Symptomen „auf der Spur“

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Methoden / Psychologie

Symptome sind lästig – dafür hartnäckig. Mit Symptomen meine ich Phänomene oder Verhaltensweisen, die wir eigentlich nicht möchten. Zum Beispiel Aussschlag. Oder Rauchen. Oder zwanghaftes Grübeln. (Hier könnte eine endlose Liste stehen.)

Symptome kann man als Störungen betrachten, die uns daran hindern, was wir eigentlich wollen. (Meist bringt dieser Ansatz nichts.)
Oder man betrachtet Symptome als Lösungsversuch. (Hä? Lösungsversuch?) Genau!
Als Lösungsversuch für ein Problem, das man noch nicht kennt, einem also bisher unbewusst ist.

Die folgenden Fragen sind hilfreich, um diesem “Problem” auf die Spur zu kommen:

  • Wann oder wo ist es (das Symptom x) anders?
  • Was erwarten/erhoffen Sie, wenn x auftritt?
  • Was befürchten Sie, wenn Sie damit aufhören würden?
  • Wie geht es Ihnen, wenn Sie x tun?
  • Wodurch wird x ausgelöst?
  • Haben Sie eine Idee, woher x kommt?
  • Kennen Sie x von irgend woher anders?
  • Was könnte dieser Teil x für Sie erreichen wollen?
  • Was ist gut daran, dass es x gibt?
  • Wovor schützt Sie x?
  • Wozu brauchen Sie x?
  • Was wird ermöglicht/verhindert durch x?

Die Antworten fallen Ihnen vielleicht nicht leicht. Schließlich berühren sie einen bis jetzt unbewussten Konflikt. Aber allein die Beschäftigung mit der Hypothese, dass Ihr Symptom einen Lösungsversuch darstellt, eröffnet neue Denkmöglichkeiten.

Denn wenn sie den den Konflikt kennen, können Sie sich andere (bessere) Lösungen überlegen.

Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

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