Warum machen Sie aus Ihrer Lieblingstätigkeit keinen Nebenjob?

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Viele Menschen träumen davon, aus ihrer Lieblingsbeschäftigung einen Beruf zu machen. Damit meine ich jetzt nicht die vielen Angebote à la „Geld verdienen im Internet“ oder Tim Ferriss Model der „4-Stunden-Woche“.  Aber es gibt eine sehr bewährte Möglichkeit, seiner Leidenschaft nachzugehen ohne großes Risiko. Seine kreativen Neigungen auszuleben. Ein Zusatzeinkommen nebenbei zu erzielen. Ein zweites Standbein sich aufzubauen, aus dem vielleicht sogar mal der Hauptberuf werden kann.
Am Ende dieses Artikels verrate ich Ihnen auch, wie ich Sie ganz persönlich dabei unterstützen kann.

Er arbeitete zeitlebens bei der „Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen“ in Prag. War dort aber ziemlich unglücklich. Andererseits sind die Beschreibungen der Beamten in seinen Romanen „Der Prozess“ und „Das Schloss“ ohne seinen beruflichen Hintergrund nicht zu verstehen. In der Nacht vom 22. zum 23. September 1912 gelang es Kafka, die Erzählung „Das Urteil“ in nur acht Stunden in einem Zuge zu Papier zu bringen. Im späteren Urteil der Literaturwissenschaft hat Kafka hier mit einem Schlag thematisch und stilistisch zu sich selbst gefunden. Kafka hingegen elektrisierte zunächst der noch nie so intensiv erlebte Akt des Schreibens: „Nur so kann geschrieben werden, nur in einem solchen Zusammenhang, mit solcher vollständigen Öffnung des Leibes und der Seele“.

Was können wir daraus lernen? Dass man seiner Leidenschaft nachgehen kann, wenn man daraus einen Nebenjob macht.

Haben Sie manchmal das Gefühl, was im Leben zu verpassen?

Klar, fast jeder muss seinen Lebensunterhalt verdienen. Wenn man Glück hat, in einem Beruf, der genügend einbringt und auch immer wieder spannend ist. Und dennoch. Kein Beruf kann all unsere Talente, Fähigkeiten und Wünsche erfüllen. Und fast jeder hat Träume von einem etwas anderen Leben. Oder es gibt Schwierigkeiten, Krisen und Krankheit, der Lebensfluss kommt ins Stocken – und man weiß nicht weiter. Der neue Song von Udo Lindenberg beschreibt diese Seelenlage sehr treffend.

Was macht man mit den unerfüllten Lebenswünschen?

Resignieren? Verschieben aufs Rentenalter? Aufs nächste Leben?
Oder gibt es einen anderen Weg?

„Was würden Sie tun wollen, wenn Sie morgen fünf Millionen auf Ihrem Konto hätten?“
So lautet eine Frage zu Beginn meiner Persönlichkeitsseminare. Sozusagen ein bedingungsloses üppiges Grundeinkommen. Mit der Frage lockt man verborgene Lebenswünsche hervor. Wünsche und Träume, die Sie mit dem Argument „Ich muss ja Geld verdienen/meine Familie ernähren“ bisher erfolgreich weggefiltert hat.

Bei den Antworten kommen neben dem Wunsch nach ehrenamtlichem Engagement oder einer handwerklichen Beschäftigung oft der Wunsch nach einer kreativen oder ganz verrückten Tätigkeit hervor:

  • Einen Roman schreiben.
  • Meine Bilder/Grafiken/Photos in einem Blog zeigen.
  • Verrückte Dinge erfinden.
  • Ein Café eröffnen.
  • Ein Hilfsprojekt für Flüchtlinge starten.
  • Webdesign für eine bestimmte Nische anbieten.
  • Aus meinem Hobby einen Nebenjob starten.
  • Mein Spezialwissen weitergeben.
  • Einen Internetshop eröffnen.
  • Ein eBook veröffentlichen.
  • Podcasts über mein Lieblingsthema aufnehmen.
  • Nachhilfe geben.
  • Übersetzungen anbieten.
  • Spezielle Stadtführungen organisieren.
  • Kleine Events organisieren.
  • Für andere Reden schreiben.
  • Texte für Websites texten.
  • Mich mit meiner Leidenschaft selbständig machen.
  • Kurse über mein Hobby anbieten.
  • Als Lauf-/Tennis- oder Fitnesstrainer arbeiten.
  • Einen YouToube-Channel mit coolen Videos starten.
  • Über mein Herzensthema Reportagen verfassen.
  • Cartoons zeichnen.
  • etc.

cheerful senior man raised his glasses and looking at laptop in cafe

Die meisten Menschen träumen irgendwann im Lauf ihres Lebens mal davon, etwas ganz anderes zu machen. Ich kann diesen Wunsch nach einer kreativen Beschäftigung gut verstehen, weil es mir ähnlich ging. Ich habe immer schon gern gezeichnet und geschrieben und als ich mein Abitur endlich mit 26 Jahren in der Tasche hatte, stand ich vor der Wahl: Psychologie oder Kunst studieren?

Sogar eine Arbeitsmappe für die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg  hatte ich fertig. Doch eine Überlegung hielt mich von einer Bewerbung ab. Dass ich nämlich als Künstler vielleicht nicht meine Miete zahlen könnte. Egal wie erfüllend der Beruf für mich sein würde und egal wie gut meine Werke wären. So studierte ich Psychologie und habe es nie bereut. Aber das Interesse an kreativem Ausdruck blieb trotzdem immer.

Deswegen schreibe ich heute eBooks und email-Kurse, habe Cartoons gezeichnet und starte neue Projekte.

Vielleicht geht es Ihnen ja ähnlich. Sie haben einen Beruf, der Ihnen im Großen und Ganzen gefällt. Aber insgeheim träumen Sie immer wieder mal davon, dass Sie gern noch was Anderes machen würden. Aber das Risiko, ganz auszusteigen, ist Ihnen zu groß. Hier mein Rat.

Machen Sie noch etwas Anderes – aber behalten Sie Ihren Job.

Das ist die Lösung für Ihr Dilemma.

Das Dilemma, dass es Sie vielleicht auch zu einer kreativen oder künstlerischen Arbeit zieht und Sie gleichzeitig Angst haben, dass Sie davon nicht leben könnten. Ihre Sorge ist vermutlich berechtigt. Die gute Nachricht: Sie können es trotzdem tun. Ihren Roman beginnen. Ihr Mappe als Fotograf aufbauen. Gedichte schreiben. Klavierunterricht geben. Blues-Balladen singen. Cupcakes und Torten für Geburtstage backen. Oder was immer.

Aber behalten Sie Ihren Job als Broterwerb. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  1. Wenn Sie mit Ihrer Nebenbeschäftigung nicht Ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, können Sie genau das tun, was Sie wollen.
    Sie brauchen nicht am Stück Segelboote malen, nur weil Ihr Galerist meint, dass sich das gerade gut verkauft. Was der Markt heute will oder der Zeitgeist können Ihnen herzlich egal sein. Denn Sie verdienen Ihr Brot nebst Butter ja schon in Ihrem regulären Job.
    Sie müssen nicht erfolgreich sein. Sie dürfen es aber werden.
  2. Die wenigsten Kreativen können von ihrer Kunst allein leben.
    Und selbst bekannte Künstler behalten ihren erlernten Beruf. Auch Charles Bukowski behielt seinen Job im Postamt. Und was geschäftlich ein Erfolg wird und was floppt, wissen selbst Branchenkenner vorher nicht. Außerdem müssten Sie als gefeierter Autor dann Leseabende in Bielefeld oder Bad Oldesloe hinter sich bringen. Und anschließend mit Groupies schlafen (was Ihre Partnerschaft belastet) oder – je nach Zielgruppe – ältere Damen küssen. Ist es das wirklich wert?
  3. Kreativität gedeiht selten unter Druck.
    Wenn der Gerichtsvollzieher an die Tür trommelt, werden Sie vermutlich nicht ihr bestes Gedicht verfassen. Wenn Ihre genialen Fotografien über „Staubkörner im Gegenlicht“ nicht gleich beim Publikum einschlagen, können Sie trotzdem gut schlafen und Ihr Kind in den Kindergarten bringen, statt es tagelang bei der Bedienung im Café zu parken.
  4. Sie haben eine Tagesstruktur.
    Sie kommen morgens aus dem Schlafanzug und wissen, wo Sie spätestens um 9 Uhr aufkreuzen sollten.  Sie haben reale menschliche Kontakte nicht nur zweitausend Facebook-Freunde. Sie müssen nicht ganze Tage im Internet-Café rumhängen und auf eine Eingebung hoffen oder warten, bis sich ein Verleger oder Produzent an Ihren Tisch setzt.
  5. Sie können sofort anfangen, kreativ zu sein.
    Weder brauchen Sie auf den Lottogewinn, Ihre Altersrente, eine küssende Muse oder das Ableben der Erbtante zu warten. Sie müssen nur wissen oder spüren, was Sie schon immer mal machen wollten. Und dann loslegen.

Nachdem wir das geklärt haben, kommen wir noch zu einigen beliebten Ausreden, warum Sie bisher nicht ernst gemacht haben mit Ihren kreativen Ideen.

„Ich würde ja gern noch was anderes machen, aber …“

Ausreden sind okay, wenn Sie wissen, dass es eine Ausrede ist. Und wenn Ihnen klar ist, dass Sie eigentlich nicht wollen. Weil Sie das aber nicht zugeben wollen, brauchen Sie eine gut klingende Ausrede. Schlimmer ist es, wenn Sie eine Ausrede benutzen und glauben, dass es die Wahrheit ist. Dann haben Sie wirklich ein Problem. Deshalb hier die gängigsten Ausreden, wie sich Menschen davon abhalten, kreativ zu werden:

Ich habe noch nicht die richtige Ausrüstung.

Sie brauchen keinen besonderen Füllhalter oder nicht den neuesten Apple-Laptop, um kreativ zu werden. Nicht die Leica M9 Titan, um anzufangen mit Fotografieren. Hören Sie auf mit diesen Ausreden und fangen Sie an.

  • Sammeln Sie Ihre Einfälle innerhalb des Tages in einem kleinen Notizbuch. Wenn Sie kein Notizbuch dabei haben, leihen Sie sich einen Kugelschreiber und eine Serviette.
  • Fotografieren Sie Motive mit Ihrem Smartphone oder einer kleinen Digitalkamera, die Sie bei sich tragen. So finden Sie Motive und entwickeln Ihren Stil.
  • Sie brauchen keine Band und müssen kein Instrument spielen, um mit Singen anzufangen. Hier finden Sie tolle Playbacks für wenig Geld.

Ich habe noch nicht das richtige Ambiente.

persönlichkeitsseminar,coaching,kopp-wichmannSie brauchen kein tolles Atelier mit Nordlicht, um mit Malen anzufangen. Es tut auch die Küche, in der Sie Ihre Staffelei aufstellen können. Das Studio der Impressionisten war die Natur. Sie brauchen keinen eigenen Raum, um mit Fotografieren anzufangen. Oder um Yoga-Kurse anzubieten.

Hören Sie mit den Ausreden auf und fangen Sie an.

  • Schaffen Sie sich Plätze und Zeitinseln in Ihrem Alltag, wo Sie über die Realisierung Ihres Wunsches nachdenken können. Sie wissen doch: „Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe.“ 
  • Schreiben können Sie mit einem Laptop, einem Tablet oder auch mit Stift und Papier überall. Im Zug, in der Mittagspause, im Café.
  • Nutzen Sie Ihre Umgebung als Ideenquelle.
    Martin Suter nutzte Beobachtungen aus der Arbeit in einer Werbeagentur für seine frühen Kolumnen. Georg M. Oswald, der eine Kolumne für die FAZ schreibt, ist im Hauptberuf Rechtsanwalt. Auch Ferdinand von Schirach bezieht den Stoff seiner Bücher aus seiner Arbeit als Strafverteidiger.

Ich habe nicht die nötige Zeit.

Blödsinn. Wenn Sie wirklich kreativ sein wollen, finden Sie immer die Zeit.
Zum Beispiel, indem Sie Leerzeiten nutzen. Also Pausen, Wartezeiten. Zeit, die Sie vor dem Fernseher versumpfen. Oder im Internet. Oder einfach eine Stunde früher aufstehen.

Hören Sie mit den Ausreden auf und fangen Sie an:

  • Setzen Sie sich ein Tagesziel.
    Zum Beispiel jeden Tag 10 oder 50 Sätze schreiben. Oder einen Song fünfmal üben. Oder auf dem Weg zur Arbeit drei originelle Fotomotive entdecken. Oder eine Stunde am Tag über Ihre Idee recherchieren.
  • Nutzen Sie Pausen für Ihren kreative Arbeit.
    Meine Stimmübungen mache ich beispielsweise oft während des Autofahrens. Wenn Sie auf den Bus oder die Bahn warten, denken Sie über die Fortsetzung Ihrer Geschichte nach. Beim Warten an der Supermarktkasse. Im Stau. Sie werden staunen, wie viele Gelegenheiten sich Ihnen bieten, wenn Sie erst mal Ihre Idee haben.
  • Stehen Sie morgens eine Stunde früher auf
    und arbeiten Sie an Ihrem Kreativprojekt. Oder gehen Sie auf eine Vier-Tage-Woche und verbringen Sie den Freitag mit Ihrem Projekt. Statt samstags den Wagen zu waschen oder im Garten zu pusseln, delegieren Sie das innerhalb der Familie oder an den Nachbarsjungen – schon wieder zwei Stunden Kreativzeit organisiert.
  • Verbringen Sie weniger Zeit vor dem Fernseher
    und surfen Sie seltener im Internet und Sie gewinnen viel Zeit. Verlassen Sie früher langweilige Parties. Machen Sie sich in unproduktiven Meetings eifrig Notizen  – über Ihr kreatives Projekt.
  • Vielleicht müssen Sie Ihren Job begrenzen.
    Wenn Ihr Beruf zu viel Zeit, Kraft und Nerven fordert, dass für Ihren Zweitjob nichts übrig bleibt, ist das auch unbefriedigend. Die kreative Arbeit kann Ihrem Leben Sinn, Energie und Tiefe geben, die wieder auf andere Bereiche ausstrahlt.
    In irgendeinem Bereich Ihres Lebens brauchen Sie Enthusiasmus, sonst wird alles nur noch Pflichterfüllung. Ihre kreative Beschäftigung kann diese Begeisterung liefern, aber dafür müssen Sie dann auch Raum schaffen.

Und wie werden Sie mit ihrer kreativen Arbeit bekannt?

persönlichkeitsseminar,kopp-wichmann,coachingVerabschieden Sie sich als erstes von der Idee, dass Sie aus dem Stand einen Bestseller schreiben, einen Vorschuß von 100.000 Euro für Ihren Gedichtband bekommen oder Karl Lagerfeld anruft, damit Sie seine neue Kollektion fotografieren. Wunder passieren, aber Wunder sind selten. Nicht umsonst sagte Harry Belafonte: „Ich habe dreißig Jahre gebraucht, um über Nacht berühmt zu werden.“

Also, Sie haben einen langen Weg vor sich. Deshalb ist es ja wichtig, dass Sie das, was Sie nebenbei tun, lieben. Denn das wird ziemlich lange Zeit Ihr einziger Lohn sein.

Früher mussten angehende Sängerinnen sich oft hochschlafen, damit der Plattenboss ihr Demoband anhörte. Oder männliche Interpreten mussten samstags im Einkaufszentrum gegen die Lautsprecherdurchsagen ansingen. Heute mit dem Internet ist das einfacher.

Warum Sie für Ihren Nebenjob eine Internetpräsenz brauchen.

Entweder eine Website oder einen Blog. Die Website ist praktisch Ihre virtuelle Visitenkarte. Doch darüber gewinnen Sie noch keine Besucher, denn Homepages sind statisch, weil Sie nur einmal Texte einstellen. Warum sollte jemand nach einer Woche noch einmal Ihre Website besuchen? Sie laden nicht zur Kommunikation mit möglichen Interessenten ein.

Vorteile eines Blogs für Ihren Zweitjob sind dagegen:

  • Ein Blog ist wie eine Werkstatt, deren Tür offen steht.
    Passanten (=Internetsurfer) kommen vorbei, werfen einen Blick hinein, einige treten ein, schauen sich länger um, fangen vielleicht ein Gespräch mit Ihnen an.
    Sie brauchen nicht warten, bis Ihr großes Projekt fertig ist. Statt dessen lassen Sie andere bei der Entstehung teilhaben. Und bekommen währenddessen Unterstützung, Anerkennung, Feedback.
  • Sie können Ihre Werke zeigen.
    Egal ob Sie Cartoons zeichnen, Haikus schreiben, einen Thriller verfasst haben, Rockmusik machen – auf Ihrem Blog können Sie der Welt mitteilen, dass es Sie gibt und dass Sie an etwas Kreativem arbeiten.
  • Sie haben einen Grund, dranzubleiben.
    Wenn Sie zehn Bilder oder Fotografien eingestellt haben, und dann ein halbes Jahr nichts mehr, kommt irgendwann der Tag der Wahrheit. Ist es Ihnen wirklich ernst mit Ihrer kreativen Arbeit? Wenn ja, wissen Sie, dass Sie sich wieder dransetzen müssen.
    Ihr Blog ist wie ein Schaufenster. An einem Geschäft, das seit einem halben Jahr sein Fenster nicht neu dekoriert hat, gehen die Leute vorbei.
  • Sie knüpfen Kontakt zu Ihrer Zielgruppe.
    Als Nebenjobber brauchen Sie Interessenten oder ein Publikum. Genauer gesagt, eine Gruppe von Menschen, die sich für das, was Sie tun, interessiert.
    Egal ob Sie einen Fotokalender zum Thema „Ziegen auf Bäumen“ kreiert haben. Oder ein „Buch ohne Staben“ geschrieben haben.
    Mit einem Blog finden Sie Ihre Leserschaft. Beziehungsweise Ihre Leserschaft findet Sie.
  • Sie beginnen, einen Liste von Fans aufzubauen.
    Als Kreativer brauchen Sie nicht nur Interessenten. Sie brauchen vor allem Fans. Das sind Menschen, die an Ihrer Arbeit so sehr interessiert sind, dass Sie immer wieder Neues von Ihnen erfahren und mit Ihnen in Kontakt bleiben wollen.
    Und via Internet können Sie ganz einfach Beziehungen knüpfen. Das machen Sie dadurch, dass Sie immer mal wieder Spannendes über sich und Ihre Arbeit auf dem Blog veröffentlichen und Interessenten (=mögliche Kunden) über einen Newsletter daran teilnehmen lassen. Zusätzlich können Sie kurze Videos einstellen. Auf anstehende Ereignisse (Ausstellung, Auftritt, CD, erstes Buch etc.) hinweisen.

Ich empfehle dies alles aus eigener Erfahrung.

Diesen Blog begann ich 2005, noch ohne Ziel, einfach aus Lust am Schreiben. Mittlerweile habe ich über 970 Artikel dafür geschrieben und über 2.500 Besucher pro Tag besuchen meinen Blog. Aus einem Artikel, den zufällig eine Lektorin las, entstanden zwei Bücher. Interessenten für meine Persönlichkeitsseminare können mich vorab schon kennenlernen. Sechs eMail-Kurse verkaufe ich über den Blog.

Und das Beste: einen Blog zu starten ist leicht und kostet fast nichts. Hier eine Anleitung. Es kostet nur Ihre Zeit.

Starten Sie noch dieses Jahr mit Ihrem Nebenjob.

Machen Sie es also wie Kafka. Behalten Sie Ihren Beruf.
Und fangen Sie an, Ihre Phantasie und Ihr Herz sprechen zu lassen.

Wenn Sie wollen, unterstütze ich Sie dabei ganz persönlich dabei.  Durch eine oder mehrere Coaching-Sitzungen. Mit all meinem Wissen, das ich über die letzten zwölf Jahre gesammelt habe.

 

Hören Sie dazu den Podcast.

kommentar Womit würden Sie gern anfangen, wenn Sie nicht scheitern könnten?

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Bilder: ©  Art Family, rawpicel Fotolia.com,
istock.com, abac077 Flickr.com, Amazon

Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

18 Kommentare

  1. Singeline sagt

    Danke für die Ermunterung – aber der Link für die Anleitung, einen Blog zu starten scheint nicht zu funktionieren (aber da findet sich gewiss anderes)

  2. Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    danke für die Tipps bei „Ich habe nicht die nötige Zeit“. Die kann ich gut gebrauchen, da meine Eltern (2010 (Vater) und Mutter (2011)) verstorben sind und ich quasi sehr viel Arbeit geerbt habe.

    MfG

    Armin

  3. Tanja sagt

    Na, das hat jetzt gepasst wie die Faust aufs Auge. Seit zwei Wochen probiere ich die 4-Tage-Woche im Hauptberuf, um mich intensiver einer Nebentätigkeit zu widmen. Nichts Kreatives, aber etwas was mich viel mehr erfüllt als mein derzeitiger Hauptjob (und vielleicht zu einem solchen werden kann). Schön, dass ich das gerade jetzt bei Ihnen beschrieben lese.

  4. Hallo Dennis,
    danke für Ihr Beispiel aus der Praxis für die Botschaft meines Blogbeitrags.
    Ihre Zahlen sind realistisch, wenn auch nicht für jeden machbar. Es braucht schon eine außerordentliche Energie und Belastbarkeit, um so etwas über längere Zeit zu machen ohne auszubrennen.
    Und es stimmt, wenn die Nebenbeschäftigung Freude und Sinn macht, bekommt man auch viel zurück. Ich mache das ja auch neben meinen Hauptberufen Psychotherapeut und Trainer.
    Weiterhin viel Erfolg!

  5. Hallo an alle,
    ich mache das – haupt- und nebenberuf gleichzeitig.
    Es geht sehr wohl, doch man muss bereit sein, so 14-16 stundem am Tag zu „arbeiten“
    Wenn der „angestrebte“ Nebenberuf einem viel Freude bringt und Spaß macht, ist er auch nicht wirklch Arbeit – nur etwas, was man tägich statt Fernsehen und Faulenzen tut.
    Würde sagen, man muss hier einfach nur Geduld haben – anstreben, üben, lernen und langsam aber sicher Erfolge erzielen. Dann wird daraus auch was, und zwar ohne Glück!

    DANKE für diesen außerordentlich ausführlichen Beitrag,

    Dennis

  6. Liebe Frau Steldinger,
    ja, es sind fast immer unbewusste Muster, die einen daran hindern, wenn man etwas verändern will, und es dann entweder nicht anpackt oder es irgendwie versemmelt.
    Weil diese Muster unbewusst sind, kann man sie auch nicht einfach ändern, da man ja gar nicht weiß, wo man ansetzen muss.
    Aber auch unbewusste Muster kann man identifizieren und dann schrittweise ändern, meist jedoch mit externer Hilfe.

    Danke für Ihre Verlinkung.

  7. Hallo, Herr Kopp-Wichmann,

    ich habe Ihren, wie ich finde, sehr gelungenen Artikel in meinen Blog verlinkt.
    Ich betrachte ja die erwähnten Verhaltensweisen immer auch noch aus einer anderen Perspektive, nämlich welche unbewussten Muster und Programme uns immer wieder dazu bringen, eben leider nicht das zu tun, was wir eigentlich möchten.

    Und ich kenne auch Klienten, die entweder oder wollen, wenn sie sich dann beginnen zu bewegen. Also, den Brotberuf hinschmeissen und nur noch kreativ sein wollen. Beide Seiten sind problematisch. Die, die ewig verschieben „auf später“ und die die radikal alles auf einmal ändern. Den Ausweg haben Sie sehr schön beschrieben.
    mit herzlichen Grüßen
    Barbara Steldinger

  8. Hallo Herr Beck,
    wie bei vielem im Leben spielt die Entscheidung, etwas zu wollen, und die Entschiedenheit, mit der man das dann verfolgt die Hauptrolle. Alles andere, Mittel, Zeit, Energie folgen dann nach.

  9. Stimmt schon Druck und Zwang sind ziemlich hinderlich, um seine Kreativität zu entfalten,

    Denn da gehts ja tatsächlich darum loslassen zu können. Deshalb ist es schon gut, wenn man in der Hinterhand noch einen Job hat mit, dem man für den Lebensunterhalten sorgen kann.

    Ich denke auch, es hat viel mit der Entscheidung und Intention zu tun, neben seinem Hauptberuf, seiner Kreativität freien lauf zu lassen.
    Habe ich mich entschieden und ist meine Intention klar, dann kann ich viel leichter irgendwelche Ausreden oder Vermeidungsstrategien aus dem Weg räumen.

  10. Hallo Frau Barzak,
    gratuliere! Keine Lust mehr zu jammern ist der erste wesentliche Schritt. Und dann kommt so was Kreatives raus wie bei Ihnen. Ein schönes Anschauungsbeispiel als Ergänzung zu meinem Artikel.

  11. Ich hab’s auch gemacht. Ich hatte auch erst die Ausrede, ich hätte keine Zeit. Aber dann hatte ich keine Lust mehr zu jammern und mir einen festen Termin in der Woche fürs Malen gemacht. Das Ergebnis kann jeder hier: unendlicheweite.wordpress.com und hier: innerland.myblog.de sehen.
    Auch wenn mein Blog nicht so gut besucht ist wie Ihrer, Herr Kopp-Wichmann, mache ich einfach weiter, weil es für mich ist.

  12. Danke, lieber Roland. Mal wieder ein wichtiger Impuls. Werde die Jungs von der alten Band mal wieder zusammen trommeln. Die, die so wie ich , gar keine Zeit mehr für Musik haben. Und wir werden die nächsten drei Wochen einen Termin finden, Spaß haben und den Keller rocken. Versprochen!

    Grüße: Markus Euler

  13. Hallo Michael,
    es geht im Leben nicht nur um’s Geld. Man braucht es für viele Dinge. Aber Sinn und Befriedigung kann man damit nicht kaufen. Sinn und Befriedigung kommen vor allem durch gelebtes Sein und erfüllendes Tun.
    Das mit dem Kinderbuch ist eine tolle Idee. Haben Sie schon mal dran gedacht, es über Books-on-Demand zu veröffentlichen?

    Danke für Ihren Kommentar.

  14. Ein schöner Beitrag, dem ich vor allem eines möchte: zustimmen!

    Ich weiß, dass jeder Satz stimmt, weil es mir genauso ging und geht. In unserer Gesellschaft zählt leider oft Erwerbsarbeit mehr als Arbeit. Tätigkeit für Geld ist wichtiger als Tätigkeit. Aber muss das so sein?

    Viele Menschen leben in der Illusion, dass man nur kreativ und künstlerisch sein kann, wenn das als „Beruf“ auf der Visitenkarte steht. Das ist schade. Überhaupt ist die Idee, dass „Künstler“ ein Beruf ist, irreführend. Kunst ist Einstellung, Fleiß und Tapferkeit.

    Ich habe für mich schon einige Zeit akzeptiert, dass ich halt eine Menge Dinge tue, viele davon kreativ, manche versponnen, manche nüchtern, manche emotional, manche intellektuell, manche alleine, manche im Team.
    Für einige davon geben mir Menschen Geld, für anderes nicht. Vom einen lebe ich, vom anderen nicht. Das eine ist mein „Beruf“, dass andere mache ich auch noch. Wir dürfen uns nicht auf die Partyfrage „… und was machen Sie so?“ reduzieren lassen. Meine Antwort ist dann oft „Was wollen Sie hören?“

    Ich habe die Wirtschaftskrise genutzt (die mich als Freiberufler schön durchgeschüttelt hat), um endlich mal das Kinderbuch zu schreiben, das schon lange in meinem Kopf rumschwirrte. Meinem Sohn und vielen anderen Kindern hat es gut gefallen. Hat es Geld gebracht, meine Miete bezahlt? Nein, natürlich nicht. Na und? Darum geht es doch nicht.
    Und ich wünsch mir bestimmt nicht meine kleine Wirtschaftskrise zurück. Aber hey, das war ein toller Ausflug! Und erste „Anfragen“ nach einer Fortsetzung gibt es von meiner (im doppelten Sinne) kleinen Leserschaft auch schon …
    Deshalb kann ich mich diesem Blogpost nur aus vollstem Herzblut anschließen! Laber nisch… machet! Worauf wartet ihr, auf’s nächste Leben? Das ist mir zu unsicher.

  15. Das sagt man so leicht, man soll eigene Seele und eigenen Leib zu öffnen. Das umzusetzen ist aber sehr schwer. Das verlangt von uns große Motivation, Geduld, Ausdauer und gute Organisation.

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