Ein Jahr Intervallfasten: Es ist ein Lifestyle, keine Diät. Mein Erfahrungsbericht: Wie Sie ohne Jojo-Effekt abnehmen und gesünder leben.

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Abnehmen ohne Diät, das wünschen sich viele. ntervall-Fasten oder intermittierendes Fasten taucht plötzlich überall auf. Vor ein paar Wochen las ich darüber in der FAS, in BILD, BRIGITTE, im neuen GEO. Ich fing vor über einem Jahr damit an. Hier mein Erfahrungsbericht.

Der Trend kommt wie immer aus den USA. Dort wird seit über 10 Jahren über diese besondere Form des Fastens geforscht. Mittlerweile auch in Europa,  unter anderem von Prof. Andreas Michalsen an der Charité, Berlin, Prof. Annette Schürmann, Potsdam oder Frank Madeo, Universität Graz.

Doch die Methode ist uralt. Jesus hat es getan. Moses auch, Buddha und Mohammed haben es getan. Der freiwillige Nahrungsverzicht zieht sich durch die Menschheitsgeschichte.

Und unsere Ur-Vorfahren, deren Genprofil noch nahezu unverändert in uns allen steckt, kannten auch schon das Intervallfasten.

Einfach weil der Büffel nicht jeden Tag vor der Höhle stand, Kühlschrank, Mikrowelle und Schnellimbiß noch nicht erfunden waren. Wenn der kleine Hunger kam, verfielen unsere Altvorderen aber nicht in Panik, sondern lernten, dass der Körper das ab kann und die nächste Mahlzeit umso besser schmeckt, je mehr man sich darauf freut.

Viele Menschen wollen ihr Gewicht reduzieren und gesünder leben. Zahllose Diäten versprechen das. Schlank im Schlaf, Trennkost, Formuladiät oder Kohlsuppen-Kur, Brigitte-Diät, Weight-Watchers-Programm, Metabolic Balance, Low Carb, Trennkost, Paleo …

Etliche davon habe ich ausprobiert. Mit allen habe ich abgenommen. Doch bei allen kam irgendwann der Punkt, wo ich mir sagte: „Und wann kann ich denn jetzt wieder normal essen?“ Und sowie ich das tat, hatte ich nach einigen Monaten wieder das alte Gewicht drauf.

Ja, ich weiß. Jojo-Effekt … Diäten helfen nicht … man muss seine Ernährung umstellen … Aber genau das fiel auch mir schwer und ich bin jetzt nicht so der undisziplinierte Food-Junkie.

Deswegen berichte ich hier über die Vorteile des Intervallfastens, was ja genau das ist: keine Diät, sondern eine andere Ernährungs- oder Lebensweise. Ein Lifestyle. Aber einer, der sich aus meiner Sicht auf lange Sicht besser in den Alltag integrieren lässt als alle sonstigen Diäten.

Denn das intermittierende Fasten hat drei entscheidende Vorteile:

1. Intermittierendes Fasten hilft garantiert abnehmen.

Da braucht man nur mit dem Taschenrechner zusammenzählen, wie viele Kalorien man sich pro Woche nicht einverleibt. Wobei der Abnehmeffekt beim Intervallfasten nicht nur von der verminderten Kalorienaufnahme kommt, sondern vor allem durch die längere Zeitspanne zwischen den Mahlzeiten.

In Studien wurde festgestellt, dass durch das Kurzzeitfasten  die Kilos genauso gut schmelzen wie durch längere Fastenperioden. Aber Intervallfasten lässt sich leichter durchhalten und auch besser in den persönlichen Alltag integrieren.

2. Fasten ist ein Restart für den Körper.

Egal ob man abnehmen will oder nicht: Viel wichtiger finde ich die zahlreichen gesundheitlichen Vorteile des Kurzzeitfastens.

So bescheinigen viele Studien dem Intervallfasten einen möglichen positiven  Einfluss auf Krankheiten wie

  • Diabetes
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Demenz
  • Rheuma
  • Krebs. 

Dafür sorgen die bei allen Formen des Fastens eingebauten Zellreinigungsprozesse.

Bei diesen biologischen Reparaturroutinen (Autophagie) werden unbenutzte Zellbestandteile zerlegt und für die Bildung neuer Zellen genutzt. Dieser Recycling-Prozess wird vor allem dann angeregt, wenn nicht genügend Nahrung vorhanden ist, und die Zellen daher auf bereits vorhandene Stoffe zurückgreifen müssen, wie beim Fasten.

Besonders verheißungsvoll ist dieser Mechanismus in der Krebsbekämpfung. Bisher erst an Mäusen konnte gezeigt werden, dass Fasten während einer Chemotherapie vor den schlimmen Nebenwirkungen schützt. Denn „Fasten ist der Super-Gau für die Krebszelle“ wie es der Forscher Valter Longo beschreibt:

Bei der Autophagie bauen die Zellen schädliche Bestandteile (Mikroschrott) ab. Im Alter nehmen solche Abbauprodukte, etwa verklumpte Eiweißbaustoffe, zu und schaden so der reibungslosen Zellfunktion. Bei Mäusen konnte man durch periodischen Nahrungsverzicht diesem Zellalterungsprozess wirksam entgegenwirken.

In einer Studie von Frank Madeo gab man Mäusen 30 % weniger Nahrung. Das Ergebnis: die Lebenserwartung stieg um durchschnittlich ein Drittel. Das lässt sich sicher nicht direkt auf den Menschen übertragen. Eine ausgewogene Ernährung ist genauso wichtig.

Durch Fasten kann man solche Zellreparaturen bewusst auslösen.

Fasten-Kliniken wie Buchinger, F.-X.-Mayr u.a. sehen bei ihren Patienten seit Jahrzehnten beeindruckende Vorteile des Nahrungsverzichts wie:

  • Cholesterin- und Harnsäurewerte verbessern sich.
  • Das Immunsystem wird entlastet und gestärkt.
  • Verbesserungen gibt es bei multipler Sklerose, Astma, Neurodermitis, Allergien, Magen-Darm- Krankheiten und vor allem Diabetes Typ 2.
  • Fasten wirkt auf die Entzündungsmarker, weshalb besonders Rheumatiker davon profitieren.

Dieser wichtige Recyclingprozess kommt also immer dann in Gang, wenn im Körper kein Insulin fließt, also wenn man nüchtern ist. Bei jedem Essen wird aber sofort Insulin ausgeschüttet und „stört“ so diesen wichtigen Reparaturprozess des Körpers.

3. Ihre Muskeln bleiben erhalten.

Beim strengen Fasten verliert man immer Muskelmasse, weil die Eiweißdepots des Körpers am schnellsten Energie liefern. Man nimmt leider zuerst nicht am Bauch oder an den Hüften ab.

Auch zusätzliche Fitnessübungen helfen nicht, dass der Körper sich bevorzugt an den üppig vorhandenen Fettdepots labt. Das heißt konkret: Wer regelmäßig ständig isst, kann kein Fett verbrennen. Erst, wenn die Glykogenspeicher in Muskeln und Leber leer sind, beginnt Ihr Körper, Fettsäuren in Energie umzuwandeln.

Das dauert aber  nach einer Mahlzeit zwischen 6-8 Stunden. Diesen eingebauten Abnehmprozess während des Schlafens unterbrechen wir aber, wenn am Morgen unser Blutzucker niedrig und unsere Glykogenspeicher in der Regel leer sind – und wir gleich nach dem Aufstehen frühstücken.

Beim Intervallfasten lässt man an jedem 2. oder 3. Tag das Essen weg und gibt dem Körper so Gelegenheit, die Fettdepots abzubauen. Da man aber am nächsten Tag wieder normal isst, also auch genug Eiweiß zu sich nimmt, bleiben die Muskeln erhalten.

Meine Erfahrungen nach einem Jahr Intervallfasten.

Im Februar 2015 fing ich mit dieser neuen Methode an, nachdem ich bei einem Kabarettabend mit Bernhard Ludwig davon hörte. Am Anfang richtete ich mich noch ganz streng nach der 10in2-Methode. Also wirklich einen Tag essen – einen Tag nicht essen. Über mehrere Wochen lang. In diesem Artikel habe ich meinen Einstieg beschrieben.

Nach nunmehr einem Jahr ist meine Bilanz rundum positiv:

  • Die acht Kilo, die ich im Lauf der ersten zwei Monate verlor, sind immer noch weg.
  • Mein Blutdruckmedikament konnte ich halbieren.
  • Ich habe vor zwei Wochen ein großes Blutbild machen lassen. „Wie alt sind Sie?“ fragte mich  die Ärztin, als sie die Werte sah. „67 Jahre„, antwortete ich. Sie war überrascht.
  • Sämtliche Hemden musste ich von Größe L auf M ändern lassen. Ein paar Hosen auch.
  • Ich gehe nach wie vor einmal die Woche ins Kieser-Training. Und das sogar an einem Nicht-Ess-Tag, so wie heute.

Mittlerweile habe ich das intermittierende Fasten an meine Bedürfnisse angepasst. Ich esse Montag, Mittwoch und Freitag nicht. Es sei denn, eine Einladung fällt auf einen solchen Tag. Dann nehme ich einen Joker-Tag. Das heißt, ich esse an dem Tag normal und dann am nächsten Tag nichts.

Samstag und Sonntag esse ich auch normal. Konkret heißt das, mein Gewicht schwankt immer zwischen 81 kg (nach einem Wochenende) und 78,5 kg am Ende der Woche freitags, also nach drei Fasten-Tagen in der Woche.

Wie gesagt, ich mache es nicht ganz so streng inzwischen. Das heißt, an den Nicht-Ess-Tagen trinke ich manchmal auch einen großen Kaffee mit Milch. Oder ab und zu abends eine Instant-Gemüsebrühe. Das hilft, wenn mir manchmal kalt wird.

Wie können Sie ins Intervallfasten einsteigen?

kiwi2, Photo credit Vitor_Esteves via FoterAm Anfang steht immer die Entscheidung. Getreu dem Satz: „Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe.“

Der Entschluss zum Fasten muss also von Ihnen kommen. Nicht weil es Ihnen der Partner, der Arzt oder die Schwiegermutter geraten hat. Das können Anregungen sein. Aber Sie müssen es wollen.

Wenn Sie abnehmen wollen, gibt es eine gesicherte Erkenntnis der Fastenforscher: Reduzieren Sie statt der Anzahl der Kalorien besser die Anzahl Ihrer Mahlzeiten. Und je länger die Pausen zwischen den Mahlzeiten sind, umso besser. Dann wird in dieser Zeit kein Insulin ausgeschüttet und das Autophagie-Recyceln kann starten.

Wie kann das praktisch aussehen?

  • Sie können eine oder mehrere Mahlzeiten täglich weglassen.
    Hier essen Sie also jeden Tag – aber in einem bestimmten Zeitfenster.
    Viele Menschen frühstücken nur aus Gewohnheit ohne wirklich morgens Hunger zu haben. Weil’s die Oma schon sagte („Frühstücken wie ein Kaiser …“) oder die Ernährungsfachfrau. Manche Ess-Gurus plädieren sogar für 5 (!) Mahlzeiten am Tag. Da kommt der Stoffwechsel ja nie zur Ruhe!
    An manchen Tagen habe ich auch schon Frühstück und Mittagessen weggelassen und erst abends gegessen.
    Auch Dinner-cancelling ist ein guter Einstieg.
    Einfach öfter mal das Abendessen ausfallen lassen. Das fällt besonders leicht, wenn man abgelenkt ist oder was Spannendes zu tun hat.
  • Sie können einzelne Tage fasten.
    Das heißt dann 6:1 oder 5:2 Methode. Also an einem Tag oder zwei Tagen die Nahrung komplett weglassen.
    Ich selbst mache 4:3, das fühlt sich für mich am besten an und ist auch gut in mein Alltagsleben einzubauen. Im Urlaub setze ich das Fasten komplett ab – und fange danach einfach wieder an. Klappt prima.
    Entscheidend ist, dass Sie immer wieder auf lange Essenspausen von  4-20 Stunden kommen, in denen Ihr Körper im sogenannten Fettverbrennungsmodus läuft! In dieser Zeit des Fastens  oder schöner gesagt des „Nicht-Essens“ sollten Sie keine Kalorien zu sich nehmen. Aber viel trinken, am besten Wasser, Kaffee schwarz, Grüntee, Früchte- und Kräutertees.

Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich umzustellen. Die Anfangszeit kann etwas herausfordernd sein. Vielleicht haben Sie Hungergefühle oder Gelüste, frieren schneller. Doch nach 2-4 Wochen ist das überwunden und Sie genießen die enormen Vorteile.

Ich kann mir mittlerweile schon gar nicht mehr vorstellen,  über längere Zeit jeden Tag zu essen.

Der ganz große Vorteil des Intervallfastens gegenüber den Fastenkuren nach meiner Erfahrung ist folgender: Intervallfasten ist eine Lebensweise, die Sie lange durchhalten können, weil das Verzichten nicht so lange dauert. Längstens einen Tag. Oder eben ein paar Stunden.

Bei allen Diäten oder auch den Fastenkuren rutscht man nach einer Weile wieder in alte Essgewohnheiten. Und nimmt dann in der Regel auch wieder zu. Jojo-Effekt eben.

Wie Intervallfasten Ihr neuer Lifestyle werden kann.

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Gewicht abzunehmen ist ja leicht. Die Herausforderung ist, das reduzierte Gewicht über lange Zeit zu halten.

Das ist mir nur mit dem intermittierenden Fasten gelungen. Jetzt schon ein Jahr lang. Das heißt aber auch: es ist keine Diät, es ist ein neuer Lifestyle, den man für den Rest des Lebens beibehalten kann.

Wie geht das am einfachsten?

Wenn Sie eine alte Gewohnheit durch eine neue bessere Gewohnheit ersetzen wollen, gibt es einen sehr guten Trick: Verbinden Sie das neue Verhalten nicht mit einem Verbot, sondern mit der Entscheidung Ihrer Persönlichkeit. Und zwar über Ihr Verhalten – und Ihre Worte.

Probieren Sie Folgendes aus:

  • Statt „Ich darf nicht mehr rauchen, weil es mir der Arzt verboten hat“ sagen Sie zu sich und anderen: „Ich rauche nicht mehr.“
  • Statt „Ich will endlich ordentlicher werden, damit ich nicht dauernd aufräumen muss“ sagen Sie zu sich: „Ich bin jemand, der seine Sachen sofort aufräumt.“
  • Statt „Ich will weniger Alkohol trinken, weil meine Freundin das nicht mag“ sagen Sie zu sich und anderen : „Ich trinke nur noch am Wochenende.“
  • Statt „Ich kann heute nichts essen, weil ich Intervallfasten mache“ sagen Sie: „Ich esse nur jeden zweiten Tag.“

Sie müssen die Sätze ausprobieren, also laut aussprechen. Dann merken Sie, dass der zweite Satz immer kraftvoller klingt.

Weil Sie Ihr neues Verhalten nicht erklären oder rechtfertigen, sondern ganz ruhig Ihre Entscheidung kundtun. Und diese Entscheidung kommt von Ihnen, kommt von Ihrer Persönlichkeit. Und das hat Power!

So wie Sie ja auch die Frage „Wie ist Ihr Familienstand?“ beispielsweise beantworten mit „Ich bin verheiratet.“ Und nicht mit „Mein Freund hat mir damals einen Antrag gemacht, eigentlich wollte ich nicht Ja sagen, aber so ist es halt gekommen …“

Wenn Ihnen Intervallfasten gefällt, machen Sie es zu Ihrem Lifestyle.

Zu dem vielleicht schon andere gute Gewohnheiten gehören: Nicht rauchen, ehrgeizig sein, regelmäßig laufen,  BMW fahren, öfters im Restaurant essen, diesen Blog lesen, manchmal Achtsamkeit üben, eine demokratische Partei wählen, alle vier Wochen ihre Eltern anrufen …

Ach, Sie essen nie im Restaurant? Weil kein Geld dafür?

Mit Intervallfasten können Sie sich das bald leisten.

Denn Sie brauchen kein Geld mehr auszugeben für teure Eiweiß-Shakes oder Abnehm-Pülverchen. Für den gesparten Tagessatz von 158 € in der Fastenklinik können Sie richtig schick essen gehen. Und beim Einkaufen brauchen Sie auch weniger Geld, weil Sie weniger essen werden.

Also?

PS: Lesen Sie mehr spannende Themen in meinem neuen Life-Coaching-Club.

Hören Sie dazu den Podcast.

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Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

21 Kommentare

  1. Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    soeben habe ich ausführlich Ihren Artikel http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/42148/ein-jahr-intervallfasten-lifestyle-statt-diaet gelesen.

    Der Artikel ist sehr interessant. Ich selbst habe über 25 kg abgenommen und habe auch schon die meisten Diäten und Co., die dieser Planet zu bieten hat, hinter mir. Letzten Endes hat Sport und eine dauerhafte Ernährungsumstellung mich zum Ziel geführt.

    An dieser Stelle „oute“ ich mich auch als Low Carb Fan, da ich hier die besten Erfolge erzielt habe.

    Und genau hier komme ich zu dem Punkt, den ich gerne in dieser Mail ansprechen möchte: Sie schreiben in Ihrem Artikel übers Fasten, andere Blogger wiederum schwören auf eine andere Diätform wie Low Fat, High Fat, High Carb und Co. und ich eben auf Low Carb.

    Sicherlich hat jede hiervon seine Vor- und Nachteile. Ich sehe bspw. bei Low Carb den Vorteil, dass diese Ernährungsform sehr gut sättigend ist und mir der Verzicht/Einschränkung bestimmter Lebensmittel nicht schwer fällt.

    Da ich ein „guter Esser“ bin und auch genieße, wäre das Fasten nichts für mich. Andere tun sich hier vielleicht wieder leichter als ich.

    Die Ergebnisse die Sie in Ihrem Artikel erwähnen, finde ich sehr gut.

    Was ich letzten Endes sagen möchte: ich bin der Meinung, dass es DIE beste Diätform nicht gibt, sondern, dass jeder Mensch der abnehmen möchte, für sich herausfinden muss, was bei ihm am besten funktioniert bzw. wo er sich am Leichtesten tut.

    Ich empfehle grundsätzlich (natürlich) Low Carb, da ich hiermit die besten Erfahrungen gemacht habe und auch viele meiner Blogleser, versuche aber auch meine Leser zu „lehren“, dass eine effektive Abnehmstrategie vielleicht doch nicht die richtige ist, wenn ich mit ihr nicht klarkomme.

    Gerne möchte ich Ihnen in diesem Zusammenhang einen meiner meistgelesenen Artikel nicht vorenthalten, in dem meine (sonstigen) hochwertigen Abnehm-Tipps enthalten sind: http://www.schlank-trotz-job.de/bauchfett-weg/

    Wenn Sie diesen Artikel für Ihre Leser als hilfreich empfinden, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie einen Link zu diesem Artikel setzen.

    Natürlich freue ich mich auch über Feedback zu meinem Artikel, da ich auch diesen stetig verbessern möchte um meinen Lesern bestmöglich weiterzuhelfen.

    Viele Grüße aus dem Land der Franken
    Fabian Prell

  2. Ich sehe das nicht so streng. Ich trinke auch zwei Kaffee am Tag mit Milch und Zucker. Einfach ausprobieren, wie es Ihnen bekommt.

  3. Sabine Weber-Mesenhol sagt

    Hallo Hr. Kopp,

    mich würde interessieren, ob man Xucker nehmen darf und ob man z.B. Mandelmilch oder Hanfmilch usw. als Ersatz in den Kaffee machen kann, an den 0 Tagen. Und sind Gemüsesäfte erlaubt?

  4. Alex sagt

    Ich lebe seit 4 Wochen nach der 4-3 Methode. Ich muss sagen, dass ich mich pudelwohl fühle!
    An den Esstagen gibt es Frühstück und Mittag.
    Es fühlt sich für mich richtig an. Ich bleibe auch am Ball. Konnte in dieser Zeit fast 7 kg an Gewicht verlieren! Das ist mein Weg.

  5. Glückwunsch!
    Das ist auch das Gute am Intervallfasten. Man kann jederzeit weider einsteigen und weiß, dass es funktionieren wird.

  6. Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    Ihre Erfahrungen kann ich bestätigen – ich hab das Interval-Fasten im letzten Jahr getestet und mich dabei sehr wohl gefühlt. Danke, dass Sie mich jetzt dazu motiviert haben, erneut anzufangen. – Übrigens: Die Tagessätze der Fastenklinik, zu der Sie verlinken, werden im Buchinger-Haus am Bodensee noch getoppt! (kenne beide aus eigener Erfahrung, sympathischer ist Pyrmont, schicker Überlingen).

    Herzlich Jo G.

  7. Freut mich, dass mein Bericht Sie anregen und motivieren konnte.
    Ob das eine gute Idee ist, das Fasten mit Nicht-Fasten abzuwechseln, muss man ausprobieren

  8. René sagt

    Ich habe im Juli 2015 mit dem Intervall-Fasten angefangen. Bin über diesen Blog darauf gestoßen.
    Tja, es ist für mich so einfach wie auch effektiv – genau was ich gesucht habe! Ich habe zuerst testweise 3 Monate intermittierendes Fasten durchgehalten. Die Ergebnisse haben mich mehr als überzeugt:
    12 Kilo Gewichtsverlust, 12cm Bauchumfang verloren, wesentlich mehr Luft beim Jogging, ein besseres Körpergefühl und ein gesünderer Haut-Teint sind meine Resultate. Es ist kaum zu glauben, was man mit solch einem simplen Programm bewirken kann.
    Zum Vergleich hatte ich zwei Jahre Fitness-Studio hinter mir, wo ich sogar zugenommen habe (was nicht das Ziel war). Da hatte ich aber noch nicht mit dieser Fasten-Variante Kontakt. Das versuche ich jetzt mal zu kombinieren. Zuletzt habe ich mal 4 Wochen jeden 2. Tag gefastet und dabei 6 Kilo verloren. Es ist für mich an Effektivität nicht zu toppen! Kann ich jedem nur mal raten, das für sich auszuprobieren.
    Meine Lebensqualität hat sich durch das intermittierende Fasten massiv gesteigert. Wobei ich das jetzt mal in 4-Wochen Blöcken ausprobiere: 4 Wochen intermittierendes Fasten, dann 4 Wochen ohne Fasten und wieder 4 Wochen intermittierendes Fasten. Scheint effektiver zu sein als 3 Monate am Stück. Aber mal abwarten. Bin jedenfalls überzeugter Fan von dieser Fasten-Methode und kann nur gutes darüber berichten.
    Danke für den Bericht darüber in diesem Blog! Es hat mein Leben wirklich verbessert!!!

  9. Das sind auch meine Fastentage. Das mit den 600 Kalorien kann ich schwer glauben, denn da wird doch Insulin produziert, was dem Fastenmodus ja widerspricht.

  10. Hallo,
    ich habe das Intervallfasten auch für mich entdeckt und mache es seit rund 8 Monaten.

    In mein Programm passen am Besten Montag, Mittwoch und Freitag als Fastentage. Da brauche ich mir auch keine Gedanken machen, was ich essen soll.

    Ich habe sogar gelesen, dass 600 Kalorien am Fastentag okay sind.

    Viele Grüße,
    David Goebel

  11. Bonny sagt

    Danke für diesen Artikel. Ich bin Typ 2 Diabetikerin und nehme Glucophage 850mg und möchte liebend gerne ALLES tun, um von diesen Tabletten wegzukommen, denn sie leiten den Menschen in einen Teufelskreis meiner Meinung nach. Als ich mit meinem Arzt über die Methode Intervallfasten sprach meinte er nur- „Diabetiker sollten das nicht machen“ – denn ich hatte ihm meine Symptome an Fastentagen beschrieben – Schwäche-und Schwindelanfälle, leichte Kopfschmerzen, verringerter Leistungsantrieb, Heißhunger- aber diesen konnte ich schon überwinden mit Trinken. Die Schwäche-und Schwindelanfälle jedoch machten mir Angst und hindern mich, am Leben teilzunehmen.

    Manchmal frage ich mich, ob Ärzte überhaupt WOLLEN, dass man gesund wird, denn Rat geben können/wollen sie ja nicht. Wenn mir jemand berichten würde, dass diese Zustände „mit der Zeit“ vergehen, würde ich einen Neustart versuchen – oder stimmt die Aussage des Arztes tatsächlich?

    Wer hat hier Erfahrung und würde sie teilen?

    Falls jemand Erfahrung in ähnlicher Situation hat, wäre ich für Tipps dankbar.

  12. Udo sagt

    Im August letzten Jahres fand ich zufällig einige Videos von Bernhard Ludwig und wollte das einfach mal ausprobieren. Weil es so simpel war und nicht langweilig wie Pulverdiäten. Eine ärztliche Begleitung hatte und habe ich nicht, aber ich kann einige Erfahrungen teilen:

    Angefangen habe ich mit 10 in 2 – 12h Essensphase, 36h Pause. Es hat mir geholfen, damit in einer Urlaubswoche zu beginnen. Ich konnte mich besser ablenken und freier über meine Zeit verfügen. Auf einen Kaffee oder Tee mit Milch wollte ich auch am Nicht-Ess Tag nicht verzichten, auch wenn das den Erfolg wohl mindert. Ich meine einen Schuss 1,5% richtige Milch, kein Kondensmilch, keine Latte, Milchkaffee, Cappuchino, oder Zucker.

    Nach etwa dem 4. Fasttag kam ich gut zurecht. Davor war durchaus Hunger da. Am Ess-Tag habe ich qualitativ besser gegessen bzw. auch teurere Zutaten geleistet. Ich sparte nicht unbedingt Geld, weil ich am Esstag die Qualität des – ja nun seltenen – Essens steigern wollte. Die Portionen wurden nicht größer. Der Drang nach Süßem ließ interessanterweise bald nach.
    Zumindest ich muss an Fasttagen sehr auf den Mundgeruch achten. Ist wohl ein gutes Zeichen (Ketose), aber lästig.

    Mir hat es anfangs geholfen, eine feste Struktur ohne Cheat-Days zu haben, also fest immer jeden 2. Tag Fasttag zu haben. Wo es ging, habe ich mit Kalorienaufnahme verbundene Termine wie Abendessen, Bier mit Freunden, entsprechend gelegt.

    Ein sehr großer Vorzug ist es, dass man es unauffällig machen kann. Keine komischen Drinks, keine Gemüseteller, keine Obstberge. Dennoch ist der soziale Druck gerade im Büro nicht zu unterschätzen („alle gehen doch in die Kantine“). Daher habe ich mittlerweile den Rythmus so verschoben, dass die Essphase Mittags beginnt und endet, d.h. in der Woche fallen 1 oder 2 Mittagessen aus, aber insgesamt kann man etwas öfters mit den Kollegen mitgehen.

    Noch nicht geschafft habe ich es, Sport zu treiben, der über den täglichen Fußweg zur Arbeit hinausgeht. Das soll an Fasttagen besonders effektiv sein.

    Ergebnis: 10,5 KG in 6 Monaten, quasi nebenbei. Noch ist kein kleinerer Anzug möglich, aber andere Hemden. Frühere gelegentliche Schmerzen in Knie und Hüfte sind weg. Es geht mittlerweile langsamer voran, aber ich habe Zeit, denn ich habe das Gefühl, so wie jetzt dauerhaft weitermachen zu können.

  13. Ja, auf die Fest-Tage lässt man besser wieder ein paar Fast-Tage folgen. Aber mit dem Intervallfasten geht das ja recht schnell. Deshalb beunruhigt mich ein Gewichtsanstieg nach dem Urlaub usw. nicht mehr, weil ich weiß, dass ich das schnell wieder runter habe.

  14. Alexander Schifter sagt

    Wie ich Ihren ersten Podcast zum Thema Intervallfasten gehört habe, habe ich das kurz danach wieder für mich ausprobiert. Und habe durchaus Erfolg damit gehabt, ca. 7kg waren es bei mir.
    Dann kam Weihnachten und mittlerweile bin ich wieder um 5kg schwerer. Aber ich weiss, dass es funktioniert und ich werde ebenfalls wieder mit 4.3 Methode beginnen. Es lässt sich wirklich effizient und leicht in den Alltag einbringen. Und: ich freu mich richtig auf den Ess-Tag, was ich so nicht tue..weil ja jeder Tag Ess-Tag ist…

  15. Ramona Wolff sagt

    Ich bin seit 2 Monaten dabei und es macht mich froh. Am Nichtesstag freu ich mich über die Chance meine Willenskraft zu trainieren, am Esstag freu ich mich, dass ich schlemmen darf und genieße.

    (via Facebook)

  16. Interessante Methode!
    Vor ein paar Jahren habe ich 1-2x die Woche Dinner-cancelling gemacht und maximal 3 Mahlzeiten pro Tag. So bin ich zu den Abständen zwischen den Mahlzeiten gekommen. Das ganze Naschen so nebenbei war damit vorbei und ich habe massiv abgenommen (30kg).
    Seit Sommer essen ich kein Getreide, Zucker und Milchprodukte wegen Unverträglichkeiten. Es ist in unserer Gesellschaft eine große Umstellung. Für viele unvorstellbar auf Brot, Pasta, Pizza, Süßigkeiten und Co zu verzichten.
    Effekt: Ich fühle mich richtig satt und keine Gier nach Süßigkeiten. Jetzt muss ich zu den Mahlzeiten richtig futtern damit ich mein Gewicht nach unten halten kann. An Dinner-Cancelling ist gar nicht zu denken. Mein Partner hat auch massiv abgenommen.

    Wir fühlen uns extrem fit und die Blutwerte sind sensationell … Hier ein Bericht von meinen Erfahrungen
    http://www.verhaltensbiologie.de/sich-fit-machen…/3024

    (via Facebook)

  17. Aufgrund Ihres ursprünglichen Blogeintrags zum Intervallfasten bin ich mittlerweile Gelegenheitsesser und habe in 3 Monaten 3 kg abgenommen:

    – Wenn ich außer Haus bin, esse ich immer dann, wenn ich Hunger habe.

    – Zu Hause trinke ich stattdessen eine große Tasse Tee mit Milch. Danach habe ich normalerweise keinen Hunger mehr.

    – Und wenn doch, dann esse ich was und so viel ich will. Das ist meistens abends.

    Der große Vorteil: Hunger aushalten ist kein Bestandteil meiner Methode. 🙂

  18. Mache ich seit einigen Jahren. Mehr so aus dem Gefühl heraus, der Körper weiß ja eigentlich, was er braucht. Plus mehr draußen sein und bewegen. Langfristig habe ich Gewicht verloren und fühle mich besser.

    (via Facebook)

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