Die häufigsten Beziehungsfehler – Oder auch: Sieben Tipps für eine gute Beziehung.

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155 Die häufigsten Beziehungsfehler   Oder auch: Sieben Tipps für eine gute Beziehung. Zum Bewegen eines Kraftfahrzeugs braucht man ein mehrwöchiges Training mit Abschlussprüfung. Wer Fische angeln will, muss einen Vorbereitungslehrgang von mindestens dreißig Stunden Dauer sowie eine Anglerprüfung absolvieren. Nur zum Führen einer Beziehung braucht es außer einer zeitweise hormonell bedingten Verwirrung keine Bedingungen. Das halte ich für einen groben Fehler und erklärt, warum Menschen zwar lebenslang ein Auto fahren oder eben angeln, wohingegen die Dauer von Beziehungen immer mehr abnimmt. Aus meiner Sicht sollte man schon in der Schule die wirklich wichtigen Kenntnisse des Lebens erwerben (und das sind für die meisten eben nicht die vier östlichen Nebenflüsse des Amazonas).

Diese verfehlte Lehrplanpolitik garantiert Tausenden von Paartherapeuten ihr Auskommen und Millionen von Paaren viel Leid. Deshalb möchte ich aus meiner langjährigen Arbeit mit vielen Paaren folgende Tipps geben:

1. Formulieren Sie Kritik als Wunsch.
Ein harscher Gesprächsbeginn lässt meist den weiteren Verlauf eskalieren. Beschwerden oder Ärgernisse rechtzeitig und angemessen zu äußern, ist wichtig. Doch bringen Sie derlei Themen am besten möglichst sanft ohne Schuldzuweisungen vor.

2. Akzeptieren Sie den Einfluss Ihrer Partnerin.
Dieser Tipp geht an die Männer. Je mehr ein Mann den Einfluss seiner Partnerin akzeptieren kann, umso besser geht es der Beziehung. Doch viele Männer projizieren das Bild der eigenen Mutter auf die Partnerin, einer Mutter, die sich vielleicht in alles einmischte und alles bestimmen wollte. Eine unbewusste Rebellion des “Mannes” ist oft die Folge.
Beispiel: Angenommen die Frau sagt: “Kannst du mir bitte beim Richten des Abendbrots helfen?” und der Mann reagiert mit _“Ich schau jetzt fern, lass mich in Ruhe.” _
Umgekehrt sind Frauen meist gut darin, den Einfluss ihres Partners ernstzunehmen und zu akzeptieren.

3. Sorgen Sie für einen respektvollen Umgang.
Glückliche Paare achten – auch nach vielen Jahren noch – darauf – achtsam und respektvoll miteinander umzugehen. Weigern Sie sich, verletzendes Verhalten des anderen durchgehen zu lassen oder ganz zu tolerieren (“Er/sie ist eben so. Er/sie meint es im Grunde nicht so.”) Je früher in der Beziehung Sie auf eine niedrige Toleranzschwelle gegenüber Kränkungen und Verletzungen achten, umso besser für die Beziehung. Wenn sich respektloses Verhalten erst einmal eingenistet hat, ist dem viel schwerer zu begegnen.

156 Die häufigsten Beziehungsfehler   Oder auch: Sieben Tipps für eine gute Beziehung. 4. Lernen Sie, Rettungsversuche zu machen.
Erfolgreiche Paare wissen, wie man einen Streit nicht so weit eskalieren lässt, dass er außer Kontrolle gerät. Einer der beiden Partner startet einen “Rettungsversuch”:

  • Das kann eine humorvolle Bemerkung sein (am besten über sich selbst).
  • Oder eine verständnisvolle Geste (“Ich verstehe, dass dich das geärgert hat.”)
  • Schaffen Sie im Streit eine gemeinsame Basis.* _(“Das ist wirklich unser Problem.”) anstatt Schuldzuweisungen (“Das ist ganz allein dein Problem!”)
  • Geben Sie Raum.*
    Gehen Sie innerlich – aber zuweilen auch räumlich – einen Schritt zurück, um mehr Luft zwischen Ihnen zu schaffen.
  • Zeigen Sie Verständnis für die Gefühle des anderen.
    (“Ich schätze sehr, dass du … und ich danke dir dafür …”)

5. Vertagen Sie Streits nach 22.00 Uhr auf einen anderen Zeitpunkt.
Ebenso können Sie untertags, wenn die Diskussion zu hitzig wird, eine Pause von etwa 15 Minuten vereinbaren, Dann haben sich beide wieder beruhigt haben und sie können wieder besser sprechen und zuhören.

6. Vergewissern Sie sich Ihrer Gemeinsamkeiten.
Glückliche Paare vergessen auch in einem Streit nicht, dass die Gemeinsamkeiten das Trennende überwiegt. Und Sie zeigen es auch durch positive Kommentare – auch während eines Streits. Beziehungen gedeihen am besten in einem positiven, wertschätzenden Klima. Anerkennende Äußerungen sind wie Einzahlungen auf das gemeinsame ‘Beziehungskonto’. Wenn dieses gut gefüllt ist, bringt auch ein Streit das Konto nicht gleich ins Minus.

7. Suchen Sie sich Unterstützung so früh wie nötig.
Nicht so ‘früh wie möglich’, sondern so früh wie möglich. Nämlich dann, wenn Sie merken, dass bestimmte destruktive Muster immer wieder zwischen Ihnen ablaufen – und Sie sie aus eigener Kraft nicht verändern können.

Im Durchschnitt wartet ein paar über fünf Jahre, bis es sich Hilfe holt. (Aber über die Hälfte der Paare trennen sich bereits nach sieben Jahren.)Mehr Tipps finden Sie hier

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 Die häufigsten Beziehungsfehler   Oder auch: Sieben Tipps für eine gute Beziehung.



48 Kommentare

  • Sie können das mit einer Paarberatung probieren. Manchmal hilft die Meinung eines neutralen Dritten.
    Sie müssen sich ganz klar abgrenzen, keinen Gefallen mehr tun, klare Forderungen stellen – und Konsequenzen folgen lassen.

  • Denise schrieb:

    Danke für die schnelle Antwort.
    wäre denn eine paartherapie sinnvoll?denn seine Mutter arbeitet noch in der gleichen Firma und will nun auch in unser Haus mit ein ziehen.dies habe ich vehement verneint nun will sie in die gleiche Straße.er sieht das ganze als normal an und ich bin der Feind der dazwischen steht.so auch die ständigen Reaktionen und eigene Wege ohne Rücksicht oder Absprachen.

    nun,gestern kam er nach Hause,meinte,er wüsste jetzt genau was er will dieses mal sicher.ich kann ihm das nicht mehr glauben ,habe Angst was wird und nehme es nur noch hin,ziehe mich zurück.ich würde gerne wissen ob diese ehe überhaupt noch etwas bringt ob es eine Besserung geben kann oder diese aussichtslos ist und wir uns lieber die Nerven und Lebenszeit sparen sollten.
    eine paartherapie lehnt er nicht ab,er will dass es uns gut geht.nur,wenn die innerliche Bereitschaft fehlt hat dann diese Therapie einen Sinn?wie könnte ich mich bis dahin verhalten,damit ich nicht dabei zu grunde gehe?
    vielen Dank nochmals.

  • Hallo Denise,
    Ihren Mann können Sie nicht ändern, das könnte er am ehesten selbst, ist aber nicht dazu bereit.
    Sie haben sich einen typischen Muttersohn heraus gesucht. Die versprechen viel, halten wenig und so geht es immer weiter.
    Wenn Sei mehr darüber wissen wollen, lesen Sie mein Buch: “Frauen wollen erwachsene Männer”.

  • Denise schrieb:

    Hallo,
    ich hätte auch eine Frage.mein Mann und ich sind jetzt seit einem jahr verheiratet,davor waren immer wieder Streitigkeiten und Pausen.ich stellte ihn dann vor die Wahl seinen Egoismus,der sich durch Alkohol feiern etc ausdrückte einzustellen.seine Antwort darauf war das ist mir egal mach was du willst.
    wir haben ein kleines Kind ,die Situation wAr nicht tragbar,so zog ich 100 km weg und er bei seinen Eltern ein,die ihm schon das ganze Leben alles organisierten bis hin zur Arbeit.nun,da war ich umgezogen und hatte den Kontakt abgebrochen,da stand er da und meinte er könnte ohne uns nicht Leben und will uns bei sich haben und nie wieder gehen lassen.
    also zog ich am 1.7. mit ihm in eine neue Wohnung,wir renovierten etc.es gab ständig Einmischungen seiner Mutter der Stress war ihm zuviel,ich würde ihn überfordern(Dübel hinbohren)und auch sonst würde die liebe langsam verschwinden.nun gut,darauf hin holte ich ihn,machte die Arbeiten selbst,kümmerte mich um alles,machte ihm schöne Abende um Ihm den Druck zu nehmen da er vielleicht anders gestrickt ist.
    die Antwort darauf war,er kam nach Hause ,betrunken,beleidigte mich ,würde sein altes Leben wollen etc.dann ließ er sich abholen ,feierte das we durch.ich fuhr ihm dann heute hinterher und fragte ihn was willst du eigentlich erst mich holen und dann keinen bock mehr haben.so geht das nicht.nun hat er sich bei Mama zurückgezogen wollte heute einen schönen entspannten familientag machen das hat er abgelehnt und meinte ich komme heute Abend heim und fertig.
    auf die Frage was er in seinem Herzen will kommt die Antwort er weiß es nicht.obwohl vor dem Umzug wochenlang gesprochen wurde und er sagte er wüsste es zu 1000 Prozent.
    wie soll ich das weiterhin fortführen was gibt es für eine Lösung und wie soll ich das Verhalten dulden?ich weiß es nicht mehr.natürlich möchte ich die Familie halten wir haben ein Kind aber ist das der richtige weg?
    über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

  • Julia schrieb:

    Lieber Roland,
    vielen Dank für das Feedback. Eine(Paar-)Therapie habe ich bereits vorgeschlagen. Wie Sie richtig schreiben, er ist nicht bereit dazu, denn das bedeutet, dass mit ihm etwas “nicht richtig” ist. Seiner Meinung nach bringe ICH die Unruhe mit in unsere Beziehung (Emotion, Job, Familie). Es ist sehr traurig, denn ich bin bereit diesen Kraftaufwand zu investieren. Aus eigener Erfahrung weiß ich, manchmal benötigt man einen neutralen Blick und Hilfe von außen, um Ursachen und Ängste zu erkennen und zu überwinden. Das erfordert Mut und Stärke – leider passt dies nicht in seine “Komfortzone”. HERZLICHEN DANK FÜR IHRE MEINUNG

  • Sie können auch noch versuchen, ihn zu einer Paarberatung zu motivieren. Dazu wird er erst einaml nicht bereit sein. Aber vielleicht, wen Sie es als letzte Chance vor einer Trennung darstellen.
    PS: Männer brauchen klare Anweisungen: http://v.gd/JSb2dT

  • Julia schrieb:

    Guten Abend Roland,
    vielen Dank für Ihre Meinung…die Aussage sitzt erst einmal!
    Mein Partner ist tatsächlich ein Scheidungskind.
    Ihre Worte decken sich zu 100% mit meinen Gedanken und Erkenntnissen. Ich habe meinen Partner schon öfter darauf angesprochen, in erster Linie, um UNS zu helfen, aber er blockt total ab und ist stur. Er fühlt sich dadurch angegriffen und “spielt den Ball zurück”.
    Mein Herz hängt an ihm und ich habe Hoffnung, dass er selbst “aufwacht”. Bis dahin kann ich nur abwarten und mich im Hamsterrad weiterdrehen, oder gehen,korrekt? Kann ich UNS irgendwie zu einer realistischen Chance verhelfen?

  • Hallo Julia,
    Ihr Partner ist nicht beziehungsfähig, lebt eher als ein Peter Pan in einer Scheinwelt, in der es eben keine Probleme geben darf.
    Psychologisch nennt man das eine große Konfliktangst. Das hat meist damit zu tun, dass jemand Konflikte als Ende der Beziehung erlebt hat, z.B. bei Scheidungskindern.
    So etwas kann man therapeutisch angehen, aber das muss man wollen und sich vor allem diesen Ängsten stellen.
    Vier Jahre Beziehung sollten Ihnen reichen, um zu entscheide, ob Sie unter diesen Bedingungen die Beziehung weiter führen wollen.

  • Julia schrieb:

    Lieber Roland,
    vielen Dank für Ihren BLOG.
    Ich schreibe heute “jungfräulich” einen Kommentar, da ich in einer verzweifelten Beziehungslage bin und mich ein wenig ohnmächtig in diesem Teufelskreis fühle.
    Mein Partner und ich leben seit knapp 4 Jahren mit unzähligen Unterbrechungen (von seiner Seite) in einer (Wochenend)Beziehung. Wir haben ganz wunderbare, schöne Zeiten, dann wieder wochenlange Dauerdiskussionen und es geht immer um das gleiche Thema > wir leben in einer “Grauzone, d.h. er kann sich nicht entscheiden, ob er tatsächlich mit mir zusammen sein will, da seiner Ansicht nach keine Probleme auftreten dürften.
    Das setzt mich sehr unter Druck und ich kann nicht “locker” sein, zumindest nicht so wie er es sich wünscht. Ich bin gehemmt über meine Probleme, Sorgen und Nöte zu sprechen, mein Leben war bis dato nicht immer leicht und ich habe einen verantwortungsvollen und zeitintensiven Beruf.
    Vielleicht ist noch zu erwähnen, dass er mir permanent sagt, alleine hat er es einfacher, das schwächt mich und macht mürbe. Auf der anderen Seite ist er unglaublich liebevoll, großzügig und beteuert mir seine Liebe, jedoch nur, wenn alles um uns herum reibungslos abläuft. Arbeitsstress, Familienstreit, Meinungsverschiedenheiten kann er nicht akzeptieren.
    Im Streit flüchtet er und meldet sich stunden – bis tagelang nicht. Eine Versöhnung ist unfassbar anstrengend, und fast unmöglich, außer ich entschuldige mich, auch wenn der Fehler bei ihm liegt.
    Wir haben sehr unterschiedliche Lebenweisen, er lebt in einer “Komfortzone”, hat ein stabiles soziales Umfeld, einen gut bezahlten Job mit Verantwortung, wird von allen Seiten bestätigt und akzeptiert. Ich dagegen musste mein Elternhaus früh verlassen, habe keinen eigenen Freundeskreis, da ich an 2 Wohnsitzen lebe und viel auf Reisen bin. Mit mir zusammen zu ziehen kommt für ihn nicht in Frage, dafür bräuchte er erst Beweise, dass es funktioniert mit uns.
    Ich begegne meinem Partner immer wohlwollend, respektiere ihn und habe die Beziehung nie beendet, denn meiner Ansicht nach, haben wir keine großen Probleme und ich stehe darüber, wenn es kracht.
    Ich bin emotional und temperamentvoll, er eher ruhig und genügsam. Eine Aussprache und nachhaltige Lösung ist aber sehr wichtig für mich. Macken habe ich natürlich auch und Fehler mache ich ebenso, aber aus Kleinigkeiten werden plötzlich Dramen.
    Auch ich stelle mittlerweile alles in Frage und habe meine Fröhlichkeit verloren. Ich bin ratlos und habe habe etliche Ratgeber gelesen, welche meine Ansicht, mein Handeln und Einstellung immer wieder bestätigen. Jedoch habe ich große Selbstzweifel.
    Ich bin eine junge, attrative und intelligente Frau und habe Angst, dass wir uns gegenseitig die wertvolle Lebenszeit rauben. Was kann ich tun?

  • In einer Partnerschaft sollte es weniger um Perfektion gehen als um Liebe.
    Und Liebe kann über Unzulänglichkeiten hinweg sehen. Perfektionismus nicht.
    Perfektionisten suchen ein Ideal. Menschen sind aber nie perfekt. Vielleicht im ersten Jahr, später nicht mehr.

  • Jessi schrieb:

    Er wäre der perfekte Mann für mich.
    Deswegen verstehe ich nicht warum er jetzt so denkt.

  • Hallo Jessi,
    ist er denn in er Partnerschaft für Sie perfekt?

  • Jessi schrieb:

    Hallo,
    Ich bin mit meinem Partner nun 1 Jahr zusammen, jetzt ist sein Problem das er nicht weiß ob es richtig oder falsch das wir zusammen sind. Er sagt er sei ein Perfektionist und er will das es in der Beziehung auch so läuft. Ich frage mich jetzt nur was ich machen soll.
    Soll ich ihn entscheiden lassen oder kann ich was dagegen tun? Ich liebe ihn und will nicht das die Beziehung auseinander geht.
    LG Jessi

  • Ireen schrieb:

    Hallo,
    ich /wir haben auch ein anstrengendes Problem! Wir sind jetzt seit 14 Jahren zusammen, haben ein gemeinsamen Sohn (5).
    Unser problem ist das wir seit 2 Jahren häufig streiten. Seit dem wir umgezogen sind! Die Auslöser sind immer Kleinigkeiten, Haushalt, Kind u.s.w., wir sind beide sehr emotionale Typen, die mit kritik nur schwer umgehen können, deshalb eskalieren unsere streitigkeiten manchmal. Ich hab schon versucht mein kritik sls wunsch zu äußern, aber auch das klappt nur bedingt.

  • Liebe Mel,
    ich finde Ihre Wünsche nach mehr Zeit mit Ihrem Partner völlig verständlich und in Ordnung. Das Problem ist, dass Ihr Partner offensichtlich nicht so empfindet. Ihm sind Fußball und sein Sohn, ein Stück auch noch seine Exfrau wichtiger als Sie.
    Natürlich wird er andere Erklärungen und Ausreden für die Situation haben. Doch es gilt: “Wer etwas will, findet Wege. WEr etwas nicht will, findet Gründe.”
    Nachdem Sie das jetzt schon fünf Jahre ertragen haben, sieht Ihr Partner wohl auch keine Veranlassung, das Arrangement zu ändern. Bleiben alos nur Sie, die etwas ändern kann.

  • Mel schrieb:

    Hallo!
    Ich bin zurzeit echt verzweifelt. Seit fast 5 Jahren bin ich mit meinem Partner zusammen. Er hat einen Sohn aus erster Ehe mit in die Beziehung gebracht. Scheiden lassen haben sich die beiden nie. Ok, das liegt nicht nur an ihm.
    Aber aus diesem Grund ist nie geregelt, wer wann den Sohn hat. Also, jedes Wochenende ist der Sohn da. Klar, ich finde es auch schön für das Kind, dass er Papa nicht nur alle 14 Tage am Wochenende sehen kann/darf, sondern wirklich regelmäßig da ist.

    Nur gehe ich mittlerweile immer weiter unter. Alle 14 Tage ist mein Partner im Stadion und jedes Wochenende hat sein Sohn ein Fußballspiel, wo er hinfährt. Aber gemeinsame Zeit zu zwei gibt es nicht. Wenn überhaupt mal ein paar Stündchen.
    Verlange ich wirklich so viel zu viel, wenn ich mir alle paar Wochen mal einen Tag für uns allein wünsche?
    Ich meine, in meinen Augen ist es verdammt wichtig für eine glückliche Beziehung Zeit füreinander zu haben! Zeit die nur ein paar Stunden beinhaltet, weil bis zum Mittag der Sohn da ist oder irgendwann im Laufe des Abends gebracht wird. Habe ich eine so falsche Vorstellung?

  • Nicht aufregen – und wachsam bleiben.

  • miri schrieb:

    hallo, ich hab da auch so ein problemchen!
    Und zwar bin ich mit meinem freund seit september glücklich zusammen, aber hin und wieder bekomm ich mit wie er mit seiner ex-freundin schreibt, er sagte anfangs immer, er will nichts mehr mit ihr zutun hanen und die ist für ihn gestorben! dann dacht ich er hat nur augen für mich, aber jetz hab ich wieder mitbekommen das er mit ihr schreibt, und eigentlich hat er mir versprochen wenn sie schreiben würde, würde er ihr sagen das er mit mir glücklich ist usw! aber ich glaub er machgs net!! was soll ich den tun?!

  • Hallo Bibi,
    vielleicht steht er einfach nicht auf Sie.
    Lesen Sie mal das hier …

  • Bibi schrieb:

    Guten Morgen, ich weiß nicht sicher ob das hier her gehört. ICh habe vor einem Monat einen lieben Mann kennen gelernt. Er hat richtig Gas gegeben nur um mich zu bekommen… Ich habe mich dann auf Ihn eingelassen. Bzw. Auf eine Beziehung mit Ihm. Er ist lieb zu meinen Kindern , behandelt Sie als wären es seine.
    Er hat für die Verhütung mit bezahlt. Und auch ein Reisebettle organisiert…
    Alles lief super.
    Dann hatte er recht viel Stress im Geschäft- da kann er natürlich nichts dafür.- Aufgrund dessen haben wir uns natürlich so gut wie nicht gesehen. Klar er mußte Nachts raus (notdienst) und war dann auch Müde.
    Seit So ist er auf Schulung.
    Ich habe So eine kurze sms bekommen. Montag auch noch- vormittags.- Und seither nichts mehr!
    Gar nichts mehr. Wenn ich Anrufe geht er nicht ran. SChicke ich eine sms – antwortet er nicht!
    Was ist denn da los? Ich möchte Ihn nicht verlieren.. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch so auch nicht weiter machen!
    Hilfe

  • Hallo Sue,
    sicher hat Ihre Beziehung eine Chance, aber nur wenn Sie ein großes Podest bauen, darauf einen Königsthron stellen, auf dem nur er Platz nehmen darf und Sie ihm mindestens zweimal täglich Ihre unterwürfigste Hochachtung und grenzenlose Liebe ausdrücken und beweisen.

    Im Ernst: sieht ganz so aus, als hätten Sie sich einen strammen Narzissten als Partner ausgesucht. (Hier ein paar Infos dazu). Solche Menschen kreisen nur um sich selbst, empfinden die kleinsten “Fehler” oder Missverständnisse als Majestätsbeleidigung, sind fürchterlich nachtragen – und immer Recht.

    Schwierig dabei ist: der Narzisst leidet nicht, sieht deshalb auch keinen Veränderungsbedarf bei sich. Dafür leidet die Umgebung.

    Danke für Ihren Kommentar.

  • Sue schrieb:

    Hallo Roland,
    Seit ungefähr einem Jahr bin ich mit meinem Freund zusammen und normalerweise habe ich das Gefühl, hier den Mann für’s Leben gefunden zu haben. Leider streiten wir recht häufig (seit wir zusammen sind gab es 3-4 große Konflikte), was dann immer tagelang dauert und sehr zermürbend für uns beide ist.

    Meist ist der Auslöser eine Nachlässigkeit meinerseits, woraufhin er dann irrsinnig beleidigt ist, fast nicht mehr mit mir redet und mich behandelt, als hätte ich ihn zu Tode verletzt. Ich bin davon dann eher überrascht, da er mir in dem Moment nicht sagt, was ihn verletzt und reagiere leider erstmal eher trotzig, da ich seine Reaktion übertrieben finde.

    Ein Beispiel für einen solchen Streit vom Anfang unserer Beziehung: mein Freund hat eine Band und mir bei Facebook eine Anfrage geschickt, bei dieser auf “gefällt mir” zu klicken. Das habe ich nicht sofort getan, da ich die Anfrage nicht gesehen habe, dafür habe ich aber auf der Seite eines alten Bekannten am gleichen Tag auf “gefällt mir” geklickt. Daraufhin hat mein Freund mir böse SMS geschickt, in denen er mich beschimpft hat, dass mein Verhalten unter aller Sau wäre und gedroht hat unsere Beziehung zu beenden, da er mir einer Person wie mir nicht zusammen sein möchte. Da ich gerade bei der Arbeit war und diese SMS übertrieben fand, habe ich erst am Nachmittag reagiert, was die Situation aber noch schlimmer gemacht hat. Zudem war ich zu dem Zeitpunkt auch etwas aufgebracht, da ich mich nicht so beschimpfen lassen wollte und es übertrieben fand, gleich mit Trennung zu drohen.

    Wir haben uns ein paar Tage darüber gestritten (er über mein Verhalten, ich über seine Art damit umzugehen) bis ich schließlich eingelenkt habe und ihn angefleht habe, mir das zu verzeihen. Mit dem alten Bekannten habe ich seitdem keinen Kontakt mehr und klicke bei allem, was mein Freund im Internet postet auf “gefällt mir”. Trotzdem hält er mir diese Situation bei jeder Gelegenheit wieder vor und meine gewisse Traurigkeit über den erzwungenen Kontaktabbruch (ok, meine Entscheidung, aber ich denke jeder weitere Kontakt hätte ähnliche Konsequenzen gehabt) kommentiert er mit “selbst Schuld, wer Scheiße baut muss die Konsequenzen ausbaden”. Wir haben weitere ähnliche Konflikte gehabt, die jeweils Konsequenzen für mich hatten und mir immer wieder vorgehalten werden. Er sieht sich da vollständig im Recht, da ich ja schließlich “einen Fehler” gemacht hätte.

    Mein Problem dabei ist, dass ich ja verstehe, dass er bisweilen verletzt ist, weil er findet, dass ich nicht genug zu ihm stehe (denke ich). Ich denke aber, dass er dabei all die Situationen übersieht, wo ich sehr wohl zu ihm stehe und das verletzt mich. Außerdem denke ich, dass unser Streit nicht so eskalieren würde, wenn er mir auf andere Art mitteilen würde, dass er verletzt ist und was ihn verletzt. Sein Verhalten scheint mir eher darauf abzuzielen, mich für mein Fehlverhalten zu bestrafen, als auf eine Korrektur dieses Verhaltens und eine Versöhnung, was ich mir wünschen würde.

    Mein Problem ist nun, dass ich meine Seite des Konflikts irgendwie nicht kommunizieren kann. Er ist so überzeugt davon, dass nur er verletzt wurde, dass er gar nicht einsieht, warum er meine Seite verstehen sollte. Ein weiteres Problem dabei ist, dass meine Bedürfnisse zu kurz kommen, denn nach einem solchen Streit bin ich natürlich darauf bedacht, Frieden zu wahren.
    Was sagen Sie dazu? Hat diese Beziehung überhaupt eine Chance?

  • Hallo Uwe,
    nicht mit jedem, den man liebt (und selbst da sind Sie sich ja nicht sicher) kriegt man eine Beziehung im Alltag hin.
    Aber auch ohne Fernbeziehung haben Sie ja in der Partnerschaft jede Menge Baustellen, die es zu bearbeiten gibt.

    Eine Fernbeziehung – also Liebe auf Distanz – kann gutgehen. Hier sind ein paar Tipps …

    Danke für Ihren Kommentar.

  • Uwe E schrieb:

    Hat die Beziehung eine Chance?!
    Wir sind seid 2,5 Jahren zusammen. Haben beide ein Kind aber nicht zusammen.

    Ich 30 Jahre, habe beruflich neue Perspektiven in Aussicht und wechsel in 14 Tagen den Wohnort und somit auf dem Weg in eine Fernbeziehung, ABER macht es Sinn, die Beziehung weiter zu führen, wenn man in 7-10 Punkten keine Einigung findet? Wenn ich familiäre Probleme mit der Schwiegermama habe. Keine richtige Papa-Kind Beziehung zustande kommt (4Jahre altes Mädchen aber nicht von mir).
    Ich bekomme NULL Rückendeckung von meiner Partnerin in Bezug auf Wohnortswechsel und Neue Wege gehen!
    Aber wir lieben uns….glauben wir….

    Was kann ich tun das wir eine Chance haben unsere Beziehung aufrechtzuhalten? Es ist ja erstmal nur nen halbes Jahr der Wohnortwechsel.

  • Hallo Anna,
    Sie sind beide noch sehr jung und beziehungsunerfahren. Wenn Sie beide etwas an ihren Streitereien ändern wollen, hilft manchmal das gemeinsame Lesen entsprechender Ratgeber (hier eine Auswahl). Natürlich muss man das Gelesene dann auch umsetzen. Wenn das nicht klappt, hilft meist eine Paarberatung.

  • Anna schrieb:

    Guten Tag

    Ich w/19 und mein Freund m/21 sind nach 1.5 Jahren Fernbeziehung seit 3 Monaten in einer gemeinsamer Wohnung eingezogen. Während der Fernbeziehung hatten wir auch schon Streitereien die respektlos wurden und die ziemlich verlezten waren. Jedoch haben wir uns immer wider gefangen. Ich liebe ihn sehr und möchte ihn nicht velieren. In diesen drei Monaten hatten wir ziemlich viele schlimme Streitereien, manchmal gieng es um Kleinigkeiten und manchmal wurden wir bleidigend und es eskalierte.Jedoch gibt es auch Tage wo alles in Ordnung ist und wir und super verstehen. Was kann man gegen diese Verhalten machen? Mein Freund hat gesagt es mach ihn kaputt und ehrlich gesagt macht es mich so auch nicht glücklich und dass er, wenn es so weiter geht auszieht.Ich bin verzweifelt weil ich etwas ändern möchte und ich weis das er das auch möchte. Wir haben schon oft darüber gesprochen aber die Umsetzung klappt dan meisten nie. Freundliche Grüsse Anna

  • mario schrieb:

    Das glaube ich ehr weniger, trotzdem danke :)

  • Ich glaube, sie steht einfach nicht auf Dich. Das passiert auch Männern.

  • mario schrieb:

    Guten guten abend,

    ich hab folgendes Problem,ich bin seit oktober von meiner “Freundin” getrennt,wir hatten überwiegend schöne Zeiten. Nach der trennung haben wir uns ca. 1.Monat später wieder angenähert..super gut verstanden und hin und wieder was unternommen, sind zusammen eingeschlafen usw. wir wollten es langsam angehen.und uns eine zweite chance geben. Nun kam das dicke vom ende, ich fragte sie wie es nun aussieht und fragte was nun mit Silvester sei, da es unser Tag ist. Wir haben 2. Tage nicht kommuniziert..aufeinmal kam aus dem nichts ein text..in dem stand “wir passen nicht zusammen(verschiedene ansichten) , ich solle sie inruhe lassen und das sie nichts mehr mit mir zutun haben will”.

    Wie soll ich nun vorgehen?

    Liebe grüße

    Sorry für die Rechtschreibung und satzbau.

    !! Mit dem handy online!!

  • Hallo Firat,
    schwer zu sagen, wie ernst Ihre Freundin es mit der Trennung meint, wenn es denn eine ist. Und nicht nur ein Schuss vor den Bug.
    Das sollten Sie herauskriegen. Ob sie gar nichts mehr von Ihnen wissen will oder ob Sie nur beide voneinander genervt sind.
    Ein Grund könnte sein, dass Sie sehr schnell zusammen gezogen sind. Sie aus dem Elternhaus direkt in ein weiteres Nest. Vielleicht wird Ihre Beziehung wieder besser, wenn Sie getrennt wohnen.
    Am besten, Sie reden ruhig miteinander.

    Alles Gute!

  • Firat Karabacak schrieb:

    Hallo,
    ich bin seit März mit meiner Freundin zusammen. Sie ist 32 und ich 28. Am Anfang war alles super, verliebt, immer das Wort “ich liebe dich” zu hören bekommen oder “du bist das beste was mir je passiert ist”.
    Dann kam das Problem mit meinen Eltern, sie haben sie leider nicht akzeptiert und das hat sie natürlich sehr belastet.

    Ca.nach einem.Monat bin ich vom Elternhaus ausgezogen, hatte ne eigene Wohnung aber habe mich für meine Freundin entschieden und bin zu ihr gezogen, was ein grosser Fehler war. Wohnen immer noch zusammen, aber es eskaliert andauernd. Wir diskutieren sehr oft wegen Kleinigkeiten, also sie hat immer was zu bemängeln, egal um was es geht.
    Und mein Fehler war, dass ich es nie gesagt habe richtig, was mich stört.

    Sie meinte jetzt, ich soll sie in Ruhe lassen. ICH WÜRDE IHR NICHT GUT TUN UND IHRE NERVEN STRAPAZIEREN.
    Ich bin. rad auf der Suche nach einer eigenen Wohnung aber diese Beziehung ist mir sehr sehr wichtig, ich liebe sie über alles.
    Habe sehr viel für sie weggeschmissen wie meine Wohnung und habe Streit mit meinen Eltern.
    Jetzt wollte ich mal fragen was soll ich jetzt tun?
    Bitte um eine schnelle Antwort

    LG firat

  • Hallo Steffi,
    bei solchen unterschiedlichen Wünschen und Einstellungen, die erst mal unvereinbar scheinen, ist es hilfreich, zu klären, warum einem eine Sache so wichtig ist.
    Also: warum ist es Ihnen wichtig, mehr als Smalltalk am Telefon zu haben? Wollen Sie sich damit der Beziehung vergewissern? Haben Sie Verlassensängste, die dadurch beruhigt werden sollen usw.?
    Und warum fühlt Ihr Freund durch Ihren Wunsch angegriffen? In welcher Weise angegriffen? Hat er den Eindruck, es schränke seine Freiheit ein, er müsse jetzt alles tun, was Sie wollen? Hat es etwas mit dem Tod seines Vaters zu tun?

    Solange man das nicht bei sich rauskriegt und dann miteinander austauscht, kann man da ewig streiten.

    Eine gute Form, solche Dinge zu besprechen, sind Zwiegespräche mit dem Thema “Wie ich mich in unserer Beziehung fühle”. Anleitung hier auf dem Blog.

    Danke für Ihren Kommentar.

  • steffi schrieb:

    Hallo,
    ich habe eine eigentlich sehr glückliche Beziehung, in der sich allerdings in den letzten Monaten etwas eingeschlichen hat. Mein Freund hat im Sommer seinen Vater in noch recht jungen Jahren überraschend verloren. Das war und ist für ihn und seine Familie eine schwere Zeit und ich habe auch versucht, ihm so gut es geht beizustehen und für ihn da zu sein. Ich habe immer zugehört, war immer erreichbar per Telefon und hab auch seine Wut, die sich doch des öfteren gegen mich gerichtet hat, so gut es ging akzeptiert.

    Dennoch waren wir immer sehr innig, auch wenn er meist emotional weit von mir weg war. Wir waren dann einige Zeit danach ein Monat auf Reisen, was uns sehr gut getan hat und dann ging wieder der übliche Alltag los. Ihm scheint es jetzt wieder sehr gut zu gehen, er kann sich auf die Universität konzentrieren und hat auch endlich wieder mal Zeit für seine Freundschaften. Doch zwischen uns zwei kommt es immer öfter zu Krach. Ich weiß, dass er sich viel Mühe gibt und meine Wünsche auch umzusetzen versucht und auch ich versuche, etwas lockerer zu werden und nicht alles zu ernst zu nehmen, aber dennoch eskaliert es nach einer gewissen harmonischen Zeit wieder.

    Meist ist es auch das gleiche Thema, nämlich, dass ich mehr Kontakt (Telefon, Chat, o.ä.) will als er, wenn wir ein paar Tage getrennt sind. Ich kann es eine Weile akzeptieren und auch genießen, aber es gibt dann auch so Tage, wo ich das Bedürfnis hätte, ein wenig mehr als Smalltalk zu führen per Telefon. Und wenn ich das dann zur Sprache bringe, artet es meistens in Streit aus. Er fühlt sich dann angegriffen und meint, dass das immer so sei, wenn wir getrennt sind usw. Ich versuche mich selbst zu bemühen und damit zurecht zu kommen, aber schaffe es auch nicht so ganz.

    Das alles ist nun wirklich ernst, da wir beide schon ziemlich empfindlich sind, was das betrifft und ich habe das Gefühl, vieles hat sich zu einer Art Self-fulfilling Prophecy entwickelt. Ich würde wirklich gerne wissen, wie wir es schaffen könnten, aus diesem Teufelskreis auszubrechen?

  • Dinchen schrieb:

    Meine Beziehung ist wirklich das wertvollste und beste was mir je passiert ist. Das erste mal in meinem Leben, dass ich mich nicht erklären muss :). Aber bis ich das gefunden hatte musste ich vieeele Frösche küssen. Aus jeder Partnerschaft habe ich viel über mich selbst lernen können. Aber mein wichtigstes Fazit ist der Mut zu gehen, wenn man unglücklich ist.

  • Heidrun schrieb:

    Danke für ihr schnelle Antwort.
    Ja schwierig. Wir kommen hier leider auf keinen grünen Zweig.
    Sollte ich der Beziehung überhaupt eine Chance geben?
    Grüße Heidrun

  • Hallo Heidrun,
    eine spannende Frage ist ja, wofür Ihr Partner das braucht, nach anderen Frauen zu schauen. Dass er das nicht mitkriegt, kann ich schwer glauben.
    Die andere wichtige Frage ist, wie Sie das interpretieren, dass Ihr Freund das macht.

    Auch wenn Menschen angekommen sind in einer Beziehung, brauchen Sie Anerkennung und eine gewisse Sicherheit in der Beziehung.

    Danke für Ihren Kommentar.

  • Heidrun schrieb:

    Hallo,
    toller Artikel, aber wenn es immer so einfach wäre, wie es sich anhört.

    Ich bin geschieden und habe zwei Kinder, 4+9, beide sind wir in einer neuen Partnerschaft. Ich mittlerweile seit über 2 1/2 Jahren. Mein Partner hatte vor mir sehr viele Frauen, nie lange Beziehungen, mit mir ist es nun sein persönlicher Rekord. Wir wohnen schon fast 2 Jahre zusammen, er hat für uns das Haus wunderbar umgebaut. Kurz und knapp, er ist der Mann den ich wollte, der mich sagen lässt …. “ich bin angekommen!” Dennoch haben wir auch immer wieder Streitphasen.

    Wir reden immer viel, aber es kann auch sein, dass die eine oder andere Gesprächssitution laut wird und wir ein, zwei Tage distanziert miteinander umgehen. Aber auch das finde ich wie oben gut beschrieben, ein Lernprozess. Er hat schon viel gelernt und auch ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich Fehler beachte und bemerke und somit eine Chance habe sie wegzulassen.

    Wir haben aber immer die gleichen Streitigkeiten und hier wird es schwierig. Denn wenn ich mich beschwere, das er jede Frau ansieht, ob ich dabei bin, oder nicht. Bekomme ich meistens die Aussage, welche meinst du, ich bekomme das nicht mit. Er wirkt ehrlich und sagt auch einem ins Gesicht, was er denkt und fühlt, daher vertrauenswürdig. … aber hier fällt es mir schwer. Es ist mittlerweile mein Selbstvertrauen, was daran sehr leidet. Ich schäme mich dafür, weil ich früher das bei anderen Partnerschaften miterlebt habe und mir die Frauen immer leid taten.

    Wenn ein Mensch angekommen ist, …. so sagt er, dann brauch man das doch nicht, oder? Und hier rede ich nicht davon, einen attraktiven Menschen wahrzunehmen, das mache ich auch! Zumindest bin ich immer enttäuscht und ein schöner Abend nimmt kein schönes Ende!

    Wie schaffen wir es hier eine Lösung zu finden?
    Beste Grüße
    Heidrun

  • Toller Artikel! Vor allem das Aufrechterhalten einer Beziehung. Nn meiner Beziehung lief es schon seit langem nicht mehr rosig, haben uns zu sehr an den Alltag gewöhnt. Konnten durch Hypnose kürzlich vieles retten, haben die Hypnose CD von Dieter Eisfeld gehört, aber es gehört auch ein Wille dazu, ohne bringt eine Beziehung nichts.

  • Hallo Daniela,
    freut mich sehr, von einer beziehungsgeprüften Leserin wie Ihnen bestätigt zu bekommen, dass die Tipps hier nützlich sind.

    Danke für Ihren Kommentar.

  • Daniela schrieb:

    Endlich mal jemand der Ahnung hat. Das ist schon seit jeher meine Meinung.
    Ich bin jetzt seit 10 Jahren mit meinem Mann zusammen, davon 2,5 Jahren verheiratet. Wir haben in den letzten Jahren viele Menschen in unser Leben kommen und gehen lassen und viele Beziehungen von Freunden miterlebt. Der Respekt ist das A und P einer glücklichen Beziehung. Die Art wie miteinander gesprochen wird, sagt so viel mehr aus als man glaubt.

    Mein Mann und ich führten eine tolle Beziehung, noch heute, und ein ganz wichtiger Punkt dabei ist der Respekt zueinander, das Interesse am anderen und einfach auch mal sagen zu können, hey, das hast du gut gemacht. Auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, ein nettes Kompliment, völlig aus dem nichts um den anderen einfach zu sagen: Ich seh was du machst, und ich schätze es.

    Eine Ehe und Beziehung ist eine Menge Arbeit. Wir haben Jahre gebraucht, um richtig streiten zu lernen – mittlerweile wissen wir ganz genau wo die Grenze ist, die wir nicht überschritten haben – was auch so bleiben wird. Ich hab schon viel über Beziehungen gelesen, Beziehungstipps, hier ist es das erste Mal, dass ich übereinstimme und sage: Das stimmt. Das stimmt alles.

    Eine liebe Freundin von mir steckt seit Jahren in einer Beziehung, die sie nicht glücklich macht und ich muss zusehen, daher versuche ich Infos zu sammeln, um ihr durch die Blume die Augen zu öffnen. Allein sein ist für sie keine Option, dann ist sie lieber in einer unglücklichen Beziehung ohne miteinander sondern nebenher leben zusammen. Aber das hat jeder selbst zu entscheiden.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ich wollte Ihnen nur sagen, das ich hier zum ersten Mal etwas lese, das wirklich entscheidend ist. Ich werde diese Seite meiner Freundin irgendwie unterjubeln.
    Vielen Dank, und liebe Grüße, D. L.

  • Susanne schrieb:

    Sehr geehrter Herr Kopp-Wichmann,
    der Aspekt der Mutter-Sohn Beziehung hat mich beim Lesen Ihres Blogs nachdenklich gemacht und erklärt in einigen Dingen wohl auch die sich negativ entwickelnde Beziehungsdynamik zwischen meinem Mann und mir. Aufgewachsen mit einer sehr dominanten Mutter, hatte er auch in mir immer eine starke und unabhängige Frau. Die Gewichte haben sich scheinbar verschoben mit der Geburt unserer Kinder, obwohl ich weiterhin berufstätig war und bin, fand ich mich auf einmal in der Hausfrau und Mutterrolle wieder, während mein Mann der erfolgreiche Geschäftsmann ist.
    Seit der Geburt unseres zweiten Kindes hat mein Mann nun seit 1,5 Jahren eine Geliebte und kommt nicht von ihr los. Ich bin nach Bekanntwerden in ein tiefes Loch gestürzt, war so schwach wie nie zuvor in meinem Leben. Angst, Panik, Wut, es begann ein Kreislauf aus Annäherung, Ablehnung und Resignation. Immer wenn ich keine Nähe zulassen konnte und unsere Beziehung in Frage stellte, ist er wieder zu ihr gegangen und hat sich über seine böse Ehefrau ausgeheult. Er weiß nicht, was er für mich überhaupt noch empfindet, kann mit meinen Tränen nicht umgehen und die neue Frau ist natürlich verlockender als eine Aufarbeitung mit mir. Zudem ist die Dame nun auch noch schwanger.
    Seit einer Woche leben wir auf Distanz, mein Mann ist zu einem Freund gezogen. Ich bin ziemlich am Ende, weil ich ihm immer wieder vertraut und doch wieder enttäuscht wurde, jetzt mit einer unser zukünftiges Leben in jedem Fall beeinflussenden Tatsache.
    Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Mir ist klar, daß Anschuldigungen und Vorwürfe, wie bereits geschehen, nichts bringen. Ich versuche, mich auf meine Kinder zu konzentrieren, was mir schwerfällt. Er braucht sicher Zeit, um eine Entscheidung zu treffen. Was raten Sie? Funkstille oder Dialog, Distanz oder Nähe? Sollte man einen zeitlichen Rahmen setzen. Leider fühlt sich mein Mann entscheidungsunfähig, weicht Fragen aus und lebt die ganze Zeit inkonsequent mit beiden Frauen ( was wir beide nicht wußten), kann keiner Frau weh tun.
    Vielen Dank für Ihren Rat.
    MfG Susanne

  • Anna schrieb:

    Danke für die schnelle Antwort! An eine Putzfrau habe ich auch schon gedacht, das findet er auch eine gute Idee. Ich bin auch schon mal auf Distanz gegangen – das hat auch gut funktioniert. Das man einfach nicht immer abrufbar ist und er sich auch mal nach mir umguckt hat uns beiden was gebracht. Aber ich glaube, ich muss jetzt wirklich bewusst werden, warum ich mir unbewusst so einen Mann ausgesucht habe. Vielen Dank!

  • Hallo Anna,

    Sie schreiben: “Ich führe diese Unterhaltung nun seit 7 Jahren fast jede Woche.” Mit anderen Worten, Ihr Partner will nichts ändern. Anstatt jetzt weitere sieben Jahre dieses Muster zwischen ihnen aufrechtzuerhalten, könnten Sie etwas anderes tun.
    - Also beispielsweise, eine Putzfrau vom gemeinsamen Geld engagieren.
    - Sich sichtbar nach einer eigenen Wohnung umsehen.
    - Gehen Sie auf Distanz. Verbringen Sie Abende außerhalb mit Freundinnen. Führen Sie ihr eigenes Leben und beobachten Sie, ob das Ihrem Freund etwas ausmacht. Wenn nein, sieht es düster aus mit Ihrer Beziehung. Wenn ja, haben Sie vielleicht einen Ansatz, mit ihm über Ihre Beziehung zu sprechen.

    Es hilft nichts, Ihrem Freund beizustehen. Es ist eher an der Zeit, warum Sie sich so einen Partner ausgesucht haben. Unbewusst, klar. Aber es hat auch etwas mit Ihnen zu tun. In meinem Buch finden Sie dazu ein extra Kapitel.

    Dagegen, dass Ihre Freund seine Muttergefühle auf Sie überträgt, können Sie wenig machen, eben außer ihn extra dazu einzuladen. Aber bei Muttersöhnen passiert das automatisch. Jeder Hinweis oder Feedback wird als Kritik empfunden und schon sind Sie in der “Mutterfalle”.

    Danke für Ihren Kommentar.

  • Anna schrieb:

    Ich habe hier viel gelesen, was ich auch in meiner Beziehung wieder finde. Ich bin sehr selbstreflektierend und möchte positiv auf meinen Partner zugehen und ihn und seine Reaktionen verstehen. Dazu gehören jedoch zwei. Er beschäftigt sich mit solchen Dingen leider gar nicht, lehnt sie oft ab und so bin immer ich diejenige, die liest, berät, überlegt und an der Beziehung arbeiten will, auf ihn zukommt. Manchmal ist das nur noch anstrengend und macht mich auch traurig immer »die Böse« zu sein, die mal wieder irgendwas von ihm will.

    Ich glaube, dass er, wie sie im Punkt 2. geschrieben haben, die Rolle seiner Mutter auf mich überträgt. Sie war Hausfrau, er Einzelkind, ihm wurde alles hinterher geschleppt und sie hatte, dadurch dass sie immer da war überall ihre Finger im Spiel. Es war ja immer »richtig« und »gut fürs Kind«. Er hatte damals schon rebelliert aber er tut sich heute mit wichtigen Entscheidungen sehr schwer, lässt sich gerne gehen, lässt das Leben dahin plätschern, flüchtet …

    Ich sehe das und möchte ihn motivieren, ihm helfen/beistehen, aber er lässt es oft nicht zu. Lehnt alles als »Einmischung« ab. Ich soll mich um meinen Kram kümmern, ihn in Ruhe lassen. Ich verstehe, wenn er sich in seiner Privatsphäre verletzt und bevormundet fühlt. Aber es verletzt mich auch oft sehr barsch abgelehnt zu werden.

    Wie soll ich damit umgehen? Gibt es eine Möglichkeit, dass er nicht mehr seine Mutter auf mich überträgt und meinen Einfluss zulässt? Soll ich ihn »einfach machen lassen«?

    Andererseits haben wir auch oft das »Beim-Essen-Kochen- und Im-Haushalt-Mitanpacken-Problem«. Auch wenn ich mit ihm rede, dass wenn wir zusammen putzen es nur eine halbe Sunde in der Woche dauert, danach könnte jeder seinen Interessen nachgehen, lehnt es das ab und stellt mich als Frau mit Putzfimmel dar. Er »hat einfach keine Lust«, und »es ist doch gar nicht dreckig«, »wir haben doch schon letzte Woche geputzt«?! Ich versuche ihm zu erklären, dass es notwendig ist und dass ein Kompromiss zw. 0 und 10 nicht 0 sein kann. Ich führe diese Unterhaltung nun seit 7 Jahren fast jede Woche. Es wird mir zu anstrengend, es gibt so viele andere Dinge zu besprechen. Vielleicht haben sie einen Tip?

  • Hallo Susi,
    das heißt mal exemplarisch:
    “Es fängt an, mich zu stören, wenn Du …”
    “Es ärgert mich, wenn Du x machst. Hör bitte auf damit.”
    “Wenn Du mit x nicht aufhörst, mache ich y.”

    Beim Handeln kommt es darauf an, was Sie bisher machen. Gut ist es dann, etwas Anderes zu tun.
    Also, wenn Sie versuchen, ihn zu verstehen – hören Sie auf damit und kümmern Sie sich um Ihre Gefühle.
    Wenn Sie immer wieder nutzlose Gespräche anfangen, gehen Sie beim nächsten Mal einfach wortlos aus dem Zimmer/aus der Wohnung.

    In einer Fernbeziehung ist das u.U. schwieriger. Dann können Sie Entsprechendes nur über das Telefon oder am Wochenende durchziehen.

    Ich hoffe, das hilft Ihnen erst mal weiter.

  • susi schrieb:

    was heißt sich mit klaren worten und steigender dringlichkeit wehren? wie macht man das? und wie könnte später das handeln aussehen? vor allem wie kann man das in einer fernbeziehung gestalten wenn man sich grad nicht sehen kann?

  • Hallo Susi,
    Männer brauchen klare Ansagen. Also nicht warten und hoffen, dass der Andere das doch wissen müsse oder ahnen könnte, dass einem dies und das nicht gefällt. Sondern sich deutlich wehren mit klaren Worten und mit steigender Dringlichkeit.

    Wenn Worte und Gespräche nicht helfen: handeln. Und zwar so, dass es den Anderen möglichst betroffen macht. Hilft das auch nichts und der Verletztende ist nicht bereit, zurückzustecken, ist das auch ein klares Signal über die Beziehung.

    Danke für Ihren Kommentar.

  • susi schrieb:

    wenn man sich über kleinigkeiten gestritten hat die nix mit echten beziehungproblemen zu tun haben verfällt man ja trotzdem oft in so ein gegenseitiges anschweigen. ich sag dann meinem schatz immer “ich will eigentlich gar nicht mit dir streiten. ich hab dich lieb. mich hat das und das nur eben geärgert.” das hilft. er sagt dann auch immer dass er ja nich streiten will. beim letzten mal kam dann raus dass er angespannt war wegen der arbeit und wie ihm das zu schaffen macht sah ich dann an seinen tränen. es hilft erstmal wieder die basis, also die liebe zueinander, klar zu machen. dadurch kommt man erstmal aus den schuldzuweisungen raus und kann dann mit den ich- botschaften ansetzen.
    manchmal trennen wir uns dann eben auch räumlich. wenn der andere wieder kommt is der ärger verflogen und entweder redet man dann oder es war eh nur kleinkram.
    mir hat auch geholfen mir klar zu machen dass man sich dinge eben nur wünschen kann. wenn mich etwas verletzt hat kann ich das sagen und mir ne entschuldigung wünschen das heißt aber nicht dass ich sie einfordern kann.
    nur leider hab probleme damit mich gegen verletztendes verhalten zu wehren. haben sie da vorschläge was man sagen kann um seine grenzen hier abzustecken?

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