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	<title>Kommentare zu: Wie haben Sie die Abwesenheit Ihres Vaters erlebt?</title>
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	<link>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/2375/abwesenheit-des-vaters</link>
	<description>Intelligenter arbeiten. Bewusster leben.</description>
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		<title>Von: Michl</title>
		<link>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/2375/abwesenheit-des-vaters/comment-page-1#comment-7899</link>
		<dc:creator>Michl</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 19:04:44 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo

mein Vater begang Selbstmord, als ich 8 Jahre alt war. 
Die ersten drei Jahre danach (von heute aus geschätzt) waren voller bitterer Traurigkeit und Hillflosigkeit. Bis ich anfing, mir auch das Weinen zu verbieten, es änderte nichts an der Situation. Mittlerweile habe ich einiges erfolgreich geschaftt, geblieben ist aber immer ein Gefühl der Hilflosigkeit</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo</p>
<p>mein Vater begang Selbstmord, als ich 8 Jahre alt war.<br />
Die ersten drei Jahre danach (von heute aus geschätzt) waren voller bitterer Traurigkeit und Hillflosigkeit. Bis ich anfing, mir auch das Weinen zu verbieten, es änderte nichts an der Situation. Mittlerweile habe ich einiges erfolgreich geschaftt, geblieben ist aber immer ein Gefühl der Hilflosigkeit</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Roland Kopp-Wichmann</title>
		<link>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/2375/abwesenheit-des-vaters/comment-page-1#comment-7815</link>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 10:59:22 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Defne,
wie kann man diese Lücke füllen? fragen Sie. Letztlich nur durch andere positive Erfahrungen. Entweder im realen Leben oder im Verlauf einer Psychotherapie. Ersteres ist nicht einfach, da man unbewusst sich oft jemand sucht, der das alte Muster bestätigt, wie Ihnen das wohl passiert ist.

In einer Therapie ist es leichter, weil man, wenn man sich den richtigen Therapeuten/Therapeutin aussucht, sicher sein kann, dass der andere es gut mit einem meint. Wird man trotzdem misstrauisch, ist es leichter zu sehen, dass es die eigenen Muster sind.

Danke für Ihren Kommentar.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Defne,<br />
wie kann man diese Lücke füllen? fragen Sie. Letztlich nur durch andere positive Erfahrungen. Entweder im realen Leben oder im Verlauf einer Psychotherapie. Ersteres ist nicht einfach, da man unbewusst sich oft jemand sucht, der das alte Muster bestätigt, wie Ihnen das wohl passiert ist.</p>
<p>In einer Therapie ist es leichter, weil man, wenn man sich den richtigen Therapeuten/Therapeutin aussucht, sicher sein kann, dass der andere es gut mit einem meint. Wird man trotzdem misstrauisch, ist es leichter zu sehen, dass es die eigenen Muster sind.</p>
<p>Danke für Ihren Kommentar.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Defne</title>
		<link>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/2375/abwesenheit-des-vaters/comment-page-1#comment-7811</link>
		<dc:creator>Defne</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 22:19:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.persoenlichkeits-blog.de/?p=2375#comment-7811</guid>
		<description>Hallo, 

mein Vater ist der aus der Kategorie &quot;körperlich da aber emotional nicht zu erreichen&quot; Typ. 
Ich bin Türkin und wurde früh verheiratet. Mittlerweile geschieden und auf eigenen Beinen. Habe lange gebraucht um mich selbst zu finden. Durch bin ich mit meiner Geschichte noch nicht. 

Ich habe mich ein zweites mal in einen Mann verliebt, bei dem dieses Gefühl abgewiesen zu werden aktiviert wird. Dann mache ich es nicht mehr wie früher und melde meine Bedürfnisse an und sie werden jetzt zum zweiten mal nicht ernst genommen. Ich habe mich von ihm getrennt. 

Der Satz: &quot;Wie kann ich etwas vermissen, was ich gar nicht kannte?”
lässt mich kalt erstarren. Wie soll ich das sonst Verarbeiten? Wie soll ich diese Lücke füllen?

Gruß 

Defne</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, </p>
<p>mein Vater ist der aus der Kategorie &#8220;körperlich da aber emotional nicht zu erreichen&#8221; Typ.<br />
Ich bin Türkin und wurde früh verheiratet. Mittlerweile geschieden und auf eigenen Beinen. Habe lange gebraucht um mich selbst zu finden. Durch bin ich mit meiner Geschichte noch nicht. </p>
<p>Ich habe mich ein zweites mal in einen Mann verliebt, bei dem dieses Gefühl abgewiesen zu werden aktiviert wird. Dann mache ich es nicht mehr wie früher und melde meine Bedürfnisse an und sie werden jetzt zum zweiten mal nicht ernst genommen. Ich habe mich von ihm getrennt. </p>
<p>Der Satz: &#8220;Wie kann ich etwas vermissen, was ich gar nicht kannte?”<br />
lässt mich kalt erstarren. Wie soll ich das sonst Verarbeiten? Wie soll ich diese Lücke füllen?</p>
<p>Gruß </p>
<p>Defne</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karl Hinkel</title>
		<link>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/2375/abwesenheit-des-vaters/comment-page-1#comment-7748</link>
		<dc:creator>Karl Hinkel</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 13:41:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.persoenlichkeits-blog.de/?p=2375#comment-7748</guid>
		<description>An Thorstens Stelle hätte ich mich jetzt verletzt gefühlt. Natürlich gibt es das! Und genau so, wie Thorsten das andeutet, habe ich das auch erlebt. Die Welt ist ein Gefühl. Und wenn sie das nicht ist, dann ist sie vielleicht ein Kinder-Hin-und-Her-Organisations-Planet. 
Es gibt nichts, was es nicht gibt und es gibt noch mehr!
Ein Kind kann ein willkommenes Machtvehikel für eine Mutter sein. Das gilt in viellerlei Hinsicht. Da sie sehr gut weiß, wie mächtig Gefühlssachen sind, kann sie Hergeben und Enthalten des Kindes als Belohnung und Bestrafung einsetzen. Der Vater ist dem meistens hilflos ausgeliefert. Im WWW gibt es mitlerweile Interessengruppen, Foren, Hilfen. Wenn ich wieder damit zu tun hätte, würde ich unbedingt! die angebotenen Hilfen in Anspruch nehmen. Unbedingt. Alleine ist das Wahnsinn. Immer, wenn Kinder im Spiel sind, ist das so schwer. Villeicht ist Bullemie mit im Spiel, was ich so erlebt habe. Der Mann kocht liebevoll, wird unter Stress anschließend mit dem Kinderwagen rausgeschickt, weil die Mutter das Essen schnell wegkotzen will und/oder muss. Manche Zusammenhänge bekommt man ja erst nach Jahrzehnten raus. Dann wird einem mit Sicherheit unheimlich. Wenn solche unheimlichen Heimlichkeiten dahinterstecken, dann trügt einen nicht die Schwere unter dem Brustbein, der ständige Klos im Hals oder spontanes Weinen im Dienstwagen. Lieber Herr Kopp-Wichmann, ich habe dem Thorsten seine Darstellung sofort geglaubt. Betroffenheit ändert alles. Thorsten, such Dir Hilfe, google, suche Dir unbedingt einen Verbündeten, eine Gruppe, suche die Wahrheit; denn vielleicht geht es um etwas ganz anderes. Das Kind ist ja ein Kind. Und es hat mit dem ganzen Kram in aller Regel nicht die Bohne zu tun. Blauer Himmel über Köln und allen U-Bahn-Baustellen. Spazierengehe, Pause. Alles Gute! Karl</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>An Thorstens Stelle hätte ich mich jetzt verletzt gefühlt. Natürlich gibt es das! Und genau so, wie Thorsten das andeutet, habe ich das auch erlebt. Die Welt ist ein Gefühl. Und wenn sie das nicht ist, dann ist sie vielleicht ein Kinder-Hin-und-Her-Organisations-Planet.<br />
Es gibt nichts, was es nicht gibt und es gibt noch mehr!<br />
Ein Kind kann ein willkommenes Machtvehikel für eine Mutter sein. Das gilt in viellerlei Hinsicht. Da sie sehr gut weiß, wie mächtig Gefühlssachen sind, kann sie Hergeben und Enthalten des Kindes als Belohnung und Bestrafung einsetzen. Der Vater ist dem meistens hilflos ausgeliefert. Im WWW gibt es mitlerweile Interessengruppen, Foren, Hilfen. Wenn ich wieder damit zu tun hätte, würde ich unbedingt! die angebotenen Hilfen in Anspruch nehmen. Unbedingt. Alleine ist das Wahnsinn. Immer, wenn Kinder im Spiel sind, ist das so schwer. Villeicht ist Bullemie mit im Spiel, was ich so erlebt habe. Der Mann kocht liebevoll, wird unter Stress anschließend mit dem Kinderwagen rausgeschickt, weil die Mutter das Essen schnell wegkotzen will und/oder muss. Manche Zusammenhänge bekommt man ja erst nach Jahrzehnten raus. Dann wird einem mit Sicherheit unheimlich. Wenn solche unheimlichen Heimlichkeiten dahinterstecken, dann trügt einen nicht die Schwere unter dem Brustbein, der ständige Klos im Hals oder spontanes Weinen im Dienstwagen. Lieber Herr Kopp-Wichmann, ich habe dem Thorsten seine Darstellung sofort geglaubt. Betroffenheit ändert alles. Thorsten, such Dir Hilfe, google, suche Dir unbedingt einen Verbündeten, eine Gruppe, suche die Wahrheit; denn vielleicht geht es um etwas ganz anderes. Das Kind ist ja ein Kind. Und es hat mit dem ganzen Kram in aller Regel nicht die Bohne zu tun. Blauer Himmel über Köln und allen U-Bahn-Baustellen. Spazierengehe, Pause. Alles Gute! Karl</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Roland Kopp-Wichmann</title>
		<link>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/2375/abwesenheit-des-vaters/comment-page-1#comment-7746</link>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 17:53:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.persoenlichkeits-blog.de/?p=2375#comment-7746</guid>
		<description>Hallo Thorsten,
ich kann mir nicht so vorstellen, dass der Wettbewerb &quot;Wer ist der besser Elternteil?&quot; allein zu der Trennung geführt hat. Aber ich erlebe oft in Seminaren, wenn man etwas besser machen will als die Eltern, dass es schief gehen kann. Meist will man ja da den eigenen Kindern etwas geben, was man selbst sehr vermisst hat. Vielleicht waren Sie damit so beschäftigt, dass die Beziehung zu Ihrer Partnerin darunter zu sehr litt.
Bezüglich Ihrer Angst um die Sorgeberechtigung wäre vielleicht eine Mediation im Vorfeld sinnvoll. Damit der Paarkonflikt nicht über die Kinder ausgetragen wird.

Danke für Ihren Kommentar.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Thorsten,<br />
ich kann mir nicht so vorstellen, dass der Wettbewerb &#8220;Wer ist der besser Elternteil?&#8221; allein zu der Trennung geführt hat. Aber ich erlebe oft in Seminaren, wenn man etwas besser machen will als die Eltern, dass es schief gehen kann. Meist will man ja da den eigenen Kindern etwas geben, was man selbst sehr vermisst hat. Vielleicht waren Sie damit so beschäftigt, dass die Beziehung zu Ihrer Partnerin darunter zu sehr litt.<br />
Bezüglich Ihrer Angst um die Sorgeberechtigung wäre vielleicht eine Mediation im Vorfeld sinnvoll. Damit der Paarkonflikt nicht über die Kinder ausgetragen wird.</p>
<p>Danke für Ihren Kommentar.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Thorsten</title>
		<link>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/2375/abwesenheit-des-vaters/comment-page-1#comment-7739</link>
		<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 15:42:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.persoenlichkeits-blog.de/?p=2375#comment-7739</guid>
		<description>Hallo,
ich bin 44 Jahre und Architekt.
Mein Vater hat sehr viel gearbeitet und war nicht so oft zu Hause.
Nun gebe ich mir mit meiner 2. Familie, ich bin bereits 1 mal geschieden mit einer erwachsenen Tochter, bei meinen 2 Söhnen, 2 und 6 Jahre alt sehr viel Mühe. Ich betreue  die Kinder die Hälfte der Woche, die Mutter die andere Hälfte. Leider hat dies dazu geführt, dass sich die Mutter von mir getrennt hat, da ich anscheinend ein zu grosser Konkurrent bei der Kindererziehung für sie bin. 
Beziehungskonflikt sind zu einem Großteil unterschiedliche Ansichten zur Erziehung der Kinder.
Schade eigentlich, da wollte ich etwas besser machen als mein Vater und habe damit wohl meine Familie ruiniert. Aber die Jungs sind mir nun mal über alles wichtig.
Nun plagt mich die Angst,daß die Mutter als Sorgeberechtigte alle weiteren Dinge wie Schulwahl usw. ohne mich festlegt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,<br />
ich bin 44 Jahre und Architekt.<br />
Mein Vater hat sehr viel gearbeitet und war nicht so oft zu Hause.<br />
Nun gebe ich mir mit meiner 2. Familie, ich bin bereits 1 mal geschieden mit einer erwachsenen Tochter, bei meinen 2 Söhnen, 2 und 6 Jahre alt sehr viel Mühe. Ich betreue  die Kinder die Hälfte der Woche, die Mutter die andere Hälfte. Leider hat dies dazu geführt, dass sich die Mutter von mir getrennt hat, da ich anscheinend ein zu grosser Konkurrent bei der Kindererziehung für sie bin.<br />
Beziehungskonflikt sind zu einem Großteil unterschiedliche Ansichten zur Erziehung der Kinder.<br />
Schade eigentlich, da wollte ich etwas besser machen als mein Vater und habe damit wohl meine Familie ruiniert. Aber die Jungs sind mir nun mal über alles wichtig.<br />
Nun plagt mich die Angst,daß die Mutter als Sorgeberechtigte alle weiteren Dinge wie Schulwahl usw. ohne mich festlegt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Roland Kopp-Wichmann</title>
		<link>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/2375/abwesenheit-des-vaters/comment-page-1#comment-7671</link>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 08:22:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.persoenlichkeits-blog.de/?p=2375#comment-7671</guid>
		<description>Hallo Manfred,
danke für Ihren ermutigenden Bericht, weil er zeigt, dass man sich als Erwachsener auch aus schwierigsten Familiendynamiken herausarbeiten kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Manfred,<br />
danke für Ihren ermutigenden Bericht, weil er zeigt, dass man sich als Erwachsener auch aus schwierigsten Familiendynamiken herausarbeiten kann.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred</title>
		<link>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/2375/abwesenheit-des-vaters/comment-page-1#comment-7670</link>
		<dc:creator>Manfred</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 08:15:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.persoenlichkeits-blog.de/?p=2375#comment-7670</guid>
		<description>Wie habe ich meinen Vater erlebt?

Leichtfertige Trennung und ein vorgesetzter Stiefvater, der selbst nach drei Ehen und drei eigenen Kindern außerstande war, seinen Minderwertigkeitskomplex zu bewältigen.
Das war ein kleiner Mann. Der sich über andere stellte (mit akademischer Finesse und Überheblichkeit) und auf andere herunterschrie, wenn ihm die Argumente ausgingen.

Ein Mensch, dem ich n i e genügen konnte. Den meine Mutter dennoch innig geliebt hatte. Weil er wohl auch Vaterfigur war (ihr eigener Vater verbrachte viele Jahre in Kriegsgefangenschaft und war danach nur mehr ein Schatten seiner selbst. Und gerade dieser Großvater hat mich so bedingungslos geliebt, daß ich heute noch mit Tränen in den Augen an sein Leid und seine Liebe denke.

2. Die teilweise Abwesenheit
* Die Eltern trennten sich früh.

Der leibliche Vater, gezeichnet durch innere und äußere Verletzungen als sehr junger Mensch in den letzten Tagen des Krieges, hat sich immer redlich um Kontakt bemüht, wußte sich in seiner traumatischen Situation allerdings oft auch keinen anderen Rat, als das Kind zum Vehikel seiner Verzweiflung am eigenen Scheitern (der Ehe) zu machen.

Und dennoch hat er kontinuierlich an sich und für sich gearbeitet. War an den wenigen Stationen seiner beruflichen Laufbahn sehr konstant. Und wann immer es mir dreckig geht, dann ist es seine Kraft - und die der männlichen Ahnen, die durch ihn zu mir fließt - die mich am Leben und bei guter Stimmung hält. Ohne daß ich wegen krankhaftem Positivismus auf die Couch brauch... ;-)

Um diese Sicht auf die Dinge zu bekommen hat es natürlich einiger Auseinandersetzungen gebraucht. Es gab auch - wie in den anderen Fällen - eine langjährige Funkstille. Am meisten hat mir, nein, nicht das Psychologiestudium, sondern die systemische Ausbildung bei Otto Brinck geholfen, Zusammenhänge und Wirkmechanismen zu erkennen, anzunehmen und aufzulösen. Zum Frieden aller Beteiligten und zur Erlösung des verletzten Familiensystems.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie habe ich meinen Vater erlebt?</p>
<p>Leichtfertige Trennung und ein vorgesetzter Stiefvater, der selbst nach drei Ehen und drei eigenen Kindern außerstande war, seinen Minderwertigkeitskomplex zu bewältigen.<br />
Das war ein kleiner Mann. Der sich über andere stellte (mit akademischer Finesse und Überheblichkeit) und auf andere herunterschrie, wenn ihm die Argumente ausgingen.</p>
<p>Ein Mensch, dem ich n i e genügen konnte. Den meine Mutter dennoch innig geliebt hatte. Weil er wohl auch Vaterfigur war (ihr eigener Vater verbrachte viele Jahre in Kriegsgefangenschaft und war danach nur mehr ein Schatten seiner selbst. Und gerade dieser Großvater hat mich so bedingungslos geliebt, daß ich heute noch mit Tränen in den Augen an sein Leid und seine Liebe denke.</p>
<p>2. Die teilweise Abwesenheit<br />
* Die Eltern trennten sich früh.</p>
<p>Der leibliche Vater, gezeichnet durch innere und äußere Verletzungen als sehr junger Mensch in den letzten Tagen des Krieges, hat sich immer redlich um Kontakt bemüht, wußte sich in seiner traumatischen Situation allerdings oft auch keinen anderen Rat, als das Kind zum Vehikel seiner Verzweiflung am eigenen Scheitern (der Ehe) zu machen.</p>
<p>Und dennoch hat er kontinuierlich an sich und für sich gearbeitet. War an den wenigen Stationen seiner beruflichen Laufbahn sehr konstant. Und wann immer es mir dreckig geht, dann ist es seine Kraft &#8211; und die der männlichen Ahnen, die durch ihn zu mir fließt &#8211; die mich am Leben und bei guter Stimmung hält. Ohne daß ich wegen krankhaftem Positivismus auf die Couch brauch&#8230; <img src='http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Um diese Sicht auf die Dinge zu bekommen hat es natürlich einiger Auseinandersetzungen gebraucht. Es gab auch &#8211; wie in den anderen Fällen &#8211; eine langjährige Funkstille. Am meisten hat mir, nein, nicht das Psychologiestudium, sondern die systemische Ausbildung bei Otto Brinck geholfen, Zusammenhänge und Wirkmechanismen zu erkennen, anzunehmen und aufzulösen. Zum Frieden aller Beteiligten und zur Erlösung des verletzten Familiensystems.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karl Hinkel</title>
		<link>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/2375/abwesenheit-des-vaters/comment-page-1#comment-7646</link>
		<dc:creator>Karl Hinkel</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 22:05:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.persoenlichkeits-blog.de/?p=2375#comment-7646</guid>
		<description>Hallo und guten Abend,

was meine Vorkommentatoren da berichten finde ich gar nicht mal mehr so extrem aufregend, obwohl es das ja objektiv ist. Im Kölner EinsLive-Sender des WDR sowie dem WDR-Fernsehen findet werktags nachts um 1.00 Uhr eine Talkrunde statt, wo kontinuierlich solche Geschichten berichtet werden. 
Persönlich habe ich viel von den Singer/Songwritern und deutschen Liedermachern gehabt, beginnend in den frühen 1970 ern. Danach, in den 80er Jahren fand ich Literatur aus dem Bereich der Co-Abhängigkeit, da Mißbrauchte - welcher Art dieser Mißbrauch auch immer gewesen sein mag - stark zu krankhaften Co-Abhängigkeitsbeziehungen neigen, ja diese geradezu suchen, ein Leben lang pflegen und verteidigen, auch wenn sie ruinös sind!
Auf einem Blog habe ich begonnen, ein paar kurze Rezensionen dazu zu geben. Das ist allerdings gerade erst begonnen, wird aber Ende Februar fortgesetzt.  Der Stress lauert überall und unentwegt. Im 10. Schuljahr Hauptschule war das rund um mich so unerträglich, dass ich diese Zeit - die meisten Mitschüler waren außer Rand und Band, weil sie mächtig begannen, Hormone zu produzieren - wie in Trance erlebte.

Ein begabter Nachhilfeschüler erlebte diesen Stress vor wenigen Jahren ähnlich und ich um mir weitere unangenehme Details zu ersparen - das scheint sowieso in der breiten Masse, die sich stets auf dem kleinsten Nenner trifft, ganz normal zu sein - . Toll ist es immer, wenn es wirklich mal anders ist, sicherer, respektvoller, partnerschaftlicher, echter. 

Ich schrieb dem Jungen spontan ein Lesezeichen und ich bin sicher, er würde mir erlauben, dies hier wiederzugeben:

An Diamo II

Geh hin, wo du atmen kannst,
Wo sie tanzen, turnen, turtelnd schrein.
Du fühlst, wer die Sehnsucht stillt, der will nicht,
Dass dein Herz in Mikrokristalle zerbricht.

Geh hin, wo du singen kannst, 
Von dem, was du willst und brauchst und gibst,
Wenn du dann endlich den einen triffst, 
Steh dahinter, dass du ihn liebst.

Geh hin, wo du vergessen kannst,
Was gestern die Kräfte dir nahm.
Als das Reiten mit Rückenwind
Dir so unendlich fremd noch vorkam.

Geh hin, wo die Stimmung stimmt, 
Die Flipper flippern, kein Flopper mehr floppt.
Stell dich an beim guten Wein dort, 
Wo keiner die Selbstachtung dir nimmt.

Geh hin, wo die Angst regiert,
Dummheit, Unterdrückung und Not.
Sag dass sie atmen solln,
Sonst sind sie heute schon tot.

Weil man sich selbst nur leben kann,
Aus dem Unterholz treibend ans Licht, 
Egal, was die andern tun,
Verliere dich nicht.

Ja, weil jeder ein Kosmos ist,
Sind Übergriffe jedweder Art, die 
Verbalen, tätlichen, sexuellen
Im Meer des Lebens erstickenden Wellen.

Wie ein Sandfisch kannst du mit geschlossenen Augen noch sehn,
Wo die Ängste der Fremden auf deinem Rücken sich drehn.
Zumindest gibt es dir frischen Wind,
Wenn du weißt, dass es ihre eigenen sind.

Auf keinen Fall füge der Unterdrückung der Welt
Die Selbstunterdrückung hinzu -
Abhängig seien wir alle, sagen sie,
Fragt sich nur wovon und wozu.

Vom Brandgeruch zum Schmuseduft,
Vom Vakuum zur Sommerluft,
Ungewollte Kinder mit Goldlavablut
Und Bambusflechtwerksherzen.

KH/06.06

Lieber LordDavid, Jonathan, Immo, Susanne und die unzähligen anderen, von der tiefsten und kräftigsten Stelle meines Herzens wünsche ich allen viel Kraft und die Befreiung von aller Angst und allem, was daran hindert, ein kompetentes, autonomes und glückliches Leben in Gesundheit und Wohlergehen zu führen. Und schafft Ihrs nicht allein, sucht Euch Hilfe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und guten Abend,</p>
<p>was meine Vorkommentatoren da berichten finde ich gar nicht mal mehr so extrem aufregend, obwohl es das ja objektiv ist. Im Kölner EinsLive-Sender des WDR sowie dem WDR-Fernsehen findet werktags nachts um 1.00 Uhr eine Talkrunde statt, wo kontinuierlich solche Geschichten berichtet werden.<br />
Persönlich habe ich viel von den Singer/Songwritern und deutschen Liedermachern gehabt, beginnend in den frühen 1970 ern. Danach, in den 80er Jahren fand ich Literatur aus dem Bereich der Co-Abhängigkeit, da Mißbrauchte &#8211; welcher Art dieser Mißbrauch auch immer gewesen sein mag &#8211; stark zu krankhaften Co-Abhängigkeitsbeziehungen neigen, ja diese geradezu suchen, ein Leben lang pflegen und verteidigen, auch wenn sie ruinös sind!<br />
Auf einem Blog habe ich begonnen, ein paar kurze Rezensionen dazu zu geben. Das ist allerdings gerade erst begonnen, wird aber Ende Februar fortgesetzt.  Der Stress lauert überall und unentwegt. Im 10. Schuljahr Hauptschule war das rund um mich so unerträglich, dass ich diese Zeit &#8211; die meisten Mitschüler waren außer Rand und Band, weil sie mächtig begannen, Hormone zu produzieren &#8211; wie in Trance erlebte.</p>
<p>Ein begabter Nachhilfeschüler erlebte diesen Stress vor wenigen Jahren ähnlich und ich um mir weitere unangenehme Details zu ersparen &#8211; das scheint sowieso in der breiten Masse, die sich stets auf dem kleinsten Nenner trifft, ganz normal zu sein &#8211; . Toll ist es immer, wenn es wirklich mal anders ist, sicherer, respektvoller, partnerschaftlicher, echter. </p>
<p>Ich schrieb dem Jungen spontan ein Lesezeichen und ich bin sicher, er würde mir erlauben, dies hier wiederzugeben:</p>
<p>An Diamo II</p>
<p>Geh hin, wo du atmen kannst,<br />
Wo sie tanzen, turnen, turtelnd schrein.<br />
Du fühlst, wer die Sehnsucht stillt, der will nicht,<br />
Dass dein Herz in Mikrokristalle zerbricht.</p>
<p>Geh hin, wo du singen kannst,<br />
Von dem, was du willst und brauchst und gibst,<br />
Wenn du dann endlich den einen triffst,<br />
Steh dahinter, dass du ihn liebst.</p>
<p>Geh hin, wo du vergessen kannst,<br />
Was gestern die Kräfte dir nahm.<br />
Als das Reiten mit Rückenwind<br />
Dir so unendlich fremd noch vorkam.</p>
<p>Geh hin, wo die Stimmung stimmt,<br />
Die Flipper flippern, kein Flopper mehr floppt.<br />
Stell dich an beim guten Wein dort,<br />
Wo keiner die Selbstachtung dir nimmt.</p>
<p>Geh hin, wo die Angst regiert,<br />
Dummheit, Unterdrückung und Not.<br />
Sag dass sie atmen solln,<br />
Sonst sind sie heute schon tot.</p>
<p>Weil man sich selbst nur leben kann,<br />
Aus dem Unterholz treibend ans Licht,<br />
Egal, was die andern tun,<br />
Verliere dich nicht.</p>
<p>Ja, weil jeder ein Kosmos ist,<br />
Sind Übergriffe jedweder Art, die<br />
Verbalen, tätlichen, sexuellen<br />
Im Meer des Lebens erstickenden Wellen.</p>
<p>Wie ein Sandfisch kannst du mit geschlossenen Augen noch sehn,<br />
Wo die Ängste der Fremden auf deinem Rücken sich drehn.<br />
Zumindest gibt es dir frischen Wind,<br />
Wenn du weißt, dass es ihre eigenen sind.</p>
<p>Auf keinen Fall füge der Unterdrückung der Welt<br />
Die Selbstunterdrückung hinzu -<br />
Abhängig seien wir alle, sagen sie,<br />
Fragt sich nur wovon und wozu.</p>
<p>Vom Brandgeruch zum Schmuseduft,<br />
Vom Vakuum zur Sommerluft,<br />
Ungewollte Kinder mit Goldlavablut<br />
Und Bambusflechtwerksherzen.</p>
<p>KH/06.06</p>
<p>Lieber LordDavid, Jonathan, Immo, Susanne und die unzähligen anderen, von der tiefsten und kräftigsten Stelle meines Herzens wünsche ich allen viel Kraft und die Befreiung von aller Angst und allem, was daran hindert, ein kompetentes, autonomes und glückliches Leben in Gesundheit und Wohlergehen zu führen. Und schafft Ihrs nicht allein, sucht Euch Hilfe.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Roland Kopp-Wichmann</title>
		<link>http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/2375/abwesenheit-des-vaters/comment-page-1#comment-7661</link>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 20:28:56 +0000</pubDate>
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		<description>@&lt;a href=&quot;http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/2375/abwesenheit-des-vaters/comment-page-1#comment-7644&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;LordDavid&lt;/a&gt;: Das ist ja das Fatale an schlimmen Kindheitserinnerungen oder Traumatisierungen. Sie wirken unbewusst fort bzw. tendiert man dazu, diese immer wieder mit anderen Menschen zu reinszenieren. Deshalb ist Therapie hier fast immer wichtig, um diesen Teufelskreis zu unterbrechen.

Danke für Ihre Offenheit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@<a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/2375/abwesenheit-des-vaters/comment-page-1#comment-7644" rel="nofollow">LordDavid</a>: Das ist ja das Fatale an schlimmen Kindheitserinnerungen oder Traumatisierungen. Sie wirken unbewusst fort bzw. tendiert man dazu, diese immer wieder mit anderen Menschen zu reinszenieren. Deshalb ist Therapie hier fast immer wichtig, um diesen Teufelskreis zu unterbrechen.</p>
<p>Danke für Ihre Offenheit.</p>
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