive Funktionen blockieren können. Das passiert sogar, wenn wir jemand anderem zuhören, der jammert. Sie merken es daran, dass es Sie energetisch runter zieht.

Also wie Passiv-Rauchen. Nur eben Passiv-Jammern.

Doch eingefleischte Gewohnheiten wie das Jammern und Klagen zu ändern ist schwer. Darüber habe ich ja im hier im Blog immer wieder geschrieben.
Aber nicht unmöglich.


 

Deswegen starte ich heute „Die 30-Tage-Nicht-Jammern-Challenge!

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Hier die 7 einfachen Schritte dazu.

1. Klären Sie, was Jammern ist.

Nicht jede Kritik oder negative Bemerkung ist ja schon Jammern.
„Heute ist es heiß“ ist eine Feststellung, kein Jammern.
„Mann, ist das heute schon wieder so heiß!“ Das geht schon etwas in Richtung Jammern.
„Erst zu kalt, dann Regen, heute ist es wieder heiß. Was ist nur mit unserem Wetter los?“
Na, das erkennen Sie selbst.

Hier eine gute Definition von Jammern:

Sie jammern,
wenn Sie ein Ereignis oder einen Menschen negativ bewerten
ohne Lösungsschritte anzugeben.

  • „Eine geschlagene halbe Stunde stand ich heute wieder im Stau. Was für eine Zeitverschwendung!“
  • „Dauernd klingelt das Telefon heute. Wie soll da einer arbeiten?
  • „Verdammt, wo ist denn jetzt schon wieder mein Autoschlüssel? Hält hier denn niemand Ordnung?“

Blöde Menschen (also Menschen, die meinen Erwartungen widersprechen) gibt es ja immer wieder.
Und blöde Situationen passieren einfach. Dies zu bemerken und sich darüber zu ärgern ist angemessen und (in Grenzen) gesund.
Sich aber länger darüber aufzuregen und es allen möglichen Leuten ungefragt mitzuteilen („Stell dir vor, was mir heute passiert ist…“), ist Jammern.


 

2. Notieren Sie, wie oft Sie sich beklagen – und worüber.

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Alle Veränderung beginnt mit Ihrer Aufmerksamkeit.
Also Achtsamkeit.

Machen Sie eine Strichliste über Ihr Jammern. Vielleicht mit verschiedenen Rubriken über Ihre Lieblingsklagen.
Vermutlich sind Sie schon nach drei Stunden geschockt. So viele Striche!
Und erst nach einem ganzen Tag. Einer Woche.

Trösten Sie sich! Sie sind in guter Gesellschaft.
Jammern ist Kult. In Deutschland sowieso. Und – wie gesagt – es verbindet.
Noch der unsinnigste Jammer-Kommentar bei Facebook kriegt Hunderte oder Tausende von Likes.


 

3. Meiden Sie chronische Jammerer.

 

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Wie gesagt: Auch Passiv-Jammern schadet Ihrer Stimmung.
Und wenn Sie einem Jammerer teilnahmsvoll zuhören, ermuntern Sie ihn noch, es immer weiter zu tun. Oder wenn Sie gar einen guten Tipp geben, wie derjenige das doch ändern könnte. Jetzt kommen noch mehr Klagen.

Machen Sie also aus Ihrem Büro oder Ihrem Arbeitszimmer eine jammerfreie Zone.

Und wenn Sie selbst der Jammerer sind?


 

4. Finden Sie zu Ihren Klagen eine positive Lösung.

 

Die Studentin Julia Engelmann wurde 2013 zum Youtube-Star, weil sie auf einem Poetry-Slam in einem Gedicht minutenlang ihre Entscheidungsarmut bejammerte – und dann aber über Lösungen nachdachte.

Jeder erschafft sich seine Welt.
Menschen sind wie sie sind. Dinge passieren.
Entscheidend ist immer, wie Sie das Wahrgenommene interpretieren.

Meine Definition oben war ja: Sie jammern, wenn Sie ein Ereignis oder einen Menschen negativ bewerten ohne Lösungsschritte anzugeben.

Das heißt: Jammern ist auch eine Lösung! Denn mit Jammern …

  • Teilen Ihre Gefühle mit anstatt diese in sich reinzufressen.
  • Finden Sie schnell Kontakt zu anderen Menschen, die auch gern jammern.
  • Stellen Sie klar, dass Sie an der Sache nichts ändern können aber der Leidtragende sind

Aber Jammern ist eben eine negative Lösung. Sie fühlen sich dabei  vermutlich frustriert, verärgert, resigniert – und hilflos.

Ganz anders fühlt sich Ihr Jammern an, wenn Sie sich auf die Suche nach einer Lösung machen.
Hier nochmal die Beispiele von oben – mit einer möglichen Lösung.

  • „Eine geschlagene halbe Stunde stand ich heute wieder im Stau. Was für eine Zeitverschwendung!“ (Jammern)
    „Eine geschlagene halbe Stunde stand ich heute wieder im Stau. Was für eine Zeitverschwendung! Morgen probiere ich aus, eine halbe Stunde früher loszufahren.“ (Jammern mit Lösung):
  • Dauernd klingelt das Telefon heute. Wie soll da einer arbeiten?“ (Jammern)
    „Dauernd klingelt das Telefon heute. Wie soll da einer arbeiten? Ich frage Anna, ob ich meine Anrufe eine Stunde auf ihren Apparat umleiten kann.“ (Jammern mit Lösung)
  • „Verdammt, wo ist denn jetzt schon wieder mein Autoschlüssel? Hält hier denn niemand Ordnung?“ (Jammern)
    „Verdammt, wo ist denn jetzt schon wieder mein Autoschlüssel? Hält hier denn niemand Ordnung? Ab heute hänge ich ihn immer ans Schlüsselbrett.“ (Jammern mit Lösung)

 

5. Statt jammern dankbar sein.

Über die segensreiche Wirkung von Dankbarkeit habe ich ja hier im Blog auch schon geschrieben. Dankbar zu sein ist deswegen so wichtig, weil es Ihre Erwartungen reduziert. Auf das, was sie eigentlich sind: Wünsche.
Und Wünsche werden eben manchmal nicht erfüllt.

Wenn Sie aus Ihren Wünschen aber Erwartungen machen, also sie mit einem Anspruch überfrachten, zahlen Sie oft die Zeche in Form von Enttäuschungen. Denn die Realität pfeift auf Ihre Erwartungen. Sie hat ihre eigenen Regeln. Und gegen die Realität, also die Macken anderer Menschen, den Teufel, der im Detail steckt oder der Shit, der eben passiert – gegen diese Realität gewinnen Sie nie.

  • „Das ist ja das mindeste, was man erwarten darf!“
  • „Wir leben hier doch in keiner Bananenrepublik!“
  • „Rufen Sie mir sofort den Geschäftsführer!“

Das sind so die Lieblingssätze der Beschwerdeführer. Vor allem berüchtigt bei Hotelmanagern, die sich oft mit kuriosen Klagen von Urlaubern befassen müssen. („Der Sand war zu sandig“)

Mit Dankbarkeit kommen Sie wieder auf den Boden der Wirklichkeit zurück und fokussieren sich auf das, was da ist – anstatt auf das, was nicht da ist:

  • „Gott, ist heute das Internet wieder lahm!
    Aber schön, dass ich überhaupt einen PC und Internet habe.“
  • „Die Lieferung war fest für heute zugesagt, ist aber nicht angekommen.
    Dann kommt sie wahrscheinlich morgen. Prima.
  • „Ausgerechnet heute wo das wichtige Meeting ist, muss ich krank werden. Das kann wieder nur mir passieren.
    Zum Glück bin ich angestellt und kann mich in Ruhe auskurieren.

Die Beispiele sollen zeigen, dass Sie immer eine Wahl haben. Nicht über das, was passiert oder wie Ihr Partner oder Ihr Chef drauf ist.
Aber wie Sie darauf reagieren.
Natürlich dürfen Sie sich ärgern. Vorwürfe machen. Jammern und klagen.

Aber Sie können es auch einfach sein lassen. Und dadurch Ihre Stimmung positiv beeinflussen.


 

6. Sagen Sie statt „Ich muss“ öfter „Ich will“.

 

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Es ist doch ganz einfach im Grunde: Sie müssen nichts. Kein Mensch zwingt Sie mit vorgehaltener Pistole zu irgendwas.

Das was Sie tun, wollen Sie tun – weil Ihnen die Konsequenzen noch unangenehmer sind.

Aber statt dazu zu stehen, dass wir es wollen, obwohl es lästig, anstrengend, zeitraubend, sinnlos etc. ist, sagen wir „Ich muss.“
Und jammern. Das ist der Mini-Protest und Trostpreis, den wir uns selbst schenken.

Machen Sie es sich leichter: Sagen Sie statt „Ich muss“ einfach „Ich will“.

  • „Ich muss vor dem Ins-Bett-Gehen noch die Küche aufräumen.“
    „Ich will vor dem Ins-Bett-Gehen noch die Küche aufräumen.“
  • „Ich muss in einer Stunde diese blöde Statistik fertig haben.“
    „Ich will in einer Stunde diese blöde Statistik fertig haben.“
  • „Ich muss mindestens 5 Kilo abnehmen.“
    „Ich will höchstens 5 Kilo abnehmen.“
    Diese seltsame Formulierung basiert auf diesem Trick.

Zu Beginn werden Sie sich bei dieser Sprachänderung etwas seltsam vorkommen. Und Ihre Kollegen und Familienmitglieder werden irritiert schauen: „Du willst heute Überstunden machen? Alles in Ordnung bei dir?“

Aber das zeigt ja nur, wie sehr wir uns an die allgegenwärtige Jammerkultur gewöhnt haben. Das Leben soll einfach, bequem und mühelos sein. Wäre es ja auch, wenn wir nicht dauernd irgendetwas müssten.


 

7. Hier noch ein Tipp zum Nicht-Jammern – aber nicht für Masochisten.

 

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Gemeinhin strebt der Mensch nach dem Glück und will den Schmerz vermeiden. Aus der Motivationspsychologie und der Alltagserfahrung wissen wir aber, dass Strafen auch zu einer Verhaltensänderung führen können.

Jeder Berufstätige, der auf sein Auto angewiesen ist und mal ein dreimonatiges Fahrverbot aufgebrummt bekam, wird das bestätigen.
Und das können Sie sich bei dieser 30-Tage-Nicht-Jammern-Challenge sich zunutze machen.

Mit einem einfachen Gummiband um Ihr Handgelenk.
Und jedes Mal, wenn Sie sich beim Jammern erwischen, lassen Sie das Gummiband mal kurz schnalzen: „Autsch! Wieder gejammert!“

Der Tipp gilt aber nicht für Masochisten. Die würden vielleicht extra jammern, nur um dann nach der vermeintlichen Bestrafung lustvoll zu stöhnen.


Hören Sie dazu den Podcast.

kommentarWollen Sie bei der „30-Tage-Nicht-Jammern-Challenge“ mitmachen?

Wenn ja, können Sie sich hier mit einem Kommentar öffentlich dazu verpflichten. Das wirkt stärker, als wenn Sie es nur für sich allein beschließen. Das Ganze funktioniert so:

  1. Schreiben Sie hier als Kommentar, worüber Sie oft jammern.
    Und ob Sie damit aufhören wollen.
  2. Besuchen Sie öfter diesen Blogbeitrag und berichten Sie über Ihre Erfahrungen:
    – Wann sind Sie rückfällig geworden? (Kein Stress, das ist völlig normal.)
    – Was haben Sie statt Jammern gemacht?
    – Welche Wirkung hatte das Nicht-mehr-Jammern auf Sie? Und auf Ihre Umgebung?
  3. Nennen Sie max. drei andere Menschen, die bei dieser Challenge mitmachen sollten, und leiten Sie an diese den Hinweis zu dieser Challenge mit diesem Link weiter: http://goo.gl/cN5I3y

PS: Dieser Blogbeitrag bleibt hier 1 Monat auf der Startseite für diese Challenge.
Und weil ich eine Sommerpause beim Bloggen einlege.

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Bilder: © visualhunt.com

Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

37 Kommentare

  1. Hallo Herr Kopp-Wichmann,
    Ihr Artikel gefällt mir sehr gut! Leicht lesbar, anregend, praktisch und doch fundiert (bin selbst Psychologin). Wir haben auf jammern-war-gestern.de gerade ein Blog angefangen und ich hab mal im Netz gestöbert… Wenn sich mal ein aktueller Beitrag zum Verlinken eignet: machen wir gerne!
    Herzlichen Gruß aus NRW, S. Neugebauer

  2. Resümee nach 30 Tagen: In den ersten Tagen hat die Challenge bei mir noch nicht so gut funktioniert. Aber sie hat schnell zu mehr Wahrnehmung und Bewusstsein geführt. Ihr Kommentar zu meinem Eintrag, Herr Kopp-Wichmann, war dann sehr hilfreich, danke! Nachdem ich dann täglich besser auf meine Worte geachtet habe und etwa nach der Hälfte der Zeit meiner Frau von meinem Commitment in Ihrem Blog erzählt hatte, wurde die Challenge für mich zum Erfolg. Ich danke für die Inspiration!

  3. Hallo Roland,

    CHALANGE ACCEPTED!!!

    Ich werde es die 30 Tage durchziehen und Dir dann berichten. 😉

    Vielen Dank für diesen inspirierenden Beitrag!

    Beste Grüße

    Leo

  4. Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    vielen Dank für diesen Artikel! Ehrlich gesagt habe ich mir darüber – über das Jammern – eigentlich nie so richtig Gedanken gemacht. Bis jetzt!

    Ich bin seit 20 Monaten Vater eines Sohnes und ich muss gestehen, dass ich viel und ausgiebig über den Schlafentzug jammere!

    Und ich muss gerade feststellen, dass ich dazu eigentlich keinen Grund habe. Mein Sohn schläft ja nicht mit Absicht unruhig. Er kann nichts dafür!

    Was ich dagegen tun will ? Ich will mich in Zukunft mehr auf die positiven und schönen Momente mit meinem Sohn konzentrieren und mich so in eine bessere Grundlaune versetzen.

    Und als Folge hoffe ich dann, dass ich generell weniger jammere.

    Ich werde Sie auf jeden Fall auf dem Laufenden halten!

    Vielen Dank für den tollen und wirklich persöhnlichkeitsfördernden Artikel

    Gruß
    Matthias

  5. susanne sagt

    Jammern ist wohl, wie schon weiter oben angeführt häufig ein Wunsch nach Aufmerksamkeit. Das haben wir als Kinder gelernt, wenn es wehgetan hat, hat Mama gepustet. Vielleicht brauchen wir das auch heute noch manchmal. Ansonsten ist erwachsen werden sicher auch eine gute Möglichkeit 🙂

  6. Vincent sagt

    Ich will aufhören zu jammern, denn die negativen Gefühle sind deutlich spürbar.
    Seit ein paar Tagen bin ich nun dabei und ertappe mich immer wieder dabei den Impuls zum Jammern zu haben.
    Gejammert wird bzw. wurde viel um dir Uni und jetzt, wo ich darauf achte, merke ich erst wie viel ich eigentlich gejammert habe. Jetzt versuche ich entweder nicht zu jammern oder es so zu formulieren, dass die Lösung gleich mit dabei ist.
    Und es fühlt sich tatsächlich besser an. Rückschlage gab es aber ich merke dass es Stück für Stück weniger wird.
    Gespannt darf man auf die folgenden Tage sein!

  7. Wer an anderen herum kritisiert, hat einfach nur heimliche Erwartungen. Werden die enttäuscht, fängt man an zu jammern.
    Wenn Sie Ihre Erwartungen in Wünsche umformulieren und Ihrem Partner mitteilen, kann er sich danach richten – oder eben nicht.

  8. Lydia sagt

    Hallo liebe Jammer-Freunde (oder jetzt auch nicht mehr)!
    Ich finde den Beitrag echt klasse und wenn ich so darauf achte wird mir erst einmal klar wie viel ich wirklich am jammern bin. Daran muss ich etwas ändern. Halt! WILL ich etwas ändern. Ich bin zur Zeit dabei mein Abitur zu machen und über schulische Angelegenheiten könnte ich im Fünfminutentakt jammern. Ich werde daran etwas ändern und meine Energie zukünftig in wichtigere Dinge investieren. Leider habe ich auch viele Freunde die leidenschaftliche Jammerer sind, doch ich versuche ab jetzt dagegen zu halten. Ich hoffe dies gelingt mir.
    Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Challenge und bin mal gespannt wie es laufen wird.
    Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Tag!
    Lydia

  9. Christian S. sagt

    Habe in letzter Zeit zu oft an meiner Frau herumkritisiert. Auch eine Form von Jammern? Vielleicht bin ich ja gerade mit mir selbst nicht so zufrieden. Mein Committment: 30 Tage ohne meckern.

  10. GeCko sagt

    Ich kann gerade nicht mehr vor lachen. Dieser Blog ist Spitze! Kennt ihr das Problem (Achtung), wenn man selber sehr positiv und optimistisch ist, aber ringsherum nur gejammert wird? Meine ex war nur am zetern und jammern. Jetzt bin (war) ich auch so. Oh ich habe es schon wieder getan… 😀 ich werde von nun an nur noch laut lachen sobald in der Nähe gejammert wird. Das Leben ist toll. Ihr habt recht, das ist kaum auszuhalten in D. Viel Lärm um nichts und kein Wille etwas zu ändern!

  11. Vincent sagt

    Hallo zusammen,
    ich habe seit langer Zeit im Studium Probleme mit dem Prokratinieren. Trotz des Lesens vieler Artikel und Begleitung durch einen Psychologen wird es nicht besser und der Leidensdruck höher, sodass es mittlerweile neben allen Lebenslagen vorallem die Beziehung zu meiner Partnerin beeinflusst.
    Jammern ist leider das Tagesprogramm.

  12. Christoph Filip sagt

    Zuviel Chaos daheim,alles liegt rum,nix wird aufgeräumt- der Alltagsjammerer für zuhause. Die drei Kinder (die Erwachsenen aber auch ein Bisschen) die das Chaos verursachen, sind doch Wunschkinder und eigentlich wunderbar.

    Also. Genug gejammert-Das Leben ist doch schön und mir gehts gut!

  13. Andrea Greissinger sagt

    Für mich eine grandiose Idee die Jammer-Challenge! Den Handschuh nehme ich gerne auf, mache mit und habe heute schon viele Jammereien bei mir entdeckt.Danke für diese Idee und Ihnen einen wunderschöne und erholsame Blogpause.
    Mit freundlichen Grüßen
    Andrea Greissinger

  14. Reinhard sagt

    Ich bemühe mich, die negativen Kommentare meiner Kollegen auszublenden, bei Dauerbeschallung mit eben diesen ist das aber schwer – und Oropax verwenden geht leider nicht.

  15. Vielleicht können Sie eine olympische Disziplin daraus machen: Einzel-Jammer, Doppel-Jammer, Vierer-Jammer, Mixed-Jammer.
    Oder die Strichliste aus dem Blogbeitrag tatsächlich im Büro aufhängen.
    Statt Sitzplatzwechsel also Einstellungswechsel.

  16. Reinhard sagt

    Ich jammere ab und zu über meine Kolleginnen, weil die tagein, tagaus über alles jammern und wir im selben Büro sitzen, Sitzplatzwechsel bis jetzt leider ausgeschlossen..

  17. Ulrike sagt

    Ein hervorragender Beitrag, der zwar etwas enthält, was ich natürlich in vielen Formen schon irgendwo gelesen habe, hier aber sehr nachvollziehbar und v.a. mit einer praktischen und nachahmungswürdigen Handlungsanweisung erscheint!

  18. Liz Collet sagt

    Kein bisschen – ich lebe nur nach dem Prinzip, sich nicht selbst zu bemitleiden oder über andere oder Zustände zu jammern, sondern sie zu ändern.
    Kann man sie ändern, braucht man nicht zu jammern, kann man sie nicht ändern, hilft jammern auch nichts und verschwendet nur Zeit, Energie und gute Laune, eigene wie die anderer. Und als Ventil gibt es Besseres, als Herumjammern.

  19. Liz Collet sagt

    Ich brauche keinen Challenge, um mal 30 Tage nicht zu jammern.
    Ich jammere an keinem von 365 Tagen des Jahres. Das halte ich persönlich für normal.

  20. Probieren Sie es bei dem Dauerjammerer mit Anteilnahme:
    „Das muss ja schrecklich sein.“
    „Wie Sie das nur aushalten.“
    „Da gibt’s aber auch keinen Ausweg.“

    PS: Bloß keine Tipps, wie derjenige das doch ändern könnte.

  21. Alexandra sagt

    Und nach dem Monat am Besten ein Leben lang weitermachen ! 🙂
    Selbst nicht zu jammern bekomme ich ja hin, aber in meiner Arbeit gibt es jemanden, der dauerjammert und ich weiss nicht, wie ich das „abwehren“ kann.

  22. Kinder dürfen jammern – bis zu einem gewissen Alter. Sie drücken darüber ihre Gefühle aus
    Bin gespannt, auf welche Lösungen Sie kommen, dass Sie nicht mitjammern müssen.

  23. steffi stephansen sagt

    Ich fange an zu jammern, wenn mein Sohn jammert. Ok, ab jetzt ruhig bleiben, aber Kindern jammern anders, ausdauernder, die sagen ihren jammersatz 10 mal. Ist wohl ein Hilferuf nach Aufmerksamkeit….und bei uns wohl auch.
    Genug gefachsimpelt.

  24. Alexandra Mark sagt

    Halo Roland….ja Jammern ist einfach total bescheiden …man verdirbt sich gekonnt den Tag und warum eigentlich ….weil es da oben drin steckt in den Gehirnwendungen …. Ich denke ich bin schon ganz gut im Nichtjammern….mir fällt es zumindest auf wenn andere JAMMER…hehehhe…doch ich gehe gerne auf den Prüfstand mal sehen ob ich doch jammere ….zumindest gebe ich oft den anderen Schuld an meinem UNGLÜCK…fühle mich gehetzt und habe das Gefühl Dinge nicht selbst steuern zu können.
    Ich probiere es mal…und komme dann hoffentlich mit positiven Nachrichten hier zurück.
    Denn bei anderen sieht man die Fehler oft viel besser – doch auch ich kann noch sehr sehr viel lernen, ein schöner positiver Ansatz.
    ICH BIN DABEI …bis bald ….in 30 TAGEN DANN SPÄTESTENS.
    Grüße Alexandra

  25. Hallo Herr Kollege!
    Tolle Idee und ein noch tollerer Ansatz.
    In meiner Arbeit als Bewusstseins-Coach ist diese Arbeit (loslassen vom „Jammern und müssen“) ein Schwerpunkt und in vielen Fällen die Lösung.
    Alleine das Erkennen NICHTS ZU MÜSSEN ist die Veränderung, die viele möchten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Lee Reichel-Dittes

  26. Martin Breidenberger sagt

    Meine Ziele stecke ich meistens hoch, weniger wird von allein, deshalb 365 Tage …

  27. Ulrike Roderwald sagt

    Stimmt! Und ich freu mich auch an Vielfalt ?

  28. Ulrike sagt

    Moin!
    Als große Freundin des Paradoxen mache ich folgendermaßen mit: Jeden Tag soviel wie möglich jammern und mir dafür Striche geben. Jammern dass die Schwarte kracht! über Sachen, über die eigentlich kein Jammern möglich ist…. Bin gespannt, ob ich das 30 Tage durchhalte!
    Wieso ist meine Kaffeetasse schon wieder leer, hab ich doch gerade erst gefüllt? Wieso kommt in meinem Kommentar das Wort Jammern so oft vor? Wieso habe ich jetzt erst drei Striche? ?

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