„Lasst dicke Männer um mich sein!“ Aber nicht im Job!

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Gesundheit / Karriere

Obiges Zitat von William Shakespeare, der dies Julius Cäsar sagen ließ, gilt in deutschen Führungsetagen immer weniger. Vielmehr ist Jugendlichkeit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit gefragt. Und die assoziieren die meisten Menschen weniger mit einem Bauch. Dicke sind in den Führungsetagen heute eher unterrepräsentiert. Doch warum gilt Shakespeares Leitspruch heute nicht mehr?



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In früheren Jahrhunderten galt eine üppige Figur als anziehend. Attraktivitätsforscher erklären sich diesen Wandel des Figurideals damit, dass Fett in früheren Zeiten als Statussymbol galt. Nur die Wohlhabenden konnten es sich leisten, sich satt zu essen, während Ärmere aus Nahrungsmangel zwangsläufig schlank blieben. Diese kulturelle “Landkarte” hat sich grundlegend geändert. Übergewicht wird vielfach als ein Zeichen der Unterschicht verstanden, während Mittel- und Oberschicht-Angehörige mit Diäten, Fitness-Studios und Joggen um ihre Linie kämpfen. Auch in den Medien gibt es weniger dicke Vorzeigetypen. Schauspieler wie Dieter Pfaff, Ottfried Fischer, Günter Strack oder Marianne Sägebrecht gehören zu den prominenten Ausnahmen. Und mit Helmut Kohl ging einer der letzten gewichtigen Politiker.

Das Gemeine ist: schlanken Menschen attestieren wir neben dem angenehmen Äußeren auch noch positivere innere Werte. Wer hätte nicht die Wandlung der Abgeordneten Merkel wahrgenommen, als sie sich anschickte, die erste weibliche Bundeskanzerin werden zu wollen. Gutaussehende Menschen gelten nach den psychologischen Studien der Universität Regensburg in den Augen anderer automatisch als erfolgreicher, sympathischer geselliger, intelligenter, aufregender, kreativer und fleißiger als die Mehrheit mit dem Durchschnittsgesicht. Was wir schön finden – und dass zu schön aber als langweilig wahrgenommen wird (gottseidank!) – kann man auf deren Website nachlesen und ausprobieren:
www.beautycheck.de Ein interessantes Buch dazu

Wie groß sind Sie? Größer als ein Meter zweiundachtzig? Glückwunsch! Denn nach einer Studie der London Guildhall University unter 11.000 Berufstätigen bekommen jene Langen rund zehn Prozent mehr Gehalt als Männer mit Durchschnittsgrößen.

Was tun? Nun immer mehr Männer des öffentlichen Lebens gehen zum Schönheitschirurgen. Und lassen Fett absaugen, Nasen korrigieren, Lider straffen oder Falten aufspritzen. Auch ein bekannter US-Politiker gehört dazu
Und wer würde darauf schwören, dass John F. Kennedy, Ronald Reagan, Bill Clinton und George Bush nur aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten und politischen Überzeugungen ins weiße Haus gewählt worden wären.

Gibt es denn gar keinen Trost für all jene, die unter 1,82 Meter messen und dafür einen BMI über 30 haben?
Auf diesen deprimierenden Artikel – ich messe gerade mal einsachtundsiebzig – muss ich erst mal ein dickes Stück Kuchen essen. Schreiben Sie doch in der Zwischenzeit hier, was Sie zu dem Thema meinen …

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Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

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