Warum manche Menschen alles offen lassen.

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Achtsamkeit / Cartoons / Persönlichkeit

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Immer die Zimmertür offen stehen lassen.
Den Drehverschluss der Flasche nicht fest schließen.
Zu einer beendeten Beziehung immer noch Kontakt halten.

Drei Beispiele, die nichts miteinander zu tun haben scheinen.
Oder doch?

Effektive Handlungen haben einen Anfang – und ein Ende.
Das Ende signalisiert, dass wir das Erreichte annehmen.
Mit all seinen Vor- und Nachteilen.
Es akzeptieren, dass es jetzt so ist.

Und uns entspannen.
Und spüren, welcher neue Impuls sich in uns bemerkbar macht.

Manche Menschen lassen unbewusst vieles offen.
Beziehungen. Pläne. Aufgaben.
Das Abschließen erleichtert sie nicht, sondern macht ihnen Angst.
Sie haben eine Abschlussbarriere.

Das Offenlassen suggeriert, dass es noch nicht vorbei ist.
Es ist noch alles drin.
Es kann sich noch verändern.
Es könnte noch besser werden.

„Alles ist im Fluss.“
Und alles soll auch immer im Fluss bleiben.
Das Nicht-Abschließen ist eine Form des Festhaltens.
Doch erst das Abschließen macht uns frei für Neues.

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Bild: © www.cartoon4you.de

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Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

4 Kommentare

  1. Völlig richtig.
    Sie handeln ja offensichtlich auch flexibel. Und wer sich locker zwischen den Polaritäten bewegen kann (hier „offen und geschlossen“) hat den größten Verhaltensspielraum.
    Mein Artikel ging ja über Menschen, die alles offen lassen „müssen“.
    Genauso bedauernswert sind ja auch Menschen, die immer alles kontrollieren müssen, ob es auch wirklich geschlossen ist.

    Danke für Ihre Ergänzung.

  2. Anna Blume sagt

    Wasserflaschen schließe ich manchmal nicht richtig, doch spätestens, wenn sie in meinen Wanderrucksack kommen, sind sie zu. Um irgendwann wieder aufgemacht zu werden und mir Leben zu spendieren.

    Türen? Manche bleiben zum Lüften auf, um den Raumfluss zu gewährleisten, andere mache ich zu, um die Wärme zu behalten (zu-machen kann also auch mit festhalten zu tun haben).

    Ex-Partner? Manche waren mal Bestandteil meines Lebens und sind es nicht mehr. Andere wurden zu Freunden.

    Wer an gar nichts mehr festhält, schwebt losgelöst durch den Raum und verliert womöglich die Bodenhaftung.

    Wer alles abschließt, schließt womöglich so manch wertvolle Tür zu schnell.

    Wer dem Fluss den Hahn zumacht, bringt irgendwie auch nichts mehr zum fließen….

    Zu-gemacht, was geschlossen gehört, auf-gemacht, was geöffnet gehört….

    Differenziert schauen lohnt sich, um das Wasser im Fluss zu halten.

  3. Hallo Herr Kopp- Wichmann,

    ein anregender Blogbeitrag, über den ich heute lange nachgedacht habe (im Wartezimmer oder beim Spaziergang kann man die Zeit wunderbar nutzen). Loslassen können, etwas abschließen um frei für Neues zu sein – ein schwieriger Prozess. ich übe mich gerade darin, Beziehungen loszulassen:
    -Urlaubsbekanntschaften, die nur noch aus losen Briefkontakten bestehen (nicht nachfragen, ausklingen lassen).
    – Die Beziehung zu einigen meiner ehemaligen Kolleginnen, akzeptieren, dass alles seine Zeit hat (es ist schön, sich mal zu treffen, das reicht dann aber auch).

    Und ich bin gerade dabei, mit einigen angefangenen Projekten abzuschließen. D. h. Notizen zu entsorgen, die nicht mehr aktuell sind. Letzteres fällt mir leichter. Aber da geht es ja auch nicht um Menschen.

    Herzliche Grüße
    Gerda Hoffmann

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