Tag? Tagwolke? Tagging? Was ist denn das schon wieder?

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Methoden

Also gut, was ein „Tag“ ist, weiß man. Eine „Tagwolke“ ist vermutlich das Gegenteil zu einer „Nachtwolke“. Aber spätestens bei „Tagging“ verlässt einen die Kreativität. Wäre ein guter Ratevorschlag für die Sendung „Genial daneben„.

Hier nun die Auflösung. „Tags“ ist nicht der Neusprech-Plural von „Tag“ (Gegenteil von Nacht), sondern unter Blogschreibern die Bezeichnung  für „Stichwort“. Deshalb meint „Tagging“  die Verschlagwortung (schöner Begriff!) von Inhalten auf einem Blog.

Bei Büchern kennen Sie den „Index“. Da schlägt man nach, wenn man wissen will, welche Textstellen das Buch zu einem gesuchten Stichwort enthält. Ein Stichwort in einem Index kann auf mehrere Seiten verweisen.

Bei einem Blog funktioniert das genauso. Die geschriebenen Artikel kann man verschiedenen Kategorien zuordnen. Aber mit „tags“ (sprich: täcks) ist eine noch genauere Verortung möglich. Das sind oft Worte, die  die im Artikel tatsächlich vorkommen, als „tags“ können aber auch Begriffe gewählt werden, die nicht im Text erscheinen aber den Artikel gut beschreiben. In Blogs werden Tags häufig benutzt.

Und was ist jetzt eine „Tagwolke“? Natürlich könnte man alle Tags eines Blogs hintereinander schreiben, nur wäre das unübersichtlich und wenig aussagekräftig. Deshalb hat jemand die Tagwolke erfunden. Da sind Tags unterschiedlich groß abgebildet. Je größer ein Tag, umso mehr Artikel gibt es zu diesem Stichwort.

Und was haben Sie jetzt als Leser dieses Blogs von diesem ganzen „Getagge“? (Dieser Begriff ist eine spontane Neuschöpfung von mir, wird sich aber in der Bloggerwelt sicher bald durchsetzen.)

Nun, wenn Sie auf die Tagwolke meines Blogs links in der Seitenleiste schauen, können Sie einfach auf ein Stichwort, das Sie interessiert, klicken. Dann bekommen Sie in nullkommanix all jene Artikel angezeigt, die dieses Stichwort enthalten.

Das ist einfach praktisch. Meine Arbeit besteht darin, dass ich zuvor jeden Artikel, den ich schreibe, mit den entsprechenden Stichworten versehe. Möglichst natürlich Stichworte (also: tags), von denen ich annehme, dass Sie sie interessieren.

Wenn ich Sie jetzt animieren wollte, bestimmte Artikel besonders zu lesen, müsste ich nur Tags verwenden, bei denen ich ein breites Interesse vermute. Also Tags wie „sex, viagra, eine million geschenkt, iphone gratis„. Aber da dies ja eine seriöse Seite ist, sind meine Tags nicht ganz so aufreizend.

Aber vielleicht interessiert Sie ja doch das eine oder andere Stichwort. Einfach draufklicken. Probieren Sie’s jetzt mal aus.

PS: Angeregt zu diesem Artikel wurde ich dadurch, dass mir Henri Appell ein Blog-Stöckchen (was ist denn das schon wieder?) zuwarf und ich es aufgefangen habe. Er bekam es zugeworfen von Peer Wandiger über wired.

Nun gebe gebe ich das Stöckchen weiter an Andreas Zeuch mit seinem lesenswerten Blog über „Nichtwissen und Intuition im Management. Seine Tagwolke sehen Sie gleich rechts oben in der Seitenleiste.

Und jetzt wissen sie, was Sie damit machen können.

PS: Hier ein Lesertipp:
Besonders schöne Tagclouds bekommen Sie – von jedem beliebigen Text – auf www.wordle.net.


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Foto: http://www.sxc.hu/photo/1090821

Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

4 Kommentare

  1. Ich finde man sollte Tags nur verwenden wenn man keine Kategorien benutzt. Ansonsten sind Tags (vor allem viele) nicht gut für User und auch nicht für Suchmaschinen.

  2. Hallöle,
    ich bin regelmäßiger Leser hier.
    Die Beiträge gefallen mir sehr gut. Danke dafür.

    Ahimsayama

  3. Ralf sagt

    An dieser Stelle mal ein Linkhinweis von mir.. sehen (..oder ausprobieren) heisst ja glauben (;-))

    Ein mögliches Web-Werkzeug zur Abbildung einer Tag Cloud, etwa von einer oder der eigenen Website mit RSS-Feed, ist Wordle: http://wordle.net/

    Mit so einer „Schlagwortwolke“ können Texte flächig dargestellt werden. Beispielsweise über die Gewichtung von Begriffen oder Wörtern und deren Vergrößerung. Oder durch fette oder farblich unterschiedliche Anzeige.

    Der Vorteil: Umfangreiche Inhalte lassen sich besser mit einem (oder auch zwei) Blick erfassen.

    Einen Eindruck auch wirklich optisch ansprechender Beispiele und eine Möglichkeit so eine Tagwolke einfachst selbst herzustellen findet sich unter dem vorbenannten Link.

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