“Worüber haben Sie promoviert?” – “Über die kognitiv induzierte Verzerrung in der stereotypen Urteilsbildung.”

–Gert Postel nach seinem Bewerbungsvortrag

Hinweis für kompetente Frauen: “Nein, Sie sind keine Hochstaplerin!”

Warum Tiefstapler Angst vor dem Neid der anderen haben.

frau hochstaplerin xs Business Consept istock Hinweis für kompetente Frauen: Nein, Sie sind keine Hochstaplerin!"Ach das war doch nichts Besonderes. Jeder hätte das gekonnt", sagte die Frau, als ich ihr zu ihrer beeindruckenden Rede gratulieren wollte.

"Ganz bestimmt nicht, Sie haben das Thema umfassend und sehr anschaulich dargestellt", versuchte ich noch nachzulegen, ahnte aber, dass es wohl vergeblich sein würde. Ich war auf eine notorische Tiefstaplerin getroffen.

Menschen, die mit dem "Hochstaplersyndrom" kämpfen, fällt es schwer, ihre Leistungen anzuerkennen.

Egal, wie viel sie beruflich erreicht haben oder welche äußeren Anerkennungen sie bekommen  - innerlich sind sie überzeugt, dass sie all das nicht verdient haben und gar nicht an  diese berufliche Position gehören. Sie kämpfen mit der Furcht: "Irgendwann kommt raus, dass ich doch nichts kann und werde als Hochstaplerin entlarvt."

Obwohl diese Angst auch bei Männern vorkommt, sind Frauen viel öfter davon betroffen. In PSYCHOLOGIE HEUTE las ich diesen interessanten Artikel, der mich zu diesem Beitrag anregte. Geprägt wurde der Begriff des "Hochstaplersyndroms" von der US-Psychologin Pauline Clancer. Sie beschrieb bei diesen Menschen folgende Merkmale:

  • Sie quälen sich mit Gedanken, dass sie den erarbeiteten Erfolg nicht wirklich verdient haben.
  • Sie glauben eher, dass sie ihre attraktive Position nur durch Glück oder das Wohlwollen des Vorgesetzten bekommen haben.
  • Sie fürchten, eines Tages als Betrügerin entlarvt zu werden.

Die Professorin Astrid Schütz, die über Selbstwertunterschiede forscht, hat herausgefunden, dass Frauen unabhängig von ihrer Kompetenz ihre Aufmerksamkeit vor allem auf ihre Schwächen lenken und sich unter Umständen via selbsterfüllender Prophezeiung tatsächlich schwächen.

Männer dagegen fragen sich eher danach, worin sie gut sind, was sie können oder könnten. So kommt es dann zu Karrieren von richtigen Hochstaplern wie dem Postboten Gert Postel, der es ohne Medizinstudium bis zum leitenden Oberarzt in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie schaffte. wo er beeindruckende Vorträge hielt. Kurz vor der Ernennung zum Professor und der Beförderung zum Chefarzt flog er erst auf.

In "Die Bekenntnisse des Felix Krull" hat Thomas Mann ja die Phantasiewelt von solchen Männern literarisch verarbeitet. In  dem Film „Catch me if you can“ wird die wahre Geschichte von Frank W. Abagnale  erzählt, der bereits mit 17 Jahren als falscher Pilot unterwegs  war und später als Rechtsanwalt und Arzt Karriere machte.

 

Warum machen sich Frauen schlechter als sie sind? Und vor allem - wie?

Frauen sind heute im Durchschnitt besser ausgebildet als Männer. Sie machen häufiger Abitur und haben bessere Noten als die Jungen. Bei den Studienabschlüssen liegen sie gleichauf mit den Männern, und haben  zusätzlich meist jene soziale Kompetenzen, die bei Personalern begehrt sind.

Doch selbst nach bald fünfzig Jahren Emanzipationsbewegung tun sich viele Frauen schwer, in Konkurrenzsituationen sich zu behaupten oder sich und ihre Ideen genauso gut zu verkaufen wie ihre männlichen Kollegen. Woran liegt das?

Erschwerend sind vor allem diese fünf Punkte:

1. Ungünstige Erklärungsmuster für Erfolg und Misserfolg.
Schon 1993 wurde in einer Studie festgestellt, dass Mädchen ihre  Fähigkeiten kritisch beäugen und Erfolge eher auf Glück anstatt ihre eigene Anstrengung zurückführen. Misserfolge erklären sie sich dagegen meist damit, dass sie  nicht genug gearbeitet hätten. Bei Jungen ist es genauso umgekehrt.

Diese geschlechtsspezifischen Unterschiede im Attributionsstil setzen sich im Erwachsenenalter fort.

2. Unterschiedliche Geschlechtsstereotype sind verinnerlicht.
In das Poesialbum von Mädchen schrieb man Ende der 50er Jahre gern rein:

Sei wie das Veilchen im Moose,
sittsam bescheiden und rein.
Nicht wie die stolze Rose,
die immer bewundert will sein.

Unbewusst scheint dieses Motto heute noch in vielen Frauen von heute zu wirken. Denn häufig wird dasselbe Verhalten von Männern und Frauen unterschiedlich bewertet. Eine Frau, die ihre Idee in einem Meeting energisch vertritt, wird schnell als arrogant oder zickig wahrgenommen. Bei dem männlichen Kollegen interpretiert man dasselbe Verhalten eher positiv als Durchsetzungsstärke. Und zwar von Männern und Frauen (!).

3. Frauen wollen vor allem nicht als unweiblich wahrgenommen werden.
Das heißt, sie wollen oft eher gemocht als respektiert werden. Das schließt sich im Berufsleben jedoch oft aus. Damit Frauen nicht als karrieregeil, zu ehrgeizig oder kalt wahrgenommen werden, verstecken viele Frauen oft ihre Fähigkeiten oder reden sie kleiner: "Das ist doch nichts Besonderes."

4. Frauen nehmen Kritik oft zu persönlich.
Das hängt mit dem Wunsch, geliebt zu werden, zusammen. Wenn dann der Kollege die Stirn runzelt oder der Chef einen schlechten Tag hat, beziehen Frauen das schnell auf sich.
Männer können sich da innerlich oft besser abgrenzen, grübeln nicht so lange darüber, was die Reaktion des anderen wohl bedeuten könnte oder denken insgeheim "So isser halt".

5. Frauen verkaufen ihre Leistungen zu wenig.
Sie denken meist, dass ihre Arbeit doch für sich spreche und man nicht extra dafür die Werbetrommel rühren müsse. Auch überschätzen sie oft das Aufnahmevermögen ihrer Adressaten. Doch wichtige Punkte der eigenen Leistung oder Argumentation müssen mehrmals wiederholt werden, damit sie beim Empfänger wirklich ankommen und haften bleiben.

Und wie können Sie das jetzt ändern?

Das ist natürlich nicht so einfach, wie regelmäßige Leser dieses Blog inzwischen wissen. Einfach deshalb, weil stereotype Einstellungen wie zum Beispiel über Mann und Frau über Jahrzehnte und länger gelernt wurden. Und solche Gewohnheiten sind tief in unserem Gehirn als sechsspurige Autobahnen eingegraben.

Um solche Verhaltensweisen zu ändern, muss man sich raus aus der Komfortzone trauen. Das ist nicht angenehm, da man dabei zumeist Ängste entwickelt, die rational zwar wenig haltbar sind, einen aber doch massiv hindern können, sich anders zu verhalten.

Hier also einige Experimente für Frauen mit "Hochstaplersyndrom":

  • Ändern Sie Ihre Denkmuster.
    Wenn Sie bemerken, dass Sie wieder Gedanken haben, dass Sie nichts können, Sie bald auffliegen werden oder eigentlich die Stelle gar nicht verdienen, überlegen Sie sich gegenteilige Botschaften.
    Also zum Beispiel:
    "Ich bin hier eine der besten Mitarbeiterinnen."
    "Ich gehöre hierher."
    "Ich bin kompetenter als manche Kollegen."

Natürlich sind diese Sätze für Sie anfangs schwierig. Lieber würden Sie sich die Zunge abbeißen als so einen grässlichen Satz auszusprechen. Aber das ist ein Zeichen, dass Sie auf dem richtigen Weg sind, weil diese Sätze Ihren unbewussten Konflikt ansprechen.
(Mehr über den Zusammenhang von ungünstigen Denk- und Verhaltensgewohnheiten und innere Konflikte finden Sie in meinem Buch.)

  • Trauen Sie sich, stolz zu sein und Neid zu erregen.
    Das ist ganz schwer für viele Frauen. Der tiefere Sinn Ihrer Tiefstapelei ist nämlich genau das. Sie haben Angst davor, dass andere schlecht über Sie reden, vielleicht sogar neidisch auf Sie sind. Für Männer ist das weniger schwer, weil deren Devise ist: "Mitleid bekommt man geschenkt. Neid muss man sich erarbeiten."
    Doch das hat viel mit Geschlechtsstereotypen zu tun. Jungen lernen früh, sich mit anderen zu messen und ihren Platz in der Hierarchie zu finden. Bei den Spielen der Mädchen geht es jedoch selten um das Messen von Fähigkeiten und das Gewinnen.
    Hier müssen alle gleich sein und wer sich herausstellt, gilt schnell als zickig und wird ausgegrenzt ("Die will was Besseres sein.")
    stolze frau xs Stock 03998583 Hinweis für kompetente Frauen: Nein, Sie sind keine Hochstaplerin!
    Hier also zwei Experimente dazu. Wenn Ihnen das nächste Mal etwas toll gelingt, sagen Sie nicht: "Das war Zufall ... das hätte jeder gekonnt ... das war doch nichts Besonderes."
    Sondern probieren Sie aus, erst mal den Satz zu denken: "Das tolle Ergebnis habe ich allein mir und meinen Fähigkeiten zu verdanken." Oder "Ich bin einfach gut."

 

Auch den Satz werden Sie wahrscheinlich nicht ohne Kloß in der Kehle oder Magengrummeln denken können. Macht nichts - Sie üben.

Wenn Sie ihn denken können ohne dass Ihnen übel wird, probieren Sie aus, ihn ganz leise zu flüstern - wenn niemand in der Nähe ist. Und achten Sie auf Ihre Reaktionen.

Nach einiger Zeit gehen Sie mal volles Risiko und probieren aus, den Satz im Beisein von anderen zu sagen. (Jetzt wissen Sie, was ich mit "Verlassen der Komfortzone" meine.)

Dasselbe können Sie ausprobieren, wenn Ihnen etwas misslingt. Statt alle Schuld auf sich zu nehmen, lernen Sie von Männern und erklären Sie: "Das war aber auch verdammt schwer" oder "Da hatte ich keinen guten Tag."
Bei beiden Experimenten geht es nicht darum, dass Sie das immer machen. Es geht darum, dass Sie Optionen zu Ihren bisherigen Denk- und Verhaltensgewohnheiten entwickeln.

  • Üben Sie, nicht alles auf sich zu beziehen.
    Nach dem 4-Ohren-Modell von Schultz von Thun hat jede Nachricht vier Ebenen. Viele Menschen tendieren dazu, kritische Aussagen vor allem auf dem "Beziehungsohr" zu verstehen. Das mag vom Sender sogar so gemeint sein. Dennoch sagt der Sender damit auch gleichzeitig etwas über sich selbst aus.

 

Wenn der Chef Sie ärgerlich anraunzt, heißt das nicht unbedingt, dass Sie eine komplette Versagerin sind. Es kann auch bedeuten, dass er Ärger mit seiner Frau oder ein Magengeschwür oder einfach kein Benehmen hat.

Bleiben Sie in solchen Momenten bei sich. Grenzen Sie sich innerlich ab. Schaffen Sie eine Distanz zwischen sich und dem anderen und schauen die Szene von außen an.

  • Finden Sie Ihren zweiten Teil dieses Satzes.
    Der erste Teil lautet: "Nein, ich bin keine Hochstaplerin, sondern ..."
    Zum Beispiel:
    "..., sondern genauso gut wie die anderen."
    "..., sondern genau am richtigen Platz."
    "..., sondern ziemlich unentbehrlich."
    "..., hier weil mich meine Chefin dringend braucht."

    Sie verstehen das Prinzip. Nehmen Sie den Satz, der Ihnen am schwersten fällt. Das ist wahrscheinlich der richtige.

 

article 32 Hinweis für kompetente Frauen: Nein, Sie sind keine Hochstaplerin! Fühlen Sie manchmal auch als Hochstaplerin?

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 Hinweis für kompetente Frauen: Nein, Sie sind keine Hochstaplerin!
 Hinweis für kompetente Frauen: Nein, Sie sind keine Hochstaplerin!

Hier schreibt: Roland Kopp-Wichmann

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.



24 Kommentare

  • Ich zitiere hier, zumindest sinngemäß, die Variante der Mannheimer Sängerin und Liedermacherin Joana, die das “Veilchen im Moose” umarbeitete:
    “Sei wie die stolze Rose,
    stolz, stachlig und wild,
    und nicht wie das Veilchen im Moose
    demütig, dusslig und stil.”

  • Ich neige dazu, Erfolge äußeren Umständen, Zufällen oder Glück zuzuschreiben. Und ich erlebe öfter, dass Menschen, die weniger erfolgreich sind, von sich aus meinen: „Du hast eben Glück (gehabt).“ In einer solchen Situation hat mir mal jemand mit folgendem Satz die Augen geöffnet:

    Das Glück ist mit den Tüchtigen.

    Ich finde, ein toller Satz für notorische „Tiefstapler“ mit dem Erklärungsmodell Glück und Zufall.

  • Hallo liebe Frau Prof. Klenke,
    freut mich, dass Sie den Artikel weiter empfehlen. Dasselbe habe ich gerade mit Ihrem hilfreichen Blog gemacht.

  • Ja, leider muss ich diesem Blog-Artikel zustimmen: Ich bin Professorin an der Hochschule Hannover und beoachte genau dieses Phänomen leider viel zu oft bei weiblichen Studierenden => Werde meine Studentinnen diesen Blog-Artikel weiter empfehlen!!

  • [...] Hinweis für kompetente Frauen: „Nein, Sie sind keine Hochstaplerin!“ [...]

  • Hallo Frau Künzel,
    es gibt etliche gute Bücher zum Thema “Vatertochter”, z.B. von Julia Onken.
    Um Ängste, Entschuldigungen etc. zu überwinden, muss man genau herausfinden, worum es eigentlich geht. Das ist nicht einfach. Wenn Bücher nicht weiterhelfen, können Sie mal auf ein Persönlichkeitsseminar zu mir kommen. Da finden wir garantiert die Ursachen.

  • Ulla Künzel schrieb:

    Sehr geehrter Herr Kopp-Wichmann,

    ich habe gerade einen Video-Marathon zu Verhaltensveränderung, der Rolle des Vaters im Leben eines Mannes u.a. von Ihnen dargestellten Themen absolviert und fühle mich inspiriert wie auch in einigen selbst gewonnenen Lebenserfahrungen wissenschaftlich bestätigt. Dankeschön! Ja, meinem Ex-Mann fehlt eine gesunde Beziehung zu seinem Vater. Leider kam diese Erkenntnis zu spät für mich und er “mauert” immer noch, wenn es um die eigene Biographie geht. Haben Sie auch einen ähnlichen Artikel, der sich der Rolle der der Mutter/des Vaters in der Entwicklung einer Frau widmet?

    Ich habe einige Vermutungen, was Zusammenhänge in meiner eigenen Entwicklung angeht. Gern wüsste ich, wie ich Ängste, Entschuldigungen, die ich bewusst oder unbewusst an mir erlebe, erkennen und überwinden kann. Vielleicht können Sie mir weiterhelfen?

    Mit freundlichen Grüßen

    U. Künzel

  • Judith schrieb:

    Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    ich würde noch nicht einmal sagen, dass mich meine Eltern explizit “männlich-orientiert” erzogen haben – manches lag auch einfach daran, dass ich als Kind (und später noch) viele Interessen & Fähigkeiten hatte, die man eher Jungen zuordnet und es sich deshalb ergeben hat, dass viele meiner Spielgefährten Jungs waren (z.B. freundschaftliche körperliche Wettkämpfe ["Raufen"]; Fußball spielen, Klettern, im Wald umherstrolchen, technisches Interesse usw.). Daneben hatte ich auch viele einzelgängerische Beschäftigungen und war auch relativ introvertiert, weshalb mir vereinzelt autistische Züge nachgesagt worden sind (aber ich denke nicht, dass das zutrifft, weil ich im Umgang mit anderen keine diesbezgl. Probleme habe).

    Als besonders gesellig würde ich mich auch heutzutage nicht bezeichnen, weil ich dafür einfach die meiste Zeit sehr gerne alleine bin und privat eher lose Kontakte zu anderen pflege. Deshalb harmoniere ich generell am besten mit Menschen, die ähnlich freiheitsliebend und unabhängig sind. Ich sehe es so, dass in einer Beziehung jeder sein eigener Herr ist und man sich eben zusammen auf Augenhöhe begegnet. Symbiotische Beziehungen oder solche, wo sich einer dem anderen permanent unterordnet, wären nichts für mich. Mir wäre auch wichtig, dass der Mann möglichst wenig in (Geschlechts-)Stereotypen denkt und sich selbst darüber definiert. Wenn man dann noch das ein oder andere gemeinsame Hobby teilt (z.B. Sport, Computerspiele zocken; ähnlicher Filmgeschmack) wäre das sehr gut, ist aber nicht umbedingt nötig. Denke jeder sollte in der Lage sein auch in der Beziehung seinen bisherigen eigenen Hobbies und sozialen Kontakten weiter nachzugehen. Eine ähnliche Weltanschauung und Mentalität wäre aber sicher eine gute Basis für eine Beziehung. Besitzergreifende, eifersüchtige Menschen wären als Partner ein no-go für mich. Es muss schon eine gemeinsame Wellenlänge vorhanden sein (gilt auch für Freundschaften). Beziehungstechnisch wären meine Eltern sogar ein gutes Vorbild für eine harmonische, ausgeglichene und langjährige/stabile Beziehung, in der man sich gegenseitig respektiert,liebt und mit den Macken des anderen gut auskommt.

    Ich schreibe deshalb im Konjunktiv, weil mich Beziehungen bisher mäßig bis gar nicht interessiert haben, aber ich bin auch noch relativ jung (Mitte zwanzig). Andererseits könnte ich mir ebenfalls sehr gut vorstellen, Zeit meines Lebens ohne eine partnerschaftliche Beziehung zu verbringen. Insofern läge mein Fokus dann mehr auf meinen Hobbies + Beruf, meinen Freundschaften/engen Bekanntschaften und dem Kontakt zu meinem Bruder (also eigentlich eh so wie bisher auch *fg*)… und ich würde mir auf jeden Fall eine Katze anschaffen ;-).

    Das ist aber auch mit der Grund, warum ich in meinem Beitrag unten geschrieben habe, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss, wie er sich am besten von den (unpassenden) Erwartungen seiner Mitmenschen abgrenzen kann. Funktioniert ja jeder anders von seiner Persönlichkeit her und manches ist auch abhängig von der konkreten Situation – manchmal kann es auch taktisch gerade klug sein von seinen Konkurrenten unterschätzt zu werden.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
    Judith

  • Hallo Judith,
    Sie beschreiben sehr schön und überzeugend, wie man nicht in die Hochstapler-Falle gerät. Entscheidend ist dabei wohl die Fähigkeit, sich gut abgrenzen zu können. Abgrenzen nach außen, also auf die Meinung anderer Leute nicht so viel zu geben. Und Abgrenzung nach innen, den eigenen Perfektionsansprüchen oder übertriebenen Über-Ich Forderungen nicht nachzugeben.

    Eine große Rolle dabei spielt wohl die in der Erziehung vermittelten oder vorgelebten Werte. Sie schreiben ja, dass Sie eher eine “männlich-orientierte” Erziehung hatten und dementsprechend auch heute eine eher so entwickelte Identität haben. Auch das hat seinen Preis, was Sie ja andeuten. Spannend wird es ja, welche “Identität” jemand wie Sie in der Partnerschaft zeigt und mit welcher Art von Mann das dann harmoniert.

    Danke für Ihren Kommentar, der zeigt, wie man es als Frau in der Berufswelt schaffen kann, wenn man sich von gesellschaftlichen Erwartungen frei macht.

  • Judith schrieb:

    Danke für den interessanten Artikel. Über so manches Verhalten, das gehäuft bei (einigen) Frauen auftritt, kann ich nur den Kopf schütteln. Sicher liegt das auch daran, dass ich nach dem Feedback meiner Mitmenschen eher eine “männlich” Mentalität habe und mein Verständnis für dieses “kleinmädchenhafte Verhalten” allgemein sehr begrenzt ist. Vielleicht ist das teilweise unfair, weil manche Frauen in ihrer Kindheit von ihrem Umfeld regelrecht dazu erzogen worden sind, sich möglichst hilflos, technisch unbeholfen, unselbstständig und wenig selbstbewusst zu geben. Das waren dann bezeichnenderweise auch die Eltern/Mitmenschen, die wiederum meinen Eltern vorgeworfen haben, ich wäre “zu frech und wild” und sie hätten mich nicht “weiblich genug” erzogen, ich wäre mehr wie ein Junge -.-.

    Persönlich halte ich nichts davon, sich für seine eigene Entwicklung (entgegen seiner eigentlichen Interessen, Fähigkeiten) Geschlechtsstereotypen unterzuordnen. Dass diese in der Gesellschaft natürlich immer noch mehr oder weniger subtil präsent sind, ist mir natürlich auch klar. Nur ist mein Eindruck, dass man seinen eigenen Weg gehen kann und für ein selbstbewusstes Auftreten durchaus Respekt erntet. Es wird zwar immer wieder Leute geben, die einen dafür schief anschauen und versuchen einen in die “hilflos-weibliche” Rolle zu drängen bzw. ein Abweichen davon sozial zu sanktionieren, aber ich bin zu einzelgängerisch, egozentrisch und egoistisch als dass mich sowas großartig tangiert.
    Sicher ist ein eigenwilliges Verhalten, wie ich es pflege, für eher wenige eine Möglichkeit. Aber ich bin mir sicher, dass viele Wege nach Rom führen und jeder da für sich den passenden Weg suchen muss; sich künstlich klein zu machen, kann aber meiner Meinung nach nie der richtige Weg sein. Ich meine man muss ja nicht gleich extrem narzisstisch auftreten, aber so ein bisschen (gesunder) Narzissmus ist durchaus angebracht. Und wenn man gelobt wird, muss man auch gar nicht so wahnsinnig viel erwidern – ein freundliches “Danke” + Lächeln reicht da vollkommen aus. Warum man an dieser Stelle anfängt völlig unnötig seine eigene Leistung abzuwerten, verstehe ich nicht. Liegt vielleicht auch daran, dass ich gerne gelobt werde – besonders von Menschen, die ich als kompetent einschätze.

    Persönlich habe ich keine Lust, mich künstlich kleiner zu machen, nur damit die anderen zufrieden sind, weil das besser in ihr Weltbild passt. Und ein schlechtes Gewissen, wenn ich zufrieden auf meine Leistung blicke, habe ich auch nicht. Im Gegenteil: Ich weiß recht gut, was ich kann und was mir nicht so liegt. Dass man auf seine Leistungen/Fähigkeiten stolz ist und diese nach außen hin nicht versteckt, erscheint mir ganz normal. Bin eher irritiert, wenn ich auf Leute treffen, die es so wie im Artikel beschrieben halten und übertrieben tief stapeln, weil sie es sich nicht mit anderen verscherzen wollen.

    Falls einer meiner Freunde/engen Bekannten ein ernsthaftes Problem damit haben sollte, dass ich in einigen Bereichen womöglich besser/erfolgreicher bin als er/sie, dann disqualifiziert sich diese Person für mich direkt als Freund. Missgunst kann ich nicht leiden; konstruktiver Neid ist dagegen völlig ok, ebenso wie ein gewisses Maß an Egozentrik und Egoismus. Und selbst wenn man wirklich mal nicht von sich überzeugt sein sollte, dann halte ich es für völlig verkehrt, anderen das auch noch allzu deutlich zu zeigen.
    Gerade am Arbeitsplatz halte ich es für klüger, seine Schwächen zu verbergen und wenigstens stark zu wirken (besser wäre natürlich noch, wenn man tatsächlich stark ist, aber daran kann man ja intern für sich noch arbeiten hinter der Maske). Wenn man Pech hat, ist man schließlich bei manchen beruflichen (undankbaren) Aufgaben sein einziger Fan … und wenn man dann nichts von sich hält, wer soll dass dann sonst tun?!

    Denke die Mischung aus angebrachter Selbstreflexion – und -kritik + selbstbewusstem, durchsetzungsfähigem Auftreten ist am erfolgversprechendsten. Das Problem der Damen aus dem Artikel liegt ja in der übertriebenen Selbstkritik … wenn sie ihr Denken darüber verändern könnten, würde ihnen das vermutlich viel bringen; habe selbst mit diesen Tiefstaplern zu tun gehabt … und ehrlich gesagt bin ich da zwischen Mitleid und Genervtheit (bei einer sogar Verachtung) geschwankt.

    Nachdenkliche Grüße
    Judith

  • Vermutlich eine Mischung. Und die Erziehung spielt wohl die Hauptrolle.

  • Ich finde es echt traurig, dass sich Frauen so oft im Selbstzweifel üben und frage mich, woran das liegt…ist das bei uns genetisch bedingt oder gesellschaftlich vielleicht sogar gefordert?

  • [...] "Ach das war doch nichts Besonderes. Jeder hätte das gekonnt", sagte die Frau, als ich ihr zu ihrer beeindruckenden Rede gratulieren wollte." Ich war auf eine notorische Tiefstaplerin getroffen. Menschen, die mit dem “Hochstaplersyndrom” kämpfen, fällt es schwer, ihre Leistungen anzuerkennen.Egal, wie viel sie beruflich erreicht haben oder welche äußeren Anerkennungen sie bekommen – innerlich sind sie überzeugt, dass sie all das nicht verdient haben und gar nicht an diese berufliche Position gehören. Sie kämpfen mit der Furcht: “Irgendwann kommt raus, dass ich doch nichts kann und werde als Hochstaplerin entlarvt.”  [...]

  • Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    mir gefällt Ihr Artikel sehr gut und ich halte es für wichtig dieses Thema wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken!

    In einem Artikel des Handelsblatts vom 27.11.2010 wird eine Untersuchung von McKinsey – die ich sonst nicht so schätze- vorgestellt, mit dem Titel: „Deutschland belegt letzten Platz bei Gleichstellung“. Demnach ist der Frauenanteil in den Vorständen deutscher Unternehmen so niedrig wie in Indien. Beide Länder rutschen damit auf den letzten Platz im internationalen Vergleich. Auch wenn seit diesem Jahr 3 Frauen mehr, es müssten jetzt 5 insgesamt sein, im Vorstand der 200 umsatzstärksten Unternehmen sitzen, ist das doch ein Armutszeugnis.

    Heidi Möller, Professorin für Theorie und Methodik der Beratung, an der Uni Kassel, nennt folgende „Stolpersteine weiblicher Karrieren“:

    Frauen haben meist nicht gelernt sich „ins Verhältnis zu anderen“ zu setzen.
    Im Gegensatz zu Jungen erleben sie Konkurrenzsituationen als bedrohlich, sie konkurrieren zwar auch, oft aber deutlich indirekter, versteckter und das ist nicht zielführend.

    Konkurrenz ist oft mit Angst gepaart, Fragen wie „darf ich mehr als meine Freundin verdienen“ oder „kann ich mehr Aufträge als mein Partner haben“ beschäftigen Frauen. Die dahinterliegende Angst ist die Angst vor Einsamkeit. Oder wie Margarete Mitscherlich es nennt: „Friedfertig aus Angst vor Liebesverlust“.

    Männer arbeiten mit den Dimensionen Überlegenheit und Unterlegenheit. Frauen fühlen sich bei empfundener Überlegenheit unwohl.

    Männer entwickeln Identität über die Unterscheidung von anderen. Frauen über Ähnlichkeit und Bindung.

    Hinzu kommt dass Frauen Konkurrenz mit Rivalität gleichsetzen. Rivalität hat destruktive Züge, da sie häufig mit Beschämung und Verhöhnung einhergeht. Auch die Herabsetzung einer Leistung fällt in den Bereich der Rivalität. Es ergibt sich dann oft eine grundsätzliche Weigerung zu konkurrieren, um erst gar nicht in den Wettbewerb mit anderen zu treten.

    Wenn Frauen gelobt werden löst dies, leichter als bei Männern, heftige Affekte aus. Möller macht hierfür die Kompetenzscham verantwortlich. Das Gefühl, wozu frau in der Lage ist kann enorm viel Spannung auslösen, so dass mühsam erarbeitete Selbstentwürfe freiwillig aufgegeben werden. Für Mädchen geht in der Pubertät Erfolg häufig mit der Erfahrung einher, als nicht mehr attraktiv gesehen zu werden.

    Hinzu kommt die Exhibitionshemmung: Frauen sagen nicht was sie können. Sie schämen sich, sich zu zeigen, sich in Gesprächen einzubringen und Spaß daran zu haben. Dies führt dazu dass Frauen weniger Selbstmarketing betreiben, nach dem Motto: „Tue Gutes und rede darüber“.

    Frauen fehlt es an adäquaten Rollenvorbildern. Vertraute Rollen wie Mutter, Tochter, Geliebte, Schwester oder Verführerin greifen bei Karrierethemen eher weniger. Die Neudefinition weiblicher Führungskräfte erfordert die autonome Entwicklung eines eigenen, inneren Leitbildes. Erfahrungsgemäß werden Frauen die eigene Ziele verfolgen zwar als kompetent aber als wenig angenehm im Umgang mit anderen eingeschätzt. Das sollten Frauen möglichst früh wissen um einen adäquaten Umgang mit diesem Thema für sich zu finden. Dies heißt ganz praktisch, dass sie für Führungsstärke nicht geliebt werden.

    Bei all diesen Ausführungen spielt Neid eine Rolle. Doch auch hier gilt es diesem Phänomen auf den Grund zu gehen. Neid entsteht dann, wenn man meint andere hätten mehr als man selbst. Er löst sich auf wenn es gelingt, das was man begehrt, selbst zu bekommen, im Fall weiblicher Karrieren hieße dies, selbst Karriere zu machen.

    Ich meine es gibt schon noch was zu tun!

    Herzlichst
    Margit Nowotny

  • Hallo,
    Ihren Schlussfolgerungen kann ich nicht folgen. Mädchen werden im Schulsystem nicht systematisch bevorzugt, sondern sie sind vor allem fleißiger und lenken sich weniger ab.

    Danke für Ihren Beitrag.

  • Alexander Tai schrieb:

    “WARUM MACHEN SICH FRAUEN SCHLECHTER ALS SIE SIND? UND VOR ALLEM — WIE?
    Frauen sind heute im Durchschnitt besser ausgebildet als Männer. Sie machen häufiger Abitur und haben bessere Noten als die Jungen.”

    (Es gilt folgende Annahme: Menschen beider Geschlechter besitzen grundsätzlich dasselbe Potential)

    Das Zitat besagt: Frauen werden im Schulsystem systematisch bevorzugt.
    Sie sind so intelligent wie Männer, schneiden dennoch in der Schule besser ab.

    Aussagen wie die obige bestätigen Frauen mit “Hochstaplersyndrom” höchstens in ihrer Meinung…

  • Liebe Frau Ast,
    Sie schreiben: “Warum soll ich so werden, wie die Männer?” Meine Antwort darauf ist einfach. Weil wer in das Haifischbecken steigt, als Karpfen wenig Chancen hat.

    Theoretisch haben Sie ja Recht. Die Männer können auch viel von den Frauen lernen. Tun sie ja auch. Im privaten und wenn einer Vater wird, sowieso. Aber viele Frauen können oder sollten auch einiges von den Männern lernen.

    Nicht weil das besser ist, sondern als zusätzliche Verhaltensoption. Es kommt ja ganz auf die Werte an, die in der Abteilung oder dem Unternehmen herrschen, in dem man beschäftigt ist.

    Und in meinen Seminaren arbeite ich ja auch daran, dass man diese Verhaltensweisen sich aneignet. Denn eine Wahl hat man nur, wenn man mindestens drei Möglichkeiten hat.

    Danke für Ihren Beitrag.

  • Warum soll ich so werden, wie die Männer?
    Sollen sie sich doch was von den sozialen Kompetenzen und Werten der Frauen abschauen. Wie z.B. Bescheidenheit statt Hochstapelgehabe; Fürsorge für andere und nicht nur Selbst-Sorge à la wer ist der schönste Pfau hier im Stall, Selbstreflexionswilligkeit statt ‘es automatisch auf Dinge von außen’ zu schieben; Mitfühlen (können) statt Neid erwecken zu wollen (jaja, wer hat den Längsten und so, immer hübsch vergleichen, …) Gemeinschaftssinn statt EinzelKÄMPFERtum. Um nur einige zu nennen.

    Dennoch könnte ich den Artikel genau so geschrieben haben, da meine Erfahrungen als Persönlichkeitscoach ähnlich sind (ganz abgesehen von eigenen Denkmustern, die ich, jetzt 56, mühsam auch bei mir ändern musste bzw. wollte).

    Ich versuche meinen Kundinnen jedenfalls ‘beizubringen’, dass es eher darum geht, dass jemand = in diesem Fall frau die WAHL hat: Will ich jetzt so ODER so reagieren. Sonst wär’s nur eins gegen das andere austauschen.
    Herzliche Grüße

  • Susanne Asser schrieb:

    Ich glücklicherweise auch nicht (mehr) …. :-)

  • Es ist klar, dass man das nicht verallgemeinern kann, aber bei den Damen ist es häufiger anzutreffen. Ich leide übrigens auch nicht darunter. :-)

  • Sonja Greye schrieb:

    Also ich leide definitiv nicht unter dem Syndrom. Sonst hätte ich echte Probleme in meinem Beruf und meiner Position gehabt.

    Allerdings habe ich dieses Verhalten sowohl bei Frauen als auch bei Männern erlebt…

  • Zuerst jahrzehntelang diese Emanzen-Geschichten und jetzt leiden sie unter dem Hochstaplersyndrom – ja was denn nun?

    Warum werden hier spezifisch Frauen angesprochen, das betrifft doch alle “Menschen”, oder sind kompetente Männer etwa keine Menschen?

  • Ich kann das nur bestätigen. Wenn ich in meinen Seminaren die TeilnehmerInnen nach ihren Fähigkeiten frage, antworten die Männer im Moment und zählen mehrere Dinge auf, die sie besonders gut können. Die Damen denken lange nach und nennen dann mit großer Überwindung eine Fähigkeit, um sich im nächsten Moment dafür wieder zu entschuldigen. Ich nenne das “unter ihrem WErt” verkaufen. Sehr schade!

  • ach, leider hatte ich kein Poesiealbum, obwohl es doch in die Zeit gepasst hätte…

    irgendwie finde ich in dem Artikel wieder, wie das alles durch ein Mischmasch aus Ängsten getrieben wird.

    ob man das dann so geschlechtsspezifisch trennen kann, weiß ich nicht, fand ich doch Teile davon bei meinen männlichen Kollegen, Vorgesetzten und mir selbst wieder.

    Aber da schon die Zeit vor einem halben Jahrhundert (Poesiealbumzeit) angesprochen wurde, ich fand damals alles anders diesbezüglich:

    Mann kam nachmittags 16.30 Uhr von der Arbeit, zufrieden über sein Tagewerk und widmete sich Familie und Gartenzaun, Frau war zu Hause. (nicht überall)

    Heute hört das irgendwie niemals auf. Mehr Konsum, mehr Fahrerei, mehr Hektik, mehr Druck – also von diesen Dingen immer mehr. Dagegen weniger Struktur, weniger Ruhe, weniger Zufriedenheit – also von diesen Dingen immer weniger.

    Ändern lässt sich das nur individuell: Was brauche ich wirklich? Was will ich selbst eigentlich wirklich? Was gibt mir Glück und Zufriedenheit?

    Vielleicht ändert sich ja alles bald, vielleicht schon morgen: Schon Morgen –
    http://bit.ly/dpWmvV

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