Forum „Fremdgegangen – Wege aus dem Chaos“

 

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16 Kommentare

  1. Die Zeit allein hilft vielleicht aber einfacher ist es, einen solchen „Verrat“ nicht allein bewältigen zu müssen.
    Suchen Sie sich professionelle Hilfe in Form einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie. Dann haben Sie einen Ort für Ihren Schmerz und die Wut. Später dann kann dann auch die Trauer kommen, aber so ein Prozess braucht Zeit.
    Alles Gute für Sie!

  2. Petra sagt

    wohin mit all meiner Wut und meinen offenen Fragen, wenn ich erst durch den plötzlichen Tod meines Mannes erfahren habe, dass er seit 11 Jahren eine Dreiecksbeziehung hatte.
    Ich dachte seine zunehmend schwieriege Art hinge mit all dem Stress in der Arbeit, seinen zunehmenden Herzproblemen zusammen. Nach der Lektüre des Buches glaube ich, er wurde durch die Situation, die er in keine Richtung beenden konnte immer kränker und unausgelichener. Und der Stress in der Arbeit kam wohl auch mit daher, dass er nur währender der Arbeitszeit weggging um sich zu treffen.
    Ich fühle mich schuldig, weil ich nicht trauern kann, sondern im Moment nur Wut und Enttäuschung spüre. Ich fühle mich schuldig weil ich nichts bemerkt habe.
    Wird die Zeit mir helfen oder muss ich aktiv was tun um alles zu verarbeiten?

  3. Bernd M sagt

    Ich habe Ihr Buch regelrecht verschlungen und es hat mir nach harter Landung, meine Frau ist mit ihrem Kollegen fremdgegangen, wieder eine Richtung gegeben, um den Weg aus dem Chaos zu finden. Die Affäre lief über zwei Monate und ich hatte schon seit längerem ein ungutes Gefühl.
    Vor zehn Tagen ist es dann eskalliert als ich ihr auf den Kopf zugesagt habe, dass ich weiß, daß sie uns belügt. Ich mußte die Wahrheit haarklein aus ihr ‚herausoperieren‘ und dabei habe ich wohl auch ein bischen übertrieben.
    Ich habe sogar das Gefühl, dass sie zur Zeit mehr an mir hängt als ich an ihr. Da ich zur Zeit kein Vertrauen zu ihr habe und nun weiß, daß ich zu sehr an ihr oder dem Bild von ihr in mir gehangen habe.
    Wir möchten es beide noch einmal miteinander versuchen, wobei mir der Entschluß sehr schwer gefallen ist. Vorher hatte ich Angst sie zu verlieren, jetzt nicht mehr. Sie war meine große Liebe, aber ich liebe sie noch – nur anders.
    Ich habe aber noch ein paar Fragen:
    – Haben Sie konkrete Beispiele wie ich die Bilder aus meinem Kopf herausbekomme, die erschweren mir den Neuanfang mit ihr ungemein.
    – Wie kann ich lernen, zu akzeptieren, daß es passiert ist und das es ihr egal war, mich so sehr zu verletzen?
    – Wie können wir herausbekommen, was die Ursachen für unsere Scheitern waren? Gibt es dazu eine Fragetechnik?

    Ich habe noch mehr Fragen, aber ich will es nicht gleich übertreiben.

    Vielen Dank und viele Grüße
    Bernd M

    Ihr Buch ist großartig. Kein wissenschaftliches BLA – BLA. Einfach nur Erfahrungen und Tipps. Schön.

  4. Das ist immer eine schwierige Entscheidung, wenn man beides nicht haben kann, was einem wichtig ist.
    Manchmal hilft die Vorstellung, vom Totenbett zurück zu schauen, was man bereut. Da rücken sich dann oft die Prioritäten zurecht.

  5. Waermflasche sagt

    Bin mit meinem Mann 34 Jahre zusammen, wir haben 5 Kinder und ich bin der „Bösewicht“.
    Alles was zum Entfremden beiträgt, haben wir erlebt, physische Gewalt aber nicht. Ich hatte vor 1 1/2 Jahren innerlich schon länger gekündigt, hatte Gedanken wie “ Soll das etwa alles gewesen sein?“ und „Ich bereue, geheiratet zu haben!“ Sex war futsch. Habe dann einen etwas jüngeren attraktiven Kollegen kennengelernt und es hat fürchterlich gefunkt.
    Bin bei einem Krach für eine Nacht von zu Hause weg und nach einer Woche übers Wochenende geblieben, wollte dann aber wieder nach Hause!
    Wir haben sooooviel geredet, ich hab gesehen, was ich doch zu Hause habe und was es mir bedeutet.
    Mein Freund ist allerdings mein Freund. Wir sind uns vom Wesen so ähnlich. Ich bin schrecklich zerrissen.
    Solche Parallelläufe tuen einem nicht gut.
    Thema Zuhause ist natürlich Vertrauen und Kontrolle.
    Mein Thema ist, wohin denn nun?
    Ich kann keine neue Familie mehr gründen, ich verliere viel und werde austauschbar. Wir hätten gemeinsame Zukunftsvorstellungen, die einfach bestechend für mich sind, im Gegensatz zu den Aussichten Zuhause.
    Und ich suche den Punkt, der mir zu meiner Entscheidung verhilft.
    Ohne Freund scheint es Zuhause unerträglich, mit Freund kann ich weitermachen, mein Freund findet das natürlich nicht gut. Fairer Weise muss ich mich entscheiden.

  6. Grometika sagt

    Hallo, nun endlich starte ich meinen ersten Versuch etwas zu schreiben…
    so richtig habe ich diesen Block noch nicht durchblickt!
    Ich sehe gar keine Antworten auf die Berichte!?
    Liebe Grüße

  7. yuschi44 sagt

    Immer noch was vergessen. Vielleicht sollte man erwähnen, dass wir seit 25 Jahren zusammen sind, allerlei Krisen gemeinsam überwunden haben und uns bis dahin immer treu waren. Früher habe ich ihm immer vertraut und auch noch nie seine Post, Emails oder Handy überprüft. Ich denke deshalb finde ich mich jetzt auch so schlimm…

  8. yuschi44 sagt

    Oh aus Versehen schon abgeschickt… Meine Frage: bin ich mit mir zu ungeduldig (mein Mann hält das Gefühlschaos oft auch nicht mehr aus, da sein schlechtes Gewissen dadurch immer reaktiviert wird…) Vielleicht sollte ich noch sagen, dass wir wieder mit einander schlafen und dass das sehr schön und teilweise viel spannender ist als vorher…

  9. yuschi44 sagt

    Hallo ich bin neu hier. Der Seitensprung meines Mannes war nicht so gravierend, wie in vielen anderen Berichten. Er hat zwei Mal mit „ihr“ geschlafen und hat nach meiner Entdeckung sofort Schluss gemacht. Das ist jetzt drei Monate her und dennoch habe ich teilweise noch Kopfbilder und einen großen Kontrollzwang (Emails, Handy, etc.) ich hasse mich selbst dafür und mittlerweile hat mein Mann alles mit Passwörtern gesichert – das habe ich unterstützt, da es mir hilft aus diesem fast schon Automatismus auszusteigen. Wir beginnen eine Paartherapie und da ich vor der ganzen „Geschichte“ schon einen Burnout hatte, der unter anderem dazu geführt hatte, das ich sexuell nicht mehr vorhanden war (also wirklich auf gar nichts mehr in der Richtung Lust hatte, was vorher nicht so war) kann ich ihn eigentlich sogar verstehen, aber ich gebe mir natürlich auch dein Schuld daran.

  10. Liselotte sagt

    Eigentlich wollte ich meine Geschichte mit „ …alles begann damit…“ anfangen, doch ich muss feststellen, dass es keinen konkreten Zeitpunkt gibt, bei dem sich die ersten Risse in unserer Ehe zeigten, es begann einfach schleichend und zuerst von uns beiden unbemerkt.
    Mein Mann und ich sind beide 50 Jahre alt, seit 28 Jahren verheiratet und wir haben zusammen 3 tolle, bereits erwachsene Kinder.

    Ich beginn jetzt in der Zeit vor 10 Jahren, wo wir etwa 40 waren.
    Mein Mann hatte damals eine Schilddrüsenoperation bei der ihm die ganze Schilddrüse entfernt wurde. Er wurde aufgeklärt, dass er ab jetzt täglich Medikamente zum Hormonausgleich nehmen muss. Das hat er die darauffolgenden 2 Jahre natürlich nicht gemacht, weil er der Meinung war, dass der Verkauf der Hormontabletten nur eine Geldmacherei von der Pharmaindustrie ist. Also nahm er in den 2 Jahren entweder über eine längere Zeit gar keine oder viel zu viele Tabletten. Er hatte sehr starke Gemütsschwankungen und ich sagte immer wieder zu ihm er solle die Tabletten nach Anweisung vom Arzt nehmen und dann hätten wir auch keine Probleme mehr.

    Ich war in der Zeit dabei, wieder in meinem Beruf Fuß zu fassen. War 1 Jahr auf einer Schule, betreute nebenbei die Kinder und Haushalt und half meiner Mutter bei der Pflege von meinem Vater, der nach einem Schlaganfall schwerbehindert geworden ist. Er starb nach 2 Jahren Krankheit. Es war eine sehr anstrengende Zeit, in der ich meinem Mann auch etwa ein halbes Jahr lang immer wieder gesagt habe, dass ich keine Lust auf Sex habe.

    Mein Mann sagte mir dann, dass er impotent geworden ist. Ich habe versucht ihn zu unterstützen und sagte, dass er zum Arzt gehen soll, er könnte ja ernsthaft krank sein. Und ich bot ihm an mitzugehen, falls er alleine nicht gehen möchte.
    Nach 2 Jahren entschloss er sich dann doch zum Arzt zu gehen. Er kam entsetzt wieder, sagte die Untersuchung war die reinste Vergewaltigung und er geht da nie wieder hin.
    Ich litt sehr die letzten Jahre, dass auch ich keinen Sex mehr haben konnte. Ich redete mir immer wieder ein: Sex ist nicht alles, wenn alles andere passt, dann schaffen wir das.
    Aber nichts passte mehr.
    Er wurde immer verschlossener, depressiver, lachte kaum noch. Jeden Versuch von mir, mit ihm zu reden, blockte er ab:
    „Jetzt nicht…. – Fängst du schon wieder damit an……- Ich dachte es wäre alles in Ordnung…“

    Wir wurden uns immer fremder, redeten nur noch über Alltagskram. Lachten zusammen kaum noch, machten keine Urlaubspläne, es wurde kalt zwischen uns.
    Ich bekam immer wieder Schrei- und Wutanfälle, weil ich die Situation nicht mehr fassen konnte und bat immer wieder um ein Gespräch, eine Umarmung, liebe Worte.
    Es kam nichts von ihm.

    Vor 3 Jahren kam auch noch, dass es in seiner Firma steil bergab ging und er dann auch noch vor 2 Jahren entlassen wurde. Er war Abteilungsleiter in verantwortungsvoller Position. Er hat in der Zeit sehr gelitten, weil seine Abteilung geschlossen wurde.

    1 Jahr Arbeitslosigkeit folgten, biss er wieder eine neue Stelle fand.

    Ich stand zu ihm und war immer da falls er Hilfe brauchte. Ich war an seiner Seite.
    In dem Jahr Arbeitslosigkeit war er tagsüber kaum zu Hause. Ich ging wie gewohnt jeden Tag zur Arbeit und er hielt sich sonst wo auf. Er sagte nicht mehr was er so den ganzen Tag macht. Ich habe ihn auch nicht gefragt, ich dachte er braucht das um damit fertig zu werden.

    Dann der große Schock vor 1 ½ Jahren. Ich fand in seiner Tasche Kondome und Viagra. Mir zog es den Boden unter den Füßen weg. Ich konnte es nicht fassen, dass er mir vorgelogen hat impotent zu sein und mit einer anderen Frau schläft.
    Ich erlitt einen Nervenzusammenbruch, war ein paar Wochen krankgeschrieben, weil ich nicht mehr arbeiten konnte. Ich sprach ihn an, ob da eine andere Frau im Spiel ist. Er sagte, nein da ist niemand.

    Ich wurde immer misstrauischer und fing an seine Sachen zu durchsuchen. Ich fand immer mehr: ein vergessener Hotelschlüssel in der Jackentasche, weitere Viagra in seinem Mantel, Viagra im Auto versteckt, Rechnungen von einem Hotel aus der Nachbarstadt…… dann die Krönung: ein Bild von der Frau seines besten Freundes in seinem Geldbeutel.
    Konfrontiert mit diesen Sachen log er weiter: er weiß nicht wie das Bild in seinem Geldbeutel kam, er war mit Nutten im Hotel….

    Diese Frau ist aus unserem engsten Freundeskreis. Seit Jahren verbringen wir unsere Freizeit im Verein oder privat zusammen. Unsere Kinder sind miteinander aufgewachsen.

    Mein Misstrauen wuchs ins unermessliche. Er gab nichts zu und ich hatte nur die Vermutung, dass es diese Frau war. Ich konnte es nicht beweisen und musste diese Schlampe immer wieder sehen.

    Dann vor 2 Wochen fand ich seine Pinnummer von seinem Telefon heraus und schaute rein. Mir stockte der Atem bei dem was ich las. Sie schrieben sich mehrmals täglich, verabredeten sich immer wieder, sehnten sich immer wieder nach dem Hotel um miteinander zu schlafen. Sie telefonierten täglich in der Mittagspause……

    Ich las auch aus diesem Liebeschat, dass die Liebesbeziehung schon über mehrere Jahre geht.

    Ich konnte nicht mehr, war nur noch wütend, fassungslos, traurig……..
    Er konnte nun nicht mehr lügen, musste zugeben, dass er ein Liebesverhältnis zur Frau seines besten Freundes hat.

    Er hat keinen Versuch unternommen zu erklären, um Verzeihung zu bitten, um Lösungen zu suchen und er hat auch nicht den Versuch unternommen ein Gespräch anzufangen.

    Nach ein paar Tagen sagte ich ihm, dass ich nicht mehr so leben kann und dass ich die Trennung will und er aus unserer Wohnung ausziehen soll.

    Er schweigt seit dem weiter……

  11. Delphine sagt

    ich möchte eigentlich erst mal nur ins forum… geht das jetzt so klar?
    na, hoffe doch 🙂
    lg
    d

  12. MissFassungslos sagt

    Die statistische Aussage: „wenn ein Mann sich nach 6 Monaten nicht trennt, dann macht er das in der Regel eh nie.“

    Das sind alles Statistiken mit Durchschnitten, die nicht sagen, wie hoch die Abweichung davon ist und welche Ausreißer es gibt.

    Klar gibt es die Typen, die einfach idealisiert davon blumig träumen, mit der Affäre ein anderes Leben zu führen, es aber eh nie wirklich in Betracht ziehen, weil sie dafür zu viel aufgeben würden und schlicht und ergreifend zu bequem sind.
    Die sehr wohl in Betracht ziehen, dass diese Affärenbeziehung vor allem deswegen so gut ist, weil sie keinen Alltag und die damit einhergehenden Verpflichtungen und Reibereien hat.
    Klar kann man sich wünschen, dass das Leben immer so liefe, aber diese Form der Beziehung ist schlicht und ergreifend ein realitätsfremder Urlaub.

    Aber aktuell sehe ich immer mehr Fälle, in denen sich die Männer auch nach deutlich längerer Affären-Laufzeit und / oder trotz Kinder von der Ehefrau trennen. Deswegen gibt’s ja auch so viele Scheidungskinder. Ich hatte letztens gehört, dass sich schon Grundschulkinder unterhalten „Und, sind Deine Eltern auch schon geschieden? Meine streiten sich nur noch, wird wohl auch darauf hinauslaufen.“

    In unserem Fall hatte mein Mann seit 3 Jahren seine Freundin. Bei ihm wohl eher eine Frage der Sicherheit in verschiedenen Dingen. Einmal, ob es nur ein Strohfeuer ist oder ob es auch länger Bestand hat. Und dann nun auch eine existenzielle Sicherheit, da diese Freundin durch ihre neue Wohnung ihm auch sofort ein komfortables Dach über dem Kopf anbieten kann, wo er sich auch wohl fühlt. Das konnte er ja ausgiebig testen und dort Beziehung spielen.

    Bislang waren wir (doppeltes Einkommen, keine Kinder) finanziell durch jahrelange, gemeinsame, ehrgeizige Arbeit verhältnismäßig gut abgesichert, haben ein tolles, geräumiges Haus mit Garten zum Wohlfühlen, machten interessante, spannende und erholsame Reisen mehrfach im Jahr zu allen möglichen Zielen, verlebten gemeinsam unbeschwerte Freizeit (div Sportarten, Kino, Konzerte, Restaurants, Tanzen, Partys, Sprachen lernen, …) ohne groß aufs Geld zu achten.

    Er fällt nach 22 Jahren höchstem Komfort nicht einfach ins Ungewisse. Bei ihm hätte es niemals eine Schnellschussentscheidung innerhalb der ersten Monate gegeben. Und es war bei uns, mal davon abgesehen, dass wir keine große sexuelle Schnittmenge haben (weswegen wir ja auch weitere Sexpartner uns zugestanden haben), nicht die klassische Langzeit-Ehe-WG. Vom letzten Jahr mal abgesehen, hatten wir uns immer noch viel zu sagen, haben immer viel miteinander unternommen, haben uns immer noch jeden Tag gefreut, dass wir uns sehen, haben zusammen gelacht, uns gefreut, die Zeit genossen, immer wieder was Neues ausprobiert. Das war Ehe auf hohem Niveau und wir galten in sämtlichen Kreisen als DAS harmonische Vorzeigepaar.

    Ich zitiere ihn mal jetzt wortwörtlich aus seinen BDSM-Kreisen:
    „Seit 1992 lebe ich mit meiner Frau glücklich zusammen. Sie teilt meine Leidenschaft bzgl SM nicht… sie gönnt mir die Freude diese Passion mit anderen zu erleben. Nichts passiert heimlich. Alle meine Aktivitäten sind mit ihr abgesprochen. Ich liebe sie… und freue mich auf jeden Tag, den ich mit ihr erleben darf.“
    (Das steht übrigens immer noch auf seinem Profil.)

    Da musste er sich anscheinend wirklich ganz sicher sein, dass er in ein neues gutes Leben mit Zukunft eintritt und dafür nicht ein Leben, das sicher weit besser war als 90% der Durchschnittsehen, umsonst wegwirft. Er brauchte anscheinend so lange für den Abnabelungs- und Umorientierungsprozess.

    Und mal von uns ganz abgesehen, zerbrechen gerade um mich herum einige langjährige Ehen, in der Regel mit Kindern, für Affären, die zT jahrelang bereits laufen.

    Der heftigste Fall, den ich jetzt kenne, ist die Trennung von der Ehefrau nach 10 Jahren Affärenbeziehung.

    Ich weiß nicht, ob das nun Hoffnung machen soll. Denn vll sollte man nicht dabei vergessen, welch Schmerz dies dabei bei den unterschiedlichsten Leuten auslöst. Ganze Familien werden auseinander gerissen, Freundeskreise gesprengt.

    Ich kenne viele Menschen aus der Polyamorie (Menschen, die bewusst mehrere Partner haben), die niemals heimliche Fremdgänger nehmen.

    Man sollte vll auch nicht so blauäugig sein und denken, wenn er sich wirklich für mich entscheidet, wird alles besser. Dann beginnt eine wirklich stressige Phase, bei der mehr Leute unter die Räder kommen können, als vorher gedacht. Viele Affärenbeziehungen halten den Druck auch gar nicht aus. Denn der bis dahin idealisierte Bilderbuchpartner gerät vll mächtig unter Stress und zeigt dann Seiten, die man nicht für möglich gehalten hätte. Aber gut, wenn die neue Beziehung auch das überlebt, ist sie vll stabil genug. Ich kenne aktuell schon 3 Männer, die nun EXfrau UND EXfreundin haben und nun Single sind. Ebenso eine Frau umgekehrt.

    Also keine Ahnung, ob man sich das wirklich wünschen sollte. Ich habe mir bei solchen miterlebten Schicksalen schon gedacht:

    „manchmal ist es großes Glück, wenn Wünsche nicht in Erfüllung gehen“

    oder auch umgekehrt gibt es die asiatische Verwünschung: „Mögen sich Deine Wünsche erfüllen.“

    Ist manchmal etwas Wahres dran.

  13. Claudia sagt

    Hallo, ich kann das gut nachempfinden. Auch ich stand nach 25 Jahren plötzlich vor den Scherben meiner Ehe. Mein Ex-Mann und ich haben uns immer super verstanden und uns über alles ausgetauscht, auch haben wir vier Kinder und ich habe gedacht, dass das reicht. Im Bett spielte sich nicht mehr viel ab und genau das hat meinem Ex gefehlt und auch im Mittelpunkt zu stehen. In unser doch großen Familie hat er sich einsam gefühlt. Ich konnte das damals nicht nachvollziehen , aber jetzt nach vielen Jahren verstehe ich vieles . Die Luft war zwischen uns raus und irgendwann kommt wohl jeder an einen Punkt , wo er so nicht mehr leben möchte. Unser Fehler war, dass wir zu wenig auf unsere Bedürfnisse geachtet haben. Unsere Bedürfnisse waren uns wohl nicht mal klar.
    Ich war damals sehr verletzt, vorallem weil ich das Defizit bei mir gesehen habe.
    Für meine Kinder habe ich aber sehr vieles zugelassen und mir geht es jetzt Jahre später gut.
    Auch sehe ich jetzt ,wieviel Gutes mir auch durch die Trennung passiert ist.
    Ich war bis dahin nicht berufstätig und habe dann wieder angefangen zu arbeiten, was mir jetzt sehr wichtig ist.
    Heute würde ich manches anders machen und auch mehr auf Zwiegespräche setzen.
    Ich wusste nicht, was meinen Mann beschäftigt und was ihm fehlt. Die kinder standen sehr im Mittelpunkt.
    Als ich damals am Boden zerstört war, habe ich einen verheirateten Mann kennengelernt und er hat mir sehr über die damals schwierige Zeit geholfen. Allerdings warte ich bis heute darauf, das er seine Familie verlässt. Wie im Ebook beschrieben, sind Kinder ein besonderer Kitt und auch wenn es nichts mehr zwischen den Ehepartner gibt, Kinder halten zusammen, vor allem wenn damit gedroht wird, die Kinder mit hineinzuziehen.
    Aber ich weiss inzwischen, dass es auch auf meiner Seite Gründe gibt, warum ich das solange mitmache. Ich bin auf einer Seite nicht alleine und trotzdem habe ich meine Freiheit.
    Es liegt bei mir, was ich aus alldem mache.
    Trotzdem habe ich tausend Entschuldigungen, warum mein Freund so handelt. Und die Hoffnung stirbt zuletzt. Ein Grund ist für mich, dass er mir damals sehr geholfen hat und ich mich jetzt in der Pflicht sehe. Ich bin sein Halt. Die Statistik , dass ein Mann seine Familie nicht verlässt, wenn er es nicht in den ersten sechs Monaten macht , spricht allerdings dafür, dass ich mir die Sache doch gut überlegen sollte .
    Allgemein möchte ich noch sagen, dass manches im Rückblick anders aussieht.
    Alles,was ich in den letzten Jahren erlebt habe, hatte trotz des Schmerzes auch sehr viel Gutes, auch wenn ich es erst später sehen konnte. Dazu zählt auch, dass ich ein sehr inniges Verhältnis zu meinen Kindern habe.

  14. MissFassungslos sagt

    Hallo zusammen,

    dann fange ich mal an.

    Mein Mann und ich sind seit 22 Jahren zusammen und haben seit ca. 7 Jahren eine offene Beziehung, weil wir entdeckt haben, warum unsere Sexualität noch nie funktionieren konnte.

    Er findet sich in der erweiterten Sado-Maso-Szene wieder, braucht dabei bestimmte Rituale, die ihm helfen, seine Sexualität zu dosieren.

    Meine Sexualität ist eher ziemlich normal, gerne auch mal wild und leidenschaftlich, was er aber gar nicht leisten kann, denn sobald es anfängt, ist es bei ihm auch schon wieder vorbei.

    Und die SM-Rituale kicken mich gar nicht, vor allem als er damit angefangen hat, noch gar nicht wußte, wie was funktioniert etc., hat es mich obendrein auch noch gelangweilt, wenn er da zT mit einem Buch stand. Das ist einfach lusttötend.

    Auch schon, als wir 15 Jahre monogam waren, sagte er mehrfach, er würde mir gerne mal einen potenten Sexpartner gönnen, weil er dazu eben nicht in der Lage war.

    In den ganzen 22 Jahren hatten wir aber eine sehr tiefe emotionale und intellektuelle Bindung, gleiche Werte, gleiche Ziele. Vom Eigenheim und Co ganz zu schweigen. Daher haben wir uns entschlossen, die Monogamie aufzugeben und jeder noch einen weiteren Partner zuzulassen.

    Seit einigen Monaten habe ich dann aber jetzt gemerkt, dass er kaum noch Interesse an mir zeigt, dass ihm meine Probleme egal sind, dass ich ihm lästig werde.

    Darauf angesprochen, entwickelten sich zunächst gute, dann aber schlußendlich erschreckende Gespräche, in denen sich zeigte, dass er innerlich schon gekündigt und sich seiner neuen, knapp 20 Jahre jüngeren Partnerin zugewandt hat.

    Die Freundin ist erst vor kurzem aus ihrem Elternhaus ausgezogen, hat jetzt ihre erste eigene Wohnung und mein Mann findet das da toll. Da gibt’s noch keinen eingespielten Alltag, Verpflichtungen, Routine. Alles ist neu. Das ist für mich die typische Midlife Krise.

    Fremdgehen hat hier auch nicht die klassische, sexuelle Bedeutung. Es ist ein emotionales Fremdgehen, die Heimlichkeit, mit der er sich bereits eine Parallelexistenz aufgebaut hat und mir dann eher überraschend die Trümmer unserer Beziehung vor die Füße legt, jetzt wo er ein neues Heim gefunden hat.

    Anfangs sah es dann noch vll 2 Wochen so aus, als wolle er auch mit mir gemeinsam um unsere Beziehung kämpfen, uns wieder neu entdecken, wieder mehr Gemeinsamkeiten aufbauen. Dann aber war wohl der Sog seiner Freundin so stark, dass er alles über den Haufen geworfen und sich nun monogam seiner jungen Freundin zugewandt hat.

    Wir haben eine räumliche Trennung vereinbart, damit sich jeder wieder besinnt, aber es wird dadurch nicht besser, sondern im Laufe der Zeit immer schlimmer und erniedrigender.

    Wie sollte er auch ins Nachdenken kommen, denn jetzt lebt er erst mal komplett in seiner „Pinocchio“-Paradieswelt. Aufgrund des Altersunterschiedes sieht sie ihn auch als Helden an, himmelt ihn an. Das ist natürlich ein genialer Ego-Booster.

    Und nicht zu vergessen: da gibt es noch keinen wirklichen Alltag. Alles ist neu und spannend und man kann sich die ganze Zeit mit Sado-Maso-Sex beschäftigen.

    Ich leide extrem unter dem Vertrauensverlust, habe Albträume, bin tagsüber oft nervös, manchmal ist alles nur noch schwarz.

    Ich habe diesem Mann bedingungslos vertraut und geliebt, habe ihn in seiner Neigung nie verurteilt, habe alles ohne Gram toleriert, was er in seiner Parallelwelt macht. War sogar stolz auf ihn, dass er da seinen Weg gefunden hat.

    Und er seilt sich heimlich ab, macht es sich in der Parallelwelt gemütlich, spielt sich da auf als der große Macher und Manager, holt sich dort alles, was er vermißt, ohne mich überhaupt in Kenntnis zu setzen, dass er etwas vermisst.

    Zu Hause war er eher faul, lethargisch. Hat es gerne angenommen, dass ich eh alles organisiert habe und er nur noch das picken konnte, was er wollte.

    Ich kam mir zum Ende schon so vor wie die Mutti eines pubertierenden Sohnes. Ich halte alles in Schuss und er kommt nach der Arbeit nach Hause, holt die saubere Wäsche und geht mit der Freundin auf Sexpartys.

    Keine Ahnung, ob er sich noch mal fängt.

    Mittlerweile ist auch schon ganz viel in mir kaputt. Ich werde allem und jedem ggü skeptisch, vermute jetzt gerne ein Mal mehr als ein Mal zu wenig den Verrat.

    Ich habe meinen Seelenverwandten verloren, jemandem, dem ich bedingungslos vertraut habe.

    Ich habe das Ebook auch schon gelesen und entdecke in vielen Kapiteln Elemente von uns.

  15. Es geht ganz einfach.
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    Sie können auch einen Phantasienamen angeben.

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