Beziehungskrise? Hier sind die Warnzeichen.

143 Beziehungskrise? Hier sind die Warnzeichen. Der Buchtitel unten trifft es sehr genau: “Ehen zerbrechen leise”. Beziehungen enden gewöhnlich nicht mit einem großen Knall. Es sind vielmehr die kleinen Erschütterungen und Verletzungen, die sich über die Jahre negativ summieren. Natürlich ist jedes Paar und jede Beziehung anders. Trotzdem haben erfahrene Paartherapeuten eine Liste von Merkmalen erstellt, an denen man erkennen kann, dass in einer Beziehung Probleme liegen:

Geheimpläne und einsame Entscheidungen
d.h. wichtige Entscheidungen ohne Absprache, Zukunftspläne, in denen der Partner keinen Platz hat, häufiges Sprechen über Trennungsmöglichkeiten, nicht eingelöste Versprechen.

Mangelnde Loyalität
d.h. wiederholte Untreue, andere Prioritäten (Beruf, Hobby, andere Menschen) gehen immer vor, der Partner ist nicht auf der Seite seines Partners, sondern verbündet sich mit Dritten (Schwiegereltern, Freunde etc.) und der Partner steht isoliert da.

Kontrolle und Verunsicherung
d.h. Meinungen und Gefühle können nicht frei geäußert werden, weil man Angst hat vor der Reaktion des anderen. Ein Partner ann nicht auch seinen eigenen Interessen nachgehen, ohne dass der andere beleidigt ist, wütend wird oder versucht, Schuldgefühle zu erwecken (“Wenn du mich wirklich lieben würdest …”)

Respektlosigkeit
Alle Formen der “Nacherziehung”, bei denen einer versucht, den Partner zu verändern (“Lies doch mal ein vernünftiges Buch!”), persönliche Entscheidungen für ihn zu treffen (“Ich habe dir einen Hometrainer gekauft.”) oder wissen zu wollen, was für ihn/sie gut ist (“Ab heute kochen wir vegetarisch.”)
Auch entwertende Kritik gehört dazu (“Das ist mal wieder typisch für dich”, “Was kann man von einem Mann/Frau schon anderes erwarten” oder “Ich verstehe nicht, wie man an so was Spaß haben kann.”)

Aufkommende Verachtung
Menschen, die ihr Leben nicht im Griff haben, ihre Gefühle und Impulse nicht beherrschen können und sich in bestimmten Situationen eher kindisch oder pubertär anstatt erwachsen verhalten, riskieren, die Achtung des anderes zu verlieren.

Große Unterschiede in der Lebensplanung
Hier geht es um die gegenseitigen Vorstellungen bezüglich wichtiger Paarthemen (Kinder, Karriere, Rollenbilder, Geldbedarf und –verwendung, religiöse Orientierung etc.) Zwar sind hier auch Kompromisse möglich, doch wenn die eigenen Vorstellungen wichtiger genommen werden als die Beziehung zum Partner, wird es gefährlich.

Fehlende Gemeinsamkeiten
Das was eine Beziehung lebendig erhält ist vor allem der Austausch, also das was man miteinander teilt, worüber man gerne miteinander spricht, was man gerne zusammen unternimmt. Wenn hier die Interessen zu sehr auseinander liegen, gibt es einfach wenige Berührungspunkte.

Mangel an Humor
Gemeinsam lachen zu können lockert allzu feste Standpunkte und reduziert Stress. Hilfreich dafür ist ein gesundes Selbstbewusstsein (statt eines zu geringen), mit dem man es sich leisten kann, nicht immer Recht behalten zu müssen, einen Standpunkt auf mal aufgeben kann ohne zu befürchten, dass man damit gleich untergeht.

Körperliche Distanz
Hier geht es darum, ob man den Partner gerne riechen kann (im wahrsten Sinne des Wortes), ob man gerne seine Nähe sucht und Berührungen (vor allem auch nicht-sexuelle) gerne austauscht. Mit dem Körper reagieren wir unbewusst schneller auf Störungen in der Beziehung, die uns vielleicht noch nicht bewusst sind (“Eigentlich müsste ich glücklich mit ihm/ihr sein, aber wenn er/sie mich berührt …”)

142 Beziehungskrise? Hier sind die Warnzeichen. Wenn mehrere dieser Merkmale auf Ihre Beziehung zutreffen, sollten Sie handeln. Zum Beispiel, indem Sie offene Gespräche führen, in denen Sie Ihre Beobachtungen und Ihre Besorgnis darüber ausdrücken. Ob und wie Ihr/e Partner/in auf diese Gesprächswünsche reagiert (“Was du schon wieder hast!” “Wenn dich das stört, ist das dein Problem”) ist mitunter ein weiteres Warnzeichen für die Beziehung.

Wenn gemeinsame Gespräche über wichtige Punkte nicht möglich scheinen, können Sie sich als Paar professionelle Unterstützung holen. Zum Beispiel hier

Obiges Buch, das ich empfehle, gibt es hier

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 Beziehungskrise? Hier sind die Warnzeichen.
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21 Kommentare

  • Warnzeichen
    (1 Kommentar)
    wrote:

    Sehr interessant. Diese Warnzeichen sollte jeder mal gelesen haben, egal, wie es in der Beziehung steht.

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  • Roland Kopp-Wichmann
    (1066 Kommentare)
    wrote:

    Hallo Torsten,
    das müssen Sie ausprobieren. Und wenn das nicht hilft, geduldig miteinander reden, was sich hinter dem “komisch” verbirgt.

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  • Torsten
    (2 Kommentare)
    wrote:

    Hallo Herr Kopp-Wichmann.

    Mein Name ist Torsten und ich habe 1 Frage bzw. 1 Bitte an Sie — und zwar brauch ich einen bzw. einige Tipps. Ich bin mit meiner Freundin jetzt knapp 3 Monate zusammen und von Anfang an war alles prima, ich dachte mir wow solch eine Beziehung hatte ich noch nie! Doch seit 4–5 Tagen ungefähr ist is sehr komisch geworden, aber mehr von ihrer Seita aus als von meiner. Wir haben darüber gesprochen und sie meinte das sie in den letzten Tagen unsere Beziehung “komisch” findet! Also sie hat noch Gefühle für mich aber sie weiß nicht was los ist mit ihr. Jetzt hab ich mir gedacht, dass es vlt daran liegen könnte, dass wir uns jetzt jeden Tag gesehen haben und jeden Tag bei einander geschlafen haben. Ist das lt ein Grund dafür? Sie müssen wissen ich bin 24 und sie ist 18 und ich war in meinem Leben noch nie so verliebt und so glücklich wie mit ihr! Es war ein schwerer Kampf diese Frau zu bekommen! Aber es hat sich doch gelohnt. Jetzt haben wir vereinbart, dass wir uns in dieser Woche weniger sehen. Ist das der richtige Weg? Bitte helfen Sie mir mit guten Ratschlägen.
    Vielen Dank im Voraus.
    LG, Torsten

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  • Julio
    (1 Kommentar)
    wrote:

    Ja, sie entwickeln sich schleichend, es sei denn es gibt ein entsprechendes Ereignis, wie Gewalt oder Betrug. Ansonsten aber ist es wohl an den Partnern, für Respekt und ein schönes Miteinander zu sorgen. Sonst wird es zwingend auf eine solche Krise hinauslaufen. Vermutlich jedenfalls.

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  • Gökmen
    (1 Kommentar)
    wrote:

    HALLO ERSTMAL…..MEINE FREUNDIN HAT SICH LEIDER VON MIR GETRENNT..ABER ICH VERSTEHE WIRKLICH NICHT WARUM SIE SICH VON MIR GETRENNT HAT UND WARUM SIE AUFEINMAL SO KALT ZU MIR WAR…. ICH HABE SIE DAS OFT GEFRAGT UND HAB IMMER WIEDER DIE GLICHEN ANTWORTEN BEKOMMEN… z.B. AUCH WENN ICH ES WILL WIRD ES NICHT KLAPPEN ALS OB DA IRGENDWIE WAS DAZWISCHEN IST UND SIE ES MIR NICHT ERZÄHLEN WILL….WO WIR PERSÖHNLICH DARÜBER GESPROCHEN HABEN WAR SIESEHR POSITIV DRAUFWIESONST UND HAT NICHTS NEGATIVES GESAGT ABER WENN ICH DAN WEG WAR HAT SIE MIR SMS E GESCHRIEBEN DANKE FUR ALLES AUCH WENN ICH ES WILL GEHT ES NICHT BITTE FRAG NICHTS DU SCHAFFST DAS SCHON OHNE MICH…..DAS GANZE HAT ANGEFANGEN AM 14.januarAN IHREM GEBURTSTAG…. LEIDER MUSTE ICH DIE TAGE SEHR STRENG ARBEITEN UND NACH MEINER ARBEIT TÄGLICH STUNDENLANG BEI MEINEM BRUDER IN DER NEUEN WOHNUNG HELFEN…. HALT BEI STREICHEN MÖBELN TRANSPORTIEREN ALLES MÖGLICHE WAS NOCH DAZU GEHÖRT…. SIE WAR BEI UNS UND HAT DANN DEN GANZEN ABEND GEWARTET BIS ICH KOMME… GEGEN 17 UHR WAR ICH ZUHAUSE UND DACHTE MIR ICH SITZ MAL UND RUH MICH BICHEN AUS DA ICH TOTAL SCHLAPP UND KAPPUT WAR… UND PLÄTZLICH BIN ICH EINGESCHLAFEN IHR GESCHENKE WAREN AUCH BEREIT ABER BIN LEIDER EINGESCHLAFEN UND SEITDEM LÄUFT ALLES SCHIEF…. SIE SAGT MIR ALSO HAT MIR ANDAUERND GESAGT MEIN GEBURTSTAG WAR MIR WICHTIGER ALS SONT SON TAG ICH LEGE SEHR VIEL DRAUF VALENTINSTAG IST FUR MICH NICHT SO WICHTIG DA BRAUCHST DU AUCHNICHTMIT MIR ZU SEIN… BEI ANDEREN LEUTEN GRATULIERST DU DEN UND BEI MIR SCHLÄFST DU EIN??? UND UND UND SIE GLAUBT GARNICT DAS ICH AN DEM TAG WIRKLICH EINGESCHLAFEN BIN… SIE DENKT DAS ICH SIE ANLÜGE…UNSERE FAMILIEN KENNEN SICH MEINE GESCHWISTER BEKANNTEN ALLE WUSSTEN DAS WIR ZUSAMMEN SIND … ICH DACHTE MIR DAS WÄRE DIEFRAU MEINES LEBENS SIE HATMIR OFT GESAGT DAS SIE MIT MIR HEIRATEN WILL UND ICH IOHR TRAUMMANN WÄRE DAS SIE MICH UBER ALLES LIEBT DAS SIE IMMER AN MICH DENKT DAS SIE OHNE MICH NICHT KANN DAS SIE MIT MIR IM SOMMER INS URLAUB FLIEGEN WILL UND UND UND ABER PLÄTZLICH NACH DER AKTION WAR SIE KALT ZU MIR ……WIR HABEN SEIT 3 MONATEN KEIN KONTAKT HABEN UNSNUR EIN ZWEIL MAL KURZ GESEHEN DAS WARS ABER NICHT GESPROCHEN… ICH WILL UM SIE KÄMPFEN ABER EINERSEITSFUHL ICHMICH AUCH KEINE AHNUNG BISSCHEN VERARSCHT UND ZERBROCHEN…SIE WOLLTE NICHTS MEHR MIT MIR ZU TUN HABEN ABER HATTE TROTZDEM PAAR MAL VOM INTERNET GESCHRIEBEN ABER HABE SIE NICHT GEANTWORTET DA ICH ES EINFACH SO LASSEN WOLLTE … ALSO BESSER GESAGT WUSSTE ICH NICHT WARUM SIE MICH PLÖTZLICH WIEDER ANGESCHRIEBEN HAT UND HAB AUCH GARNICHT ZURUCK GEWANTWORTET… SI GING OFT FEIERN ABER ICH WUSSTE KAUM WAS DAVON IMMER HABE ICH ES SPÄTER ERFAHREN… IICH WURD GERN WISSEN WAS ICH JETZT DA MACHEN KANN ICH WILL WIRKLICH DAS ALLES WIEDER WIE FRUHER WIRD UND ICH WILL UNBEDINGT WISSEN WARUM WIR BZW SIE SICH VON MIR GETRENNT HAT….WIR HABEN SELTEN GEMEINSAM WASU NTERNOMMEN SIE HAT SICH KAUM EINGEHALTEN FAST IMMER ABGESAGT ODER OFT GARNICHT BESCHEID GEGEBEN UND MICH EINFACH STEHEN GELASSEN SOO DAS WARS DANN IST AUCH SCHON / UHR MORGENS HAB GARNICHT GESCHLAFEN UND ENTSCHULDIGE MICH WEGEN MEINER SCHLECHTEN AUSDÜCKEN UND FORMULIERUNGEN UND BITTE UN EINE ANTWORT…DANKE

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  • Roland Kopp-Wichmann
    (1066 Kommentare)
    wrote:

    Hallo Sandra,
    ich glaube, dass Sie innerlich eigentlich schon wissen, dass Ihre Beziehung zueinander nicht funktionieren kann. Zu wenig Interesse auf Seiten Ihres Freundes für Sie und Ihre Gefühle, zu wenig gemeinsame Zeit, zu wenig sonstige Gemeinsamkeiten.

    Es klingt für mich so, dass Sie beide mehr an die Idee einer gemeinsamen Liebe glauben. Aber das reicht nicht für eine Beziehung. Das Ganze hat auch etwas von einer sadistisch/masochistischen Beziehung. Ihr Freund verletzt Sie, will dass Sie ihn auch verletzen aber Sie leiden mehr. Sie sollten weniger auf das schauen, was Sie sich erträumen als auf das, was Sie in dieser Beziehung erleben.

    Danke für Ihren Kommentar.

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  • Sandra
    (7 Kommentare)
    wrote:

    Hallo!
    Wo soll ich anfangen… es ist das erste Mal, dass ich außerhalb meiner Beziehung Rat suche.
    Ich bin seit zwei Jahren mit meinem Freund zusammen; seit Valentinstag.
    Wir leben in unterschiedlichen Städten in unterschiedlichen Ländern, sprechen zwei verschiedene Sprachen. Ich habe seine Sprache gelernt und beherrsche sie jetzt flüssig mit wenigen Fehlern. Wir sehen uns fast jedes Wochenende; meist fahre ich mit dem Zug zu ihm, mal kommt er mit dem Auto zu mir. Er arbeitet, ich studiere. Ich bin 23, er ist 34.
    Ich kenne seine Familie, er kennt meine.

    Der Anfang unserer Beziehung war sehr schmerzhaft für mich, weil ich mich aus einer anderen Beziehung heraus in ihn verliebt habe. Wenn ich mit ihm zusammen war, war ich sehr glücklich; wenn ich alleine war, meist niedergeschlagen, voller Schuldgefühle und Trennungsschmerz.
    In abgeschwächter Form ist das auch heute noch der Fall; zu meinem Exfreund, der gleichzeitig immer mein bester Freund war, habe ich heute wenig Kontakt. Am Wochenende bin ich oft bei ihm, entfernt von Freunden und Familie. Mir hat das wenig ausgemacht, solange ich mit ihm glücklich war.

    Seit Herbst letzten Jahres bin ich das immer seltener. Im Oktober ist sein Vater erkrankt; er hat sich frei genommen und ist hingeflogen. Ich bin in seiner Wohnung alleine zurückgeblieben, in der letzten Woche meiner Semesterferien.
    Die Weihnachtsferien hat er (wie im Jahr davor, obwohl wir anderes verabredet hatten) bei seiner Familie verbracht; ich habe ihn also 3 Wochen lang nicht gesehen. Er wollte auch nicht, dass ich ihn dauernd kontaktiere, daher habe ich ihm e-mails geschrieben, aber nicht abgeschickt. Seitdem merke ich, wie ich mich gefühlsmäßig immer weiter von ihm entferne. Die Tatsache, dass wir zusammen sind, kann mich nicht mehr aufheitern, die Tatsache, dass wir räumlich getrennt sind, drückt mich zu Boden. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr mit ihm reden kann; wenn ich ihm sage, dass ich gerne mehr mit ihm reden würde, nicht nur über den Alltag, kommt von seiner Seite meist “klar, sprich mit mir” und er erwartet dann, dass ich ihm etwas konkretes sagen möchte. Ich habe aber kein konkretes Thema, möchte einfach über irgendetwas mit ihm reden, außer seiner Arbeit und Müll/Kochen/Freunde treffen. Wenn ich dann schweige, wird er ungeduldig. Wenn ich aber sage, dass ich das Gefühl habe, wir hätten uns nichts mehr zu sagen, ist er anderer Meinung.

    In letzter Zeit hatten wir mehrere sehr schmerzhafte Streits. Er wird sehr schnell wütend und lässt sein Temperament mit sich durchgehen, wird laut, übertreibt und spricht sich dabei aus; er meint, für ihn hat das eine positive Wirkung und ich sollte dann ebenso reagieren. Er versucht, mich zu provozieren, auch laut zu werden und zu übertreiben, und dann soll durch irgendeinen mir unverständlichen Mechanismus wieder alles gut sein. Gleichzeitig tun mir aber seine Übertreibungen weh (“du machst den ganzen Tag nichts” (ich habe Ferien, lerne aber), “du machst zu wenig Sport” (stimmt), du redest nur leeres Zeug” (ich interessiere mich für Philosophie und Literatur; er meint, von Abstrakten Dingen wird er wütend)). Gestern nacht bin ich in Tränen ausgebrochen, als er sich wie oben ausgelassen hat und dabei auch über das Buch hergezogen ist, das ich seit zwei Jahren schreibe. Er liest es nicht, weil er kein Deutsch versteht, aber er weiß, dass es um ihn geht; tatsächlich ist es eine etwa 300-seitige Liebeserklärung an ihn. Die Tatsache, dass er auch darüber wütend geworden ist, hat mir sehr weh getan. Wenn ich provoziert werde oder jemand wütend auf mich ist, tendiere ich dazu, mich zurückzuziehen, allein schon weil ich mit tränenerstickter Stimme nicht reden kann.
    Ich habe das Gefühl, dass mein Freund und ich intellektuell wenig gemeinsam haben. Gleichzeitig liebt er mich sehr und ich ihn auch; seit ich ihn kenne, träume ich davon, mit ihm zusammen zu ziehen und Kinder mit ihm zu bekommen. Wie soll das aber funktionieren, wenn wir uns so heftig streiten, dass ich an die Trennung denke, und wir uns nur aussprechen können, nachdem wir uns gegenseitig stundenlang verletzt haben?

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  • Roland Kopp-Wichmann
    (1066 Kommentare)
    wrote:

    Hallo Janae,
    Sie wollen wirklich einen Tipp?
    Also gut: trennen Sie sich so schnell wie möglich, denn der “Mann” liebt sie nicht.

    Wenn Ihnen das schwer fällt, lesen Sie dieses Buch “Er steht einfach nicht auf dich!” Warum Frauen nie verstehen wollen, was Männer wirklich meinen.” Da werden Sie sich wiederfinden und vielleicht schaffen Sie es dann. Ich wünsche es Ihnen.

    Danke für Ihren Kommentar.

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  • Janae
    (1 Kommentar)
    wrote:

    Hallo,
    ich und mein Freund sind seit 1 3/4 Jahr zusammen, seit ein paar Monaten stecken wir in einer Krise. Ich versuche immer mit ihm zu reden, aber er zeigt keine Einsicht. Alles scheint ihm wichtiger zu sein Kumpels, saufen zocken usw.

    Mittwochs kommt er nach der Bandprobe immer zu mir. Um 21.00 Uhr. Um 22.15 geht er dann schlafen , weil er müde ist. Aber am nächsten Tag kann er dann bis 0.00 saufen gehen. Ich finde das nicht toll, denn bei mir ist er müde, aber für anderes ist er topfit. Ein weiteres Beispiel wäre: immer wenn ich Frage z.B. wollen wir was trinken gehen, kommen immer Absagen. Sobald aber wer anders fragt, dann sagt er sofort ja. Ich habe es letztens angesprochen, es kam null Einsicht. Es kam nur, dann haben wir zwei verschiedene Meinungen. Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll. Er nimmt sich fast keine Zeit für mich und wenn, dann sitzen wir nur vor dem Fernseher. Was mache ich denn falsch? Wenn ich nichts sage, ändert sich auch nichts. Wenn ich was sage, dann wird er sauer, und es kommt kein Verständnis von ihm. Ich möchte es etwas ändern, aber wenn er nicht mitzieht, kann es doch nicht klappen. Haben Sie vielleicht Tipps?

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  • Roland Kopp-Wichmann
    (1066 Kommentare)
    wrote:

    Hallo Aline,
    ich glaube, Sie allein können die Beziehung nicht retten, das müssten schon sie beide tun. Das Hauptproblem scheint mir die Depression Ihres Partners zu sein. Die müsste er behandeln lassen. Entweder mit Medikamenten (Antidepressivum) oder mit Psychotherapei — am besten beides zusammen. Bisher “behandelt” Ihr Partner sich nur mit Alkohol. Das hilft zwar auch begrenzt gegen die Verstimmung, aber die Nebenwirkungen sind verheerend.

    Inwieweit Ihre depressiven Verstimmungen behandlungsbedürftig sind oder vor allem eine Reaktion auf Ihre Beziehungssituation kann ich nicht nicht abschätzen. In jedem Fall wäre es auch für Sie gut, sich für eine Weile professionelle Unterstützung zu holen, um zu sortieren, was Ihnen wichtig ist und welche Lebensziele für Sie erreichbar sind.

    Therapeuten in Ihrer Nähe finden Sie hier: http://www.psychotherapiesuche.de oder http://www.therapie.de

    Danke für Ihren Kommentar.

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  • aline
    (2 Kommentare)
    wrote:

    hallo. ich brauche dringend einen rat von einem aussenstehenden. mein partner und ich sind nun schon bald 2 jahre zusammen und haben eine tolle tochter. der altersunterschied beträgt zwar auf dem papier 21 jahre, doch in wirklichkeit ist es eher nicht so.
    er ist gewohnheitstrinker, sprich alkoholiker. (bier)
    nun ist es so, dass er einige male einen alkabsturz hatte. beim letzten mal sagte ich ihm entweder der alk oder die familie. er hörte auf zu trinken und es lief wirklich gut. doch jetzt wo es herbst geworden ist hat er wieder seine depressionen und trinkt wieder. ich selber bin auch sehr schnell gefährdet depressiv zu werden, versuche aber immer die negativen gefühle unserer tochter wegen zu verdrängen. er jedoch bleibt bis mittags im bett, hilft im haushalt kaum mit und sitzt nur noch vor der glotze. wir schlafen auch nicht mehr miteinander und das seit schon bald einem jahr. meine kräfte sind in den reserven und ich habe oft das gefühl, ich kann nicht mehr. eigentlich weiss ich, dass es für mich das beste wäre, mich zu trennen. doch wir haben auch immer wieder schöne momente, welche mir wieder hoffnung geben. heute war ich mit unserer tochter unterwegs und kam um 8 uhr nach hause. er trank wieder und wir redeten. er sprach davon, dass es ihn vom kopf her treibt heute noch in den ausgang zu gehen und erst morgen wieder zu kommen. ich hatte absolut keine chance, ihn davon abzubringen. er ging. ich weiss nicht mehr weiter. ich möchte mich nicht trennen und doch habe ich absolut keine kraft mehr. haben sie mir eventuell einen rat, wie ich unsere beziehung noch retten kann??
    liebe grüsse

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  • Roland Kopp-Wichmann
    (1066 Kommentare)
    wrote:

    Hallo Miri,
    das ist ja eine schlimme Berg– und Talfahrt, die Sie da hinter sich haben. Der Grund ist wahrscheinlich, dass Ihr Freund eine Borderlinestörung hat. Sie schreiben ja, dass er Schlimmes in der Kindheit erlebt hat. Daraus kann sich so eine Störung entwickeln. Wie sich in der Partnerschaft auswirkt, können Sie hier nachlesen.

    So eine Störung verschwindet nicht von allein, sie muss auf jeden Fall behandelt werden. Leider haben Menschen mit so einem Problem oft lange keine Einsicht, dass Sie eine Psychotherapie brauchen, um das aufzuarbeiten. Ihnen würde zur Bewältigung des Vergangenen und bei der Frage, wie es nun für Sie weitergehen soll, professionelle Unterstützung vermutlich auch gut tun. Psychotherapie ist eine Kassenleistung und wird voll bezahlt. Sie können direkt zu einem Psychotherapeuten gehen. Hier können Sie suchen: http://www.psychotherapiesuche. de oder auch hier. http://www.therapie.de.

    Sie beide brauchen professionelle Hilfe, um sich aus dieser unseligen Verkettung zu lösen.

    Danke für Ihren Kommentar.

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  • miri
    (1 Kommentar)
    wrote:

    Hallo,
    ich habe auch ein grosses Problem, bitte helfen Sie mir.
    Ich wr ein Jahr mit meinem Partner zusammen. Ich weiss, das hort sich jetzt kindisch an, aber die Beziehung war am Anfang so intensiv, das wir uns nach 6 monaten verlobt haben und zusammengezogen sind und wollten nächstes Jahr heiraten. Ich dachte er ist der Mann furs Leben.

    Nachdem wir 1 Monat zusammengelebt haben, begannen die Probleme. Mein Partner ist ein Adoptivkind und hat nicht so tolle Dinge in der Kindheit erlebt mit Jugendámtern usw. Er hat ein Aggressionsproblem, dass er Probleme nicht mit normalem Reden lösen kann, sondern sehr schnell mich anschreit und das bringt mich dann zum Ausflippen. Es sind meistens Kleinigkeiten, die absolut eskalieren bis hin zur Trennung.

    Zudem hat der ein Problem mit Dominanz. Er fuhlt sich sofort angegriffen und kann mit meiner aktiveren Art nicht umgehen. Er sagt, dass ich alles mache undiIhn bestimme, was aber nicht so richtig ist. Ich reagiere auf Problemlosungen sehr aktiv. Ich habe alles versucht, Ihn davon zu uberzeugen, sich nicht minderwertig zu fühlen aber er hat es eher als Provokation erlebt — leider.

    Wir hatten vor einem Monat einen sehr heftigen Streit, worauf er für einen Tag ausgezogen ist. Am nachsten Tag haben wir uns getroffen und er meinte, er könnte ohne mich gar nicht leben und er weiss nicht, warum er seine Fehler nicht eingestehen kann. Ihm fallen so viele Fehler ein, wenn wir getrennt sind. Wir wollten es nochmal versuchen, er hat sich paar Tage grosse Mühe gegeben MICH ZUM ESSEN AUSGEFUHRT IN das Restaurant, wo wir auch unsere Verlobung gefeiert haben, um an schöne Zeiten zu denken, mir ein super Frühstück vorbereitet, einen riesen Blumenstrauss geschenkt usw, so dass ich dachte, alles wird gut, weil er mir das auch versprochen hats dass sich was andern wird.

    Mein Gefuhl war aber getrübt, ich hatte ein komisches Gefuhl, das sich leider 2 Tage spater bewahrheitet hat. Am Monntag nach diesem tollen Wochenende habe ich ihn früh auf die Arbeit gefahren, unterwegs hat er noch gesagt, er liebt mich und wir werden das schaffen. Ich habe mir nichts gedacht aber das war leider der Tag, wo er einfach verschwunden ist. Ich bin 4 Tage durch die Hölle gegangen und hab das garnicht verstanden, warum er einfach weg ist, obwohl alles noch zuhause war, auch sein Handy. Ich war bei der Polizei in Krankenhausern usw. nirgendswo war er. Sein Chef, der immer ihn negativ uber unsere Beziehiehung beeinflusst hat, hat mich belogen und ihn verleugnet, als ich ihn zur Rede stellen wollte. Danach ist alles noch schlimmer eskaliert, so dass er jetzt komplett ausgezogen ist Auf die einzelnen ekligen Details der Trennung gehe ich lieber erst garnicht ein, das ist zu traumatisch noch fur mich alles.

    Einen Tag schreibt er mir, es tut ihm Leid, den anderen Tag ist er voll sarkastisch zu mir und tut mir weh, wo er nur kann. Ich verstehe diesen Menschen nicht mehr. Es tut alles so weh ich leide an der ganzen Trennung und vermisse ihn sehr, es ist wie eine Abhängigkeit. Jeder sagt, lass es sein, er ist nicht der Richtige, aber ich kann nicht. obwohl mein Gehirn sagt nein, sagt mein Herz genau das Umgekehrte. Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll. Mein stolz ist sehr verletzt. Ich bin total verzweifelt. Bitte helfen Sie mir,

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  • phily
    (1 Kommentar)
    wrote:

    Hallo, ich bin momentan in einem Gefühlschaos und irgendwie habe ich das Gefühl, das alles was ich tue falsch ist und sein könnte. Vielleicht können sie mir weiterhelfen.
    Ich bin mit meinem Freund jetzt genau seit einem Jahr zusammen und wie Männer nun mal so sind wahr er anfangs hin und weg. Er hat mich das durch seine Augen, Worte, Taten, einfach durch vieles spüren lassen. Es fühlte sich schön an und auch ich empfand so. Wir hatten aber auch anfangs unsere vielen kleinen Diskussionen über Männersachen und Frauensachen. Mit der Zeit haben wir uns wirklich zu einem gutem Team entwickelt und im Grunde sind wir uns in vielen Dingen ähnlich und einig, Kindererziehung, Moral, Respekt, Familiensinn usw. Oder wie das nun in der Beziehung ist, man übernimmt auch teilweise Gewohnheiten des anderen, wie zB die Art das Ei zu essen. Mir fiel es am anfang schwer mich zu öffnen doch dann als ich dann wirklich soweit war und ihn mehr und mehr lieben gelernt habe hat er verkündet, dass die Beziehung beenden möchte. Für mich ist die Welt zusammen gebrochen und ich habe nichts mehr verstanden. Ich habe doch mehr und mehr gegeben. Er meinte es liege nicht an mir, sondern an ihm. Er wüsste auch nicht was los ist, aber er konnte mir auch nicht wirklich sagen was der Grund ist. Ich vermute es war der Alltagsstress und die Routine. Unsere Beziehung hat am Anfang so ein hoch gehabt, wir haben so schnell so vieles erlebt und dann, dann war die Flaute da. Mir ist bewusst, dass nach einer Zeit die Verliebtsseinphase endet und dann der Alltag eintritt, aber ich glaube ihm war das nicht wirklich bewusst.
    Da ich ihn nicht verlieren wollte habe ich ihm um eine Bedenkzeit gebeten. In diesen einem Monat habe ich anfangs meine Gefühle frei in Lauf gelassen und es ihn spüren lassen wie sehr ich ihn liebe. Doch gegen Ende wurde mir bewusst, dass man die Entscheidung eines Menschen rational nicht ändern kann und auch nicht mit überhäufungen von Liebeserklärungen. Und genau dann als ich ihm meine Meinung gesagt habe (was ich von ihm halte, denn ich war sauer!), als ihn praktisch gehen gelassen habe hat er es am gleichen Abend bereut und stand zwei Nächte später vor meiner Tür. Ich hatte mich wirklich entschieden ihn gehen zu lassen, wenn er so glücklicher ist. Aber er kam freiwillig zurück und das war ein gutes Zeichen fand ich. Danach die Zeit war so schön und es fühlte sich wie am ersten Tag an, er sah mich genauso verliebt an wie damals.
    Und nun bemerk ich wieder die Anzeichen von damals bevor er mir in Tränen gestand das er sich trennen möchte. Ich möchte etwas tun und die Beziehung retten denn er ist mir sehr wichtig, ich liebe ihn und im Grunde genommen weiß ich das wir wirklich zusammen passen ohne das es zu euphorisch klingt. Ich habe schon einiges hinter mir und kenne das Gefühl, wenn etwas „unecht“ ist und so oft habe ich Männer abgewiesen, wenn ich gemerkt habe das es einfach nicht passt. Aber diesmal sagt mir meine innere Stimme das es einfach passt. Es hört sich paradox an, aber es ist wirklich so. Aber ihm das so erklären, halte ich auch nicht für richtig. Ich kann ihm das nicht so unter die Nase binden.
    Hinzu kommt das Problem, dass wir eine Art Fernbeziehung führen, er pendelt zwischen 3 Städten. Er hat einen extrem stressigen Beruf und eigentlich haben wir z.Z. unterschiedliche Tagesabläufe. Doch da meiner flexibel ist richte ich es immer so ein, dass wir uns dann sehen können. Das geht auf Kosten meiner Familie, Freunden und Hobbys. Aber sonst wäre es überhaupt nicht möglich uns in der Woche mal zu sehen. Doch wenn wir uns sehen ist er gestresst, müde und unter Zeitdruck auf Grund der Arbeit. Da bleibt also keine Zeit um etwas mit Freunden zu erleben oder überhaupt einen Tanzkurs oder ähnliches zusammen zu machen. Wir bleiben immer zu Hause, damit er nicht noch weiter erschöpft ist. Wir waren noch nie zusammen tanzen und bis jetzt auch nur zwei mal mit meinen Freunden weg. Das erste Mal war es am Anfang der Beziehung und es endete damit, dass er eifersüchtig auf meinen Kumpel reagierte (natürlich nach dem Treffen). Das zweite mal war es an unserem 8. mit meiner Freundin und ihrem Freund. Es war richtig schön und wir hatten sehr viel Spaß. Aber bisher habe ich weder seine Freunde getroffen noch sind unsere Familien involviert. Und ich denke genau das ist das Problem und die Lösung für so vieles. Dann würde die Beziehung frischen Wind bekommen, wir mehr Sozialleben, mehr Gemeinsamkeiten, und beide müssten keine Opfer bzgl. Zeit für Freunde und Familie bringen. Da aber beide Familien sehr konservativ sind wäre die Folge davon das es sehr ernst wird. Damit habe ich keine Probleme, im Gegenteil ich liebe ihn und wünsche mir eine Zukunft. Zumal in meinen Augen die Probleme eher zurück gehen. Wenn wir in einer Stadt wohnen oder gar zusammen ziehen, haben wir zwar mehr Zeit für uns, aber gerade dann auch für Freunde und Familie und das unabhängig von einander. Wir würden nicht streiten darüber wann und wie wir uns das nächste Mal sehen, ich wäre nicht ständig so unsicher wie er zu mir steht und würde nicht so anhänglich sein usw.
    Aber als ich ihn mehrmals darauf angesprochen habe es praktisch den Familien zu sagen und es damit offiziell zu machen um unsere Beziehung damit zu erleichtern hat er nach langem hin und her gestanden er sei noch nicht bereit dazu, da er noch nicht das Gefühl dazu hat. Er liebt mich zwar, aber…
    Nun geht es mir gar nicht ums heiraten, sondern nur das sich die Beziehung weiterentwickelt. Aber in unserem Fall scheint es mir ein Teufelskreis zu sein. Ich denke wir haben eine Beziehungsflaute und einen Stillstand eben gerade, weil wir außer vor auf der Couch hängen und ins Kino gehen nicht wirklich ein Sozialleben mit anderen haben und ständig uns unter Zeitdruck sehen. Das führt dazu, dass das Kribbeln , die Aufregung weg ist und der Alltag eintritt.
    Einerseits muss man sicher ja sicher sein und noch viel Aufregung und emotionale Anziehungskraft verspüren um wirklich so einen großen Schritt zu machen, andererseits hängt davon ab, dass überhaupt wieder mehr Leben in die Beziehung kommt und somit auch wieder Aufregung.
    Ich bin einfach verwirrt und irgendwie ist jeder Gedanke falsch– zumindest kommt es mir so vor. In den letzten zwei Wochen habe ich zweimal einen Moment gehabt wo ich mich unwohl gefühlt habe, weil eben die Stille eingetreten ist und wollte eigentlich in dem Moment alles loswerden und die Beziehung beenden. Denn einerseits will er die Aufregung und die Bestätigung seines Herzens das ich die Richtige bin, andererseits habe ich das Gefühl er sieht die Lösung nicht bzw. er macht sich über die eigentlichen Probleme keine Gedanken. Ohne seine Hilfe schaffe ich es nicht alleine! Aber ich will nicht schon wieder mit ihm darüber reden, denn er fühlt sich wieder unter Druck gesetzt. Belasse ich es also bei der Situation wird er mir in spätestens zwei Monaten wahrscheinlich den Rücken kehren, spreche ich ihn wieder darauf an, fühlt er sich bestimmt wieder unter Druck gesetzt. Ich liebe ihn und will ihn nicht verlieren, bin aber zZ so verzweifelt, dass ich den Drang habe Schluss zu machen, da ich diesen Leistungsdruck nicht mehr aushalte. Ständig habe ich das Gefühl ich müsste alles tun, weiß nur nicht was und ich habe das Gefühl ICH bin diejenige die das erkennt, er nicht..
    Ich wäre Ihnen für Ihren Rat sehr dankbar!

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  • Roland Kopp-Wichmann
    (1066 Kommentare)
    wrote:

    Liebe Bea,
    ich rate Ihnen, sich zu trennen und eigentlich hätten Sie das schon viel früher tun sollen. Was Ihr Partner will, sit eine Geisha oder eine Mutter oder beides in einem aber definitiv keine Partnerin.

    Wenn die Arbeitszeiten so stimmen, ist Ihr Partner ein Workaholic und mit Süchtigen kann man kaum eine Beziehung führen. Es sei denn, man versucht es so, wie Sie all die Jahre. Man ordnet die eigenen Bedürfnisse total unter in der irrigen Hoffnung, der Partner würde sich einmal ändern. In der Suchtarbeit nennt man das Co-Abhängigkeit. Schlagen Sie den Begriff bei Google nach und es wird Ihnen vieles bekannt vorkommen.

    Ihr Partner hat zwar ein Problem, sieht es aber nicht, deswegen können Sie ihm und auch sonst auch niemand helfen. Das Ganze geht nun schon 16 Jahre, Sie schreiben nicht, wie alt Sie sind, aber auf jeden Fall jung genug, etwas Besseres verdient zu haben.

    Wenn Sie sich aus der Beziehung gelöst haben, rate ich Ihnen, Ihr Co-Abhängigkeits-Thema mit professioneller Hilfe zu bearbeiten, sonst kann es sein, dass Sie in der nächsten Beziehung etwas Ähnliches erleben.

    Ich hoffe, meine klaren Worte verletzen Sie nicht, ich will Sie nur aufrütteln. Es besteht dringender Handlungsbedarf.

    Danke für Ihren Kommentar.

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  • bea
    (3 Kommentare)
    wrote:

    Hallo.

    Seit 16 Jahren lebe ich in einer Partnerschaft, die schon recht zu Beginn Einrisse bekam, weil mein Partner sich noch nicht von der Ex gelöst hatte. So zog sich das Drama über mehrere Jahre, er ging nicht fremd, machte aber immer wieder deutlich, dass der Kontakt zu ihr über allem steht, egal, was ich davon hielt und machte das Ganze auch weitgehend mit sich alleine aus (= heimlich). Das ist bis heute so geblieben.

    Leider zeigte sich in den kommenden Jahren, dass er so ziemlich alles mit sich alleine ausmacht und mich auch trotz meiner Bitte nicht integriert. Gleiches gilt für meine Bedürfnisse in der Partnerschaft. Während er die Firma aufbaute, arbeitete er jahrelang 7 Tage die Woche, keine Urlaube, keine Feiertage, rund um die Uhr und ich habe mitgeholfen, weil es sein Aufbau war. Irgendwann sah ich, dass kein Ausgleich stattfand, also nicht mal einen Abend, wo wir mal wichtiger waren. Es war ein einseitiges Nehmen. Dann habe ich aufgehört zu helfen, weil ich es unfair fand.

    Mittlerweile hat mein Partner seinen Arbeitsrhythmus so, dass er gegen 11 Uhr arbeiten geht und abends erst spät nach Hause kommt. Auch das habe ich mir lange angesehen, oft gab es auch Streit, weil es immer nur nach seinem Zeitplan ging. Die letzten Tage habe ich ihm gesagt, dass es so nicht mehr geht, weil ich seelisch vertrockne und unsere Beziehung vor allem zeitlich von ihm total fremdbestimmt wird. Er meint dann, ich könnte doch machen was ich wollte. Auf meine Forderung hin, dass wir endlich ein Gleichgewicht hinsichtlich unserer Bedürfnisse — auf unser MITEINANDER — schaffen müssen, ging er nicht ein. Es wäre nun mal so, da könnte er auch nichts für, die Firma wäre jetzt so eingestellt und das würde auch so bleiben.

    Ich war fassungslos und habe das Gefühl, ich habe jahrelang Verständnis gehabt, ihn unterstützt und gewartet (auch mit wirklichem Verständnis für seine Firmensituation) und nun stellt er mich vor die Wahl, dass ich das so weiterleben oder lassen kann.Weiß nicht, was ich tun soll. Er sagt er liebt mich, möchte aber nicht mehr so viele Diskussionen, sondern eher gute Laune von mir. Wir sollten nochmal bei Null anfangen. Aber ohne, dass er beruflich/zeitlich was ändert müsste.

    Das käme für ihn nicht in Frage. Ich weiß inzwischen nicht mehr, ob ich das Ganze zu eng sehe und mich an dem Thema abends Zeit miteinander festgebissen habe, oder ob das Ganze wirklich so egoistisch ist, wie es sich mir darstellt. Ich weiß nicht , ob ich mich trennen soll, denn ich möchte ja eigentlich das Gegenteil. Wir haben beide nach wie vor viel Gefühl für einander. Und teilen auch manches. Aber ich komme nur nicht damit klar, dass er in allem seine eigenen Wege geht, meine Toleranz massiv überspannt und selber keinen Ausgleich schafft. Es ist so einseitig. Was raten Sie mir?

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  • Roland Kopp-Wichmann
    (1066 Kommentare)
    wrote:

    Hallo Fritz,
    aus Ihren Zeilen wird mir nicht so recht klar, woran es in Ihrer Beziehung klemmt. Sich zusammenraufen geht ja auch nur, wenn man weiß, wo die Konflikte liegen und ob man diese bearbeiten will und kann.

    Der einzige strittige Punkt, über den Sie schreiben, scheint die Art und Weise zu sein, wie Sie beide sich Ihre Zuneigung zeigten und dass Ihr Freund mehr Verbindlichkeit in der Beziehung und mit Ihnen zusammenziehen wollte. Ab da lief es wohl auseinander.

    Sie können noch mal versuchen, eine richtige Aussprache mit ihrem Partner zu verabreden und schauen, ob er da zu bereit ist. Dann müssten Sie aber auch beide ehrlich zueinander sein und die schwierigen Themen auf den Tisch packen. Und hier geht es vor allem um den Punkt, warum Sie nicht zusammenziehen wollen, was das für Sie bedeutet und warum Ihr Freund das möchte und was er sich davon verspricht.

    Dass es in einer Beziehung unterschiedliche Wünsche gibt, ist normal. Und wenn die Zuneigung groß genug ist, findet man auch meist einen Weg für einen Kompromiß. Ist sie nicht groß genug, sind das dann oft die “Gründe” für eine Trennung.

    Danke für Ihren Kommentar.

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  • Fritz
    (1 Kommentar)
    wrote:

    Hallo!
    Ich führe seit 5 Jahren eine im Grund schöne Beziehung. Es ist meine erste Beziehung und seit vier Tagen leider vorbei.

    Grundsätzlich würde ich die ersten 4,5 Jahre als sehr schön und durchaus glücklich betrachten. Ich hatte zwar zwischendurch Zweifel, mal war es “langweilig” und dann und wann hatte man auch keine Lust auf Sex, jedoch war es immer so, dass man sich immer wieder zusammengerauft hat.

    Vor einem halben Jahr war es nun so, dass mein Partner sich immer mehr von mit distanziert hat. Zunächst dachte ich mir nicht viel dabei, denn zu dieser Zeit musste er viel arbeiten und ich dachte, es liegt daran. Nach 2–3 Wochen wurde ich doch stutzig und fragte nach. Nach und nach stellt sich raus, dass er sich nicht mehr sicher war mit unserer Beziehung. Gründe waren für ihn vor allem, dass ich nicht zusammenziehen wollte. Außerdem war es tatsächlich in der Beziehung so, dass er eher einer ist der mir sehr oft seine Liebe gestanden hat und ich eher in besonderen Momenten. Im großen und ganzen waren es diese Dinge, die ihn sehr gestört haben und wir eine kurze, jedoch schwierige Zeit hatten.

    Meinerseits habe ich versucht, ihm in dieser Zeit zu zeigen, wie viel er mir bedeutet und es kam auch dazu, dass wir zusammen blieben und uns mehr Mühe geben wollten.

    Es wurde zwar auch leicht besser, jedoch blieb die Distanz. Mehrfach habe ich ihn darauf angesprochen, ihn gebeten, dass wir doch mehr Zeit miteinander verbringen müssen. Ich habe oft einen Kurzurlaub vorgeschlagen oder sonstige gemeinsame Aktivität. Es war jedoch meistens so, dass er mehr oder weniger alle Vorschläge abgelehnt hat, wir immer weniger Zeit miteinander verbracht haben und wenn ich was gesagt habe, dann war seine Antwort, dass er “Alles Super” so findet wie es ist.

    Jedoch wurde es immer schlimmer. Nun kam dazu, dass wir kaum noch Zärtlichkeiten ausgetauscht haben, uns wenig zu sagen hatten und ich auch meinerseits die Lust verloren habe mehr dafür zu tun. Klar hatte man noch Kontakt, aber eben nur weil man Kontakt hat und nicht aus tiefster Zuneigung.

    In beidseitigem Einvernehmen haben wir nun letzten Do. die Beziehung auf Eis gelegt. Seinerseits kam bereits am nächsten Tag ein Anruf. Er wollte dass wir am Wochenende wegfahren, es nochmal probieren, uns Mühe geben. Ich sagte dann, dass wir das doch das letzte Jahr gemacht haben! Es ging so lange hin und her…

    Am Ende war mein Vorschlag, dass man sich einfach nicht mehr hört und sieht und etwas zur Ruhe kommt und nachdenkt. Nun war der erste Tag an dem ich seit 5Jahren zum ersten Mal, keine SMS, kein Tel. mit ihm geführt habe und wir uns auch nicht gesehen haben. Ich bin wirklich sehr fertig und am verzweifeln.

    Meine Freunde sagen, dass meine Entscheidung richtig war und dass ich ja schon oft Zweifel geäußert habe, nicht nur im letzten halben Jahr und dass ich durchhalten soll. Ich zweifele aber, ob das so richtig war. Vielleicht sollte man sich nochmal zusammenraufen, es wieder versuchen.

    Was raten sie?
    DANKE!

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  • Roland Kopp-Wichmann
    (1066 Kommentare)
    wrote:

    Hallo Matthias,
    da bei Ihnen beiden noch positive Gefühle da sind, würde ich darauf aufbauen. Einiges tun Sie ja schon. Gemeinsam ausgehen, Freundeskreis aufbauen etc.
    Dass es Sie bei den beschriebenen Schwierigkeiten zu einer anderen Frau hingezogen hat, ist nachvollziehbar aber nur ein Ausweg, der unter Umständen bei einer Trennung einen hohen Preis kostet.
    Sie schreiben, dass Ihre Frau angefangen hat, sich zu verändern. Vielleicht können Sie auch anfangen, sich zu verändern, denn an der Krise haben immer beide ihren Anteil.
    Was das sein könnte, weiß ich nicht. Aber Sie mit Ihrer Frau können es herausbekommen. Einmal durch Zwiegespräche mit dem Thema “Wie ich mich in meiner Ehe fühle”. Eventuell könnte auch eine Paartherapie an diesem heiklen Punkt nützlich sein.

    Danke für Ihren Kommentar.

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  • matthias
    (2 Kommentare)
    wrote:

    Hi,
    ich habe seit 1,5 jahren eine beziehung zu einer frau aufgebaut. Zuerst war es nur sex, danach haben wir uns in einander verliebt. dies schieben wir schon ca 0,5 jahre vor uns her.
    Ich bin seit 19 jahren verheiratet und habe zwei Kinder. meine frau (45j) hatte mit 30 eine krise die wir gemeinsam gemeistert haben. wir hatten uns damals für eine familie entschieden. die war anfangs auch der der richtige weg. wir hatten wieder gemeinsame ziele. die kinder wurden größer und selbständiger. in den freizeitaktivitäten haben wir uns immer mehr auseinander gelebt. wobei wir in den letzten monaten immer mehr getrennt voneinander über trennung nachgedacht haben,weil beide unzufrieden waren.
    meine frau befindet sich im moment in einer depressiven phase sie zieht sich sehr häufig zurück und geht selten aus. hat daher auch wenig freunde.
    als ich vor einer woche von meiner beziehung gebeichtet habe, haben wir gemeinsam die obigen fehler analysiert.
    wir können ohne zu streiten und in ruhe (mit einigen tränen) über diese probleme reden.
    Meine frau ist immer noch verliebt in mich viel mehr wie in den guten zeiten.
    Sie ist dabei ihr leben zu ändern, sie hat sich im sportstudio angemeldet, sucht eine arbeit (nach der Kinderpause)wollen häufiger ausgehen und einen freundeskreis aufbauen
    ich fühle mich zeitweise zu meiner beziehung hingezogen. da wir eine wunderschöne zeit hatten, welche ich zunächt einmal ruhen lasse, um mit mir ins reine zu kommen.
    zeitweise fühle ich mich zu meiner frau hingezogen, wenn wir nach langen diskussionen wieder einen lichtblick für unsere ehe finden. der sex ist schon besser geworden.
    nach einer weile denke ich dann wieder über trennung nach.

    Was raten sie mir(uns)????

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  • Beziehungskrisen im Team…

    Bildquelle: © R. van Melis / pixelio

    Seit Wochen geht mir eine Buchbesprechung von Roland Kopp-Wichmann nicht aus dem Kopf. In dem Buch “Ehen zerbrechen leise” von P. Angst werden neun Warnsignale genannt, an denen man erkennen kann, dass…

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