„Macht, was Ihr liebt!“ Das neue Buch von Förster & Kreuz

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Buchbesprechungen / Karriere

Damit Sie herausfinden, was in Ihrem Leben wirklich zählt.

Macht, was Ihr liebt!

 

Wie gehen Sie morgens zur Arbeit? In welcher Stimmung? Mit welchen Gedanken? Wie lebendig fühlen Sie sich?

Und wie kommen Sie abends nach Hause? Mit welchen Gefühlen? Mit welchen Impulsen?

Diese Fragen sind wichtig, denn jeder Tag ist ein Tag Ihrer Lebenszeit. Und ziemlich viele davon sind schon vorbei. Viele Menschen fühlen sich lustlos und unmotiviert, wenn Sie morgens zur Arbeit gehen oder abends nach Hause kommen. „Wieder ein Tag rum.“ „Hoffentlich kommt bald das Wochenende.“ „Noch fünf Monate bis zum Urlaub.“

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Hey, dann kommt hier ein Buch, das vielleicht eine Tür in Ihnen aufstoßen kann. Das die resignativen Gedanken verscheucht und frischen Wind in Ihr Leben bringt. Mit dessen Hilfe Sie Antworten auf die Fragen finden:

Was will ich wirklich?
Was macht mich lebendig?
Was bringt das Funkeln in meinen Augen?

Das Buch heißt: „Macht, was Ihr liebt! – 66 1/2 Anstiftungen das zu tun, was im Leben wirklich zählt.“ Die Autoren sind Anja Förster und Peter Kreuz, die international als Querdenker für Wirtschaft und Management Vorträge halten und Bestseller schreiben.

Es ist ein Mutmachbuch, nicht länger nach den Regeln andere leben zu müssen. Oder täglich in einer Arbeit gefangen zu sein, die öde oder bestenfalls mittelmäßig ist. Die Sie nicht motiviert, weil sie dadurch unterfordert sind oder Ihnen das Ergebnis der Arbeit herzlich gleichgültig ist.

Ein aufrüttelndes Buch mit 66 1/2 inspirierenden Geschichten, die Sie auf Ideen bringen, Neues auszuprobieren, Grenzen zu verschieben oder für Ihr Leben eigene Regeln aufzustellen.

Hier ein paar exemplarische Anstöße:

Warum man den Sinn nicht suchen kann.

Viele suchen nach dem Sinn des Lebens, wünschen sich eine sinnvolle Arbeit. Nicht nur einen Job, der am Monatsende die Rechnungen bezahlt. Aber wie findet man eine solche Aufgabe?

Vermutlich nicht durch Suchen, meinen Förster und Kreuz. Denn „Das größte Problem bei der Suche ist: Wir wissen viel zu genau, was wir suchen. Wir haben ein festes Bild vom Ergebnis im Kopf und tun uns deshalb oftmals so schwer beim Finden des rechten Äquivalents.“

Und zitieren Picasso: „Die wahren Entdeckungen kommen überraschend. Man kann sie nicht erzwingen oder beeinflussen. Aber man sich doch auf sie vorbereiten: Nur ein wacher Geist wird sie finden.“

Frage: Was könnten Sie tun, um eine sinnvollere Arbeit zu finden?

 

Sei ein seltener Vogel!

Dazu beschreiben Sie das Werk von Iris Apfel, einer 90-jährigen Stil-Ikone, die sich selbst als „ältesten Teenager der Welt“ bezeichnet. Was heißt, dass sie trotz ihres hohen Alters noch immer so verrückt ist wie eine Zwanzigjährige.  Und weil sie auf sympathische und einnehmende Art konsequent ihr Ding durchzieht. Aber:

Dein eigenes Ding zu machen ist super!
Vorausgesetzt, du hast überhaupt ein Ding.

Den eigenen Weg zu finden, kann man nur gehen, wenn man weiß, was der eigene Weg ist. Nur Wege zu kennen, die einem nicht passen, reicht dazu nicht.

Sei ein seltener Vogel, das wäre auch ein gutes Lebensmotto für mich. Früher war ich mal Bankkaufmann und Versicherungsvertreter. Mittlerweile bin ich ein Psychotherapeut, der Führungskräfte trainiert und Cartoons zeichnet.

Frage: Angenommen, Sie hätten genügend Zeit und Geld, um Ihr Ding machen – was wäre dann Ihr Ding?

 

Hören Sie auf, es allen recht zu machen.

Hier beschreiben die Autoren ihre Enttäuschung nach dem Besuch eines Restaurants in Indien. Der Grund: das Restaurant war „spezialisiert“ auf beinahe jedes internationale Gericht: Dim Sum, Wiener Schnitzel Kebab, gegrillten Fisch. Für jeden was dabei!

Dieser Wunsch, allen etwas bieten zu wollen, geht fast immer schief, was man auch in der wöchentlichen Sendung auf KabelEins sehen kann, wenn der Sternekoch Frank Rosin von einem Kneipenchef zu Hilfe gerufen wird, weil der Laden nicht läuft. Meist sieht die Speisekarte genauso aus wie in dem Restaurant in Indien. Rosin streicht dann als Erstes immer rigoros die Speisekarte zusammen.

Dasselbe Marketingrezept gilt auch für jeden, der seiner Zielgruppe etwas verkaufen will. Nicht einen ganzen Bauchladen anbieten, sondern:

1. Fokussieren
2. Reduzieren
3. Qualität erhöhen und inszenieren

Frage: In welchem Lebensbereich wollen Sie es auch allen recht machen?

 

Haben Sie schon eine „To Don’t-Liste“?

Kennen Sie nicht? Aber „To Do Listen“ kennen Sie. Mindestens genau so wichtig ist Ihre private Aufzählung, von Dingen, die Sie nicht mehr tun wollen.

Dazu braucht es erstens Selbstreflexion, um das für Sie Wichtige vom Überflüssigen zu trennen. Und den Mut, Nein zu sagen, egal was andere darüber denken oder sagen.

Durch diese Liste kriegen Sie den Kopf frei. Und mehr Zeit für das Wesentliche. Wenn Sie wissen, was wesentlich für Sie ist.

Frage: Was gehört alles auf Ihre „To don’t- Liste“?

 

Und wie soll das alles gehen?

Häufige Reaktionen nach einem Vortrag oder der Lektüre eines Buches von Förster und Kreuz sind skeptische Fragen und der Hinweis auf hinderliche Umstände. Man würde ja gern – aber der Chef, die Branche, die Kollegen …

Hier empfehlen die Autoren drei Möglichkeiten, die unbefriedigende Arbeit Schritt für Schritt zu reduzieren:

1. Weglassen
Also sich fragen: Muss ich das wirklich machen? Was würde passieren, wenn ich es nicht mache? In jedem Job gibt es etliche Tätigkeiten, die man weglassen könnte.

2. Tauschen
Was unbedingt getan werden muss, kann man nicht weglassen. Aber warum müssen Sie es erledigen? Vielleicht können Sie die ungeliebte Tätigkeit delegieren. Oder jemand dafür engagieren. Oder mit jemand tauschen.

3. Verwandeln
Wenn sich etwas nicht weglassen oder tauschen lässt, können Sie immer noch Ihre Einstellung dazu ändern.

Frage: Was fällt Ihnen ein, was Sie weglassen, tauschen oder verwandeln könnten?

 

66 1/2 Anstiftungen, sein Leben anders zu betrachten.

Die in diesem Buch gesammelten Texte sind erstmals als Kolumnen im „Backstage-Report“ der beiden Autoren erschienen. Obwohl ich diesen Report abonniert habe und einige Kapitel kannte, war das Buch für mich sehr inspirierend, diese geballte Ladung an „Quergedanken“ hintereinander zu lesen.

Das neue Buch „Macht, was Ihr liebt!“ gibt es für 12,99 € ab heute in jeder Buchhandlung oder hier bei Amazon. Auch als eBook für 9,99 €.

Hier eine Leseprobe.

 

Mein Fazit:

Wie sieht die Zukunft unserer Arbeit aus? Das weiß keiner genau aber mit Sicherheit wird es etliche Berufe in zehn zwanzig Jahre nicht mehr geben.

Was sind also die Voraussetzungen, damit man sich in Zukunft noch für Ihre Arbeitskraft interessiert? Dazu ist es nützlich, einige Trends zu kennen, die jetzt schon absehbar sind. Zum Beispiel:

  • Die Menschen werden immer älter, das birgt Risiken und Chancen für die Berufswelt.
  • Die Automatisierung und der Einsatz von immer intelligenteren Robotern wird viele Arbeitsplätze überflüssig machen.
  • Big Data, also die Auswertung unvorstellbar großer Datenmengen wird Vorhersagen nie gekannten Ausmaßes ermöglichen.

Welche Fähigkeiten werden also nach dem Jahr 2020 vor allem gebraucht? Hierzu eine gute Prognose.

Aber diese Frage ist auch schon heute aktuell. Deshalb stellen Förster und Kreuz in dem Kapitel „Wie relevant sind Sie heute?“ fest:

JEDER Angestellte muss sich heutzutage fragen:
Was kann ich anbieten, das einen Unterschied macht?
Ganz konkret, was kann ich anbieten, das:
1. nur schwer outzusourcen ist,
2. nur schwer zu automatisieren ist und
ein Bedürfnis jenseits aller Funktionalität bedient?

Das Buch „Macht, was Ihr liebt!“ liefert für diese existentielle Frage eine Fülle von Anregungen, Antworten für sich zu finden.

Unbedingt lesen!

 
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kommentar Tun sie schon, was Sie lieben?
Wenn nein, warum nicht?

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Bild: © www.cartoon4you.de

Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

10 Kommentare

  1. Da muss ich der Frau Pruger wirklich zustimmen: Sie schreiben echt gut und bringen alles auf den Punkt.

  2. Timo sagt

    Ertappt!
    Der Test sagt 48 von 50 Punkten bei „Mach es allen recht“.
    Erschreckend, aber mir wird einiges klar.

    Und jetzt? 😉

  3. Hört sich für mich so an, als ob Sie vor allem darauf aus sind, es möglichst allen anderen recht zu machen. Und dadurch zu wenig Zeit finden für das, was Ihnen wichtig ist.
    Hier ein Antreiber-Test, mit dem Sie herausfinden können, ob meine Vermutung stimmt.

  4. Timo sagt

    manchmal ist es echt schwer, einfach mal anzuhalten und nachzusehen ob das, was man gerade macht, auch das ist was man eigentlich machen will.
    Meistens ist es immer nur das was man lt. anderen machen „sollte“ oder was andere von einem erwarten. Oder noch besser – was man glaubt das andere von einem erwarten.
    Da steht man morgens auf und macht sich Gedanken „was ist wenn der Kollege denn schon wieder früher im Büro ist?“ oder „was wenn der Kunde doch nicht kauft?“.
    „Was denkt den meine Familie über mich, wenn ich mich so oft um sie kümmere“ und „ich könnte ja mal wieder was für meinen Körper tun.

    Naja – mal sehen was es so bei Facebook, LinkedIn, Xing so gibt …, und ein frischer Kaffee wäre jetzt auch nicht schlecht…

    Worüber habe ich gerade nochmal nachgedacht???

  5. Danke für den Tipp, die früheren Titel habe ich gelesen, und jetzt kommen Förster & Kreuz direkt wieder auf den Stapel der noch zu lesenden Bücher

  6. Katharina Pruger sagt

    Lieber Herr Kopp-Wichmann,
    verdammte Axt, schreiben sie gut! Ich erfreue mich an jedem Satz. Zugleich bin ich beeindruckt, was sie in ihrem Leben alles erreicht haben. Ihr Blog hat so viel Mehrwert, er könnte platzen. Sie haben mich auf jeden Fall als Leserin überzeugt. Von ihnen kann ich noch viel lernen!

    Achja, ihre Cartoons sind wirklich witzig. Eine fabelhafte und mutige Idee, die sie da umgesetzt haben!
    Ich wünsche ihnen alles Liebe,
    Katharina Pruger

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