Haben Sie Lust, etwas zu verändern?

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Starten Sie hier Ihr 30-Tage-Projekt!

ausdauer

Verändern ist nicht leicht. Weil man sich da außerhalb der Komfortzone der ungünstigen Gewohnheiten bewegen muss. Das ist meistens ungewohnt, anstrengend oder macht schlechte Laune.

Weshalb die meisten Menschen ja auch nichts verändern wollen. Sondern nur sich besser fühlen. Aber um sich besser zu fühlen, muss man halt was ändern und das …

Weil es mir auch manchmal so geht und ich viele Menschen kenne, die in in diesem Dilemma kreisen, habe ich mir etwas überlegt.

Ein öffentliches Veränderungsprojekt über 30 Tage. Und Sie können dabei mitmachen.

Den Trick kennen Sie bereits. Dadurch dass man einen Entschluss öffentlich macht, bekommt das Vorhaben mehr Kraft. Einfach, weil andere sehen, ob Sie bei Ihrem Vorhaben Fortschritte machen – oder nicht.

Wer montags lauthals im Büro verkündet, dass er morgen mit Rauchen aufhört und freitags auf der Toilette mit einer Zigarette erwischt wird, hat zwei Möglichkeiten. Er nimmt seinen Entschluss wieder zurück, outet sich als willensschwach und muss fortan den Spott der Kollegen ertragen, wenn er sich mal wieder ein Ziel setzt.

Oder er bleibt bei seinem Ziel. Und kämpft sich durch die anfänglichen Unlustgefühle beim Verlassen der Komfortzone.

 

Wie läuft das ab?

Entscheidend sind bei der Motivation zum Durchhalten zwei Dinge:

1. Sie machen Ihren Entschluss öffentlich gegenüber einer Gruppe. Natürlich können Sie mit den täglichen Aufgaben trotzdem schludern oder Ihr Vorhaben ganz einstampfen. Aber durch den moralischen Druck ist das schon deutlich schwerer als wenn Sie von Ihrem „Versagen“ niemand was erfährt, weil Sie es geheim gehalten haben.

2. Sie haben die Unterstützung durch eine Gruppe Gleichgesinnter.
Das ist wie bei den Weight Watchers. Jedes verlorene Pfund wird beklatscht bzw. wenn es mal nicht geklappt hat, bekommen Sie Trost und Zuspruch und erleben, dass es anderen genau so schwer fällt.

Aber keine Angst, Sie müssen nichts zahlen und nirgendwo Mitglied werden. Das Internet macht solche Aktionen ganz leicht möglich.

Ich habe zwei Plattformen gegründet, auf den Sie sich kostenlos und unverbindlich mit Ihrem Veränderungsziel eintragen können – und natürlich Ihre täglichen Fortschritte dokumentieren können.

Das ist der springende Punkt dabei: Sie haben am meisten davon, wenn Sie jeden Tag etwas zu Ihrem 30-Tage-Projekt beitragen. Entweder durch einen kurzen Satz, einen längeren Bericht oder ein Foto.

Ich habe einige Zeit überlegt, wie sich das organisatorisch mit möglichst wenig Aufwand und null Kosten für alle Beteiligten realisieren lässt und da blieben nur zwei Optionen: Facebook und Twitter.

Ich kenne alle Vorbehalte gegen Zuckerberg und Co. Wundere mich allerdings, wie viele Leute hemmungslos in der Bahn den halben Großraumwagen über ihr Privatleben informieren und dann bei Amazon stöbern, Google benutzen oder sich über eine neue Facebook-Richtlinie beschweren.

Wie gesagt, bessere Möglichkeiten habe ich nicht gefunden. Wenn Sie eine wissen, schreiben Sie mir.

Die beiden Gruppen finden Sie unter diesen Links:

https://twitter.com/rkwichmann

https://www.facebook.com/groups/30TageProjekt/

Die Facebookgruppe ist eine geschlossene Gruppe, d.h. nur die Mitglieder können die Beiträge sehen.

Wer beides nicht mag, kann gerne sein Veränderungsprojekt direkt hier unter dem Artikel als Kommentar posten – gerne auch mit Pseudonym.

 

Was könnten Sie verändern?

Das Wichtigste: das Ganze soll Spaß machen und nicht verbissen werden. Seien Sie also nicht allzu streng bei der Auswahl Ihres Projekts. Es kann etwas sein, was Sie voranbringt (gesundheitlich, geistig, körperlich usw.) oder das einfach eine neue Farbe in Ihr Leben bringt (etwas Kreatives, etwas Nutzloses, etwas Schönes usw.).

Natürlich können Sie sich auch vornehmen, für den Ironman 2015 in Hawaii zu trainieren. Aber es reicht auch, wenn Sie sich erst einmal vornehmen, jeden Tag zehn Minuten spazieren zu gehen. Ist auch gesünder.

Ihr Projekt kann sein, dass Sie mit etwas anfangen. Oder mit etwas aufhören. Dass Sie irgendetwas weniger machen. Oder etwas mehr machen.

Hier ein paar Ideen, die mir so beim Schreiben gekommen sind:

  • Einen Spaziergang von x Minuten machen.
  • Etwas finden, was gut geklappt hat oder Sie gefreut hat.
  • Abends drei Dinge aufschreiben, was Sie gut gemacht haben.
  • Etwas Gesundes essen oder etwas Ungesundes weglassen.
  • Etwas wegwerfen, was Sie schon lange nicht mehr benutzen.
  • Jemanden auf der Straße zulächeln.
  • Fünf Minuten achtsam werden.
  • Drei Erwartungen, bei denen Sie sich ertappen, loslassen.
  • Zehn Minuten ein Buch lesen.
  • Etwas auf dem Weg hin und zur Arbeit fotografieren.
  • Ihr verstaubtes Instrument auspacken und zehn Minuten spielen.
  • Sich bei einem fremden Menschen bedanken.
  • Etwas in Ihrer Wohnung für sieben Minuten aufräumen.
  • Jeden Tag eine Minute auf einem Stuhl stehen.
  • Ihrem Partner, Ihrem Kind sagen, was Sie an ihm schätzen.
  • Eine halbe Stunde früher aufstehen, um Ihren Traum zu realisieren.
  • Eine Not-To-Do-Liste erstellen und etwas hinzufügen.
  • Ihrem Körper etwas Gutes tun.

Sie sind völlig frei, was Sie sich vornehmen. Damit Sie durchhalten, sollte es etwas sein, was Ihnen am Herzen liegt. Und was Sie gut in Ihren Tagesablauf einbauen können. Machen Sie sich keinen Stress, denken Sie immer nur an den Schritt des jeweiligen Tages.

Und lassen Sie andere daran teilhaben!

Das ist das Zweitwichtigste. Schreiben Sie ein paar Zeilen, was Sie jeden Tag gemacht haben. Wenn Sie es vergessen haben oder keine Zeit hatten oder es nicht klappt – schreiben Sie auch darüber. Und fügen Sie ein Foto bei, wenn es passt. Mit einem Smartphone geht das ja in einer Minute.

Das 30-Tage-Projekt läuft – welche Überraschung! – dreißig Tage. Sie können zu jedem Zeitpunkt einsteigen – und natürlich jederzeit auch aussteigen. Wenn Sie nach 30 Tagen verlängern wollen oder ein neues Projekt starten wollen, kein Problem.

Das Ganze geht darum, Ihre Ausdauer zu stärken. Und Ihren Glauben an sich selbst. Und die Erfahrung, dass Sie fast alles erreichen können – mit genügend Ausdauer.

PS: Wenn trotz bester Motivation es mit der Veränderung nicht klappt, steckt oft ein unbewusster inneren Konflikt dahinter. Solche Hindernisse können Sie mit mir in einem Persönlichkeitsseminar oder Coaching bearbeiten.

podcast_symbol4_kebox - FotoliaDiesen Beitrag können Sie sich hier als Podcast anhören oder herunterladen.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

 

kommentar Und was wollen Sie ab morgen verändern?

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Bild: © cartoon4you.de

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Der Autor

Bloggt hier wöchentlich seit Juli 2005. Leitet intensive Persönlichkeitsseminare: 6 TN, 3 Tage, 1 Coach. Schreibt Bücher, eBooks und eMail-Kurse. Zeichnet jetzt sogar Cartoons.

27 Kommentare

  1. Hallo,

    als ich Ihren Blog bei meinem täglichen flotten 15-min. Spaziergang als Podcast hörte, machte ich mir Gedanken über die Veränderungen, die gerade bei mir laufen.
    Im wahrsten Sinne des Wortes, denn das tägliche stramme Laufen von mindestens 1/4 Stunde habe ich vor ca. 2 Wochen begonnen. Meist wird es mehr, gestern sogar 1,5 Stunden. Puh, war ich groggy!
    Bewusst setzte ich mir die Mindestzeit so gering, damit es täglich läuft – bzw. ich täglich laufe 🙂

    Täglich höre ich dabei Podcasts, die mich weiter bringen – so wie diesen.

    Ich habe mir durch Hal Elrod, The miracle morning, eine Morgenroutine entwickelt, die folgendes beinhaltet:

    – 10 Minuten meditieren oder achtsam sein
    – Lesen (das tue ich seit langem, immer mind. 1 Stunde)
    – Journal schreiben/Dankbarkeitsliste/Erfolgsbuch
    – Namen, Begriffe o.ä, googeln, die mir neu sind, Wiki

    Das alles halte ich in den 30 Tagen und gewünscht immer weiter bei.

    Meinen Beitrag zu meinen Veränderungen habe ich auch in meinem Blog verfasst:

    http://karen-impulse.blogspot.de/2014/08/wie-veranderung-leichter-gelingt.html

    Ich freue mich über viele Leser/innen und vor allem hier über den Austausch mit anderen Veränderungs-Freudigen!!!

    Herzliche Eifelgrüße,

    Karen Seelmann-Eggebert

  2. Super Artikel, vielen Dank! Trifft wieder einmal genau das, was ich bei uns im Team auch immer sage. Kontinuität hilft, erfolgreich zu sein. Sprunghafte Veränderung und hunderttausend tolle Ideen, aber ständig wechselnder Fokus helfen niemandem.

    Viele Grüße aus der Eventpsychologie,
    Ben

  3. Vielen Dank für den Gedankenanstoss und die hilfreichen Anregungen.
    Nachdem ich den Blogbeitrag vergangenen Sonntag entdeckt hatte, war klar, ich mach da mit. Denn seit etwa drei Wochen habe ich einiges verändert und wird nun durch diesen Blogbeitrag hier verstärkt.
    Meine Gedanken dazu habe ich hier im Blogbeitrag festgehalten: http://kerstin-paar.de/wie-du-eine-veraenderung-auch-wirklich-umsetzt/

    Viele Grüße an die anderen „Mitveränderer“ und die gemeinsame Motivation in der Facebook Gruppe, finde ich sehr schön und bin dafür dankbar.

  4. Großartige Idee, die anscheinend großen Anklang findet.
    Ich denke, ich schau‘ auch mal hinein. Für ein bisschen mehr Waschbrett statt Waschbär.

    Schöne Grüße
    Maik

  5. Matthias sagt

    Ein Update von mir…. Gestern war ich leider wieder leicht drüber… Heute aber siehts gut aus. Die Intervalle werden grösser und dadurch rauche ich einiges weniger…..

  6. Fotografieren ist ein schönes Hobby. Ich mag Blumenbilder. Bekommen wir hier welche zu sehen? Ich würde mich freuen!

  7. Gestern hatte ich einen Durchhänget und habe nicht 30 Minuten geschrieben, wie ich es mir vorgenommen habe. Das habe ich heute früh nachgeholt, mein Pensum verdoppelt. Ja, auch kleine Erfolge tun gut.

  8. Matthias sagt

    Soo der Anfang ist gemacht. Habe Heute schon stark reduziert mit Rauchen. Bin zwar noch nicht ganz bei den 50%, aber sehr nahe dran…

  9. Manfred Schneider sagt

    Sorry…..Entschuldigung….. Manfred
    Mit den Bildern starte ich einen Versuch….

  10. Ich glaube, Rudi meinte mit den Verdächtigen Facebook und Twitter.
    Mit den Fotos: am besten mir mailen, ich lade Sie dann auf meinen Server hoch.

  11. Manfred Schneider sagt

    Hola…… @Rudi…. Wieso bin ich ein ,,üblicher Verdächtiger“?
    Hier nervt mich jedenfalls keine Werbung.
    Gruss
    Heißer August

    @Herr Kopp-Wichmann:
    Wie kriege ich die Bild(er) hier rein – wenn’s gewünscht wird…..

  12. Rudi sagt

    Hallo!
    Gute Idee, würde gerne mitmachen, allerdings auch nur sehr ungern mit den üblichen Verdächtigen.
    Wie wärs denn mit:
    https://sgrouples.com/
    Dort kann man geschlossene Gruppen gründen und soweit ich weiss auch kostenlos nutzen.
    Schöne Grüsse,
    Rudi

  13. Also kontrolliert rauchen? Ist schwieriger als ganz damit aufhören, nach meiner Erfahrung.
    Entscheidend ist, herauszufinden, was das Rauchen Ihnen gibt, wofür Sie es brauchen. Und dies dann durch andere Gewohnheiten zu ersetzen.

  14. Matthias sagt

    Super Idee! 🙂 Ich versuche mich im Verändern des Rauchverhaltens. Mein Ziel 50% weniger Rauchen.
    Wird schwierig sein für mich denn das ist eine Komfortzone auch wenns komisch klingen mag.
    Die Macht der Gewohnheit halt.
    Viele Grüsse
    Mathias

  15. Christiane Keller sagt

    Ich habe den Blog gefunden, nachdem ich das Buch „ich kann auch anders“ zur Hälfte gelesen habe und die Querverweise zum Blog dann mal in Augenschein genommen habe. Nun werde ich das Buch fertig lesen und be-arbeiten, d.h. ich habe mir fest vorgenommen, die Übungen auf jeden Fall praktisch umzusetzen. Darüber werde ich dann auf fb berichten.

  16. Manfred Schneider sagt

    Hallo Herr Kopp-Wichmann,
    die erste Aufgabe habe ich mit einem Rosenbild aus meinem Garten in die Tat umgesetzt.
    Text dazu:

    Gilbert Becaud:
    L‘ important c’est la rose
    L’important c’est la rose
    L’important c’est la rose
    crois-moi

    Jedenfalls hat die erste Aufgabe schon Spass gemacht.
    Herzliche Grüße
    Manfred Schneider
    (Heißer August)
    😉

  17. Eine wunderbare Idee, die für mich gerade zur rechten Zeit kommt. Vor vier Tagen habe ich mir vorgenommen jeden Tag 30 Minuten zu schreiben. Nur 1 Ziel bis Ende des Jahres! Eine neue Strategie, um mich nicht immer wieder zu „verzetteln“. Twitter und Facebook kommen für mich nicht in Frage. Bin ich hier auf dem Blog die einzige Teilnehmerin?

  18. Finde ich eine super Idee, da werde ich auf jeden Fall drüber nachdenken. Irgendwie ist man ja doch immer in seinem Alltagstrott gefangen.

  19. Schön, dass Sie mitmachen wollen.
    Natürlich täglich was schicken, gern auch mit Foto. Entweder hier auf dem Blog oder via Facebook, da ist es am einfachsten.

  20. Franka sagt

    Google Plus – ist für so ein Vorhaben besser als Facebook oder Twitter.
    Nur ein Vorschlag… Einfach anfangen, nutzen, dran gewöhnen, was für ein 30Tages Projekt *lach*

  21. Heißer August... sagt

    Danke für diese interessante Idee…. Von den vielen Möglichkeiten wähle ich: Jeden Tag im August ein Bild von meinem kleinen Gärtchen machen (da blüht immer was) und an liebe Menschen als ,,Bild des Tages“ mailen…. OHNE große oder überhaupt Kommentare zu erwarten…. Deshalb ist das Projekt schon einmal bei mir eingeschlafen….
    So benutze ich meine umfangreiche Fotoausrüstung und lerne meine Kamera kennen….
    Freue mich auf die interessanten Ideen der anderen…..
    Und wie läuft’s nun ab Herr Kopp-Wichmann? Foto machen, was schreiben und einschicken oderrrr nur bei mir im stillen Kämmerlein?
    Auf geht’s!

  22. Verstehe, Sie sind nicht die einzige, die das nicht will.
    Sie können auch gern direkt hier im Blog in der Kommentarfunktion über Ihr Projekt berichten – gerne auch anonym.

  23. Ina sagt

    Hallo,
    ich finde die Idee ganz prima und musste leider feststellen, das ich mich dafür bei Facebook oder Twitter erst anmelden müsste. Gibt es keine Möglichkeit, auch ohne Anmeldung daran teilzunehmen? Eine Anmeldung ist für mich ein Ausschlusskriterium 🙁

    Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort und Ihr Angebot. 😉
    LG Ina

  24. Freut mich, dass Ihnen die Idee gefällt.
    Die Tweets sehen alle. Wer etwas dazu schreiben oder kommentieren will, müsste dem 30-Tage-Account folgen.

  25. Barbara sagt

    Hallo, was für eine schöne Idee! Ich habe nur eine Frage zum Verständnis: Die Tweets, die ich im Rahmen des 30-Tage-Projekts versende, sehen dann doch auch all meine Follower, oder?
    Viele Grüsse
    Barbara

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