Alle guten Vorsätze haben etwas Verhängnisvolles, sie werden beständig zu früh gefasst.

–Oscar Wilde

Warum aus Ihren guten Vorsätzen vermutlich wieder nichts wird.

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Statt dessen ein paar unübliche aber wirkungsvolle Tipps.

Devorsätze 300x180 Warum aus Ihren guten Vorsätzen vermutlich wieder nichts wird.r Jahresanfang ist ja für viele Menschen ein Zeitpunkt, wo man gern gute Vorsätze fasst.

Natürlich ist jeder Tag des Jahres genauso gut geeignet. Aber es ist wie mit dem Muttertag. Rituale können zwar helfen, etwas nicht zu vergessen. Doch mit den guten Vorsätzen ist es nach einiger Zeit genauso wie mit der Dankbarkeit gegenüber Muttern. Wir vergessen sie wieder oder geben das geplante Verhalten auf.
Warum geschieht das so häufig?

Mangelnde Willensstärke? Das falsche Ziel? Oder warum scheitern unsere gut gemeinten Vorsätze so oft? Es hat damit zu tun, dass unsere ungeliebten Gewohnheiten eben keine schlechten Verhaltensweisen sind, sondern kreative Lösungen für innere Konflikte.

"Gewohnheiten sind gespeicherte Lösungen," schreibt Steve Pavlina. Das ist eine kluge Definition, denn Sie beinhaltet zwei wichtige Erkenntnisse, die bei der Veränderung von Gewohnheiten zu berücksichtigen sind. Und die Sie vielleicht trösten, wenn Ihr guter Vorsatz zum Jahresbeginn wieder so kurzlebig sein sollte.

"Gespeichert" zeigt einerseits an, dass unsere Gewohnheit aus der Vergangenheit herrührt. "Lösung" verrät, dass unsere Gewohnheit mit einem Problem zusammenhängt, für das unsere Gewohnheit einmal eine erfolgreiche Lösung darstellte.

Doch für welches Problem? Und wann war das? Um eine ungeliebte Gewohnheit nachhaltig zu verändern, ist es meistens notwendig, genau dies herauszufinden. Auf diesem Blog finden Sie zahlreiche Hinweise dazu, welches Problem das im Einzelnen sein kann. Geben Sie einfach ein Stichwort in das Suchfeld unten rechts ein.

Bevor Sie jetzt gleich alles aufgeben und einfach so weiter machen wie im alten Jahr, hier ein paar unübliche aber wirkungsvolle Vorschläge, falls Sie sich etwas für die kommende Zeit vornehmen wollen.

Auf meiner Recherche dazu fand ich diesen Beitrag von Leo Babauta. Ich habe seine Überschriften übernommen und dazu eigene Texte verfasst. Vielleicht sind sie ja eine gute Einstimmung für Sie für das kommende Jahr.

 

1. Tun Sie weniger.

Viele Zeitmanagement-Tipps gehen ja in die Richtung, wie man immer mehr in kürzerer Zeit erledigt bekommt. Das erreicht man damit vielleicht - allerdings um den Preis, dass man möglicherweise dauernd beschäftigt ist, auf hohem Niveau also optimal funktioniert. Das ist das Problem etlicher Menschen, die zu mir in Seminare oder Coachings kommen. Und auf die das Zitat von Ödon von Horvath passt" "Eigentlich bin ich ganz anders aber ich komme so selten dazu."

Doch es gibt einen anderen Weg, den ich seit längerer Zeit ausprobiere. Sich auf das zu konzentrieren, was entweder absolut notwendig ist oder wirklich wichtig ist. Und alles andere konsequent wegzulassen. Es ist erstaunlich, wie viel Zeit ich dadurch gewonnen habe, dass ich weniger Zeitung lese, kaum fernsehe, viele Routinearbeiten delegiert habe usw.

 

2. Weniger besitzen macht leichter.

"Besitz besetzt," sagte mal ein tibetischer Lama zu mir, als ich mich darüber beklagte, dass mein Leben so angefüllt mit Sorgen um alles Mögliche sei.

Dies soll kein Plädoyer für Bedürfnislosigkeit oder radikalen Konsumverzicht werden. Vielmehr ein Einladung, einmal achtsam einen Rundgang in Ihrer Wohnung zu machen und all das zu betrachten, was Sie so im Laufe der Jahre angehäuft haben.

Fragen Sie sich einfach, wie oft Sie die betreffende Sache im letzten Jahr benutzt haben. Schauen Sie auf Ihr Bücherregal, in Ihre Küchenschränke, auf Ihren Schreibtisch, in Ihren Kleiderschrank, das Schuhregal, in den Keller usw.

Fragen Sie sich, ob Sie das wirklich brauchen oder ob der Besitz vielmehr eine Angst in Ihnen reguliert.  Wir umgeben uns mit vielen Dingen, weil wir glauben oder hoffen, dass wir uns damit zufriedener oder glücklicher fühlen.

Prüfen Sie es für jede Sache, warum Sie sie noch aufheben. Und was Sie verlieren würden, wenn Sie sie weggeben. Klären Sie, ob Sie die Sache besitzen oder die Sache Sie.

Und wenn Sie sie nicht mehr haben wollen, geben oder werfen Sie sie weg. Denn wenn man weniger hat, fühlt man sich leichter. Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einer Wanderung mit zwei schweren Koffern - oder einem leichten Rucksack. Der Unterschied ist wunderbar.

 

3. Kümmern Sie sich nicht um Kleinigkeiten.

Egal ob im Kindergarten, in der Partnerschaft oder im Büro. Viele Menschen streiten und kämpfen um Kleinigkeiten. Wie etwas richtig gemacht wird. Was besser wäre. Was wem gehört.

Diese Konflikte sind sinnvoll, wenn es um Wichtiges geht. Aber nicht bei Kleinigkeiten. Das hat mit der menschlichen Eigenschaft des Rechthabens zu tun. Also unserer Angst, uns auf Neues einzulassen bzw. zuzugestehen, dass es nicht immer nach unserem Kopf gehen muss.

Lassen Sie Kleinigkeiten los, atmen Sie, lächeln Sie. So gewinnen Sie Zeit und Energie für die wichtigen Dinge in Ihrem Leben.

 

4. Räumen Sie gleich auf.

Zahlreiche Leser meines eMailkurses "Anpacken statt aufschieben" haben mir geschrieben, wie sich dieser simple Tipp positiv auf ihr Leben ausgewirkt hat.

Anstatt dass die vielen kleinen Aufräumaktionen sich zu einem riesigen Berg auftürmen, räumen Sie es gleich auf. Wenn Sie mit etwas fertig sind, räumen Sie es auf. Den Teller nach dem Frühstück in die Spülmaschine. Die Rechnung, die Sie bezahlt haben, in den Ablagekorb. Die Schuhe, die Sie ausgezogen haben, in den Schuhschrank.

Auf diese Weise häufen sich die Dinge nicht an. Es ist jedes Mal nur eine kleine Sache von ein paar Sekunden oder zwei Minuten. Und es ist erledigt. Das gilt übrigens für viele Dinge des Lebens, nicht nur fürs Aufräumen. Ein Anruf, ein Mißverständnis, eine unklare Situation.

Probieren Sie aus, es gleich zu erledigen.

 

5. Machen Sie kleine, schrittweise Änderungen.

Die sicherste Art, Vorhaben scheitern zu lassen, sind zu große Schritte. Und ein guter Weg, etwas zu erreichen sind kleine Schritte. Sie kennen das vom Sparen. Wenn Sie jeden Sonntag alles Kleingeld in ein Sparschwein stecken, haben Sie nach einem Jahr einen netten Betrag beisammen. Einfach so, ohne dass Ihnen groß was fehlte. Dieselbe Summe auf einmal auszugeben, merken Sie auf Ihrem Kontoauszug deutlicher.

Viele Menschen sind zu ungeduldig, um diesem Rat zu folgen - sie wollen alles auf einmal tun. Doch fast jede große Veränderung in Ihrem Leben können Sie erreichen, wenn Sie sie in kleine Schritte unterteilen.

Das gilt fürs Abnehmen wie fürs Fitwerden, für das Schreiben eines Buches, für die Umgestaltung Ihrer Wohnung oder die Verschönerung Ihres Gartens, für die Verbesserung Ihrer Partnerschaft, für die Erziehung Ihrer Kinder.

Es gibt so manches zu verändern, aber oft ziehen wir am Gras, damit es schneller wachse. Aber viele Dinge brauchen schlicht Zeit und unser geduldiges Tun, damit wir erste Veränderungen sehen.

Kleine Veränderungen sind auch müheloser. Denn unser Widerstand hat nicht so viel Angriffsfläche. Probieren Sie aus, jeden zweiten Tag für sieben Minuten Ihre Ablage zu machen. Oder Ihre Belege für die Steuererklärung zu ordnen. Aber nur sieben Minuten!

Denn oft gehen wir Veränderungen nicht an, weil sie uns zu groß und überwältigend vorkommen. Sie schüchtern uns ein  und dann bleibt oft nur eine resignierendes "Wie soll ich das nur jemals schaffen?" übrig.

Jetzt kennen Sie das Geheimnis: mit kleinen Schritten anfangen. Kleine Schritte halten auch länger, weil wir dann die neue Gewohnheit in uns immer wieder verstärken anstatt einer großen Anstrengung, die wir vor uns herschieben und nur ab und zu auf uns nehmen.

 

6. Fokussieren Sie auf die wichtigen Dinge.

Ohne Ihnen hier vorschreiben zu wollen, sind es meiner Meinung nach drei Dinge, die wichtig sind im Leben jedes Menschen: eine existenzsichernde Arbeit, befriedigende Beziehungen und das Gefühl, mit dem was man tut, einen sinnvollen Beitrag zu leisten.

Damit ist man schon einigermaßen beschäftigt. Und es kann noch etwas Entscheidendes dazu kommen: immer wieder im Moment zu leben.

Das bedeutet, bei dem, was Sie gerade tun, präsent zu sein. Sich auf das, was Sie gerade tun, zu konzentrieren und sich nicht mit etwas anderem abzulenken.

Auf diese Weise werden viele Dinge wichtig. Egal ob Sie gerade einen Kaffee trinken, sich mit einer Freundin unterhalten oder ein Buch lesen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für das neue Jahr viele wichtige Momente.

article 32 Warum aus Ihren guten Vorsätzen vermutlich wieder nichts wird. Was sind Ihre Vorsätze für 2012?

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Foto: © - privat

Roland klein xs Warum aus Ihren guten Vorsätzen vermutlich wieder nichts wird.

1948 geboren. Früher war ich mal Bankkaufmann, Operator, Werbetexter, Versicherungsvertreter. Abitur nachgeholt, im Kibbuz ein Jahr auf den Studienplatz gewartet. Psychologie studiert.
Heute arbeite ich als Führungskräftetrainer, Psychotherapeut und Autor.

Mehr von mir erfahren können Sie in den Videos, Podcasts oder meinen eBooks und Büchern.

Oder arbeiten Sie mit mir in einem meiner Persönlichkeitsseminare., oder einem Coaching.

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14 Kommentare

  • Ich habe diese super Tipps leider auch etwas zu spät gelesen, aber ich werde mich mal ranmachen und versuchen, dass eine oder andere vllt doch noch umzusetzen…wie gesagt man muss ja nicht erst im nächsten Jahr wieder gute Vorsätze haben

  • Dies scheinen super Tipps für die Einhaltung der Vorsätze zu sein. Ich werde bestimmt das ein oder andere ausprobieren!

  • Chris schrieb:

    Ich kam zufällig auf Ihre Seite. Sie sind offensichtlich ein echter Insider und psychologisch gesehen, absolut ernst zu nehmen. Es ist direkt erholsam, wenn man im Netz einmal wirklich Gescheites findet.

    Ihre Zeilen kann ich nur befürworten. Verkauf, Menschen, Einwände, Gefühle…, alles stimmt.

    Ich bedanke mich bei Ihnen, obwohl ich nicht mehr im Außendienst bin Doch erkannte ich, dass meine Gedanken über den Verkauf, nicht nur meine sind. Sie haben diese ja auch!

  • Wird doch nie alt das Thema, und der Artikel ist so aktuell wie vor einem Jahr. Mein Plan: In diesem Jahr konseqeunter vorgehen, damit aus den Vorsätzen eben doch was wird. Und aus den Fehlern lernen natürlich. Und sich gegenseitig dabei unterstützen. – Deshalb habe ich gestern auf Google+ eine informelle Community “Relaunch 2012″ ins Leben gerufen. Infos dazu in dem verlinkten Artikel.

    Auf ein erfüllendes 2013! :-)

  • [...] Warum aus Ihren guten Vorsätzen vermutlich wieder nichts wird Vorsätze sind eine Sache für sich. Warum es nichts mit ihnen wird, kann man hier nachlesen. – via @GentlemanBlog [...]

  • Deshalb am besten meine Beiträge als eMail abonnieren und/oder den Newsletter. Dann verpassen Sie keinen Artikel.

  • Ich lese diesen Blogeintrag zu spät. Auch in diesen Jahr haben mich die großen Vorsätze wieder eingeholt. In Zukunft kleine wichtige Dinge!

  • Gerade in unserer heutigen, materiell veranlagten Zeit finde ich den Tipp “weniger Besitz macht leichter” super! Danke dafür! Ich finde das irgendwie befreiend.

    Habe diese Seite gerade erst gefunden, aber finde sie sehr inspirierend.

  • Also mal ehrlich, wer einen Jahreswechsel braucht, um sich in seinem Leben etwas vorzunehmen, ist doch etwas arm dran. Ich meine man sollte doch auch so sich Ziele setzen die man erreichen möchte. Ich persönlich habe keine Vorsätze für das Jahre 2012, da ich mir einfach ständig neue Vorsätze mache sobald ich etwas erreicht habe.

  • Lieber Roland,

    sehr gute Hinweise. Steve und Leo gehören zu den für mich wertvollsten Inspirationen in dieser Richtung.

    Weil’s gerade so gut passt, möchte ich auf dieses Angebot hinweisen: Im “Habit Boot Camp” startet gerade ein einwöchiger Onlinekurs, in dem es darum geht, aus guten Vorsätzen gute Gewohnheiten zu machen.

    Der Kurs besteht aus wenig Theorie und viel Praxis, und ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere Leser deines Blogs mal reinschnuppert.

    Ich weiss nicht, ob du Links in den Kommentaren magst, deshalb hab ich die Verknüpfung mal unaufdringlich hinter meinem Namen angelegt.

    LG, Alexander

  • Ich möchte noch einen Punkt ergänzen:
    7. Ärgere Dich nicht, sondern schaue mal genau hin, ob bzw. was Du aus dieser Situation lernen kannst.

    Also, ich schaue erst mal etwas genauer auf den Ärger und suche in wie weit dieser (bzw. MEINE erregten Gefühle) mit MIR zu tun haben. Dann entdecke ich sicher eine Schattenwirksamkeit in mir und ein Bild, das ich mir über den anderen gemacht habe. Wenn ich es nun schaffe, dieses zu verwandeln, finde ich neue Energie in mir und brauche nicht mehr den anderen für mein Leben (meinen Ärger) verantwortlich zu machen.
    Dann habe ich sicher etwas aus dieser Situation gelernt und konnte mich weiter entwickeln, statt bei alten Mustern stehen zu bleiben.

    Das ist nicht immer einfach – aber mit ein wenig Übung bei kleinerem Ärger geht das tatsächlich.

  • Susanne Asser schrieb:

    Genau so ist es!
    Mit kleinen Schritten habe ich in 2011 so viel mehr tatsächlich umgesetzt, als bei meinen Vorhaben Projekte in utopischen großen Schritten zu bewältigen.

    Wie oft stand ich am Fuße der Mount Everests des Lebens und war restlos damit überfordert sie zu erklimmen, weil ich dachte ich müsse den Gipfel in Rekordzeit schaffen. Dann fühlte ich mich dabei auch noch schlecht, weil ich ich noch nichtmal 25% der Wegstrecke gelaufen bin.
    Inzwischen wandle ich mir jeden 8000er erstmal in einen hübschen, überschaubaren, kleinen Maulwurfhügel um, den ich von oben betrachten kann und nicht umgekehrt & siehe da:
    kleine(re), machbare Schritte = beste Erfolgsgaranten & Steigerung des Zufriedenheitsfaktors um ein Vielfaches.

    Das gilt für das häusliche Umfeld, welches mit zwei Kids und laufenden Teppichen manchmal eher einer Räuberhölle (ja, Hölle nicht Höhle)ähnelt sowie für berufliche und persönliche Dinge, die man erreichen will.
    Der eMailkurs hat da die besten Wege für mich bereitet. Mein Verstand hat zwar alles schon immer sehr früh gecheckt, doch die Umsetzung blieb oft eisern im Nadelöhr stecken und ich saß resigniert daneben.
    Bis ich den inneren Konflikten auf die Spur kam.
    Seither ist bei mir nichts mehr so wie früher. Ein sagenhaft gutes Gefühl!!

    So “Just do it” – step by step :-)

    In diesem Sinne wünsche ich ein umsetzungsreiches Jahr!

    Beste Grüße
    Susanne Asser

  • Das Reduzieren aufs Wesentliche erschein uns oft als schwerste Arbeit. Zum einen weil wir alte Gewohnheiten(Sammeln, Hamstern, ..und das auch noch haben wollen..) sowas von ungern loslassen. Und weil wir extrem gut sind im Argumentieren, warum wir dies oder jenen doch nicht heute wegschmeissen können(die Ketten von meinem alten Taschenmesser kann ich noch als Schlüsselanhänger benutzen (werde ich aber höchstwahrscheinlich nicht tun)).

    Perfektionismus des humanoiden Individuums in Reinform. Extrem gut sein in Dingen die überflüssig sind. Das allein zu erahnen jagt mir einen “Mordsschreck” ein. Also lieber nichts ändern, heute. Morgen könnte ich mein “heutigen” Aufräumeritis-Schub bereits bereuen. ODER?

    Oder auch nicht. Oft brauch ich 24 Stunden, um aus dem geschäftlichen Alltag “herunter-zu-kommen”. Und wenn ich dann wieder unten, “am Boden der Tatsachen”, “bei mir selber” bin, erscheint mir die vorausgegangene Hektik sowas von absurd, dass ich ein Philosophie-Kaffehaus eröffnen will. Zum einen, um ähnlich gestressten Menschen beizubringen, dass Sie diese Hektik, diese “selbstauferlegte” Zeit-Plage loslassen können. Und zum anderen, um mir täglich vor Augen zu führen, dass wir selbst als erwachsene Peronen noch wie Kinder, wenig voreingenommen Kleinigkeiten geniessen und erfahren sollten. Oder ist das bereits ein Rückzug aus dem “Erwachsenen Leben” in ein kleines pueriles Zeitfenster, um sich der Verantwortung des “Erwachsen” seins zu entziehen ?

    Der Rucksack vs zwei Koffern-Vergleich gefällt mir sehr gut. Mit Verlaub hierzu mein pueriles Abbild desselben Vergleiches: Entweder die Nussschnecke in aller Ruhe öffnen und in kleine Bissen (“verbissen?”) geniessen oder vor der Kuchentheke an der gebotenen Auswahl von Mohnstrudel, Apfelkuchen, Linzertorte, Zuger-Kirschtorte, Schwarzwälder-Kuchen, Biscuit-Cacao-Roulade oder Schokolade-überzogenem-Sandkuchen-Gugelhupf sich der Verzweiflung hingeben, dass die verbliebene Zeit bis zur nächsten Tram nur für eine Sorte Süssigkeit ausreicht. Das ist ein verdammter, selbstherbeigeführter Stress.

    Ich bin in die Bäckerei rein mit der Absicht, ein Grahambrot für daheim zu kaufen.

    Schliesslich habe ich Roggenbrot mit Kümmel gekauft und beginne gerade, am Business-Plan für mein Philosophisches-Kaffee-Haus zu arbeiten.

    Alles Gute im Neuen Jahr und die Gesundheit, die Sie benötigen werden, “Ihr Ding” auf die “eigenen” Beine zu stellen.

  • Herzlichen Dank für diese besonders wertvollen Tipps, die ganz toll beschrieben sind.
    Alles entspricht auch meinen Erfahrungen, auch wenn ich es noch nicht voll umgesetzt habe – aber ich arbeite daran (z. B. das sogleich Aufräumen).

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