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	<title>Der Persönlichkeits-Blog &#187; Neurobiologie</title>
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	<description>Intelligenter arbeiten. Bewusster leben.</description>
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		<title>7 populäre Irrtümer und Ausreden über persönliche Veränderung.</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 17:39:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Abnehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewohnheit]]></category>
		<category><![CDATA[SMART-Formel]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Ich habe einfach nicht genug Leidensdruck!&#8221; sagte vor einiger Zeit ein Teilnehmer im Seminar. Er wollte damit erklären, warum seine bisherigen Versuche, nicht so oft unpünktlich zu sein, nichts gefruchtet hatten. Diese Äußerung brachte mich darauf, mal die sieben häufigsten Erklärungen aufzuschreiben, die Menschen immer wieder sich und anderen sagen, wenn es nicht gelang, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2010/08/nicht-zuständig.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3646" title="nicht zuständig" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2010/08/nicht-zuständig-218x300.jpg" alt="nicht zuständig 218x300 7 populäre Irrtümer und Ausreden über persönliche Veränderung." width="199" height="270" /></a></strong><em>&#8220;Ich habe einfach nicht genug Leidensdruck!&#8221; </em>sagte vor einiger Zeit ein Teilnehmer im Seminar. Er wollte damit erklären, warum seine bisherigen Versuche, nicht so oft unpünktlich zu sein, nichts gefruchtet hatten.</p>
<p>Diese Äußerung brachte mich darauf, mal die sieben häufigsten Erklärungen aufzuschreiben, die Menschen immer wieder sich und anderen sagen, wenn es nicht gelang, das eigene Verhalten zu verändern.</p>
<h3><strong>1. &#8220;Nicht genügend Leidensdruck.&#8221;</strong></h3>
<p>Die Vorstellung, dass genügend Druck Menschen zu einer Veränderung bringen könne, ist ja weit verbreitet. Bei der Hartz 4-Gesetzgebung spielt ja auch die Überlegung mit, dass man durch immer weniger Unterstützung mehr Menschen dazu motivieren könne, zu arbeiten.</p>
<p>Oder das größte Argument gegen das &#8220;<a id="aptureLink_6nwstpxPXV" href="http://www.unternimm-die-zukunft.de/"><strong>bedingungslose Grundeinkommen</strong></a> <strong> </strong>&#8221; ist, dass dann doch die meisten Leute auf der faulen Haut lägen. Anders gesagt: der Druck der Existenzsicherung allein treibt uns alle morgens ins Büro.</p>
<p>Doch meine Erfahrung ist anders.<span id="more-3642"></span> Die meisten Menschen sind enorm leidensfähig und ziehen das einer Veränderung auch vor. In einem Klinikpraktikum während meines Psychologiestudiums betreute ich  mal Raucher, denen gerade das Bein abgenommen worden war. Und als ich sah, was das erste war, was diese Menschen taten, als sie gerade aus der Narkose erwacht waren, wusste ich, dass das Konzept des Leidensdrucks nichts taugt.</p>
<h3><strong>2. &#8220;Man kann einen anderen Menschen ändern.&#8221;</strong></h3>
<p>Dieser Glaubenssatz ist ja den meisten Frauen und allen Verkaufsleitern zu eigen. Wenn etwas nicht so läuft, wie man sich das vorstellt, muss man eben auf den Menschen einwirken und ihn ändern.</p>
<p>Viele Frauen starten dann Nacherziehungsprogramme und der Vertriebsleiter das nächste Incentive. Aber wie wir spätestens nach Reinhard Sprengers &#8220;Mythos Motivation&#8221; wissen: es geht nicht.</p>
<p>Sicher, Sie können Menschen bedrohen, bestechen, bestrafen. Und aus Angst tun Menschen vieles, was sie freiwillig nicht tun würden. Aber deswegen haben sie doch nicht ihr Verhalten geändert. Sondern Sie gehorchen oder unterwerfen sich jemandem, den sie als mächtig erleben.</p>
<p>Wenn jemand unter der Folter etwas gesteht, was er zuvor weigerte preiszugeben, kann nur der Zyniker von einer Verhaltensänderung sprechen. Das merkt man spätestens dann, wenn der Druck nachlässt oder der Incentivewettbewerb mal ausfällt.</p>
<p>Nein, Menschen lassen sich nicht ändern. Sie nicht, ich nicht. Jeder Mensch ändert sich, wenn überhaupt, nur aus freien Stücken.</p>
<h3><strong>3. &#8220;Das ist bei mir vererbt.&#8221;</strong></h3>
<p><a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2010/08/dicker-mann-mit-bier-xs-©-PeJo-Fotolia.com_.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-3659" title="PeJo-Fotolia.com_" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2010/08/dicker-mann-mit-bier-xs-©-PeJo-Fotolia.com_.jpg" alt="dicker mann mit bier xs © PeJo Fotolia.com  7 populäre Irrtümer und Ausreden über persönliche Veränderung." width="232" height="153" /></a>Wofür muss die Vererbungslehre alles herhalten. Schlechte Manieren, Liebe zum Alkohol oder fettem Essen, Faulheit oder Perfektionismus. Alles vererbt. <em>&#8220;Das liegt bei uns in der Familie. Schon mein Vater war jemand, der alle tyrannisierte.&#8221;</em></p>
<p>Der Vorteil dieser Argumentation liegt in der Schuldabwehr. Ja, wenn es die Gene sind, dann kann ich ja nichts für mein Verhalten. Sicher, es gibt offenbar eine gewisse genetische Disposition zum Beispiel für Depression, Fettzellen und Alkoholismus. Doch eine Disposition ist keine Determination. Vererbt wird eine gewisse Veranlagung, doch was man daraus macht oder wie man damit umgeht, ist persönliche Entscheidung.</p>
<p>Das sieht man ja in der eigenen Familie, wenn man auf seine Geschwister schaut. Sie haben mit Sicherheit eine ähnliche genetische Ausstattung, verhalten sich aber gemeinhin ganz unterschiedlich.</p>
<h3><strong>4. &#8220;Männer/Frauen sind ebenso.&#8221;</strong></h3>
<p>Eine Variation des vorherigen Punktes. Da wird dann evolutionsmäßig begründet, warum Frauen nicht einparken und Männer schlecht zuhören können sollen.</p>
<p>Leider verwechseln hier die meisten Menschen Wahrscheinlichkeit und Wirklichkeit. Und unterschätzen die Macht von selbst erfüllenden Prophezeiungen. So galt lange Zeit das Diktum, dass Mädchen schlechter in Mathematik seien als Jungen. Breit angelegte Schulversuche zeigen jedoch, dass in reinen Mädchenklassen diese &#8220;natürlichen&#8221; Defizite in der  mathematischen Begabung fast vollständig verschwinden.</p>
<p>Das Fatale daran ist, dass Vorurteile eben auch auf die Betroffenen wirken können.</p>
<h3><strong>5. &#8220;Ich habe zu wenig Disziplin.&#8221;</strong></h3>
<p>Disziplin ist etwas anderes Motivation. Wer motiviert ist, nicht durch andere, sondern durch ein Ziel, das er sich selbst gesetzt hat,verfügt fast immer über die notwendige Ausdauer, auch Durststrecken zu überwinden.</p>
<p>Andersherum, wer zu wenig motiviert ist, weil der das Ziel oder den Sinn nicht kennt, erlahmt schneller in seinen Bemühungen und schimpft sich dann der fehlenden Disziplin.</p>
<p>Über diesen wichtigen Unterschied habe ich einen eigenen Artikel verfasst, den Sie <a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/2292/aufschieberitis" target="_self">hier lesen können &#8230;</a></p>
<h3><strong>6. &#8220;Die Umstände haben mich dazu gezwungen.&#8221;</strong></h3>
<p>Das ist der beliebte Sachzwang. Oder der dominante Chef. Oder der manipulierende Partner. Auch hier geht es im Kern um das Zuschreiben von Schuld &#8211; anstatt um das Übernehmen von Verantwortung.</p>
<p>Von einigen existenziellen Situationen abgesehen, kann niemand Sie zu irgend etwas zwingen. Jemand kann versuchen, Sie zu bestechen, bedrohen oder bestrafen. Aber es gehören trotzdem zwei dazu.</p>
<p><em>&#8220;Geld oder Leben!&#8221;</em> Selbst diese Drohung zeitigt unterschiedliche Reaktionen. Wer gerade mit Suizidabsichten auf dem Weg zur Brücke ist, hört diese Frage anders als jemand, der gerne lebt.</p>
<h3><strong>7. Mein Aszendent, (</strong><strong>Biorhythmus, der </strong><strong>Mond, der Fön usw.) ist gerade schlecht.&#8221;</strong></h3>
<p><a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2010/08/Wahrsager-xs-iStock_000012567806XSmall.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-3658" title="Wahrsager xs iStock_000012567806XSmall" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2010/08/Wahrsager-xs-iStock_000012567806XSmall.jpg" alt="Wahrsager xs iStock 000012567806XSmall 7 populäre Irrtümer und Ausreden über persönliche Veränderung." width="247" height="207" /></a>Auch eine Variation von Nummer sechs. Ich will nicht verhehlen, dass es für manches einen richtigen Zeitpunkt gibt. Doch ob der von außen kommt, ist fraglich. Meist sind es doch nicht fremde Mächte, schlechte Schwingungen oder das Schicksal, das uns hindert, das zu vollbringen, was wir wollen.</p>
<p>Jemand, der fest entschlossen ist, etwas zu erreichen und &#8211; ganz wichtig &#8211; von seiner angeblichen schlechten Sternenkonstellation nichts weiß, wird auftauchende Hindernisse zum Anlass nehmen, diese zu umgehen oder sich mehr anzustrengen.</p>
<p>Weil er unbedingt sein Ziel verfolgt, kann er keine Ausreden gebrauchen.</p>
<h3><strong>Was braucht es dann zu einer Veränderung?</strong></h3>
<p>Bei sich selbst sind es vor allem drei Dinge. Erstens  Ihren Entschluss, dass Sie etwas ändern wollen. Ein Entschluss ist mehr als eine Absicht. Es ist eine Entscheidung, die Sie für sich selbst treffen.</p>
<p>Zweitens ein klar formuliertes Ziel, was Sie ändern wollen. Dazu eignet sich die<strong> SMART-Formel</strong>. Ihr Ziel sollte also so definiert sein:</p>
<ul>
<li>S-pezifisch,<br />
also möglichst genau beschrieben sein.</li>
<li>M-essbar<br />
also in irgendeiner Weise quantifizierbar. Nicht nur besser oder mehr, sondern um wie viel.</li>
<li>A-ktionsauslösend<br />
also etwas beschreiben, was Sie tun können, nicht etwas, worauf Sie warten müssen, dass es ein anderer tut.</li>
<li>R-ealistisch<br />
Überschätzen Sie sich nicht. Lieber ein realistisches, kleineres Ziel nehmen, das Sie auch tatsächlich zeitlich und kräftemäßig bewältigen können als ein zu ambitioniertes Ziel, das Sie überfordert.</li>
<li>T-erminiert<br />
Ganz wichtig ist ein Starttermin oder eine Frist, bis zu der Sie das Ziel erreicht haben.</li>
</ul>
<p>Ein schlecht definiertes Ziel lautet also: <em>&#8220;Ich müsste mal wieder was für meine Fitness tun.&#8221; </em>Ein gut formuliertes dagegen: <em>&#8220;Ab übermorgen jogge ich jeden zweiten Abend für 5 Minuten.&#8221;</em></p>
<p>Als drittes brauchen Sie Ausdauer. Durchhaltevermögen. Das hängt mit unserem Gehirn zusammen. Alle Gewohnheiten sind dort über neuronale Verschaltungen tief eingegraben. Wenn Sie jetzt etwas verändern wollen, müssen Sie das neue Verhalten eine Weile durchhalten, bis es sich neuronal in Ihrem Gehirn eingenistet hat.</p>
<p>Manche Untersuchungen sagen, es braucht 21 Tage. Sicher ist, mit jedem  Tag stärken Sie das Neue und machen daraus eine neue, &#8220;alte&#8221; Gewohnheit.</p>
<h3><strong>Und wie ändert man das Verhalten eines anderen?</strong></h3>
<p>Die schlechte Nachricht &#8211; oder die gute, wie man&#8217;s nimmt: GAR NICHT.  Wie oben beschrieben, kann man andere nicht ändern.</p>
<p>Die gute Nachricht: auch Sie kann man nicht ändern. Da scheitert jeder an der Autonomie des anderen. Entweder man ändert selbst etwas oder es bleibt eben so, wie es ist.</p>
<p>Eine Hoffnung gibt es. <strong>Man kann andere zur Veränderung einladen. </strong>Durch das eigene Vorbild oder indem man es attraktiv für den anderen macht, sich anders zu verhalten.</p>
<p>Ein Beispiel: Angenommen, Sie wollten dafür sorgen, dass mehr Leute ihr Altglas zum Container bringen anstatt es so zu entsorgen. Wie macht man das am besten? Durch Androhungen von Strafen? Durch moralische Appelle an das ökologische Gewissen? Durch mehr Anzeigen und Plakate?</p>
<p>Oder man lädt die Leute ein, sich in die gewünschte Richtung zu verhalten. Zum Beispiel so:</p>
<p>[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=zSiHjMU-MUo[/youtube]</p>
<h2><a href="#respond"><img class="alignleft size-full wp-image-1026" title="kommentar" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/02/article-32.png" alt="kommentar" width="32" height="32" /> Was sind ihre Erfahrungen mit persönlicher veränderung?<br />
</a></h2>
<p>PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefiel, dann sagen Sie es doch  bitte weiter: auf Facebook, Twitter oder per Email.<br />
<a href="#respond">… oder schreiben Sie einen Kommentar.</a><br />
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<p style="text-align: right;"><small>Foto: © &#8211; Fotolia.com, istock.com<br />
</small></p>
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<hr /><small>Copyright &copy; 2008<br /> Dieser Feed ist nur für den persönlichen, nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt.<br /> Das Nutzen dieses Feed auf anderen Websites oder Blogs verletzt das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt nicht in Ihrem Newsreader enthalten ist, verletzt das Ansehen des Inhalts Urheberrechte. (Digital Fingerprint:<br /> )</small><div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="box_count" share_url="http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/3642/7-populaere-irrtuemer-und-ausreden-ueber-persoenliche-veraenderung"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Tabuthema &#8220;Depression&#8221;: Wirkung der Psychoanalyse im Gehirn nachgewiesen.</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 05:12:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychoanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Alles, was im Deutschen mit der Vorsilbe &#8220;Psych&#8230;&#8221; anfängt, ist vielen Menschen immer noch höchst suspekt. Nur so ist zu erklären, dass die Witwe von Robert Enke auf der Pressekonferenz des Vereins zum Selbstmord ihre Mannes sagte: &#8220;Er hat seine Krankheit geheim halten wollen, um sein Privatleben zu schützen und seine Karriere als Fußball-Profi nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/12/therapie-couch-NL-shop-Fotolia.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-3604" title="therapie couch NL shop - Fotolia" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/12/therapie-couch-NL-shop-Fotolia.jpg" alt="therapie couch NL shop Fotolia Tabuthema Depression: Wirkung der Psychoanalyse im Gehirn nachgewiesen." width="243" height="144" /></a>Alles, was im Deutschen mit der Vorsilbe &#8220;Psych&#8230;&#8221; anfängt, ist vielen Menschen immer noch höchst suspekt.<br />
Nur so ist zu erklären, dass die Witwe von Robert Enke auf der Pressekonferenz des Vereins zum Selbstmord ihre Mannes sagte: &#8220;Er hat seine Krankheit geheim halten wollen, um sein Privatleben zu schützen und seine Karriere als Fußball-Profi nicht zu gefährden.&#8221;</strong></em></p>
<p>Dieser Satz ist verständlich und gleichzeitig erschreckend. Offenbart er doch wie die Depression &#8211; immerhin die häufigste seelische Erkrankung &#8211; trotz viel</p>
<p>Aufklärung und einer langsam wachsenden Akzeptanz in der deutschen Bevölkerung noch weitgehend tabuisiert ist.</p>
<p>Noch stärker wirkt vermutlich nur die ebenfalls tabuisierte Vermutung, dass es auch im beliebtesten deutschen Sport rein statistisch homosexuelle Fußballer geben muss.  Ich habe aber noch nie von einem gehört. Man kann zwar mittlerweile hierzulande als schwuler Mann Bürgermeister der Hauptstadt oder Außenminister werden &#8211; aber im Fußball darf man weder homosexuell noch depressiv sein.</p>
<p>Das hat wohl auch damit zu tun, dass die nicht-medikamentöse Behandlung von seelischen Störungen, die Psychotherapie, noch mit vielen Vorurteilen und falschen Einstellungen zu kämpfen hat.</p>
<p>Zwar darf man beispielsweise als US-Präsident wie damals Ronald Reagan <span id="more-2143"></span>sich von einer Astrologin beraten lassen. Aber ein Politiker, der zugäbe, öfters einen Psychotherapeuten aufzusuchen, könnte gleich sein Rücktrittsgesuch bzw. den Rentenantrag stellen.</p>
<div id="attachment_2155" class="wp-caption alignright" style="width: 282px"><a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/12/freud-couch.jpg"><img class="size-medium wp-image-2155 " title="freud couch Foto: privat  London Freud Museum" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/12/freud-couch-300x264.jpg" alt="Hier fing es an. Die Couch von Sigmund Freud." width="272" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Hier  fing es an. Die Couch von Sigmund Freud.</p></div>
<p>In meiner Praxis höre ich von Klienten manchmal diesbezügliche Ängste:</p>
<ul>
<li>&#8220;Bin ich jetzt verrückt, wenn ich zu Ihnen komme?&#8221;</li>
<li>&#8220;Mein Mann/meine Frau weiß nicht, dass ich hier bin.&#8221;</li>
<li>&#8220;Mein Arbeitgeber darf nie erfahren, dass ich hier mit Ihnen rede.&#8221;</li>
</ul>
<p>Die gleichen Menschen hätten keine Probleme zu sagen, dass sie beim Internisten, Angiologen oder Orthopäden waren. Dass sie beim <strong><a id="aptureLink_bAS2p5fIXF" href="http://themen.germanblogs.de/archive/2009/08/25/der-proktologe-und-die-proktologische-untersuchung.htm">Proktologen</a></strong> waren, würden sie vermutlich in gleicher Weise verschweigen. Aber durch den entsprechenden Buch-Bestseller werden langsam auch diese <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3832180575?ie=UTF8&amp;tag=persoenlichkeitblog-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3832180575"><strong>&#8220;Feuchtgebiete&#8221;</strong></a> gesellschaftsfähiger.</p>
<p>Nur mit der Psychotherapie, der Psychoanalyse, der Psychiatrie, dem Psychologen &#8211; eben all diese Sachen mit &#8220;Psych&#8221; davor, wird es wohl noch länger dauern. Da hilft nur permanente Aufklärung und konsequente Medienarbeit.</p>
<p>Sarah Kuttner hat das ja dankenswerter Weise mit ihrem Buch <strong><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3100422058?ie=UTF8&amp;tag=persoenlichkeitblog-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3100422058">&#8220;Mängelexemplar&#8221;</a> </strong>gemacht. In Interviews hat sie aber abgestritten, dass das Buch eigene Erfahrungen schildere. Das belegt einerseits vielleicht ihre enorme Einfühlsamkeit in einen depressiven Menschen oder andererseits den erfahrenen Rat ihres Lektors &#8211; wer weiß?</p>
<p>Jede noch so kleine Entdeckung in der Krebsforschung, die eine wirksame Behandlung  möglich scheinen lässt, wird in fast allen Medien sofort verbreitet. Mit den psychotherapeutischen Methoden ist das anders. Deshalb will ich diesen Blog nutzen, um eine wichtige berufsspezifische Meldung zu verbreiten, die helfen kann, auch bislang skeptische Menschen von der Wirksamkeit psychotherapeutischer Arbeit zu überzeugen:</p>
<h2>Die Wirkung von Psychoanalyse wurde im Gehirn nachgewiesen.</h2>
<p>Und zwar nicht bei Mäusen, sondern bei Menschen. Genau gesagt, bei Menschen mit einer Depression.</p>
<p><em>&#8220;Auch wenn wir erst am Anfang stehen, zeigen die ersten Befunde, dass der Erfolg der Therapie beim Patienten messbar ist&#8221;</em>, erklärte <strong><a id="aptureLink_X5cYn8z5B3" href="http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/news/psychoanalyse-deutliche-wirkung-im-gehirn-bewiesen_aid_436191.html">Prof. Anna Buchheim</a>, </strong>Psychologin an der Universität Innsbruck. Psychoanalyse behandelt seelische Leiden nicht mit Medikamenten, sondern versucht, die Ursachen der Krankheit im Unterbewussten der Patienten aufzudecken und zu behandeln. Die Wirksamkeit dieser Therapieform ist zwar längst bewiesen und Millionen von Patienten könnten das wohl auch bezeugen. Aber wir sind eben wissenschaftsgläubig und erst wenn man etwas schwarz auf weiß sieht, sind wir geneigter, unsere Vorurteile vielleicht zu überdenken.</p>
<p><a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/12/gehirn-ct1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-2167" title="gehirn ct magnetresonanz, computertomographie, foto: privat" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/12/gehirn-ct1.jpg" alt="gehirn ct magnetresonanz, computertomographie, foto: privat" width="159" height="169" /></a>In diesem Fall aber nicht &#8220;schwarz auf weiß&#8221; sondern mehr &#8220;grau auf weiß&#8221;. Denn für die Studie wurden 20 chronisch Depressive aus Bremen zum Anfang ihrer Therapie in einen Kernspintomographen gelegt, der die Aktivität ihrer Gehirne sichtbar macht. <em>&#8220;Wir zeigten ihnen individuell auf ihr Krankheitsbild zugeschnittene Reize&#8221;</em>, erläuterte Buchheim. Das seien zum Beispiel Bilder oder Schlüsselsätze gewesen, die die Patienten mit ihren unbewussten Konflikten konfrontierten. Nach sieben und nach 15 Monaten wurde die Kernspinuntersuchung wiederholt.</p>
<p>Das Ergebnis ist deutlich: Zu Anfang der Behandlung war die Aktivität in Regionen des Gehirns, die für Ängste und Furcht zuständig sind, viel höher als bei den späteren Messungen. <em>&#8220;Schon nach sieben Monaten war eine deutliche Minderung dieser Hyperaktivität zu beobachten&#8221;</em>, berichtete Buchheim. Zwar seien Depressionen viel zu komplex, als dass ihre Erklärung auf die Aktivität von Gehirnregionen beschränkt werden könne. Dass die Therapie aber tatsächlich biologische Prozesse im Gehirn konkret beeinflusst, sei bisher ohne Beweis gewesen. Frau Buchheim schließt mit der Vision: &#8220;<em>Aber vielleicht ist es eines Tages möglich, dass Analytiker ihre Therapien mit Hilfe der Hirnforschung optimieren.&#8221;</em></p>
<p>Das wäre natürlich revolutionär. Statt sich zur Behandlung auf die Couch zu legen würden die Patienten in die Röhre des CT geschoben. Und der Psychoanalytiker könnte die Wirkung seiner Interventionen gleich auf dem Gehirnbild des Patienten nachprüfen. (Kleiner Scherz!</p>
<p>Das Ganze ist eine Folge der <strong><a id="aptureLink_hoLsgcxFVO" href="http://neurowissenschaften.suite101.de/article.cfm/neuroplastizitaet_das_wandelbare_gehirn">Neuroplastizität unseres Gehirns</a>.</strong></p>
<p>Kurz gesagt:  Unser Gehirn ist nicht festgelegt , sondern ändert sich ständig je nach Gebrauch des Benutzers. Bei häufigem Nichtgebrauch größerer Bereiche passiert dasselbe wie bei unseren Muskeln: If you don&#8217;t use it, you loose it. Oder positiver ausgedrückt: das, womit wir uns täglich viel beschäftigen, hinterlässt deutliche Spuren in unseren Gehirnen. <strong><a id="aptureLink_sbKGTGk47d" href="http://www.dr-mueck.de/Gehirn/Nervenbahnung-Neuroplastizitaet.htm">Es wird gebahnt</a></strong> und wir verhalten uns tendenziell immer wieder so, weil diese Bahnen wie eine breite sechsspurige  Autobahn in unserem Gehirn wirken.</p>
<p>Das hat zur zur Folge, dass wir bestimmte Fähigkeiten trainieren können:</p>
<ul>
<li>Wer sich lange Zeit mit Wein beschäftigt, erwirbt die Fähigkeit, schon am Geschmack die Herkunft und vielleicht sogar die Rebsorte zu erkennen.</li>
<li>Wer jahrelang nachmittags bestimmte Fernsehprogramme verfolgt, wird ein Spezialist für Gerichtsshows oder den Diskussionsstil von arbeitslosen Unterschichtsangehörigen.</li>
<li>Wer mal ins Fernsehen zu &#8220;Wetten dass&#8221; will, braucht dafür in seinem Gehirn auch eine Spezialbegabung, die er sich antrainieren kann. Da lernt man dann, eine Kuh am Schmatzen zu erkennen, Frauen den BH mit Essstäbchen zu öffnen oder Zungenbrecher rasend schnell und fehlerlos aufzusagen:<br />
[youtube width="325" height="244"]http://www.youtube.com/watch?v=wQU80saG70U[/youtube]</li>
</ul>
<p>Bei denjenigen, die sich nun längere Zeit im Rahmen einer Psychotherapie mit ihren Ängsten auseinandersetzen, die ja meist mit unbewältigten Konflikten aus der Herkunftsfamilie und Biografie zusammenhängen, hinterlässt diese Tätigkeit  eben auch Spuren im Gehirn.<br />
<iframe scrolling="no" frameBorder="0" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=praxisfurps05-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;ASINs=3451060035&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=transparent&amp;bg1=transparent&amp;f=ifr&nou=1" marginheight="0" marginwidth="0" style="float:right; width:120px; margin-left:10px; height:240px; background-color:#FFFFFF; border:1px solid #000000;"></iframe><br />
Die zitierte Untersuchung ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Anerkennung von Psychotherapie und zu einem hoffentlich entspannteren Verhältnis bezüglich seelischer Problemen und deren Behandlung.</p>
<p>Wenn Sie sich über <strong>Psychoanalyse</strong> informieren wollen, hier eine gute <strong><a id="aptureLink_t4iRgHtkdR" href="http://www.psia-heidelberg.de/?Psychotherapie_hilft">Website</a></strong> oder <strong><a id="aptureLink_er8ixoUhjd" href="http://www.dpv-psa.de/">hier&#8230; </a></strong></p>
<p>Was die Gesellschaftsfähigkeit von Psychotherapie angeht, sind uns die Amerikaner etwas voraus. Oder könnten Sie sich vorstellen, dass Minister Seehofer mit seiner Frau so etwas <a id="aptureLink_Ky0u8kJJ4B" href="http://www.bild.de/BILD/politik/2009/10/29/barack-und-michelle-obama/bei-der-eheberatung.html"><strong>verraten würden &#8230;</strong></a></p>
<h2><a href="#respond"><img class="alignleft size-full wp-image-1026" title="kommentar" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/02/article-32.png" alt="kommentar" width="32" height="32" /> Welche Einstellung haben Sie zu Psychotherapie?<br />
Wie würden Ihr Partner, Freunde, Kollegen, Chef reagieren, wenn Sie eine Psychotherapie machten?</a></h2>
<p>PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefiel, dann sagen Sie es doch  bitte weiter: auf Facebook, Twitter oder per Email.<br />
<a href="#respond">… oder schreiben Sie einen Kommentar.</a><br />
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<p style="text-align: right;"><small>Fotos: © privat,  NL shop, </small><small>fotofrank &#8211; fotolia.com<br />
</small></p>
<p style="text-align: right;"><small></small></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008<br /> Dieser Feed ist nur für den persönlichen, nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt.<br /> Das Nutzen dieses Feed auf anderen Websites oder Blogs verletzt das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt nicht in Ihrem Newsreader enthalten ist, verletzt das Ansehen des Inhalts Urheberrechte. (Digital Fingerprint:<br /> )</small><div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="box_count" share_url="http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/2143/tabuthema-depression-wirkung-der-psychoanalyse-im-gehirn-nachgewiesen"></a></div>]]></content:encoded>
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		<slash:comments>13</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Männer &#8211; das schwache Geschlecht und sein Gehirn</title>
		<link>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/1930/maenner-das-schwache-geschlecht-und-sein-gehirn</link>
		<comments>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/1930/maenner-das-schwache-geschlecht-und-sein-gehirn#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 18:25:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Vater]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbild]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.persoenlichkeits-blog.de/?p=1930</guid>
		<description><![CDATA[Ein Hirnforscher fordert bessere Vorbilder für Jungs. Die Überschrift ist der Titel des neuen Buchs von Gerald Hüther, das ich gerade lese. Schon als ich in der Buchhandlung den ersten Einleitungssatz las, war ich angetan: Wie wird ein Mann ein Mann? Oder präziser: Wie wird aus dem, was ein Mann werden könnte, schließlich das, wofür [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="http://www.amazon.de/M%C3%A4nner-schwache-Geschlecht-sein-Gehirn/dp/3525404204/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1257089636&amp;sr=1-1-spell"><img class="alignright size-medium wp-image-1935" title="hüther_männer" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/11/hüther_männer-178x300.jpg" alt="titelbild von amazon.de" width="178" height="300" /></a><span style="color: #ff6600;"><em>Ein Hirnforscher fordert bessere Vorbilder für Jungs.</em></span></h2>
<p>Die Überschrift ist der Titel des neuen Buchs von <a id="aptureLink_NmPFFK5Crj" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerald%20H%C3%BCther">Gerald Hüther</a>, das ich gerade lese. Schon als ich in der Buchhandlung den ersten Einleitungssatz las, war ich angetan:</p>
<blockquote><p><em>Wie wird ein Mann ein Mann? Oder präziser: Wie wird aus dem, was ein Mann werden könnte, schließlich das, wofür sich der Betreffende irgendwann hält: ein Mann?</em></p></blockquote>
<p>Sie merken, der Autor kann denken und spritzig formulieren. Ich erlebte ihn persönlich auf einem Vortrag in <a id="aptureLink_FUA0JiXyuI" href="../article/198/die-bilder-in-ihrem-gehirn-entscheiden-was-fuer-ein-leben-sie-fuehren">Heidelberg</a>. Diesen Vortrag können Sie sich übrigens auch <a href="http://www.demographie-netzwerk.de/iv.-know-how-kongress-2009/videos/video-vortrag-prof.-dr.-gerald-hther.html?flvspeed=dslfast" target="_self">hier anschauen. </a></p>
<p>Heute morgen beim Frühstück las ich dann ein Interview mit ihm in der <a id="aptureLink_l2pfAilieA" href="http://www.faz.net/s/Rub64992C04CF2F4A2E8399BD4B893B56FE/Doc~E074B1FC9362847B88B38FEB8A954655B~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG</a> (Nr. 44) unter dem Titel: <strong>&#8220;Supermans Irrweg&#8221;</strong>. Anschaulich, fundiert und nicht ideologisch getrieben erklärt er, was es mit dem Einfluss der Gene und der angeblich angeborenen männlichen Aggression auf sich hat.</p>
<div style="float:right;"><!-- BEGIN PARTNER PROGRAM - DO NOT CHANGE THE PARAMETERS OF THE HYPERLINK --><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=425416&amp;site=4594&amp;type=b47&amp;bnb=47" target="_blank"><br />
</a></p>
<p><!-- END PARTNER PROGRAM --></div>
<p>Hier ein paar Zitate:<span id="more-1930"></span></p>
<ul>
<li><em>&#8220;Typische Verhaltensunterschiede zwischen Männern und Frauen sind <strong>nicht genetisch determiniert</strong>. Diese gängige Vorstellung müssen wir aufgeben.&#8221; &#8230; &#8220;Der entscheidende Punkt ist nicht, wie sich erwachsene Hirne unterscheiden, sondern wie es dazu kommt.&#8221;<br />
</em></li>
<li><em>&#8220;Schon kleine Jungs, die auf die Welt kommen, orientieren sich stärker im Außen und benutzen deshalb mit besonderer Begeisterung die Hirnregion, die dabei aktiv wird.&#8221; &#8230; &#8220;Das Gehirn ist ein Organ, mit dem wir uns in der Welt orientieren, aber es wird erst im Kontakt mit dieser Welt geformt. Sprich: <strong>Unser Hirn w</strong></em><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=425416&amp;site=4594&amp;type=b47&amp;bnb=47" target="_blank"><img class="alignright" style="border: 0pt none;" src="http://banners.webmasterplan.com/view.asp?ref=425416&amp;site=4594&amp;b=47" border="0" alt="Familiennetz von Eltern.de!" width="180" height="150" title="Männer   das schwache Geschlecht und sein Gehirn" /></a><em><strong>ird so, wie wir es benutzen</strong>, besonders wenn wir dabei begeistert sind.&#8221;<br />
</em></li>
<li><em>Man kann das kindliche Gehirn mit einem Orchester vergleichen. Eigentlich ist die Besetzung bei Männern und Frauen gleich. Aber wegen der vorgeburtlichenTestosteroneinwirkung rücken im Orchester der kleinen Jungen die Pauken und Trompeten stärker nach vorne, während die harmonischen Instrumente in den Hintergrund treten.&#8221;<br />
</em></li>
<li><em>&#8220;Ausgemacht ist nur, dass <strong>Jungs im Durchschnitt mehr Halt im Außen brauchen</strong>. Sie orientieren sich stärker im Raum und suchen nach etwas, das ihnen Bedeutsamkeit verschafft. Neugeborene Mädchen haben das weniger nötig. Die haben in sich selbst genug Halt.&#8221; &#8230;<br />
&#8220;Männern fehlt ein zweites X-Chromosom. Das kann mit einem Auto ohne Ersatzrad vergleichen.&#8221; &#8230; &#8220;Das macht das männliche Geschlecht anfälliger. &#8221; &#8230; &#8220;Wenn ein Kind konstitutionell schwächer ist, muss es mehr tun, um Stabilität zu finden. Nicht umsonst <strong>haben Jungs diese Affinität zu allem, was gewaltig und stark aussieht</strong>.&#8221; &#8230; &#8220;Das ist alles männlich. Aber nicht, weil die Gene das bestimmen würden. Sondern weil die Suche der kleinen Jungs nach Halt in kulturelle Bahnen gelenkt wird.&#8221;<br />
</em></li>
<li>Hierzu ein bezeichnendes Beispiel von einem rumänischen Jungen, <a id="aptureLink_2WJePDaS7R" href="http://talk.excite.de/nachrichten/6394/5jahriger-Giuliano-Stroe-ist-der-starkste-Junge-der-Welt">Giuliano Stroe</a> , der schon ein Sixpack hat aber noch nicht mal sechs Jahre alt ist und als stärkstes Kind der Welt gilt:<br />
<span class="youtube">
<object width="425" height="355">
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/PndJi2Sia2w&amp;color1=d6d6d6&amp;color2=f0f0f0&amp;border=0&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0?rel=1" />
<param name="allowFullScreen" value="true" />
<embed wmode="transparent" src="http://www.youtube.com/v/PndJi2Sia2w&amp;color1=d6d6d6&amp;color2=f0f0f0&amp;border=0&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0?rel=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="355"></embed>
<param name="wmode" value="transparent" />
</object>
</span><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=PndJi2Sia2w">www.youtube.com/watch?v=PndJi2Sia2w</a></p></li>
</ul>
<p>Welche wichtige Eigenschaft Eltern ihren Kindern vorleben und mitgeben können, präsentiert Joachim de Posada in einem Vortrag. Anhand einer <a id="aptureLink_5vpRVPxebq" href="http://www.newyorker.com/reporting/2009/05/18/090518fa_fact_lehrer">Studie</a> spricht er über die Wichtigkeit, Frustrationstoleranz aufzubauen und es auszuhalten, dass man auf eine versprochene Belohnung eine Weile warten muss.</p>
<p>In dem Experiment wird Vierjährigen ein Marshmellow gegeben und gesagt, dass sie es eine Viertelstunde lang nicht essen sollen. Wenn sie das schaffen, würden sie ein zweites Marshmellow bekommen. Dann verlässt der Versuchsleiter den Raum.</p>
<p>Erstaunlich, was einige Kinder alles anstellen, um diese Aufgabe zu meistern. Noch erstaunlicher, was man feststellte, als man die Kinder nach 18 (!) Jahren wieder aufsuchte, um zu sehen, was aus ihnen geworden war. <a href="http://www.ted.com/talks/lang/ger/joachim_de_posada_says_don_t_eat_the_marshmallow_yet.html" target="_self"><strong><br />
Hier das Video.</strong></a></p>
<p>Noch einmal Gerald Hüther in dem Interview: <iframe scrolling="no" frameBorder="0" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=praxisfurps05-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;ASINs=3833807474&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=transparent&amp;bg1=transparent&amp;f=ifr&nou=1" marginheight="0" marginwidth="0" style="float:right; width:120px; margin-left:10px; height:240px; background-color:#FFFFFF; border:1px solid #000000;"></iframe></p>
<blockquote><p><em>&#8220;Jungs brauchen weder Puppen noch Panzer, sondern stabile Bindungen und Aufgaben, an denen sie wachsen können. Und wir müssen sie vor ungünstigen Rahmenbedingungen schützen.&#8221; &#8230; &#8220;<strong>Es muss jemand da sein, der uns zeigt, wie und wofür wir unser Gehirn benutzen.</strong>&#8221; &#8230;</em></p>
<p><em>&#8220;Wir dürfen unsere Kinder, Jungen wie Mädchen, auf ihrer Suche nach einem Platz in der Gesellschaft nicht sich selbst oder gar den Medien überlassen.&#8221;</em></p></blockquote>
<h2><a href="#respond"><img class="alignleft size-full wp-image-1026" title="kommentar" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/02/article-32.png" alt="kommentar" width="32" height="32" /> Was ist Ihre Meinung?<br />
</a></h2>
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<p><a href="#respond">… oder schreiben Sie einen Kommentar.<br />
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<script type="text/javascript">// <![CDATA[
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// ]]&gt;</script><br />
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</script></p>
<p style="text-align: right;"><small>Den Hinweis auf den stärksten Jungen<br />
verdanke ich Michael Röhrig<br />
</small></p>
<p style="text-align: right;"><small></small></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008<br /> Dieser Feed ist nur für den persönlichen, nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt.<br /> Das Nutzen dieses Feed auf anderen Websites oder Blogs verletzt das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt nicht in Ihrem Newsreader enthalten ist, verletzt das Ansehen des Inhalts Urheberrechte. (Digital Fingerprint:<br /> )</small><div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="box_count" share_url="http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/1930/maenner-das-schwache-geschlecht-und-sein-gehirn"></a></div>]]></content:encoded>
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		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warum Menschen Veränderungen ablehnen &#8211; und wie man es trotzdem schafft.</title>
		<link>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/1211/warum-menschen-veraenderungen-ablehnen-und-wie-man-es-trotzdem-schafft</link>
		<comments>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/1211/warum-menschen-veraenderungen-ablehnen-und-wie-man-es-trotzdem-schafft#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 20:58:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Einstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Gewohnheit]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstand]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.persoenlichkeits-blog.de/?p=1211</guid>
		<description><![CDATA[Eigenes Verhalten zu verändern, ist mitunter schwierig. Das hat etwas mit der Persönlichkeit und unserem Gehirn zu tun. Okay, positiv klingende Veränderungen finden wir toll. Deswegen ist ja auch die Abwrackprämie so ein Erfolg. Man bekommt Geld geschenkt für etwas, was man sowieso haben will. Und die Aktion ist zeitlich befristet. Da werden ganz viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/04/mann-stoppt-a-cagrioner-fotoliacom.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1212" title="Man saying no to everything" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/04/mann-stoppt-a-cagrioner-fotoliacom-246x300.jpg" alt="Man saying no to everything" width="176" height="215" /></a></p>
<h2><em><span style="color: #ff6600;">Eigenes Verhalten zu verändern, ist mitunter schwierig. Das hat etwas mit der Persönlichkeit und unserem Gehirn zu tun.</span></em></h2>
<p>Okay, positiv klingende Veränderungen finden wir toll. Deswegen ist ja auch die Abwrackprämie so ein Erfolg. Man bekommt Geld geschenkt für etwas, was man sowieso haben will. Und die Aktion ist zeitlich befristet. Da werden ganz viele zu Schnäppchenjägern.</p>
<p>Aber im allgemeinen mögen Menschen keine Veränderungen. Schon gar nicht welche, wo sie auf etwas Gewohntes verzichten müssen. Und wer im Urlaub  schon seine Lieblingsliege mit dem Handtuch reservieren muss, ist vermutlich für die anstehenden Veränderungen in einer Rezession nicht wirklich optimal eingestimmt.</p>
<p>Aber zurück zu unserer Veränderungsunwilligkeit. Hier zwei Beispiele:</p>
<ul>
<li><strong>Erinnern Sie sich noch an die Einführung der Sommerzeit?</strong><br />
Ist schon eine Weile her, nämlich im April 1980 wurde sie eingeführt. Als Begründung wurde die Energieeinsparung genannt. Hat sich zwar als Märchen herausgestellt, aber trotzdem.<span id="more-1211"></span><br />
Alle möglichen Gründe dagegen wurden angeführt. Von den Umstellungsschwierigkeiten der Milchkühe bis zu Verspätungen der Bahn und der Notwendigkeit, die Uhren in Haushalt und Büro umzustellen.</li>
<li><strong>Erinnern Sie sich noch an das frühere Ladenschlußgesetz?<br />
</strong>Alle Läden mussten um 18.30 Uhr schließen. Brauchte man abends noch einen Liter Milch, musste man zum Bahnhof oder zur Tankstelle fahren.<br />
Die Argumente gegen eine Erweiterung der Ladenöffnungszeiten waren gewaltig. Mit dem Gesundheitsrisiko für das Verkaufspersonal wurde argumentiert und der schlichten Frage, wer denn bitteschön abends um zwanzig Uhr noch einkaufen wolle. Nun, ich kaufe öfters abends in meinem Supermarkt noch ein und ich bin nie allein.</li>
</ul>
<p>Nein, wir Menschen mögen im allgemeinen keine Veränderungen. Das hat auch etwas mit unsrem Gehirn zu tun. Das Gehirn ist faul und setzt gern auf Bewährtes. Sie haben Ihr Bücherregal umgeräumt und suchen nach einem bestimmten Buch? Automatisch greifen Sie ein paar Tage noch an die Stelle, wo das Buch früher stand.</p>
<p>Aus demselben Grund sind auch Vorurteile so schwer zu widerlegen. Wir mögen noch so viele andere Erfahrungen machen, es ist angenehmer, diese als Ausnahmen einzuordnen als sein einmal gefasstes Urteil zu revidieren.</p>
<h2>Aber warum wehren sich Menschen so gegen Veränderungen?<a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/04/streik_against-erverything_a-hellotim-fotoliacom.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1213" title="streik_against-erverything_a-hellotim-fotoliacom" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/04/streik_against-erverything_a-hellotim-fotoliacom.jpg" alt="streik against erverything a hellotim fotoliacom Warum Menschen Veränderungen ablehnen   und wie man es trotzdem schafft." width="186" height="187" /></a></h2>
<p>Das Interessante dabei ist ja: hat man eine Veränderung erst einmal eingeführt und den ersten Sturm der Ablehnung ausgehalten, wollen die wenigsten Menschen wieder den alten Zustand vor der Veränderung zurück. (Oder hätten Sie gerne wieder die alten Ladenschlußzeiten?)</p>
<p>Der Grund ist mal wieder in der Psyche des Menschen zu  finden:</p>
<blockquote><p><em>Der befürchtete Verlust des Gewohnten wiegt schwerer als die Aussicht auf einen mögliche Gewinn.<br />
Hat man sich erst einmal an das Neue gewöhnt &#8211; und die damit verbundenen Vorteile &#8211; wird dies zum neuen Maßstab, also zum Gewohnten, das man nicht mehr hergeben möchte.</em></p></blockquote>
<p>Dies kennen Sie vielleicht auch aus dem persönlichen Bereich:</p>
<ul>
<li>Dem Umzug in eine neue Stadt steht man vielleicht zu Beginn skeptisch gegenüber. Hat man sich eingewöhnt und eingelebt, will man oft nicht mehr zurück.</li>
<li>Wer fastet, denkt die ersten zwei Tage soviel ans Essen wie sonst nicht. Ist diese Phase vorbei, freut man sich über die neu gewonnene Leichtigkeit im Denken und Spüren und wundert sich, wie viel Zeit man sonst für Mahlzeiten braucht.</li>
<li>Wem als Sportmuffel zu mehr Bewegung geraten wird, ist davon erst einmal nicht begeistert. Der Verlust der Bequemlichkeit wird als wertvollstes Gut eisern verteidigt. Erst wenn man mal eine Weile es ausprobiert hat, merkt man zumeist die positiven Konsequenzen körperlicher Betätigung und will sie dann nicht mehr missen.</li>
</ul>
<h2>Wie kann man dies für persönliche Veränderung nutzen?</h2>
<p>Menschen mögen nichts diktiert oder aufgezwungen bekommen. Da spielt es keine Rolle, ob das Neue von außen kommt oder von innen in Form eines inneren Gewissensappells &#8220;Du mußt!&#8221;.</p>
<p>Vielmehr ist es hilfreich, sich selbst in eine Situation zu bringen, in der man das Neue nicht machen muss, sondern ausprobieren kann. Mit anderen Worten, wo man die Freiheit spürt, wieder zum Alten zurückkehren kann.</p>
<p><strong>Der Trick dabei ist, dass man sich selbst oder dem Gehirn genug Zeit geben muss, das neue Verhalten gründlich kennenzulernen. </strong></p>
<p>In meinen Seminaren oder Coachings habe ich die Erfahrung gemacht, dass die beste Form dafür ist, ein Experiment mit sich selbst zu machen. Und danach zu entscheiden, ob man mit dem Neuen fortfahren möchte oder lieber doch zum Gewohnten zurückkehrt.</p>
<h2><strong>Überlegen Sie doch jetzt einmal, was Sie gerne verändern möchten. </strong></h2>
<h2><a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/04/dicker-mann-mit-bier-xs-a-pejo-fotoliacom.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1214" title="Nicht schon wieder" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/04/dicker-mann-mit-bier-xs-a-pejo-fotoliacom.jpg" alt="Nicht schon wieder" width="238" height="154" /></a></h2>
<ul>
<li>Keinen Kaffee und statt dessen lieber Wasser trinken?</li>
<li>Sich im Alltag mehr bewegen (z.B. Treppe statt Aufzug)?</li>
<li>Pünktlich sein?</li>
<li>Nett zu Ihrem Partner sein?</li>
<li>Ihre Mitarbeiter ausreden lassen?</li>
<li>Eine Stunde früher aufstehen oder abends früher nach Hause gehen?</li>
</ul>
<p>Und machen Sie ein Experiment daraus. Nach meiner Erfahrung muss das Experiment mindestens drei oder vier Wochen dauer, damit sich Ihr Körper und Ihre Psyche darauf einstellen können und die damit verbundenen positiven Effekte realisieren.</p>
<p>Der Trick besteht darin, eine &#8220;schlechte&#8221; Angewohnheit durch eine gute Gewohnheit zu ersetzen. Glauben Sie mir: es funktioniert. Beim Ladenschluß hat es mit einem ganzen Volk geklappt!</p>
<h2><a href="#respond"><img class="alignleft size-full wp-image-1026" title="kommentar" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/02/article-32.png" alt="kommentar" width="32" height="32" /> Was sind Ihre Erfahrungen mit Veränderungen?</a></h2>
<p>PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefiel … dann empfehlen Sie ihn doch weiter. Einfach hier unten auf<strong> “Weitersagen”</strong> klicken.</p>
<p><a href="#respond">… oder schreiben Sie einen Kommentar.</a></p>
<p><a href="#abo">… oder abonnieren Sie neue Beiträge per Email.</a> Einfach links Adresse bei <img src="http://persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/feed-icon-28x28.jpg" alt="feed-icon-28×28.jpg" width="16" height="16" title="Warum Menschen Veränderungen ablehnen   und wie man es trotzdem schafft." /> eintragen.</p>
<p style="text-align: right;"><small>Foto: © CagriOner, hellotim, PeJo www.fotolia.com</small></p>
<p style="text-align: right;"><small></small></p>
<p><small></small></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008<br /> Dieser Feed ist nur für den persönlichen, nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt.<br /> Das Nutzen dieses Feed auf anderen Websites oder Blogs verletzt das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt nicht in Ihrem Newsreader enthalten ist, verletzt das Ansehen des Inhalts Urheberrechte. (Digital Fingerprint:<br /> )</small><div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="box_count" share_url="http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/1211/warum-menschen-veraenderungen-ablehnen-und-wie-man-es-trotzdem-schafft"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Aussehen, Geld, Intelligenz, Humor? Was zählt bei der Partnerwahl?</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Oct 2008 17:33:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
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		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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		<category><![CDATA[Männer]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle paar Monate liest man die Umfrage einer Frauenzeitschrift zu diesem Thema. Meist stehen da neben dem Aussehen, Verlässlichkeit, Familiensinn, Treue und der berühmte Humor auf den vorderen Plätzen. Die Reihenfolge wechselt je nach Umfrage. Wie schön, die &#8220;inneren Werte&#8221; zählen also am meisten. Das hört sich einfach gut an. Aber stimmt es auch? Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2008/10/striptease_c2a9-tomasz-trojanowski-fotoliacomfotolia_5419339_small.jpg"><img style="margin: 5px; float: left;" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2008/10/striptease_c2a9-tomasz-trojanowski-fotoliacomfotolia_5419339_small.jpg" alt="striptease c2a9 tomasz trojanowski fotoliacomfotolia 5419339 small Aussehen, Geld, Intelligenz, Humor? Was zählt bei der Partnerwahl?" width="274" height="182" title="Aussehen, Geld, Intelligenz, Humor? Was zählt bei der Partnerwahl?" /></a>Alle paar Monate liest man die Umfrage einer Frauenzeitschrift zu diesem Thema. Meist stehen da neben dem Aussehen, Verlässlichkeit, Familiensinn, Treue und der berühmte Humor auf den vorderen Plätzen. Die Reihenfolge wechselt je nach Umfrage.</p>
<p><strong>Wie schön, die &#8220;inneren Werte&#8221; zählen also am meisten.</strong> Das hört sich einfach gut an. Aber stimmt es auch? Die Wissenschaft ist sich darüber eher uneins. Es gibt hier vor allem zwei Hypothesen:</p>
<ol>
<li><strong>Die Hypothese &#8220;Gleich und Gleich gesellt sich gern&#8221;</strong><br />
Sie postuliert, dass wir einen Partner suchen, der uns in wesentlichen Bereichen ähnlich ist. Also zum Beispiel beim sozialen Status, der Intelligenz, Vorstellungen über Familie und Kinder usw.<span id="more-453"></span><br />
<strong></strong><br />
Dass dies zumindest auf das Äußere zutrifft, haben der Wahrnehmungsforscher David Perrett, an der schottischen St. Andrews University untersucht. Dazu veränderte er Gesichter von Testpersonen so, dass sich weibliche Gesichter in männliche verwandelten und umgekehrt. Diese Bilder wurden dann den Versuchspersonen wieder vorgelegt. Das erstaunliche Ergebnis: Viele reagierten auf ihr gegengeschlechtliches Abbild sehr positiv, obwohl ihnen nicht bewusst war, dass sich dahinter ihr eigenes Gesicht verbarg.</li>
<li><strong>Evolutionspsychologen behaupten dagegen,</strong> dass die Partnerwahl weitgehend genetisch determiniert ist und dass alle Männer und alle Frauen ähnliche Vorlieben haben.Belege für die zweite Hypothese liefert eine <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/647/131414/" target="_self"><strong>Studie über Speed-Dating</strong></a>.</li>
</ol>
<blockquote><p><em>&#8220;Demnach behaupten Versuchspersonen zwar, sie hätten gerne einen Partner, der denselben sozialen Status habe und ähnlich attraktiv sei wie die Befragten selbst.Aber wenn es tatsächlich an die Partnerwahl gehe, folgten sie doch dem alten Muster, das ihnen die Evolution eingepflanzt habe: Männer seien demnach auf junge, fruchtbare Frauen aus; diese wiederum bevorzugten einflussreiche, tatkräftige Männer. Und in jedem Falle sei ein attraktives Äußeres der wichtigste Reiz, künde es doch von guten Genen und verspreche gesunden Nachwuchs.&#8221;</em></p></blockquote>
<h2>Doch was genau ist denn weibliche Attraktivität?</h2>
<p>Nun für uns Männer ist dies &#8211; rein evolutionsbiologisch betrachtet &#8211; vor allem die Fruchtbarkeit einer Frau. Denn wenn wir den ganzen romantischen Unsinn mal beiseite lassen, wollen wir vor allem unser Erbgut weitergeben. Dazu hat uns die Natur mit unbewussten Fähigkeiten ausgestattet, die einen schon fast an übersinnliche Kräfte glauben lassen:</p>
<ul>
<li><strong>Männer können die fruchtbaren Tage einer Frau &#8220;spüren&#8221;.<br />
</strong>Warum sie das können? Nun, rund um den Eisprung wird eine Frau als attraktiver wahrgenommen, (übrigens von Männern und Frauen). Und wie hat man das nun festgestellt, dass Männer diese Gabe haben?<br />
Ganz einfach: in ihrer <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;ct=res&amp;cd=2&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.unm.edu%2F~gfmiller%2Fcycle_effects_on_tips.pdf&amp;ei=-57oSIiIDpK80gXb6biRCw&amp;usg=AFQjCNGCQXWoj2bWjTnIgxJPunf_7zN-RA&amp;sig2=Fxmf8FfcCW1dac5FEIgCQw" target="_blank"><strong>Untersuchung</strong></a> stellten Geoffrey Miller von der University of New Mexico und seine Kollegen fest, dass Striptease-Tänzerinnen während ihrer fruchtbaren Tage weit mehr Trinkgeld als in anderen Zyklusphasen verdienen. Die Forscher hatten dazu 18 Striptease-Profis über zwei Monate täglich Bericht erstatten lassen und statistisch ausgewertet. (Und wurden dafür auch mit einem alternativen Nobel-Preis ausgezeichnet)<br />
Das bedeutet natürlich auch, dass Frauen irgendwie signalisieren können, wann sie ihre fruchtbaren Tage haben. Aber wie machen sie das?</li>
<li><strong>Männer können die Fruchtbarkeit einer Frauen &#8220;sehen&#8221;.</strong><br />
<span class="text_12px">Wissenschaftliche Tests zeigen, dass Männer ein bestimmtes Verhältnis von Taillenumfang und Hüftumfang (nämlich </span><span class="text_12px">das Verhältnis von 0,7) </span><span class="text_12px">besonders attraktiv finden.<br />
Kleiner Trost: Es kommt dabei weniger auf die schlanke Silhouette an als darauf, dass eben der Körperbau möglichst diesem Index entspricht. Die wissenschaftliche Erklärung dafür: Kurvenreiche Frauen mit üppiger Oberweite und einem guten Taillen-Hüfte-Index besitzen eine sehr viel höhere Menge des weiblichen Geschlechtshormons Östradiol (ein für die Fruchtbarkeit verantwortliches Östrogen). Diese Frauen haben eine zwei- bis dreimal so hohe Chance, schwanger zu werden, als Frauen mit einer niedrigeren Menge des Hormons. Östradiol beeinflusst aber gleichzeitig die </span><span class="text_12px">Ausbildung von Brust, Taille und Hüfte.</span><strong>Kleiner Test für Männer: Welches Bild finden Sie am attraktivsten?</strong><span class="text_12px"> (Auflösung folgt unten)<br />
</span></li>
</ul>
<p><span class="text_12px"> </span><a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2008/10/badeanzug_taille_06.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-456" title="badeanzug_taille_06" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2008/10/badeanzug_taille_06.jpg" alt="badeanzug taille 06 Aussehen, Geld, Intelligenz, Humor? Was zählt bei der Partnerwahl?" width="150" height="225" /></a><a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2008/10/badeanzug_taille_07.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-457" title="badeanzug_taille_07" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2008/10/badeanzug_taille_07.jpg" alt="badeanzug taille 07 Aussehen, Geld, Intelligenz, Humor? Was zählt bei der Partnerwahl?" width="150" height="225" /></a><a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2008/10/badeanzug_taille_08.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-458" title="badeanzug_taille_08" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2008/10/badeanzug_taille_08.jpg" alt="badeanzug taille 08 Aussehen, Geld, Intelligenz, Humor? Was zählt bei der Partnerwahl?" width="150" height="225" /></a></p>
<ul>
<li><span class="text_12px"><strong>Männer mögen vor allem &#8220;Kindchen-Frauen&#8221;<br />
</strong></span>Der von dem Verhaltensforscher Konrad Lorenz geprägte Begriff des &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kindchenschema" target="_self">Kindchenschemas</a>&#8221; bezeichnet wichtige Merkmale beim Kleinkind und auch bei Jungtieren. Das sind vor allem großer Kopf, große,  gewölbte Stirn, große runde Augen, kleine, kurze Nase, runde Wangen, kleines Kinn. Das hat die Natur so eingerichtet, damit Eltern durch diese Merkmale die Schwäche und Hilfsbedürftigkeit des Kleinen erkennen und dadurch zu Schutz- und Pflegeverhalten animiert werden.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2008/10/katemoss.jpg"><img style="margin: 5px;" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2008/10/katemoss.jpg" alt="katemoss Aussehen, Geld, Intelligenz, Humor? Was zählt bei der Partnerwahl?" width="150" height="177" title="Aussehen, Geld, Intelligenz, Humor? Was zählt bei der Partnerwahl?" /></a><p class="wp-caption-text">Kate Moss entspricht voll dem Kindchenschema als Frau.</p></div>
<p>Die Wissenschaftler haben übrigens eine tolle Website dazu gemacht: <strong><a href="http://www.beautycheck.de/" target="_blank">http://www.beautycheck.de/</a><br />
</strong>Dort können Sie etliche erstaunliche Untersuchungen zur Attraktivität nachlesen &#8211; für beide Geschlechter. Und sogar selbst in Online-Experimenten herausfinden, was Sie beim anderen Geschlecht attraktiv finden.</p>
<p>Erwachsene Frauen wie beispielsweise das Supermodel  Kate Moss  &#8211; oder für Männer meines Jahrgangs eher Brigitte Bardot &#8211; entsprechen  diesem Kindchenschema. Um zu zeigen, dass die meisten Männer auf ein solches Aussehen anspringen,  veränderten Wissenschaftler an der Universität Regensburg Frauenporträts am Computer:  von eher männlich bis zu superweiblich. Dabei zeigte sich, dass ein symmetrisches Gesicht mit großen Augen, kleiner Nase und vollen Lippen in der Gunst der männlichen Testpersonen am besten abschnitt.<br />
Die Erklärung dafür? Erscheinen Frauen mit solchen Merkmalen einem Mann besonders schutzbedürftig und kitzeln seine Versorgerqualitäten? Wohl eher nicht. Vielmehr hängen diese weiblichen Gesichtszüge mit der Ausschüttung des weiblichen Sexualhormons Östrogen in der Pubertät zusammen. Hohe Östrogenspiegel sprechen für Gesundheit und Fruchtbarkeit, was bei der Partnerwahl entscheidende Kriterien sind.</li>
</ul>
<h2>Und was finden Frauen attraktiv?</h2>
<p>Da sind die Untersuchungsergebnisse längst nicht so zahlreich &#8211; und auch nicht so einheitlich.</p>
<ul>
<li><strong>Frauen mögen &#8220;harte&#8221; und &#8220;weiche&#8221; Männer.</strong><br />
Zwar gelten ein breiter Kiefer und ein markantes Kinn als sehr männlich und sexy. Weisen derlei Gesichtsmerkmale doch auf einen hohen Testosteronspiegel hin. Und während des Eisprungs finden Frauen auch solche Männer deutlich attraktiver. Denn der hohe Testosteronspiegel verspricht die besten Chancen auf gesunden Nachwuchs – das entscheidende Kriterium während der fruchtbaren Tage.<br />
Zum Trost: in den übrigen Tagen stehen Frauen eher auf Männer mit weicheren Gesichtszügen. Evolutionsbiologen erklären das mit dem niedrigeren Testosteronspiegel, der Männer zu zuverlässigeren Partnern und guten Vätern machen soll.</li>
<li><strong>Manche Frauen suchen sich einen Partner, der dem Vater ähnelt.<br />
</strong>Eine Studie an der Wayne-State- Universität in Detroit ergab: Frauen, die als Mädchen ein inniges Verhältnis zu ihrem Vater hatten, suchen sich später auch Partner, die ihrem Vater ähnelten. Um mögliche genetische Faktoren auszuschließen, wurden nur Adoptivtöchter ausgewählt. Dann legten sie Versuchspersonen Fotos der Frauen sowie ihrer Ehemänner und Adoptiveltern vor. Das Ergebnis: eine überdurchschnittlich häufige Ähnlichkeit zwischen Vätern und Ehemännern.</li>
<li><strong>Frauen prüfen bei der Partnerwahl das Erbgut des Mannes.</strong><br />
Die Frage ist: wie? Ganz einfach: mit ihrer Nase. Forscher fanden heraus, dass Frauen Männer bevorzugen, die sie gut riechen können, d.h., deren Geruch sich von ihrem eigenen möglicht unterscheidet. Claus Wedekind von der Universität Bern entdeckte, dass sich Ehepartner, die in langjährigen glücklichen Ehen leben, in ihrer Duftnote mehr unterscheiden als Partner von Ehen, die früh geschieden wurden.<br />
Evolutionsbiologisch erklärt: Bestandteile im Körpergeruch entsprechen jenem Genabschnitt, der für das Erkennen von „eigen“ und„fremd“ im Körper zuständig ist. Je mehr sich die genetische Ausstattung beider Partner unterscheidet, umso höher ist die Chance auf gesunden Nachwuchs. Allerdings beeinflusst die Pille das <a href="http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/evolutionsbiologie-liebe-auf-den-ersten-duft_aid_154188.html" target="_self">Geruchsempfinden</a></li>
</ul>
<h2>Und was spielt noch bei der Partnerwahl eine Rolle?</h2>
<ul>
<li><strong>Warum man sich in Gefahr leichter verliebt.</strong><strong></strong><br />
Auch die Situation entscheidet mit, ob wir uns verlieben. In gefährlichen Situationen, etwa bei einem Unfall, einer Prüfung oder einem anderen aufregenden Erlebnis steigt das körperliche Erregungsniveau.<br />
Trifft man in derlei Situationen auf einen attraktiven möglichen Partner, übertragt sich die körperliche Erregung leicht auf diesen &#8211; und man glaubt, man ist verliebt.Wissenschaftler sprechen nüchtern von „Erregungstransfer“. Diesen Zusammenhang bewiesen die US-Psychologen Art Aron und Donald Dutton in ihrem berühmten <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;ct=res&amp;cd=1&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.fpce.uc.pt%2Fniips%2Fnovoplano%2Fps1%2Fdocumentos%2Fdutton%26aron1974.pdf&amp;ei=4MroSJznMJXM0gX5zpmOCw&amp;usg=AFQjCNGV_Wv8wUmfqM7VftL4Q1GbCS5rUw&amp;sig2=qC-zdyEbdGtjlrKXcoeHeA" target="_blank"><strong>&#8220;Brücken-Experiment&#8221;</strong></a>: Dabei wurden männliche Testpersonen wurden von einer schönen Frau um die Beantwortung eines Fragebogens gebeten, außerdem verriet sie ihre Telefonnummer. Das Experiment wurde an zwei verschiedenen Orten durchgeführt. Das Ergebnis: aus der ersten Gruppe riefen nur 12 Prozent der Männer die gegebene Telefonnummer an. Bei der zweiten Gruppe waren es 50 Prozent.</p>
<p>Ach ja, die Männer der ersten Gruppe erlebten das Experiment auf einer Betonbrücke. Die Männer der zweiten Gruppe trafen dieselbe (!) Frau auf einer schwankenden Hängebrücke.</p>
<p>Die Psychologen folgerten: Die durch die Angst auf der zweiten Brücke erzeugte ängstliche Erregung &#8211; flauer Magen, zittrige Knie &#8211; wurde auf die Frau projiziert. Sie wirkte unter diesen Umständen anziehender. Auf Männer reagierten die heterosexuellen Testpersonen übrigens neutral. Dieser Zusammenhang wurde übrigens auch chemisch nachgewiesen. Männer, denen etwas Adrenalin gespritzt worden war, fanden Frauen attraktiver als Männer, denen kein Stresshormon verabreicht worden war.</li>
<li><strong>Warum Sie sich während des Eisprungs leichter verlieben.</strong><br />
Ob es zwischen zwei Menschen funkt, hängt auch vom weiblichen Zyklus ab. Dass Frauen während ihrer fruchtbaren Tage Frauen öfter berührt werden, stellten Psychologen fest, die in einer Disco die entsprechenden Körperkontakte zählten. Nicht zuletzt zeigen die Frauen in dieser Phase auch mehr Haut.<br />
Ein britisch- tschechisches Forscherteam belegte, dass weibliche Gesichtszüge während der fruchtbaren Tage attraktiver erscheinen. Die Wissenschaftler hatten Frauen kurz vor dem Eisprung und während einer unfruchtbaren Phase fotografiert und dann die Aufnahmen Männern und Frauen zur Beurteilung vorgelegt. Die meisten Befragten fanden die Gesichter attraktiver, die kurz vor dem Eisprung aufgenommen wurden.</li>
<li> <strong>Von wegen innere Werte.<br />
</strong>Ein Professor analysierte Bekanntschaftsanzeigen. Das Ergebnis ist nicht überraschend: Frauen legen Wert auf das Einkommen des Partners. Männer mit guten Chancen betonen Atribute wie Status, Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Kinderwunsch. Sie selbst aber wünschen sich vor allem schöne, junge Partnerinnen. Die können sie auch bekommen &#8211; wenn sie Geld und Status bieten. Dann schauen Frauen auch über den sonst von ihnen bevorzugten Altersunterschied von 3,7 Jahren hinweg.<br />
Das kann man wieder evolutionsbiologisch erklären: Frauen tauschen Schönheit gegen Status, denn erfolgreiche Männer bieten Frauen und Kind die besten Chancen. Hier ein <a href="http://forum.gofeminin.de/forum/couple1/__f13198_couple1-Partnerwahl-Geld-macht-sexy.html" target="_self"><strong>Interview</strong></a> mit dem Professor.</li>
</ul>
<p><strong>Noch drei Links </strong>zu diesem spannenden Thema:<br />
Eine Präsentation, wie sich Anziehung und Beziehung im Lauf der Jahre ändern, <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;ct=res&amp;cd=4&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.fb12.uni-dortmund.de%2Flehrstuehle%2Fiso%2Fgerontologie%2Flehrangebot%2FLebenslagen%2520im%2520Alter_23_10_07.pdf&amp;ei=elXoSImtDYbQ0QXvoJ2OCw&amp;usg=AFQjCNESW3V4NGvAFfGEdDx01kgz5UXnNA&amp;sig2=5anA8XH2cGO7JOdPjb-kVg" target="_blank">finden Sie hier &#8230;</a><br />
Eine Facharbeit zum Thema &#8220;Weibliche Attraktivität&#8221; <a href="http://biofacharbeit.meine-hp.net/1/3.htm" target="_blank">finden sie hier &#8230;</a><br />
Und eine Zusammenfassung vieler Studien zur weiblichen Attraktivität <a href="http://www.weibliche-attraktivitaet.de/" target="_blank">finden Sie hier &#8230;</a><br />
<strong>Testauflösung: </strong>die meisten Männer finden das mittlere Bild am attraktivsten. Es entspricht genau dem 0,7 Index.</p>
<p><strong>Meine Meinung dazu: </strong>natürlich sagt die Attraktivität eines Partners zu Beginn wenig aus über die Qualität der Beziehung. Aber wer bisher glaubte, dass seine Wahl eben allein von seinem persönlichen Geschmack abhinge, wird durch die zitierten Untersuchungen eines Besseres belehrt. Unsere Evolutionsgeschichte beeinflusst uns offensichtlich mehr als uns oft bewusst ist.</p>
<h2>Und was sind Ihre Erfahrungen mit diesem Thema?</h2>
<h2>Worauf haben Sie geachtet bei der Partnerwahl?</h2>
<h2>Wie &#8211; und in was -haben Sie sich verliebt?</h2>
<p><strong><em><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_4038.html';"><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_3249.html';"><em>PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefiel …</em></span></span><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_4038.html';"><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_3249.html';"><em>… dann empfehlen Sie ihn doch </em><em>weiter. Einfach hier unten auf “Weitersagen”</em><em> klicken. </em><br />
… oder schreiben Sie einen Kommentar.<em><br />
… oder abonnieren Sie neue Beiträge per Email. Einfach links Adresse bei </em><img src="http://persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/feed-icon-28x28.jpg" alt="feed-icon-28×28.jpg" width="16" height="16" title="Aussehen, Geld, Intelligenz, Humor? Was zählt bei der Partnerwahl?" /> eintragen.<br />
</span></span><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_4038.html';"><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_3249.html';">Danke für Ihr Interesse.</span></span></em></strong></p>
<p style="text-align: right;"><small>Foto: © Tomasz Trojanowski &#8211; Fotolia.com</small></p>
<p><small></small></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008<br /> Dieser Feed ist nur für den persönlichen, nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt.<br /> Das Nutzen dieses Feed auf anderen Websites oder Blogs verletzt das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt nicht in Ihrem Newsreader enthalten ist, verletzt das Ansehen des Inhalts Urheberrechte. (Digital Fingerprint:<br /> )</small><div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="box_count" share_url="http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/453/aussehen-geld-intelligenz-humor-was-zahlt-bei-der-partnerwahl"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Wie ändern Menschen ihr Verhalten?</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 15:48:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Abwehrstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstverantwortung]]></category>
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		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Ich will so bleiben, wie ich bin!&#8221; lautet ein Werbeslogan für fettreduzierte Lebensmittel mit dem verheißungsvollen Markennamen &#8220;Du darfst&#8221;. Doch wer seine Lebensmaximen morgens von der Margarinepackung abliest, muss sich nicht wundern, wenn das Versprochene nicht immer eintritt. Denn natürlich hat es die Natur so eingerichtet, dass bei allem Lebendigen nichts so bleibt wie es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2008/09/mann_mit_tute-fotolia_xs_7245656_xs.jpg"><img style="margin: 5px; float: left;" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2008/09/mann_mit_tute-fotolia_xs_7245656_xs.jpg" alt="mann mit tute fotolia xs 7245656 xs Wie ändern Menschen ihr Verhalten?" width="178" height="227" title="Wie ändern Menschen ihr Verhalten?" /></a></p>
<p><strong>&#8220;Ich will so bleiben, wie ich bin!</strong>&#8221; lautet ein Werbeslogan für fettreduzierte Lebensmittel mit dem verheißungsvollen Markennamen <em><strong>&#8220;Du darfst&#8221;</strong></em>. Doch wer seine Lebensmaximen morgens von der Margarinepackung abliest, muss sich nicht wundern, wenn das Versprochene nicht immer eintritt.</p>
<p>Denn natürlich hat es die Natur so eingerichtet, dass bei allem Lebendigen nichts so bleibt wie es ist. Glücklicherweise sorgen unsere Wünsche, Bedürfnisse und das Leben mit seinen Herausforderungen dafür, dass nicht sehr lange etwas so bleibt, wie es ist. Kurz gesagt, die meisten Menschen wollen immer wieder mal etwas in ihrem Leben verändern. Was die spannende Frage aufbringt: Wie kann man eigentlich etwas verändern?</p>
<p>Da dies ein Persönlichkeitsblog ist, habe ich die Frage umformuliert zu: Wie ändern Menschen ihr Verhalten?</p>
<p>Es gibt im Grunde zwei Arten, zu lernen bzw. sein Verhalten zu ändern.</p>
<ol>
<li><strong>Lernen durch neue Information.</strong><br />
Angenommen, Sie kochen Pellkartoffeln und mögen aber keine Schale mitessen. Wie kriegen Sie die Schale von der Kartoffel?<br />
Nun, wahrscheinlich nehmen Sie bisher ein Messer &#8211; oder Ihre Finger &#8211; und puhlen mühsam die Schale ab. So haben Sie es gelernt. Aber es gibt noch eine andere Methode. Damit haben Sie jede gekochte Kartoffel in weniger als fünf Sekunden (!) geschält. Wissen Sie wie?Hier kommt der Trick:<br />
<span id="more-398"></span>[youtube]http://de.youtube.com/watch?v=wjz3NV8l0zI[/youtube]</p>
<p>So, für den Rest Ihres Lebens können Sie das jetzt. Das ist Lernen auf Anhieb. Kein Nachdenken, kein Üben &#8211; jemand zeigt Ihnen, wie es geht und ab dem Moment können Sie es.Punktum.</p>
<p>Das ist so ähnlich, wie wenn Sie als Computer-Neuling in einer Anleitung lesen  <em><strong>&#8220;<em>Press Any Key</em> To Continue&#8221;</strong></em> und Sie verzweifelt auf Ihrer Tastatur die Taste mit der Bezeichnung &#8220;Any&#8221; suchen.</li>
<li><strong>Gemeinerweise lassen sich nicht alle Dinge so schnell lernen.</strong><br />
Der von mir fachlich sehr geschätzte Trainer <a href="http://www.rhetorik-seminar.ch/powerletter-archiv/Powerletter51.php" target="_blank">Matthias Pöhm</a> schreibt in seinem neuesten Newsletter dazu:<em>&#8220;Dann gibt es aber die zweite Art zu lernen: Die ist wie beim Klavierspielen: Man kann es Ihnen zeigen, aber Sie müssen es erst Stunden, Tage und Wochen üben, bevor Sie es wirklich selbst beherrschen.&#8221;</em><em>&#8230; 95 Prozent des Lernens ist wie Klavierspielen lernen. Deswegen nennt sich unser Beruf &#8220;Trainer&#8221;. Weil wir neues Verhalten trainieren müssen, wenn jemand Fortschritte machen soll. Die Fortschritte passieren nicht über das &#8220;Kennen&#8221; sondern über das &#8220;Können&#8221;.</em></p>
<p><em>Wenn ich zu Vorträgen eingeladen werde, wo mir der Veranstalter sagt; &#8220;aber diese Leute wollen keine Übungen machen, die sind das nicht gewohnt. Die wollen nur zuhören und Anregungen haben&#8221; dann lehne ich inzwischen diese  Vorträge ab. Da können die ja gleich in die Kirche gehen und die Predigt hören, da ändert sich nämlich auch nichts.</em></p>
<p><em>In meinen 11 Jahren, in denen ich jetzt Trainer bin, habe ich eines lernen müssen: Sie lernen fast nichts über das Vermitteln, Sie lernen fast alles über das Trainieren. Deswegen funktionieren Ihre Memos nicht, die Sie an Ihre Mitarbeiter schicken, um neues Verhalten vorzugeben. Deswegen funktionieren die immer selben Anweisungen beim Morgenmeeting nicht. Deswegen funktionieren die Plakate mit Sinn stiftenden Botschaften an den Wänden Ihrer Firmenflure nichts. Sie ändern fast nichts über das Sagen, Sie ändern fast alles über das Trainieren.</em></p>
<p><em>Und jetzt wissen Sie auch, warum sich unsere Welt nicht weiter bewegt. Alle Botschaften, die aus uns einen besseren Menschen machen sollen, sind schon 100.000 fach gesagt worden. GESAGT. Geändert hat sich nichts. Wir müssen diese Botschaften trainieren, trainieren, trainieren, trainieren!</em></p>
<p><em></em><em>Wenn Ihnen jemand sagt: &#8220;<strong>Kümmere Dich doch nicht, was andere von Dir denken!&#8221; </strong>Dann hat diese Botschaft noch fast keinen Menschen geändert. Jetzt müssen Sie ein Übungsprogramm durchziehen, in dem Sie Stück für Stück Dinge tun, die Sie bisher nur deswegen nicht getan haben, weil Sie die Angst haben: &#8220;Was könnten die Anderen jetzt von mir denken&#8221;.</em></p>
<p><em>Da nehmen Sie z.B. eine Plastikente, binden sie an eine Schnur und ziehen Sie so durch die Fußgängerzone. Alleine! Zuhause in den vier Wänden mit Ihren Kindern, würden Sie so etwas tun. Der einzige Grund, dass Sie es draußen nicht tun ist: &#8220;Was denken die anderen von mir?&#8221;.</em></p>
<p><em>So ein Trainingsprogramm ist den meisten zu hart. Sie wollen es einfacher haben. Aber das ist der Weg, wie Sie jedes wünschenswerte Verhalten erreichen können. Es dauert halt Wochen, Monate und Jahre. So können Sie lernen, Eifersucht in Ihr Gegenteil zu verkehren, so können Sie lernen, einem Menschen in Not zu helfen, selbst wenn Sie Ihr eigenes Wohl riskieren, so können Sie lernen, dass Sie auch dann geben, selbst wenn Sie schon fast nichts mehr haben, so können Sie lernen, jeden Menschen als Teil von Ihnen zu sehen.&#8221;</em></li>
</ol>
<p>Kollege Pöhm hat in vielem recht, finde ich. In meinen Vorträgen baue ich auch gerne Übungen ein, weil es einen Unterschied macht, ob jemand hört, dass es ein Unbewusstes gibt &#8211; oder ob er es erlebt. Ob ich darüber spreche, dass prägende Erfahrungen aus der Biographie heute unser Verhalten beeinflussen &#8211; oder ob jemand das ganz konkret im Vortrag spüren kann.</p>
<p>Eine Übung wie die mit der Plastikente habe ich früher in meinen <a href="http://www.persoenlichkeits-trainings.com/?p=85">&#8220;Selbstbewusstseinsseminar&#8221; </a>auch gemacht. Da ging es darum, in der Fußgängerzone rückwärts zu laufen oder mit erhobenen Händen laut &#8220;Uhh!&#8221; zu rufen. Ich bin aber davon abgekommen. Vor allem, weil mir der nachhaltige Effekt zu gering war. Die Teilnehmer haben sich eben meist zusammengerissen, ihre Angst für fünf Minuten überwunden und dann gestaunt, dass tatsächlich nichts passiert. Die meisten Passanten bemerken es gar nicht. Andere lachen. Ganz mutige fragen: &#8220;Kann ich mitlaufen?&#8221; Aber es passiert rein gar nichts.</p>
<p><strong>Was zeigt, dass die &#8220;Angst vor den anderen&#8221; nicht &#8220;von den anderen&#8221; kommt.</strong> Sondern dass die Angst etwas mit Ihnen zu tun hat. Dass der Konflikt &#8220;innen&#8221; ist &#8211; nicht außen. Das ist wie mit dem Feuerlaufen, was vor einigen Jahren der große Renner als Seminar war. Natürlich ist es ein Riesenerlebnis, wenn man etwas schafft, wovor man große Angst hat und dass einem unmöglich erscheint. Aber auch dort lässt die Umsetzung der gewonnen Stärke oft zu wünschen übrig. Wer barfuß über glühende Kohlen lief, traut sich deshalb nicht unbedingt, bei seinem Chef eine längt fällige Gehaltserhöhung einzufordern. Oder seinem Partner zu sagen, was einen an ihm oder ihr stört.</p>
<p>Um Ängsten wirkungsvoll zu begegnen, hilft es selten &#8211; auf einem Gebiet Tapferkeit bewiesen zu haben. <strong>Wichtiger ist meiner Ansicht nach, die Quelle der Angst genauer zu untersuchen. </strong>Denn unsere tiefsten Ängste sind fast immer Erlebnisse aus Beziehungserfahrungen. Wenn jemand Angst davor hat, &#8220;was die anderen denken könnten&#8221;, dann bezieht sich das ja nicht auf die Menschen heute in der Fußgängerzone. Sondern meist ist es eine emotional prägende Erfahrung, die man als Kind oder Jugendlicher gemacht. Zum Beispiel, wenn man auf dem Dorf wohnte, wo die soziale Kontrolle stark war und wo man spürte, dass es oft die Angst der Eltern war, ausgeschlossen zu werden aus der Gemeinschaft. Und diese Angst hat man unbewusst übernommen.</p>
<p><strong>Deshalb mache ich in meinen Trainings keine Rollenspiele mehr, </strong> wo man im Seminar neue Verhaltensweisen einübt, was aber in der Wirklichkeit dann doch nicht so klappt. Sondern wir schauen auch in die Vergangenheit, woher diese Ängste kommen. Und dort findet man fast immer eine entsprechende Situation. Die muss man bei der Bearbeitung ein Stück emotional nacherleben. Denn Veränderung passiert nicht über den Verstand &#8211; da hat Kollege Pöhm völlig recht. Das Lernen muss unter die Haut gehen, damit im Gehirn neue Verschaltungen gebahnt werden. Das ist intensiv, manchmal sehr emotional &#8211; aber auch höchst wirksam.</p>
<p>Aber das ist erst der Anfang. Bei meinen 3-Tage-Seminaren, die max. sechs Teilnehmer haben, schaffen wir es fast immer, einen grundlegenden inneren Konflikt aufzuspüren, der den Menschen bisher hindert, sein Verhalten in die gewünschte Richtung zu verändern.*</p>
<p><strong>Aber nach dem Seminar geht die Arbeit weiter.</strong> Jeder Teilnehmer, der etwas verändern will, muss jetzt dranbleiben. Und das neue Verhalten &#8220;üben&#8221; (wie beim Klavierspielen). Konkret kann das heißen:</p>
<ul>
<li><strong>Wer mit seiner Zeit Probleme hat,</strong> kann täglich üben, sich mehr abzugrenzen, nein zu sagen, seine Perfektionsansprüche überprüfen, sich bewusst mehr Zeit für &#8220;Nichtstun&#8221; zu reservieren.</li>
<li><strong>Wer Angst hat sich zu äußern, </strong>kann täglich üben, in Meetings mindestens dreimal etwas zu sagen, seinem Kollegen zu widersprechen,  an der Supermarktkasse bitten, vorgelassen zu werden usw.</li>
<li><strong>Wer dominant oder arrogant auftritt,</strong> kann lernen, sich zurückzunehmen, Fragen zu stellen anstatt Erklärungen abzugeben, sich für andere zu interessieren anstatt nur sich selbst darzustellen.</li>
<li><strong>Wer über Stress klagt,</strong> kann sich vornehmen, jeden Tag eine halbe Stunde spazieren zu gehen, ein Buch zu lesen, zu meditieren, einen Yoga-Kurs zu besuchen etc.</li>
</ul>
<p>All das ist am Anfang nicht einfach. Das hat vor allem neurobiologische Gründe. Unsere Gewohnheiten im Denken, Fühlen und Handeln sind jahrzehntelang gespurt wie sechsspurige Autobahnen. Hier die Ausfahrt zu nehmen und einen anderen Weg einzuschlagen, ist zwar möglich &#8211; aber ungewohnt. Aber die  meisten Veränderungen passieren nur so. Nicht allein durch eine großartige Erkenntnis oder die begeisternde Rede des Vorstandsvorsitzenden.</p>
<p>Wenn Ihnen diese Ausführungen zu anstrengend vorkommen, hier noch ein schneller Tipp, wie Sie mühelos Zeit sparen können. Indem Sie zum Beispiel zweimal täglich <strong>Ihr T-shirt in eineinhalb Sekunden ausziehen</strong> können:</p>
<p>[youtube]http://de.youtube.com/watch?v=cZAOW8cE1-A[/youtube]* &#8220;fast immer&#8221; heißt, dass ich bei meinen Seminaren eine <a href="http://www.persoenlichkeits-trainings.com/?p=361">100%-Zufriedenheitsgarantie gebe.</a></p>
<p>PS: Zu dem Thema gibt es einen Artikel bei XING mit einer lebhaften Diskussion. <a href="https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=3663147">Lesen Sie &#8230;</a></p>
<p><img class="size-medium wp-image-501 alignright" title="vortragspult_sxchu-photo-656339_small" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2008/10/vortragspult_sxchu-photo-656339_small.jpg" alt="vortragspult sxchu photo 656339 small Wie ändern Menschen ihr Verhalten?" width="100" height="75" /></p>
<p style="text-align: right;">PS: Wäre das nicht ein gutes Thema<br />
für einen Vortrag in Ihrer Organisation?<br />
<strong><a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/presse" target="_self">Sprechen Sie mich an</a></strong></p>
<p style="text-align: right;">
<h2>Was sind Ihre Erfahrungen mit Veränderungen?</h2>
<h2>Was haben Sie &#8211; und vor allem &#8211; wie verändert?</h2>
<h2>Teilen Sie doch hier Ihre Erfahrungen mit.</h2>
<p><em><strong>PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefiel …<span style="cursor: pointer;" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_4038.html';"><span style="cursor: pointer;" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_3249.html';">… dann empfehlen Sie ihn doch weiter.<br />
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<p style="text-align: right;">Foto: © Emin Ozkan &#8211; Fotolia.com</p>
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		<title>Welche Folgen hat es, als Kind geschlagen worden zu sein?</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Aug 2008 20:01:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Abwehrstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein ernstes Thema, das ich auch unter dem Eindruck des Intensivseminars, das ich letzte Woche leitete, schreibe. Trotz etlicher Erfahrungen mit Menschen zu diesem Thema, bin ich doch immer wieder auf&#8217;s Neue betroffen, wenn ich miterlebe, wie körperliche Strafen, die jemand vor zwanzig, dreißig Jahren oder länger erlitten hat, sich auf das spätere Leben auswirken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 258px"><a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2008/09/kind_angst_xs_fotolia_1445122_xs.jpg"><img style="margin: 5px;" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2008/09/kind_angst_xs_fotolia_1445122_xs.jpg" alt="kind angst xs fotolia 1445122 xs Welche Folgen hat es, als Kind geschlagen worden zu sein?" width="248" height="165" title="Welche Folgen hat es, als Kind geschlagen worden zu sein?" /></a><p class="wp-caption-text">Bei Schlägen geht es nicht um Erziehung, sondern um Macht und Ohnmacht.</p></div>
<p>Ein ernstes Thema, das ich auch unter dem Eindruck des <a href="http://www.seminare4you.de/?p=89">Intensivseminars,</a> das ich letzte Woche leitete, schreibe. Trotz etlicher Erfahrungen mit Menschen zu diesem Thema, bin ich doch immer wieder auf&#8217;s Neue betroffen, wenn ich miterlebe, wie körperliche Strafen, die jemand vor zwanzig, dreißig Jahren oder länger erlitten hat, sich auf das spätere Leben auswirken können.</p>
<p>Ich muss schon sehr genau hinhören und hinspüren, um mitzukriegen, dass jemand körperliche Gewalt in seiner Kindheit andeutet. Denn das Thema ist immer noch tabuisiert und vor allem auch schambesetzt. Doch wenn jemand beim Schildern seiner Biographie erwähnt, dass &#8220;<em>es zu Hause streng zuging&#8221; </em>oder der Vater <em>&#8220;ziemlich autoritär war&#8221; </em>oder <em>&#8220;die Mutter keinen Widerspruch duldete&#8221;</em>, werde ich meist hellhörig und frage nach, was der Betreffende damit meint.</p>
<p>Zur Sprache kommen dann zuweilen Schilderungen von heftigen Ohrfeigen und Prügeln mit Zaunlatten, Gürteln, Lederpeitschen, Baumzweigen, Kohleschaufeln, Teppichklopfern, Rohrstöcken oder bloßen Händen usw. Der Zeitpunkt ist oft unvorhersehbar. Wenn der <em>&#8220;Elternteil schlecht drauf war&#8221;</em>, wenn <em>&#8220;man nicht schnell genug weg war&#8221;</em> oder regelmäßig am Samstagabend als gefürchtetes Wochenendritual.</p>
<p>Ich frage auch immer nach, bis zu welchem Lebensalter geschlagen wurde und wie es aufhörte. Dabei erfahre ich, dass es meist in der Pubertät aufhört, bei manchen aber auch erst mit achtzehn, neunzehn Jahren, als sie sich entschlossen, auszuziehen. Manchmal hört der Elternteil von selbst auf, zuweilen auch nur durch die handfeste Drohung des Jugendlichen. Meist werden Jungen, speziell die ältesten, am meisten geschlagen, aber auch viele Mädchen.</p>
<h2>Wie gehen Erwachsene mit der Erinnerung an Schläge in ihrer Kindheit um?</h2>
<p>Eine häufige Form ist <span id="more-319"></span>die <strong>Bagatellisierung</strong>.<br />
Zumeist erkennbar an der Schlussfolgerung <em>&#8220;Das hat mir aber nicht geschadet!&#8221;</em><br />
Ich verstehe diesen Satz immer als den Versuch, den Konflikt zu lösen zwischen dem guten Bild, das man von den Eltern hat und den Szenen, wo man geschlagen wurde.</p>
<p>Häufig ist auch die <strong>Verdrängung</strong>.<br />
Immer wieder berichten mir Menschen, dass sie an die ersten acht oder zehn Jahre ihrer Kindheit keinerlei Erinnerung haben. Kein Bild, kein Gefühl, nichts. Erst im Rahmen der gemeinsamen Arbeit kommt manchmal ein Stück schmerzlicher Erinnerung wieder zurück.</p>
<h2>Welche Folgen haben nun Schläge in der Kindheit auf einen Erwachsenen?</h2>
<p>Die Folgen sind mannigfach. Ich will hier nur einige der Konsequenzen und Entscheidungen nennen, die mir bei meiner Arbeit mit Menschen begegnet sind.</p>
<ul>
<li><strong>Angst und Vertrauensverlust in Beziehungen.</strong><br />
Als Kind geschlagen zu werden, ist immer eine Situation, wo das Kind unbewusst Entscheidungen trifft. Wo es auf schmerzhafte Weise lernt, wie es in Beziehungen zugeht. Dass es um Macht geht. Dass man dem anderen, dem man vertraut hat, nicht trauen kann. Dass gleich wieder etwas passieren kann. <span class="text_zitatdkultur">Mögliche Folgen sind auch Gefühle des Ausgeliefertseins, der Hilflosigkeit, des Verlassenseins, das man als Erwachsener immer wieder erlebt.<br />
</span></li>
<li><strong>Beschränkte Konfliktlösungsmöglichkeiten.</strong><br />
Wer geschlagen wird, fühlt sich hilflos und gedemütigt. Um damit in Zukunft umzugehen, gibt es nur wenige Strategien. Die eine ist, sich zu unterwerfen &#8211; und den vermeintlich Stärkeren heimlich zu verachten. Die andere ist, sich zu schwören, dass einem so etwas &#8220;später im Leben&#8221; nie wieder passieren wird. Und zwar indem man selbst stark wird.</li>
<li><strong>Probleme in der Identitätsentwicklung.</strong><br />
In Seminaren treffe ich hin und wieder auf ganz sanfte Männer, die  verständnis- und rücksichtsvoll sind, nie laut werden. Einerseits angenehme Personen, aber auch ein großes Stück aggressionsgehemmt. Oft fühlen diese Menschen selbst, dass ihnen eine größere Portion Männlichkeit fehlt. Wenn man dann in der Biographie forscht, was der Grund dafür sein könnte, graben wir zuweilen gemeinsam heftige Prügelerfahrungen aus. Frage ich, wie das &#8220;Nicht-Mann-Sein&#8221; und diese Erinnerungen zusammenhängen, hört man manchmal den einleuchtenden Satz: <em>&#8220;Nur Männer schlagen!&#8221; </em>Oder: <em>&#8220;Ich wollte nie so werden wie mein Vater!&#8221;<br />
</em></li>
<li><strong>Selbstwertprobleme.</strong><br />
Wer geschlagen wird, erlebt, dass dem anderen seine Gefühle, Überzeugungen oder Regeln wichtiger sind als die eigene Person. Als Kind kann man noch schlecht unterscheiden zwischen sich und dem anderen. Kann zum Beispiel schwer erkennen, dass Eltern zuweilen überfordert sind (was kein Freispruch für Schlagen ist). Meist sucht das Kind dann nach einem Grund für die Züchtigung. Vor allem, wenn der schlagende Elternteil sich nicht entschuldigt und die Verantwortung für sein Ausrasten dem Kind zuschiebt, sucht man als Kind die Schuld bei sich selbst. Weil man zu frech war oder Widerworte gab. Weil man schlecht in der Schule ist. Weil man überhaupt auf der Welt ist.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 198px"><a href="http://persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/frau_verbirgt_gesicht_sall_photocase45sqbpyjwjad.jpg"><img style="margin: 5px;" src="http://persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/frau_verbirgt_gesicht_sall_photocase45sqbpyjwjad.jpg" alt="frau verbirgt gesicht sall photocase45sqbpyjwjad Welche Folgen hat es, als Kind geschlagen worden zu sein?" width="188" height="188" title="Welche Folgen hat es, als Kind geschlagen worden zu sein?" /></a><p class="wp-caption-text">Wer geschlagen wird, lernt frühe Lektionen über seinen Wert.</p></div></li>
<li><strong>Abgrenzungsprobleme</strong>.<br />
Wer als Kind geschlagen wird, erlebt eine massive Grenzverletzung. Und hat in der Folge oft Probleme, sich als Erwachsener angemessen abzugrenzen. Also Nein zu sagen, es anderen nicht immer recht zu machen, auch mal andere zu enttäuschen etc. Auch eigene Grenzen zu spüren, zu respektieren und flexibel damit umzugehen, kann schwierig sein.</li>
<li><strong>Probleme mit eigenen Kindern</strong>.<br />
Wer Gewalt als Mittel der Erziehung erlebt hat, spürt manchmal die Tendenz, sich auch so zu verhalten. Diese Gefahr ist umso größer, je weniger man sich mit dem eigenen Geschlagenwerden und den dabei erlebten Gefühlen auseinandergesetzt hat. Manche streichen ihren Wunsch nach eigenen Kindern auch ganz, aus Angst, sich in schwierigen Situationen nicht im Griff zu haben und ebenso zum Schläger zu werden.</li>
<li><strong>Unkontrollierbare Aggressivität.</strong><br />
Als geschlagenes Kind erlebt man enorme Wut und Zorn, doch müssen diese heftigen Affekte unterdrückt und verdrängt werden. Doch unterdrückte Gefühle verschwinden nicht. Oft bahnen sie sich einen Weg in zerstörerischen Aktionen gegen andere (Kriminalität) oder gegen sich selbst (Autoaggression, Suizid, Drogenmissbrauch).</li>
</ul>
<h2>Was kann man tun?</h2>
<p>Darauf gibt es keine schnelle Antwort. Aber allgemein kann ich sagen, dass das Bewusstmachen des Erlebten &#8211; im Gegensatz zum Verdrängen oder Bagatellisieren &#8211; ein erster wichtiger Schritt ist. Schon allein damit kommt man ein Stück aus der &#8220;Kindheits-Trance&#8221; heraus, da man den eigenen erlebten Schmerz zum ersten Mal wichtiger nimmt als das Motiv der Eltern oder die heilige Fassade des <em>&#8220;Was sollen denn die anderen Leute denken?&#8221;</em></p>
<p><div id="attachment_645" class="wp-caption alignright" style="width: 266px"><a href="http://persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/schlagerei-small_photocase4wrvfvpz44fd1.jpg"><img class="size-medium wp-image-645" style="margin: 5px;" title="schlagerei-small_photocase4wrvfvpz44fd1" src="http://persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/schlagerei-small_photocase4wrvfvpz44fd1.jpg" alt="schlagerei small photocase4wrvfvpz44fd1 Welche Folgen hat es, als Kind geschlagen worden zu sein?" width="256" height="171" /></a><p class="wp-caption-text">Wenn man früh Opfer von Schlägen ist, trifft man Entscheidungen für das ganze Leben.</p></div>
<p>In weiteren Schritten kann man sich mit den schmerzlichen Erlebnissen auseinandersetzen. In einzelnen Fällen ist es möglich, mit den realen Eltern ein klärendes Gespräch zu führen. Auch Eltern lernen manchmal dazu und können spät im Leben etwas bereuen oder falsch finden, das sie jahrzehntelang eisern verteidigten. Aber oft trifft man auch auf erneutes Unverständnis und eine Wand der Ignoranz <em>(&#8220;Das bildest Du Dir doch alles ein!&#8221;)</em></p>
<p>Manchmal ist auch professionelle Hilfe nützlich,um in dem inneren Gespinst von Erinnerungen, Verdrängungsimpulsen und Verwirrung einen gangbaren Weg für sich zu finden. Letztlich aktiv zu werden im Sinne eines &#8220;Gut-für-Sich-Sorgens&#8221; ist auf jeden Fall besser als weiter im Leben in der Opferposition des geschlagenen Kindes zu verharren.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-217" title="Podcasts von Roland Kopp-Wichmann" src="http://www.vorsicht-persoenlichkeitsentwicklung.de/wp-content/uploading//podcastman.jpg" alt="Podcasts von Roland Kopp-Wichmann" width="65" height="65" /> Diesen Beitrag können Sie sich hier als Podcast anhören:<br />
[Audio-Datei]</p>
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<p style="text-align: right;">Fotos: <small> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank"></a></small><small><br />
<a href="http://www.photocase.com" target="_blank">photocase.com</a>:<br />
jeecis, rotwild und ana.knipsolina</small></p>
<p style="text-align: right;">
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		</item>
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		<title>Gehirnjogging, Sudoku oder Gingko-Tropfen: Wie bleibt Ihr Gehirn jung?</title>
		<link>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/247/gehirnjogging-sudoku-oder-gingko-tropfen-wie-bleibt-ihr-gehirn-jung</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Aug 2008 06:27:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Paarbeziehung]]></category>

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		<description><![CDATA[Geheimrezepte, um möglichst lange alt und rüstig zu bleiben, gibt es nicht allzu viele. Regelmäßig liest man in Interviews mit Hundertjährigen, dass sie entweder dauernd Knoblauch zu sich nehmen, meist lange gearbeitet haben und täglich ihr Glas Rotwein (Whisky oder Portwein) zu sich nehmen. Noch nie habe ich jedoch gelesen, dass ein Hundertjähriger im Interview [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/49503002894@N01/64242903/" target="_blank"><img style="margin: 5px; float: left;" src="http://farm1.static.flickr.com/24/64242903_4bc8c328b3_m.jpg" border="0" alt="64242903 4bc8c328b3 m Gehirnjogging, Sudoku oder Gingko Tropfen: Wie bleibt Ihr Gehirn jung?" width="240" height="183" title="Gehirnjogging, Sudoku oder Gingko Tropfen: Wie bleibt Ihr Gehirn jung?" /></a>Geheimrezepte, um möglichst lange alt und rüstig zu bleiben, gibt es nicht allzu viele. Regelmäßig liest man in Interviews mit Hundertjährigen, dass sie entweder dauernd Knoblauch zu sich nehmen, meist lange gearbeitet haben und täglich ihr Glas Rotwein (Whisky oder Portwein) zu sich nehmen. Noch nie habe ich jedoch gelesen, dass ein Hundertjähriger im Interview sein langes Leben auf sein regelmäßiges Joggen zurückführte -;).</p>
<p>Statistisch erwiesen ist jedoch, dass Verheiratete länger leben als Singles. Es stimmt also nicht das zynische Bonmot von älter werdenden Singles, dass Verheirateten das Leben nur länger vorkomme.</p>
<p><strong>Ein Grund könnte in der regelmäßigeren Kommunikation mit dem angegrauten &#8211; nein angetrauten &#8211; Menschen liegen.</strong> Das legt zumindest  eine neue Studie der University of Michigan nahe. Die Forschergruppe um Oscar Ybarra untersuchte, ob sozialer Kontakt auch die intellektuelle Leistungsfähigkeit verbessert:</p>
<p class="bodytext">Dazu wurden Versuchspersonen in drei Gruppen aufgeteilt:<span id="more-247"></span></p>
<ol>
<li>Hier sollten die Teilnehmer zehn Minuten lang miteinander diskutieren.</li>
<li>Hier musste jeder ein zehnminütiges Gehirnjogging mit Kreuzworträtseln und anderen Aufgaben, absolvieren.</li>
<li>Hier durfte man für zehn Minuten ein Video anschauen.</li>
</ol>
<p>Danach wurde allen drei Gruppen derselbe Test für intellektuelle Leistungsfähigkeit vorgelegt.</p>
<p>Was meinen Sie? Gab es Unterschiede in den drei Gruppen. Denn egal ob Diskussion, Kreuzworträtsel oder Video &#8211; das Gehirn ist jedes Mal daran aktiv beteiligt.</p>
<p class="bodytext">Doch das Ergebnis bestätigte die Hypothe der Forscher: die erste und zweite Gruppe waren im Leistungstest gleich gut und beide Gruppen waren deutlich besser als die &#8220;Video-Gruppe. Sozialer Kontakt hat also eine ähnliche Wirkung auf unsere Denvermögen wie Gehirnjogging. Wahrscheinlich deshalb, weil sozialer Kontakt unser Gehirn ganz schön beansprucht. <strong></strong>Denn bei einem Gespräch mit mehreren hören wir nicht nur zu, sondern beobachten unser Gegenüber, seine Mimik und Gestik interpretieren, denken nach wägen die Aussagen der anderen gegen unsere eigenen ab usw.</p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.flickr.com/photos/54515939@N00/898258521/" target="_blank"><img style="margin: 5px; float: left;" src="http://farm2.static.flickr.com/1289/898258521_05acf0bf43_m.jpg" border="0" alt="898258521 05acf0bf43 m Gehirnjogging, Sudoku oder Gingko Tropfen: Wie bleibt Ihr Gehirn jung?" width="207" height="276" title="Gehirnjogging, Sudoku oder Gingko Tropfen: Wie bleibt Ihr Gehirn jung?" /></a><strong>Allerdings gilt dies nur für den Kontakt von Angesicht zu Angesicht.</strong> Nach Ansicht der Autoren trainiert sozialer Kontakt über das Internet unser Gehirn sehr viel weniger, da die Kommunikation langsamer verläuft und wir nur Worte lesen und schreiben, Mimik und Gestik jedoch wegfallen. Demnach halten Emails, Messenger-Services und Co. also unser Gehirn weniger fit als der direkte Austausch mit anderen.</p>
<p class="bodytext">Doch halt, wenn Sie jetzt sagen: &#8220;Prima, ich kommuniziere den ganzen Tag, per Telefon und Handy, schreibe Mails, abends chatte ich noch.&#8221; Gemäß den Forschern aus USA gilt der obige Effekt nur für reale Gespräche von Angesicht zu Angesicht. Die anderen Kommunikationsformen sind ja eingeschränkter, man sieht den anderen nicht oder der Kontakt verläuft insgesamt langsamer. Da ist unser Gehirn weniger gefordert.</p>
<p class="bodytext">Mit anderen Worten: klappen Sie jetzt Ihren Laptop zu und sprechen Sie mit einem realen Menschen. Oder blicken Sie wenigstens ab und zu vom Monitor auf &#8211; und sprechen mit jemanden. Oder trinken Sie wenigstens ein Gläschen Portwein.</p>
<h2>Mich interessiert Ihre Meinung.</h2>
<h2>Tun Sie etwas, um sich geistig fit zu halten?</h2>
<h2>Wenn ja, verraten Sie mir hier Ihren Tipp?</h2>
<p style="text-align: left;"><em>PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefiel …<span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_4038.html';"><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_3249.html';">… dann empfehlen Sie ihn doch weiter.<br />
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<p style="text-align: left;"><em><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_4038.html';"><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_3249.html';"><strong>Danke für Ihr Interesse.</strong></span></span></em></p>
<p class="bodytext">
<p style="text-align: right;">Foto:<small><a title="creative commons" href="http://www.photodropper.com/creative-commons/" target="_blank"><img src="http://persoenlichkeits-blog.de/wp-content/plugins/photo_dropper//images/cc.png" border="0" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" title="Gehirnjogging, Sudoku oder Gingko Tropfen: Wie bleibt Ihr Gehirn jung?" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: kk+</small><br />
<small><a title="creative commons" href="http://www.photodropper.com/creative-commons/" target="_blank"><img src="http://persoenlichkeits-blog.de/wp-content/plugins/photo_dropper//images/cc.png" border="0" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" title="Gehirnjogging, Sudoku oder Gingko Tropfen: Wie bleibt Ihr Gehirn jung?" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="oceanoaloha" href="http://www.flickr.com/people/oceanoaloha/" target="_blank">oceanoaloha</a></small></p>
<p style="text-align: right;">Studie gefunden bei:<a class="alignright" href="http://www.forschung-erleben.uni-mannheim.de/index.php?id=24&amp;tx_ttnews[pointer]=5&amp;tx_ttnews[tt_news]=41&amp;tx_ttnews[backPid]=26&amp;cHash=5ae6e52115" target="_blank">Forschung erleben</a></p>
<p style="text-align: right;">
<h2 style="text-align: center;">Ich will mehr dazu lesen:</h2>
<p style="text-align: left;">
<hr /><small>Copyright &copy; 2008<br /> Dieser Feed ist nur für den persönlichen, nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt.<br /> Das Nutzen dieses Feed auf anderen Websites oder Blogs verletzt das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt nicht in Ihrem Newsreader enthalten ist, verletzt das Ansehen des Inhalts Urheberrechte. (Digital Fingerprint:<br /> )</small><div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="box_count" share_url="http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/247/gehirnjogging-sudoku-oder-gingko-tropfen-wie-bleibt-ihr-gehirn-jung"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum M&#228;dchen niemals denken sollten, sie w&#228;ren f&#252;r Mathematik unbegabt.</title>
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		<pubDate>Sun, 25 May 2008 15:15:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensdrehbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbewusstsein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ihre eigenen Gedanken können einen großen Einfluß auf das Ergebnis Ihres Verhaltens haben. Dieses Phänomen ist als Pygmalion-Effekt bekannt und spielt auch bei der selbsterfüllenden Prophezeiung eine Rolle. Wenn Sie an eine schwierige Aufgabe mit der Einstellung herangehen &#8220;Ui, das schaffe ich bestimmt nicht!&#8221; ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie bei den ersten auftretenden Problemen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="fotolia_6732654_xs.jpg" href="http://de.fotolia.com/id/6732654"><img style="margin: 5px; float: left" src="http://persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/fotolia_6732654_xs.jpg" alt="fotolia 6732654 xs Warum M&#228;dchen niemals denken sollten, sie w&#228;ren f&#252;r Mathematik unbegabt." width="176" height="236" title="Warum M&#228;dchen niemals denken sollten, sie w&#228;ren f&#252;r Mathematik unbegabt." /></a>Ihre eigenen Gedanken können einen großen Einfluß auf das Ergebnis Ihres Verhaltens haben. Dieses Phänomen ist als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pygmalioneffekt">Pygmalion-Effekt</a> bekannt und spielt auch bei der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Selbsterf%C3%BCllende_Prophezeiung">selbsterfüllenden Prophezeiung</a> eine Rolle.</p>
<p>Wenn Sie an eine schwierige Aufgabe mit der Einstellung herangehen<em> &#8220;Ui, das schaffe ich  bestimmt nicht!&#8221;</em> ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie  bei den ersten auftretenden Problemen dazu tendieren aufzugeben. Meist mit den Worten &#8220;Hab ich gleich gewusst&#8221;.</p>
<p>Geht jemand an dieselbe Aufgabe mit einer optimistischen Haltung <em>&#8220;Vielleicht ist es schwierig, aber ich gebe mein Bestes!&#8221;</em> werden die ersten Probleme nicht gleich zu unüberwindlichen Hindernissen, die &#8220;beweisen&#8221;, dass man es doch nicht kann, sondern können eher als Herausforderung aufgefasst werden.</p>
<p><strong>Ein Beispiel: Viele Frauen denken, dass sie mathematisch unbegabt seien.</strong> (Viele Männer denken das natürlich auch &#8211; über Frauen). Aber stimmt das jetzt &#8211; oder ist es nur ein weitverbreitetes Vorurteil?</p>
<p>Mit Hilfe der Neurobiologie und einem raffinierten <a href="http://www.dartmouth.edu/~sbs/negconseq.pdf"><strong>Experiment </strong></a>konnten amerikanische Wissenschaftler jetzt zeigen, dass es vor allem das Vorurteil ist, das zu schlechteren Rechenleistungen führt!<span id="more-202"></span></p>
<p>Eine Gruppe Frauen wurden vor einem Rechentest mit der &#8220;Tatsache&#8221; konfrontiert, dass Frauen in Mathematik weniger begabt seien als Männer. Der Kontrollgruppe gab man nur neutrale Anweisungen. Während des Rechentests lagen die Probandinnen in einem Gehirnscanner, so dass man genau beobachten konnte, welche Gehirnregionen beim Aufgabenlösen aktiviert wurden.</p>
<p>Erwartungsgemäß waren bei der neutralen Gruppe Gehirnregionen (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gyrus_angularis">Gyrus angularis</a>) aktiv, die für mathematisches Lernen zuständig sind. Bei den Frauen, denen zuvor weibliche Unbegabtheit für Mathematik verkündet worden war, sah das Gehirnbild ganz anders aus. Hier waren vor allem Gehirnareale (ventraler anteriorer cingulärer Kortex vACC) aktiv, die von Zahlen nichts verstehen. Dieses Gebiet ist für die Verarbeitung sozialer und emotionaler Informationen spezialisiert ist und wird aktiv, wenn wir uns sozial zurückgesetzt fühlen!</p>
<p>Dies gilt nicht nur für Frauen. In einem ähnlichen <a href="http://www.wzb.eu/zkd/aki/files/aki_forschungsbilanz_5.pdf">Experiment </a> zeigte manMännern mit weißer Hautfarbe, die sich vor einem Mathetest als sehr gut einschätzten,  Zeitungsartikel, nach denen asiatische Männern viel besser rechnen könnten. Und plötzlich waren auch diese Männer so verunsichert und in ihrer Rechenfähigkeit beeinträchtigt, dass sie bei den anschließenden Rechenaufgaben dramatisch schlechtere Werte zeigten.</p>
<p>Da in unserem täglichen Verhalten ja laufend Bewertungsprozesse und Entscheidungen ablaufen, haben diese Ergebnisse eine enorme Tragweite. Denn sie stellen ja eine bewährte Ursache-Wirkung-Kausalkette auf den Kopf. <strong>Jemand rechnet schlechter, nicht weil er es nicht kann, sondern er kann es nicht, weil er denkt, dass er es nicht kann.</strong></p>
<p>Buddha sagte dazu vor 2.500 Jahren:<br />
<small><a title="creative commons" href="http://www.photodropper.com/creative-commons/" target="_blank"><br />
</a><a title="mattlogelin" href="http://www.flickr.com/people/mattlogelin/" target="_blank"></a></small></p>
<blockquote><p>Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Deine Worte.<br />
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Handlungen.<br />
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.<br />
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.<br />
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.</p></blockquote>
<h2>Was kann das jetzt konkret für Ihren Alltag bedeuten?</h2>
<ul>
<li><strong>Als Führungskraft:</strong><br />
im Umgang mit Ihren Mitarbeitern &#8211; und mit sich selbst.<br />
Gerade hier spielt die geschlechtsspezifische Brille eine große Rolle. Bei einem Mann wird massives Auftreten gern als Durchsetzungsstärke gesehen, dasselbe Verhalten bei einer Frau schnell als Zickigkeit. Eine einfühlsame Gesprächsführung wird bei einer Frau leichter anerkannt, einem Mann kann ein ähnliches Verhalten nachteilig als &#8220;Psychogesäusel&#8221; ausgelegt werden.</li>
<li><strong>Als  Lehrer, Erzieherin oder  Elternteil</strong><br />
da es nicht möglich ist, zu erkennen, wie die Realität ist, machen wir uns &#8220;innere Bilder&#8221;. Doch allzuschnell halten wir das Bild, das wir uns von einem Menschen gemacht haben für die Wirklichkeit.<br />
Ob ein Junge temperamentvoll, aufgeweckt oder spontan gesehen wird oder eher nervig, unruhig oder störend empfunden wird, hat viel mit den kulturellen Landkarten (dem jeweiligen Kontext) und der eigenen Persönlichkeit zu tun.</li>
<li><strong>Als Bürger</strong><br />
Nachdem sich in fast allen Ländern durch die Globalisierung die früher mehr abgegrenzten Völker mehr mischen, stellt das für jeden Einzelnen hohe Anforderungen an seine Bereitschaft, etwas &#8220;Fremdes&#8221; zu tolerieren. Diese kontrastiert jedoch mit unserem genetischen Erbe, dem &#8220;Fremden&#8221; erst einmal mit Vorsicht zu begegnen.</li>
<li><strong>Als Partner</strong><br />
Also wahrscheinlich sind Männer und Frauen ziemlich verschieden. Doch ob Frauen jetzt wirklich schlechter einparken können, weil sie angeblich weniger schlechter räumlich denken können. Und ob Männer jetzt wirklich schlechter zuhören, weil wir halt eher Macher sind. Nach dieser Untersuchungen kommen mir immer mehr Zweifel.</p>
<h2><a href="http://www.flickr.com/photos/19365670@N04/2289053683/" target="_blank"><img class="alignright" style="border: 0pt none; margin: 6px; float: right;" src="http://farm4.static.flickr.com/3110/2289053683_900665ab03_m.jpg" border="0" alt="2289053683 900665ab03 m Warum M&#228;dchen niemals denken sollten, sie w&#228;ren f&#252;r Mathematik unbegabt." width="125" height="188" title="Warum M&#228;dchen niemals denken sollten, sie w&#228;ren f&#252;r Mathematik unbegabt." /></a></h2>
</li>
</ul>
<h2>Was meinen Sie dazu?</h2>
<p>Wo haben Sie erlebt, dass man Ihnen sagte, dass Sie etwas nicht könnten &#8211; und es hat nicht gestimmt?<br />
Was wollen Sie tun, trauen es  sich selbst aber bisher nicht zu, weil hinderliche Gedanken dazwischen kommen?</p>
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<p><em><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_4038.html';"><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_3249.html';"><strong>Danke für Ihr Interesse.</strong></span></span></em></p>
<p style="text-align: right;"><small>Quelle: Psychologie heute Mai 2008<br />
Fotos: © Hannes Eichinger &#8211; Fotolia.com<br />
<a title="creative commons" href="http://www.photodropper.com/creative-commons/" target="_blank"><img src="http://persoenlichkeits-blog.de/wp-content/plugins/photo_dropper//images/cc.png" border="0" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" title="Warum M&#228;dchen niemals denken sollten, sie w&#228;ren f&#252;r Mathematik unbegabt." /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> </small><small><a title="Burning Image" href="http://www.flickr.com/people/Burning Image/" target="_blank">Burning Image</a></small></p>
<h2 style="text-align: center;">Ich will mehr dazu lesen:</h2>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008<br /> Dieser Feed ist nur für den persönlichen, nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt.<br /> Das Nutzen dieses Feed auf anderen Websites oder Blogs verletzt das Urheberrecht. Wenn dieser Inhalt nicht in Ihrem Newsreader enthalten ist, verletzt das Ansehen des Inhalts Urheberrechte. (Digital Fingerprint:<br /> )</small><div align="right" style="float:right;padding:5px 0xp 0px 5px;"><a name="fb_share" type="box_count" share_url="http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/202/warum-maedchen-niemals-denken-sollten-sie-waeren-fuer-mathematik-unbegabt"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Bilder in Ihrem Gehirn entscheiden, was f&#252;r ein Leben Sie f&#252;hren.</title>
		<link>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/198/die-bilder-in-ihrem-gehirn-entscheiden-was-fuer-ein-leben-sie-fuehren</link>
		<comments>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/198/die-bilder-in-ihrem-gehirn-entscheiden-was-fuer-ein-leben-sie-fuehren#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 May 2008 18:03:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://persoenlichkeits-blog.de/article/436/die-bilder-in-ihrem-gehirn-entscheiden-was-fuer-ein-leben-sie-fuehren</guid>
		<description><![CDATA[In diesem Blog geht es immer wieder darum, dass wir die Welt nicht direkt erkennen können. Statt dessen machen wir uns Bilder von dem, was wir in der Welt wahrnehmen. Anders ausgedrückt: Sie nehmen die Welt nicht passiv wahr wie eine Photokamera, die das abbildet, was vor der Linse ist. Sondern wir nehmen aktiv wahr. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/85819182@N00/392947747/" target="_blank"><img style="margin: 5px; float: left" src="http://farm1.static.flickr.com/184/392947747_45835bdb33_m.jpg" border="0" alt="392947747 45835bdb33 m Die Bilder in Ihrem Gehirn entscheiden, was f&#252;r ein Leben Sie f&#252;hren." width="262" height="199" title="Die Bilder in Ihrem Gehirn entscheiden, was f&#252;r ein Leben Sie f&#252;hren." /> </a>In diesem Blog geht es immer wieder darum, dass wir die Welt nicht direkt erkennen können. Statt dessen machen wir uns Bilder von dem, was wir in der Welt wahrnehmen. Anders ausgedrückt: Sie nehmen die Welt nicht passiv wahr wie eine Photokamera, die das abbildet, was vor der Linse ist. Sondern wir nehmen aktiv wahr. Wir konstruieren unsere Realität.</p>
<p>In seinem Vortrag auf dem <a href="http://persoenlichkeits-blog.de/article/435/was-sie-ueber-erkenntnisse-der-neurobiologie-unbedingt-wissen-sollten"><strong>Symposium</strong></a>, das ich vor zwei Wochen besuchte, sprach Prof. Gerald Hüther über diese &#8220;Macht der inneren Bilder&#8221;. Ein wichtiger Meilenstein dabei war die  Entdeckung der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelneuronen"><strong>Spiegelneuronen</strong></a>, die eher zufällig erfolgte. Per EEG untersuchte man die Gehirnaktivität eines Affen, der gerade eine Banane schälte, und filmte ihn dabei. Ein zweiter Versuchsaffe war auch schon mit dem EEG verbunden und sah zufällig das Video des ersten Affen, auf dem dieser seine Banane schälte. Ein Wissenschaftler schaute &#8220;zufällig&#8221; auf die EEG-Ableitung des zweiten Affen und war völlig überrascht, als er bei diesem dieselbe Gehirnaktivität feststellen konnte.</p>
<p>Das heißt: für das Gehirn ist es fast das Gleiche, ob wir eine Handlung ausführen oder jemanden dabei beobachten bzw. uns diese Handlung vorstellen. Diese Eigenschaft der Spiegelneuronen hat nun weitreichende Konsequenzen:<span id="more-198"></span></p>
<ul>
<li><strong>Sie ermöglichen uns Empathie.<br />
</strong>Sie sehen im Fernsehen hungernde Kinder in Afrika oder eine Frau aus Birma, die ihre gesamte Familie durch den Wirbelsturm verloren hat. Oder Ihre Tochter hat Liebeskummer. Oder Ihr Partner berichtet über seinen Ärger im Büro. Jedes Mal, wenn Ihnen das Schicksal eines anderen Menschen nahegeht oder Sie auch nachfühlen können, was dieser empfindet, sind Ihre Spiegelneuronen aktiviert. Sie können die Gefühle des anderen nur nachfühlen, weil in Ihrem Gehirn diesselbe Areale in diesem Moment aktiviert werden.</li>
<li><strong>Sie ermöglichen uns, unser Verhalten zu formen.<br />
</strong>Fast alle erfolgreichen Sportler arbeiten mit &#8220;mentalem Training&#8221;. Der Skispringer stellt sich im Geist vor, wie er im Moment des Absprungs vom Schanzentisch sich nach vorne wirft. Ein Golfspieler visualisiert die Körperbewegung beim Schlag sowie die Flugbahn des Balls. Der Tennisspieler verinnerlicht viele Male den komplizierten Bewegungsablauf beim Aufschlag, um es sich besser einzuprägen und zu optimieren.</li>
</ul>
<p>In derselben Weise ist es möglich, eigene Verhaltensweisen zu verändern. In der Verhaltenstherapie üben Klienten, ihre Ängste (vor Aufzügen, vor Hunden, vor Spinnen etc.) durch Entspannung und ein sicheres Auftreten in der Phantasie zu überwinden. Ein Autor prüft im Geist, wie stimmig ein möglicher Handlungsverlauf ist. Ein Architekt visualisiert im frühen Entwurfsstadium bestimmte Alternativen.</p>
<p>Fasst man diese Erkenntnisse zusammen, wird deutlich, <strong>warum Ziele in unserem Leben so wichtig sind</strong>. Sie wirken wie unbewusste Programmierungen, die auf unser Denken und Verhalten enormen Einfluss haben.</p>
<p>Aber auch Ihr <strong>Selbstbild </strong>- also Ihre inneren Bilder, wie Sie sich sehen &#8211; bestimmt, was Sie sich zutrauen und was nicht. Angenommen, Sie haben von isch das Bild, dass Sie wenig Ausdauer haben (weil Sie das in Ihrem Leben öfters gehört oder sich selbst gesagt haben), dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie bei einer anstrengenden Tätigkeit (Joggen, Wohnung aufräumen, Steuererklärung machen) schnell aufgeben, weil es Ihnen Ihr Selbstbild nahelegt.</p>
<p>Dasselbe kann man bei Komplimenten erleben. Wenn Sie jemandem  gegenüber eine anerkennende Bemerkung machen (&#8220;Du siehst gut aus!&#8221; oder &#8220;Das hast du gut gemacht!&#8221;) kommt es auf das Selbstbild des Betreffenden an. Steht es im Gegensatz zu der gehörten Bemerkung, hört man oft eine skeptische Antwort: &#8220;Ja, meinst du wirklich?&#8221; oder &#8220;Ach, das war doch nichts Besonderes.&#8221;</p>
<h2><strong>Wie erkennt man nun wichtige innere Bilder bei sich?</strong></h2>
<p>Dazu habe ich einen kleinen Fragebogen konzipiert, der in ähnlicher Art in Wochenzeitungen oder Magazinen bekannten Persönlichkeiten vorgelegt wird. Doch bei diesem Fragebogen geht es nicht darum, originelle Anworten zu geben. Sondern mehr darum, dass Sie sich selbst über bestimmte &#8220;Bilder&#8221; in Ihrem Gehirn bewusster werden können.</p>
<p><strong>Fragebogen: ICH UND MEINE INNEREN BILDER</strong></p>
<p>Lesen Sie einfach die folgenden zwölf Fragen und beobachten Sie möglichst achtsam, welche inneren Bilder dazu bei Ihnen auftauchen.</p>
<ol>
<li>Nie mehr verzichten möchte ich auf &#8230;, weil &#8230; <a href="http://www.flickr.com/photos/35423169@N00/1539196306/" target="_blank"><img style="margin: 5px; float: right" src="http://farm3.static.flickr.com/2314/1539196306_36d3043e41_m.jpg" alt="1539196306 36d3043e41 m Die Bilder in Ihrem Gehirn entscheiden, was f&#252;r ein Leben Sie f&#252;hren."  title="Die Bilder in Ihrem Gehirn entscheiden, was f&#252;r ein Leben Sie f&#252;hren." /></a><br />
<small><a title="SuperFantastic" href="http://www.flickr.com/people/SuperFantastic/" target="_blank"></a></small></li>
<li>Als junger Mensch wollte ich &#8230; weil ich dachte &#8230;</li>
<li>Auf mein Leben schauend bin ich am meisten stolz darauf &#8230; denn dadurch &#8230;</li>
<li>Mit 5 Millionen Euro würde ich &#8230; und verspreche mir davon &#8230;</li>
<li>Die wichtigste Erfindung der letzten zwanzig Jahre war für mich &#8230;<br />
denn erst dadurch konnte ich &#8230;</li>
<li>Am meisten in meinem Leben bereue ich &#8230; weil ich glaube &#8230;</li>
<li>Ich hätte nie gedacht, dass ich &#8230;</li>
<li>In meinem Leben ist zuviel &#8230; und zuwenig &#8230;</li>
<li>Meine größte Angst ist &#8230; weil ich</li>
<li>In meinem Job bin ich gut, weil ich &#8230;</li>
<li>Liebenswert bin  ich vor allem weil ich &#8230;</li>
<li>Im nächsten halben Jahr werde ich &#8230;</li>
</ol>
<p><strong>Kopieren Sie sich die Fragen aus diesem Artikel und fügen Sie sie in Ihr Schreibprogramm (WORD o.ä.) ein und beantworten Sie die Fragen schriftlich. Die Schriftform ist wichtig, weil Sie da genauer formulieren werden.</strong></p>
<p><strong>Überlegen Sie bei jeder Frage auch, warum Sie sie so beantworten und schreiben Sie den Grund zu Ihrer Antwort.</strong></p>
<p>Wenn Sie mutig sind <em>(schließlich heißt dieses Blog &#8220;Vorsicht: Persönlichkeitsentwicklung!&#8221;)</em> können Sie die kopierten Fragen und Ihre Antworten auch hier als Kommentar schreiben. Das würde mich &#8211; und natürlich andere Leser &#8211; interessieren.</p>
<p><strong>Und was hat das jetzt mit &#8220;inneren Bildern&#8221; zu tun?</strong></p>
<p>Nun, was wir im Leben anstreben oder zu vermeiden suchen, hat natürlich mit Erfahrungen zu tun, die wir selbst gemacht haben oder bei anderen beobachtet haben. Diese Erfahrungen sind als innere Repräsentationen abgespeichert. Sie wirken auf unser inneres <a href="http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2007/0911/004_schoen.jsp"><strong>Belohnungszentrum </strong></a>im Gehirn, dann versuchen wir, sie zu erreichen. Oder sie wirken auf unser &#8220;Bestrafungszentrum&#8221;, dann haben wir damit Schmerz oder Unlust verknüpft und versuchen, diese Erfahrungen tunlichst zu vermeiden.</p>
<p><strong>PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefiel …<span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_4038.html';"><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_3249.html';">… dann empfehlen Sie ihn doch weiter.<br />
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<p><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_4038.html';"><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_3249.html';"><strong>Danke für Ihr Interesse.</strong></span></span></p>
<p align="right">
<p style="text-align: right;">Fotos:<small><a title="creative commons" href="http://www.photodropper.com/creative-commons/" target="_blank"><img src="http://persoenlichkeits-blog.de/wp-content/plugins/photo_dropper//images/cc.png" border="0" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" title="Die Bilder in Ihrem Gehirn entscheiden, was f&#252;r ein Leben Sie f&#252;hren." /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="SuperFantastic" href="http://www.flickr.com/people/SuperFantastic/" target="_blank">Nick Haskins, SuperFantastic</a></small></p>
<h1 style="text-align: center;"><small><a title="Randy Son Of Robert" href="http://www.flickr.com/people/Randy%20Son%20Of%20Robert/" target="_blank"><br />
</a></small></h1>
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