Vor ein paar Wochen fragte ich einen Teilnehmer meines Zeitmanagement-Seminars, wann er abends nach Hause käme. Er antwortete: “Wenn ich früh fertig werde um 21 Uhr.” Auf meine Frage: “Und wenn es spät wird?” war seine Antwort: “Um drei.” Er meinte, drei Uhr morgens.
Für viele Führungskräfte ab dem mittleren Management sind Vierzehnstunden-Tage keine Ausnahme, sondern die Regel. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten wie zur Zeit stehen oder setzen sich viele Angestellte noch mehr unter Druck. Aus Angst, bei der nächsten Kündigungswelle entbehrlich geworden zu sein.
Dass zu lange Arbeitszeiten oder zusätzliches Arbeiten auf die Dauer nicht gesund ist, wissen die meisten. Denn Menschen brauchen, um gute Leistungen vollbringen zu können, Zeiten der Regeneration. Kein Bundesligatrainer würde seine Mannschaft jeden Tag ein Spiel absolvieren lassen, weil dies der sicherste Weg zum Leistungsabfall und Klassenabstieg wäre.
Die Anzeichen für einen Burnout werden oft übersehen oder verharmlost:
- chronische Müdigkeit
- Energiemangel
- zunehmende Fehlzeiten
- Konzentrationsstörungen
- Aggressionen und Unruhe
- ständige Kopf- und Rückenschmerzen
Doch was bedeutet meine Überschrift: “Burnout ist die Lösung. Das Problem liegt ganz woanders”?
In meiner Arbeit betrachte ich die Probleme, die die Menschen schildern, nicht als die Ursache, sondern als die Lösung – für einen inneren Konflikt. Wer sich über Jahre einen Burnout erarbeitet, das kommt ja nicht von allein, schafft sich auch – unbewusst – eine Auszeit.
Er kommt in eine Klinik und anschließend meist noch in eine Reha-Maßnahme oder eine Kur. Dort kümmern sich ganz viele Menschen (Ärzte, Therapeuten, Pflegekräfte) um den Patienten, der sonst meist Probleme hat, Hilfe anzunehmen. Man schirmt ihn von der Arbeit ab und er hat plötzlich viel Zeit. Zeit zum Spazierengehen, Teetrinken, gesunde Sachen essen, Bücherlesen, Sport treiben, mit anderen Menschen über Gott und die Welt plaudern, über sein Leben nachdenken. Kurz: sich auszuruhen und sich nur um sich selbst kümmern.
Natürlich ginge das auch ohne Burnout. Viele Menschen leisten ja auch viel und achten dabei jedoch auf eine gute Work-Life-Balance. Auf deutsch: sie verschaffen sich Zeiten der Erholung und Regeneration. Menschen, die burnout-gefährdet sind, können das schlecht. Auch wenn ihnen der Partner, der Chef oder der Hausarzt ihnen das immer mal wieder nahelegt. Sie tun es nicht.
Deshalb passiert ja vielen Menschen ein Burnout auch nicht nur einmal. Manche nehmen diesen Schuss vor den Bug ernst und ändern ihre Einstellung und ihr Verhalten. Aber die meisten spüren nach einer erfolgten Reha-Maßnahme wieder neue Kräfte – und machen gerade so weiter.
Denn die Probleme, wenn Sie einen Burnout erleiden – oder sich erarbeiten – liegen woanders. Es ist nicht vor allem der Arbeitsdruck, der Chef, die Finanzkrise usw. Das mögen wichtige Faktoren sein. Aber die Ursache ist nicht außen. Die Ursache ist in Ihnen.
Diese Diagnose hört mancher nicht gern. Weil es viel leichter ist, die Schuld für den eigenen Zusammenbruch anderen oder den Umständen zuzuschieben. Der Nachteil dieser Sichtweise: Sie können vermutlich nichts daran ändern. Der Arbeitsdruck, Ihr Chef, wirtschaftliche Umstände werden sich nicht ändern, wenn Sie diesen die Schuld geben.
Wenn Sie jedoch es für möglich halten, dass die Ursache vor allem etwas mit Ihnen zu tun hat, mit Ihren Werten, Ihrer Einstellung, Ihren Verhaltensweisen, hat das einen enormen Vorteil: dann können Sie allein auch etwas daran ändern. (Dass an dieser Sichtweise viel dran ist, sehen Sie ja auch daran, dass nicht alle Ihre Kollegen einen Burnout bekommen, obwohl diese in der ähnlichen Situation sind).
Welche Gründe können es nun sein, dass jemand auf einen Burnout hin arbeitet?
Aus meiner Erfahrung mit vielen Seminarteilnehmern sind dies die häufigsten:
- Übertriebener Perfektionismus.
In manchen Bereichen sind hundertprozentige Ergebnisse notwendig. Bei einer Operation, wenn jemand ein Flugzeug steuert, wenn der Restaurantkritiker das Lokal betritt.
Doch für die meisten Bereiche des Lebens reichen achtzigprozentige Lösungen völlig aus. Das wird zwar nirgends laut gesagt aber es ist trotzdem so. Selbst die Bundesregierung erlässt Gesetze, die öfters nachgebessert werden müssen. Nach der Paretoregel brauchen sie aber für eine achtzigprozentige Lösung nur zwanzig Prozent der Zeit. Lesen Sie hier nach …
Übertriebener Perfektionismus hat meist mit dem Gefühl, noch etwas beweisen müssen zu tun. Dass man klug ist, mithalten kann, Außerordentliches leisten kann, etwas wert ist etc. Letztlich hat es mit der Unsicherheiten und unbewussten Ängsten zu tun. Lesen Sie hier … - Die Verleugnung von Grenzen.
Wir leben in einer Zeit, wo Grenzen keinen guten Ruf haben. “Geht nicht, gibt’s nicht!” oder “Nichts ist unmöglich!” sind Slogans, die wir oft hören und bei manchen Menschen zur inneren Richtschnur geworden sind.
Doch alles hat Grenzen. Selbst das Universum soll ja nicht unendlich sein. Aber alles was auf der Erde existiert, hat Grenzen und Menschen allemal. Grenzen der Kraft, der Energie, der Zeit, der Lust, der Motivation. Menschen mit der Tendenz zu Burnout empfinden Signale auf eigene Grenzen nicht als nützliche Information oder Erlaubnis, sondern als Kränkung. Und versuchen zu zeigen, dass das für sie nicht stimmt.
Selbst wenn der Körper dann nach Jahren Erschöpfungssymptome oder Verschleisssymptome zeigt, wird dies oft nicht als Hinweis auf eine gefährliche Überlastung verstanden, sondern als persönliches Versagen, das tapfer verschwiegen oder repariert werden muss. - Ein mechanistisches Bild von sich selbst.
Die Stärke von Vielarbeitern ist, dass sie jahrelang klaglos funktionieren. Wie eine Maschine. Wenn Maschinen Ausfälle zeigen oder kaputt gehen, werden sie repariert. Und die moderne Medizin kann ja tatsächlich heute vieles “reparieren”. Doch für wen sein Herz nur eine Pumpe, sein Knie nur ein Scharnier und seine Bandscheibe nur ein Knorpel ist, neigt dazu, diesen Teil des eigenen Körpers eben auch nur zu reparieren oder zu ersetzen, anstatt sich Gedanken zu machen, wie es dazu kam.
Funktionieren müssen ist eine unbewusste Strategie, die man in der Kindheit entwickelt. Meist in einem Elternhaus, in dem nur Leistung zählte, Beschwerden und Unlust als “Schwäche” oder “Gejammer” abgetan wurden. Da lernte man, hart zu sich selbst zu werden und alle “weichen” Gefühle zu unterdrücken. Für diese Entfremdung von sich selbst zahlt man meist irgendwann einen hohen Preis. - Probleme im Privatleben.
Beruf und Privatleben beeinflussen sich gegenseitig. Zuviel Arbeit und dadurch Zeitmangel wirken sich als fehlende Zeit für die Partnerschaft und die Familie aus. Umgekehrt kann ein glückliches Privatleben der Anlass sein, seine Werte bezüglich Leistungsbereitschaft und Überstunden zu überdenken.
Bei vielen Menschen mit Neigung zum Burnout gibt es Probleme im Privaten. Ungelöste Konflikte in der Partnerschaft bezüglich Aufgabenteilung, gegenseitiger Respekt oder Sexualität sind die wichtigsten.
Doch das Symptom ist die Lösung. Wer viel arbeitet und Überstunden sich heranzieht anstatt sie zu verweigern, kommt spät nach Hause. Dann schläft der Partner schon oder man ist zu müde für Zärtlichkeit oder eine notwendige Auseinandersetzung. Am Wochenende wäre theoretisch Zeit, doch wer beim Samstagmorgen-Frühstück mit einem Auge auf den Blackberry schielt, zeigt, wie sehr er sich bereits aus der Familie verabschiedet hat. Aber den herangezogenen Gründen (“Wichtige Präsentation am Montagmorgen!”) wird eine höhere Priorität eingeräumt als die eigene Präsenz in der Beziehung. - Geringes Selbstwertgefühl.
Menschen, die aufgrund vieler Beziehungserfahrungen in ihrem Leben innerlich überzeugt sind, dass sie wertvoll und liebenswert sind, können sich gegen zu belastendende Arbeitsbedingungen wehren. Sie können sich abgrenzen, indem sie öfters “nein” sagen. Konflikte können sie angemessen ansprechen und klären. Wenn die Konflikte nicht lösbar sind, können sie dies akzeptieren oder sich auch einen anderen Arbeitsplatz suchen.
Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl haben diese inneren Freiraum oft nicht. Sie glauben unbewusst, sich Anerkennung, Sympathie und Zuneigung verdienen zu müssen. Als Folge können sie schlecht mit Bitten oder Forderungen von anderen umgehen. Sie neigen dazu, sich ausnutzen zu lassen. Vor Konflikten haben Sie Angst und versuchen eher, durch Wohlverhalten und Nettsein Konflikte gar nicht aufkommen zu lassen. - Der Glaube, dass man Leben nachholen könne.

Das Leben findet immer nur in der Gegenwart statt. Wer glaubt, dass das Glück am Wochenende auf ihn wartet, wird vermutlich enttäuscht werden. Wer glaubt, dass ein ausgefüllter Terminkalender schon ein erfülltes Leben bedeutet, irrt. Wer glaubt, dass wenn er mit fünfzig finanziell unabhängig ist, dann zufrieden sein wird, geht eine riskante Wette ein. Wer zwanzig Jahre an seiner Gesundheit Raubbau betrieben hat, kann das selten wieder in Ordnung bringen.
Die Zeit, die Sie im Büro sitzen, können Sie nicht nachholen. Ihre Kinder wachsen in der Zeit heran und warten nicht auf Sie. Ihr Partner wird älter, Sie werden älter. Dass man im Leben etwas nachholen könne, ist eine der größten kollektiven Irrtümer westlicher Gesellschaften. “Jetzt kaufen, später bezahlen” mag noch angehen. Das Motto “Jetzt arbeiten, später leben!” geht nicht auf.
Um Missverständnissen vorzubeugen: ich habe nichts gegen eine verstärkte Anstrengung für eine begrenzte Zeit, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Wenn aber hinter der Ziellinie schon das nächste Ziel wartet, sollte man aufpassen. Ich unterschätze auch nicht die Bedeutung von hohem Leistungsdruck, einem vielleicht drohenden Arbeitsplatzabbau oder schwierigen Kollegen oder einem tyrannischen Chef. Doch es kommt immer auch darauf an, wie man solche Schwierigkeiten wahrnimmt, interpretiert und welche Handlungsmöglichkeiten man für sich sieht und entwickelt.
Was können Sie tun?
Die schlechte Nachricht zuerst: es gibt keine schnellen Tipps gegen Burnout-Gefährdung. Zwar gibt es jede Menge Bücher, die genau das versprechen. Aber ich glaube nicht an die Wirksamkeit von schnellen Rezepten (außer beim Kochen). Die Tipps sind zwar gut und hilfreich. Aber an der Umsetzung hapert es meist.
Glauben Sie nicht? Also gut. Ich gebe Ihnen hier kostenlos meinen besten Tipp für Workaholics und Burnout-Aspiranten. Er lautet:
“Gehen Sie vier Wochen lang jeden Tag eine halbe Stunde allein spazieren.”
Die gute Nachricht: Wenn Sie sich mit den Ursachen auseinandersetzen, können Sie Ihre Probleme auch lösen. Ganz sicher. Wenn Sie nur anderen oder den Umständen die Schuld geben oder an den Symptomen herumdoktern, werden Sie nichts ändern. Ganz sicher.
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Sind Sie burnout-gefährdet? Bitte beantworten Sie nach Ihrem ersten Impuls, bleiben Sie bei Ihrem Gefühl – seien Sie ehrlich mit sich selbst.
Auswertung: Null bis drei Fragen mit ja beantwortet: geringes Burn-Out Risiko. Vier bis fünf Fragen mit ja beantwortet: beginnende Burn-Out Situation. Mehr als fünf Fragen mit ja beantwortet: es wird dringend Zeit, etwas zu tun! |
PS: Wie wäre es jetzt mit einer halben Stunde Spazierengehen?
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Wie sieht Ihre Work-Life-Balance aus?
Was tun Sie dafür, nicht auszubrennen?
Schreiben Sie hier Ihre Meinung.
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[...] Das Ablehnen von Grenzen Der Burnout setzt die Grenze, die der Mensch sich oder anderen nicht selber setzen kann. Insofern ist der Burnout nicht das eigentliche Problem, sondern die Lösung. Lesen Sie hier … [...]
Hallo Führungskraft,
meinen Glückwunsch zu dieser Entscheidung. Einer solchen Verführung widerstehen nicht viele im voraus. Meist sieht man ja nur die tollen Möglichkeiten und übersieht den Preis dafür.
Danke für Ihren Kommentar.
Danke für den tollen Beitrag. Er hat mich in meiner Entscheidung, die ich vor einigen Monaten zu treffen hatte, bestärkt. Für mich stand eine Beförderung an. Mehr Einkommen, aber auch mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ein breiteres Aufgabenfeld. Ich habe intuitiv dankend abgelehnt und bin noch heute froh über meine Entscheidung.
Fortschritt heisst für mich weniger Arbeiten, mehr freie Zeit und mehr Einkommen.
Burnout ist insofern ein riesiger Rückschritt in die Steinzeit, wo die Menschen vermutlich mehr freie Zeit hatten, als manche *Führungskraft*.
Hallo Mario,
ja, manchmal braucht es einen solchen Schlag vor den Bug, damit man aufwacht und begreift, dass das Leben nicht unendlich ist und man vieles nicht aufschieben kann.
Aber bei vielen nützt auch das nichts. Ähnlich wie der Warnhinweis auf der Zigarettenpackung.
Freut mich, dass Sie die Kurve noch gekriegt haben.
Danke für Ihren Kommentar.
Wieder mal ein toller Beitrag und ein tolles Jahr zu Ende! Ich wollte mich bei Dir für die unterhaltsamen aber auch informativen Beiträge bedanken und wünsche dir ein Frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich fahre jetzt erstmal in Urlaub! Bis denne…
Hallo und guten Tag!
Erstmalig bin ich mit dem Burnout-Syndrom in einer sehr negativen Form vor einigen Jahren konfrontiert worden, als ein Trainerkollege morgens nicht ins Trainingszentrum kam und sich dann herausstellte, dass er auf dem Hotelzimmer einen Schlaganfall erlitten hatte und leider verstorben war.
Das war der Wendepunkt für mich, der ich zu der Zeit über 60 Stunden von montags bis samstags gearbeitet hatte, da ich nicht wollte, dass auf meinem Grabstein einmal steht: “Arbeit war sein Leben, nie hat er gelebt!”
Ich kann heute von mir sagen, dass ich eine Balance gefunden habe zwischen Arbeits- und Privatleben. Natürlich ist das nicht immer leicht gewesen, aber wenn man sich erst mal klar macht, dass das letzte Hemd keine Taschen hat, ist das Antrieb genug.
In diesem Sinne allen eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit.
Mario Carla
Vielen Menschen fehlt die Einsicht für das “Große und Ganze”. Es ist nicht nur der Job in dem sie eine Rolle einnehmen, aber nicht verstehen wozu sie wirklich einen Beitrag leisten. Jeder lebt in seiner eigenen kleinen Welt, hat seine eigenen Ansichten ( “Was ist richtig, was ist falsch etc”). Begriffe wie “burnout” werden meiner Meinung nach in Relation zur Entwicklung und verstreichenden Zeit neu definiert. Die Zeiten ändern sich, die unterschiedlichen Probleme ziehen trotzalledem immer noch vergleichbare Konsequenzen mit sich.
Der einzige Weg, um sich wirklich vor einem “Zusammenbruch” seiner eigenen Werte und Ansichten zu schützen ist, so früh wie möglich seinen Horizont zu erweitern. Man muss verstehen, was es bedeutet “sich auf das Wesentliche” zu konzentrieren. Vielmehr muss man sogar Einsicht erlangen, was es bedeutet, sich auf eine “Sache” konzentrieren zu können, so wie es im Zen-Buddhismus schon seit Jahrtausend gelebt wird (“Wenn ich esse, dann esse ich.” “Wenn ich Schach spiele, dann spiele ich Schach”…
“Ein Burnout ist oft die Lösung. Das Problem liegt ganz woanders”.
Ich finde, dass hier ganz klar gesagt werden muss, dass es abhängig vom jeweiligen Typ Mensch ist. Jeder hat andere Probleme, jeder macht sich seine eigenen Probleme. Im Wandel der Zeit sollten wir unser Hauptaugenmerk also darauf legen, das wir verstehen, wie wir diesen Problemen entgegenwirken können, denn jedes Problem ist relativ. Wenn wir verstehen, dass wir durch unser Denken diese Probleme erzeugen, verstehen wir auch, dass wir anders denken müssen, um diese nicht zu erlangen.
Think positive
MFG, Chris
Ja.
Worauf es ankommt, ist, sich selbst zu erforschen.
Hallo Dirk,
so ist es nun auch wieder nicht. Es gibt ja auch positiven Stress. Und etliche der Fragen zielen ja auf Antriebslosigkeit, der erlebten Ohnmacht und Aussichtslosigkeit. Das sind nicht allein Zeichen für Stress, sondern für einen möglichen Burnout.
Danke für Ihren Kommentar.
Leider gibt es kaum jemand, der ohne Stress lebt. wahrscheinlich alle antworten positiv auf diese 21 Fragen..
Was bringt es nach 40 Jahren Berufstätigkeit irgendwann festzustellen, dass man nicht gelebt hat? Gerade mit den Berufen aus den neuen Medien wird eine ausgeglichen Work-Life-Balance immer schwieriger.
Viele Grüße,
Peter
Hallo Tara,
ich habe über Ihren Kommentarspruch gegrübelt und bin mir nicht sicher, ob ich ihn richtig verstanden habe. Meinten Sie, dass der Weise durch den Ehrgeiz unglücklich und dadurch geheilt wurde?
Der Weise wird vom Ehrgeiz durch den Ehrgeiz geheilt.
Nettes Foto.
Hallo Petra,
Perfektionismus setzt die Prioritäten innen, meist durch zu hohe Ansprüche. Wenn man diese Ansprüche für kurze Zeit erfüllt, ist man zufrieden. Aber nur kurz. Ansprüche befriedigen nicht, sie treiben einen an. Was einen zufrieden macht, ist das Spüren und mögliche Erfüllen von Bedürfnissen. Das geht aber oft nur in der Gegenwart. Perfektionisten leben aber vor allem in der Zukunft.
Danke für Ihren Kommentar. (Einen schönen Blog haben Sie da!)
Als Unternehmerin mit vier Kindern möchte man es natürlich allen Recht machen und überschätzt seine Kräfte. Der Perfektionismus läßt einen falsche Prioritäten setzen. Ich hatte noch Glück und war nur 6 Wochen krank, aber seit dieser Zeit sind die Prios neu gesetzt. Aber tatsächlich gibt es Gäste, die nicht mehr zu Besuch kommen, weil es nicht ausreichend aufgeräumt ist. Auch Freund und Feind lernt man in dieser Zeit gut kennen.
Ich habe lange in der IT gearbeitet – als Programmierer, EDV-Organisator sowie als angestellter und selbständiger IT-Unternehmensberater.
Der Grund für Stress, Burnout-Gefühl und mitunter sogar Flucht in den Suff ist nicht primär fehlende Entspannungstechnik, sondern chaotische Vorgehensweise wegen mangelhafter Arbeitsmethodik. IT-Fachleute haben zwar meistens exzellentes IT-Know-how, aber von Selbstorganisation keine Ahnung. Methodik ist ihnen ein richtiger Graus. Die Folge ist permanenter Zeit- und Problemdruck.
Meine Beobachtung aus der Praxis!