Couch oder Coach?

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Coaching

Warum gibt es jetzt für jede alltägliche Handlung einen Coach?

besetzungscouch|

Alles wird professionalisiert.
Früher rannte man einfach los oder machte Gymnastik.
Heute zeigt es einem der Personaltrainer.

Früher hatten Führungskräfte keine Probleme.
Oder sie lösten sie an der Hotelbar.
Da kommt jetzt der Business-Coach.

Früher überlegten die Leute, was sie erreichen wollen.
Heute buchen Sie ein Karriere-Coaching.
Früher hatte man eine Idee, kratzte das Geld zusammen und legte los.
Heute gibt’s für ein Gründer-Coaching sogar Geld vom Staat.

Früher vermüllten manche in ihrer Wohnung.
Bevor der Kammerjäger kam griff irgendwann die Schwiegermutter ein.
Heute ruft man den Aufräum-Coach.

Der Titel “Coach” ist nicht geschützt.
Entweder weil es jeder können darf.
Oder weil man nicht genau weiß, was ein Coach tut.

Alles eine Folge des Trends zur Selbstoptimierung.
Und dem Verlust der Orientierung. Wie soll man sich da zurecht finden,
wenn nicht mit einem Flirt-Coach, Charisma-Coach oder Life-Coach.

Etliche Verbände kümmern sich um Standards.
Und verdienen gut dabei. Dafür bekommt man ein Siegel.

Gutes Coaching kann wirksam sein.
Wenn der Ratsuchende wirklich etwas ändern will.
Und bereit ist, seine Komfortzone zu verlassen.

Und wie findet man jetzt den richtigen Coach?
Dafür gibt es den Coaching-Coach.

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Bild: © www.cartoon4you.de

Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

7 Kommentare

  1. Lieber Roland
    Irgendwie habe ich Deine Antwort verpeilt. Sorry, dafür. Ist nicht die feine Art. Ich verwende den Begriff noch stets. Jedoch mit einem Zusatz.
    Athletenbetreuer, Coach (und ab 28.3.15 Blogger :-))
    Lese immer noch fleissig und gerne bei Dir mit.
    Lieber Gruss
    Martin

  2. Alexander sagt

    Hallo, danke für diesen Artikel ein sehr Interessantes Thema was Sie da ansprechen lässt einen wirklich Überlegen.

    MfG Alexander

  3. Hallo Martin,
    ich finde den Begriff „Coach“ für Deine Tätigkeit immer noch am besten, zumal er ja aus dem Sport kommt.

  4. Lieber Roland
    Seit kurzem bin ich Leser von Deinem Blog und geniesse Deine Artikel sehr. Musste vor allem über Deinen Coachingartikel schmunzeln.
    Der Begriff gefällt mir persönlich nicht, obwohl ich auch „so einer“ bin. Ich suche immer noch eine klare Bezeichnung für das was ich tue. Athleten zu begleiten, damit sie selbstbestimmt handeln und agieren. Natürlich sehe ich sie dadurch nicht oft :-(. Wenn sie jedoch Schule, Sport und Familie unter einen Hut bringen, das tun was sie wollen und wissen was ihnen gut tut (die Eltern finden das nicht immer toll), ist das Ziel mehr als erreicht.
    Ich freue mich auf weitere Artikel von Dir! Falls Du eine Idee für einen alternativen Begriff zu Coach hast… ..dann bin ich ganz Ohr 😉
    Sportliche Grüsse und e schöns Weekend
    Martin

  5. Freut mich sehr, dass ich Ihnen etwas den Nachtschlaf rauben konnte. 😉
    Und viel Erfolg bei Ihrem Achtsamkeits-Training!

  6. Ich bin auf der Suche nach der Zusammenlegtechnik von Marie Kondo auf Ihre Website gestoßen und finde sie wunderbar.
    Ich bin, obwohl sehr „bettreif“, immer noch hier und lese und lese und …

    Herzlichen Dank für Ihr großzügiges Teilen von Ansichten, Einsichten, Erkenntnissen und Denkanstößen.

    Auf jeden Fall freue ich mich auf weitere Lektüre und lasse mich für das Achtsamkeitstraining, das ich ab Herbst in Göttingen anbiete, inspirieren.

    Ganz herzliche Grüße aus Göttingen nach Heidelberg,

    Patricia Oefelein

  7. Harry sagt

    Na ja, jeder will Geld verdienen. Nichts leichter als sich als Coach oder Berater auszugeben. Für Erfolg gibt es keine Garantie – es hängt ja vom Kunden ab, was daraus wird. Wobei, für Erfolg ist immer der Berater verantwortlich. Aus der Kundensicht: einen „versoffenen“ Abend mit dem Kumpel kann man schlecht steuerlich absetzen!

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