Jun 20 2009
Zwölf Anzeichen, dass Ihre Beziehung in Gefahr ist.
Neben meiner Tätigkeit als Seminarleiter und Coach arbeite ich auch als Paartherapeut. Mit manchen Paaren arbeite ich nur kurz, etwa zwei oder fünf Sitzungen. Mit anderen Paaren dauert die Zusammenarbeit ein halbes bis ein Jahr, bei etwa monatlichen Sitzungen.
Immer wieder muss ich dabei einem Paar sagen, dass aus meiner Sicht ihre Beziehung zu Ende ist. Meist ist das Paar überrascht oder schockiert oder protestiert heftig. Bisher habe ich leider meistens Recht gehabt.
Ich habe mir deshalb Gedanken gemacht, woran ich zu merken glaube, dass eine Beziehung zu Ende ist. Es müssen ja Dinge oder Konstellationen sein, die das Paar zwar auch sieht, in seiner Bedeutung für die Beziehung – bzw. deren Ende – verleugnet.
Es sind – bis jetzt – zwölf Anzeichen, die mir auffallen:
(Wenn Sie nicht gern lesen, können Sie auch dieses Video dazu ansehen.)
1. Sie sind lieber bei der Arbeit als zu Hause.
Sind Sie oft erleichtert, wenn Sie morgens das Haus verlassen? Haben Sie öfters ein mulmiges Gefühl im Magen, wenn Sie sich Ihrem Zuhause nähern? Übernehmen Sie freiwillig Überstunden, um nicht mit Ihrem Partner oder der Familie zusammen zu sein?
Dass das zuweilen passiert, wenn es Streit in Ihrer Beziehung gibt, ist normal.
2. Ihr Partner hat eine Affäre – und Sie sind erleichtert.
Fremdgehen ist für die meisten Beziehungen eine starke Belastung und führt nicht selten zur trennung, wenn die Hintergründe dazu nicht erkannt und aufgearbeitet werden.
Aber es gibt Beziehungen, in denen der “betrogene” Partner ganz froh ist. Entweder weil aus seiner Sicht der Fremdgeher sich schuldig gemacht hat und man jetzt einen guten Grund hat, sich trennen zu dürfen. Oder weil es schon lange Schwierigkeiten mit der gemeinsamen Sexualität gibt und man jetzt froh ist, dass der andere dieses “Problem” anderweitig löst.
3. Ohne Kinder wären Sie längst getrennt.
Wenn ein Paar nur wegen der Kinder zusammenbleibt, ist das eine schwerwiegende Entscheidung. Eine wichtige Frage ist, ob das wirklich zum Wohl der Kinder ist, da diese ja täglich mitbekommen, dass zwischen den Eltern meist wenig Zärtlichkeit oder Erotik zu spüren ist.
Manchmal erinnern Menschen auch, wenn ich sie über die Ehe ihrer Eltern befrage, einen Ausspruch wie: “Ohne Euch Kinder hätte ich damals Karriere gemacht und würde mein eigenes Geld verdienen!” Solche Botschaften wirken immer als schwere Hypotheken und sind ein Opfer, das der andere nie wiedergutmachen kann.
4. Sie würden Ihren Partner nicht noch einmal wählen.
Das ist immer die Gretchenfrage. Wenn Sie die Frage verneinen, zeigt das meist, dass Sie enttäuscht von Ihrer Beziehung sind aber nicht den Mut haben, sich zu trennen und statt dessen ausharren. Es weist meist auch daraufhin, dass Sie Ihre Bedürfnisse und Gefühle nicht sehr ernst nehmen, sondern sich nach anderen Werten richten.
5. Sie haben wiederholt Phantasien, dass Ihr Partner verunglückt oder stirbt.
Im Unbewussten zeigen sich oft unterdrückte Wünsche und Motive, die man mit dem Verstand weit von sich weisen würde. Unglücksphantasien, die den Partner betreffen, werden oft als Angst oder Sorge von dem Betreffenden interpretiert. Treten sie öfter auf, können sie aber auch einen unterdrückten Wunsch bedeuten, denn die Phantasie hat ja einen sehr aggressiven Charakter.
In diesem Fall können Sie sich fragen, was dann für Sie anders wäre. Die Gefühle und Bedürfnisse, die dann auftauchen, sind wahrscheinlich diejenigen, die in Ihrer Partnerschaft zu kurz kommen bzw. Sie sich nicht erlauben.
6. Sie haben eine längere Affäre und können sich nicht entscheiden.
Fremdzugehen ist für fast jede Beziehung eine starke Belastung. Den Fehltritt möglichst bald mitzuteilen und mit der Partnerin gemeinsam zu besprechen, ist meist der beste Weg, erfordert aber großen Mut.
Deswegen verheimlichen die meisten Menschen eine Affäre. Wenn man dadurch erkennt, was einem in der Partnerschaft schon lange fehlt und sieht man keine Chancen, dies dort zu erleben, kann eine Trennung der beste Weg sein.
Wer bei einer längeren Affäre weder die Partnerschaft noch die Affäre beenden will, hat damit die Beziehung beendet. Kann jemand sich gut verstellen, mag das nach außen hin niemand merken. Doch der innere seelische Preis des Verrats ist hoch.
7. Körperliche Berührung mit Ihrem Partner ist Ihnen unangenehm.
Die Paarbeziehung basiert zu einem großen Teil auf der erotisch-sexuellen Anziehung. Gleichzeitig ist dieser Bereich der Partnerschaft sehr störungssensibel. Lieblosigkeiten, Kränkungen und Verletzungen, die nicht ausgeräumt wurden oder bagatellisiert wurden, melden sich oft als Lustlosigkeit wieder zurück.
Ist Ihnen das Berühren oder Berührtwerden mit dem Partner unangenehm oder sogar abstoßend – und war das zwischen Ihnen einmal ganz anders, ist es wohl ein ernsts Zeichen, das ein wichtiger Teil von Ihnen sich aus der Beziehung verabschiedet hat.
8. Sie genießen die Zeit mit Ihrem Kind mehr als mit Ihrem Partner.
Für ein Paar ist es nicht immer leicht, ein “Drittes” in die Beziehung zu integrieren, selbst wenn dies ein gewünschtes Kind ist. Denn die gesamte Beziehungsdynamik, die Aufgaben, die bisherigen Verhaltensroutinen ändern sich. Bestehen deutliche Unzufriedenheiten in der Beziehung kann es sein, dass diese durch das Kind kompensiert werden.
Das kann mit einem Kleinkind, mit dem man eine Mutter so schön schmusen kann, genauso passieren, wie mit der dreizehnjährigen Tochter, mit der der Vater abends auf dem Balkon tiefsinnige Gespräche führt, während Mutti in der Küche werkelt.
9. Auf die Frage “Lieben Sie Ihren Partner?” müssen Sie lange nachdenken.
Das ist die zweite Gretchenfrage, die entscheidet, ob Sie noch eine Liebesbeziehung führen oder schon eine Geschäftsbeziehung. Die Frage ist deshalb wichtig, weil jede Partnerbeziehung ambivalent ist. Einiges am Anderen mag man, einiges nicht so und ein paar Sachen sind schwer auszuhalten. Was einem dabei hilft, dass unterm Strich die Bilanz doch positiv ist, ist allein die Liebe.
Liebe kann man sich nicht verdienen oder erarbeiten, sie ist im Wesentlichen ein Geschenk, das zwei Menschen sich machen mit ihrem Sein, wie sie eben sind.
10. Sie halten mehr zu Ihren Eltern als zu Ihrem Partner.
Über die Wichtigkeit der Ablösung von den eigenen Eltern für das Erwachsensein habe ich ja ein ganzes Buch geschrieben. Eine Partnerschaft braucht es aus meiner Sicht, dass beide Partner den anderen an die erste Stelle setzen.
Deswegen muss man, wenn Kinder da sind, aufpassen, dass es Zeiten gibt, wo beide sich auch als Paar erleben. Deswegen sind Affären gefährlich. Und wem in Entscheidungssituationen mehr das Wohl der Mutter als das der Ehefrau am Herzen liegt und sich dementsprechend verhält (für Frauen gilt natürlich dasselbe) hat sich gegen die Paarbeziehung entschieden.
11. Den Ton, den Sie zu Hause haben, würden Sie sich im Büro nie erlauben.
Kaum zu Hause angekommen, schimpfen manche Ehemänner lauthals herum oder mäkeln an allem und jedem – und sind aber den ganzen Tag im Büro die nettesten und zuvorkommendsten Zeitgenossen.
Zwar hat die Definition “Familie ist, wo man dich kennt und dich trotzdem hereinlassen muss” ihre Gültigkeit – aber auch ihre Grenzen. Wer sich daheim schlechter aufführt als im Beruf, hat den Respekt verloren.
12. Sie treffen wichtige Entscheidungen, ohne sie mit Ihrem Partner zu besprechen.
Die Vorteile einer Paarbeziehung bezahlt man mit dem Preis der Unabhängigkeit. Lebt man allein, kann mein sein Geld ausgeben,wofür man will und spontan Urlaube buchen ohne jemand Bescheid zu sagen.
Das fällt manchen Partnern schwer und sie wundern sich, warum die Ehefrau über die plötzliche Ausgabe für einen Sportwagen, eine HiFi-Anlage oder ein neues Mountain-Bike sich nicht mitfreut. Meist steckt dahinter die Angst vor Auseinandersetzungen, bei denen man befürchtet, sich nicht durchsetzen zu können.
Was tun, wenn Sie eines oder mehrere Anzeichen in Ihrer Partnerschaft entdecken?
Es gibt mehrere Möglichkeiten.
- Sie zeigen Ihrem Partner diesen Artikel.
Seine Reaktion sagt Ihnen schon viel über den Zustand Ihrer Beziehung. Reagiert er erschrocken, betroffen oder interessiert und fragt Sie, was Sie darüber denken – Glückwunsch! Sie haben gute Chancen.
Reagiert er ablehnend, uninteressiert oder wird wütend – schade. Ihre Beziehung ist in keinem guten Zustand. Aber das wussten Sie auch schon vorher. - Sie sprechen mit Ihrem Partner über Ihre Beziehung.
Das ist zwar nicht immer leicht aber der einzige Weg, wie zwei Erwachsene etwas regeln können. Falls Sie sich dabei schnell in Monologe oder gegenseitige Schuldzuweisungen verstricken sollten, probieren Sie die Form des Zwiegesprächs. - Sie suchen sich professionelle Unterstützung.
Paarkonflikte haben auch meist etwas mit den jeweiligen Beziehungserfahrungen zu tun, die jeder aus seiner Herkunftsfamilie mitbringt. Zu denen hat man meist keinen leichten Zugang. Ein/e erfahrene/r Paartherapeut/in kann da in wenigen Sitzungen Licht hineinbringen, was hinter Ihren Konflikten liegt. - Sie tun nichts und machen so weiter.
Das ist vollkommen in Ordnung, denn das tun die meisten Paare. Früher oder später wird sich Ihre Beziehung dann wahrscheinlich in eine Wohngemeinschaft verwandeln. Das ist eine sehr häufige Beziehungsform, wenn man offene oder verdeckte Unstimmigkeiten nicht löst. Auf der Strecke bleibt dabei vor allem die Sexualität.Dafür kann man dann gut klingende Begründungen (Psychologen nennen so etwas eine “Rationalisierung”) finden. Lesen Sie mal, wie Sky du Mont (61), der mit dem Modell Mirja (32) verheiratet ist, dies
Was ist Ihre Meinung zu diesen Anzeichen?
Kennen Sie noch mehr?
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Lieber Roland Kopp-Wichmann,
habe heute morgen Ihre Webseite entdeckt und finde das alles ganz interessant und wichtig, weil ich gerade in einer Partnerschaftskrise stecke und mich frage, ob das alles nun zu Ende geht, obwohl ich es eigentlich nicht will.
ABER: ich glaube fest daran, dass wir unsere Partner nicht zufällig gewählt haben und da immer ein Entwicklungspotential, eine Lösung drinsteckt , die wir nur dann erkennen können, wenn wir uns über die wahren Gründe, warum wir uns genau diesen Partner ausgesucht haben, im Klaren werden. Und wenn man diese notwendige Entwicklung in der Partnerschaft ausläßt, so ähnlich wie der Frosch, der an die Wand geworfen wird, geworfen werden muß – so hat man diese wichtige Chance vertan und sucht dann wieder woanders vergeblich nach einer Lösung für das zugrunde liegende Problem. Bei mir ist es so, dass ich von meiner Partnerin erwarte, dass sie mich so annimmt, wie ich es von meiner Mutter erwarte, da sind Enttäuschungen und der Dauerkonflikt vorprogrammiert.
Insofern sind die häufigen Verteufelungen des eigenen Partners absolut kontraproduktiv, sie zeigen eher an, wo die gemeinsame Arbeit – am besten wohl im Zwiegespräch – ansetzen müßte. Das möchte ich gern jetzt mal versuchen.
Die Angst vor dem Zwiegespräch, die ich auch habe, verstehe ich als meine Angst davor, dass das eigene Elend hochkommen könnte.
Wenn allerdings die aufgesammelten Enttäuschungen und Verletzungen zu groß sind, dann ist es wohl besser, neu zu suchen.
Ich möchte noch etwas mitteilen, was mich an dieser Seite stört, es ist das Gemisch aus deutsch und englisch, nicht weil ich gegen englisch bin, sondern weil das Wort gerade in Beziehungen, und um die geht es ja hier, eine große Bedeutung hat und ich mich klarer verständigen kann, wenn ich nicht immer nach Übersetzungen – ich meine hier Sinn – suchen muß. Was ich meine läßt sich an den Wörtern, Gemeinsamkeit, Getrennt sein, Ankommen, Verstehen leicht nachvollziehen, wenn man sich die Zeit nimmt und diese Wörter mal nachklingen läßt.
Beste Grüße
Michael
Hallo Katja,
herzlichen Dank für Ihren klugen, ausführlichen Kommentar.
Sie haben Recht, sinnvolle, persönliche Kommunikation ist mit das Wichtigste in einer Liebesbeziehung. Bei meinen zwölf Punkten beschreibe ich mehr, was passieren kann, wenn man das nicht tut. Wir unterscheiden uns also in der Definition, was ein Anzeichen ist.
Grund dafür ist aus meiner Sicht die Einstellung, dass eine Beziehung irgendwie von alleine laufen muss. Aber auch die Angst der Partner, sich einander wirklich mit allen Seiten, auch den schwierigen und dunklen zu zeigen und zuzumuten. Oft wird dann nur eine freundliche oder abweisende Fassade gezeigt, anstatt auch die empfindlichen Seiten dem anderen zu offenbaren.
Das auch von Ihnen erwähnte Zwiegespräch ist dazu eine der besten Möglichkeiten.
Hallo Herr Kopp-Wichmann,
keine Ahnung, ob der Entwurf -war noch nicht fertig- gerade abgeschickt wurde oder nicht.
Auf jeden Fall fehlt unter den Anzeichen für mich fehlende Kommunikation, Gespräche nicht die unter Punkt 12, sondern solche bei denen es um Gefühle, Bedürfnisse das Verständnis für den Partner geht.
Kommunikation läuft meiner Ansicht nach häufig falsch ab.
Wobei Erziehungsbilder wie “der Mann hat das sagen”, “du lässt dir doch wohl nicht von Deiner Frau auf dem Kopf herumtanzen” usw. bestimmt noch nicht ausgestorben sind.
Fehler in der Kommunikation: Den Partner unterbrechen, nicht ausreden lassen, auf seiner Meinung beharren usw. sind ziemlich verbreitet.
Den Umgang mit Kommunikation sollte man meiner Meinung nach schon zu Hause, im Kindesalter lernen, aber leider ist das nicht überall so.
Ein Kommunikationsseminar sollte man meiner Meinung nach schon in der Schule anbieten, denn je eher man lernt mit Sprache und ihrer Wirkung vernünftig umzugehen, desto größer ist der Nutzen und umso einfacher ist es, dies auch umzusetzen.
Die weiteren Punkte sind meiner Ansicht nach stark damit verbunden.
Denn entweder ist es eine Flucht wie z.B. Fremdgehen (man sucht sich das, was einem in der Beziehung fehlt woanders- warum kann ich nicht mit meinem Partener darüber reden?), Zeit auf der Arbeit zu verbringen (dann brauche ich mich zu Hause den Problemen nicht zu stellen), sich sehr den Kindern zuzuwenden (vielleicht weil man vom Partner zu verletzt ist und Kinder dankbar für die Zuwendung sind und das auch spüren lassen).
Man hat sich den Partner ja ursprünglich nicht nur so ausgesucht.
Wenn es nicht so ist, dass sich beide Partner wirklich stark in unterschiedliche Richtungen entwickeln, ist die fehlende bzw. falsche Kommunikation (aneinander Vorbeireden, Missverständnisse, usw.) für mich der wichtigste Grund für das Scheitern von Beziehungen.
Bis man sich wirklich nichts mehr zu sagen hat (wie auf Ihrem Bild, Rücken an Rücken, die Fronten verhärtet).
Wenn man die Kommentare in Ihren Blogs durchliest, ist es ja nicht so, dass fehlende Gefühle der Grund für das Scheitern der Beziehungen sind, selbst nach mehrmaligem Fremdgehen sind Menschen bereit, noch einmal aufeinander zuzugehen.
Die Frage ist nur, ist dann nicht zu viel vorgefallen, haben nicht zu viele Verletzungen stattgefunden? Deshalb ist es meiner Meinung nach enorm wichtig, sich rechtzeitig auszutauschen. Und solche Werkzeuge (Kommunikation oder auch das Zwiegespräch) zu erlernern, falls man sie nicht beherrscht.
Dies gilt auch für Punkt 11 – respektviller Umgang miteinander.
Nochmal zu Punkt 2. Ich kenne keinen Fall, wo der Partner fremdgegangen ist und das der andere gut fand. Selbst wenn es nur verletzter Stolz war, der dann aufgetreten ist, oder nur das Gefühl hintergangen worden zu sein – Erleichterung nur in dem Zusammenhang, dass jetzt die alte Situation (unstimmige Beziehung, in der einer oder beide Partner ja auch einen Leidensdruck hatten) jetzt “auf den Tisch kommen”, d. h. so wie bisher läuft es nicht weiter.
Zu Punkt 5 noch einen Hinweis: Ja, in Träumen.
Viele Grüße
Katja
Hallo Ellen,
ja, da haben Sie einen echten Patriarchen erwischt. Die finden so etwas ganz normal und empfinden es als Majestätsbeleidigung, wenn man derlei Privilegien in Frage stellt.
Danke für Ihren Kommentar. (War doch ganz einfach.)
Hallo,
sehr treffende Liste, der ich noch einen Punkt hinzufügen kann. Als ich nach siebzehn Jahren Ehe (mit drei gemeinsamen Kindern) es unwürdig fand, dass ich weder wusste, was mein Mann verdient noch Zugang zu seinem Konto hatte.
Als ich versuchte, darüber ein Gespräch zu führen und vor allem auch eine Kontovollmacht zu bekommen, wurde mein Mann fuchsteufelwild und sprach eine Woche lang nicht mehr mit mir. Das führte mir noch einmal deutlich vor Augen, was für eine Beziehung wir bis dahin führten. Ich trennte mich damals, was mein Mann überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Heute ist es mir schleierhaft, wie ich das so lange mitmachen konnte.
Danke für die Beiträge in Ihrem Blog. Ich (56 J.) lese sie immer wieder gern und mit Gewinn.
Schöne Grüße
Ellen B.
PS: Dies ist das erste Mal, das ich im Internet etwas kommentiere. Hoffentlich klappt es.