Monthly Archives: Juni 2007

‘The New Yorker’ Cartoon of the Day.

Amerika sind nicht nur die Wähler von George Bush. Das kann man exemplarisch sehen in den Cartoons im ‘New Yorker’. Obwohl manchen zu elitär, abgehoben und unverständlich, sind sie doch für viele Leser und Leserinnen das erste, was sie aufschlagen. Die gezeichneten Wortwitze sind Kult. Der typische Cartoon des New Yorker wird geprägt durch einen

Coaching und Networking für Managerinnen? Geschenkt!

Sie sind eine Frau und richtig gut in Ihrem Job? Und Sie wollen nach ganz oben – aber bisher hat es nicht so recht geklappt? Nehmen Sie das nicht zu persönlich. Laut einer FORSA-Umfrage führen 70 % der weiblichen Führungskräfte die Dominanz männlicher Netzwerke als Grund dafür an, 54 % die ausgeprägte Ellenbogen-Mentalität männlicher Kollegen.

Aber Jammern hilft nicht. Denn in Deutschland gibt es viele hervorragende Managementtalente unter den Frauen. Und die haben das Zeug für den entscheidenden Schritt auf die Ebene Vorstand oder Geschäftsführung. Das wollen nun der Personalberater Heiner Thorborg sowie die Medien “Capital” und “Financial Times Deutschland” mit einer bislang einzigartigen Initiative beweisen:

Erfolgreiche Frauen im Beruf sind unbeliebt – es sei denn…

Vor ein paar Tagen schrieb ich in diesem Weblog den Artikel “Führen Frauen anders? Nein aber es wird Ihnen nicht gedankt. Hier nachzulesen

Den Gründen für die soziale Abwertung erfolgreicher Frauen gingen nun zwei Foscherinnen aus USA und Australien nach. In drei Studien legten sie jungen Männern und Frauen die Unterlagen fiktiver Bewerber um eine Führungsposition vor. Die Untersuchungsteilnehmer sollten Sympathieurteile abgeben und erklären, ob sie sich die Bewerber als Chef wünschen würden.
Die Ergebnisse sind erwartungsgemäßl; – und trotzdem erschreckend:

Menschen handeln nicht rational. Siehe Telekom-Aktien, Ebay und Seehofer.

Ein kleines Experiment: Angenommen Sie haben 2.000 Euro auf Ihrem Konto. Jetzt mache ich Ihnen zwei verlockende Angebote, Ihr Geld zu vermehren:

1. “Beim Angebot A können Sie mit der gleichen Wahrscheinlichkeit 300 Euro verlieren bzw. 500 Euro gewinnen.”

2. “Beim Angebot B behalten Sie die 2.000 Euro sicher auf Ihrem Konto, könnten aber mit der gleichen Wahrscheinlichkeit Ihren Kontostand entweder auf 1.700 Euro reduzieren oder auf 2.500 Euro erhöhen.”

Schnell, wofür entscheiden Sie sich?

Halt, erst antworten – bevor Sie auf “Continue” drücken!

Über Intuition – und wie Ihr PC Ihre Gedanken lesen kann.

Über Intuition wurde ja schon viel geschrieben. Wie wichtig sie als Entscheidungsinstanz ist, gerade in Situationen, wo die Faktenlage immens breit und vor allem nicht eindeutig ist. Also beispielsweise bei der Frage, ob der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr mit dem Grundgesetz vereinbar ist oder nicht – und welche der angebotenen dreiundzwanzig Pizza-Varianten Ihnen jetzt am besten schmeckt.

In meiner Hypnotherapie-Ausbildung wurde immer wieder der Spruch des Altmeisters Milton H. Erickson erwähnt: “Always trust you unconscious mind!”
Dieses Vertrauen ins eigene Unbewusste ist der Ausweg aus der Misere, dass unser Bewusstsein nie alle Informationen verarbeiten kann, mit denen es überflutet wird.

(Hier links hatte jemand zum Beispiel das unbestimmte Gefühl, dass heute sein Fahrrad geklaut wird.)

Aber zurück zu Ihnen:

Was haben Schlaganfallpatienten, Skispringer und Sie gemeinsam? Die Spiegelneuronen.

Das sind spezielle Nervenzellen, die im Gehirn bei Beobachtung einer Tätigkeit die gleichen Potentiale auslösen, als wenn eine Tätigkeit durchgeführt würde. Diese Nervenzellen werden durch die Gegenwart anderer Menschen aktiviert und rufen sozusagen spiegelbildlich die Gefühle oder Körperzustände des anderen in uns wach.

Entdeckt wurden diese besonderen Gehirnzellen 1991 in einem Versuchslabor. Der Neurologe Vittorio Gallese wollte testen, wie das Gehirn eines Affen arbeitet, wenn dieser nach einer Erdnuss greift. Mittels Elektroden zapfte er einzelne Hirnzellen an und untersuchte deren Reaktion. Überraschend war, dass bestimmte Neuronen nicht nur dann aktiv waren, wenn der Affe selbst nach dem Futter griff – sondern auch dann wenn der Forscher die Hand nach der Erdnuss ausstreckte!!

Wofür ist das wichtig zu wissen?

Tut mir leid: Ihre Wahrnehmung ist nie objektiv, sondern rein subjektiv.

Als Menschen können wir nie die Wirklichkeit an sich wahrnehmen. Sondern nur unsere subjektive Wahrnehmung der Wirklichkeit. Genau genommen: Jeder Mensch konstruiert seine eigene Wirklichkeit. Im Alltag erleben wir das natürlich anders. (“Das ist doch ein Auto!”) Das ist praktisch, da diese Prozesse unbewusst ablaufen und wir uns so eine stabile Welt phantasieren.

Dass jede Wahrnehmung rein subjektiv ist, gilt als eine der zentralen Thesen des Konstruktivismus. Diese Sichtweise wird auch durch Erkenntnisse der modernen Neurobiologie gestützt.

Beispiel: Zwei Menschen sehen den gleichen Hund – doch reagieren ganz unterschiedlich auf ihn. Die eine Person ist Hundeliebhaberin, während der andere Mensch Angst bekommt, weil er schon einmal von einem Hund gebissen wurde. Hier kann man nicht sagen, der Hund macht der einen Person Angst. Der Hund ist nicht die Ursache der Angst, sondern die Weise, wie der Hund wahrgenommen bzw. interpretiert wird, ist die Ursache für die Angst.