Zwölf Anzeichen, dass Ihre Beziehung in Gefahr ist.

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Karriere / Partnerschaft
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Und wie Sie das in 9 Wochen vermutlich ändern könnten.

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Eine Karriere hat auch ihren Preis. Vor allem, wenn einer oder beide sehr viel arbeiten. Welche Anzeichen es gibt, dass der Job zu sehr auf Kosten der Beziehung geht, habe ich hier zusammengestellt.

Neben meiner Tätigkeit als Führungskräftetrainer und Coach arbeite ich auch als Paartherapeut. Mit manchen Paaren arbeite ich nur kurz, etwa zwei oder fünf Sitzungen. Mit anderen Paaren dauert die Zusammenarbeit ein halbes bis ein Jahr, bei etwa monatlichen Sitzungen.

Immer wieder muss ich dabei einem Paar sagen, dass aus meiner Sicht ihre Beziehung zu Ende ist. Meist ist das Paar überrascht oder schockiert oder protestiert heftig. Bisher habe ich leider meistens Recht gehabt.

Ich habe mir deshalb Gedanken gemacht, woran ich zu merken glaube, dass eine Beziehung zu Ende ist. Es müssen ja Dinge oder Konstellationen sein, die das Paar zwar auch sieht, in seiner Bedeutung für die Beziehung – bzw. deren Ende – verleugnet.

Es sind – bis jetzt – zwölf Anzeichen, die mir auffallen:

1. Sie sind lieber bei der Arbeit als zu Hause.

Sind Sie oft erleichtert, wenn Sie morgens das Haus verlassen? Haben Sie öfters ein mulmiges Gefühl im Magen, wenn Sie sich Ihrem Zuhause nähern? Übernehmen Sie freiwillig Überstunden, um nicht mit Ihrem Partner oder der Familie zusammen zu sein?
Dass das zuweilen passiert, wenn es Streit in Ihrer Beziehung gibt, ist normal. Wenn es oft auftritt, ist es ein Warnzeichen, das sie beachten sollten.

 

2. Ihr Partner hat eine Affäre – und Sie sind erleichtert.

Paar im Bett Problem Seitensprung Affaere bilderbox fotoliaFremdgehen ist für die meisten Beziehungen eine starke Belastung und führt nicht selten zur Trennung, wenn die Hintergründe dazu nicht erkannt und aufgearbeitet werden.

Aber es gibt Beziehungen, in denen der „betrogene“ Partner ganz froh ist. Entweder weil aus seiner Sicht der Fremdgeher sich schuldig gemacht hat und man jetzt einen guten Grund hat, sich trennen zu dürfen. Oder weil es schon lange Schwierigkeiten mit der gemeinsamen Sexualität gibt und man jetzt froh ist, dass der andere dieses „Problem“ anderweitig löst.

 

3. Ohne Kinder wären Sie längst getrennt.

Wenn ein Paar nur wegen der Kinder zusammen bleibt, ist das eine schwerwiegende Entscheidung. Eine wichtige Frage ist, ob das wirklich zum Wohl der Kinder ist, da diese ja täglich mitbekommen, dass zwischen den Eltern meist wenig Zärtlichkeit oder Erotik zu spüren ist. Manchmal ist es auch die Angst vor den drohenden Konflikten oder der Aussicht, als Alleinerziehende/r mit Kind/ern zu leben.

Zuweilen erinnern Menschen auch, wenn ich sie über die Ehe ihrer Eltern befrage, einen Ausspruch wie: „Ohne Euch Kinder hätte ich damals Karriere gemacht und würde mein eigenes Geld verdienen!“ Solche Botschaften wirken immer als schwere Hypotheken und sind ein Opfer, das man schwer wiedergutmachen kann.

 

4. Sie würden Ihren Partner nicht noch einmal wählen.

Das ist immer die Gretchenfrage. Wenn Sie die Frage verneinen, zeigt das meist, dass Sie enttäuscht von Ihrer Beziehung sind aber nicht den Mut haben, sich zu trennen und statt dessen ausharren.

Es weist meist auch daraufhin, dass Sie Ihre Bedürfnisse und Gefühle nicht sehr ernst nehmen, sondern sich nach anderen Werten richten.

 

5. Sie haben wiederholt Phantasien, dass Ihr Partner verunglückt oder stirbt.

„Wenn einer von uns stirbt, ziehe ich in eine kleine Wohnung in Italien.“

Im Unbewussten zeigen sich oft unterdrückte Wünsche und Motive, die man mit dem Verstand weit von sich weisen würde. Unglücksphantasien, die den Partner betreffen, werden oft als Angst oder Sorge von dem Betreffenden interpretiert.

Treten sie öfter auf, können sie aber auch einen unterdrückten Wunsch bedeuten, denn diese Phantasie hat ja einen sehr aggressiven Charakter.

In diesem Fall können Sie sich fragen, was dann für Sie anders wäre. Die Gefühle und Bedürfnisse, die dann auftauchen, sind wahrscheinlich diejenigen, die in Ihrer Partnerschaft zu kurz kommen bzw. Sie sich nicht erlauben.

 

6. Sie haben eine längere Affäre und können sich nicht entscheiden.

Problem mit Sex marin-conic-fotoliacomFremdgehen ist für fast jede Beziehung eine starke Belastung. Den Fehltritt möglichst bald mitzuteilen und mit der Partnerin gemeinsam zu besprechen, ist meist der beste Weg, erfordert aber großen Mut.

Deswegen verheimlichen die meisten Menschen eine Affäre. Wenn man dadurch erkennt, was einem in der Partnerschaft schon lange fehlt und sieht man keine Chancen, dies dort zu erleben, kann eine Trennung der beste Weg sein.

Wer bei einer längeren Affäre weder die Partnerschaft noch die Affäre beenden will, hat damit die Hauptbeziehung beendet. Kann jemand sich gut verstellen, mag das nach außen hin niemand merken. Doch der innere seelische Preis des Verrats ist hoch.

Wie man mit so einer schwierigen Situation besser umgehen kann, habe ich in diesem eBook beschrieben.

 

7. Körperliche Berührung mit Ihrem Partner ist Ihnen unangenehm.

Die Paarbeziehung basiert zu einem großen Teil auf der erotisch-sexuellen Anziehung. Gleichzeitig ist dieser Bereich der Partnerschaft sehr störungssensibel. Lieblosigkeiten, Kränkungen und Verletzungen, die nicht ausgeräumt wurden oder bagatellisiert wurden, melden sich oft als Lustlosigkeit wieder zurück.

Ist Ihnen das Berühren oder Berührtwerden mit dem Partner unangenehm oder sogar abstoßend – und war das zwischen Ihnen einmal ganz anders, ist es wohl ein ernstes Zeichen, das ein wichtiger Teil von Ihnen sich aus der Beziehung verabschiedet hat.

 

8. Sie genießen die Zeit mit Ihrem Kind mehr als mit Ihrem Partner.

Für ein Paar ist es nicht immer leicht, ein „Drittes“ in die Beziehung zu integrieren, selbst wenn dies ein gewünschtes Kind ist. Denn die gesamte Beziehungsdynamik, die Aufgaben, die bisherigen Verhaltensroutinen ändern sich. Bestehen deutliche Unzufriedenheiten in der Beziehung kann es sein, dass diese durch das Kind kompensiert werden.

Das kann mit einem Kleinkind, mit dem man eine Mutter so schön schmusen kann, genauso passieren, wie mit der dreizehnjährigen Tochter, mit der der Vater abends auf dem Balkon tiefsinnige Gespräche führt, während Mutti in der Küche werkelt.

 

9. Auf die Frage „Lieben Sie Ihren Partner?“ müssen Sie lange nachdenken.

Das ist die zweite Gretchenfrage, die entscheidet, ob Sie noch eine Liebesbeziehung führen oder schon eine Geschäftsbeziehung.

Die Frage ist deshalb wichtig, weil jede Partnerbeziehung ambivalent ist. Einiges am Anderen mag man, einiges nicht so und ein paar Sachen sind schwer auszuhalten. Was einem dabei hilft, dass unterm Strich die Bilanz doch positiv ist, ist allein die Liebe.

Liebe kann man sich nicht verdienen oder erarbeiten, sie ist im Wesentlichen ein Geschenk, das zwei Menschen sich machen mit ihrem Sein, wie sie eben sind.

 

10. Sie halten mehr zu Ihren Eltern als zu Ihrem Partner.

Über die Wichtigkeit der Ablösung von den eigenen Eltern für das Erwachsensein habe ich ja ein ganzes Buch geschrieben. Eine Partnerschaft braucht es aus meiner Sicht, dass beide Partner den anderen an die erste Stelle setzen.

Deswegen muss man, wenn Kinder da sind, dafür sorgen, dass es Zeiten gibt, wo beide sich auch als Paar erleben. Deswegen sind Affären gefährlich. Und wem in Entscheidungssituationen mehr das Wohl der Mutter als das der Ehefrau am Herzen liegt und sich dementsprechend verhält (für Frauen gilt natürlich dasselbe) hat sich gegen die Paarbeziehung entschieden.

 

11. Den Ton, den  Sie zu Hause haben, würden Sie sich im Büro nie erlauben.

Kaum zu Hause angekommen, schimpfen manche Ehemänner lauthals herum oder mäkeln an allem und jedem – und sind aber den ganzen Tag im Büro die nettesten und zuvorkommendsten Zeitgenossen.

Vorhaltungen oder Kommentare, die die Ehefrau ihrem Gatten macht, würde sie so nie bei ihrer besten Freundin machen.

Zwar hat die Definition „Familie ist, wo man dich kennt und dich trotzdem hereinlassen muss“ ihre Gültigkeit – aber auch ihre Grenzen. Wer sich daheim schlechter aufführt als im Beruf, hat den Respekt verloren.

 

12. Sie treffen wichtige Entscheidungen, ohne sie mit Ihrem Partner zu besprechen.

Frau lässt sich scheidenDie Vorteile einer Paarbeziehung bezahlt man mit dem Verlust der umfassenden Unabhängigkeit. Lebt man allein, kann mein sein Geld ausgeben, wofür man will und spontan Urlaube buchen ohne jemand Bescheid zu sagen.

Ganz vieles absprechen und verhandeln zu müssen fällt manchen Partnern schwer. Sie wundern sich dann, der Partner über das spontan gebuchte Wellnesswochenende mit der Freundin oder  über die plötzliche Ausgabe für eine HiFi-Anlage oder ein neues Mountainbike sich nicht mitfreut.

Meist steckt dahinter die Angst vor Auseinandersetzungen, bei denen man befürchtet, sich nicht durchsetzen zu können.

 

Was tun, wenn Sie eines oder mehrere Anzeichen in Ihrer Partnerschaft entdecken?

Es gibt mehrere Möglichkeiten.

  • Sie zeigen Ihrem Partner diesen Artikel.
    Seine Reaktion sagt Ihnen schon viel über den Zustand Ihrer Beziehung. Reagiert er erschrocken, betroffen oder interessiert und fragt Sie, was Sie darüber denken – Glückwunsch! Sie haben gute Chancen.
    Reagiert er ablehnend, uninteressiert oder wird wütend – schade. Ihre Beziehung ist in keinem guten Zustand. Aber das wussten Sie auch schon vorher.
  • Sie sprechen mit Ihrem Partner über Ihre Beziehung.
    Das ist zwar nicht immer leicht aber der einzige Weg, wie zwei Erwachsene etwas regeln können. Falls Sie sich dabei schnell in Monologe oder gegenseitige Schuldzuweisungen verstricken sollten, probieren Sie die Form des Zwiegesprächs.
  • Sie suchen sich professionelle Unterstützung.
    Paarkonflikte haben auch meist etwas mit den jeweiligen Beziehungserfahrungen zu tun, die jeder aus seiner Herkunftsfamilie mitbringt. Zu denen hat man meist keinen leichten Zugang. Ein/e erfahrene/r Paartherapeut/in kann da meist in wenigen Sitzungen Licht hineinbringen, was hinter Ihren Konflikten liegt.
  • Sie tun nichts und machen so weiter.
    Das ist vollkommen in Ordnung, denn das tun die meisten Paare. Früher oder später wird sich Ihre Beziehung dann wahrscheinlich in eine Wohngemeinschaft verwandeln.Das ist eine sehr häufige Beziehungsform, wenn man offene oder verdeckte Unstimmigkeiten nicht löst. Auf der Strecke bleibt dabei vor allem die Sexualität.Wohngemeinschaften, meist zum Zwecke der Kinderaufzucht oder Hypothekentilgung, können sehr dauerhaft sein.Vorausgesetzt, keiner bricht aus und verliebt sich in einen anderen. Letztlich zeigt dies ja dann auch, dass für Sie persönlich der Nutzen, den Sie durch die Beziehung haben größer ist als der Preis, den Sie dafür zahlen.

 

Es ist immer dasselbe Muster.

Hinter jeder gescheiterten Beziehung steht dasselbe Muster: ein Totalverlust an emotionaler Bindung und Nähe.

Diese Entfremdung passiert nicht über Nacht, sondern früh und immer wieder in Handlungen und gescheiterten Gesprächen. Dann werden Aufmerksamkeiten und Zärtlichkeiten weniger, dann wird der Sex weniger. Dann ist es schon ziemlich spät.

Diese emotionale Entfremdung führt oft zum Fremdgehen. Man lernt zufällig jemand kennen und die Woge an Interesse, Zuwendung und Aufmerksamkeit des anderen überrollt den Menschen, der in der Partnerschaft schon lange vor sich hintrocknet.

Die auf eine Affäre oft folgende Trennung ist somit kein spontaner Entschluss. Schon lange vorher gibt es unzählige Anzeichen, dass etwas nicht stimmt.

Kann man diesen Verlust an emotionaler Bindung verhindern?

Ja und nein.

Miteinander sprechen hilft. Ist aber nicht einfach, denn allzu gerät man in den Strudel der tausendmal geäußerten Vorwürfe und Rechtfertigungen. Und vor allem auch: worüber sollten wir denn sprechen?


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kommentarWas ist Ihre Meinung zu diesen Anzeichen?

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Foto: © Bilderbox – Fotolia.com

Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

177 Kommentare

  1. Olie sagt

    Hallo meine Frau hat sich von mir von heut auf morgen getrennt wir sind 10 Jahre zusammen und 6 ein halb Jahre verheiratet …Sie sagte das ich ihre traumfrau sei und sie mich über alles lieben würde…Sie hat wohl viel Stress gehabt mit ihren Eltern und ihren Opa verloren wo sie keinen Abschied nehmen konnte und natürlich meine Eifersucht auf einem Arbeitskollegen…Weil mein gefühl ist das er was von ihr möchte… Haben uns aber sonst nie wirklich großartig gestritten, wir waren immer ein team … 2 Tage später sagt sie weil ich gesagt habe das sie auf einem Festival ihre beste Freundin heiraten hätte können wäre ihre Welt zusammen gebrochen und wusste nicht ob sie mich liebt oder nicht. Schläft aber vorher noch mit mir… Jetzt sagt sie die will alleine sein nur für sich verantwortlich sein und nicht an andere denken nur für sich selbst… Ich fragte sie ob eine andere Person im Spiel sei… Sie sagte nein… Sie mag keine Nähe von niemandem …Sie sagt auch ich weiss nicht ob es richtig ist oder falsch aber sie müsste diesen Weg gehen sonst würde sie es nie erfahren oder gar später betreuen… Sie sagt aber immer wieder das sie nicht weiss was die Zukunft bringt… Jetzt weiss ich nicht ob ich sie aufgeben soll oder ob ich ihr die zeit geben soll.. Ich liebe sie über alles und wir haben soviel misst im leben gehabt und haben es immer geschafft aus den lebensituation raus zu kommen

  2. Keine Gespräche, keine Nähe, er hat sie betrogen.
    Und Sie lieben ihn noch. Ich denke, Sie haben eher Verlassensangst.

  3. Jenn sagt

    Weiß nicht was ich tun soll ..
    Ist es aus ..oder gibt noch Hoffnung ..?
    Mein mann und ich sind seit 7. 1/2 Jahren zusammen fast 5 davon verheiratet ein Kind zusammen..
    Es gibt immer wieder schwierige Situation die wir versuchen gemeinsam zu lösen ..
    Das leben an sich .. wir haben kaum noch bis zu garnichts mehr zu erzählen ..seine laune ist meist getrübt und abwesend ..
    Wirklich ist auch nicjt so drin er weicht immer aus oder schnell sauer bis hin zum kompletten schweigen …
    Trenne möchte ich mich eig. Nixht da ich ihn liebe aber es fühlt sich richtig an ..kuscheln ect da bin ich sehr ablehnend geworden und mag keine Nähe mehr .. ich habe bereits auch bei der arge informiert falls im Falle eine Trennung sein sollte .. (da ich mittellos bin) der Gedanke eine eigene whg mit meinen gefiel recht ..aber irgendwie kann ich mich trennen ..
    Für mich sieht es aus als sei meine ehe sxhon lange aus nur das ich es nicht war haben will ..
    Mein mann hatte auch eine längere affäre mit meiner besten Freundin der Kontakt ist seit dem ich es weiß auch komplett weg ..und es war sehr schwer für mich ..
    Heute 8 Monate danach denke ich zwichen zeitlich daran .. mach es noch mal und ich habe einen zu gehen ..
    Ich habe sorge mit meinen darüber reden ich denke er liebt mich noch ..er plant vieles noch aber sein Verhalten zeigt mir eig das ich ihm egal ..
    Was soll ich tun ?

  4. Will Agnes sagt

    Ich habe durch Zufall davon jetzt im Internet gelesen und bin jetzt am Ende den genauso war es in meiner Partnerschaft mit dem 12 Anzeichen .Doch er hat uns vor 2 Monaten verlassen meine vierjährige Tochter u mich.Jetzt ist es zu spät für alles.Wünschte ich hatte es früher gesehen was Roland Koch macht. Wir vermissen ihn.

  5. Hört sich so an, als sei Ihre Ehe schon lange zu Ende und Sie eben noch als Wohngemeinschaft funktionieren.
    Auf Mitleid kann man keine Beziehung aufbauen, das ist auch für den Partner erniedrigend, angenommen, er erführe das.
    Wichtig ist, sich klar zu machen: „Ihr Leben gehört Ihnen.“ Sie können damit machen, was Sie wollen.

  6. Anke (35) sagt

    Hallo Herr Kopp-Wichmann,
    ich bin durch Zufall über diese Seite gestoßen und bei mir Treffen 10 Punkte zu!
    Ich kämpfe jetzt scho seit 3 Monaten damit eine Entscheidung zu treffen, zu gehen oder zu bleiben!
    Richtig unglücklich bin ich aber schon seit zwei Jahren!
    Ich bin seit 7 Jahren mit meinen Mann verheiratet und seit 6 Jahren hatten wir keinen Sex mehr oder andere Zärtlichkeiten! Wir haben zwei kleine Kinder, 2 und 4 Jahre alt! Beide durch künstliche Befruchtung! Außerdem ist mein Mann Epileptiker! Es war die letzten Jahre nie einfach!
    Jetzt habe ich Anfang des Jahres jemand kennengelernt und er hört mir zu und gibt mir das Gefühl wieder was Wert zu sein, begehrenswert zu sein, nicht nur eine Mutter die funktionieren muss!
    Ich hab meinen Mann gesagt das ich so nicht weitermachen kann und das ich nicht mehr glücklich bin! Er meinte nur, er wäre schon glücklich und er will mich nicht verlieren! Was mich total geschockt hat, denn ich dachte er wäre auch unglücklich, denn er läuft nur noch schlecht gelaunt rum und macht sich selber runter und er hasst sein Leben usw Das geht jetzt auch schon Jahre so und zieht mich immer mehr mit runter! Ich bin eigentlich ein fröhlicher und aufgeschlossener Mensch, aber ich habe mich durch die ganze Situation auch sehr ins negative verändert! Ich will das nicht mehr! Hab auch alles versucht, war letztes Jahr drei Wochen auf Kur dachte das er mal Abstand von uns kriegt, hat null gebracht! War zweimal nur mit ihm ein Wochenende weg, nix passiert, hat mich nicht angefasst!
    Das Ende vom Lied ist das wir jetzt zur ner Eheberatung gehen zu der ich ihn überreden musste und das schlimme ist ih tu das nur weil wir scho so viel durchgemacht haben und ich Mitleid mit ihm hab, weil er mich ja so liebt! Sex will er seit wir uns da ausgesprochen haben ständig und ich lass es über mich ergehen, aber ich empfinde nichts mehr dabei! Ich hab Angst mich falsch zu entscheiden und es irgendwann zu bereuen!
    Der andere spielt dabei keine Rolle, er hat mir nur gezeigt was fehlt und das ich das noch haben könnte!
    Ich weiss das ist alles sehr wirr, aber das ist im Moment mein ganzes Leben!

  7. Für fast alles im Leben muss man einen Preis zahlen. (Ein bißchen was wird einem auch geschenkt.
    Egal, wie Sie sich entscheiden, werden Sie einen Preis zahlen. Wenn Sie es beichten, wissen Sie nicht, wie Ihr Mann darauf reagieren wird.
    Wenn Sie es verschweigen, wird es immer zwischen Ihnen stehen. Bei jedem Film, den Sie gemeinsam schauen und der dieses Thema hat, werden Sie etwas angespannt reagieren.
    Insofern kann Ihnen niemand Außenstehendes raten, was der beste Weg ist.
    Sie selbst wissen es auch nicht vorher.
    Es ist wirklich sehr schwierig.
    (Ich habe Ihren Namen und Beitrag nachträglich anonymisiert).

  8. Luisa sagt

    Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    ich habe schon vor ca. 4 Monaten einen Komentar gesendet, aber dann doch auf mein Bauch gehört und weiter gemacht…seit ca. einem halben Jahr habe ich eine Affäre, bin seit Oktober 2013 verheiratet (mit meinem Mann schon 11 Jahre zusammen). Nach dem halben Jahr in der ich die Affäre habe, bin jetzt am Ende und mein Körper hat keine Kraft mehr, denn dieses Doppelleben belastet einen sehr sehr stark. Außerdem werde ich so langsam irre, weil sich meine Gedanken jeden Tag, jede Stunde damit beschäftigen. Übermorgen habe ich nun endlich einen Termin bei einer Paartherapeutin, ich hoffe das mir das etwas bringen wird.

    Ich hätte nur gern von Ihnen eine Antwort, ob ich diese lange Affäre meinem Mann beichten soll oder lieber nicht? Ich glaub ich bin jetzt zu dem Entschluss gekommen, dass ich „wieder zu Hause angekommen bin, nach dieser Reise“. Da wir ein Kind haben muss ich wenigstens versuchen die Ehe zu retten. Ich habe das Gefühl, das ich diesen „Ausflug“ gebraucht habe, ich bin seit meiner Jugend mit meinem Mann zusammen und ich weiß das ist kein Grund, aber ich wollte das so und es gehört zu meinem Leben dazu. Der andere ist ein ganz lieber Mensch und ich habe ihn sehr lieb. Aber ich glaub ich muss zu meiner kleinen Familie zurück.

    Nur was mache ich, behalte ich dieses Wissen für mich selbst als Lebenserfahrung oder zerstöre ich womöglich unsere Ehe wenn ich alles beichte??
    LG

  9. Ein sehr guter Artikel. Was ich allerdings immer noch nicht verstehe ist, warum man sich wegen der Kinder nicht trennt? Wie lange soll das gut gehen?

  10. Hallo Angelika,
    Sexualität ist sehr störungsanfällig (nicht nur bei Frauen), da hilft es nichts, „dass sich die Lust wieder einstellen müsste.“
    Das Grundproblem Ihrer Ehe scheint zu sein, dass sie beide die emotionale Verbindung zueinander verloren haben. Ihr Mann war anscheinend noch nicht emotionale gelöst und ist es vielleicht immer noch nicht. Sie haben den „Fehler“ gemacht, zu wenig auf Ihr Gefühl vor der Hochzeit zu vertrauen. Ihr rebellischer Sohn verkompliziert die Sache noch.
    Ich glaube nicht, dass Sie da alleine rausfinden. Eine gute Paartherapie ist dringend angezeigt. Erst wenn Sie wieder einen emotionalen Zugang zueinander finden, hat Ihre Ehe noch eine Chance.

  11. Angelika sagt

    Hallo Herr Kopp-Wichmann,
    ich lese nun wiederholt Ihre Ausführungen zum Thema Beziehung, weil ich einfach nicht aus meiner Blockade rauskomme. Mein Mann und ich sind seit 5 Jahren zusammen, vor einem halben Jahr haben wir geheiratet.
    Von Anfang an war unsere Beziehung schwierig, zum Einen, weil mein Mann noch länger an seiner alten Beziehung hing, diese nicht loslassen konnte oder wollte. Zum Anderen, weil mein nunmehr 16jähriger Sohn und er nicht harmonieren. Mein Mann hat keine eigenen Kindern und wollte auch nie welche, mein Sohn ist sehr rebellisch und jähzornig, das macht alles nicht einfach für mich.
    Wir streiten sehr viel, meist um Banalitäten. Diese Streits eskalieren eigentlich immer so weit, dass wir uns anschreien, vor allem ich dann in eine dermaßene Wut gerate, dass ich nicht mehr weiter mit ihm reden kann.
    Seit über einem Jahr muss ich sagen, ist über diese ganze schlechte Stimmung meine Stimmung für Zärtlichkeit/Sex vergangen. Mein Mann bettelt mich fast täglich um Zärtlichkeiten an, je mehr er mich anbettelt, umso weniger mag ich ihm nah sein. Nun hat er mir gestern gestanden, dass er letztes Jahr einige Male bei einer Prostituierten war. Ich kann ihn verstehen. Gleichzeitig verletzt es mich auch sehr.
    Und ich weiß, dass, soll unsere Beziehung noch irgend eine Chance haben, sich meine „Lust“ wieder einstellen müssste. Aber wie kann ich das erreichen? Mein Mann kommt mir so unendlich fern vor, ich finde einfach keinen Zugang mehr zu ihm.

  12. Ich bin beeindruckt, dass Sie aus Ihrer „aschgrauen“ Ehe noch mal so ein wärmendes Feuer entfachen konnten.
    Natürlich durch viele Gespräche – und letztlich doch das beidseitige Interesse aneinander. Das schaffen die meisten Paare nicht. Ein Neuanfang mit jemand anderem erscheint oft leichter. Ist es auch, wenn man nicht in ein paar Jahren an derselben Stelle ankommt.
    Guter Sex ist auch Kommunikation, wenn man nicht die Hürde erhebt, dass man sich dafür erst total gut verstehen müsste.
    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude miteinander.

  13. Andy sagt

    Hallo Herr Kopp-Wichmann,
    auf Ihre „12 Anzeichen, dass ihre Beziehung in Gefahr ist“ bin ich vor knapp einem Jahr gestoßen. Nicht, dass gerade zu diesem Zeitpunkt die Ehe zwischen mir und meinem Ehemann in Gefahr gewesen wäre, das war sie schon 12 Jahre zuvor nach der Geburt unseres zweiten Kindes. Seit dem haben wir mehr oder weniger, wie Sie sagen, eine Wohngemeinschaft geführt. Das aber auch mehr schlecht als recht, denn in einer Wohngemeinschaft gibt es einen respektvolleren Umgang miteinander.
    Ich war sehr getroffen, dass mich von den 12 Punkten doch 10 Punkte betrafen. Besonders betroffen hat mich Punkt 5 gemacht. Diese Gedanken hatte ich schon seit Jahren. Es war mir immer unheimlich, weil ich dachte, dass es außer mir niemanden gibt, der etwas so niederträchtiges über seinen Partner denkt.
    Nun ja. Irgendwie haben mein Mann und ich es aus dieser langwierigen Krise heraus geschafft. Angefangen hat es wohl damit, dass wir endlich wieder miteinander geredet haben, auch wenn es anfangs nur Vorwürfe waren. Aber jeder hat den anderen ausreden lassen und zugehört. Dann kam der Sex, den wir ca. 8 Jahre nicht mehr hatten. Anschließend Gespräche. Mittlerweile können wir auch wieder zärtlich miteinander sein. Eigenartig, dass Sex einfacher ist als Zärtlichkeit. Für Zärtlichkeiten braucht es doch wohl wahnsinnig viel Vertrauen.
    Wenn ich mir heute die zwölf Punkte anschaue gibt es nur noch einen einzigen, der auf mich zutrifft. Nämlich, dass die Eltern wichtiger sind als der Partner. Diese Frage kann ich nicht eindeutig mit ja beantworten, steht aber durchaus im Raum, da meine Mutter mit 85 Jahren mittlerweile sehr auf meine Hilfe angewiesen ist. Alle anderen Punkte kann ich mit einem eindeutigen JA beantworten. Vielleicht hat Ihr Artikel mir dabei geholfen. Danke.
    P.S. Ich habe mich nie getraut, meinem Mann diesen Artikel zu zeigen.

  14. Ich vermute, Ihr Mann weiß gar nicht, wie es in Ihnen aussieht oder er nimmt es nicht ernst.
    So wie Sie ihn schildern kennt er eben nur „Funktionieren“. Und das tut er reibungslos seit vielen Jahren. Leben ist aber etwas anderes und das vermissen Sie in Ihrem Leben.
    Er vielleicht auch aber das hat er sich wohl schon früh abgewöhnt.
    Ich denke, Sie sollten eine Paarberatung suchen, um in einem neutralen Rahmen offen und ehrlich miteinander zu sein. Dann versteht vielleicht auch Ihr Mann, dass ihm dasselbe fehlt wie Ihnen.

  15. T. sagt

    Ich bin nicht aus heiterem Himmel auf Ihre Seite gestoßen sondern ich habe im Suchfeld eingegeben „wann ist es zu Ende“. . . Damit meinte ich meine Ehe… Es ist nicht das erste mal dass ich hier unten am PC sitze während mein Mann und mein Kind oben schlafen.

    Als ich den Beitrag, 12 Anzeichen dass Ihre Beziehung in Gefahr ist anklickte, bin ich schnell durchgescrollt, weil ja jeder meistens weiss wie es dazu kommt.

    Eines trifft mehr zu, eines weniger, dann kam Punkt 5 und mein Herz begann zu rasen und ich musste aus dem Fenster schauen weil ich nicht weiter lesen konnte bzw. wollte.

    Punkt 5: „Sie haben wiederholt Phantasien, dass Ihr Partner verunglückt oder stirbt“ Oh Gott was bin ich für ein Mensch. . . aber trotzdem muss ich zugeben dass dieser abgrund tief hässliche Punkt 5 sich in meine Gedanken schleicht und mich zutiefst beschämt. Der Gedanke kommt und lässt mich nicht mehr los.

    Manchmal denke ich mir, es wäre so viel leichter von vorne anzufangen, nur ich, mit meinem kleinen Kind.

    Ich muss dazu sagen dass mein Mann ein wirklich guter Mann ist, er geht um 5 Uhr aus dem Haus und kommt aus München vor 19 Uhr nicht zurück, er arbeitet für uns, für unsere kleine Familie. Und ich hätte mir nie träumen lassen dass ich schon nach 2 Jahre Ehe hier unten sitze und mich so einsam fühlen werde.

    Nicht einsam mit meinem Kind sondern einsam mit meinen Ehemann. Ich bin noch ziemlich jung und manchmal denke ich mir, soll es dass gewesen sein? Ich meine, was kommt denn noch in meinem Leben? Damit ist nicht unser Familienzuwachs gemeint, ich wollte immer Kinder und einen Mann haben der zu uns steht. Doch manchmal wäre es so viel leichter alleine Entscheidung zu treffen und für unser Kind zu sorgen.

    Nochmal ganz neu anzufangen und sich etwas aufbauen. Nicht nur jung sein sondern sich auch so fühlen, ohne alles was daran hängt.

    Doch ich habe Verantwortung, ein Kind . . .
    Es ist ein geliebtes Wunschkind und es ist genauso schön wie ich es mir vorgestellt habe. Ihm soll es an nichts fehlen, dass habe ich mir geschworen und er macht mich jeden Tag so zufrieden mit seinem Lachen und seiner Unbeschwertheit.

    Genau das was in unserer Ehe fehlt, das schöne, das leichte. Mein Mann weiss auch dass ich noch mehr Kinder möchte, am liebsten noch 2,3 denn was kann schöner im Leben sein als ein Kind auf seinem Lebensweg zu begleiten es zu behüten und beschützen.

    Nachdem der kleine Mann auf die Welt gekommen ist, was ja sozusagen mein Traum war . . .
    hat mein Mann sich seinen Traum erfüllt und wir haben gebaut.

    Wieviele Stunden haben wir damit verbracht dieses ******* Haus fertig zu stellen und nun sitze ich im goldenen Käfig, in einem modernen Einfamilien Haus auf dem Land, in dem es an nichts fehlt, nur an Liebe.

    Wir wohnen in einem Ort an dem ich nicht hin wollte und ja ich weiss ich hätte sagen können „Nein“ aber ich hatte damals mein frisches Neugeborenes auf dem Arm und wollte nur Harmonie. Irgendwann sagte ich, mach was du willst.

    Und so kam es dann auch, jetzt haben wir alles was sich viele Menschen wünschen, eine eigene Familie und ein Häuschen in dem wir leben können (nachdem es in 20 Jahren hoffentlich abgezahlt ist)

    Ich glaube durch dieses Haus haben wir vieles verloren, Leichtigkeit, Lebensfreude. Ich glaube aber auch mein Mann denkt heimlich, durch das Kind haben wir vieles verloren, viel Sex, Zweisamkeit . . .

    Verlieren ist ja in unserer heutigen Zeit kein Problem. Man kann gleich aufgeben oder man kann es noch versuchen. Man spricht viele Sachen an, man streitet sich (das schlimmste ist unser Sohn hat leider schon öfter unsere verbalen Auseinandersetzungen mitbekommen) man versucht es wieder.

    Er sagt ihm fehlt die Zärtlichkeit und ja, es stimmt auch! Ich widme alle Zeit meinem kleinen Kind. Ich möchte nicht mehr groß ohne Kind etwas unternehmen da die Zeit mit dem Kleinen so wertvoll ist und nie wieder kommt. Wir sind so verschieden und oft glaube ich, vielleicht ist es auch besser wenn wir uns trennen.

    Aber meine größte Angst ist es dann wenn wir gehen, dass ich meinen Schatz jedes 2. Wochenende nicht mehr sehen kann weil er zu Papa geht. Er soll ja Papa und Mama haben das würde ich ihm nie vorenthalten, aber die Vorstellung bricht mir das Herz.

    Ich möchte keine Minute ohne mein Kind leben.

    Eine zeitliche Trennung von meinem Kind, diese Vorstellung schmerzt so sehr. Die Vorstellung ohne Mann zu sein, nicht annähernd so viel . . .

    Und so suche ich im weltweiten Internet auf die Antwort zu meiner Frage: „Kann man da nochwas retten oder ist es schon vorbei? Aber ich werde diese Frage wohl immer wieder stellen denn ich fürchte mich auch vor der Antwort.

    Werden die Jahre so vorbei ziehen, bis mich die Einsamkeit grausam einholt wenn die Kinder ausziehen und ich ganz allein bin???

  16. Bleegle sagt

    Bei mir treffen 8 Aussagen zu und ich bin mir schon lange bewußt, das meine Ehe am Ende ist. Psychologische Hilfe für mich und auch 1 jährige Eheberatung haben nichts gebracht. Bin fast 19 Jahre verheiratet. Aktuell sind wir wieder bei einer Paarberatung/Ambivalenz/Mediation und trotzdem drehen wir uns im Kreis. Eigenes Haus, 3 Kinder. Ich könnte mir durchaus noch ein paar Jahre (für die Kinder) eine Wohngemeinschaft vorstellen. Im Alltag kommen wir als Kindermädchen und Hausmeister ganz gut klar. Jedoch wo bleibe ich dabei? Kein Sex, keine Wärme oder Geborgenheit. Durch Beruf und Kinder (Mann wochenlang auf Montage, nur WE zu Hause) bleibt kaum Zeit für Freizeit oder Freunde. Man funktioniert nur noch! In der Ehe gefangen und doch starkes Bedürfniss nach Zuneigung, Sex und Liebe, die jedoch nicht gestillt werden kann. Wie findet man wieder zu sich um ausgeglichen zu sein und auch wieder einen gemeinsamen Weg findet? Vielleicht wird es ja auch wieder erträglich… Ein wenig bin ich altmodisch, das Versprechen war, bis das der Tod uns scheidet. Oft fühlt es sich leider nur schon wie tod sein an!

  17. Richard sagt

    Tja, bei mir treffen acht der 12 Aspekte zu. Teils 1:1, teils recht ähnlich. Meine Ehe ist wohl dabei, eine Wohngemeinschaft zu werden. 😉 Kommenden Februar hätten wir zehnjähriges Jubiläum … aber das nur am Rande.

    Mich würde einmal Ihre Meinung zu folgendem Gedanken von mir interessieren: Meine Frau und ich schauen hin und wieder fern, abends manchmal einen Krimi oder dergleichen. Nichts Besonderes. In viele Filme sind mehr oder weniger beiläufig BeziehungsGeschichten eingebunden, oder es sind direkt Beziehungsfilme o.ä. Was mich stört: In neuzeitlichen Filmen wird meistens sehr locker mit dem Thema Trennung umgegangen. Ich weiß schon, das klingt wohl recht konservativ. Ich meine auch gar nicht, dass Ehepartner immer zusammen bleiben sollten, um Gottes Willen. Aber in den Medien wird mir das doch zu lax gehandhabt. „Hach, es läuft seit ein paar Wochen/Monaten nicht mehr so gut. Trennen wir uns besser gleich.“ Nach dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“ denke ich schon, dass Medien da einen gesellschaftlichen Einfluss haben. Wie sehen Sie das?

  18. henia sagt

    Hallo… Ich weiss gerade nicht was in meiner Beziehung los ist. Wir sind seit 8 Jahren zusammen und davon 3.5 Jahre verheiratet. Wir haben eine Tochter 6 Jahre. Ich liebe meinen Mann und möchte ihn nicht verlieren. Es ist nicht wie vorher. Nach einem konfliktreichen Jahr haben wir uns etwas distanziert voneinander. Es gab Probleme mit seiner Arbeitskollegin (ist auch eine Freundin meiner Schwester). Sie hat mich provoziert und sie war eifersüchtig weil es gut läuft bei uns. Ich hab ihm unterstellt das da was war. Ich war ängstlich und verwirrt. Im nachhinein musste ich merken das da nichts war zwischen den beiden. Ich habe es leider viel zu spät gemerkt. Mein Problem ist das Vertrauen dass ich zu Hause schon nicht mitbekommen habe. Ich habe mich schuldig gefühlt. Er hat mich 2 oder 3 mal bloss gestellt im Frühjahr vor anderen Leuten. Für mich war das schrecklich. Seither hat sich die Beziehung auch geändert. Ich war sehr kalt zu ihm. Und Sex und Zärtlichkeiten war wenig. Wir hatten dann einen Urlaub zu zweit und es war als hätten wir uns nochmals verliebt. Ich musste einsehen das ich ihm etwas unterstellt habe. Das Vertrauen war plötzlich da, irgendwie hat er mich das spüren lassen. Nun vor etwa einem Monat habe ich mich für alles entschulidgt. Und die Geschichte vergessen. Ich dachte alles sei wieder ok. Er sagt auch immer wie lieb er mich hat. Aber Zärtlichkeiten und Sex am Abend wie früher gibts nicht mehr. Mir kommt vor, als müsste er sich dazu mal erst überwinden. Wenn ich keinen Druck machen würde, ich weiss nicht ob wir überhaupt Sex hätten. Ich will so eine Beziehung nicht, es kommt dazu das ich älter bin als er. Ich bin 38 und merke wie ich altere. Vielleicht bin ich nicht mehr attraktiv? Momentan bin ich auf 57kg 1.75 und versuche weiterabzunehmen, er achtet sehr auf das Äussere einer Frau. Manchmal frage ich mich ob ich es vom älter werden kommt oder weil ich ihm nicht mehr gefalle. Ich sehe mich nicht mehr gern in den Spiegel. Eigentlich mag ich mich grundätzlich wie ich bin. Wenn ich an ihn denke wird mein Spiegelbild hässlich. Ich habe momentan auch keinen Job. Ich weiss nicht mehr weiter, hast du einen guten Ratschlag für mich? Wäre sehr dankbar darum.

  19. Jens sagt

    Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    Vielen herzlichen Dank erst einmal!
    Ich werde mir einen Therapeuten suchen, nur gibt es dort ein weiteres kleines Problem.
    Meine Eltern wissen noch nichts von der Beziehung, da ich noch abwarten wollte Ihnen von der Beziehung Bescheid zu geben, bis meine Freundin aus Australien zurückkehrt und wir einige Wochen eine „normale“ Beziehung geführt haben.
    Nun läuft das Konto meiner Krankenkasse noch über meine Eltern und diese würden sich natürlich wundern weswegen ich einen Therapeuten brauche. Ich würde das auch am liebsten komplett geheim machen ohne dass dies meine Freunde zu Ohren bekommen.

    Ebenfalls würde ich noch gerne wissen, ob sie mir es raten würden, diesen kleinen Austausch meiner Probleme mit Ihnen meiner Freundin mitzuteilen, damit sie sieht, dass ich was gegen mein Problem tue, oder ob ich es lieber sein lassen und dies für mich behalten sollte?

    Mit freundlichen Grüßen
    Jens

  20. Hallo Jens,
    Sie sind beide beziehungsunerfahren, da tauchen natürlich viele Fragen auf.
    Wenn Sie so oft die Beziehung hinterfragen, ist es entweder nicht die Richtige oder es zeigt sich darin Ihre Bindungsangst. Ich vermute Letzteres.
    Ob das stimmt, können Sie tatsächlich am besten in einer Psychotherapie klären. Dafür brauchen Sie kein Geld, denn alle Krankenkassen übernehmen die Kosten.
    Einfach mehrere Therapeuten suchen, z.B. hier http://www.therapie.de, Termine ausmachen und mit der Chipkarte der Krankenkasse hingehen und schauen, ob’s passt.
    Alles Gute für Sie!

  21. Jens sagt

    Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    Ich bin seit erst knapp 5 Monaten mit meiner Freundin zusammen, aber nachdem ich diesen Artikel gelesen habe, konnte ich mich schon mit mindestens 3 von diesen 12 Anzeichen identifizieren. (Punkt 2, 4 & 9)
    Es ist alles sehr schwierig:
    Zunächst waren wir über ein halbes Jahr sehr sehr gute Freunde, doch irgendwann entwickelte sich ihre Freundschaft zur Liebe. Sie beichtete es mir und ich war zunächst einmal sehr überfordert mit der Situation.
    Nach längerem Überdenken meiner Gefühle und auch einer schwierigen emotionalen Zeit für sie, habe ich nach einigen Treffen gemerkt, dass ich da doch was empfinde.
    Naja, auch wenn ich skeptisch war und eine mögliche Beziehung mit ihr oft hinterfragt habe, sind wir zusammengekommen.
    Zweieinhalb Wochen vor ihrem abenteuerlichen und unvergesslichem Auslandsjahr in Australien mit ihrem besten Freund!
    Diese zwei Wochen waren extrem schön und wir haben jeden Tag bis auf’s letzte genossen. Ebenfalls waren wir hoch motiviert, dieses Jahr durchzustehen.
    Jetzt, heute nach 4 getrennten Monaten und 3 großen Streitereien, die aufrund von mir und meiner unbedachten und unangebrachten Worten zu Stande gekommen sind, hinterfrage ich zum Dritten Mal meine Liebe und diese Beziehung.
    Eigentlich läuft die Beziehung, den Umständen entsprechend, optimal.
    Wir skypen täglich, erzählen uns alles und lassen den anderen vom eigenen Alltag teilhaben, reden offen über unsere Probleme, schicken uns Briefe und Geschenke, demonstrieren dem anderen unsere Liebe usw..
    Das Problem bin ganz klar ICH.
    Sie liebt mich vom tiefsten Herzen und würde auch alles auf der Welt für mich tun. Leider hab ich sie oft zum Tränen vergießen gebracht und auch schon ihr Herz durch das anzweifeln meiner Liebe gebrochen.
    Mir ist zurzeit und seit schon einem Jahr kein Mensch wichtiger als diese Person. Nur leider bin ich auch die Person, die sie immer wieder, seitdem wir zusammen sind, so unglücklich macht.
    Wir haben bei vielen Punkten verschiedene Ansichten; Ich bin eher konservativer aufgewachsen – Sie nicht so, trotzdem bereden wir alles und finden Kompromisse, was ich sehr an dieser Beziehung schätze; Ich bin in der Uni und täglich auf Hochtouren am lernen, während sie mit einem anderen Jungen (der zwar ebenfalls ein sehr guter Freund von mir ist und ich beiden sehr vertraue) die schönsten Dinge und unvergessliche Momente erlebt;..
    Sie hält sehr an mir fest, und ist auf jeden Fall diejenige die in der Beziehung immer moralisch korrekt handelt, wobei ich zu oft meine Gefühle überdenken, die Beziehung anzweifle, ihr Vorwürfe machen, sie nicht zu schätzen weiß und zu voreilige Entscheidung treffe.
    Ich mache Mist – ich verletze sie – ich bereue es – beide weinen – sie verzeiht mir – und die Beziehung geht dann 1 Monat lang gut und es fängt von vorne an.
    Ich habe es auch schon sehr oft mit Selbst-Therapie versucht (Stichpunkt: ‚Bindungsangst‘, ‚Frustationskontrolle‘ ‚Selbsterkenntnis‘ und weitere) und habe auch kleinere Erfolge verspüren können.
    Eigentlich kann man sich keine bessere Freundin vorstellen, aber ich halte mich immer wieder an kleinen Störfaktoren fest und vergesse die überwiegenden positiven Seiten der Beziehung.
    Es ist auch oft so, dass ich meine Freundin in bestimmten Phasen nicht unbedingt als attraktiv ansehe…aber so etwas kann man natürlich nicht mit seiner Freundin bereden oder ihr etwas derartiges sagen.
    Nun weiß ich nicht was genau in mir vorgeht und ob ich sie überhaupt wirklich liebe.
    Ich frage mich Sachen wie: „Ist es derweil nur so, da wir eben so lange getrennt sind aber es sich lohnt durchzuhalten, da es sich am Ende auszahlen wird?“ oder „War es eine falsche Entscheidung die Beziehung einzugehen, da sie nie mehr war als eine extrem gute Freundin und ich nur Angst und Panik davor habe sie als Person zu verlieren?“ oder „Weiß ich gar nicht meine Liebe zu ihr zu erkennen und werde in Trauer und Frust versinken wenn ich mit ihr Schluss mache und merke dass ich sie doch über alles liebe?“
    Vielleicht ist es wichtig zu erwähnen, dass sie meine erste Freundin und ich ihr erster Freund bin.
    Es tut mir Leid, dass dieser Text nun so lang geworden ist, aber diese Situation lässt sich leider nicht kürzer beschreiben.
    Ich hoffe wirklich sehr, dass Sie mir Auskunft darüber geben können und auch wenn es nur wenig ist, mir Ihre Meinung und Ansicht darüber mitzuteilen.
    Ich würde mich wirklich sehr freuen, denn wenn ich die finanziellen Möglichkeiten hätte, würde ich schon sofort zu einem Therapeuten greifen, und daher freue ich mich umso mehr, dass Sie hier so eine Plattform bieten.
    Natürlich gibt es auch sehr oft Momente, wo ich meiner Freundin in die Augen schaue und mich überglücklich schätze und mich auch wie frisch verliebt fühle.
    Ich zeige ihr dann in solchen „Phasen“ meine Liebe und mache es auch sehr stark deutlich!
    Nur bedauerlicher Weise zeige ich es ihr auch mal auf unsanfte Weise, wenn ich mal nicht auf Wolke 7 schwebe..

  22. Hallo, ein wirklich wundervoller Artikel. Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich habe in meiner Arbeit mit Beziehungen auch festgestellt, dass Frauen durch ihre rosa Brille die Welt sehen und Männer durch ihre blaue Brille die Welt sehen und so auch kommunizieren. Und jeder nimmmt das Gesagte anders auf und versteht es in seiner Farbe. Doch wenn wir die Sprache des anderen lernen würden, dann könnten wir auf die Ereignisse auch ganz anders reagieren.
    In Liebe
    Isabel

  23. Tja, Bella, drei Menschen, die glauben, alles ist möglich und dass man im Leben keinen Preis zahlen muss.
    Wenn Sei sich in einen gebundenen Mann verlieben hat das immer Konsequenzen, weil Menschen, v.a. auch Männer, selten ändern. Sie wollen keinen Preis zahlen und glauben, alles geht irgendwie mit zwei Frauen und einem Baby. Er scheint das ja zu schaffen aber die beiden Frauen leiden.
    Im Leben muss man sich immer entscheiden. Das ist oft schwer, weil man dafür etwas hergeben muss. Jetzt zahlen sie alle drei den Preis, dass keiner so recht weiß, zu wem er eigentlich gehört.
    PS: Vorsicht! Dreiecksverhältnisse können sehr stabil werden, weil sich oft keiner von den dreien entscheiden will.

  24. bella sagt

    Hallo…. Ich verzweifle langsam an mir selbst.
    Ich habe vor knapp ein ein halb Jahren einen Mann kennen gelernt und mich sofort verliebt. Er hatte aber eine Freundin. Ich zwei Kinder und einen Mann. Doch schnell war klar das wir beide mehr füreinander empfinden. Die Geschichte ist super lang aber ich versuche mich kurz zu fassen. Wir sahen uns immer wieder, spontan oder bei der Arbeit oder verabredeten uns. Trennen konnte er sich aber nicht.

    Das Thema kam im laufe eines Jahres sehr oft auf den Tisch. Aber er schaffte den absprung nicht. Immer wieder ging er zurück. Eines Tages kamen wir dann doch zusammen. Allerdings war seine Freundin mittlerweile schwanger. Sie wusste von mir aber überspielte das alles immer wieder. Wollte es nicht wahr haben. Auch in der Zeit in der er sie verlassen hatte war sie immer präsent. Und Sie wartete das er zurück kam. Da wir überhaupt keine Chance auf Ruhe hatten und er ein total schlechtes Gewissen hatte ging er kurz vor der Geburt wieder zurück. Ich bin durch die Hölle gegangen. Sie nahm ihn einfach zurück.

    Irre…. natürlich gelang es uns nicht ohne Kontakt und so war ich wie eh und je bei allem dabei….auch bei der Geburt. Nicht buchstäblich aber er ließ mich teilhaben. Ich hätte echt zu kämpfen. Als das baby da war blieb er etwa eine Woche und trennte sich erneut von ihr. Seit dem sind wir fest zusammen. Eigentlich ein Happy end. Aber ich bin momentan verzweifelt. Das baby ist nun etwa vier Monate. Die Mutter gestattet nicht das ich das kind sehe. Und wenn gibt es Ärger bzw. Der Vater hat Angst das sie es ihm entzieht. Ich verstehe das sie das kind für sich will. Aber ich möchte eine Zukunft mit ihm und wünsche mir so sehr das er mich teilhaben lässt.

    Ich bin so sehr in der Situation das ich nicht zwischen richtig und falsch entscheiden kann. Er soll von mir keinen Druck bekommen. Den bekommt er ja schon von ihr. Allerdings merkt er das nicht. Er denkt alles ist gut. Aber ich finde nicht alles gut. Sie sucht immer Kontakt, ist zuhause wenn er auf die kleine aufpassen soll. Sie heult sich bei seiner Mutter aus die dann auch wieder zwischen den Stühlen steht. Ich weiß langsam nicht mehr wie ich mit der Sache umgehen soll. Für ihn läuft es scheinbar gut. Aber er sieht nicht das die Vorgeschichte nachsehen zieht und ich daran zerbreche. Ich glaube wirklich das er mich liebt.

    Aber ich weiß nicht mehr wie ich ihm klar machen soll das seine ex der Fehler im System ist und man es nicht allen recht machen kann. Und im recht machen stehe ich ganz hinten….so fühlt es sich an. Soll ich weiter um die kleine kämpfen? Ich würde so gern etwas Zeit mit ihr haben. Ihn sehen wie er als Papa ist. Das ist so wichtig. Und er muss Sie einfach zur Seite packen. Aber er will sie nicht verletzen. Und zerstört mich.

  25. Ich glaube, Sie müssen noch etwas erwachsener werden. Wenn man so klar spürt, dass einem etwas in der Beziehung fehlt, bei der Hochzeit denkt, dass man die falsche Entscheidung trifft …
    Zu Erwachsensein gehört auch, dass man weniger träumt sondern sich ausrechnet, welche Folgen bestimmte Handlungen haben.
    Ihre Situation ist ernst, denn wenn rauskommt, was Sie nebenher so machen, wird alles noch schwieriger.
    Die Idee mit der Paartherapie finde ich gut. Einfach um herauszufinden, was jeder so will – und wie das zusammenpasst oder nicht. Kind oder Liebe reichen da nicht.
    Eventuell wäre es auch gut, dass Sie sich selbst therapeutische Unterstützung holen und noch etwas „nachreifen“.

  26. Claudia sagt

    Hallo Herr Kopp-Wichmann,
    ich bin mit meinem Partner seit 15 Jahren zusammen, wir haben ein 2jähriges Kind und sind seit 3 Monaten verheiratet. Eigentlich habe ich schon in den ganzen Jahren immer wieder die Frage gestellt ob es der richtige ist, da mir so einiges nicht gefällt in der Beziehung- vor allem, das er nicht über seine Gefühle reden kann. Er hat von allein noch nie (außer ich hab es ihm vorher vorgeworfen) gesagt,“ich liebe dich“, sondern nur „hab dich lieb“.

    Es sind so viele Dinge jetzt im Nachhinein, die kann ich gar nicht alle aufzählen… Jedenfalls hatte ich schon während der Hochzeitsvorbereitungen gedacht ob es überhaupt gut ist zu heiraten, aber wir haben ja ein Kind und eigentlich wollte ich immer mit ihm zusammen bleiben, weil das meine Vorstellungen waren…und ich habe die ganzen Jahre immer wieder um unsere Beziehung gekämpft.

    Nach der Hochzeit ist alles anders geworden… die Gefühle des Glücklichseins wurden in den 3 Monaten seit wir verheiratet sind immer weniger. Ich hab 1 Monat nach der Hochzeit jemanden auf Arbeit kennengelernt und wir schreiben uns seit 1,5 Monaten regelmäßig, haben angefangen uns heimlich zu treffen (er ist auch in einer unglücklichen Beziehung-sagt er) und küssen uns, ich hab den anderen sehr lieb mittlerweile. Er ist so, wie ich mir meinen Partner immer gewünscht habe. Natürlich gibt es auch einiges, was mich an den anderen etwas stören würde (ist lange arbeiten, spielt am Wochenende oft Fußball, so dass ich mit meinem Kind auch oft allein sein würde).

    Ich habe meinem Partner noch nicht darüber erzählt und das will ich auch nicht, weil ich vor einer Trennung unter solchen Umständen Angst habe, also schon wegen meinem Kind, besser wäre es, wenn man sich freundschaftlich trennt und ich den anderen erst später „kennenlernen würde“. Aber wie kann es sein, das so kurz nach der Hochzeit für mich die ganze Beziehung auf einmal so auf der Kippe steht?

    Ich weiß nicht welcher Weg der Richtige ist. Meinem Partner habe ich erzählt das ich nicht glücklich bin zur Zeit, habe ihm vorgeschlagen, dass wir eine Paartherapie machen können, wenn es weiter so geht. Ich hab aber im Moment keine Lust mehr auf ihn…ist das nur eine Phase? Und eine große Angst ist auch, was die Leute wohl sagen werden… Ist alles so verfahren… Haben Sie einen Tipp für mich?
    LG

  27. Hallo Sarah,
    Sie sind seit zehn Jahren verheiratet sind und haben nie richtig zusammen gelebt. Haben keinen Sex, sind also im Wesentlichen eine Alleinerziehende mit Kind. Anscheined sind Sie aber die Einzige, die darunter leidet. Ihr Mann sah in den letzten Jahren wenig Veranlassung, etwas daran zu ändern.
    Am besten wäre wohl, dass Sie gemeinsam mit Ihrem Mann in einer Paarberatung klären, ob und was Sie voneinander wollen. Ihr Mann sollte wissen, was Ihnen so Magenschmerzen bereitet und welche Rahmenbedingungen Sie sich wünschen, dass das Zusammenziehen eine gute Option für Sie darstellt.
    PS: Liebe allein reicht nicht für ein gutes Zusammenleben im Alltag. Es braucht auch eine hohe Bereitschaft, über vieles zu reden und vor allem zu verhandeln, um tragfähige Lösungen zu erarbeiten.

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