Männer sind kerngesund. Bis sie tot umfallen.

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Gesundheit / Partnerschaft
Männer, gesund, Herzinfarkt, kopp-wichmann, persönlichkeits-blog

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Wir Männer sind eine bedrohte Spezies. Tapfer ignorieren wir wichtige Signale (Schmerzen, Symptome, Unlust etc.). Verweigern nützliche Vorsorgeuntersuchungen. Auf die Frage „Wie geht’s?” geben wir Antworten wie „Es muss ja.”

Immer wieder frage ich Männer in meinen Seminaren oder Coachings, die einen Burnout, einen Herzinfarkt oder ähnliche Warnzeichen erleben: „Aber das kam doch nicht über Nacht. Sie müssen doch Hinweise bekommen haben.” Die Antwort ist meist: „Nein, es traf mich wie aus heiterem Himmel.” Wenn ich dann genauer frage nach Schmerzen, besorgten Kommentaren von Kollegen oder der Ehefrau oder dem Hausarzt, kommen dann Bestätigungen. „Stimmt eigentlich, es gab Hinweise. Aber irgendwie habe ich das immer ignoriert.” Kaum ein Mann würde bei unüblichen Motorgeräuschen oder blinkenden Warnlampen seines Autos einfach weiterfahren bzw. das Tempo beschleunigen. Aber mit uns selbst und unserer Gesundheit gehen wir sorgloser um.

Wir glauben halt immer noch, dass wir stark sein müssen. Frauen haben ihre Probleme mit ihrem Aussehen. Wir mit dem Thema „Schwäche”. Doch jenseits der vierzig dämmert uns, dass sogar wir nicht unsterblich sind. Unsere Kräfte lassen nach. Der Körper meldet sich. Frauen betrifft das Thema „Älterwerden” auch. Doch gegenüber uns Männern machen Frauen aus meiner Sicht zwei Dinge klüger:

1. Eine Frau hat meist mehr Freundinnen als ein Mann Freunde.

2. Eine Frau redet mit ihren Freundinnen über Probleme. Ein Mann redet mit Freunden über alles Mögliche, bloss nicht über Probleme.

Machen Sie doch mal einen Test.

Sagen Sie den Satz „Dass ich älter werde, macht mir Angst.”

Erst zu sich selbst.
Dann zu einer/Ihrer Frau.
Dann zu einem Mann.

Beobachten Sie die unterschiedlichen Reaktionen. Und wenn Sie wollen, schreiben Sie sie hier als Kommentar.

Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

2 Kommentare

  1. Hansdieter Matthes sagt

    Ich habe lange in der IT gearbeitet – als Programmierer, EDV-Organisator sowie als angestellter und selbständiger IT-Unternehmensberater.

    Der Grund für Stress, Burnout-Gefühl und mitunter sogar Flucht in den Suff ist nicht primär fehlende Entspannungstechnik, sondern chaotische Vorgehensweise wegen mangelhafter Arbeitsmethodik. IT-Fachleute haben zwar meistens exzellentes IT-Know-how, aber von Selbstorganisation keine Ahnung. Methodik ist ihnen ein richtiger Graus. Die Folge ist permanenter Zeit- und Problemdruck.

    Meine Beobachtung aus der Praxis!

  2. Alfred Simon sagt

    Hallo, lieber Herr Kopp-Wichmann

    habe mich sehr wiedererkannt in Ihrer Einschätzung der männlichen Psyche. Andererseits: wird das Bild des starken Mannes nicht von den Frauen und der Gesellschaft, speziell im Arbeitsleben, auch gefordert?

    Freundliche Grüße
    Alfred Simon

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